Fäden des Lebens
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Fäden des Lebens
Uhm...ich war mir eigentlich sicher das ich die Story schonmal gepostet habe, aber ich hab jetzt nichts gefunden. O.o.
Gedankenverloren sitze ich auf einen der kalten Steine und beobachte die Wellen die von dem stürmischen Nordostwind getrieben an den hohen Klippen brechen. Die Sonne die sich allmählich hinter dem Meer zu verstecken scheint, wirft ihre letzten Strahlen auf die glänzende türkisfarbene Wasseroberfläche und erstrahlt in rot, orange und pink. Einen Moment heftet mein Blick sich genau auf den großen Feuerball. Sofort bilden sich helle Flecken vor meinen Augen, die jedoch nach einigen Malen blinzeln schon wieder verschwunden sind. Tief atme ich den salzigen Duft durch meine Lunge und bekomme plötzlich den Drang, dass salzige Wasser auf meinen Lippen, in meinem Mund zu schmecken.
Vorsichtig stehe ich auf und suche mir einen Weg weiter nach unten zu den feuchten Steinen, die immer wieder von einer Welle überschwämmt oder getroffen werden. Als ich nahe genug an der Wasseroberfläche bin, warte ich auf die nächste Welle und greife mit meinen Händen nach dem aufspritzenden Wasser.
Langsam berühre ich mit den Lippen meine nassen Handflächen und berühre mit meiner Zunge einen hängengebliebenen Wassertropfen. Sogleich benetzt das Salz meinen gesamten Mundraum. Andere würden jetzt anfangen sich so ekeln oder zu würgen, aber für mich ist es eine Art Desinfektion meiner Wunden.
Mir hat nie jemand körperlichen Schaden zugefügt, aber meine Seele ist schon vor langer Zeit zerbrochen. Immer wieder wurden mit einem Messer feine Kratzer dort hineingezogen. Die einen sind verheilt und die anderen haben Narben hinterlassen. Narben, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.
Eine Einzelgängerin, Ausgeschlossene oder auch Verstoßene.
Es gab eine Zeit, als es mir besser ging und als ich dachte, meine Fäden des Lebens wiedergefunden zu haben. Doch heute erscheint das alles nur noch wie ein Schwall voll Nebel vor mir. Ich habe die wiedergefundenen Fäden abermals aus den Händen verloren und diesmal werde ich sie nicht mehr wiederfinden.
Fäden des Lebens
by Alexandra Hamann
Prolog
by Alexandra Hamann
Prolog
Gedankenverloren sitze ich auf einen der kalten Steine und beobachte die Wellen die von dem stürmischen Nordostwind getrieben an den hohen Klippen brechen. Die Sonne die sich allmählich hinter dem Meer zu verstecken scheint, wirft ihre letzten Strahlen auf die glänzende türkisfarbene Wasseroberfläche und erstrahlt in rot, orange und pink. Einen Moment heftet mein Blick sich genau auf den großen Feuerball. Sofort bilden sich helle Flecken vor meinen Augen, die jedoch nach einigen Malen blinzeln schon wieder verschwunden sind. Tief atme ich den salzigen Duft durch meine Lunge und bekomme plötzlich den Drang, dass salzige Wasser auf meinen Lippen, in meinem Mund zu schmecken.
Vorsichtig stehe ich auf und suche mir einen Weg weiter nach unten zu den feuchten Steinen, die immer wieder von einer Welle überschwämmt oder getroffen werden. Als ich nahe genug an der Wasseroberfläche bin, warte ich auf die nächste Welle und greife mit meinen Händen nach dem aufspritzenden Wasser.
Langsam berühre ich mit den Lippen meine nassen Handflächen und berühre mit meiner Zunge einen hängengebliebenen Wassertropfen. Sogleich benetzt das Salz meinen gesamten Mundraum. Andere würden jetzt anfangen sich so ekeln oder zu würgen, aber für mich ist es eine Art Desinfektion meiner Wunden.
Mir hat nie jemand körperlichen Schaden zugefügt, aber meine Seele ist schon vor langer Zeit zerbrochen. Immer wieder wurden mit einem Messer feine Kratzer dort hineingezogen. Die einen sind verheilt und die anderen haben Narben hinterlassen. Narben, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.
Eine Einzelgängerin, Ausgeschlossene oder auch Verstoßene.
Es gab eine Zeit, als es mir besser ging und als ich dachte, meine Fäden des Lebens wiedergefunden zu haben. Doch heute erscheint das alles nur noch wie ein Schwall voll Nebel vor mir. Ich habe die wiedergefundenen Fäden abermals aus den Händen verloren und diesmal werde ich sie nicht mehr wiederfinden.

"You're waiting for a train, a train that will take you far away.
You know where you hope this train will take you, but you can't be sure.
But it doesn't matter - because we'll be together."
-Inception-
Re: Fäden des Lebens
Hi Alex :)
Sorry, dass mein Kommentar erst jetzt kommt. Also "Fäden des Lebens" hab ich im Forum noch nicht gesehen, deswegen denke ich nicht, dass es das hier schon irgendwo gibt.
Klingt interessant, der Titel. Ich bin gespannt, was sich dahinter verbirgt.
Der Prolog gefällt mir wirklich. Ich mag die nachdenkliche, aber doch ruhige Stimmung, die du mit deinen Worten schaffst. Das wirkt sehr nah und sehr beruhigend, irgendwie, auch wenn im Hintergrund das Schicksal dieses Mädchens einen belastenden Faktor stellt.
Ich bin gespannt, wer sie ist und was ihr widerfahren ist.
Ich werd weiterlesen und bin schon gespannt.
Ein paar kleine Anmerkungen hab ich noch
"auf einem"
"die Wellen, die "
"Die Sonne, die"
"an" den Feuerball, oder?
Wortwiederholung von "salzig". Das stört etwas.
Und "durch die Lunge atmen", kann man auch nichts
Es müsste heißen "Tief atme ich den salzigen Duft ein", oder "Tief sauge ich den salzigen Duft in meine Lunge" oder so.
Den ersten Teil des Satzes würde ich weglassen. Er zerstört die Atmosphäre und passt nicht so ganz ins Gesamtbild. Du könntest einfach schreiben. "Für mich ist es eine Art der Desinfektion meiner Wunden."
Die Metapher funktioniert nicht. Mit einem Messer kann man keine Wunden in eine Seele schneiden. Man kann es mit Worten tun und durch Handlungen. Aber nicht mit dem Messer.
Du könntest schreiben "wie mit einem Messer" ... das wäre dann wieder schlüssig.
Lieben Gruß
Marie
Sorry, dass mein Kommentar erst jetzt kommt. Also "Fäden des Lebens" hab ich im Forum noch nicht gesehen, deswegen denke ich nicht, dass es das hier schon irgendwo gibt.
Klingt interessant, der Titel. Ich bin gespannt, was sich dahinter verbirgt.
Der Prolog gefällt mir wirklich. Ich mag die nachdenkliche, aber doch ruhige Stimmung, die du mit deinen Worten schaffst. Das wirkt sehr nah und sehr beruhigend, irgendwie, auch wenn im Hintergrund das Schicksal dieses Mädchens einen belastenden Faktor stellt.
Ich bin gespannt, wer sie ist und was ihr widerfahren ist.
Ich werd weiterlesen und bin schon gespannt.
Ein paar kleine Anmerkungen hab ich noch
Gedankenverloren sitze ich auf einen der kalten Steine und beobachte die Wellen die von dem stürmischen Nordostwind getrieben an den hohen Klippen brechen.
"auf einem"
"die Wellen, die "
Die Sonne die sich allmählich hinter dem Meer zu verstecken scheint, wirft ihre letzten Strahlen auf die glänzende türkisfarbene Wasseroberfläche und erstrahlt in rot, orange und pink.
"Die Sonne, die"
Einen Moment heftet mein Blick sich genau auf den großen Feuerball.
"an" den Feuerball, oder?
Tief atme ich den salzigen Duft durch meine Lunge und bekomme plötzlich den Drang, dass salzige Wasser auf meinen Lippen, in meinem Mund zu schmecken.
Wortwiederholung von "salzig". Das stört etwas.
Und "durch die Lunge atmen", kann man auch nichts
Es müsste heißen "Tief atme ich den salzigen Duft ein", oder "Tief sauge ich den salzigen Duft in meine Lunge" oder so.
Andere würden jetzt anfangen sich so ekeln oder zu würgen, aber für mich ist es eine Art Desinfektion meiner Wunden.
Den ersten Teil des Satzes würde ich weglassen. Er zerstört die Atmosphäre und passt nicht so ganz ins Gesamtbild. Du könntest einfach schreiben. "Für mich ist es eine Art der Desinfektion meiner Wunden."
Immer wieder wurden mit einem Messer feine Kratzer dort hineingezogen.
Die Metapher funktioniert nicht. Mit einem Messer kann man keine Wunden in eine Seele schneiden. Man kann es mit Worten tun und durch Handlungen. Aber nicht mit dem Messer.
Du könntest schreiben "wie mit einem Messer" ... das wäre dann wieder schlüssig.
Lieben Gruß
Marie


Pooly- Koordinator & Schöpferin

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Laune: Es geht nur um mich und die Sonne
Ich schreibe: Zurzeit nichts mehr, aber ich plane an einer neuen Idee.
Sonstiges: Ich saß an einem See mit rotem Wasser, das nicht nass war und leicht wie Luft. Und ich fing mit meiner Angel aus goldenem Draht einen schwarzen, einen braunen und einen grauen Fisch.
Texte: Pooly
Kunst: Pooly
Infos: Pooly -

Re: Fäden des Lebens
Hey Marie,
vielen Dank für deinen Kommi. Ich habe mich sehr gefreut das hier wenigstens einer die Story liest. >.<
Ich habe mich geirrt. Ich habe die Story bei June schonmal gepostet, aber nicht hier. Deshalb hatte ich nur noch im Kopf das ich sie IRGENDWO gepostet hatte. xD
Der Prolog wirft ja noch viele Fragen auf. Wenn du willst kann ich den nächsten Teil posten.
Dankeschön auch für die Korrektur, ich werde sie später übernehmen.
Hm...ja bei der Textstelle überlege ich mir noch was.
Ich denke ich schreibe dann "wie mit einem Messer". Du hast schon recht.
Lg, Alex
vielen Dank für deinen Kommi. Ich habe mich sehr gefreut das hier wenigstens einer die Story liest. >.<
Ich habe mich geirrt. Ich habe die Story bei June schonmal gepostet, aber nicht hier. Deshalb hatte ich nur noch im Kopf das ich sie IRGENDWO gepostet hatte. xD
Der Prolog wirft ja noch viele Fragen auf. Wenn du willst kann ich den nächsten Teil posten.
Dankeschön auch für die Korrektur, ich werde sie später übernehmen.
Pooly schrieb:Andere würden jetzt anfangen sich so ekeln oder zu würgen, aber für mich ist es eine Art Desinfektion meiner Wunden.
Den ersten Teil des Satzes würde ich weglassen. Er zerstört die Atmosphäre und passt nicht so ganz ins Gesamtbild. Du könntest einfach schreiben. "Für mich ist es eine Art der Desinfektion meiner Wunden."
Hm...ja bei der Textstelle überlege ich mir noch was.
pooly schrieb:Immer wieder wurden mit einem Messer feine Kratzer dort hineingezogen.
Die Metapher funktioniert nicht. Mit einem Messer kann man keine Wunden in eine Seele schneiden. Man kann es mit Worten tun und durch Handlungen. Aber nicht mit dem Messer.
Du könntest schreiben "wie mit einem Messer" ... das wäre dann wieder schlüssig.
Ich denke ich schreibe dann "wie mit einem Messer". Du hast schon recht.
Lg, Alex

"You're waiting for a train, a train that will take you far away.
You know where you hope this train will take you, but you can't be sure.
But it doesn't matter - because we'll be together."
-Inception-
Re: Fäden des Lebens
Klingt echt interessant. Ich bin gespannt, ob wir nun in der Gegenwart oder in der Vergangenheit ansetzen. [Tippe auf letzteres, da es mich auch mehr interessiert xD]
Den ersten Absatz finde ich wirklich wunderschön. Allerdings stört mich das "auf meinen Lippen, in meinem Mund" etwas. Irgendwie hat es die Situation ein wenig gestört.
Dennoch ein wirklich schöner Text. Freue mich auch mehr!
Lg
Den ersten Absatz finde ich wirklich wunderschön. Allerdings stört mich das "auf meinen Lippen, in meinem Mund" etwas. Irgendwie hat es die Situation ein wenig gestört.
Dennoch ein wirklich schöner Text. Freue mich auch mehr!
Lg
Re: Fäden des Lebens
Hey,
dankeschön Terra.
Wie es weiter geht wirst du dann direkt erfahren.
Hm ja diese Schreibweise am Anfang ist vielleicht etwas merkwürdig...
Kapitel 1
"Sobald wir etwas aussprechen, entwerten wir es seltsam. Wir glauben in die Tiefe der Abgründe hinabgetaucht zu sein, und wenn wir wieder an die Oberfläche kommen, gleicht der Wassertropfen an unseren bleichen Fingerspitzen nicht mehr dem Meere, dem er entstammt. Wir wähnen eine Schatzgrube wunderbarer Schätze entdeckt zu haben, und wenn wir wieder ans Tageslicht kommen, haben wir nur falsche Steine und Glasscherben mitgebracht; und trotzdem schimmert der Schatz im Finstern unverändert."
-Zitat nach Maeterlinck-
Lediglich mit einem kleinen Block und einem Bleistift bewaffnet sitze ich auf einem der kalten Felsen an den Klippen. Während ich kurz über meine nächste Idee nachdenke, strecke ich mein Gesicht dem aufkommenden Wind entgegen, schließe meine Augen und lasse mich einfach treiben. Ich stelle mir vor über der Wasseroberfläche zu schweben, nehme den salzigen Duft im Wind, der mir schon fast schmerzhaft um die Ohren weht, wahr und lasse meine Gedanken mit den seichten Wellen treiben. Erst als sich transparente Bilder vor meinen geschlossenen Augen aufzubauen scheinen, zuckt es wie zur Befriedigung um meine Mundwinkel. Doch ein Lächeln kommt nicht zustande. Ein Lächeln ist schon seit Jahren nicht mehr zustande gekommen.
Dennoch öffne ich zufrieden meine Augen und fasse die eben erst gesehenen Bilder in Worte, denn Worte sind das Einzige, was mir noch geblieben ist. Es ist der Ort, an dem meine verletzte Seele Zuflucht findet.
Das Schreiben ist die einzige Fluchtmöglichkeit. Die einzige Chance hinter meiner aufgebauten Mauer hervorzukommen und einfach nur Ich selbst sein zu können. Im Fluss meiner Fantasie brauche ich keinem ein perfektes und gutes Menschenbild vorzuspielen, brauche mich nicht verstecken oder mich hinter falschen Aussagen schützen.
Ich kann einfach ein normales 16-Jähriges Mädchen sein, dessen Seele verletzt, Tränen getrocknet und Hoffnung versiegt ist.
Es tut gut hinter seiner schützenden Mauer hervorzukommen und sich einfach selbst gegenüber stehen zu können. Und dieser Ort ist die einzige Möglichkeit dafür. Das Meer hat mich schon immer fasziniert und beruhigt zugleich. Die Weite des Wassers, welches sanft im Horizont verschwimmt gibt mir ein Gefühl der Freiheit und der Hoffnung, dass alles, auch wenn es unendlich scheint, irgendwann ein Ende hat.
In sanften Schwingungen gleite ich mit dem Stift über das Papier und befeuchte das Blatt mit Tinte. Tinte die das Unaussprechbare versucht in Worten auszudrücken. Doch meine Gedanken sind anders als das was ich in meinen Geschichten und Gedichten ausdrücke. Meine Gedanken sind tiefgründiger als das was ich hinter Metaphern verstecke. All diese geschriebenen Sachen spiegeln nur einen Bruchteil meiner Seele wieder und sind von daher traurig und nachdenklich gestimmt, denn wie Zufriedenheit und Glück sich anfühlen, scheine ich bereits vergessen zu haben.
Mit meinem fertigen Werk zufrieden lege ich nach einigen Minuten den Stift beiseite und lege meine Schreibutensillien neben mich.
Während ich mich leicht nach hinten wende, sehe ich ihn zum ersten Mal.
Er sitzt in einigen Metern Distanz zu mir und scheint mich zu beobachten. Seine bis zu den Ohren reichenden braunen Haare stehen durch den Wind zerzaust in alle Richtungen. Die kristallblauen Augen scheinen mich mit Neugierde zu verfolgen. Er sitzt einfach dort und beobachtete mich. Selbst als er längst bemerkt haben muss, dass ich ihn entdeckt habe, regt er sich keinen Zentimeter und wendet seinen Blick nicht ab.
Mein Blick wird forschender, sucht nach einem Zusammenhang seiner Nähe, seines Blickes und seiner Regungslosigkeit. Noch immer versprühen seine Augen die Neugierde von vorher, doch diesmal scheint sich noch etwas anderes dort widerzuspiegeln. Ist es Interesse, Verständnis, Trauer? Ich kann es nicht genau einschätzen, doch wie er einfach nur da sitzt und mich anstarrt, regt er viele Gedanken in mir an.
Als ich seinem Blick nicht mehr standhalten kann greife ich nach meine Schreibutensillien, drehe ihm den Rücken zu und marschiere ohne mich noch einmal umzudrehen davon.
dankeschön Terra.
Wie es weiter geht wirst du dann direkt erfahren.
Hm ja diese Schreibweise am Anfang ist vielleicht etwas merkwürdig...
Kapitel 1
"Sobald wir etwas aussprechen, entwerten wir es seltsam. Wir glauben in die Tiefe der Abgründe hinabgetaucht zu sein, und wenn wir wieder an die Oberfläche kommen, gleicht der Wassertropfen an unseren bleichen Fingerspitzen nicht mehr dem Meere, dem er entstammt. Wir wähnen eine Schatzgrube wunderbarer Schätze entdeckt zu haben, und wenn wir wieder ans Tageslicht kommen, haben wir nur falsche Steine und Glasscherben mitgebracht; und trotzdem schimmert der Schatz im Finstern unverändert."
-Zitat nach Maeterlinck-
Lediglich mit einem kleinen Block und einem Bleistift bewaffnet sitze ich auf einem der kalten Felsen an den Klippen. Während ich kurz über meine nächste Idee nachdenke, strecke ich mein Gesicht dem aufkommenden Wind entgegen, schließe meine Augen und lasse mich einfach treiben. Ich stelle mir vor über der Wasseroberfläche zu schweben, nehme den salzigen Duft im Wind, der mir schon fast schmerzhaft um die Ohren weht, wahr und lasse meine Gedanken mit den seichten Wellen treiben. Erst als sich transparente Bilder vor meinen geschlossenen Augen aufzubauen scheinen, zuckt es wie zur Befriedigung um meine Mundwinkel. Doch ein Lächeln kommt nicht zustande. Ein Lächeln ist schon seit Jahren nicht mehr zustande gekommen.
Dennoch öffne ich zufrieden meine Augen und fasse die eben erst gesehenen Bilder in Worte, denn Worte sind das Einzige, was mir noch geblieben ist. Es ist der Ort, an dem meine verletzte Seele Zuflucht findet.
Das Schreiben ist die einzige Fluchtmöglichkeit. Die einzige Chance hinter meiner aufgebauten Mauer hervorzukommen und einfach nur Ich selbst sein zu können. Im Fluss meiner Fantasie brauche ich keinem ein perfektes und gutes Menschenbild vorzuspielen, brauche mich nicht verstecken oder mich hinter falschen Aussagen schützen.
Ich kann einfach ein normales 16-Jähriges Mädchen sein, dessen Seele verletzt, Tränen getrocknet und Hoffnung versiegt ist.
Es tut gut hinter seiner schützenden Mauer hervorzukommen und sich einfach selbst gegenüber stehen zu können. Und dieser Ort ist die einzige Möglichkeit dafür. Das Meer hat mich schon immer fasziniert und beruhigt zugleich. Die Weite des Wassers, welches sanft im Horizont verschwimmt gibt mir ein Gefühl der Freiheit und der Hoffnung, dass alles, auch wenn es unendlich scheint, irgendwann ein Ende hat.
In sanften Schwingungen gleite ich mit dem Stift über das Papier und befeuchte das Blatt mit Tinte. Tinte die das Unaussprechbare versucht in Worten auszudrücken. Doch meine Gedanken sind anders als das was ich in meinen Geschichten und Gedichten ausdrücke. Meine Gedanken sind tiefgründiger als das was ich hinter Metaphern verstecke. All diese geschriebenen Sachen spiegeln nur einen Bruchteil meiner Seele wieder und sind von daher traurig und nachdenklich gestimmt, denn wie Zufriedenheit und Glück sich anfühlen, scheine ich bereits vergessen zu haben.
Mit meinem fertigen Werk zufrieden lege ich nach einigen Minuten den Stift beiseite und lege meine Schreibutensillien neben mich.
Während ich mich leicht nach hinten wende, sehe ich ihn zum ersten Mal.
Er sitzt in einigen Metern Distanz zu mir und scheint mich zu beobachten. Seine bis zu den Ohren reichenden braunen Haare stehen durch den Wind zerzaust in alle Richtungen. Die kristallblauen Augen scheinen mich mit Neugierde zu verfolgen. Er sitzt einfach dort und beobachtete mich. Selbst als er längst bemerkt haben muss, dass ich ihn entdeckt habe, regt er sich keinen Zentimeter und wendet seinen Blick nicht ab.
Mein Blick wird forschender, sucht nach einem Zusammenhang seiner Nähe, seines Blickes und seiner Regungslosigkeit. Noch immer versprühen seine Augen die Neugierde von vorher, doch diesmal scheint sich noch etwas anderes dort widerzuspiegeln. Ist es Interesse, Verständnis, Trauer? Ich kann es nicht genau einschätzen, doch wie er einfach nur da sitzt und mich anstarrt, regt er viele Gedanken in mir an.
Als ich seinem Blick nicht mehr standhalten kann greife ich nach meine Schreibutensillien, drehe ihm den Rücken zu und marschiere ohne mich noch einmal umzudrehen davon.

"You're waiting for a train, a train that will take you far away.
You know where you hope this train will take you, but you can't be sure.
But it doesn't matter - because we'll be together."
-Inception-
Re: Fäden des Lebens
Hey Alex,
es ist echt schön mal wieder was neues von dir zu lesen.
Der Prolog gefällt mir, die Stimmung und wie du das alles beschreibst ist wirklch sehr interessant. Den neusten Teil muss ich noch lesen, aber das mache ich erst heute Abend :) Ich freue mich schon und bin gespannt wie es weiter geht .
LG
es ist echt schön mal wieder was neues von dir zu lesen.
Der Prolog gefällt mir, die Stimmung und wie du das alles beschreibst ist wirklch sehr interessant. Den neusten Teil muss ich noch lesen, aber das mache ich erst heute Abend :) Ich freue mich schon und bin gespannt wie es weiter geht .
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The answers of the past are situated somewhere
between the infinity of space and time.

Bloodangel- User

- Beiträge: 15150
Laune: crazy
Ich schreibe: im Moment nur Briefe o.o.
Texte: Bloodangel
Kunst: Bloodangel
Sonstiges: schenke neues Leben
Re: Fäden des Lebens
Der neue Teil ist wirklich gut geschrieben, die Stimmung kommt klasse rüber und man kann sich gut in das Mädchen hineinversetzen, auch wenn ein Stimmchen in meinem Kopf mich die ganze Zeit fragt, was mir der Text sagen soll - nicht im negativen Sinne, es regt schließlich zum Weiterlesen an.
Deshalb hoffe ich mal, dass bald wieder was kommt und ich den Thread dann wiederfinde. [Ich bin mit meinen Gedanken immer überall und nirgends, tut mir leid.]
Lg,
Nicki
Deshalb hoffe ich mal, dass bald wieder was kommt und ich den Thread dann wiederfinde. [Ich bin mit meinen Gedanken immer überall und nirgends, tut mir leid.]
Lg,
Nicki
Re: Fäden des Lebens
Hey ihr beiden,
danke für die Kommis und sorry fürs späte antworten >.<
Naja der Text soll auch zum nachdenken anregen. Die Verbindung wird sich im Laufe der Story noch zeigen.
Freut mich das es euch gefällt
Lg, Alex
danke für die Kommis und sorry fürs späte antworten >.<
Naja der Text soll auch zum nachdenken anregen. Die Verbindung wird sich im Laufe der Story noch zeigen.
Freut mich das es euch gefällt
Lg, Alex

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Re: Fäden des Lebens
OMG bin ich blöd^^
Du sagst aber auch nix o.o. du, du ...
Mensch du hättest ruhig mal was sagen können
Genug Sentimentalitäten ausgetauscht.
Hui das Zitat ist einfach Wow gefällt mir. Es hat so viel Wahres an sich.
Oh je das Mädchen muss eine Menge durchgemacht haben, wenn es noch nicht einmal mehr im Stande ist zu Lächeln und sich hinter dieser Mauer verschanzt. Es muss einen Grund für ihr Verhalten geben und du machst mich jetzt gerade richtig neugierig.
Kein Wunder das sie sich in ihre eigene Welt flüchtet. I<ch bin immer wieder angenehm überrascht wie du all diese Gefühle und die Situation am Meer beschreibst. Ich liebe es auch.
So nun will ich aber noch wissen wer er ist und warum er sie so neugierig mustert.
Es geht doch hoffendlich irgendwann einmal weiter??? Nicht jetzt will nicht hetzen und außerdem bin ich im Moment dafür das du bei AdM weiter schreibst :)
LG
Du sagst aber auch nix o.o. du, du ...
Mensch du hättest ruhig mal was sagen können
Genug Sentimentalitäten ausgetauscht.
Hui das Zitat ist einfach Wow gefällt mir. Es hat so viel Wahres an sich.
Oh je das Mädchen muss eine Menge durchgemacht haben, wenn es noch nicht einmal mehr im Stande ist zu Lächeln und sich hinter dieser Mauer verschanzt. Es muss einen Grund für ihr Verhalten geben und du machst mich jetzt gerade richtig neugierig.
Kein Wunder das sie sich in ihre eigene Welt flüchtet. I<ch bin immer wieder angenehm überrascht wie du all diese Gefühle und die Situation am Meer beschreibst. Ich liebe es auch.
So nun will ich aber noch wissen wer er ist und warum er sie so neugierig mustert.
Es geht doch hoffendlich irgendwann einmal weiter??? Nicht jetzt will nicht hetzen und außerdem bin ich im Moment dafür das du bei AdM weiter schreibst :)
LG

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Bloodangel- User

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Re: Fäden des Lebens
Huch.
deinen Kommi sehe ich jetzt erst, sorry.
Ich liebe das Zitat, seid wir es im Deutschunterricht gelesen haben und es passt halt echt so gut zu meiner Story. Perfekter gehts nicht. Oh man ich möchte unbedingt mal hier weiterschreiben. Die Story hat ne große Bedeutung für mich irgendwie. :-)
Also weitergehen wird es sicher. Und das sicher auch bald...hoffe ich doch.
Freut mich immer das Lob zu hören. *.*
Alle wollen wissen was sie durchgemacht hat und reden sozusagen von dieser großen Auflösung. O.o. ich hoffe ich enttäusche euch da nicht.
Das was ich dazu im Kopf habe...ist nicht so einfach an den Mann zu bringen. xD
Lg ;Alex
deinen Kommi sehe ich jetzt erst, sorry.
Ich liebe das Zitat, seid wir es im Deutschunterricht gelesen haben und es passt halt echt so gut zu meiner Story. Perfekter gehts nicht. Oh man ich möchte unbedingt mal hier weiterschreiben. Die Story hat ne große Bedeutung für mich irgendwie. :-)
Also weitergehen wird es sicher. Und das sicher auch bald...hoffe ich doch.
Freut mich immer das Lob zu hören. *.*
Alle wollen wissen was sie durchgemacht hat und reden sozusagen von dieser großen Auflösung. O.o. ich hoffe ich enttäusche euch da nicht.
Das was ich dazu im Kopf habe...ist nicht so einfach an den Mann zu bringen. xD
Lg ;Alex

"You're waiting for a train, a train that will take you far away.
You know where you hope this train will take you, but you can't be sure.
But it doesn't matter - because we'll be together."
-Inception-
Re: Fäden des Lebens
Hey Alex,
Ich knöpf mir jetzt mal deinen Roman vor. Ist ja irgendwie auch noch gar nicht viel^^. Gibt es davon überhaupt schon Nachschub?
Zum Prolog:
Ich finde ihn sehr schön geschrieben. Er lässt sich flüssig lesen und ich hatte sofort das Meer, die Klippen und den saltzigen Wassertropfen auf den Fingern. Dafür auf jeden Fall ein großes Kompliment. Allerdings finde ich ihn für den Anfang einer Geschichte ganz schön depremierend. Man kann ja nicht einmal hoffen das sich etwas bessert. Ist das jetzt eigentlich ein vorgegriffenes Ende? Auf jeden Fall hat mir irgendwie ein einzellner Hoffnungsschimmer gefehlt, an dem man sich als Leser auch klammern kann. Dein Plot klingt ja so als wenn ihm nie etwas gutes wiederfahren wäre und das ist schon ganz schön überdramatisch o.o...
Zum ersten Kapitel:
Also der erste Teil ist noch immer so bedrückend und schwer. Ich weiß nicht recht ob ich mich mit so einem Plot anfreunden könnte^^. Alles ist schlecht und nichts wird gut. Ich habs nicht so mit Protagonisten denen imme nur schlechtes wiederfährt, aber vielleicht denkt dein Plot das ja nur und es ist gar nicht so?
Wirklich interessant wird es erst als da etwas zerzotteltes auftaucht und dein Plot angestarrt wird. ^^ Das fand ich echt einen guten Kunstgriff um Spannung zu erzeugen. Es war interessant zu lesen und da du bis zum Schluss nicht aufgelöst hast, was es denn nun ist, bleibt die Spannung auch weiterhin. Irgendwie fand ich es schade das sie (ist das überhaupt eine Sie o.o...?) dann gegangen ist. Ich hätte erwartet, dass sie über das Wesen anfängt zu schreiben.
Mich würde nun wirklich interessieren wie es weiter geht und was es mit diesem verstruppelten Etwas auf sich hat^^ ...
mfg. Enrico
Ich knöpf mir jetzt mal deinen Roman vor. Ist ja irgendwie auch noch gar nicht viel^^. Gibt es davon überhaupt schon Nachschub?
Zum Prolog:
Ich finde ihn sehr schön geschrieben. Er lässt sich flüssig lesen und ich hatte sofort das Meer, die Klippen und den saltzigen Wassertropfen auf den Fingern. Dafür auf jeden Fall ein großes Kompliment. Allerdings finde ich ihn für den Anfang einer Geschichte ganz schön depremierend. Man kann ja nicht einmal hoffen das sich etwas bessert. Ist das jetzt eigentlich ein vorgegriffenes Ende? Auf jeden Fall hat mir irgendwie ein einzellner Hoffnungsschimmer gefehlt, an dem man sich als Leser auch klammern kann. Dein Plot klingt ja so als wenn ihm nie etwas gutes wiederfahren wäre und das ist schon ganz schön überdramatisch o.o...
Zum ersten Kapitel:
Also der erste Teil ist noch immer so bedrückend und schwer. Ich weiß nicht recht ob ich mich mit so einem Plot anfreunden könnte^^. Alles ist schlecht und nichts wird gut. Ich habs nicht so mit Protagonisten denen imme nur schlechtes wiederfährt, aber vielleicht denkt dein Plot das ja nur und es ist gar nicht so?
Wirklich interessant wird es erst als da etwas zerzotteltes auftaucht und dein Plot angestarrt wird. ^^ Das fand ich echt einen guten Kunstgriff um Spannung zu erzeugen. Es war interessant zu lesen und da du bis zum Schluss nicht aufgelöst hast, was es denn nun ist, bleibt die Spannung auch weiterhin. Irgendwie fand ich es schade das sie (ist das überhaupt eine Sie o.o...?) dann gegangen ist. Ich hätte erwartet, dass sie über das Wesen anfängt zu schreiben.
Mich würde nun wirklich interessieren wie es weiter geht und was es mit diesem verstruppelten Etwas auf sich hat^^ ...
mfg. Enrico
Re: Fäden des Lebens
Hey Enrico,
schön das du hier die Story gelesen und kommentiert hast.
Ja der Anfang ist wirklich dramatisch und die Story stand auch vorher im Dramenbereich.
Es wird natürlich nicht die ganze Zeit so eine Atmosphäre herschen xD Das würde selbst ich nicht aushalten. :)
Diese Story hier ist noch nicht weitergeschrieben, aber es soll auf jedenfall weiter gehen, wenn ich mehr Zeit habe.
Das Wesen? Zottelig? Uhm...ich würde sagen "Haare die über die Ohren gehen und Augen" sagen schon viel WAS da sitzt, oder? xD
Keine Angst, sie geht weg, aber das war nicht die letzte Begegnung :)
Lg, Alex
schön das du hier die Story gelesen und kommentiert hast.
Ja der Anfang ist wirklich dramatisch und die Story stand auch vorher im Dramenbereich.
Es wird natürlich nicht die ganze Zeit so eine Atmosphäre herschen xD Das würde selbst ich nicht aushalten. :)
Diese Story hier ist noch nicht weitergeschrieben, aber es soll auf jedenfall weiter gehen, wenn ich mehr Zeit habe.
Das Wesen? Zottelig? Uhm...ich würde sagen "Haare die über die Ohren gehen und Augen" sagen schon viel WAS da sitzt, oder? xD
Keine Angst, sie geht weg, aber das war nicht die letzte Begegnung :)
Lg, Alex

"You're waiting for a train, a train that will take you far away.
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