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    Hinter dem Horizont

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    Tin
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    Hinter dem Horizont

    Beitrag von Tin am So 18 Nov 2012, 18:25

    Hinweis: Der Film lässt sich verschiedenen Genres zuordnen (Romanze, Drama, ...). Da ich es nicht auf eines beschränken möchte, poste ich den Film nun hier.


    Bildquelle

    Inhalt:

    Chris Nielsen (Robin Williams), ein erfolgreicher Arzt, stirbt bei einem tragischen Autounfall. Er erwacht irgendwo "hinter dem Horizont", in einem Jenseits, wo all seine Träume und Fantasien zum Leben erwachen. In diesem himmlischen Paradies versucht Chris, seinen Frieden zu finden und die Schmerzhafte Trennung von seiner Frau Annie (Annabella Sciorra) zu überwinden. Auch Annie kann den Verlust ihres Mannes nicht ertragen und nimmt sich völlig verzweifelt das Leben. Im Gegensatz zu Chris findet sich Annie in einer trostlosen Hölle monströser Alptraumfantasien wieder, aus der es kein Zurück gibt. Chris kann und will nicht akzeptieren, dass er Annie niemals wiedersehen darf und beschließt, sie aus der Hölle zu befreien. Zusammen mit seinem Weggefährten Albert (Cuba Gooding Jr.) und einem mysteriösen Spurenleser (Max von Sydow) begibt er sich auf eine Reise hinab ins Reich der Finsternis - eine Reise die ihn an die Grenze des Wahnsinns treibt ...
    (Quelle: Angaben auf der DVD)


    Meine Meinung:

    Als ich jung war, traf ich am See dieses wunderbare Mädchen ...

    Eigentlich war es purer Zufall, dass dieser Film den Weg in mein Regal gefunden hat, was tatsächlich eher selten vorkommt. Da ich Robin Williams sehr mag und der Inhalt auch nicht ganz uninteressant klang, habe ich die DvD einfach gekauft. Mittlerweile habe ich den Film schon mehrfach gesehen und kann sagen, dass ich den Kauf nicht bereut habe.

    Auf den ersten Blick - genau genommen auch auf den Zweiten - wirkt die Handlung wie eine dieser typischen tragischen Liebesgeschichten. Und obwohl sich dieser Eindruck auch während des ganzen Filmes nicht verflüchtigt, ist diese Geschichte so verpackt, dass man es nicht leid wird.

    Ich war von Anfang an begeistert von dem Farbreichtum des Filmes. Und das nicht etwa im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinne. Chris lebt in einer Welt, in der die Farben so leuchtend und vielfältig sind, dass sie einem Kunstwerk gleicht - was sehr passend ist, da für ihn Bilder das Wichtigste sind. Und nach seinem Tod scheint es, als wäre er geradewegs in eines der Bilder seiner Frau hineingeraten. Wie passend, dass sein Begleiter Albert davon spricht, dass er sich seine eigene Welt malt, so wie er sie sich vorstellt. Doch so schön er sie sich auch gestalten kann, etwas fehlt: Seine Frau und seine Kinder.

    Im krassen Gegensatz dazu steht die Welt, in der sich Annie nach ihrem Selbstmord wiederfindet: Grau, trostlos und angsteinflößend.

    Mir hat, wie bereits erwähnt, besonders die Idee gefallen, die Welt "hinter dem Horizont" als eine Art Kunstwerk darzustellen. Aber auch die Art und Weise in der Chris den unterschiedlichen Charakteren begegnet (hierauf möchte ich nicht näher eingehen, da ich sonst spoilern müsste), ist auf eine gewisse Art "anders" und spannend. Ich konnte sehr gut mit den verschiedenen Personen mitfühlen und hatte an der ein oder anderen Stelle auch schon mal einen dicken Kloß im Hals. Der Zuschauer befindet sich gewissermaßen in einem permanenten Schwebezustand zwischen Freude und Leid, Hoffnung und Angst.

    Eine besonderes Lob gebührt vor allem der schauspielerischen Leistung Robin Williams'. Mit dem für ihn typischen Charme zieht er die Zuschauer in seinen Bann, sodass man jede seiner Gefühlsregungen nachempfindet. Man hofft und bangt mit ihm, will mit ihm verzweifeln und den Verstand verlieren.

    Ich bin sicherlich kein Experte, was Filmtechniken angeht, möchte aber an dieser Stelle dennoch sagen, dass ich es eine grandiose Leistung finde, was die Filmtechniker hier zu Stande gebracht haben. Nicht umsonst wurde der Film mit einem Oscar in der Kategorie "beste visuelle Effekte" ausgezeichnet. Man kommt teilweise aus dem Staunen nicht heraus und vor allem der bereits erwähnte zwischen den beiden Welten "hinter dem Horizont" zeugen von, in meinen Augen, großem Können.

    Fazit:

    "Hinter dem Horizont" ist eine Geschichte über den Tod, der so oft viel zu früh kommt. Über eine alles überdauernde Liebe und über eine Freundschaft zwischen zwei Seelen, wie sie so im Leben nur selten zu finden ist.

    Du bist ein wunderbarer Mensch, sodass ich die Hölle dem Himmel vorziehe, weil ich dadurch bei dir sein kann.


    Gefühlvoll und bildreich erzählt, ist es eine "typisch-tragische" Liebesgeschichte, die in neuem Gewand daher kommt. Ich kann den Film wärmstens empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

    Als ich jung war, traf ich am See dieses wunderbare Mädchen ...
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    Re: Hinter dem Horizont

    Beitrag von Tan am Di 20 Nov 2012, 11:50

    Huhu Tin!

    Hey danke für die Vorstellung! Ich habe den Film vor ein paar Jahren gesehen und weiß nur noch grob worum es da ging - aber was ich weiß, ist, dass er mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt hatte.
    Ich sollte ihn mir mal wieder ansehen, denn es stimmt: Es ist ein wirlich ein schöner Film der sich noch dazu mit einem schwierig, aber leider alltäglichen Thema befasst.

    LG Tan
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    Re: Hinter dem Horizont

    Beitrag von Pooly am Sa 22 Dez 2012, 00:12

    Hallo Tin,

    vielen Dank für diese Vorstellung. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nie etwas von diesem Film gehört hatte und nach der Inhaltsangabe noch immer nicht so recht wusste, ob er etwas für mich wäre. Aber deine Meinung klingt ja wirklich sehr überzeugt und besonders der visuelle Aspekt des Filmes interessiert mich nun doch sehr. Ich werde mal Ausschau danach halten und wenn ich ihn mal entdecke, sicher auch anschauen und dann hier meine Meinung hinterlassen. Vielen lieben Dank für die Vorstellung!

    Liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Hinter dem Horizont

    Beitrag von Salissa am Sa 22 Dez 2012, 01:24

    Auch von mir danke für die Vorstellung :-)

    Ich habe den Film mehrmals gesehen. Ich mag ihn total gerne (und heule jedes Mal Rotz und Wasser ... ), weil darin meiner Meinung nach so viel Wahres über familiäre und partnerschaftliche Liebe, Schuld und (Selbst-)vergebung, einfach über das Leben, erzählt wird.

    Liebe Grüße
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    Re: Hinter dem Horizont

    Beitrag von Teleri am Mi 13 Nov 2013, 15:33

    Oh Gott, oh Gott, oh Gott, ich lieeeebe diesen Film. Robin Williams ist ja sowieso einer meiner Lieblingsschauspieler, ich kenne keinen einzigen Film in dem er schlecht gewesen wäre.
    Aber das war eindeutig einer der schönsten, traurigsten, wundervollsten, fantastischten Filme aller Zeiten. Einfach unglaublich. Allein die Art und Weise, wie er an der Frau hängt und wie schwer es ihm fällt loszulassen. Überraschende Wendungen gibt es auch - und auch das ganze System des Lebens nach dem Tod - ist so unglaublich wundervoll.
    Das ist einfach nur zauberhaft schön. Ein Film,den man gesehen haben muss!!!
    Herrlich! Großes Kino! Gefühl pur und auch die Schauspieler waren fantastisch Herzchen

    glg Nele

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    Re: Hinter dem Horizont

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