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    Chris Beckett - Messias-Maschine

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    Chris Beckett - Messias-Maschine

    Beitrag von Lexi am Mi 31 Okt 2012, 19:56



    Chris Beckett
    Messias-Maschine
    ~ 330 Seiten
    9,99 €
    Inhalt
    In einem nicht allzu fernen Zukunftsszenario besteht die Welt zum Großteil aus radikal religiösen Staaten, die sich sowohl untereinander bekriegen, als auch Wissenschaftler als Ketzer verfolgen. Die Wissenschaftler und Atheisten, die entkommen konnten, flohen nach Illyrien, einem Stadtstaat im Balkan, in dem Religion verpönt ist und das rationale Denken hochgehalten wird.
    Hier lebt der 22-jährige George, der als Übersetzer arbeitet, aber im Grunde einfach nur vor sich hin lebt. Er ist schüchtern, hat keine echten Freunde und so kommt es, dass er Lucy begegnet, einer HESVE - einer hochentwickelten sinnlichen Vergnügungseinheit (Klartext: Roboter ersetzen Prostituierte). Roboter dieser Art sind darauf ausgelegt, durch Erfahrungen ihre Fähigkeiten auszubauen und so kommt es, dass immer mehr Roboter ein Bewusstsein entwickeln und teils aus Illyria City fliehen, um in der Außenwelt von den religiösen Fanatikern als "ömonen aus der Stadt" zerstört zu werden.
    Außerdem wird das Leben in der Stadt immer gefährlicher, Religion wird verboten, und als mehrere Roboter Verhaltensauffälligkeiten ausweisen, wird beschlossen, deren "Festplatte" zu löschen. Als auch Lucy diese Gefahr droht, sieht George nur einen Ausweg: Er flieht mit ihr aus der Stadt und in die feindselige AUßenwelt, wo er Lucy als Menschen ausgeben muss ...

    Kritik
    Ich stehe dem Buch zwiegespalten gegenüber. Einerseits ist die Thematik hochinteressant: Können künstliche Wesen eine Seele, ein Bewusstsein entwickeln? Ist der hochentwickelte Stadtstaat Illyrien so viel besser als die Außenwelt? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, Religion und Wissenschaft friedlich zu vereinen?
    Das Szenario, das Chris Beckett hier entworfen hat, ist erschreckend, vor allem, weil man weiß, dass es Orte auf der Welt gibt, wo tatsächlich ganz ähnliche Umstände herrschen, und die Ideen sind stellenweise wirklich gut.
    Auch die Sprache hat mir gefallen, aber letztlich blieb das Buch für mich tot und kalt.
    George ist keine besonders sympathische Hauptfigur, er ist in manchen Belangen strunzdumm und benimmt sich wie der letzte Depp, die weiteren Charaktere blieben vollkommen flach und ich habe beim Lesen kaum Emotionen verspürt, obwohl das Thema religiöser Fanatismus mich sonst sehr schnell in Rage versetzt. Aber das Thema selbst wurde schon oft und wesentlich packender in einem Roman behandelt.
    Zwar war das Buch nicht langweilig und las sich recht zügig weg, aber es hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.

    Fazit
    Kein schlechtes Buch, aber sehr farblos und keines, das mich nach der letzten Seite noch beschäftigt oder eine völlig neue Geschichte erzählt.

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    Tan
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    Re: Chris Beckett - Messias-Maschine

    Beitrag von Tan am Di 20 Nov 2012, 11:41

    Hey Lexi!

    Wow danke für deine Rezi! Ich bin ehrlich ich wollte sie erst nicht lesen, da mich der Buchtitel echt gar nicht anspricht, und da auch noch das Wort "Messias" darin vorkommt, war ich noch skeptischer.
    Aber man kann ja mal lesen worum es geht Wink

    Hmmm du hast Recht das Buch befasst sich mit einer wahnsinnig interessanten Thematik. Und man kann aus der Idee sicher sehr viel herausnehmen.
    Schade nur dass das Buch wohl nicht wirklich überzeugt. Wenn Charaktere direkt leblos gehalten werden, und ich das im Vorfeld weiß, kaufe ich mir das Buch auch nicht, denn die Charaktere sind ja nun schon enorm wichtig. Und nur einen im Vordergrund zu haben, der dann noch solche negativen Züge aufweist, die teilweise nervig und uninteressant klingen ... nein danke ^^

    Dennoch danke für die Vorstellung Very Happy Hätte ich nur gewusst worum es geht hätte ich mir das Buch vielleicht doch gekauft, aber nach deiner Meinung lass ich es dann doch lieber ^^

    LG Tan

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 20 Okt 2017, 14:42