Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Beitrag von Amira am Mi 05 Sep 2012, 21:37

    Z u s a t z i n f o r m a t i o n e n
    z u

    B ü c h e r n


    Zählt ihr zu der Art Leser, die sich vor, während oder nach dem Lesen Zusatzinformationen bezüglich des Autors, der Handlungsorte, geschichtlicher Ereignisse etc.
    (diese Themen variieren von Genre zu Genre/von Buch zu Buch) einholt?
    Macht ihr das bei jedem Buch, gelegentlich nach Lust, Laune und Interesse, oder im Grunde überhaupt nicht?
    Informiert ihr euch nur bei einer bestimmten Art von Buch, im Rahmen der Schule/des Studium etc., oder einfach interessenhalber in der Freizeit ... ?


    E r z ä h l t ! (:

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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von captaincow am Mi 05 Sep 2012, 22:32

    Hallo Naomi,

    mensch wieder so ein tolles Thema.

    Bei mir kommt das ganz drauf an. Bei manchen Büchern mache ich das kaum, bei so einfacher Unterhaltungsliteratur, die ganz interessant und unterhaltsam zu lesen ist, mehr aber auch nicht. Da gucke ich bestenfalls mal, wo der Autor herkommt und so (aber das steht ja auch meistens noch im Buch vorne oder hinten drin). Bei Büchern dieser Art, die mir besonders gut gefallen, gucke ich dann aber oftmals noch, ob der/die Autor(in) einen Blog oder eine Homepage besitzt, etwas über die Ideen schreibt, usw.

    Joa und dann gibt es noch Bücher, die geschichtliche Ereignisse oder andere Dinge schildern, die mein Interesse wecken oder für die ich mich schon länger interessiere und da gucke ich dann eben ausführlicher nach. Bei "Die Liebenden von Leningrad" habe ich mir danach sehr viel zur Blockade im zweiten Weltkrieg durchgelesen, bei "Und in mir der unbesiegbare Sommer" wusste ich zwar auch vorher schon einiges über das Thema, habe dann aber genauer "nachgeforscht". Und bei John Greens Büchern mache ich das auch öfter mal, weil er ja zu jedem einen eigenen kleinen Blog hat, wo man sich genauer über bestimmte Motive, usw. informieren kann. Ich bilde mir in der Hinsicht zwar gerne eine eigene Meinung, aber John Green ist so toll und die Bücher bieten so viel, dass ich mich da auch gerne mal weiterinformiere.
    Manchmal kommen in Büchern aber ja auch Musikstücke vor oder Bands, die ich noch nicht kenne, und da höre ich dann auch mal rein. Toll finde ich auch, wenn man im Internet Playlists der Autoren findet, die sie beim Schreiben gehört haben. Bei Maggie Stiefvater habe ich da zB schon wirklich tolle Musik gefunden.

    In der Schule habe ich mich zu jedem Buch ziemlich ausführlich informiert (also auch außerhalb des Unterrichts), aber nicht, weil es vom Lehrer verlangt wurde, sondern weil ich einfach gerne mehr Bescheid weiß über ein Buch, mit dem man sich so lange und tiefgehend beschäftigt.

    Man könnte also sagen, dass viele Bücher für mich Grundlage für weitere Recherche sind, selbst wenn es nur dazu dient, etwas mehr über den/die Autor(ni) zu erfahren und mir ein genaueres Bild von ihm/ihr zu machen.

    Und wie ist das bei dir?

    Liebe Grüße
    Hannah
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Tikali am Do 06 Sep 2012, 09:59

    Ich finde das Thema auch interessant!

    Also in der Schule hab ich eigentlich immer nach mehr Information gesucht. Ich hab zu Klassikern regelmäßig mehrere Lektüreschlüssel gelesen- nicht, weil ich den Inhalt nicht verstanden habe, sondern weil es mir um Interpretationsansätze und Hintergründe ging.
    Am meisten habe ich mich wohl mit Kafka auseinandergesetzt, weil er mich am meisten fasziniert hat und schwer zu knacken war. (Außerdem waren wir in Prag) Da ging dann aber Schule und Freizeit ineinander über.

    In meiner Freizeit geschieht das automatisch: Wenn mich ein Buch fesselt und/oder ich auf ein spannendes Thema stoße, dann beschäftige ich mich damit.

    Ich hab zum Beispiel ein Buch gelesen, was in London spielte, weshalb ich unbedingt in den Greenwich Park und mit der Piccadilly Line fahren wollte. xD' Naja und das beste Beispiel ist wohl Harry Potter: Wer sonst würde extra zum Kings Cross Bahnhof pilgern...? Wink
    Über den Autor hingegen informiere ich mich kaum, wenn das Buch nicht in meinem Kopf unter "Klassiker" verbucht ist.
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Jagar am Do 06 Sep 2012, 10:52

    Interessantes Thema.

    Also wenn ich ein Buch lese, hole ich mir schon immer Zusatzinformationen aus. Wenn es in einer realen Welt spielt und reale Personen darin vorkommen (z.B. Atto Melani in Secretum), dann schau ich ins gute alte Wikipedia, und suche mir Lebensdaten, besondere Ereignisse und so was raus. Wie sah die Stadt damals aus, wie viele Einwohner hatte sie, was muss man über die Herrscher wissen.

    Und wenn das Buch in einer fiktiven Welt spielt, suche ich mir über Google halt ein Wikia über dieses Thema, wenn es eines gibt.

    Der Autor selbst interessiert mich auch eher weniger...
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Amira am Fr 07 Sep 2012, 20:12

    Hallo!

    Erstmals möchte ich mich für eure Antworten bedanken (:

    Ich habe mich schon immer in der Schule wahnsinnig gerne mit dem "Drumherum" beschäftigt - themenbezogene Hintergrundinformationen, Leben, Werk und Wirken des jeweiligen Autors, verschiedenen Interpretationen, kritische Meinungen, Artikel etc. Wie bei Hannah geht dieses Interesse über den schulischen Rahmen hinaus - ich würde nicht sagen, dass ich mich bei jedem je gelesenen Buch zusätzlich informiert habe, aber meist stöbere ich doch; mal mehr, mal weniger (:
    Mit viel Interesse widme ich mich insbesondere den Autoren und Autorinnen - deren Biographien, Einflüsse von außen, Hintergründe, autobiographische Bezüge, Interviews, Briefe und und und.
    Im Genre Historik bzw. bei Lektüre mit geschichtlichen Bezügen ergibt sich eine intensivere Recherche im Internet oder in Büchern beinahe von selbst; auch Bücher, die fremde Kulturen oder Länder behandeln, sind davon nicht ausgenommen (hier denke ich vor allem an Isabel Allende).

    ²Hannah
    Und bei John Greens Büchern mache ich das auch öfter mal, weil er ja zu jedem einen eigenen kleinen Blog hat, wo man sich genauer über bestimmte Motive, usw. informieren kann.
    Stimmt, auf Blogs und eigene Homepages (besonders wenn sie einladend gestaltet sind!) informiere und stöbere ich auch immer wieder gerne nach Lust und Laune. John Greens Blog habe ich ja einmal von dir empfohlen bekommen und der ist wahrlich toll Very Happy Und da gibt es ja noch einige andere Schmuckstücke (:

    Manchmal kommen in Büchern aber ja auch Musikstücke vor oder Bands, die ich noch nicht kenne, und da höre ich dann auch mal rein. Toll finde ich auch, wenn man im Internet Playlists der Autoren findet, die sie beim Schreiben gehört haben.
    Aw, das ist wirklich klasse! Neben Musik stößt man ja auch immer wieder auf Namen von anderen Schriftstellern, Maler, Dichter etc. - zuletzt hat mich "1Q84" von Huraki Murakami zu "Sinfoniette" von Janacek geführt - ein ungemein wichtiges Musikstück in der Trilogie.

    ²Tikali

    Ich hab zu Klassikern regelmäßig mehrere Lektüreschlüssel gelesen- nicht, weil ich den Inhalt nicht verstanden habe, sondern weil es mir um Interpretationsansätze und Hintergründe ging.
    Stimmt, Klassiker eigenen sich dafür natürlich besonders gut!

    Ich hab zum Beispiel ein Buch gelesen, was in London spielte, weshalb ich unbedingt in den Greenwich Park und mit der Piccadilly Line fahren wollte. xD' Naja und das beste Beispiel ist wohl Harry Potter: Wer sonst würde extra zum Kings Cross Bahnhof pilgern...? Wink
    Oh, wow, das möchte ich auch unbedingt einmal machen, wenn ich in England bin Very Happy Very Happy Und wenn ich einmal in Barcelona bin, habe ich hoffentlich die Möglichkeit zu den Schauplätzen, die in den "Friedhof der vergessenen Bücher"- Bänden von Carlos Ruiz Zafon vorkommen, zu pilgern Very Happy (Da gibt es, glaube ich, sogar einen eigenen Reiseführer!)

    Liebe Grüße,
    Naomi
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von captaincow am Sa 15 Sep 2012, 19:27

    Hallo (:

    @ Naomi: Ich nehme an, dass wir uns in dem Bereich relativ ähnlich sind (:
    Und ja, bei John Green ist das wirklich klasse. Er hat zu jedem Buch einen eigenen Tumblr, den man nur öffnen kann, wenn man ein bestimmtes Passwort eingibt (das ist dann zum Beispiel das letzte Wort auf Seite 182 eines Buchs), damit man nicht gespoilert wird. Und da beantwortet er dann Fragen und schreibt über seine Absichten in einer Szene, etc. Das finde ich irgendwie wirklich toll, auch, dass er sich die Mühe macht (:

    "1Q84" ist auch so ein Buch, das ich ganz unbedingt noch lesen möchte. Zum Glück ist da jetzt die Taschenbuchausgabe der ersten beiden Bände erschienen Very Happy Aber so etwas ist wirklich toll, wenn ein Musikstück eine große Rolle spielt. Das verbindet man dann auch automatisch immer mit den Büchern.

    Stimmt, Namen von Künstlern und Dichtern kommen auch sehr häufig mal vor. Aus dem Grund habe ich dann auch endlich mal Sylvia Plaths "The Bell Jar" gelesen, weil das in irgendeinem Buch vorkam. Genauso war es mit "Franny und Zooey" von J. D. Salinger, weil sich die Figuren in Rachel Cohns und David Levithans "Dash and Lily's Book of Dares" öfter darüber unterhalten. Finde ich auch immer toll, wenn solche Bücher einen irgendwie dazu antreiben, andere Bücher zu lesen Very Happy

    Liebe Grüße
    Hannah
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Pooly am Mo 22 Okt 2012, 00:15

    Hallo Naomi,

    was für ein interessantes Thema. Ich muss gestehen, dass ich mir dazu bisher noch gar nicht so viele Gedanken gemacht habe und musste gerade erst einmal in meinem Kopf wühlen, ob ich bisher überhaupt jemals wirklich bewusst nach zusätzlichen Informationen gesucht habe, wenn ich ein Buch gelesen habe. Ich muss ja gestehen, dass ich jemand bin, der sich immer ein wenig von den Autoren als Personen fernhält - manchmal lese ich mir nicht einmal wirklich die Autoren-Vita vorn oder hinten im Buch durch, weil ich einfach den Text als solchen genießen möchte. Manchmal ist es wirklich seltsam, wie sehr es meinen Leseeindruck verändern kann, wenn ich mehr über den Autoren weiß. Das kann zwar auch positiv sein, manchmal aber auch negativ, deswegen bin ich gerade mit solchen Informationen etwas vorsichtig. Zumindest, wenn ich von dem Autoren oder der Autorin nur ein Buch lese. Wenn ich mir dann später noch eins kaufen möchte, dann informiere ich mich meistens schon noch etwas, was das eigentlich für eine Person ist, deren Bücher mir so gut gefallen. Manchmal macht man dann ja doch - nicht immer, aber manchmal - positive Entdeckungen. Trotzdem mag ich es generell lieber, die Geschichte zu genießen, ohne die Person zu sehen, die der Fadenzieher im Hintergrund ist.
    Das klingt gerade wirklich etwas komisch, glaube ich.

    Sonst informiere ich mich immer sehr gern, wenn das Buch beispielsweise in einer anderen Stadt spielt. Wenn ich beispielsweise also ein Buch habe, das in London oder New York oder sonst so wo spielt, und Straßen oder Parks genannt werden, mit denen ich nichts anfangen kann, werfe ich manchmal dann (wenn ich daheim bin), Google Maps an, um mir das genauer anzusehen. Bei Werken, in denen historische Ereignisse geschildert oder angeschnitten werden, kam es auch schon sehr oft vor, dass ich mich dann später genauer dazu informiert habe, das ist schon immer sehr spannend.

    Liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von ExituS am Mi 19 Dez 2012, 19:10

    Hallo! Very Happy

    Ich muss gestehen, dass ich sowas eher selten mache. Meistens lese ich mir zwar die Autoren-Info, wenn es denn in dem Buch eine gibt, durch, aber das war's dann auch schon. Klar, es kommt schon auch mal vor, dass ich mal ein Musikstück oder einen Dichter oder einen historischen begriff nachschaue, wenn er im Buch genannt wird, aber eigentlich kriege ich nur bei Schullektüren mehr Infos, weil das dann eben im Unterricht behandelt wird.

    Ich muss ja gestehen, dass ich jemand bin, der sich immer ein wenig von den Autoren als Personen fernhält - manchmal lese ich mir nicht einmal wirklich die Autoren-Vita vorn oder hinten im Buch durch, weil ich einfach den Text als solchen genießen möchte. Manchmal ist es wirklich seltsam, wie sehr es meinen Leseeindruck verändern kann, wenn ich mehr über den Autoren weiß. Das kann zwar auch positiv sein, manchmal aber auch negativ, deswegen bin ich gerade mit solchen Informationen etwas vorsichtig.
    Genau das ist der Grund, warum ich mir die Infos immer erst durchlese, wenn ich mit dem Buch schon fertig bin. Und ich dachte immer, ich wäre die einzige, die da so "komisch" ist. Very Happy

    Liebe Grüße,
    Sarah
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Alania am Di 22 Jan 2013, 17:17

    Hallo, Hannah! (:

    Puh, also ich muss gestehen, dass ich das so gut wie gar nicht mache. Ganz selten vielleicht, wenn ich unbedingt was Wichtiges nachschlagen will, weil es im Roman nicht ganz deutlich herauskam, mich aber brennend interessiert, aber ansonsten ... lasse ich mich einfach berieseln, ohne viel nachzuhaken. x)

    Mein Vater ist da jedoch ganz anders. Very Happy
    Bei den Romanen zu Dan Brown hat er immer einen Block neben sich und den Computer an und recherchiert, parallel zum Lesen alles nach, um noch tiefer in das Buch hineinzugelangen.
    Ich glaube ... SO intensiv könnte ich mich gar nicht mit Unterhaltungsliteratur beschäftigen. *lach*

    LG
    Angie


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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Amira am Sa 23 Feb 2013, 17:13

    Hallo!

    Vielen Dank für eure Antworten!

    ²Hannah
    "1Q84" ist auch so ein Buch, das ich ganz unbedingt noch lesen möchte. Zum Glück ist da jetzt die Taschenbuchausgabe der ersten beiden Bände erschienen Very Happy Aber so etwas ist wirklich toll, wenn ein Musikstück eine große Rolle spielt. Das verbindet man dann auch automatisch immer mit den Büchern.
    Überhaupt war es bei mir bisher bei keinem Autor so gehäuft wie bei Murakami, dass ich noch während dem Lesen auf so viele andere (berühmte) Namen und Titeln (vor allem Musiktitel) gestoßen bin, über die ich mich teilweise umgehend näher informiert habe.

    Stimmt, Namen von Künstlern und Dichtern kommen auch sehr häufig mal vor. Aus dem Grund habe ich dann auch endlich mal Sylvia Plaths "The Bell Jar" gelesen, weil das in irgendeinem Buch vorkam. Genauso war es mit "Franny und Zooey" von J. D. Salinger, weil sich die Figuren in Rachel Cohns und David Levithans "Dash and Lily's Book of Dares" öfter darüber unterhalten. Finde ich auch immer toll, wenn solche Bücher einen irgendwie dazu antreiben, andere Bücher zu lesen Very Happy
    Ah, das klingt aber toll! Da stimme ich dir zu - zuletzt traf das bei mir auf "1984" von Orwell zu, das ich nach der Lektüre von "1Q84" unbedingt noch lesen möchte. Aber auch in Filmen oder Serien fallen manchmal Buchtitel, die ich anschließend gleich nachschlagen muss (und gegebenenfalls auf meine Wunschliste setze). (: Kennst du das auch?

    ²Marie
    Doch, ich kann deinen Standpunkt durchaus nachvollziehen, wenn auch nicht zu hundert Prozent teilen (;
    Manchmal ist es wirklich seltsam, wie sehr es meinen Leseeindruck verändern kann, wenn ich mehr über den Autoren weiß. Das kann zwar auch positiv sein, manchmal aber auch negativ, deswegen bin ich gerade mit solchen Informationen etwas vorsichtig.
    Das stimmt! Besonders intensiv trifft das bei mir auf Isabel Allende zu. Ich habe mich mit ihr als Person vor allem im letzten Schuljahr im Rahmen meiner Fachbereichsarbeit eingehend befasst; viele Bücher, Gespräche über und mit ihr gelesen (Resultat war, dass ich nach mehr als siebzig geschriebenen Seiten mindestens zwanzig kürzen musste (; ). Da sehr viele autobiografische Bezüge in ihre Bücher miteinfließen, lese ich ihr Werk nun mit Sicherheit anders bzw. habe das Gefühl das zwischen den Zeilen stehende (besser) herauslesen und überhaupt verstehen zu können (: Auch Astrid Lindgrens Bücher haben durch eine nähere Beschäftigung mit ihr nur dazu gewonnen. Ein anderer, vielleicht negativer Fall, wäre Nöstlinger; aufgrund mehrere Interviews von ihr hat sich mein persönliches Autorinnenbild etwas getrübt.
    Gibt es auch für dich konkrete Autoren, auf die solch eine Veränderung des Leseeindruckes zutrifft?


    Nachdem ich für die Frage kein eigenes Thema aufmachen wollte, passt sie nun hier evtl. ganz gut hin:

    Muss euch ein Autor/eine Autorin sympathisch sein, damit ihr Bücher von ihm/ihr lest?


    Sonst informiere ich mich immer sehr gern, wenn das Buch beispielsweise in einer anderen Stadt spielt. Wenn ich beispielsweise also ein Buch habe, das in London oder New York oder sonst so wo spielt, und Straßen oder Parks genannt werden, mit denen ich nichts anfangen kann, werfe ich manchmal dann (wenn ich daheim bin), Google Maps an, um mir das genauer anzusehen.
    Ah, interessant! Das habe ich zum Beispiel noch nie gemacht! Very Happy (Obwohl es sich beispielsweise bei Carlos Ruiz Zafon anbietet ~grübel~)

    ²Angie
    Mein Vater ist da jedoch ganz anders. Very Happy
    Bei den Romanen zu Dan Brown hat er immer einen Block neben sich und den Computer an und recherchiert, parallel zum Lesen alles nach, um noch tiefer in das Buch hineinzugelangen.
    Ich glaube ... SO intensiv könnte ich mich gar nicht mit Unterhaltungsliteratur beschäftigen. *lach*
    Oh, wow. Das ist in der Tat sehr intensiv! Very Happy
    Ich habe meist nur einen Block bzw. Zettel nebenbei zu Hand, wenn ich Bücher lese, die sich über Generationen hinweg erstrecken - dann fertige ich immer ganz gerne einen Stammbaum an! (:

    Viele liebe Grüße,
    Naomi
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Pooly am Sa 23 Feb 2013, 18:47

    Hallo Naomi,

    wow, danke für deinen Erfahrungsaustausch, das klingt ja wirklich klasse. Stimmt, wenn man solche persönlichen Bezüge herauslesen kann und dann den Autoren noch irgendwie genauer kennt, dann kann das schon eine echt tolle Sache sein, finde ich. Sehe ich auch so.
    Gibt es auch für dich konkrete Autoren, auf die solch eine Veränderung des Leseeindruckes zutrifft?
    Ja, da gibt es einige. Beispielsweise (aktuelles Beispiel) Jussi Adler-Olsen. Ich lese ja eigentlich nicht so viele Krimis (oder besser: ich hatte mich nie wirklich mit dem Genre befasst) und hatte es auch nicht so wirklich vor. Dann war ich aber mit Jojo und Angie auf der Buchmesse bei einem Interview mit ihm und er war mir sofort so sympathisch, dass ich gesagt habe "Ja, ich möchte unbedingt etwas von ihm lesen." Da war echt schön. Beispielsweise und nicht ganz so eindrücklich (aber auch interessant) war, wenn ich manchmal Bücher für meinen Blog vorgestellt habe. Einmal hatte ich ein Buch von Nicholas Evans gelesen. Nicht ganz mein Genre und hat mir auch nicht ganz so gut gefallen, aber in den verschiedenen Interviews und Videos wirkte der Autor doch so nett und freundlich, dass ich das Buch trotzdem mit einem schönen Gefühl abschließen konnte.
    Autoren, die auf mich einen durch und durch negativen Eindruck erzählt haben, waren beispielsweise Stephen King und Paulo Coelho. Von Stephen King hab ich bisher erst ein Buch gelesen und fand es schrecklich. Nachdem ich dann im Fernsehen dann noch irgendwann ein Interview mit diesem Menschen gesehen hatte, wusste ich, dass ich nie wieder etwas von ihm lese. Ich habe selten eine so von sich selbst überzeugte Person gehört. Von Paulo Coelho habe ich "Aleph" gelesen, in dem er ja seine eigene Reise beschreibt und allein das Selbstbild, das er in diesem Buch von sich vermittelt, hat mich das Buch regelrecht hassen gelehrt. Danach war ich mir sicher, dass ich von dem Kerl erst einmal nichts anrühren werde. (Er klang auf jeder Seite so, als würde er denken, er wäre ein Prophet oder so. Sehr eigenartig.)
    Dann gab es auch noch Fälle, wo Interviews mich schon komplett davon abgehalten haben, Bücher erst zu kaufen oder zu lesen. Das war bei Antonia Michaelis mit dem Märchenerzähler so. Das Buch interessierte mich lange Zeit wirklich sehr und ich hatte mich intensiv darüber informiert und war sicher, dass ich es würde kaufen wollen. Nachdem ich aber in einem Interview den Standpunkt der Autorin zu diversen eher kritischen Themen innerhalb des Buches gelesen hatte, war ich plötzlich sehr sicher, dass ich es nicht würde lesen wollen. Leider. Es interessiert mich generell schon noch, aber die Autorin und ihre Intention dahinter stoßen mich persönlich leider sehr ab.

    Das waren bisher meine persönlichen Erfahrungen mit solchen Themen.
    Wie gesagt, durchaus auch sehr gut, aber auch einige negative. Deswegen meide ich es generell oder gehe das Thema zumindest etwas vorsichtig an.

    Viele liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Amira am Sa 23 Feb 2013, 19:12

    Hallo Marie!

    Danke für deine ausführliche Antwort!

    Deine zwei zuoberst genannten Autorenerfahrungen klingen in der Tat sehr positiv (: Ich selbst habe von Adler-Olsen zwar noch kein Buch gelesen, der Autor ansich wirkt auf mich aber allein schon von Erzählungen und Interviews her so sympathisch, das ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, von seinem Werk vollkommen enttäuscht zu werden.
    Nicht ganz mein Genre und hat mir auch nicht ganz so gut gefallen, aber in den verschiedenen Interviews und Videos wirkte der Autor doch so nett und freundlich, dass ich das Buch trotzdem mit einem schönen Gefühl abschließen konnte.
    Wenn ein Autor oder eine Autorin so etwas erreicht, ist das natürlich besonders schön (:
    Umgekehrt gibt es natürlich immer auch negative Erfahrungen. Es ist schade, dass die drei Autoren einen derartigen Eindruck bei dir hinterlassen haben. Bisher gelesen habe ich nur ein Buch von Coelho ("Veronika beschließt zu sterben") und ein Interview, das mit ihm geführt wurde - damals ist er mir weder überragend, noch negativ im Gedächtnis geblieben (: Aber gut. Ich denke, man muss sich sowieso mit einer gewissen Vorsicht, sein Urteil über einen Autor bilden. Ein paar Interview(ausschnitte) oder dergleichen reichen wohl kaum aus eine ganze Person zu erfassen. Das versuche ich mir beispielsweise immer ins Gedächtnis zu rufen, wenn die Sprache auf Christine Nöstlinger kommt. Ich muss jedoch gestehen, mir fällt es im Nachhinein auch nicht leicht, solche Autorenerfahrungen (ob positive oder negative) während dem Lesen der Lektüre vollkommen auszublenden - aber dieses Risiko gehe ich anscheinend doch immer wieder ein (;

    Liebe Grüße,
    Naomi
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Pooly am Sa 23 Feb 2013, 19:28

    Hey Naomi,

    klar, gern. Es macht ja auch immer sehr viel Spaß, zu solchen Themen seine eigenen Meinungen noch einmal durchzugehen und noch einmal zu reflektieren. Beispielsweise war mir die Sache mit Nicholas Evans nie wirklich aufgefallen, bis ich gerade darüber nachgedacht habe. Das mit der generellen Meinungsbildung ist natürlich immer eine Sache und ich versuche da natürlich auch abzuwägen und nicht zu schnell zu urteilen. Die Sache ist ja aber auch die, dass ich nicht unbedingt ganze Biografien lesen möchte/kann, bevor ich mir abschließend eine Meinung über einen Autoren und seine Ansichten bilde. Die drei von mir genannten Beispiele sind aber auch wirklich die 'krassesten'. Von Stephen King mag ich eh generell den Stil, das Genre und die Geschichten nicht. Dass ich den Autor als Person kommt also nur erschwerend hinzu. Selbst wenn er super nett wäre, würde ich wohl nicht mehr unbedingt etwas von ihm lesen wollen.
    Von Paulo Coelho hatte ich eigentlich nur Gutes gehört. Ich bin auch nicht ganz abgeneigt, später noch Werke wie "Der Alchemist" zu lesen, weil sie mich schon interessieren. Aber das Buch über seine Erlebnisse und wie er darin über sich und seine angeblich überlegene Denkweise die Welt betreffend schrieb, stoßen mich einfach ab und ich musste wirklich auf jeder Seite den Kopf schütteln. Ich glaube, die Meinung kann ich nur schwerlich wieder umwerfen. Das heißt aber nicht, dass mir andere Bücher, die nicht von ihm selbst handeln, nicht gefallen werden, deswegen bekommt er noch eine Chance.
    Antonia Michaelis habe ich bisher leider wie gesagt noch nie gelesen, auch wenn alle von ihrem Schreibstil schwärmen. Mein 'Problem' mit ihrem Märchenerzähler ist nur diese lang und breit diskutierte "Wer seinem Vergewaltiger vergibt ist der bessere Mensch"-Ansicht von ihr, die ich persönlich einfach auf keiner Ebene nachvollziehbar finde. Das hängt aber auch mit persönlichen Erfahrungen zusammen. Mit dieser Ansicht kann ich persönlich so wenig anfangen, dass es mir das Buch also verdorben hat, noch bevor ich es lesen konnte. Hier ist es nicht so, dass ich kein Geld für das Buch ausgeben möchte - selbst wenn es mir jemand schenken würde, würde ich es nicht lesen wollen :) Das betrifft aber auch wirklich nur dieses eine Werk von ihr. Sonst würde ich schon gern einmal etwas von ihr lesen.
    Also schon drei recht unterschiedliche Fälle der "Autoren-Abneigung", wenn man es so nennen möchte. :)

    Viele liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Amira am Sa 23 Feb 2013, 21:00

    Das mit der generellen Meinungsbildung ist natürlich immer eine Sache und ich versuche da natürlich auch abzuwägen und nicht zu schnell zu urteilen. Die Sache ist ja aber auch die, dass ich nicht unbedingt ganze Biografien lesen möchte/kann, bevor ich mir abschließend eine Meinung über einen Autoren und seine Ansichten bilde.
    Klar, das ist natürlich verständlich - und auch wenn, auch diesem geschriebenen Wort sollte man, meiner Meinung nach, sehr differenziert gegenüber stehen (: Bzw. vielleicht nach wie vor offen genug sein, seine Meinung evtl. umzuwerfen. (Wie du merkst, ich bin da einfach sehr vorsichtig (; )
    Aber so wie du deine Beziehung zu den Büchern und zum Autor beschreibst, klingt das für mich absolut nachvollziehbar.
    Um noch einmal auf Coelho zurückzukommen; "Der Alchemist" möchte ich auch noch unbedingt lesen, aber seine neueren Werke interessieren mich im Grunde auch weniger. (Diese Ich-Bezogenheit brauche ich nicht unbedingt auch noch in Büchern. Haha. )
    Antonia Michaelis wiederum kenn ich nur vage vom Namen her, habe mich für ihr Werk bisher aber nicht interessiert und kann die von dir angesprochene Einstellung auch nicht unterstützen.

    Gerade aufgrund dieser und anderer Erfahrungen interessiert es mich einfach, bis zu einem gewissen Grad einen Einblick in das Leben und Wirken der Person zu haben, die sich hinter dem geschriebenen Wort verbirgt. Klar, manchmal leidet vielleicht die Lektüre darunter, manchmal gewinnt sie aber auch hinzu - aber ist das nicht besser, als Bücher zu lesen, ohne sich beispielsweise solch kontroverser Ansichten, wie du bei bei der Autorin Michaelis ansprichst, bewusst zu sein?
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Pooly am Fr 08 März 2013, 12:58

    Hallo Naomi,

    verzeih, dass ich erst jetzt dazu komme, dir zu antworten, ich hatte es in letzter Zeit einfach verdrängt.
    Klar, manchmal leidet vielleicht die Lektüre darunter, manchmal gewinnt sie aber auch hinzu - aber ist das nicht besser, als Bücher zu lesen, ohne sich beispielsweise solch kontroverser Ansichten, wie du bei bei der Autorin Michaelis ansprichst, bewusst zu sein?
    Was sollte daran denn besser sein? Ich meine, natürlich ist es interessant, solche Kontroversen Themen zu verfolgen und sich dazu seine Meinung zu bilden und seine Meinung entsprechend der Literatur auch zu formen, aber ich denke nicht, dass es besser ist, als wenn ich das Buch als eigenes Werk betrachte, meine eigenen Gedanken hineinlege und es dadurch anreichere.

    Ich habe mich mit dem Thema auch im Rahmen meiner Bachelorarbeit befasst. Es gibt in der Literaturwissenschaft einerseits die Menschen, die denken, dass zu einem Werk und seiner Interpretation auf jeden Fall der Autor, seine Gedanken und sein Leben gehören, und andererseits jene, die sagen, das Werk würde unabhängig vom Autor und alles mit ihm verbundenen zu interpretieren sein. Ich denke selbst, dass man es nicht unbedingt festlegen kann, aber ich persönlich finde, dass ein Buch sehr viel verlieren kann (kann, nicht muss), wenn ich mir detailliert ansehe, was der Autor nun beim Schreiben dieses und jedes bestimmten Satzes/Bildes/Vergleichs gedacht hat. Ich denke, ein Buch kann auch ohne das Wissen um die Person des Autors und alle damit verbundenen Diskussionen etc. bestehen, denn in dem Moment, in dem ich die Motivation dahinter nicht kenne, beginne ich, meine eigenen Gedanken und Interpretationen zu erdenken. Und das macht für mich persönlich einen größeren Reiz aus, als bei jedem Bild oder Vorkommen innerhalb eines Textes denken zu können "Ah, das stand in der Biografie des Autors, diesen Satz hat er aus diesem oder jenen Grund geschrieben". Das entzieht für mich viel von der Magie, die ein Buch haben kann.

    Viele liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Vampirmaedchen am So 26 Okt 2014, 18:50

    Hey ho,

    ich habe, außerhalb der Schule, mir keine zusätzlichen Information zu Romanen beschaffen. Ich lasse mich einfach in der Welt und den Infos fallen, die mir der Autor in seinem Buch gibt. Außer es gibt Musik zu den Geschichten - dann bin ich dafür zu haben, haha. :)

    Ich finde es aber schön, wenn Autoren sich diese Mühe machen und etwas online bzw. der Verlag extra Bücher etc. rausgibt für die Leser, damit sie noch tiefer abtauchen können in diese bestimmte Welt.

    Liebe Grüße,
    Vee
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Deadwing am So 10 Jul 2016, 15:15

    Ich gehöre auch zu denjenigen, die es bevorzugen, Bücher möglichst losgelöst vom Drumherum zu lesen und für sich selbst zu reflektieren. Die Autoren dahinter sind mir meistens ziemlich "egal", sprich: Ich habe selten das Bedürfnis, mir ihren Lebensweg anzusehen oder gezielt nach Informationen zu suchen. Wenn ich dann doch mal zufällig über Interviews oder so stolpere, muss das auch nicht schlecht sein - ich brauche es nur einfach nicht unbedingt.

    Die Blogidee von John Green klingt eigentlich ziemlich cool, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, nach so etwas zu suchen. ^^ Da kann man bestimmt einiges draus machen. Auf der anderen Seite fände ich es wichtig, dass der Blog dem eigentlichen Werk nichts wegnimmt, dass es also keine Voraussetzung wäre, eigentlich auch den Blog kennen zu müssen, wenn man "die ganze Erfahrung" haben will.

    Was ich immer ganz spannend finde: mich nach dem Lesen mit anderen über das Gelesene zu unterhalten oder aber manchmal auch ein paar Rezensionen von anderen zu lesen.
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von SaKi am Di 16 Aug 2016, 17:37

    Merle hatte zwar letztens schon etwas zum Thema geschrieben nach langer Zeit, aber ich hol es jetzt auch noch mal hoch, weil ich es spannend finde.
    Nachdem ich die ersten Beiträge gelesen hatte, kam ich mir schon total seltsam vor, weil alle anfangs sagten, dass sie sich mit den Themen eines Buches weitergehend auseinandersetzen oder Interviews mit Autoren schauen, Blogs lesen oder Handlungsorte und -ereignisse im Nachhinein recherchieren. Oder gar Notizen während des Lesens machen. Aber dann haben auch ein paar User geschrieben, dass sie selten "tiefer" eintauchen oder sich gar nicht erst mit dem Autor näher beschäftigen …

    Also, ich persönlich kann mich an keine Situation erinnern, dass ich jemals irgendetwas zu einem Roman, Handlungselementen (Orte, Zeiten, Figuren) oder einem Autor recherchiert hätte. Ich hab mal was zu Anne Rice gelesen, als ich mit einem ihrer Bücher durch (oder mittendrin) war, aber das war irgendwie das einzige, glaub ich. Allgemein habe ich kein großes Interesse daran und tauche lieber in das Buch an sich ein. Ich bin auch der Meinung, dass mir ein wirklich gutes Buch ein relativ genaues Bild von einem Ort oder verschiedenen Personen/Zeiten vermitteln kann. Schöne Beispiele sind für mich die Bücher von Carlos Ruiz Zafon, die mir Barcelona nähergebracht haben, die Bücher von Ben Aaronovich, die lebendige Bilder von London und Umgebung zeichnen, oder Bücher wie Der Duft des Blutes/Feuer der Rache von Rike Speemann (Ulrike Schweikert), die in Hamburg spielen und ein stimmungsvolles Bild der Stadt vermittelten. Da habe ich, wenn das Buch gut ist, gar nicht das Bedürfnis, da weitergehend zu recherchieren, sondern freue mich einfach, wenn ich selbst in der beschriebenen Stadt bin, und Sachen wiedererkenne oder neue Dinge entdecke, weil der Protagonist woanders abgebogen ist …

    Ich denke auch, dass die persönlichen Ansichten eines Autors sich in ihren Romanen widerspiegeln, auch wenn Interviews sicherlich sehr interessant sein können und tiefer ins Detail gehen. Bisher hatte ich überhaupt kein Interesse daran, Autoreninterviews zu verfolgen, aber eine Aussage von Marie hat mich grad nachdenklich gemacht:
    @Pooly schrieb:Dann gab es auch noch Fälle, wo Interviews mich schon komplett davon abgehalten haben, Bücher erst zu kaufen oder zu lesen. Das war bei Antonia Michaelis mit dem Märchenerzähler so. Das Buch interessierte mich lange Zeit wirklich sehr und ich hatte mich intensiv darüber informiert und war sicher, dass ich es würde kaufen wollen. Nachdem ich aber in einem Interview den Standpunkt der Autorin zu diversen eher kritischen Themen innerhalb des Buches gelesen hatte, war ich plötzlich sehr sicher, dass ich es nicht würde lesen wollen. Leider. Es interessiert mich generell schon noch, aber die Autorin und ihre Intention dahinter stoßen mich persönlich leider sehr ab.
    Etwas weiter unten steht ja auch, um was es konkret ging …
    Hmmmmm … ich teile auch die Ansichten von Anne Rice nicht, habe aber trotzdem Armand sehr gerne gelesen und bereue das auch nicht, nachdem ich danach mehr über sie gelesen habe. Den Märchenerzähler von Antonia Michaelis hatte ich mal angefangen, aber bisher bin ich nicht weit gekommen. Die Info über die Ansichten der Autorin zum "Hauptthema" halten mich jetzt nicht unbedingt davon ab, das Buch zu lesen – das würde eher ein schlechter Schreibstil oder eine schlecht aufgebaute Handlung tun –, aber es macht mich nachdenklich. Ich glaube, ich muss das Buch erst mal zu Ende lesen, um zu schauen, wie das angesprochene Thema dargestellt ist. Aber sicherlich kann ich das Buch jetzt nicht mehr unvoreingenommen lesen :/ Das gefällt mir eigentlich nicht so gut und ich denke, ich werde eher bei meiner Einstellung bleiben, im Nachhinein oder gar Vorhinein nicht zu Autoren und deren Büchern zu recherchieren. Wenn mich etwas wahnsinnig irritiert in einem Buch, kann ich ja immer noch im Nachgang schauen, warum die Autorin oder der Autor etwas so dargestellt hat, wie es letztendlich war.


    Ach ja, eine Sache fällt mir gerade ein, wo das Bild eines Autors (bzw. einer Autorenfamilie) mich davon abgehalten hat, je wieder eines seiner Bücher zu kaufen. Neben einem stagnierendem Schreibstil in den Büchern, hat mich eine sehr kurzlebige Reality Show zu den Hohlbeins (Wolfgang, Heike und Rebecca) auf RTL2(?) unglaublich abgeschreckt. Ich weiß ja, dass RTL und Co. Anweisungen geben und Sachen sehr überspitzt darstellen und teilweise auch manipulieren, ABER … so assi, wie Wolfgang Hohlbein und seine Familie sich da gegeben haben und wie assig sie gelebt haben, hat mich das richtig geschockt. Wie gesagt, hatte ich zu dem Zeitpunkt auch den Eindruck, dass Wolfgang Hohlbeins Schreibstil mich nicht mehr 100%ig anspricht, weil viele Formulierungen etc. immer wieder auftauchten oder Szenen recht stereotypisch beschrieben wurden … aber das Schauen der ersten Folge dieser Reality Show hat mich so dermaßen abgeschreckt, dass ich seitdem keines seiner Bücher mehr gekauft habe, obwohl ich die Reihe Die Chronik der Unsterblichen recht gern mochte und noch nicht beendet habe.

    Allerdings habe ich diese Info über sein Leben nicht gezielt gesucht, sondern bin zufällig darüber gestolpert. Daher weiß ich nicht, ob das tatsächlich 100%ig zum Thema zählt ^^; aber es hat mich in meiner Wahrnehmung des Autors beeinflusst – aber nicht in Bezug auf seine Bücher, denn die vermitteln ein ganz anderes Bild. Vielleicht war die Diskrepanz zwischen seinen Bücherwelten und der Realität seines Lebens auch nur so schockierend ^^;
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    Re: Zusätzliche Informationen

    Beitrag von Jadelyn am Mi 17 Aug 2016, 10:58

    Ich hole mir eigentlich ziemlich wenig Zusatzinformationen ein. Meistens interessieren die mich nur wirklich stark, wenn ich den Autor irgendwie persönlich kenne. ^^ Sprich, auf Blogs von Autoren hier z.B. würde ich schon schauen, ob sie noch andere Sachen geschrieben haben, ob es Hintergründe zu den Geschichten gibt, etc. Aber um das bei mir unbekannten Autoren zu machen, muss mich das Buch schon richtig umhauen und in der Regel finde ich das, was ich lese, zwar gut, tauche aber eben nicht weiter in die Hintergründe ein. ^^


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    Re: Zusätzliche Informationen

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