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    Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Mi 23 Mai 2012, 20:53

    Collin

    Verwundert und zugleich schockiert sah ich Rhys an, fasste nach seinen Händen, biss die Zähne zusammen, wegen meinem Handgelenk. "Hey, was soll das!?", stammelte ich, versuchte ihn davon abzuhalten mein Hemd weiter zu öffnen. Sollte das etwa ein schlechter Witz von ihm sein? Wollte er mich so etwa ärgern? Mich noch schwächer dastehen lassen, als ich schon war?
    Und warum wollte er mit mir etwas essen - oh, jetzt verstand ich. Das war anscheinend, weil er sich genötigt fühlte mir zu helfen, weil ich wegen ihm die Verletzung hatte, obwohl es mehr meine Schuld, als die seine war. "Lass mich zufrieden! Meiner Hand geht es gut!", sage ich und schau ihm ebenfall in die Augen, als er mich ansah. Und kaum waren meine Worte über die Lippen geglitten, umfasste seine Hand mein Gelenk. Shit, es tat immer noch weh, was ich gar nicht, dank der Salbe und des Verbandes mitbekommen hatte.
    Wieder begegnete ich seinem Blick, fügte mich jetzt widerwillig. "Okay, gut ... ich geh duschen."


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Do 24 Mai 2012, 18:11

    Rhys


    Zufrieden sehe ich ihn an, zwinge mich, von ihm abzulassen. „Okay, dann los!“, herrsche ich ihn an. Schwierig, dieser Typ. Echt schwierig.
    Diesmal wende ich mich nicht von ihm ab. Ich will, dass er mitkommt – nicht dass ich schon mal vorgehe und er kommt nicht nach, in die Dusche. Wenn ich etwas hasse, dann Leute die sich querstellen. Ich will ihm doch damit wirklich nichts Schlechtes.
    „Hast du schon immer so einen Dickschädel?“, frage ich ihn genervt und sehe zu, wie er aus seiner Tasche ein Handtuch schnappt. „Das nervt ziemlich. Da will man nett sein und dir ein bisschen Gesellschaft an deinem ersten Tag leisten, und dann führst du dich auf wie eine Zicke, die zurückgewiesen wurde.“
    Er geht an mir vorbei und ich ihm hinter. Vielleicht komme ich nun endlich zu meiner heiß ersehnten Dusche …

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 18:08

    Collin

    Gesellschaft an meinem ersten Tag? Nett sein? Ich mustertete ihn, während ich an ihm vorbei ging. War er nicht erst seit meiner Verletztung zu mir nett?
    Nein, sagt mir meine innere Stimme. Ohne ihn hätte ich heute gar keine Sportsachen angehabt zum Unterricht. Ich seufze lautlos, schwieg und ging den Flur entlang. Ich sollte mich dankbar zeigen, dass er seine wertvolle Zeit opfern wollte um sie mit mir zu teilen, aber ich hatte da einfach dieses komische Gefühle, dass es nicht ganz freiwillig war. Und ... meine Gefühle waren mir auch nicht so ganz geheuer. Ich fühlte mich ... nicht gerade wohl in meiner Haut, wenn ich seinen Körper sah, seinen Duft einatmete ... ihn irgendwie berührte ...
    Ich schluckte, wandte mein Gesicht zu ihm und fragte: "Wo ... sind genau eigentlich die Duschen?" Schließlich war es irgendwie unlogisch, dass ich vorgehen sollte um zu den Duschen zu gehen. Ich wusste doch nicht, wo sie waren.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 18:20

    Rhys


    Ich nicke in die linke Richtung auf dem Flur. „Das ganz hintere Zimmer auf der rechten Seite ist das Badezimmer- besser gesagt der Duschraum. Die Toiletten sind daneben.“
    Ich gehe ihm hinterher. Mein Körper reagiert ein wenig, als ich daran denke, ihn gleich nackt zu sehen. Gleichzeitig fühle ich mich unwohl. Was tue ich eigentlich? Das hier geht alles viel zu weit. Aber ich bin von Haus aus neugierig. Was ich in seinem Zimmer sah, als er auf dem Bett lag, war ein guter Vorgeschmack. Dieser schöne Oberkörper, der einlud zum Streicheln und küssen. Der leicht geöffnete Mund, das ins Gesicht fallende Haar.
    Wie es wohl aussieht, wenn die Wassertropfen über seine nackte Haut rinnen?
    Argh! Das kann doch nicht wahr sein! Ich werde ihn nicht anstarren, und er mich nicht. So weit kommt es noch. Man kann nicht alles haben was man will, Rhys. Denk dran – das ist nur eine Phase. Wie damals. Dusche mit ihm, und morgen auf der Party schnappst du dir ein hübsches Mädchen. Vielleicht eines das dieselben grauen Augen hat wie er, das dann unter dir liegt und dich ansieht …
    Aber ich glaube, jemand mit seinen Augen würde ich nirgends auf der Welt finden.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 18:41

    Collin

    Nachdem ich in die genannte Richtung gegangen war und im Umkleideraum der Duschen ankam, legte ich mein Handtuch auf die hölzerne Bank. Mein Blick glitt auf mein Handgelenk. Es war immer noch rot, leicht angeschwollen und pochte verrückt. Ob ich morgen nach der Schule vielleicht einmal einen Arzt aufsuchen sollte? Vielleicht, wenn ich sowieso morgen einen Waschsalon suche ...
    Ich vernahm, wie die Tür geschlossen wurde, mein Blick glitt hoch. Vor mir stand Rhys, der mir ja gefolgt war. Mulmig war mir ja schon jetzt mit ihm gemeinsam duschen zu gehen ... aber ... wenn ich zu nervös werden sollte, könnte ich ja immer noch ... gehen. Auch, wenn es nicht so gut aussehen würde. Ich schluckte.
    Shit. Was machte ich hier überhaupt? Ich war alleine mit einem Jungen, der mich verwirrte, den ich ... anziehend fand, und wollte tatsächlcih gleich mit ihm nackt unter eine Dusche stehen? Collin, bist das überhaupt noch du?


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 18:50

    Rhys


    „Willst du hier Löcher in die Luft starren?“ Ich sehe Collin an, dann wende ich mich ab, ziehe mir das Shirt über den Kopf und die Hose inklusive Unterhose herunter. Je schneller, desto besser. Barfuß bin ich ohnehin schon.
    Ich blicke über meine Schulter zu ihm. Er starrt. Wie eigentlich … die ganze Zeit.
    „Was ist? Gehst du mit Klamotten unter die Dusche?“ Ich seufze, werfe mir das Handtuch über die Schulter, gehe an ihm vorbei und hänge es dann an einen Haken. Ein wenig komisch ist es ja, mich ihm nackt zu zeigen. Ich weiß dass ich nicht schlecht aussehe, aber er macht mich so verdammt nervös. Und ich muss unbedingt aufpassen, dass mein Körper mich nicht verrät.
    Solange ich ihn nicht anstarre und an andere Dinge denke wird das wohl gehen.
    „Ich schau dir schon nichts ab.“, erkläre ich, trete hinter die Mauer hinter welcher die Duschen liegen, welche keine Trennwand besitzen. Mädchen würde das vielleicht stören, uns Jungs aber nicht. Eigentlich.
    Fragend sehe ich hinter der Trennwand hervor. Er steht noch immer da, mir den Rücken zugedreht. Ohne etwas zu tun. „Oder soll ich dir doch helfen?“, frage ich bevor ich den Wasserhahn betätige.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 19:06

    Collin

    Ich war wie erstarrt, als er sich ganz auszog. Ich meine so richtig ganz. Nicht nur Shirt und Hose, sondern auch die Unterwäsche. Splitter. Faser. Nackt.
    Meine Wangen wurden rot, und doch, ich konnte mein Blick nicht abwenden. Selbst dann nicht, als er seine Sprüche losgelassen hatte. Aber zum Glück blieb er nicht vor mir stehen, sondern ging zu den Duschen, betätigte dort den Wasserhahn und ich konnte hörbar ausatmen. Jetzt lag es an mir diese Situation zu entschärfen, doch ... nur ich fühlte ja so. Nur ich war hier der kranke Junge, der bei einem anderen ... unzüchtige Gedanken bekam.
    Fahrig knöpfte ich mir mein Hemd auf, strich es mir über die Schultern, legte es auf die Bank. Dann fing ich an mit leicht zitternden Händen meine Hose zu öffnen. Ob ich wirklich komplett frei duschen gehen sollte? Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mal ... so fühlen würde und ...
    "Kommst du endlich?", rief der Wolf zum ängstlichen Schaf. Ich blickte in die Richtung der Duschen, doch ich sah nur heißen Dampf hervorquollen. Dann roch ich das Duschgel - Orange. Er seifte sich sicherlich gerade ein. Die Arme, seinen Oberkörper ... dann den Bauch ... Mein Gesicht schien purpur rot im Moment zu sein. Und doch ... ich ließ alle Hüllen fallen.
    Mit meinem Handtuch vor der südlichen Region ging ich zum Haken, an dem auch schon sein Handtuch hing. Nach dem meines den Platz neben seinem gefunden hat, ging ich mit verschränkten Armen - wieder vor der südlichen Region - zu den Duschen. Ich sah seinen Rücken, die Seife, wie sie seine breiten Schultern hinabrann ... Schnell wandte ich mein Gesicht ab, ging in die eine Ecke, drehte ihm ebenfalls meinen Rücken zu.
    Das Wasser fühlte sich heiß auf meiner Haut an, was ich nur mit einem willkommenen Seufzen begrüßte. Es löste die Verspannung in meinen Muskeln, ließ mich etwas entspannen und für einen kurzen Moment vergessen, dass neben mir der Wolf war, der mir so gut gefiel.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 19:18

    Rhys


    Hinter mir höre ich das Tapsen von nackten Füßen auf Fließen.
    Tapp Tapp Tapp.
    Ganz leise und vorsichtig.
    Gerne hätte ich mich umgedreht, doch ich lasse es bleiben. Bestimmt ist es ihm unangenehm. Ich weiß zwar nicht, warum ich so denke, aber ich bin mir dessen ziemlich sicher.
    Links von mir wird die Dusche aufgedreht, ich schließe die Augen und lehne mich mit den Unterarmen an der kalten Fliesenwand an. Lasse den Kopf hängen, sodass der heiße Strahl meinen Hinterkopf und den Nacken trifft.
    Nach Sekunden die mir wie eine Ewigkeit vorkommen sehe ich zu ihm, dabei das linke Bein extra ein wenig weiter vorgestellt, falls … nun ja, falls mein Körper mich verraten sollte.
    Und das tut er.
    Da steht er nun, mir zwar „nur“ die Rückseite zugedreht, aber dennoch fließen Gedanken durch meinen Kopf, die so einiges mit dieser Rückseite anzustellen wissen. Ich könnte jetzt zu ihm gehen, ihn an die Wand drücken, während meine Hand über seinen Körper gleitet, das Wasser von oben auf uns herunterrieselnd, sein Stöhnen von den Wänden wiederhallend.
    Scheiße.
    „Brauchst du Hilfe?“, rufe ich zu ihm herüber. Ja, genau. Ich könnte ihm ja den Rücken waschen.
    Mann, verdammt nochmal, in meinem jetzigen Zustand sollte ich lieber das Shampoo von Körper und Haaren waschen, die Dusche verlassen und schleunigst in mein Zimmer gehen. Zu ihm zu gehen ist schier unmöglich – vorher müsste ich schon das kalte Wasser aufdrehen.
    Gute Idee. Gesagt – getan.
    Ich verkneife mir ein Zischen und kneife die Augen fest zusammen. Scheiße, ist das kalt. Aber es wirkt wahre Wunder.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 19:29

    Collin

    "N-nein, alles okay." Nichts war okay, verdammt! Ich traute mich ja nicht einmal ihn anzugucken ... Und deswegen stellte ich das Wasser ein paar Temperaturen höher. Irgendwie musste ich mich davon ablenken. Ich biss mir auf die Unterlippe, als es sehr heiß wurde. Meine Haut schien zu brennen, doch ich stellte nicht um aufs kalte Wasser.
    Mit zitterndem Arm, griff ich zum Duschgel, dass bei jeder Dusche stand, seifte vorsichtig meine Arme ein, denn es schien, als wäre meine Haut im Moment hypersensibel. Na ja, selbst schuld, dachte ich mir. Warum musste ich es auch auf heiß stellen?

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 19:40

    Rhys


    Ich ziehe die Augenbrauen nach oben, als Collins Haus leicht gerötet wird und dichter Dampf aus seiner Dusche aufsteigt. Duscht er immer bei solchen Temperaturen?
    Beinahe vergesse ich das kalte Wasser das auf mich selbst herunterregnet. Dann greife ich schnell nach der Haarspülung (manchmal glaub ich, ich wäre ein bisschen metrosexuell, weil ich auf mein Äußeres so viel Wert lege, aber … na und?) und streiche sie in meine Haare. Da er mir den Rücken zudreht kann ich ihn wunderbar beobachten. Scheiße, das Wasser ist so kalt – aber bei seinem Anblick wird mir wärmer. Echt, dieser Hintern hat was für sich. Die von Frauen sind zwar auch toll, aber dieser hier ist besonders … knackig?!
    Ach Mann von hinten sehen doch alle Menschen gleich aus!
    Als er sich jedoch so dreht, dass ich sein Profil sehen kann, drehe ich mich schnell um, ihm den Rücken zugewandt. Nein, nicht gut. Gar nicht gut. Bloß nicht hinsehen.
    Schnell drehe ich das Wasser etwas wärmer, damit sich auch die Spülung gut herauswäscht, drehe dann noch einmal fix auf Eiskalt – wow, tatsächlich eiskalt – und stelle dann die Dusche ab. Noch eine Sekunde länger, und ich kann für nichts mehr garantieren.
    Verflixt, ich fühle mich notgeil wie ein Mönch, der von 100 schönen Frauen umgeben ist und dazu gefühlte 100 Jahre abstinent leben musste …


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 19:47

    Collin

    Ich hatte langsam genug von dem heißen Wasser, stellte es langsam auf Kalt. Es war mir fast, als würde ich meinen Körper erleichtert ausatmen hören - was natürlich schwachsinnig war, aber es fühlte sich wunderbar erleichternd an, kälteres Wasser auf mir zu spüren. Und der Schaum wurde auch gleich viel besser abgespült.
    Hinter mir hörte ich Schritte, leicht drehte ich mein Gesicht zur Seite, sah, wie Rhys die Duschen verließ - und ich lehnte mich mit dem Kopf gegen die Fliesen. Endlich alleine. Ich hatte seine Blicke gespürt, doch nichts darauf gegeben. Es wäre nicht gut gekommen ihn ... anzusehen, wenn die Wassertropfen von sein Haar ihm ins Gesicht fielen, die Tropfen langsam seine Wangenknochen hinabrannen, ihm schmeichelten ...
    Ich schloss die Augen, gab mich einen kurzen Moment diesem Traum weiter hin.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 20:38

    Rhys


    Vor meinem geistigen Auge spielt sich eine Szene ab, während ich mir das Handtuch um die Hüften wickle.
    Eine wirklich heiße Szene.
    Ich gehe zu Collin, umfasse seinen Oberkörper in Taillenhöhe, presse mich von hinten gegen ihn. Es kann nichts passieren da das Handtuch zwischen uns ist, aber ich kann dennoch seinen Körper spüren, und er meinen sicher noch mehr. Ich beuge den Kopf, fasse unter sein Kinn. Lege seinen Kopf ein wenig zur Seite, während ich seinen Hals küsse. Ich spüre die leichte Gänsehaut unter mir, fühle seinen Körper vibrieren. Ein wenig vor Furcht, aber mehr vor Erregung. Meine andere Hand gleitet währenddessen weiter nach unten, geradewegs Richtung „6 Uhr“. …
    Ich schüttle den Kopf und vertreibe die Bilder aus meinem Kopf. Zumindest versuche ich es, doch es bringt alles nichts. Er ist einfach zu nah.
    „Wenn du so weitermachst sieht deine Haut bald aus wie die einer Pellkartoffel!“, rufe ich ihm zu. Verdammt, meine Füße wollen zu ihm gehen, wollen, dass ich dasselbe tue wie ich es gerade in meinen Gedanken gemacht habe.
    Aber mein Geist ist doch noch ein wenig stärker.
    „Collin!“, rufe ich noch einmal. „Ich … geh schon mal in mein Zimmer. Du solltest dich beeilen, bald kommen sicher noch andere hier rein …“
    Als die Tür geöffnet wird und Marc hereinkommt, macht mein Herz einen Sprung. Okay, ganz schlecht. Ich allein mit Collin im Duschzimmer. Das gibt sicher Gerede.
    Böse funkle ich Marc an. „Halt ja die Klappe!“, sage ich ihm ohne Worte. Und der Blässe nach zu urteilen, die sein Gesicht sofort befällt merke ich, dass er verstanden hat. Gut für ihn.
    Dennoch beschließe ich, noch kurz zu bleiben, bis Collin fertig ist. Sicher lasse ich ihn nicht mit Marc allein, der seinetwegen sicher mehr als nur ein wenig angepisst ist.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 20:52

    Collin

    Automatisch suchte meine Hand ... den Drehverschluss und ich schaltete das Wasser ab. Ich hörte Füße trampeln und das hörte sich mehr nach die von Rhys alleine an. Okay, es war anscheinend jemanden anderes noch hier. Gut so. Aber auch auch ... nicht so gut. Es würde sicherlich gerede geben, was der Wolf mit mir Tollpatsch alleine in der Duschkabine machte. Shit.
    Ich ging zum Hacken, nahm das Handtuch, wickelte es mir um die Hüften und trat in die Umkleide. Neben Rhys stand ein Junge, der vielleicht ein paar Zentimeter größer war als ich, hatte hellbraunes Haar und Grasgrüne Augen. Er musterte mich, schaute dann zu Rhys - der mir den Rücken zugedreht hatte - und wandte sich dann ab. Okay, dachte ich mir und ging zu meinen Sachen. Hatte etwa der Wolf dem Schäferhund die Zähne gezeigt um mich, das Schaf, dass ganz gerne mal ein Kaninchen ist, zu beschützen? Konnte das wirklich möglich sein?


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 21:03

    Rhys


    Ich beobachte Marc, wie dieser mir noch kurz einen Blick schenkt und dann an Collin vorbei in die Duschen geht. Dann dreht er das Wasser auf.
    Länger bleibt mein Blick jedoch auf Collin haften, welcher so wahnsinnig zum anbeißen aussieht mit dem nassen Körper und dem Handtuch um den Hüften.
    Gottverdammt.
    „Lass uns gehen.“, flüstere ich – Marc hat das sicher nicht gehört, das Prasseln der Dusche ist zu laut.
    Ich verlasse die Dusche und fühle Collins Aura in meinem Rücken. Ob er mich abcheckt? Was meint er wohl? Bin ich ihm zu breit gebaut? Die Haut zu blass, zu gebräunt? Macht er sich was aus dem Leberfleck auf meinem rechten Schulterblatt, der zwar klein, aber dennoch vorhanden ist? Geht sein Blick unter meine Gürtellinie, denkt sich dabei das Handtuch weg …?
    Ich öffne die Tür und trete in den Flur. Gut – ich bringe ihn jetzt noch zu seinem Zimmer, sehe zu dass er darin verschwindet und dann hau ich ab in meines. Ich kralle mich förmlich in meine Sachen. So wenig Stoff verhindert seine Nacktheit, und ebenfalls die meine. So ein Mist. Ich bin so verflixt pervers.
    Wir erreichen sein Zimmer, ich werfe ihm noch einen kurzen Blick zu, nuschle ein „Schönen Tag noch“ und gehe dann schnurstracks in mein Zimmer.
    Dass ich eigentlich mit ihm essen wollte habe ich schon wieder vergessen.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 21:14

    Collin

    Es war mir unmöglich ihn nicht anzuschauen, sein Muskelspiel zu beobachten ... Ich biss mir wieder auf die Unterlippe. Shit. Ich wollte ihn berühren, die Wassertropfen ... weg küssen ...
    Mein Blick wandte ich zur Seite, weg von ihm. Ich durfte so etwas nicht denken! Es würde nicht gut ausgehen ... Überhaupt nicht ... Nie ... im Leben ...
    Ich rannte fast in ihn hinein, als er stehen blieb vor meinem Zimmer. Stumm nickte ich, öffnete die Tür und beobachtete, wie Rhys zu seinem Zimmer ging. Gerne hätte ich irgendwie einen Grund gefunden, dass er noch blieb, doch es war besser so, wenn wir nicht länger zusammen sein würden. Diese Gedanken und Träume ... sollten nicht mehr Futter bekommen.
    As ich im Zimmer war, mich frisch anzog, fiel mein Blick auf mein Nachttisch. Dort lagen immer noch seine Sportsachen und den Snickers, den er mir gegeben hatte. Ich hob ihn hoch, spürte die Leere in meinem Magen. Okay, Collin ... sei einmal mutig in deinem Leben!
    Ich nahm die Bandage, die lose auf meinem Bett lag, nahm noch schnell die Salbe und ging aus mein Zimmer - hin zu Rhys'. Als ich vor seiner Tür stand, atmete ich tief durch, klopfte.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 21:25

    Rhys


    Als es an meiner Tür klopft erschrecke ich dermaßen heftig, dass ich nach hinten springe, mir den Kopf am Schrank stoße und laut fluche.
    Verflixt noch mal, wer ist das schon wieder? Weiterhin fluchend ziehe ich mir die Jeans über die Hüften und schließe sie, gehe zur Tür. So ein Stress.
    Im Vorbeigehen fällt mein Blick auf die Uhr. Kurz nach fünf nachmittags. Und ich bin saumüde. Am liebsten ins Bett fallen und träumen. Von ihm. Und nicht mehr aufwachen.



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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 26 Mai 2012, 21:38

    Collin

    Als die Tür aufgerissen wurde, bekam ich einen lechten Schreck, besonders, als Rhys so verärgert drein schaute. Ich räusperte mich, hielt die Bandage und Salbe hoch. "Ich wollte fragen ... ob du mir helfen könntest sie erneut umzubinden."
    Ich schaute ihm in die blauen Augen, versank darin. Shit. Warum bin ich überhaupt hier her gegangen? So könnte ich doch nie von ihm loskommen. Und das an meinem ersten Tag schon.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Sa 26 Mai 2012, 22:03

    Rhys


    Verwirrt sehe ich auf Collins Hand, die Salbe, die Binde.
    Meine Wut verfliegt wie von selbst. Mist, hatte ich ganz vergessen. Aber ein Lächeln schenke ich ihm trotzdem nicht. Ich bin nicht so gut im freundlich sein. Ehrlich nicht.
    „Komm rein.“ Ich lasse ihn ins Zimmer, inspiziere sein Handgelenk, welches er mir in die Hand legt. Es sieht echt böse aus, es ist übel geschwollen. „Ich glaube das ist angeknackst.“; murmele ich. Ach Mann – ich fühle mich so mies deswegen.
    Im Stehen will ich ihn weiterverarzten, aber das geht schlecht, deshalb bitte ich ihn, sich doch wieder aufs Bett zu setzen. „Ich glaube es wäre besser wenn du das ein bisschen kühlst. Ich verbinde es dir, dann hole ich dir aus dem Kühlschrank unten einen Kühl Akku. Den hältst du dir drauf. Die Binde verhindert, dass es zu kalt wird.“ Ich sollte aufhören so professionell zu reden. Noch bin ich kein Arzt, und ich weiß auch nicht ob ich je einer sein werde, so wie ich es mir eigentlich immer wünsche. Eigentlich wäre ich so vieles gern – Arzt, Profibasketballspieler, manchmal sogar Schriftsteller, aber ich weiß dazu habe ich kein Talent.
    Wie schon wenige Zeit vorher trage ich die Salbe auf, verbinde seine Hand. So vorsichtig und zart wie ich nur kann.
    Ein bisschen länger als es nötig wäre halte ich seine Hand in der meinen, dann räuspere ich mich, stehe auf. „Ich hol schnell das Ding … äh … den Akku. Du weißt schon, zum … Kühlen.“ Hastig verlasse ich das Zimmer, lasse Collin allein. Rhys, du machst dich zum Volldeppen. Am liebsten hätte ich in diesem Moment meinen Kopf gegen eine Wand gewummert, wieder und wieder.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am So 27 Mai 2012, 08:51

    Collin

    Nachdem ich alleine in seinem Zimmer war, schaute ich mich genauer um - verließ daber aber nicht das Bett. (Ich wollte nicht zu unhöflich sein und so rumschnüffeln.) Überall waren Sportzeitungen verteilt, ein paar Sachen lagen rum, ebenso wie die Schulbücher. Es war einfach typisch ein Jungenzimmer. Was nur noch fehlte waren die Kondome, Alkoholflaschen und Zeitungen in denen die Frauen wie Objekte dargestellt wurden. Ich versuchte diesen bitteren Geschmack in meiner Kehle zu ignorieren. Vielleicht war er ja gar nicht so scharf darauf, sondern ...
    Ja, klar, höhnte meine innere Stimme. So ein Prachtexemplar von einem Jungen würde sicherlich nie im Leben so etwas in seinem Zimmer haben.
    Ich versuchte meine Gedanken schnell in eine andere Richtung zu scheuchen, schaute auf meine Hand, die abwesend über die Bettdecke strich auf der ich saß. Sie fühlte sich weich an unter meinen Fingerspitzen. Und ganz zart stieg der Duft vom Wolf auf. Ich holte tief Luft, schloss für einen kleinen Moment die Augen. Doch als ich Stimmen vom Flur vernahm, riss ich sie auf, legte meine Hand auf mein Bein und betrachtete mein Verband. Wenn jetzt jemand ...
    "Was machst du denn hier?", hörte ich Jenny sagen, mein Blick glitt hoch. Sie trug ein langes weißes Kleid, ihre goldenen Haare offen in Wellen. Sie sah fast aus wie eine Göttin.
    "I-ich ... Er hat mir ..."
    "Vergiss es und zisch ab", unterbrach sie mich forsch. "Ich habe jetzt eine Verabredung mit ihm. Nun los, geh!"
    Ich stand auf, ging ein paar Schritte weg vom Bett. Jenny nutzte die Chance, hechtete zum Bett, legte die Decke beiseite, platzierte sich selbst darauf. Und das sehr verlockend für einen Jungen, der ... hetero war.
    Mein Herz wummerte mir wild in der Brust. Hetero? Das war ich doch! M-mein Körper reagierte einfach nur nicht auf ... blonde Mädchen, oder? Nur daran konnte es liegen. Jenny war nicht mein Typ ... Und da schossen mir blaue Augen, schwarzes Haar und ein Gesicht, dass ich in den letzten Stunden nur all zu oft gesehen hatte, in den Sinn.
    "Verzieh dich endlich!", rief sich Jenny in Erinnerung und ich nickte, verließ Rhys Zimmer. Doch ich konnte jetzt nicht einfach so in meines gehen. Ich ging den Gang weiter, fand am Ende eine Tür - die zur Feuerleiter hinführte - und ging die Treppe hinab, die mich auf den hinteren Teil des Campus führte. So konnte ich Rhys nicht begegnen und hatte ein bisschen meine Ruhe.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am So 27 Mai 2012, 12:18

    Rhys


    Kalt liegt der Kühlakku in meiner Hand. Ich werde ihn jetzt Collin geben, und dann habe ich meine Ruhe. Okay – Hausaufgaben warten, ich muss ein bisschen trainieren und eigentlich müsste ich auch etwas anderes tun, so erregt wie ich bin. Aber ich war noch nie der Typ dafür, obwohl dies wirklich ein dringender Notfall ist. Es tut schon beinahe weh zwischen meinen Beinen. Aber es ist scheiße dass man die Tür nicht abschließen kann. Und dass die Wände recht dünn sind, auch. …
    Denk an was anderes, Rhys.
    Gedankenversunken öffne ich meine Tür – und weiche zurück. Dort liegt sie, ein Bein angewinkelt, das weiße Kleid so weit hochgeschoben dass ich fast … alles sehen kann. Der Ausschnitt ist tief, die schönen Rundungen ihrer Brüste sind zu erkennen.
    Und dieses Lächeln macht mich wahnsinnig.
    Jenny sieht ja wirklich gut aus, aber so nötig habe ich es nun auch wieder nicht. Nur damit sie mit mir angeben kann? Nein, danke. Ich habe nichts gegen Spaß, auch nicht in sexueller Hinsicht – aber bei Jenny, das geht mir unter mein Niveau.
    „Wo ist er hin?“ Ich trete ins Zimmer und schließe die Tür.
    „Wer?“
    „Collin.“
    „Der ist gegangen. Er meinte …“
    „Quatsch. Du hast ihn weggescheucht.“
    Sie lächelt versonnen. „Na und? Ich bin jetzt hier, Rhys. Und ich bin bereit für dich.“
    Mann, kann sie diese erotische Stimme mal sein lassen?
    „Ich aber nicht für dich.“
    Sie sieht demonstrativ an mir herunter, und ihr Blick bleibt auf meiner Jeans hängen. Verdammter Mist. Auch wenn ich nicht mehr an Collin denke und ein Objekt hier auf dem Bett liegt, das ich echt überhaupt nicht begehre – einer Erregung schwillt nicht immer so von einen auf den anderen Moment ab.
    Leider.
    „Das sieht aber anders aus.“ Sie steht auf und kommt auf mich zu. Ich unterlasse es, abermals zurückzuweichen. Es würde sie nur in ihrem Tun bestärken. Sie leckt sich über die sinnlichen Lippen, ihr Blick bleibt noch kurz auf dem Objekt ihrer Begierde haften, dann sieht sie in mein Gesicht. „Ich liebe dich, Rhys.“
    Jetzt lache ich. Ich lache, weil es so verdammt amüsant ist.
    „Liebe?“ Ich grinse breit und drehe mich dann weg. Versuche es zumindest.
    Ihre Hand fasst hart zu, drückt zu, und ich keuche auf. Scheiße, es tut weh – aber es ist auch …
    Nein, Rhys, es ist nicht geil.
    „Du kannst mich nicht zurückweisen.“ Sie flüstert leise, bewegt ihre Hand ein wenig. Zwingt mich beinahe in die Knie. „Und du willst es auch nicht. Ich erzähle niemandem davon, Rhys. Es bleibt unser Geheimnis.“
    „Bullshit.“ Ich versuche meine Stimme fest klingen zu lassen, während sie weiter zudrückt. Okay, langsam werde ich sauer. Ich lasse mich nicht von einem Mädchen erniedrigen – vor allem nicht von ihr.
    Ich schlage ihren Arm weg und weiß, dass ich ihr damit wehtue. Sie schreit leise auf, dann wird sie fahrig. Will meine Hose öffnen, kommt mit ihrem Gesicht nah an das meine. Ich halte ihre zierlichen Handgelenke mit nur einer Hand fest und fasse ihr Haar leicht im Nacken, ziehe ihren Kopf nach hinten. So kann sie nicht an mich ran.
    Jenny aber beugt mir ihren Leib entgegen, ihre Brüste streifen meinen Arm. „Warum gefalle ich dir denn nicht?“, wimmert sie, ihre Augen füllen sich mit Tränen. Ach nee. Kommt jetzt die Mitleidsnummer? „Bin ich hässlich? Fühlst du dich gekränkt, weil ich keine Jungfrau mehr bin? Was ist es, Rhys? Was stößt dich an mir so ab?“
    „Ich werde keine deiner weiteren Trophäen sein.“, knurre ich. „Ich will dich nicht, Jenny. Das ist alles. Du kannst dir die Brüste vergrößern lassen, die Haare färben, Kontaktlinsen tragen. Du kannst dir meinen Namen auf die Stirn tätowieren lassen. Interessiert mich alles nicht!“
    „Was interessiert dich dann?“ Ihre Augen blitzen auf. „Verstehe.“, flüstert sie. „Oh, ich verstehe. Deshalb war er hier.“
    Ich lasse sie los, und sie tritt zurück, reibt sich die Handgelenke, dann streift sie ihr Kleid glatt. Die Röte in ihrem Gesicht kommt nun nicht mehr von der Erregung, sondern von Zorn. Und dann … lächelt sie.
    „Gut Rhys – ich bekomme immer was ich will. Und was ich nicht bekomme, das behandle ich mit Verachtung. Du wirst schon sehen, was du davon hast. Du wirst es sehen.“ Mit diesen Worten verlässt sie mein Zimmer, knallt die Tür zu.
    Ich gehe zum Bett und lasse mich darauf sinken. Ich weiß nur allzu gut, was sie meint. Sie wird Gerüchte verbreiten, üble Gerüchte. Die meinen Ruf zerstören werden, die alles kaputt machen was ich aufgebaut habe. Die Schutzmauer, die ich gezogen habe. Jenny als Feind zu haben, ist wie einer Kobra gegenüberzustehen. Sie beißt nur einmal zu, aber ihr Gift ist verheerend.
    „Scheiße!“ Mein Schrei ist laut und voller Zorn. Diese verdammte kleine … Kröte!


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am So 27 Mai 2012, 16:40

    Collin

    Ich war auf eine weite Lichtung gelangt, bei der am Rande ein paar Bänke standen, doch größtenteils war hier nur Gras. Und da sah ich Mary, wenn ich mich nicht täuschte, mit einem Buch auf einer Decke sitzen. Ich ging zur ihr hin, schielte, was sie da las, doch da das Cover zum Boden gerichtet war, musste ich mich kurz neben ihr hinknien, um es zu sehen. Leichter wäre es natürlich zu fragen, aber ...
    "Das Bildnis des Dorian Grey", sagte sie mit einem Schmunzeln in der Stimme. Ich schaute sie an, erwiderte ihr Lächeln.
    "Danke."
    "Kein Problem. Kennst du das Buch?"
    "Nicht wirklich ..." Wow, irgendwie konnte ich gerade ... stotterfrei sprechen. Vielleicht weil ich von Jennys Anblick zu ... schockiert war und weiß, was nun im Zimmer vor sich ginge ...
    "Ich auch nicht", lachte sie und legte das Buch zur Seite. Irritiert sah ich sie an, und sie erklärte mir, dass sie nicht solche Literatur gerne liest und deswegen nur den Text überfliegt. Wir redeten noch eine Weile über Bücher, dann fragte sie mich: "Wie war dein erster Tag bis jetzt? Es war ja doch ganz schön peinlich von unserer Schule dich in die falsche Klasse am Anfang zu stecken."
    "Ja, besonders, weil ich vorher ... schon in der richtigen war ... Und dann ... hat mich Rhys immer böse angeschaut und ... ach, es war irgendwie nicht so ein toller Tag." Was war mit mir los? So offen hatte ich ja wirklich noch nie heute mit jemanden geredet!
    "Oh, Rhys ... du gehst in seiner Klasse?"
    Ich nickte und sah, wie rot sie wurde. Verlegen zog sie einen Grashalm aus der Erde, spielte damit umher. Ich erinnerte mich daran, wie sie ihr Heft mit seinem Namen vollgemalt hatte. Ich wollte nicht länger über ihn reden, fühlte ich mich doch schon selbst dabei unsicher, und begann über ein anderes, unverfängliches Thema zu sprechen. Wir redeten eine ganze Weile, bis mein Magen wieder knurrte. Wie ich es den ganzen Tag geschafft hatte ohne Essen auszukommen war mir in dem Moment auch so ein Rätsel, als ich verlegen eine Hand auf meinen Bauch legte. Mary hatte es anscheinend auch gehört und so zog sie mich von der Decke hoch und wir gingen gemeinsam in die Mensa. Es war wirklich schön mit ihr die Zeit zu verbringen. Ein Lächeln hatte sich in der Zeit auf mein Gesicht stibitzt, dass dank dem Mädchen neben mir nicht mehr so schnell verschwinden wollte. Ob ich da etwa gerade meine erste Freundin hier gefunden hatte auf der Schule? Schön wäre es auf alle Fälle ...

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am So 27 Mai 2012, 16:53

    Rhys


    „Ja, Dad. Nein, bestimmt nicht, Dad. Verflucht nochmal Dad, ich weiß dass du nicht meine verdammte Bank bist!“
    Wütend drücke ich meinen Vater am Handy weg und werfe jenes aufs Bett. Toll. Der Tag konnte blöder nicht sein, und mein Vater hat nichts Besseres zu tun als mir Vorwürfe zu machen. Ich sollte aufpassen was ich mir im Internet bestelle. Ich hebe zu viel Geld von meinem Konto ab. Blablabla.
    Mann!
    Wütend seufze ich entnervt, greife in die hinterste Ecke meiner Schublade und fischel die Packung Zigaretten heraus, die dort liegt. Das Feuerzeug steckt noch in der Jacke die ich mir überwerfe, und ich beschließe, die Hausaufgaben später oder gar nicht zu machen. Ich muss jetzt chillen. Unbedingt.
    Fix packe ich noch mein Handy ein, dann trete ich nach draußen. Die Sonne schaut ab und zu hinter Wolken hervor, und ich setze meine Sonnenbrille auf, die ich mir noch schnell geschnappt hatte. Während ich laufe zünde ich die Zigarette an. Mir doch egal ob mich jemand aus der Schule sieht. Ich weiß dass ich nicht rauchen dürfte. Aber ich mache ab und zu gerne verbotene Dinge. Was heißt gerne: Es geht mir manchmal einfach am A vorbei, was andere denken oder sagen.
    So wie jetzt.
    Als ich Collin zusammen mit einem Mädchen … wie hieß sie noch? Mia? Marie? Wie auch immer … zumindest sehe ich ihn mit ihr, und … hoppla, bin ich etwa eifersüchtig?
    Quatsch. Gar kein Grund dazu. Eigentlich müsste ich vor Freude jubeln. Er ist mit einem hübschen Mädchen unterwegs, das sind ganz tolle Neuigkeiten. Wenn er wenigstens vergeben wäre, würde ich mich nicht so an ihn ranschmeißen. Wenn man das so behaupten kann.
    Ja, klar. Ich wäre dann die Ruhe in Person.
    Ich nehme einen langen Zug von meiner Zigarette, kicke einen Stein beiseite und laufe weiter. Einfach weiter, weiter, weiter. Doch je mehr ich mit mir selbst allein bin, umso mehr Gedanken stehlen sich in meinen Kopf, durchfluten ihn, setzen sich darin fest.
    Scheiße, ich sollte doch lieber zurückgehen.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am So 27 Mai 2012, 17:04

    Collin

    Mary und ich ging in die Mensa, holten uns etwas zu Essen und da fiel mir ein, dass Rhys mit mir Essen gehen wollte. Doch das hatte sich wohl schon erledigt, als Jenny auf sein Bett lag und die Beiden ...
    "An was denkst du gerade?", fragte mich Mary, wobei ich leicht zusammenzuckte.
    "Oh, ich ... an gar nichts."
    "Nach gar nichts sah es mir nicht aus. Aber egal ..." Sie lachte und dann redeten wir wieder über andere Sachen. Es machte mir viel Spaß mit ihr zu reden. Mir schien es, als hätten wir uns immer etwas zu sagen, obwohl wir uns erst seit kurzem so richtig unterhielten.
    Irgendwann, als wir unser Geschirr wegräumten und uns entschieden noch einmal rauszugehen, fragte mich Mary: "Gehst du morgen auch zu der Party?"
    "Ähm ... ich weiß noch nicht ... Du?"
    "Jah, ich denke schon. Ich hoffe, dass Rhys auf mich aufmerksam wird!"
    "Bestimmt. Du bist so ein hübsches Mädchen, wenn ich das sagen darf ..."
    "Danke, Collin. Du bst aber auch nicht zu verschmähen."
    Ich wurde rot, sah auf meine Schuhe, was sie zum lachen brachte.
    "Ähm ... Mary?"
    "Hm?"
    "H-hättest du Lust ... mit mir morgen ... durch die Stadt zu gehen? Ich ... kenn den Ort hier ja noch nicht und ..."
    "Klar, gerne! Ich freu mich schon drauf! Wollen wir uns morgen nach dem Unterricht treffen? Am Freitag haben alle Klassen um die selbe Zeit Unterrichtsschluss."
    "Super, wo ... wollen wir uns denn treffen?"
    "Ich komm zu dir, zum Unterrichtsraum. Lass mich ruhig machen."
    "Okay, super", sagte ich und da umarmten wir uns. Besser gesagt, Mary umarmte mich. Ich erwiderte ihre Geste, lächelte weiter vor mich hin. Sie war wirklich süß und sehr hilfsbereit. Ich mochte sie.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am So 27 Mai 2012, 17:30

    Rhys


    Als ich am Einkaufsmarkt vorbeikomme, überkommt mich ein Gefühl der …
    Sehnsucht?
    Nein Sehnsucht ist es nicht. Ich bin kein Säufer. Es ist mehr so ein Bedürfnis. Jawohl, ein Bedürfnis. Des Sich-Fallen-Lassens, des völligen Kontrollverlustes über Verstand und Körper.
    Ja, das brauch ich jetzt. Morgen bei der Party werde ich es wohl auch tun, aber das ist viel zu lange hin …
    Entschlossen gehe ich in den Markt, kaufe eine Flasche Hochprozentigen. Die Verkäuferin ist jung, und mein Charme bringt sie dazu, nicht einmal an meinen Ausweis zu denken.
    Es ist einfacher, die Flasche jetzt zu trinken als sie mit aufs Zimmer schmuckeln zu wollen. Zweimal wurde ich dabei schon erwischt. Ein drittes Mal … würde ich wohl von der Schule fliegen. Oder zumindest gehörig Ärger von meinem Dad bekommen, weil es ihn viel Geld kosten würde, jene zu bestechen, damit ich bleiben kann.
    Fluchend öffne ich die Flasche Jim Beam, setze sie an und trinke. Es ist eine Miniflasche, 0,4 Liter. Aber sie wird ihren Zweck erfüllen.
    Vor allem wenn ich sie auf fast leeren Magen hinunterstürze.
    Eigentlich vertrage ich viel Alkohol – aber erstens ist das viel, und zweitens wie schon gesagt: Auf leeren Magen. Erst spüre ich nur das Brennen in meiner Lunge, dann den Nebel der sich um meinen Geist legt. Und dann kann ich kaum mehr geradeaus laufen.
    Okay Rhys, zurück zum Internat, solange du noch weißt wo das ist. Leg dich in deinem Zimmer aufs Bett und bete um einen traumlosen Schlaf.
    Gott sei Dank – niemand bemerkt mich. Der Flur ist auch ausgestorben. Es ist mittlerweile kurz nach halb acht abends, wenn ich die Uhr noch richtig zu lesen vermag.
    Jap, das sieht nach meiner Zimmertür aus. Ich gehe zum Bett, fühle es neben mir, lasse mich darauf fallen. Ich kann gerade so noch die Sonnenbrille ablegen, bevor sich mein Verstand verabschiedet.
    Gott sei Dank gehöre ich nicht zu den Leuten, denen von Alkohol so übel wird dass sie sich übergeben müssen. Nein, ich schlafe einfach nur. Und das ist wirklich das was ich im Moment gebrauchen kann. Scheiß Schule. Die kann morgen meinetwegen auch ausfallen.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am So 27 Mai 2012, 17:43

    Collin

    Später verabschiedete ich mich von Mary und ging zurück zu meinem Zimmer. Wir hatten es uns in der Bibliothek gemütlich gemacht, bis eine Freundin von Mary augetaucht war um sie zu erinnern, dass 19. 40 Uhr ihre Lieblingsserie gleich laufen würde. Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass mein Abend doch noch so schön ausgeklungen war. Und ich freute mich schon sehr auf morgen Nachmittag.
    Nachdem ich meine Tür aufgestossen hatte, schaltete ich das Licht an und erschrack. Shit, was machte denn Rhys hier? Das war doch ... Ich schaute mich um. Ja, das war mein Zimmer. Nirgends war Unordnung zu finden. Außer die Sportsachen, die ihm gehörten und nun auf dem Boden lagen um seiner Sonnenbrille platz zu machen auf dem Nachtschrank.
    Ich verschloss hinter mir die Tür, trat auf Rhys zu, kniete mich vor ihm hin. Meine Hand schwebte über seine Schulter. Sollte ich ihn wirklich ... berühren? Ich schluckte. Collin, nichts ist dabei, wenn du seine Schulter anfässt! Es ist ja nicht so, als würdest du ... ihn nötigen zu irgendwas.
    Also legte ich meine Hand auf seine breite, muskulöse Schulter, rüttelte sanft an daran. "Hey, aufwachen! Du bist im falschen Zimmer."
    Er brummte, drehte sein Gesicht rum, sodass ich sein Gesicht sehen konnte. Rhys sah so entspannt aus ... und schön. Wirklich. Die Lippen leicht geöffnet, das Haar fiel wirr in seine Stirn. Ich beugte mich vor - warum auch immer - und bemerkt die Alkoholfahne. Ah, okay. Deswegen ist er wohl im falschen Zimmer gelandet. Ob ich ihn wecken sollte? Oder lieber hier schlafen lassen?
    Ich erhob mich, grübelte, ging dann schließlich ins Bad um eine kleine Schüssel zu holen - die für das Sauber machen unter dem Waschbecken stand - und machte etwas Wasser hinein. Langsam balancierte ich sie zurück, stellte sie vor dem Bett hin. Ich wollte nicht, falls Rhys sich übergeben musste, dass er den Teppich trifft. Doch all das löste nicht das Problem, wo ich heute Nacht schlafen sollte. In sein Zimmer würde ich sicherlich nicht gehen(!), aber alleine wollte ich ihn auch nicht lassen ...
    Ich seufzte, stibitzte mir eines, der zwei Kissen vom Bett und machte es mir an der Wand gegenüber vom Bett auf dem Boden gemütlich, nahm mir noch ein Buch zur Hand und fing an zu lesen.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am So 27 Mai 2012, 17:58

    Rhys


    Verdammt, warum ist es so kalt?
    So schnell friere ich doch sonst nicht.
    Fröstelnd drehe ich mich herum, will nach der Bettdecke auf mir greifen, finde aber keine. Verflixt, wo ist das Ding?
    Erst da merke ich dass ich darauf liege, aber … aufstehen und mich unter sie legen? Keine Chance.
    Ich drehe mich ein paar Mal herum, ohne wirklich eine gute Stellung zu finden, in der mir wärmer wird. Mann, ist das Fenster auf, oder warum …?
    Es erinnert mich an die Situation, damals, vor zwei Jahren. Ich an einer Häuserwand, fünfzehn Jahre alt. Die Nacht ist kalt, eiskalt, denn es ist November. Zarter Regen fällt vom Himmel, auf mich herunter. Der Mann der mich noch vor einer Minute anfassen wollte, ist verschwunden. Die Polizisten steht vor mir, redet mit mir. Aber der Schock sitzt zu tief. Meine Wange brennt. Ich hatte es gewollt – und dann nicht mehr. Ich hatte ihm das so gesagt, doch er wollte nicht aufhören. Ich schrie, vor Angst, er könne mir etwas antun. Daraufhin schlug er mich. Irgendjemand rief die Polizei. Sie nahmen ihn fest.
    Aber ich werde nie mehr sein Gesicht vergessen, seine Hände, die fast überall auf mir waren. Die mich ausziehen wollten, den Mund, der sich auf meinen presste …
    Bibbernd rolle ich mich zusammen, vernehme ein komisches Geräusch. Ein Wimmern? Kommt es von mir?
    Und wenn schon – es ist so leise, niemand außerhalb meines Zimmers wird es hören …


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