Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 17:05

    Collin

    Nachdem der Unterricht vorbei war, traf ich mich mit Mary. Wir suchten einen Waschsalon auf, damit ich die Sachen von Rhys - die er mir in Sport geliehen hatte - waschen lassen konnte und dann suchten wir noch für mich schnell eine Apotheke auf. Als wir alles, was ich wollte, geschafft hatten, gingen wir noch einen Kaffee trinken und Eis essen. Nach einer Weile holten wir die gewaschenen, trockenen Sachen ab und kehrten zurück zum Internat.
    "Soll ich ihm das wirklich zurückgeben? Ich meine, nach dem, was ..."
    "Nach dem was?", fragte mich Mary, sah mich stirnrunzelnd an.
    "Ach, schon gut ..."
    "Freunde vertrauen sich eigentlich ... Und ich habe das Gefühl, dass wir welche sind, Colly-Boy!"
    "Colly-Boy?" Ich hob fragend meine Augenbraue hoch.
    Sie lachte, hakte sich bei mir unter. "Okay, was ist passiert?"
    "Aber keinem weitererzählen, ja? Und ... bitte ... hab kein schlechtes Bild von ihm ... er hat gestern getrunken und ... das war wohl alles wegen dem Rest-Alkohol ..."
    Sie nickt und da erzählte ich ihr alles, als wir uns auf der kleinen hölzernen Bank vor dem Schulgrundstück stand. Als ich geendet hatte, blickte ich nervös zu Mary auf. Sie schaute in den Himmel. "Hm", machte sie, drehte ihr Gesicht zu mir.
    "Ich weiß nicht so recht ... Du solltest ihn vielleicht darauf ansprechen, aber ich kenne ihn schon eine Weile, er würde dir nichts sagen. Mir auch nicht, überhaupt gar keinen, jedoch ... Collin, halt dich einfach ein bisschen fern von ihm, auch, wenn du neben ihm sitzt und ihr fast Zimmernachbarn seit. Und wer weiß ... vielleicht finden wir dann sogar heraus für welches Geschlecht dein Herz schlägt!"
    Sie lachte leise, stieß mir mit ihrer Schulter an meiner an. "Komm, lass uns zur Party gehen! Wir machen uns beide jetzt hübsch und feiern dann ein bisschen."
    "Mary, ... ich weiß nicht ... was ist, wenn Rhys da ist?"
    "Ist doch egal! Dann habe ich vielleicht eine Chance bei ihm!"
    Ich grinste, stand auf und gab ihr eine Kuss auf die Stirn. "Du bist die Beste!"
    "Ich weiß ...", sagte sie und nahm meine Hand. "Und jetzt los! Ich komme in 40 Minuten in dein Zimmer und dann will ich dein Beach-Outfit sehen! Und ich will wissen, ob du die Sachen bei Rhys abgegeben hast ..."
    Seufzend ging ich neben ihr her, ergab mich ihr. "Ja, er kriegt die Sachen, bevor du in mein Zimmer auftauchst ..."
    Und ab da lächelten wir uns einfach nur noch an, als wir in der Schule waren. Wir verabschiedeten und vor der Abszweigung zum Mädchen- und Jungentrakt und da ging ich zu Rhys Zimmer. Ich klopfte an, wartete auf eine Reaktion von ihm, falls er denn überhaupt da war.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 17:47

    Rhys


    Ich öffne die Augen als mich ein Klopfen weckt, luge an die Uhr.
    Shit. Noch ein bisschen mehr als eine halbe Stunde bis zur Party! Ich war doch tatsächlich eingepennt.
    Ich setze mich, dann stehe ich auf. Mein Kater macht mir noch immer zu schaffen. Dämliches Haustier.
    „Wer …“ Ich reibe mir die Augen, dann lasse ich ab. Mann ich muss beschissen aussehen. Collin schaut mich an, seine Sportsachen in meiner Hand.
    „Danke.“ Ich nehme sie ihm ab, schaue ihn noch kurz an, versuche, meinen Blick nicht allzu viel davon verraten zu lassen, was ich im Moment fühle. Dann fahre ich mir mit der Hand durchs Haar. Verdammt, bin ich müde. Und mir fällt wieder ein wie er sich hinter mir angefühlt hat. So weich und warm, und doch so kräftig. Ja, er hat sich angefühlt wie ein Junge, nicht wie ein Mädchen. Und das war hauptsächlich das, was mir so gefallen hatte.
    Und bei dem Kuss auch. Er war weich gewesen, aber … es war dennoch etwas anderes. Etwas so vollkommen anderes.
    Beinahe will ich ihn fragen ob er auch auf die Party kommt, aber das wäre gemein. Ich will nicht mit ihm abhängen, und ich darf auch nicht. Und sonst hat er keine Freunde. Keine Freunde, haha. Als würde ich mich als seinen Freund bezeichnen können. Jedenfalls: Er würde völlig blöd allein dastehen.
    „Danke“ nuschle ich noch einmal, dann geh ich zurück in mein Zimmer und schließe leise die Tür. Schlag sie ihm buchstäblich vor der Nase zu, wenn auch sanft. Und ich fasse einen Beschluss: An dem Leben das ich führe sollte er nicht teilhaben. Er hat etwas weit besseres verdient.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 19:15

    Collin

    Wortlos wandte ich mich von der Tür hab - was hatte ich auch erwartet? Dass er mich reinbitten würde? Mit mir reden wollte? Nein, dass würde der Wolf nicht machen. Er würde mit keinem reden, wie es mir die Katze schon gesagt hatte. Ich seufzte lautlos, ging in mein eigenes Zimmer.
    Schnell entledigte ich mich meine Sachen - bis auf Unterhose natürlich - und stellte mich vor meinen Schrank, der weit geöffnet war. Okay, das Motto war Beach-Party, was zog ich jetzt dazu an? Auf dem Plakat waren halbnackte Menschen zu sehen, aber ...
    Es klopfte an meiner Tür, irritiert sah ich zu ihr. Wer war denn .... Oh, vielleicht Mary?
    Ich ging zur Tür, öffnete sie und da traf mich auch schon ein Schwall klebriger Limonade. Was ...? Ich blinzelte, starrte auf die vermunte Gestalt. Okaaaay ... das war echt scheiße von dem Kerl. Ich wollte nach ihm packen, doch ich bekam nur den Eimer Limonade in die Hände, die Person verschwand. Stumm bedankte ich mich für den Eimer. Der Verbrecher hatte mir wenigstens ein Utensil dagelassen, damit ich seine Schweinerei aufwischen konnte. Wirklich sehr freundlich.
    Nachdem ich die Flüssigkeit von mir und dem Boden entfernt hatte, ging ich zurück zum Schrank - und wieder klopfte es. Grimmig riss ich die Tür auf, funkelte Mary zornig an. Sie ging einen Schritt zurück, fragte mich, was los sei, während ich murrend ebenfalls zurücktrat, damit sie hineinkommen konnte. Sie trug ein gelbes Sommerkleid, dass ihre grünen Augen und das leich rötliche Haar gut zur Geltung brachte. Sie sah wirklich toll aus, dass musste ich mir eingestehen. Doch leider reagierte mein Körper absolut gar nicht auf sie und das frustierte mich gerade noch mehr.
    "Was soll ich anziehen?", fragte ich sie, deutete auf meinen Haufen voller Klamotten. Ich wollte jetzt nicht freundlich sein, auch, wenn ich es hätte sein sollen.
    "Lief es nicht gut mit Rhys?"
    Ich knurrte zur Antwort, sie lies das Thema fallen, suchte mir schnell ein legeres Hemd auf, dass sie mir riet, halb offen zu tragen - bis zum Bauch offen, dann ein, zwei Knöpfe geschlossen - und gab mir noch eine Badehose in schwarz. "Damit wirst du alle Blicke auf dich ziehen!", sagte sie lächelnd, setzte sich auf mein Bett, wartete, dass ich mich anzog.
    Bitter dachte ich, dass ich die Blicke auch schon so sicher auf mich hätte. Keiner mochte mich, also ... warum eigentlich zur Party? Doch da glitt mein Blick wieder zu Mary, die fröhlich auf mein Bett saß und sich darauf freute mit mir dort zu sein. Gut, Collin, tu es für sie, schließlich hast du jetzt hier auf der Schule eine Freundin gefunden.
    Also zog ich mir schnell die Sachen an und ging mit Mary ein paar Minuten später zur Party hinunter in den Keller. Sie sagte mir auf dem Weg dahin, dass es gut ist, dass wir später kommen, weil gleich am Anfang die Feier noch sehr lahm wäre und wir jetzt erst den guten Alkohol abbekommen würden, anstatt, wie am Anfang, den schlechten, den alle los werden wollen.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 19:41

    Rhys


    Ich trete in den Keller und eine Wärmewelle überrollt mich. Lieber würde ich jetzt wieder gehen, der Abend wird in einem Desaster enden, das weiß ich jetzt schon. Von den Schnapsleichen mal abgesehen.
    Leise murrend gehe ich an den Leuten vorbei, schlängle mich durch bis zur Bar. Dort schnappe ich mir ein kaltes Bier und trinke es zügig bis zur Hälfte aus. Hurra, auch noch auf nüchternen Magen. Wie so oft. Ist mir aber egal. Der Kater ist wie gesagt noch immer da, da kann er ruhig noch ein bisschen Gesellschaft bekommen.
    Abermals kämpfe ich mich durch die Masse aus leicht schwitzenden Körpern. Oh Mann. Bin ich echt fast der einzige Kerl der oberkörperfrei hier rumrennt? Die anderen haben wenigstens noch Hemden an. Dass ich mich auch immer so präsentieren muss … aber die Mädchen sind auch nicht besser. Manche Bikinioberteile … mannomann warum haben die überhaupt noch was an?
    Vielleicht fühle ich mich auch zu wohl in meiner Haut. Kann ich eigentlich auch – ich habe Bauchmuskeln, und mein Bizeps kann sich auch sehen lassen. Es ist nicht überladen, aber es sieht gut aus. Meine Brust ist haarlos – und ich hoffe echt dass das weitestgehend so bleibt. Nur mein Rücken … mein Rücken ist manchmal das Problem. Dort zieht sich eine große Narbe vom linken Schulterblatt über die Wirbelsäule bis zur rechten Seite der Taille. Autounfall, vor zwei Jahren. Ich habe überlebt. Nur ich.
    Ich spüre den schüchternen Blick von manchen Mädchen in meinem Rücken, die mit meiner nackten Haut in Berührung kamen. Gratulation, ihr braucht euch nie wieder waschen. Haha.
    Mit meinem Bier lehne ich mich an eine freie Wand, die Füße überkreuzt, und beobachte das Treiben. Am liebsten würde ich eine Sonnenbrille aufsetzen. Und die Augen schließen.
    Aber ich glaube dann käme ich zu merkwürdig rüber.
    Und dann mache ich den mir vertrauten Haarschopf aus. Collin ist doch hier? Mir bleibt fast das Bier im Hals stecken. Und mit wem ist er da unterwegs? Mit Mary. Wie gestern auch schon.
    Okay – läuft da was?
    Meine Hand umklammert die Bierflasche, und ich zwinge mich, mich wieder zu entspannen. Komm schon Rhys, lass gut sein. Du willst doch dass er sich für andere interessiert. Mary ist okay – für deinen Geschmack zu süß und zu lieb und du würdest ihr echt nie die Unschuld rauben weil sie es nicht verdient hat. Aber jemand wie Collin, und jemand wie Mary für ihn … ja das könnte passen.
    Ich lächle traurig, dann setze ich die Bierflasche wieder an. Ein Schluck ist noch drin, welchen ich austrinke. Okay, schon alle. Zeit für Nachschub.
    Abermals gehe ich durch die Menge und überlege schon, ob ich doch noch einmal zurück in mein Zimmer gehe und ein Hemd anziehe, als ich mit meinem Arm einen anderen streiche. Es scheint einen kleinen elektrischen Schlag zu geben, ich kann die feinen weichen Härchen spüren. Ich brauche nicht nach links zu sehen um zu wissen dass es Col war, den ich da berührt habe.
    Es ist ein komisches Gefühl, es war noch nie so. Ich kenne das gar nicht. Nicht in dieser Form. Die Mädchen die ich hatte, wollte ich haben, aber wie schon gesagt: Nur für eine Nacht, oder einen kurzen Zeitraum. Sie ausprobieren, sie kosten, und dann wieder gehen lassen.
    Aber bei Collin?
    Ihn begehre ich, glaube ich, und das ist verdammt gefährlich – nicht für mich, sondern für ihn.



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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 20:04

    Collin

    Mary hat gemeint, dass sie uns zwei Plätze am "Strand" - ein Planschbecken, ein Sandkasten und ein paar Plastikpalmen - suchen wollte, während ich ein paar Cocktails für uns holen sollte. Ich hatte mich, während ich durch die Masse ging, für ein Bier entschieden und suchte gerade mit den Augen nach einem Cocktail für Mary, als ich einen kleinen elektrischen Schlag merkte, nachdem mich jemand am Arm berührte. (Ich hatte meine Hemdärmel bis zu den Ellenbogen hochgekrempelt.) Mein Blick glitt zu der Person neben mir und ich erkenne Rhys - ohne Hemd. Ich ließ nur kurz mein Blick über ihn gleiten, ehe ich mich wieder der Bar widmete, mir ein Bier nahm, Mary irgendeinen grünen Cocktail und ging.
    Was sollte ich ihm auch sagen? "Oh, hallo Rhys! Toller Oberkörper! Würde dich gerne küssen! Was? Natürlich hier vor allen Leuten, damit es alle sehen können und ich noch mehr gemoppt werde!" Mit wütendem Blick kehre ich nun zurück zu Mary, ließ mich neben ihr nieder auf einem klapprigen Stuhl und trank aus meinem Bier.

    Es verging eine Weile und irgendwann, war es so eng, dass sich Mary auf mein Schoß gesetzt hatte. Wir redeten ein bisschen dummes Zeug - dass wir wirklich in der Karibik wären, das alle anderen Pinguine sind ... - bis sie irgendwann fast einschlief. Ich wollte meine kleine Katze ins Bett bringen, doch sie fauchte mich lallend an. Sie sei schon groß und könne alleine in ihr Zimmer finden. Und das wollte sie mir jetzt auch beweisen, in dem sie aufstand und aus dem Keller ging. Einfach so. Ich lachte leise, trank mein zigstes Bier und spürte kaum noch mehr die Wirkung des Alkohols, außer eben, dass sich alles leicht und wunderbar anfühlte, trotz dieser unterschwelliger Wut in mir.
    Als ich gerade aufstehen wollte, das mittlerweile leere Bier umtauschen wollte, hielt mich eine Hand zurück. Ich blickte hoch, sah blondes, wellendes Haar und einen sinnlichen Mund. Es war Jenny, was ich an den Augen und der Stimme erkannte. Ansonsten hätte ich gedacht, dass irgendeine Wassernixe gerade mir eine neue Flasche hinhielt. Sie nahm, ohne zu Fragen, den Platz meiner kleinen Katze ein, wie eine Schlange, die ihre Beute zu festigen wusste, und legte einen Arm um meinen Nacken. Was sie sagte oder von mir wollte, verstand ich nicht, bekam einfach nichts genaues mit, bis ich ihre Lippen auf die meinen spürte. Sie fühlten sich weich, feucht und klebrig an. Ganz und gar nicht so, wie die von dem Wolf. Und ich ärgerte mich, dass ich ausgerechnet jetzt an ihn dachte. Er sollte fort aus meine Gedanken! Hier war ein Mädchen, dass mich küsste und ich sollte an sie denken, anstatt an jemand anderem!
    Meine Arme glitten um ihren Körper, strichen sanft über ihren stofffreien Rücken - sie trug nur eine kurze Hose und einen Bikinioberteil.
    Unsere Münder lösten sich, dann beugte sie sich zu meinem Ohr vor und da verstand ich erst ihre Worte mit dieser sinnlich, erotischen Stimme: "Lass uns hoch gehen in dein Zimmer." Und dem folgten die Taten. Wir verließen die Party.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 20:29

    Rhys


    Nummer sieben.
    Hach, das Leben ist so toll.
    Versuche ich mir jedenfalls einzureden, geht aber nicht.
    Nein, gar nichts ist toll. Ich werde von Mädchen angequatscht, etlichen, aber ich weise sie alle ab. Irgendwann kommen sogar eine Brünette und eine Rothaarige zu mir und bieten mir einen Dreier an. Unter Umständen hätte ich eingewilligt. Aber heute … keine Lust.
    Einfach nur trinken. Hunde sind nicht die besten Freunde der Menschen – nein, das ist der Alkohol. Zumindest von so kaputten Menschen wie mir.
    „Noch keine abgeschleppt heute?“
    Na toll. Pete, ein Kumpel von Jenny. Ein Schleimer und Aufreißer und Macho und … eigentlich alles Negative.
    Ich ignoriere seine Stimme, bis er mich fragt „Oder willst du lieber mich abschleppen? Du stehst doch auf Schwänze oder?“
    Ich grinse und gebe Kontra. Böses Kontra.
    „Aber nicht auf so kleine wie deinen.“
    Und damit habe ich Recht. Ich hatte ihn mal nackt in der Dusche gesehen und bisher nie etwas gesagt. Aber jetzt … ja, jetzt wissen es alle die neben uns stehen. Und sie lachen. Puh, grade so noch gutgegangen. Aber jetzt habe ich noch einen Feind. Einen potenziellen Feind.
    Pete verzieht sich, aber ich bin mir sicher: Das wird noch ein böses Nachspiel haben.
    Seufzend überfliege ich die Party. Ein paar Leute weniger sind es, die sind sicher alle woanders und tun was auch immer. Oder sie übergeben sich. Ja, das wird es wohl eher sein.
    Ich befinde dass ich erst einmal etwas anderes trinken muss um wach zu bleiben – und schnappe mir eine Flasche Wodka und eine Dose EnergyDrink. Gerade setze ich den EnergyDrink an und will Wodka hinterherkippen, da spucke ich das Zeug fast wieder aus.
    Was sehen meine Augen da? Collin, der hinter einer langen blonden Mähne hinterherläuft? Jenny?
    Okay, das wird mir jetzt eindeutig zu bunt. Mit einem lauten Geräusch knalle ich die Wodkaflasche auf die Bar, einige drehen sich zu mir um, aber das ist mir so was von egal. Er darf ja gern Spaß haben, aber nicht mit ihr. Nicht, verdammt noch mal, mit ihr. Mary wäre ok. Ehrlich. Aber Jenny? Nein, hat er denn keine Ahnung dass sie ihm ihr Gift injiziert wie eine Kobra und ihn dann verschlingt, nur aus Lust an der Freude?
    Okay sehr dramatisch formuliert aber es ist so – Jenny ist eine Schlange, die weiß wie schön und attraktiv sie ist, und das ist ihr Gift.
    Verdammt.
    Wenn er sich nicht vor sich selbst beschützen kann, werde ich es tun. Und wenn diese blonde Schnepfe ein Kerl wäre würde ich sie windelweich prügeln.
    Ich folge den beiden mit genug Abstand, nur um zu wissen dass sie es wirklich ist. Und weil ich neugierig bin was sie tun wird. Fass ihn auch nur einmal an, und ich werde … richtig sauer.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 20:41

    Collin

    Irgendwann - ich wusste nicht ob es wirklich mein Zimmer war, eigentlich war es mir auch total schnuppe im Moment - hielten wir vor einer Tür an. Sie lehnte sich an die Tür mit dem Rücken, zog mich zu sich, küsste mich wild. Ihre Händen waren erst um meinen Nacken geschlungen, dann glitten sie über meine Brust, hin zu meiner Hose. Sie stöhnte, krallte sich fest, presste ihre Lippen fest auf meine. Und ich? Ich erwiderte das ganze Spiel, nur, dass meine Hände um ihre Hüften blieben. Ich wollte den Wolf aus meinen Gedanken verbannen und das konnte ich jetzt nur, wenn ich Jenny küsste. Der Alkohol hatte schließlich nicht geholfen.
    Die Tür gab hinter uns nach, wir torkelten ins Zimmer hinein. Dort drehte sie mich, warf mich aufs Bett. (Ich hatte mich nicht gewährt, daher schaffte sie es so leicht.) Sie grinste mich breit an, fasste ihre Haare zusammen, ließ sie jetzt nur noch über ihre rechte Schulter fallen. "So, du dachtest also, dass du mir Rhys wegnehmen kannst wie? Du meinst wohl, dass du Recht auf seinen Schwanz hast? Vergiss es, Schätzchen. Er ist meins", hörte ich sie sagen, während sie auf mich zu kam. Die Tür war noch leicht geöffnet, woher sie von hinten angestrahlt wurde von dem Flurlicht. Ich fande, sie sah aus wie eine Lichtgöttin. Einfach nur wunderschön. Doch nach kurzer Zeit, als sie weiterhin grinsend auf mich zu ging, ihre Hände auf meinen Bauch legte, nahm ich erst den Sinn ihrer Worte war.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 21:11

    Rhys


    Suchend blicke ich mich im Flur um, irgendwie habe ich die beiden verloren. Sie gingen um die Ecke, und dann waren sie weg.
    Wahrscheinlich sind sie schon in Collins Zimmer.
    Mit schnellen Schritten gehe ich dorthin, reiße die Tür auf. … Nope, da sind sie nicht.
    Scheiße, wo … doch nicht etwa in den Duschen?
    Nein. Ich weiß es. Ja, ich weiß es ganz genau.
    Ich gehe zurück und öffne die Tür. Ich reiße sie nicht auf, ich schreie auch nicht los. Ich öffne sie einfach nur.
    Da steht sie, vor ihm, Collin liegt auf dem Bett, das Hemd offen. Die Haare fallen ihm wild in die Stirn, sein Gesicht ist leicht gerötet. Vor Hitze? Vor Erregung? Vom Alkohol?
    Und Jenny? Sie kniet über ihm, über seinem rechten Oberschenkel. Ihr linkes Knie streift fast seinen Unterleib. Und ihre Hände … eine liegt auf seiner nackten Brust, die andere auf seinem Bauch, wandert langsam weiter nach unten, streichelt ihn …
    Sie blickt über die Schulter, sieht mich, lächelt und beugt sich zu ihm hinunter. Küsst ihn. Und er … macht mit.
    Ich warte ab. Collin wehrt sich nicht. Hat er mich denn überhaupt schon wahrgenommen?
    Ist mir scheißegal. Es scheint ihm zu gefallen, und das macht mich so wahnsinnig wütend. Es darf ihm nicht gefallen. Nicht mit ihr.
    Sie lässt nach einer schieren Ewigkeit von ihm ab, sieht mich noch einmal ab, leckt sich über die Lippen.
    „Raus.“ Meine Stimme ist leise, beinahe heiser. Ich bebe vor Wut. Mein Kiefer knirscht, so stark presse ich ihn zusammen.
    „Nein. Ich …“
    „Raus, verdammt nochmal!“ Diesmal schreie ich, ich brülle regelrecht, und Collin erschrickt heftig. Wow, das muss die halbe Schule gehört haben. Und ich lasse meiner Wut freien Lauf. Ich gehe zu ihr, packe sie am Oberarm. Ist mir scheißegal dass ich der zarten Jenny damit blaue Flecken zufüge, und dass ich ihr wehtue. Selbst Schuld. Drastische Situationen erfordern drastische Maßnahmen. „Du fasst ihn nicht nochmal an, du verfluchtes Miststück!“ Ich werfe sie direkt aus meinem Zimmer. Sie stolpert auf den Gang hinaus, sieht mich an, reibt ihren Oberam.
    „Das wirst du mir büßen!“, zischt sie. „Du kannst nicht ewig auf ihn aufpassen!“ Dann reckt sie das Kinn in die Luft. „Ah, du bist eifersüchtig, hm? Es hat ihm gefallen, und das weißt du. Ich habe ihm gefallen!“
    „Verpiss dich!“ Sie zuckt zusammen, als ich einen Schritt auf sie zu mache, dann sucht sie endlich das Weite.
    Mit noch immer vor Wut bebenden Schultern drehe ich mich zu Collin um. Ich habe ihm den Spaß verdorben, aber das tut mir nicht leid. Nicht im Geringsten.
    Am liebsten würde ich ihm zeigen dass ich so viel besser bin als Jenny.
    Aber … bin ich das denn wirklich?



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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 21:22

    Collin

    Ich war etwas erschrocken, dass Rhys im Zimmer war, dann, dass er auf einmal losbrüllte. Langsam setzte ich mich auf, knöpfte mein Hemd zu, stand vom Bett auf. Erst da realisierte ich, dass Jenny und ich nicht in meinem Zimmer waren, sondern in dem, des Wolfes. Als ich so im Zimmer stand, musterte ich ihn, wie er gerade Jenny anbrüllte. Warum reagierte er so? Ah, stimmt. Er mochte es ja nicht, wenn sie in seiner Nähe war. Und da war es nur logisch, dass er es auch nicht mochte, wenn sie in seinem Zimmer war.
    Die Narbe auf seinem Rücken bemerkte ich natürlich auch, grübelte kurz darüber nach, weswegen er sie wohl hatte, doch schnell scheuhcte ich diese Gedanken fort. Es sollte mich nicht interessieren. Er sollte mich nicht interessieren.
    Ich wollte gerade zur Tür gehen, da schließt Rhys die Tür, dreht sich zu mir um. In seinem Blick kann ich Wut und Zorn erkennen, doch ich reagierte nicht drauf. "Sorry, dass wir hier gelandet sind. Kommt nicht wieder vor", sage ich mit einem gleichgültigen Ton, weil es mir auch gleichgültig war. Ich würde gleich aus dem Zimmer sein, Jenny eventuell wieder aufsuchen oder zurück zur Party unten gehen, weiter mich dem Bier hingeben.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 21:26

    Rhys


    Ich lehne mich an die Tür, versperre ihm den Weg. Er ist betrunken, so wie er schwankt.
    Meine Kehle brennt, ich bin nicht nüchtern, ich zittere am ganzen Leib. Die Wut ist immer noch in mir. So wahnsinnig heiß. Sie verzehrt mich beinahe.
    "Warum hast du sie geküsst?" Meine Stimme ist leise. Mein Herz .... tut weh. Ich weiß warum. Ich bin verletzt. Ich bin echt gekränkt. Wie konnte er sie küssen? Sie hat teilweise erreicht was sie wollte - und sie hat mich getroffen. Dort, wo mich noch nie jemand getroffen hat.
    In meiner Seele.
    "Sag schon." Ich flüstere fast nur noch. "Warum?" Scheiße, ich muss mich echt zusammenreißen ihn nicht anzubrüllen. Alkohol macht so verflixt aggressiv ...


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 21:32

    Collin

    "Weil sie angefangen hat ... und hey, hast du ihren Körper gesehen?", lachte ich, doch ich wusste, dass der zweite Teil eine Lüge war. Meine Hände hatten nur ihre Taille berührt, mehr nicht ... Ein anderer Junge wäre wohl mehr auf Erkundungstouren gegangen, als ich alte Jungfer.
    Meinen Blick wandte ich nicht von Rhys ab, beobachtete ihn weiterhin, wie er da an der Tür lehnt mit verschränkten Armen, den Blick leicht gesenkt. Shit. Warum muss er da so stehen? Warum fühl ich mich so schlecht, weil ich Jenny geküsst habe?
    Alter, vergiss ihn! Er spielt nur mit dir! Du hast eine Hammerbraut geküsst! Und wer weiß, vielleicht wartet sie noch draußen auf dich!, flüstert mir der Alkohol zu und ich würde ihm nur zu gerne glauben.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 21:40

    Rhys


    "Der Hammer, oder? Ihr Körper." Ich balle die Hände zu Fäusten, die Verletzung an meinen Knöcheln springt wieder auf.
    "Wie gehts deiner Hand?", frage ich weiter. "Die hat ja wahrscheinlich nicht mehr wehgetan, so wie das aussah. Wie alt bist du, Collin? Sechzehn? Ja, oder? Ich ... bin ja selbst nicht viel älter. Und ich bin der letzte der dir Ratschläge geben sollte. Aber nicht Jenny ... bitte."
    Ich sehe ihn an, dann seufze ich. Langsam verfliegt die Wut. Sie verfliegt und hinterlässt nur Traurigkeit. Was hatte ich denn erwartet? Dass er sich entschuldigt, mich umrennt, mich küsst? Mich berührt, statt sie?
    "Ja, ich weiß. Ist ja gut." Ich trete von der Tür weg, gehe an ihm vorbei. "Lauf ihr hinterher. Vielleicht holst du sie ja noch ein. Der Sex mit ihr soll toll sein. Vor allem wenn man betrunken ist."


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 21:49

    Collin

    Ich beobachte Rhys, während er mit mir spricht. Nichts ist mehr da von der Wut, die ich vorhin noch sehen konnte. Nichts von dem wilden, dass mich heute morgen so schockiert hatte. Er wirkte verletzlich, einsam, traurig. War ich daran schuld? Konnte ich wirklich ...
    Lass ihn links liegen! Er will dir nur ein schlechtes Gewissen machen! Los, nimm die Chance und such diese geile Frau! Sie will dich, Mann!, singt der Alkohol wieder in seinem sinnlichen Ton, doch ich ignoriere ihn diesmal, drehe mich zu Rhys um, der sich auf sein Bett gesetzt hatte.
    "Warum ist es dir so wichtig, dass ich nicht mit ihr schlafe? Es kann dir doch egal sein ...", beginne ich, bleibe weiterhin mitten im Zimmer stehen, schau auf ihn herab. Ich will das nicht. Ich will nicht auf ihn herab sehen, sondern mit ihm auf einer Stufe stehn, doch das geht nicht. Ich kann mich nicht zu ihm setzen ... Es wäre falsch. Oder?


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 22:00

    Rhys


    Verdammt was mache ich denn hier?
    Ich sollte zurück zur Party und weitertrinken. Trinken, trinken, trinken.
    Und dann?
    Vielleicht sollte ich doch zu Jenny gehen. Ihr geben was sie will. Vielleicht lässt sie mich dann in Ruhe. Doch auch wenn ich es tun würde – ich weiß es würde sie nicht zufrieden machen. Nicht jetzt, da sie mein Blut gekostet hat.
    Nicht jetzt, da sie ihn gekostet hat.
    „Warum es mir wichtig ist? Tja …“ Ich sehe zu ihm auf, sehe ihn, wie ich damals war. Damals … es ist so verdammt lang her. „Du hast etwas Besseres verdient. Damit meine ich jetzt nicht mich. Ich … wieso nicht Mary? Sie ist umso viel besser als Jenny. Klar, sie lässt sich wahrscheinlich nicht gleich heute flach legen, aber morgen würdest du es bereuen. Du wirst es bereuen, glaub mir.“ Ich versuche, ihn anzulächeln, doch es geht nicht. Ich kann nicht lächeln. Ich kann einfach nicht.
    „Weißt du Collin, du hast mir vorhin … als du das mit ihr getan hast … also da hab ich meine Antwort bekommen. Du stehst nicht auf mich. Ist okay. Wir sind quitt. Ich habe meine Antwort. Mehr … wollte ich nicht.“ Ich lecke mir über die Lippen, schließe ganz kurz die Augen. Ich schmecke ihn noch immer. Leise seufze ich. Nur noch einmal … ich würde gern noch einmal von ihm kosten.



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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 22:13

    Collin

    Irritiert und leicht schockiert schau ich ihn an. Hatte ich mich etwa gerade verhört? Mary? Ich könnte nie ... Nie im leben mit meiner kleinen Katze ... Ich schüttelte ungläubig den Kopf, haderte mit mir, was ich tun sollte. Zu ihm gehen? Das Zimmer verlassen?
    "Ich werde nie mit Mary schlafen. Schlag dir das aus dem Kopf", werf ich Rhys an den Kopf, verschränkte meine Arme vor der Brust. "Sie ist eine Freundin, aber keine, die ich vögeln will."
    Und dann ... dann wirft er mich komplett aus der Bahn. Mit nur einem Satz. Ich steh nicht auf ihn, habe ihm die Antwort gegeben. Welche Antwort? Worauf? Ich weiß doch selbst nicht einmal, ob ich auf ihn stehe! Ich weiß nur, dass mein Körper nicht gerade normal auf ihn reagiert und er überhaupt gar nicht auf Mädchen reagiert. Jedenfalls auf keiner hier von der Schule. Und hier übernahm der Alkohol die Kontrolle über mich. Warf noch einmal alles in mir um, mischte die Karten neu, wählte neue Spieler aus.
    Ich geh auf Rhys zu, drück ihn nieder aufs Bett, schau ihm kurz in die Augen, als ich mich über ihn beugte. Meine linkes Bein war zwischen seinen, mein rechtes neben seinem Oberschenkel. Ich spürte seine warme Haut, roch seinen Eigenduft, wurde davon eingehült.
    In seinem Blick flackerte kurz Erschrockenheit auf, ansonsten konnte ich nichts anderes lesen außer diese Traurigkeit die schon in seiner Stimme mitgeschwungen war. Shit. Dieser Kerl brachte mich um den Verstand.
    Ich legte meine Lippen auf seine, kurz und bündig. Es war nicht so gefühlvoll wie bei Jenny, aber auch nicht so rabiat wie heute morgen, als er mich geküsst hatte. Schnell trennten sich unsere Lippen, keuchend, sah ich ihm wieder in die Augen. "Halt die Klappe, du Arsch! Du weißt absolut gar nichts über mich. Besonders nicht auf wen ich stehe und auf wen nicht." Weil ich es ja selbst nicht einmal wusste! Und da legten sich wieder meine Lippen auf seine ...


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 22:29

    Rhys


    Heilige Scheiße, was tut er denn da?
    Collin kommt auf mich zu, sieht mir fest in die Augen, diesmal ohne jede Furcht, drückt mich aufs Bett, sein Knie liegt zwischen meinen Beinen. Ich kann sein Gewicht spüren – nicht besonders leicht, aber auch nicht schwer. Jedoch bestimmt. Er drückt mich aufs Bett und küsst mich. Als müsse er mir irgendetwas beweisen.
    Ich kann durch diese Geste zwar immer noch nicht sagen, ob er auf mich steht oder mir einfach nur eine Lektion erteilen will, aber ich weiß zwei Dinge: Erstens es gefällt mir und Zweitens, ich will nicht dass er aufhört.
    Als seine Lippen von mir ablassen und er mir das Wort „Arsch“ an den Kopf wirft, denke ich schon er erhebt sich und geht aus dem Zimmer. Aber nein: Er tut das gleiche wie gerade eben, nur mit einem Hauch mehr Gefühl.
    Und ich ergreife die Initiative. Ich werde ihn weder gehen lassen noch ihn rauswerfen. Nicht heute Nacht.
    Nicht bevor ich wenigstens weiß was bei mir Fakt ist.
    Dabei weiß ich es doch schon, oder nicht?
    Ich will ihn. Nicht unbedingt Sex, das meine ich nicht. Nicht vordergründig zumindest. Ich will … ja, was?
    Ihn zum Beispiel lächeln sehen. Ihn lachen hören. Es wäre etwas besonderes, glaube ich. Scheiße er musste in den anderthalb Tagen die er hier war so viel durchmachen. Und jetzt ist er in so einer Situation …
    Als er sich wieder von mir lösen will, fasse ich in seinen Nacken, ziehe ihn mehr zu mir herunter. Meine Hand gleitet unter sein Hemd, schiebt es nach oben, streichelt die Haut auf seinem Rücken. Er ist ganz heiß, und ich würde diese Wärme gern am ganzen Körper spüren.
    Ob ich es wage?
    Hm, er schmeckt nach Bier. Wahrscheinlich genau wie ich. Aber es stört mich nicht. Die Mädchen die ich immer geküsst habe schmeckten nie nach Bier. Sie schmeckten süß. Er schmeckt herb. Und das gefällt mir.
    Ich öffne meinen Mund ein wenig und streiche mit der Zungenspitze zart und vorsichtig über die weiche Unterlippe. Ich will den vermasselten ersten Kuss den ich ihm heute früh gestohlen habe gern wiedergutmachen.
    Ich hoffe, er stößt mich nicht weg … obwohl er das gute Recht dazu hätte.
    Ich lasse ein leises, kurzes, kleines erotisches Stöhnen meiner Kehle entweichen – und hoffe dass ihn das davon abhält, sich von mir zu lösen ...



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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 22:49

    Collin

    Als er den Kuss erwidert - und Gott, wie er das tut! - weiß ich nicht mehr wo oben und unten ist. Es fühlt sich einfach nur wunderbar an. Sein Geschmack auf meiner Zunge mit der leichten Biernote, seine Hände auf meinem Rücken, sein Körper unter meinem ... Jetzt weiß ich, dass ich nirgends anders sein will, außer hier.
    Da ich mich mit der nicht verletzten Hand abstützen muss, nehm ich die andere und berühre leicht seine Wange, dann seinen Hals. Wie himlisch warm er sich anfühlt, geht es mir durch den Kopf. Und ich denke an die gestrige Nacht zurück, als ich neben ihm lag, eng aneinander gepresst ... In mir keimt der Wunsch auf, wieder so die Nacht einzuschlafen, doch ob das auch was werden würde? Wir hatten zu viel getrunken ... wer wusste schon, ob morgen nicht wie heute werden würde?
    Ich löse mich von ihm, bin aber immer noch über ihn gebeugt, schau ihm in die Augen. Mein Blick glitt kurz zu seinen Lippen, die leicht rot waren und glänzten. Er leckte sich mit der Zunge darüber. Als ich ihn wieder direkt anschaue, lächele ich leicht. Mir geht gerade nichts durch den Kopf, außer, dass ich glücklich bin und er wunderschön ist.

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 23:01

    Rhys


    Hm? Warum hört er denn auf?
    Und … was schaut er mich so geheimnisvoll an? Sein Blick ist jetzt nicht mehr ganz so hart, eher ein wenig weicher.
    Sehnsüchtig blicke ich auf seine Lippen. Komm her Kleiner … ich will dich nochmal spüren.
    Ich beuge mich ihm ein wenig entgegen, stupse mit der Nase gegen seine, streiche an ihr entlang. Meine Lippen berühren seine nur kurz, sie streifen sie, und wieder stöhne ich leise auf. Und ich fühle eindeutig wie sich etwas in meiner Hose bemerkbar macht. Vor allem weil ich mir der Gefahr durch sein Knie bewusst bin. Er könnte mir alles zurückzahlen, es anheben und … aber er tut es nicht. Er ist nett zu mir, und das ehrt ihn.
    Kann er meine Wange und meinen Hals nochmal berühren? So wie eben?
    Meine Hand schleicht in der Zwischenzeit weiter nach oben, streift über sein Schulterblatt, erkundet. Sie ertastet nur glatte, makellose Haut.
    „Schlaf heute hier“, höre ich mich selbst leise sagen. Ich weiß, wie dumm das klingt. Nicht schon wieder. Schon wieder bin ich angetrunken, und schon wieder sollen wir die Nacht zusammen verbringen? Aber warum nicht? Letzte Nacht habe ich so wundervoll geschlafen weil ich seinen Körper spürte … ich hätte das auch gern diesmal wieder.
    Ich knabbere ein wenig an seiner Unterlippe. „Ich bin friedlich, versprochen“ knurre ich leise. Dabei würde ich etwas anderes jetzt viel lieber tun … aber mit ihm will ich mir Zeit lassen. Ich will nichts überstürzen, ihn näher kennen lernen. Er soll sich an mich gewöhnen.
    Außerdem muss ich darüber … nochmal in nüchternem Zustand nachdenken. Ich habe mich doch nicht etwa verliebt?


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 23:15

    Collin

    Ich schließe kurz meine Augen, gebe mich den Berührungen und dem Gefühl hin. Doch als ich seine Bitte hörte, lächelte ich leicht, öffnete wieder meine Augen, schaute ihn direkt an. "Ich habe gehört, dass man gefressen wird, sobald man dem Wolf traut ... Auch, wenn er einem verspricht friedlich zu sein."
    Und dennoch murmele ich ein "Mach mal Platz" und lass mich neben ihn nieder. Wir lagen genau so, wie letzte Nacht. Sein Kopf auf mein Arm, der andere lag von mir um seine Körpermitte. Doch kurz und ängstlich glitt mein Blick zur Tür. Auch, wenn ich Alkohol intus hatte, konnte ich einiges von mir nicht ablegen. Was ist, wenn ... Ich wollte nicht, dass Rhys für irgendwas leiden müsste, was er wegen mir unbeliebtes Kaninchen erleiden müsste. Selbst Wölfe waren nicht immer stark.
    Aber schnell wollte ich von diesen Gedanken los kommen, bettete sanft mein Gesicht an seiner Halsbeuge, küsste dort seine weiche Haut. Ich schmeckte jetzt nur ihn, spürte, wie begehren durch mein Körper flammte. Sanft erkundete meine Hand seinen Oberkörper, malte kleine Kreise darauf. Er fühlte sich einfach so wunderbar an ...

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Di 29 Mai 2012, 23:29

    Rhys


    „Auch Wölfe müssen mal schlafen“ flüstere ich und schließe die Augen. „Keine Bange – hier kommt niemand rein. Die wissen dass ich fast immer … naja … Besuch habe wenn ich auf Partys war. Und … aber … naja wie dem auch sei, hier kommt niemand rein. Und wenn dann sind sie so besoffen, das wissen die morgen nicht mehr.“
    Und du? Wirst du es morgen noch wissen? Und wie wirst du dann reagieren?
    Und noch viel schlimmer: Wie werde ich reagieren?
    Ich fühle wie er meinen Hals küsst, und eine Gänsehaut überfällt mich, lässt mich leicht erbeben. Wow, schon allein zu wissen dass es der Mund einer männlichen Person ist …
    „Oder willst du zurück zur Party?“ Könnte ja gut sein dass ich hier der einzige bin der müde ist. Oder nein – nicht wirklich müde. Dafür war es gerade zu gemütlich und gleichzeitig zu aufregend. Ich war nur benebelt und halb im Tran. Wieder schmiegen sich unsere Körper aneinander als wären sie füreinander gemacht. Es ist einfach nur toll.
    Ich lausche seinem Atem, spüre sein Haar welches mich leicht an Wange und Kinn kitzelt. Ob er die leichte Beule in meiner Hose schon bemerkt hat? Egal, einfach unbeachtet lassen. Sex kann so viel zerstören – wie auch diesen Moment hier. Und den will ich gerade ganz und gar nicht missen.
    Seine Hand kreist auf meinem Oberkörper, ganz leicht, versonnen.
    Ich drehe mich zu ihm, sodass sein Gesicht zwar noch an meinem Hals liegt, ich aber ein Bein über seines legen kann. Dann lege ich meinen Arm ebenfalls um seine Taille, die andere Hand schiebe ich unter seine Wange, streichle sie ein wenig. Ich ziehe ihn näher an mich. Dieser warme Körper … wundervoll.
    Das tollste ist dass er sich nicht wehrt. Als würde es ihm genauso gefallen wie mir.



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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 29 Mai 2012, 23:43

    Collin

    Ich konnte mir schon denken, was für ein Besuch er immer von Partys mit hatte ... Ich schau ihn an, frage das auch prompt. "Bin ich so ein Besuch für dich gerade?" Ein einfacher Quickie den du auf der Party aufgegabelt hast? Obwohl ich ja irgendwie ... freiwillig in die Höhle des ... Wolfes gekommen war.
    Auf seine Frage hin, ob ich zurück zur Party will, schüttel ich nur müde den Kopf. Ich hatte darauf nun wirklich keine Lust mehr. Was sollte ich da auch? Mary war in ihrem Zimmer, Rhys lag hier neben mir ... Das ich sehr genoss und ... unten war einfach niemand, der mich interessierte.
    Leicht gab ich mich seiner berührung an meiner Wange hin, schmiege mich enger an ihn, merke, wie mein Körper seine Wärme aufzieht. Da stellte sich mir die Frage: Soll ich wirklich hier die Nacht verbringen? Hier? Neben Rhys?
    "Wenn ich hier ... schlafen soll ... wäre es nett, wenn ich ... entweder auch mein Hemd ausziehen könnte oder du dir was anziehst. Ansonsten fände ich es ganz schön unfair ..."

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Mi 30 Mai 2012, 15:28

    Rhys


    „Nein“ antworte ich. „Du bist… anders. Also ich habe nicht vor … ähm …“ Ich drehe mich weg und löse mich aus seiner Umarmung, gehe zum Kleiderschrank und ziehe mir demonstrativ ein Shirt an. Hätte ich gesagt er könne sein Hemd ruhig ausziehen, hätte ich mir wahrscheinlich selbst widersprochen.
    Klar hätte ich gern seinen Körper erkundet, aber das war mir doch etwas zu früh. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob wir uns wirklich mögen, oder?
    Ich lege mich wieder aufs Bett, sehe ihn an. „Ich würde gern dich … also… kennst du die Löffelchen-Stellung? Da legt sich der eine hinter den anderen … tja also eigentlich so wie gestern, nur dass ich … hinten liegen will.“
    Okay. Jetzt ist es raus. Aber ob das so eine gute Idee ist? Ich werde keinen Körperkontakt scheuen, mich völlig an ihn schmiegen. Versuchen, jeden Zentimeter seines Körpers zu spüren. Und darauf wird meiner wohl reagieren.
    „Äh … vergiss es.“, stottere ich. Verflixt, wieso macht er mich nur so nervös? Meine Coolness sinkt völlig in den Null-Bereich.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Mi 30 Mai 2012, 17:31

    Collin

    Schmunzelnd beobachtete ich ihn ihn, fand es jedoch etwas ... traurig, dass er sich ein Shirt überzog, aber ... nun gut, vielleicht war es auch besser so. Jah, doch, das war es, entschied ich, als er sich wieder neben mich legte. Lieber nicht zu viel ...
    Ich lachte über seine Frage, ob ich die Löffelchen-Stellung kannte. Himmel, nur, weil ich in nichts was Zweisamkeit anging keine Erfahrung hatte, hieß das doch nicht, dass ich hinter dem Mond gelebt hatte! "Ich kenn die Stellung", meinte ich grinsend, musterte weiterhin beglückt wie er diesmal etwas scheu und schüchtern wurde. Nie hatte ich erlebt, dass mal so ein Wolf werden konnte. Sonst waren sie immer für ihre Erhabenheit bekannt, doch diesmal ... Dennoch konnte ich es nicht leugnen, dass es mir gefiel und ich es süß fand.
    "Kein Problem, wenn du das möchtest", sage ich und beuge mich leucht zu ihm vor, berühre seine Lippen mit meinen, ganz sanft, wie ein Hauch. "Dann sollte ich aber am Rand des Bettes liegen, meinst du nicht? Ich hab nämlich keine Lust dabei die Wand anzustarren ..."
    Alkohol, ich liebe dich dafür, dass du mich meiner Schüchternheit beraubst!

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Mi 30 Mai 2012, 17:57

    Rhys


    Seine Lippen sind wie ein Streicheln, und dann eröffnet er mir, dass er die Löffelchenstellung kennt und für gut befindet, aber außen liegen möchte.
    Okay, soll er haben.
    Ich lege meine Hand an seine rechte Schulter (von mir aus gesehen), drücke ihn nach unten, sodass er auf dem Rücken liegt. Dann beuge ich mich über ihm, hebe ein Bein, welches ich rechts neben ihm liegen habe. Jetzt liegt er unter mir, zwischen meinen Beinen, und ich sehe in sein Gesicht, welches doch ziemlich attraktiv ist. Irgendwie muss ich ja da rüber kommen …
    Ich erstarre kurz in meiner Bewegung – soll ich ihn jetzt küssen? Jetzt, wo er so schutzlos und ausgeliefert unter mir liegt? Am liebsten würde ich mich auf ihn legen, ihn spüren, ihm jegliche Luft zum Atmen mit meinem Körper und meiner Zunge in seinem Mund nehmen, ihn zum Keuchen und zum Nach-Luft-Schnappen bringen … aber ich glaube das würde ihn ein wenig erschrecken. Außerdem: Ich bin doch recht schwer …
    Etwas widerwillig sehe ich von diesem Vorhaben ab und ziehe mein linkes Bein nach, sodass er sich nun wegdrehen und ich mich hinter ihn legen kann. Dabei muss ich die ganze Zeit auf seinen Hintern starren. Scheiße. Echt keine gute Idee. Meine Männlichkeit regt sich, er hat einen schöneren Knackarsch als manche Mädchen aus der Schule … okay, dann werden die Hüften halt nicht so weit nach vorne geschoben.
    Ich kuschle mich an ihn, lege einen Arm um ihn, streichle mit der Nase seinen Nacken. Dann rutsch ich ein bisschen nach oben, befehle ihm den Kopf zu heben und schiebe meinen linken Arm darunter.
    Ja, so ist es gut. Alles toll. Ich seufze und schließe die Augen, genieße den Moment.


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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Mi 30 Mai 2012, 18:08

    Collin

    Ich hätte nicht damit gerechnet, dass er nichts tat, außer eben sich einfach nur auf die andere Seite zu legen. Als er so über mir war ... ich hätte zugerne meine Hand ausgestreckt, sie in seinen Nacken gelegt und ihn zu mir hinunter gezogen, um Rhys zu küssen. Doch hatte nichts dergleichen getan.
    Und jetzt lagen wir hier, eng aneinander geschmiegt, auf sein Bett. So wie gestern Abend auf meinem, nur, dass ich diesmal derjenige war, der den Kopf auf den Arm des anderen liegen hatte. Ich konnte seine wärme spüren, seinen Körper hinter meinen, sein warmen Atem auf meinem Nacken spüren. Ich bekam eine leichte Gänsehaut, legte meinen Arm auf den seinen, der um mich geschlungen war. Ich schmiege mich noch etwas enger an ihn, weiß, dass ich nicht von dieser Geborgenheit wegkomme. Langsam schließe ich die Augen, gebe mich ganz dem Augenblick hin. Es fühlt sich einfach gut an hier mit ihm zu liegen ... Obwohl ich mich doch eigentlich so fühlen sollte, wenn ein Mädchen neben mir wäre, oder?
    Und auf einmal denke ich an Mary, wie sie gestern die Herzen in ihr Heft gemalt hatte mit ihren und seinen Namen. Wie sie heute von mir erfahren hatte, dass mich Rhys geküsst hatte auf der Toilette, wir gestern Abend die Nacht verbracht hatten. Und nun liege ich wieder hier bei ihm, wieder hatten wir uns geküsst. Meine Kehle fühlte sich klamm an, mein Herz schwer. Es war ihr gegenüber falsch, auch, wenn sie gemeint hatte, dass es ihr nichts ausmachen würde.
    Da fielen mir die Worte von Rhys über Mary ein. Sie wäre zwar nicht heute gleich flachzulegen, aber bald. Ich schluckte trocken. Dachte er etwa, sie wäre ein leichtes Mädchen? Nein, dass war sie nicht! So schätzte ich sie nicht ein ... Und ich hoffte, er auch nicht. Jedoch konnte ich das jetzt nicht fragen, oder?

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    Re: Die Offenbarung (Sirene Blake & Vampirmaedchen)

    Beitrag von Tan am Mi 30 Mai 2012, 18:24

    Rhys


    Ich hebe meine Hand und spiele mit einer seiner Haarsträhnen, lasse sie durch meine Finger gleiten, zwirble sie, drehe sie zusammen.
    Collin ist ganz schweigsam. Schläft er etwa schon?
    Ich befehle meiner Körpermitte sich zusammenzureißen, und als sie gehorcht und er weniger hart ist, beinahe schon normal, schmiege ich mich enger an ihn, konzentriere mich, keine dummen Gedanken zu haben … und es klappt.
    Collin sagt noch immer nichts.
    „Du bist nicht mit Mary zusammen, oder?“ frage ich leise. „Nein, sorry, doofe Frage. Dann würdest du nicht mit mir so hier liegen, sondern mit ihr.“
    Die Luft anhaltend warte ich auf seine Antwort.



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