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    Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

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    Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

    Beitrag von Danwaith am Fr 18 Mai 2012, 10:03

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    Marc Elsberg
    BLACKOUT
    Morgen ist es zu spät
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    Informationen zum Buch:
    Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
    Verlag: Blanvalet
    ISBN-10: 3764504455
    Preis: 19,99€
    ´

    Kurzbeschreibung:
    Ist Fortschritt ein Rückschritt? - Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es bald nicht mehr. Der Countdown läuft ...

    An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

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    Eigene Meinung
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    Erster Satz: Wie ein verrückter riss Piero Manzaro das Lenkrad herum, während die Kühlerhaube seines Alfa unbeiirt auf den blassgrünen Wagen vor ihm zuglitt.

    Ich habe wirklich sehr sehr lange überlegt ob ich BLACKOUT lesen soll oder nicht. Von der Kurzbeschreibung her interessierte es mich doch sehr, allerdings gehört das Buch nicht gerade zu meinem bevorzugten Genres und noch dazu ist es mit 800 Seiten kein dünnes Buch. Nachdem ich dann doch beschlossen hatte dem Buch eine Chance zu geben, nahm ich an das ich doch einige Zeit zum durchlesen brauchen würde, denn sicher gäbe es sehr viele langatmge oder langweilig Stellen. Tja was soll ich sagen, in diesem Punkt habe ich mich gewaltig geirrt.

    Als Leser wird man genau in dem Moment ins Geschehen geworfen als der Strom wegfällt und die Ampeln ausfallen. Zudem lernt man auf den ersten 30 Seiten so viele verschiedene Leute kennen, wird auf so viele unterschiedliche Orte der Welt aufmerksam gemacht, das man im ersten Moment wirklich das Gefühl hat erschlagen zu werden. Nach und nach kristalisieren sich aber die wichtigsten Personen heraus und ab da ist es dann kein Problem mehr der Geschichte zu folgen. Auch unter den vielen Einrichtungen, Verbänden und Firmen kennt man nach einigen hundert Seiten die wichtigsten, es dauert halt alles nur eine Weile. Schließlich handelt es sich hier um ein 800 Seiten Buch.

    BLACKOUT ist erschreckend realistisch, was wahrscheinlich der langen Recherchearbeit des Autors zu verdanken ist. Seien wir doch einmal ehrlich, wer von uns hätte gedacht das durch einen Stromausfall so viele alltägliche Dinge wegfallen? Erst dann wird einem bewusst wie abhängig wir eigentlich vom Strom sind. Ich glaube ich werde einen Stromausfall nie mehr so gelassen nehmen können wie bisher. Das Buch hat mir während des lesens regelrecht Albträume beschert, denn man wird mit einem Horroszenario nach dem anderen konfrontiert. Wer Katastrophen Filme liebt, der wird auch BLACKOUT lieben.

    Unter den Charakteren gehört der Italiener Piero Manzaro eindeutig zu den wichtigsten. Er spielt eine tragende Rolle in der ganzen Geschichte und durch ihn bekommt man auch einen etwas anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse, denn vorrangig spielt das Buch in den ganzen Kommandozentralen, eben den Menschen die versuchen die Ordnung wieder herzustellen und noch größere Katastrophen zu verhindern. Manzaro jedoch gewährt einem auch einen direkt Blick darauf wie die Bevölkerung mit der ganzen Situation umgeht. Zusammen mit den gelegentlichen Einblicken in das denken der Gegenspieler, also der Verantwortlichen für dem Zusammenbruch der Stromversorgung, bekommt man einen guten rundum Blick.

    Die Charaktere sind wirklich sehr gut ausgearbeitet und wachsen einem schon nach kurzer Zeit ans Herz. Vor allem bei Bollard habe ich immer wieder mitgefiebert als es darum ging die Ursache zu suchen, seine Familie irgendwie zu versorgen oder seine Eltern in der Nähe des Atomkraftwerkes zu erreichen. Eine langatmige oder langweilige Stelle habe ich bei BLACKOUT umsonst vermutet, davon gibt es keine einzige. Es ist durchweg spannend und obwohl man durch die ganzen ungewohnten Informationen mit dem lesen langsamer voran kommt als sonst, kann man dennoch nicht aufhören zu lesen.

    -------------------------------------------------------------------------------------------------
    Fazit
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    BLACKOUT ist für mich das non plus ultra. Besser geht es nicht mehr! Obwohl mir das Buch wirklich keine schönen Träume beschert hat, würde ich es immer wieder lesen. Es hat sich aufjedenfall gelohnt. Marc Elsberg kann auf dieses Buch wirklich stolz sein.

    5/5 Sternen

    Vielen Dank an Blanvalet für das bereitstellen des Rezensionexemplares
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    Re: Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

    Beitrag von Deadwing am Fr 18 Mai 2012, 11:42

    Huhu! Very Happy

    Ich muss sagen, dass diese Rezesion mich gerade wirklich neugierig gemacht hat - bei dem Dystopie-Fieber, das momentan umgeht, habe ich mich nämlich schon das eine oder andere Mal gefragt, was wohl passieren würde, gäbe es plötzlich keinen Strom mehr. Und wie das in diesem Roman verpackt worden ist, klingt auch spannend...
    Hach, ich freu mich, wenn ich mit meiner BA-Arbeit durch bin, dann werde ich mir mal wieder ein, zwei Bücher kaufen. Herzchen
    Und ich denke, dieses kommt in die engere Auswahl. Very Happy Zumal es schön dick zu sein scheint. ^^

    Danke für die Vorstellung und liebe Grüße
    Merle :)
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    Re: Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

    Beitrag von Deadwing am Mi 02 Jan 2013, 02:31

    Soo, ich bin's wieder. ^^
    Inzwischen kenne ich den Roman und muss leider sagen, dass ich mir doch etwas mehr davon versprochen habe.

    Das Szenario insgesamt finde ich ziemlich interessant und es wird auch recht umfangreich dargestellt, was für Auswirkungen so ein kompletter Stromausfall haben könnte und was da alles dranhängt (was die Recherchequalität betrifft, hab ich natürlich keine Ahnung, ich hab mich allerdings gefragt, warum es zu derart vielen und extremen Autounfällen kommt, nur weil die Ampeln nicht mehr leuchten - wofür gibt es denn Autoscheinwerfer sowie Verkehrsregeln wie rechts vor links? Wink).
    Zeitweise war es auch ziemlich spannend und einige Szenen, wie beispielsweise eine im verlassenen Krankenhaus, ziemlich bedrückend.

    Mir ist der Roman aber irgendwie zu flach geblieben, gerade auch, was die Charaktere betrifft.
    Möglicherweise liegt das daran, dass ich ihn beim Lesen ungewollt zu sehr mit Frank Schätzings "Der Schwarm" verglichen habe. Ich kenne mehrere Leute, die diesen zu ausschweifend finden, mich hat aber gerade diese extreme Dichte und die dadurch entstehende authentische Wirkung emotional erst wirklich in dieses unerhörte Weltuntergangsszenario gesogen. Dieses Mitreißende hat mir bei "Blackout" ziemlich gefehlt.

    Man merk schon, einen besonderen Eindruck hat das Buch bei mir nicht hinterlassen, dennoch war es ein interessantes Gedankenspiel und schnell wegzulesen.

    Liebe Grüße
    Merle
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    Re: Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 05 Feb 2013, 17:46

    Hey!

    Ich hab das Buch hier ungelesen in meinem Regal stehen und ich denke eigentlich genau wie du am Anfang: Ich habe Angst, dass es zu langatmig manchmal werden könnte bei so einer spannenden Inhaltsangabe. Aber wenn dem nicht so sein soll, dann bin ich etwas beruhigt (:
    Ich möchte es unbedingt lesen, doch die Seitenzahl erschlägt mich, weil ich sonst nur 300 - 400 Seiten Bücher lese. Maximum ist schon 500 Seiten *lach*

    BLACKOUT ist erschreckend realistisch, was wahrscheinlich der langen Recherchearbeit des Autors zu verdanken ist. Seien wir doch einmal ehrlich, wer von uns hätte gedacht das durch einen Stromausfall so viele alltägliche Dinge wegfallen? Erst dann wird einem bewusst wie abhängig wir eigentlich vom Strom sind. Ich glaube ich werde einen Stromausfall nie mehr so gelassen nehmen können wie bisher. Das Buch hat mir während des lesens regelrecht Albträume beschert, denn man wird mit einem Horroszenario nach dem anderen konfrontiert. Wer Katastrophen Filme liebt, der wird auch BLACKOUT lieben.

    Nach diesem Absatz kann ich eigentlich nur schon sagen: ICH MUSS ES LESEN!
    Wirklich. Ich muss mich aufraffen und dieses Buch zur Hand nehmen. Ich kann nicht anders - wobei ich es wirklich noch diesen Monat machen sollte, weil das Buch nur ausgeliehen in meinem Regal steht ^_^

    Ich hoffe, dass ich es schaffe und danke dir für deine Vorstellung

    Liebe Grüße,
    Vee
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    Re: Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

    Beitrag von Storypassion am Mo 18 Feb 2013, 16:09

    Hallo Conny Smile

    Danke für die interessante Vorstellung.
    Ich habe "BlackOut" auch im Schrank stehen und hatte es auch schon angefangen, aber irgendwie hatte ich mir etwas anderes darunter vorgestellt. Daher habe ich es erstmal zur Seite gelegt. Aber nach deiner Rezension werde ich dem Buch wohl doch nochmal eine Chance geben. Mich hat das Szenario nämlich auch wirklich beeindruckt und ich fand es erschreckend, dass wir so abhängig vom Strom sind.

    Danke für die Rezension. Super! :)

    @ Merle:
    [...] ich hab mich allerdings gefragt, warum es zu derart vielen und extremen Autounfällen kommt, nur weil die Ampeln nicht mehr leuchten - wofür gibt es denn Autoscheinwerfer sowie Verkehrsregeln wie rechts vor links? Wink).
    Ich glaube, dass das menschliche Gehirn sehr abhängig von solchen alltäglichen Dingen ist. Wenn Ampeln plötzlich nicht mehr da sind, tut sich das Gehirn schwer auf die Regeln zurück zu greifen, die unterbewusst eigentlich bekannt sind. Vor ein paar Jahren, haben sie in irgendeinem Dorf mal versucht alle Ampeln abzuschaffen und den Verkehr nur mit Hilfe von Straßenschildern und den altbekannten Regeln "rechts vor links" zu regeln. Es hat Wochen gedauert, bis das ohne Probleme geklappt hat.
    Wir sind einfach zu sehr daran gewöhnt, dass wir die einfachsten Verkehrsregeln mit der Zeit "verdrängen"... denke ich.
    Schon interessant...

    Liebe Grüße,
    Jacky sunny
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    Re: Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

    Beitrag von Deadwing am Sa 02 Jan 2016, 20:56

    @Storypassion:

    Storypassion schrieb:Ich glaube, dass das menschliche Gehirn sehr abhängig von solchen alltäglichen Dingen ist. Wenn Ampeln plötzlich nicht mehr da sind, tut sich das Gehirn schwer auf die Regeln zurück zu greifen, die unterbewusst eigentlich bekannt sind. Vor ein paar Jahren, haben sie in irgendeinem Dorf mal versucht alle Ampeln abzuschaffen und den Verkehr nur mit Hilfe von Straßenschildern und den altbekannten Regeln "rechts vor links" zu regeln. Es hat Wochen gedauert, bis das ohne Probleme geklappt hat.
    Wir sind einfach zu sehr daran gewöhnt, dass wir die einfachsten Verkehrsregeln mit der Zeit "verdrängen"... denke ich.
    Schon interessant...
    Hm ja, das kann natürlich sein, dass es einfach an der plötzlichen Verwirrung liegt, so habe ich es beim Lesen auch aufgefasst, aber ich fand es in dem Ausmaß trotzdem irgendwie seltsam.

    Ich spiele ja mit dem Gedanken, das Buch demnächst vielleicht doch noch mal zu lesen und es dann aus meinem Bücherregal zu werfen, falls es mir so wenig gefällt wie beim ersten Versuch - ich brauche mehr Platz für neue Bücher und tu mich trotzdem immer schwer damit, alte zu verkaufen/verschenken... Aber "Blackout" wäre ein Kandidat dafür, so, wie ich es in Erinnerung habe. ^^

    Aber ich finds spannend, dass sich hier so viele von der Seitenanzahl haben abschrecken lassen. Very Happy

    Liebe Grüße
    Merle
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    Re: Marc Elsberg - BLACKOUT: Morgen ist es zu spät

    Beitrag von Jadelyn am So 03 Jan 2016, 18:42

    Den Titel habe ich definitiv schon gehört und die Inhaltsangabe spricht mich doch ziemlich an, ich glaube, das könnte etwas sein, das mir gefällt. Gut, dass es hier im Thread wieder nach oben geholt worden ist, sonst wäre ich vermutlich gar nicht noch mal darauf gekommen.


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