Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Jennifer Benkau - Dark Canopy

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    Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Lexi am Do 26 Apr 2012, 13:54



    ~ Dark Canopy ~



    Jennifer Benkau
    Script5
    2012
    525

    Die Autorin:
    Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vielen Büchern lebt. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. Dark Canopy ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.
    [Quelle: http://www.script5.de/autoren/autor-19279_benkau_jennifer.html]

    Zum Inhalt:
    Der Percents sind Soldaten, die für den 3. Weltkrieg erschaffen wurden. Mittels Gentechnik ist es den Menschen gelungen, "perfekte Soldaten" zu züchten, die den Menschen körperlich weit überlegen sind. Ihre einzige Schwäche: Sie reagieren extrem empfindlich auf Sonnenlicht. Sie haben im Verlauf eines Krieges die Herrschaft über die Menschen an sich gerissen und verdunkeln den Himmel fast ständig, um sich im Freien gefahrlos bewegen zu können.
    Den Menschen ist es verboten, die Stadt zu verlassen.
    Einzig einige Rebellenclans, zu denen auch die 20-jährige Joy gehört, wehren sich gegen das System. Bei einer Rettungsaktion wird Joy von den Percents gefangen genommen.
    Während ihrer Zeit in Gefangenschaft muss sie erkennen, dass die Percents keineswegs die gefühlslosen, blutrünstigen Wesen sind, wie man ihr immer eingeredet hat, und dass die Menschen bei weitem nicht die ach so unschuldigen Opfer sind ...
    Der Percent Neél, der sie zur Soldatin ausbilden soll, gewährt ihr mehr und mehr Einblick in seine Welt und die wahren Umstände, die zur Übernahme durch die Percents führten.
    Joy findet sich in eienr nahezu aussichtslosen Position zwischen zwei Fronten wieder, die hoffnungslos verfeindet sind.

    Meine Meinung:
    Ich hatte von vorneherein sehr große Erwartungen an das Buch und wurde in keiner Hinsicht enttäuscht.
    Als Leser lernt man eine harte Welt kennen, in der die Fronten klar verteilt zu sein scheinen - die Menschen sind diejenigen, die unter der grausamen Herrschaft der Percents zu leiden haben. Aber als Joy gefangen wird, fällt es schnell schwer, die Percents zu hassen und wird bald unmöglich. Denn der Unterschied zwischen Mensch und Percent ist rein physischer Natur.
    Ich war nach den ersten 100 Seiten gefesselt von dieser Welt, die, wenn man die wahren Hintergründe erfährt, entsetzlich realistisch erscheint. Der Mensch hat sich seinen größten Feind selbst geschaffen. Aber nicht durch das bloße Schaffen der Percents - sondern dadurch, wie er mit ihnen umgegangen ist. Die Percents haben all die Grausamkeit und Kälte, die sie den Menschen entgegenbringen, von ebendiesen gelernt und selbst erfahren. Die Geschehnisse im Buch sind sehr glaubwürdig dargestellt - Joy ändert ihre Meinung über die Percents nur langsam, während Neél im Gegenzug wenig Gutes über die Menschen gehört hat. Gegenseitig bringen sie sich mehr über ihre Arten bei und kommen sich sehr, sehr zaghaft näher. Beide wissen, dass ihre Situation aussichtslos ist, und so entwickeln ihre Gefühle sich langsam und sehr glaubhaft. Es geht nichts schnell - alte Vorurteile und Ängste lassen sich nicht von einem Tag auf den anderen auslöschen.
    Ich habe ab einem gewissen Punkt mehr für die Percents empfunden, als für die Menschen. Mehrfach kam in mir die Frage hoch, ob es etwas gibt, wozu Menschen nicht fähig sind. Die Antwort lautet: Nein.
    Das Ende des Buches ist der grausamste Cliffhanger, den ich je erlebt habe, ich saß während der letzten Seiten fluchend und weinend vor dem Buch, habe mich ins Kopfkissen verkrallt und wollte nicht wahrhaben, was die Menschen bereit sind, zu tun.
    Ich habe das Buch heute Nacht beendet und konnte zunächst nur die Menschen hassen für das, was sie tun, weil sie kein Stück besser sind als die Percents, die sie selbst erschaffen haben.
    Ich kann also nur sagen: Dieses Buch war großartig, auf eine erdrückende, grausame Weise, die mich für das nächste Jahr quälen wird, bis die Fortsetzung erscheint.
    Benkaus Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Zwischendurch auch richtig trocken und bissig, sodass man als Leser durchaus mal was zum Lachen hat.
    Joy und Neél sind zwei sympathische, glaubhafte Protagonisten, mit denen ich sehr mitgefiebert habe.
    Langeweile kam mir zu keinem Zeitpunkt auf.
    Ich kann immer noch nicht ganz fassen, wie sehr das Buch mich mitgenommen hat. Es tut entsetzlich weh, daran zu denken.

    Von mir die volle Punktzahl!.

    Hier geht's zur Fortsetzung Dark Destiny



    Zuletzt von Falko am Do 28 Feb 2013, 15:07 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Mondlicht am Do 26 Apr 2012, 16:16

    Hallo Lexi :)

    Vielen Dank für die Rezi, vor allem, da ich dich ja eigentlich darum gebeten hatte Very Happy

    Ah, ich sehe, das ist ein Buch, wofür man sich vielleicht ein bisschen Zeit nehmen muss (damit man sich zwischendurch abreagieren kann ^^), und wenn es wirklich so lange geht, bis der nächste Band kommt - noch dazu mit fiesem Cliffhanger! - weiss ich nicht, ob ich nich lieber doch warten will, bis ich das Buch kaufe. Zumindest, bis meine Prüfungen durch sind Very Happy

    Ja, dass die Menschen grausam sind ... habe ich geahnt ._. Dass sie unfair sind, habe ich gewusst. Aber es sozusagen gezeigt zu bekommen ... hart. Ich finde die Thematiken, die in diesem Buch anscheinend angesprochen werden sehr interessant, es kommt also auf meine postmaturitäre Wunschliste ^^

    Gruss
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Lexi am Do 26 Apr 2012, 19:29

    Ich wünschte auch halb, es erst gelesen zu haben, wenn die Fortsetzung auch raus ist. Dann hätte ich am Stück leiden können. Jetzt hab ich ein Jahr Zeit, mich davon zu erholen, um dann alles wieder aufreißen zu lassen ^^"

    Es ist wirklich besser, wenn du dir Zeit nimmst Wink
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Deadwing am Di 15 Mai 2012, 00:39

    Huhu! Very Happy

    Ich hatte gerade mal Lust darauf, eine Rezi zu lesen, und bin zufällig hier gelandet.
    Das Buch klingt ja gar nicht so uninteressant und neben Büchern, die einen zum Nachdenken bringen, sind die, die einen zum Fluchen und Weinen bringen und tiefere Emotionen auslösen, meine Favoriten. Deine Beschreibung klingt ja so, als würde dieses Exemplar in der Kategorie durchaus punkten. ^^
    Das Thema klingt auch spannend, von daher kann ich mir echt vorstellen, das Buch mal vorzumerken. ^^
    Allerdings ist es dann vielleicht wirklich nicht verkehrt, das noch etwas aufzuschieben, damit man im Zweifelsfall nicht so lange auf die Fortsetzung warten muss...

    Wie geradlinig ist denn die Handlung so?

    Danke für die Vorstellung und liebe Grüße! Very Happy
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Vampirmaedchen am So 23 Sep 2012, 13:17

    Hallo Lexi!

    Ich habe schon lange um diese Rezension rumgeschlichen, weil ich mit dem Titel des Buches einfach nichts anfangen konnte. Ich dachte, dass das irgendso ein Buch wäre, was in der Zukunft spielt im Jahre 2580 und dann eben sehr wissenschaftlich, aber als ich schon das Cover war, wusste ich, dass meine Gedanken komplett falsch waren. Und nachdem ich deine Meinung dazu gelesen habe, habe ich mich dazu entschlossen, das Buch 'mal auf meine Wunschliste zu packen. Da wir einen ähnlichen Buchgeschmack haben, denke ich, wird es mir auch gefallen. Und ich liebe solche Bücher, bei denen man am Ende wirklich so mitleidet, wie du es anscheinend getan hast.

    Nur eine Frage hätte ich: Wie ist der Anfang? Wird man auf einmal ins Geschehen der Protaginistin reingeschmissen oder gibt es eine Art Einleitung?

    Sobald ich das Buch habe und dann durchgelesen, schreib ich hier natürlich meine Meinung dazu! :)

    Liebe Grüße,
    Vee
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Lexi am So 23 Sep 2012, 17:20

    @Vampirmaedchen schrieb:
    Nur eine Frage hätte ich: Wie ist der Anfang? Wird man auf einmal ins Geschehen der Protaginistin reingeschmissen oder gibt es eine Art Einleitung?
    Hmm, man landet eigentlich direkt in der Welt der Protagonistin und orientiert sich dann Stück für Stück. Die Ausgangssituation ist eigentlich relativ schnell geklärt und alles was darüber hinausgeht, erfährt man im Lauf des Buches gemeinsam mit der Protagonistin, die selbst nur einen winzigen Teil der Welt kannte.
    Man hockt am Anfang keineswegs da und denkt sich "WTF, was passiert hier gerade und warum und wer hääää?!" Wink

    Ich bin gespannt, was du davon halten wirst, aber lass dir mit dem Lesen ja Zeit, bis der zweite Band draußen ist - der Cliffhanger zum Schluss nagt seit Monaten an meiner Seele Laughing

    Liebe Grüße, Lexi
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Alania am So 28 Okt 2012, 16:20

    Hallo, Lexi! (:

    Vielen Dank, dass du dieses Buch vorgestellt hast! Ich will es schon so lange haben! Immer wieder halte ich in Buchhandlungen Ausschau danach, aber es liegt nicht aus. v.v
    (Ja, ich weiß, dass ich es mir bestellen könnte. x'D Aber ich weiß nicht ob jemand, diesen Geldgeiz kennt, der dann lediglich verschwindet, wenn man das Buch in Händen hält x)]

    Jedenfalls klingt es richtig toll und dass du es so positiv bewertest, macht es natürlich noch viel attraktiver für mich. *-*
    Hach, mensch ... Ich werde es mir bald holen ... und dann werde ich meine Meinung auch hier hinterlassen. :'D

    Liebe Grüße
    Angie


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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Pooly am So 28 Okt 2012, 16:26

    Hey Angie,

    also wenn du magst, dann kannst du dir das Buch auch gern von mir ausleihen. Ich habe es noch nicht gelesen, aber es steht in meinem Regal. Ich war damals sehr gespannt auf das Buch, auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass es mir nicht gefallen wird - ich wollte es damals nur unbedingt haben, um mir endlich eine Meinung dazu zu bilden, weil ja eine Zeit lang sehr viel darüber erzählt wurde. Das ist inzwischen aber schon eine Weile her und andere Bücher sind weiter oben auf meiner Leseliste. Von daher kann ich es dir gern mal mitbringen. Wenn du magst :)

    Viele liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Alania am So 28 Okt 2012, 16:38

    Hey, Marie :)

    Wah, das ist ein echt super liebes Angebot! *_* Danke. :'D
    Aber wenn das Buch wirklich so super toll ist, denke ich, dass ich es schon gerne besitzen würde. x')
    Irgendwann werde ich es finden und an mich reißen. x'DD



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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Pooly am So 28 Okt 2012, 16:43


    In Ordnung, wie du magst ...
    Es sollte ja auch nur ein Angebot sein. Theoretisch könntest du es dir ja noch immer kaufen, wenn es dir dann wirklich gut gefallen hat. Aber ich kenne das von mir selbst ja auch, dass ich mir nur sehr ungern Bücher ausleihe und sie lieber lese, wenn ich weiß, dass sie mir gehören Wink
    Ich bin auf jeden Fall auch schon gespannt auf das Buch. Wie gesagt bezweifle ich, dass es mir gefallen wird (weil ich bereits auch sehr negative Meinungen darüber gelesen habe, die genau eben die Punkte ansprachen, die mich an Bücher auch stören), aber das kann ich ja leider auch nun wirklich weder beurteilen noch begründen, bevor ich es gelesen habe. Deswegen werde ich meine Meinung natürlich hier kundtun, wenn es so weit sein sollte.


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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 03 Nov 2012, 01:23

    Ja, Angie. Kauf es dir lieber. Ausgeliehen ist scheiße. Das merke ich gerade ._.
    ~im Regal als Besitz stehen haben will~

    Tja, ich habe das Buch auch durch ... und gehe gerade noch total durch den Schleudergang der Gefühle. Das Buch lässt einen leer, verstört und traurig zurück.
    Ich dachte manchmal bei dem Buch, dass ich eine Neuauflage von Panem in den Händen halte, aber das hatte sich zum Glück nie bestätigt. Und kommt auch nur gaaaaanz minimal vor. Also: Keine Panik auf der Titanic :')

    Der Schreibstil von der Autorin ist so lebendig und schaffte wunderschöne Bilder in meinem Kopf ... Die Charaktere waren voller Farbe und schlichen sich in mein Herz ein ohne, dass ich es wirklich gemerkt hatte ...
    Ich kann es gerade gar nicht zusammenfassen, was ich euch alles sagen möchte.

    Lest einfach dieses Buch :'D
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Maralein am So 06 Jan 2013, 11:31

    Huhu :)
    also erstmal danke Lexi für diese Rez, denn ohne die wäre ich wahrscheinlich niemals auf dieses Buch gestoßen :} Ich hatte es mir dann zu weihnachten gewünscht und hatte auch relativ hohe erwartungen, hab es dann allerdings erst ein bisschen nach hinten geschoben und erst gestern angefangen.
    Naja, jedenfalls hab ich gestern angefangen und dann auch gleich die ganze nacht durch gelesen bis ich das Buch durch hatte :'D
    Meine Meinung:
    Das Buch ist einfach extrem genial Mr. Green Von Anfang an ist da einfach eine totale Spannung und man will das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Man hat auch gleich eine gewisse Bindung zu so ziemlich allen Charakteren, auch den Nebencharakteren, die die Autorin dann jedoch relativ grausam wieder zerstört, während sie die Percents immer symphatischer erscheinen lässt im Vergleich zu den Menschen. Jedenfalls hat die Autorin echt einen unglaublich tollen Schreibstl und weiß genau, wie man glaubwürdige Charaktere erschafft bei denen selbst noch der kleinste Nebencharakter einen Hintergrund hat und einen Eindruck hinterlässt. Am Ende war ich wohl genauso verzweifelt wie Lexi und habe bestimmte Figuren aus dem Buch einfach nurnoch leidenschaftlich gehasst, auch wenn sie einem gleichzeitig auch leidtun könnten .___. jedenfalls kann ich es echt kaum noch abwarten bis zum nächsten Band der im März rauskommt ( schon der letzte T__T ) und hibbele bis dahin aufgeregt durch die Gegend :')
    Ein einziger kleiner Abstrich wäre, dass mir doch einige Male Parallelen zu Panem aufgefallen sind ... klar, es ist nicht komplett gleich, doch in gewissen momenten hatte ich doch irgendwie das gefühl das ihre inspiration irgendwie aus der Panem Reihe kam aber naja ... abgesehen von diesen Ideen unterscheidet sich das Buch allerdings praktisch komplett von Panem und solange sie nicht ganze Seiten aus dem Buch kopiert soll mich das mit den kleinen Ähnlichkeiten nicht stören (zumal es ja praktisch unmöglich ist etwas ganz neues zu schreiben ;D)

    also von mir gibts 5 von 5 Sternchen und ich empfehle das Buch jedem weiter, der gerne Dystopien liest :)
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Lexi am So 06 Jan 2013, 11:38

    Hey Maralein!
    Freut mich, dass du durch meine Rezension auf das Buch gestoßen bist und es dir so gut gefallen hat!

    Zu den Panem-Parallelen: Ich weiß zwar, dass die Autorin Fan der Panem-Trilogie ist, aber da Dark Canopy zum gleichen Genre (Dystopie) gehört, sind die Parallelen wohl nicht zu vermeiden, wenn es um Endzeitgeschichten geht Wink
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Deadwing am So 06 Jan 2013, 11:39

    Ähnlichkeiten zu Panem? Hmmm. Wie offensichtlich sind die denn, bzw, kann man verraten, welche es sind, ohne zu viel von der Handlung des Buches vorwegzunehmen? ^^
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Lexi am So 06 Jan 2013, 11:56

    Hmm, also, mir sind beim Lesen eigentlich gar keine aufgefallen, die nicht genrebedingt gewesen wären, zB Endzeitstimmung, zerstörte Städte, Unterdrückung der Menschen und Grausamkeiten durch die Unterdrücker. Aber nichts, was jetzt direkt "Panem!" schreit
    Ich finde DC einen Ticken besser als Panem ...
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Maralein am So 06 Jan 2013, 12:02

    also ich finde Dark Canopy auch besser als Panem :') und zu den Parallelen: da wäre einmal der Blutsonnentag, da hatte ich irgendwie das Gefühl das das irgendwie ziemlich der Arena von Panem ähnelte mit der Hetzjagd und so (auch wenn sie sich nicht gegenseitig umbringen Wink ) und dann auch noch ... hmm das ist jetzt schon ziemlich gespoilert, also auf eigene Gefahr Wink
    Spoiler:
    dann auch noch dieses Wiederstandsdingens "Flaggs Boulder", das hat mich sehr an District was weiß ich erinnert der da noch im Untergrund gelebt hat und wo halt auch die eigentlich Bösen Wiederstand geleistet haben :)
    Aber wie gesagt sind die Ähnlichkeiten kaum der Rede wert und ich schließe mich Lexi total an : Eine Dystopie ähnelt immer irgendwie einer anderen ;D
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Deadwing am So 06 Jan 2013, 12:50

    Hm, okay, na gut, das klingt jetzt ja noch nach erträglichen Ähnlichkeiten, denke ich. ^^
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Salissa am Di 08 Jan 2013, 20:56

    Für mich war Dark Canopy auch ein ganz besonderes Buch, weshalb ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue :-)
    Hatte dazu vor einiger Zeit mal eine Rezension geschrieben, die meine Meinung hoffentlich ganz gut wiedergibt, hier kommt sie verkürzt:

    Vor allem die Charaktere haben "Dark Canopy" für mich zu einem ganz besonderen Buch gemacht. Jennifer Benkau gelingt es, ihre Akteure mit so viel Authenzität, Lebendigkeit und Menschlichkeit zu füllen, dass ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen mochte. Ich war gebannt von diesen realistischen Charakteren, wollte unbedingt wissen, welchen Lauf ihr Schicksal nehmen würde, habe wieder und wieder mit ihnen gezittert, geflucht, gelacht, gelitten, geträumt, geweint. Besonders gilt das für die Heldin Joy. Sie hat mich von ihrer Art her in manchen Punkten an Katniss aus der "Panem"-Trilogie erinnert. Joy ist einerseits eine Rebellin, die eine harte Kindheit und Jugend hatte und sich dadurch bedingt eine raue Schale zugelegt hat, die zu kämpfen weiß und für diejenigen eintritt, die ihr etwas bedeuten. Andererseits hat sie jedoch auch eine gefühlvolle Seite, ist auch verletzlich und verunsichert.Und sie hat Fehler, handelt z.B.nicht immer klug.
    Im Vergleich zu Katniss hat mir Joy als Protagonistin sogar noch etwas mehr gefallen, da sie der Leser - sicherlich auch durch die Ich-Perspektive - besser kennenlernt. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen in all ihrer Vielfalt machen Joy zu einer komplexen Protagonistin. Es war nicht so, dass Joy mir von Anfang an sympathisch gewesen wäre oder ich all ihre Reaktionen völlig nachvollziehen konnte oder gutgeheißen hätte, doch das habe ich auch gar nicht erwartet. Das stimmige, gelungene Gesamtbild ist es, was mich hier so begeistert hat.
    Neél ist wie Joy ein interessanter Charakter, der sich in einer nicht minder schwierigen Lage befindet und ebenfalls sowohl weiche als auch harte Seiten besitzt. Wie sie bewegt er sich zwischen den Fronten, ist auf der Suche nach dem richtigen Weg sowohl für sich selbst als auch für die Gesellschaft, in der er lebt. Wie Joy muss er einiges durchmachen und steht immer wieder vor Entscheidungen, die sich nicht so einfach fällen lassen und ihm in jeder Hinsicht viel abverlangen. In puncto Charaktertiefe bleibt er aber für mich hinter Joy zurück, auch wenn ich berücksichtige, dass man wegen der Ich-Perspektive nicht die Möglichkeit hat, sein Fühlen und Denken so intensiv wie das von Joy mitzuerleben.
    Davon abgesehen empfand ich die Beziehung von Joy und Neél als sehr gut ausgearbeitet und berührend, ohne dabei kitschig zu sein.

    ch muss hinzufügen, dass der Roman mir anders als befürchtet nicht zu düster/brutal war. Die Handlungselemente, die in diese Richtung gehen, verdeutlichen die Konsequenzen, die sich aus bestimmten Handlungsweisen der Menschen wie Unmenschlichkeit und Egoismus ergeben können.
    Das Ende ist ein sehr abruptes, erschreckendes, passt aber zum Verlauf der Geschichte und wirkt dadurch um so nachdrücklicher.
    Sehr gut fand ich auch den Einfall, jedes Kapitel des Buchs mit wenigen kurzen, ausdrucksvollen Sätzen beginnen zu lassen, die die Gedanken und Gefühle eine der in diesem Kapitel wichtigen Personen wiederspiegeln.

    Der Schreibstil lässt sich als lebendig, ausdrucksstark und bei einigen Textstellen als nahezu poetisch charakterisieren. Diese Wandelbarkeit - auf der einen Seite Joy, die bei ihrer Wortwahl teilweise kein Blatt vor dem Mund nimmt, auf der anderen Seite tiefsinnige, in elegante Worte gehüllte Überlegungen und Metaphern - hat mir sehr gut gefallen.

    4,5 Like a Star @ heaven !

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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von Floh am Mi 09 Jan 2013, 15:07

    Boah, das klingt mal sehr spannend! Ich glaube, das setz ich auf meine Leseliste Very Happy
    Danke für die Rezension, Lexi
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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

    Beitrag von moonlit am Do 25 Apr 2013, 00:13

    Uhhh, ja. : )

    Also es ist schon eine ganze Zeit her, dass ich Dark Canopy ausgelesen habe, aber ich bin immer noch ganz hin und weg. Ich hatte eigentlich mit Dystopien und derlei Romanen abgeschlossen. Irgendwie wirkte dieser Themenbereich für mich komplett ausgesaugt (wo, wir gerade bei dem Wort sind, ebenso wie Vampire und Werwölfe).

    Ich weiß nicht wirklich, was mich dann dazu bewogen hat, Dark Canopy zu kaufen, aber es war auf jeden Fall die beste Entscheidung, die ich seit langem getroffen hatte.

    Alles an diesem Buch ist einfach irgendwie fesselnd, man (gut, ich) konnte seine (meine) Augen gar nicht mehr von den Seiten lassen. Die Charaktere waren wirklich gut ausgearbeitet, auch die Nebencharaktere, mochten sie noch so "unwichtig" für den weiteren Handlungsverlauf sein, hatten ihre ganz eigene kleine Geschichte, die meist zwar knapp, aber doch realistisch, liebevoll und nicht im Geringsten stereotypisch war.
    Das war, denke ich, das beste an diesem Buch, ständig auf kleinere Aspekte hingewiesen zu werden, die man so leicht hätte übersehen können, was Benkau aber durch ihren tollen Stil ganz leicht verhindert hat. Es war wie ein riesiges Wandgemälde, auf dem man auch noch 10 mal Ansehen ein neues Detail entdeckte.

    Die Geschichte an sich war natürlich nicht neu, das gibt es ja nun auch wirklich selten, aber in Dark Canopy war sie sehr erfrischend und so gut ausgearbeitet, dass es fast wie etwas ganz Neues, Revolutionäres erschien.

    Auch die Beziehung zwischen Joy und Neél hat mir durchweg gefallen. Sie war wirklich einmal realistisch. Zu Beginn steht wirklich nur der Hass und das kann man als Leser deutlich spüren. Aber sie fallen sich nicht plötzlich zehn Seiten später in die Arme und haben alles vergessen. Benkau lässt ihre Charaktere leiden.
    Und das so sehr, dass ich manchmal ganz zittrige Hände bekam.

    Ein Buch voller schaurig schöner Highlights. Der zweite und letzte Band steht schon bei mir im Regal und wird heute Nacht noch gelesen : )

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    Re: Jennifer Benkau - Dark Canopy

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 26 Mai 2017, 11:18