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    Mara Lang - Masken: Unter magischer Herrschaft

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    Danwaith
    Versucht sich selbst am Handwerk
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    Beiträge : 443
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    Kunst : Danwaith

    Mara Lang - Masken: Unter magischer Herrschaft

    Beitrag von Danwaith am Mi 04 Apr 2012, 13:41

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    Mara Lang
    Masken - Unter magischer Herrschaft
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    Informationen zum Buch:
    Broschiert: 608 Seiten
    Verlag: Droemer Knaur
    ISBN-10: 342651009X
    Preis: 14,99€
    Bei Amazon kaufen

    Kurzbeschreibung:
    Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.

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    Eigene Meinung
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    Erster Satz: Ein Spiegel aus glänzendem Fell.

    Ich muss ganz ehrlich zugeben, als ich die Kurzbeschreibung des Buches zum ersten Mal las, dachte ich es handelt sich hierbei um eine Dystopie. Sehr schnell wurde mir aber klar das es sich hier um ein High Fantasy Buch handelt und damit waren meine Zweifel auch schon geweckt. Völlig unbegründet wie sich herausgestellt hat.

    Masken - Unter magischer Herrschaft fesselte mich von der ersten Seite an. Man erlebt die Vorbereitungen und schließlich die Maskierung der Protoganistin Ferin mit und auch ihren Kampf mit dem neuen Leben. Die Maske bedeutete für sie Freiheit, Gleichberechtigung und Schönheit. Endlich nicht mehr mit gesenkten Kopf durch die Straßen laufen, endlich kein Schweigeverbot mehr, endlich keine dunklen Gassen, anstatt die hellen belebten. Die Regeln der Konvention sind streng und degradieren unmaskierte Peytana zur zweiten Klasse. Doch all das sieht Ferin zu dieser Zeit noch nicht. Sie hat keine Ahnung von ihrem Volk, der Vergangenheit und dem eigentlichen Zweck der Masken.

    Auch als Leser tappt man, was diese Fragen angeht, lange im Dunkeln. Erst als Ferin die Rebellen kennenlernt, werden einige dieser Fragen beantwortet und man kommt am Hauptschauplatz der Geschichte an: Dem Dschungel von Peytan. Ein Dschungel und Tiger die eine wichtige Rolle spielen, spätestens nachdem ich die Tiger-Saga gelesen habe sind das Kombonenten denen ich nicht widerstehen kann. Das Leben der Rebellen im Dschungel unterschiedet sich sehr von dem was man in Laigdan, der Hauptstadt von Merdhug, kennengelernt hat. Hier sind die Peytaner frei und ihre magischen Fähigkeiten können sich frei entwickeln. Auch Ferin verfügt über eine Gabe, noch dazu über eine sehr starke.

    Jedoch dauert es sehr lange bis sie zu diesem Punkt kommt. Das absterben ihrer Maske und das dadurch verlorene Leben verfolgen die junge Frau und lassen sie nicht los, so das sie schließlich nur noch den Tod als einen Ausweg und vor allem einen Weg sieht um das Leben wenigstens in kurzer Zeit zu spüren. Doch die Rebellen lassen sie nicht sterben und zeigen ihr schließlich einen Weg aus der Dunkelheit heraus. Ferin entwickelt sich im Laufe des Buches stück für stück weiter. Ist sie am Anfang noch ein junges Mädchen das meint nichts zu können und unwichtig zu sein, entwickelt sie sich langsam zu einer selbstbewussten und starken Frau die keine Angst davor hat in den Kampf zu ziehen um ihr Volk endlich zu befreien. Mir gefiel diese Entwicklung wirklich sehr gut, vor allem da sie langsam und in kleinen Schritten vonstatten ging.

    Auch fügt sich die Liebesgeschichte zwischen Ferin und Martu sehr gut in das Geschehen ein und steht keinesfalls im Vordergrund. Das macht sie jedoch nicht weniger schön, sondern hebt sie sogar noch hervor. Man sollte sich jedoch im klaren sein das es sich hier nicht um ein Friede-Freude-Eierkuchen Buch handelt, sondern das auch liebgewonnene Charaktere sterben.

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    Fazit
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    Mir hat Masken - Unter magischer Herrschaft unglaublich gut gefallen. Es hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich habe die Charaktere lieb gewonnen und mit ihnen gezittert als es darum ging für ihr unterdrücktes Volk zu kämpfen.

    5/5 Sternen

    Vielen lieben Dank an den Droemer Knaur Verlag für das bereitstellen des Rezensionsexemplares!
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    captaincow
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    Re: Mara Lang - Masken: Unter magischer Herrschaft

    Beitrag von captaincow am Sa 07 Apr 2012, 20:36

    Hallihallo (:

    Erstmal vielen Dank für den Thread und schön, dass du deine Rezension hier nun auch reingestellt hast.
    Ich finde sie sehr nachvollziehbar und gut geschrieben, auch wenn ich einige Dinge anders wahrgenommen habe. Bei der Liebesgeschichte war ich allerdings auch zunächst auf der falschen Fährte und war dann positiv überrascht, dass sich die Autorin da etwas anderes ausgedacht hat, als man zunächst annimmt. Das war aber auch eine verdammt gut gelegte falsche Spur, auf die Mara Lang einen da lockt... Very Happy
    Ich bin außerdem wahnsinnig froh, dass es keinen weiteren Band geben wird (soweit ich weiß). Das Ende war gut so und man würde es nur noch unnötig in die Länge ziehen. Trotzdem bin ich mehr als gespannt, was die Autorin so in den nächsten Jahren noch schreiben und veröffentlichen wird... Very Happy





    Meine Rezension zu "Masken":


    Ich weiß gar nicht genau, was mich an „Masken – Unter magischer Herrschaft“ so neugierig machte. Denn schon beim Lesen des Klappentexts ist es klar, dass es sich hierbei um High Fantasy handelt – nur die wenigsten Bücher aus diesem Genre können meine Aufmerksamkeit erregen und Begeisterung auslösen. Dennoch fand ich die Idee mit den Masken äußerst interessant.
    Schon die ersten Seiten konnten mich in ihren Sog ziehen – mit dem Mädchen Ferin erlebt man die Maskierungszeremonie. Ein Ereignis, auf das sie seit Jahre gewartet hat, schließlich ermöglicht es ihr, in der Gesellschaft aufgenommen zu werden und nicht länger ihr Dasein im Schatten fristen zu müssen. Doch nach ihrer Maskierung ereignen sich seltsamste Vorfälle in der Maskenhalle, deren Zeugin sie wird. Wenige Tage später wird klar, dass die Maske sich von Ferins Gesicht ablöst – etwas, das alles andere als gewöhnlich ist. Weil sie in ihrem Alter nicht mehr unmaskiert sein darf, soll sie mit einem Gefangenentransport aus der Stadt gebracht werden.
    Natürlich stellen sich dem Leser – und Ferin – schon ab diesem Zeitpunkt viele Fragen: Was sind die Masken? Warum existieren sie überhaupt? Mir gefiel es sehr gut, wie Mara Lang in ihrem Roman allmählich Spannung aufbaut. Obgleich Ferin mir zu Anfang mit ihrer anerzogenen, sehr zurücknehmenden Art etwas unsympathisch war, interessierte mich ihr Schicksal sehr. Und auch die Überlegungen, die sie sich zu ihrer Situation, den Masken und deren Rolle macht, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Insgesamt gefiel mir jene Nachdenklichkeit des Hauptcharakters – denn so wird in „Masken“ nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch das Heranwachsen eines jungen Mädchens und ihr Weg zu sich selbst. Manchmal empfand ich diesen zwar als etwas übertrieben dargestellt, doch insgesamt war die Entwicklung sehr gut nachvollziehbar und spannend zu beobachten.
    Doch auch andere Charaktere kamen nicht zu kurz. Die Palette an Figuren, die Mara Lang hier erschaffen hat, macht „Masken“ zu einem sehr abwechslungsreichen Roman. Es gibt so viele verschiedene Charaktertypen, die alle ihre Besonderheiten und Eigenheiten haben. Manch einer dieser Charaktere konnte mich zwar nicht für sich begeistern, dafür gab es jedoch andere, die den Sprung in mein Herz schnell geschafft hatten.
    Viele Charaktere waren wichtig für das Voranschreiten der Handlung, die es übrigens auch in sich hatte. Es ließ sich natürlich erahnen, worauf die Figuren hinarbeiten, dennoch kann man die Geschichte nicht als vorhersehbar bezeichnen. Bis auf diese Tendenzen hatte ich stellenweise keinen blassen Schimmer, in welche Richtung sich dieses Buch als nächstes bewegen würde. Und das obwohl das Buch viele ruhige Passagen beinhaltet, die es dem Leser ermöglichen, Luft zu holen und die Charaktere besser kennen zu lernen oder an ihren Gedanken teilzuhaben. Oftmals nahm sich die Autorin auch Zeit, um die Umgebung etwas besser zu beschreiben. Die Orte in diesem Buch finde ich übrigens sehr gut gewählt. So reist man zu allerhand exotischen Schauorten: In die Wüste; die Savanne; das heiße, trockene Bergland und in den Dschungel.
    Durch Mara Langs atmosphärischen Schreibstil fiel es mir sehr leicht, diese Landschaften in meinem Kopf zu konstruieren. Daneben kommen aber auch Ferins Gefühle nicht zu kurz. Knapp gesagt: Eine sehr gute Mischung. Zumal der Stil sehr flüssig ist und mit schönen Formulierungen aufwarten kann.
    Oft waren mir die präzisen Beschreibungen aber etwas zu viel – an so einigen Stellen waren einfach keine Details mehr nötig. Sowieso hätte etwas mehr Subtilität diesem Roman sicherlich nicht schlecht getan. Bestimmte Landschaften kannte man schon, über bestimmte Eigenschaften der Charaktere wusste man Bescheid und auch Gedanken des Hauptcharakters waren zuvor schon erläutert worden, sodass eine Wiederholung unnötig war.
    Abgesehen davon konnte mich das Buch aber – trotz meiner Skepsis gegenüber des Genres – überzeugen.

    Mit „Masken – Unter magischer Herrschaft“ ist Mara Lang ein Debüt gelungen, das sich blicken lassen kann. Ganz ohne Schwächen ist es zwar nicht, dennoch vereint das Buch ein interessantes Setting, eine spannungsreiche Handlung, vielfältige Charaktere und einen flüssiger Stil und ist deshalb wirklich lesenswert.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 25 Apr 2017, 01:04