Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Buchrezensionen

    Beitrag von captaincow am Di 28 Feb 2012, 20:12

    Hallo ihr begeisterten Leser!

    Weil ich recht häufig Bücher rezensiere und weil Marie das Thema im SuB-Kur-Thread mal angerissen hatte, dachte ich, man könnte doch einen Thread zum Rezensionen schreiben eröffnen.
    Macht ihr das gerne? Eure Meinung nach dem Lesen zu einem Buch aufzuschreiben? Wie geht ihr dabei vor? Wartet ihr ein paar Tage um den Leseeindruck sacken zu lassen oder muss der Eindruck der Geschichte noch ganz frisch sein?
    Habt ihr irgendwelche Besonderheiten, wie ihr beim Schreiben vorgeht? Schreibt ihr eure Rezensionen ausführlich oder fasst ihr euch lieber kurz? Macht ihr euch während des Lesens Notizen?
    Oder findet ihr so etwas eher überflüssig oder findet nicht die richtigen Worte für eine Rezension und lasst es deshalb lieber?

    Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten... :)
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von Tan am Mo 05 März 2012, 20:32

    Hey :)
    Also echt ein schöner Thread. Ich suche nämlich ein bisschen Anregung zum Rezensionen schreiben. Wie ich schon mal geschrieben hab will ich endlich mehr Rezensionen schreiben, aber ich weiß nie wie ich da richtig rangehen soll etc.

    Mal da paar Tipps zu hören wäre sehr hilfreich ^^

    Aber um etwas beizutragen: Ich finde Rezensionen bei weitem nicht überflüssig! Wenn ich ein Buch z. B. übers Internet bestelle und es gibt Rezensionen dazu, lese ich die mir erstmal durch. Manchmal überlege ich mir dann danach, ob ich das Buch echt noch kauf oder es lieber lasse, vorher ausleihe und mal reinschnuppere, wenn die Rezensionen z.B. fast nur negativ sind.
    Außerdem ist es schön, seine Meinung zu einem Buch zu sagen und alles noch einmal grob inhaltlich zusammenzufassen. Ich denke zwar nicht dass ich dies als Lieblingsbeschäftigung für mich entdecken würde, aber man täuscht sich ja manchmal in sich selbst ^^

    Oh ja die Frage ist gut: ... oder findet nicht die richtigen Worte für eine Rezension und lasst es deshalb lieber? ... Ich denke manchmal dass ich was beim Inhalt rauslassen würde oder was reinschreib was schon zuviel verraten würde >.< Davor grauts mich, jemandem den Spaß am Buch zu verderben, wo er vorher so gespannt drauf war. Ich bin halt einfach zu unsicher und vorsichtig ^^

    Aber wie schon gesagt - vielleicht versuche ich mich mal an einer Rezension. Muss nur erstmal meinen Schweinehund überwinden xD

    LG Tan
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von Pooly am Di 06 März 2012, 11:58

    Hallo Hannah,

    nun komme ich auch endlich dazu, auf dieses Thema zu antworten, echt toll, dass du es eröffnet hast, ich finde das Schreiben von Rezensionen nämlich ein sehr interessantes Thema, das ja sicherlich besonders für dich als Buchbloggerin interessant ist, deswegen würde es mich natürlich auch sehr interessieren, wie du es denn so hältst.

    Ich habe früher zwar auch schon Rezensionen geschrieben, um Bücher, die ich mochte, beispielsweise hier oder in anderen Foren vorzustellen, aber die waren meistens nur wenige Sätze lang und nicht sehr genau. Aber mit dem immer analytischeren Lesen kamen dann natürlich auch irgendwann die längeren und ausformulierteren Meinungen, weil ich immer mehr das Gefühl hatte, einfach zu allem etwas sagen zu müssen, das den Leser eventuell interessieren könnte - Ganz einfach, weil ich es beim Lesen von Rezensionen auch mag, wenn spezielle Dinge wie Schreibstil angesprochen werden, damit ich mir ein Bild davon machen kann.
    Wenn ich aktuell ein Buch lese, dann habe ich schon immer im Hinterkopf, dass ich dazu eine Rezension schreiben werde, deswegen mache ich mir meistens, wenn ich etwas in der Nähe habe, schon während des Schreibens Notizen zu meinen Eindrücken oder poste eben auch gern ein paar Statusberichte bei Goodreads, an denen ich dann meine anfänglichen Reaktionen später noch gut nachvollziehen kann.
    Auf meine Notizzettel kommt dann einfach alles, Seiten zu schönen Zitaten, Seiten zu Sätzen, die ich schrecklich fand oder generell Anmerkungen zum Stil und zu den Charakteren. Ich schreibe, wenn ich das Buch gelesen habe, die Rezension dann meist noch am selben Tag oder am Tag darauf, wenn die Eindrücke noch frisch sind, je mehr Zeit verstreicht, umso schwerer fällt es mir. Dabei versuche ich natürlich, die Rezension sowohl inhaltlich auch als optisch ansprechend zu gestalten, erst einmal unabhängig davon, ob ich das Buch mochte oder nicht (auch wenn ich mir natürlich bei fantastisch-wundervollen Büchern mehr Mühe gebe als bei anderen, ganz klar). Das macht mir generell sehr viel Spaß. Ich mag es, wenn ich Leser neugierig machen oder vorwarnen kann und besonders toll finde ich es, wenn Leute durch Rezensionen von mir vielleicht auf Bücher stoßen, die ihnen auch sehr gut gefallen, das freut mich natürlich immer sehr. Außerdem bietet eine Rezension für mich einen guten Abschluss vom Lesen. Ich denke, inzwischen würde ich sogar, wenn ich sie nicht im Internet posten könnte, für mich selbst nach dem Lesen eines Buches eine Rezension schreiben, einfach um meine Eindrücke noch einmal abschließend festzuhalten.

    Das wird bei mir dann inzwischen meist sehr ausführlich, einfach weil ich belegen und begründen möchte. Ich glaube, meine längste Rezension ist das hier: Yuzuka Morita & Tatsuya Hamazaki - .hack//G.U.+ Nur zu einem Manga, aber irgendwie hatte ich hier wirklich viel zu sagen ^^

    Ja, ich denke, das war es erst einmal von meiner Seite aus. Wie gesagt, es macht mir großen Spaß, Rezensionen zu schreiben und natürlich strenge ich mich auch immer an, sie ansprechend und auch passend zum Werk zu schreiben und zu gestalten :)

    Liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von Storypassion am Mi 07 März 2012, 10:48

    Hallo Hannah,

    ein tolles Thema. Ich finde es interessant zu erfahren, wer Rezensionen schreibt und wie und auch, was "Nicht-Rezensionen-Schreiber" davon halten.

    Ich persönlich schreibe sehr gern Rezensionen, habe ja auch einen eigenen Bücherblog.
    Ich finde sie keineswegs überflüssig, eben weil sie einen groben Überblick geben und ganz viele verschiedene Meinungen wiederspiegeln können. Ich finde es immer interessant zu schauen, was haben andere von dem Buch gehalten, wie hat die und die Stelle auf sie gewirkt. Man kann sich über Rezensionen super austauschen und es bietet den "Nicht-Viellesern" eine tolle Möglichkeit sich Anregungen zu einem Kauf zu holen, oder eben um sich gegen einen Kauf zu entscheiden.

    Wobei ich sagen muss, dass ich dieses "Sich gegen einen Kauf entscheiden" immer etwas schwierig finde. Jeder Mensch liest anders und empfindet das Gelesene anders, daher bin ich ja eigentlich der Meinung, dass sich jeder selbst ein Bild machen sollte.
    Aber wenn es zum Beispiel ein Geschenk für jemanden sein soll und man sich dann nach den Rezensionen richtet, dann finde ich das vollkommen legitim. Und letzten Endes ist es ja auch die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er sich von der Rezension beeinflussen lässt oder nicht.

    Obwohl ich jetzt schon ein Weilchen Rezensionen schreibe, fällt es mir immernoch schwer. Da ich mir beim Lesen keine Notizen mache, versuche ich dann am Ende der Lektüre alles zusammenzufassen. Manchmal fällt es mir dann doch sehr schwer den Inhalt wiederzugeben und die wichtigen Dinge zu erwähnen und nicht zu viel vom Inhalt zu verraten.
    Aber an sich schreibe ich eigentlich nur den Inhalt mit eigenen Worte auf und sage noch, wie das Buch, die Geschichte, die Figuren etc. auf mich gewirkt hat.

    Allerdings habe ich mir jetzt vorgenommen mir beim Lesen doch mal Notizen zu machen. Da es ja auch im Verkaufsgespräch (ich bin ja Buchhändlerin) manchmal etwas ausführlicher sein muss, ist es wohl von Vorteil, wenn man die Bücher auch noch mit anderen Gesichtspunkten betrachtet.

    Liebe Grüße,
    Jacky study
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von captaincow am Mi 07 März 2012, 15:25

    Hallo ihr Lieben (:

    Aw, vielen Dank für die Antworten. Es gibt ja scheinbar doch einiges dazu zu sagen Very Happy
    Vor allem ist es auch interessant zu sehen, dass euch Buchrezensionen von anderen scheinbar auch ein wenig beeinflussen :)


    @ Tan: Vielleicht hilft es ja, es einfach mal zu probieren. Und viele Rezensionen zu schreiben... Im Sinne von "Übung macht den Meister". Ansonsten, was Tipps anbelangt: Notizen während des Lesens können vorteilhaft sein, ansonsten alles, was man sonst noch zu dem Buch zu sagen hat. Besonders etwas zu den Charakteren, der Idee, der Handlung und dem Stil schreiben und was man davon hält - und da dann halt ausführlicher werden. Was hat dir an bestimmten Charakteren gefallen? Wie fandest du ihre Beziehung zu einander - logisch, nicht logisch? Sind sie komplexe Charaktere oder entwickeln sie sich nicht und haben wenige Eigenschaften? War der Stil angenehm, gab es seltsame Formulierungen, war er zu einfach, zu kompliziert? War die Handlung gut aufgebaut, gab es einen roten Faden, oder war es zu durcheinander? Hat dir die Idee prinzipiell gefallen? Konnte sie dich überzeugen und war sie gut umgesetzt? usw.


    @ Marie: Lustig, genauso ging es mir auch. Also dass sie immer länger wurden... Ist aber wahrscheinlich ganz natürlich, weil man eben doch mehr zu dem Buch sagen möchte und kann. Und weil man sich ja unterbewusst (oder bewusst) auch den Rezensionen anpasst, die man so liest.
    Dass du dir Notizen machst, find ich echt interessant :] Machst du das irgendwo oder hast du ein kleines Büchlein dafür?
    Wenn Leute auf Bücher stoßen, weil man sie vorgestellt hat, ist das natürlich immer ganz toll. Aber bevor man weiß, ob sie diesen Leuten gefallen, ist man irgendwie immer etwas hibbelig. Mir zumindest geht das so. Wie ist das bei dir? Befürchtest du manchmal auch, etwas Falsches empfohlen zu haben? (Obwohl der Leser ja selbst die Verantwortung hat, aber trotzdem...)
    Wow, die Rezension ist ja wirklich lang. Aber manchmal hat man eben mehr und mal weniger zu sagen. Ist ja auch gut so! Very Happy
    Ich glaube allerdings, dass es mir ähnlich gehen würde, wie dir - das Schreiben einer Rezension gehört zu den meisten Büchern irgendwie dazu, dass ich es auch ohne Blog oder ähnliches machen würde Very Happy Vor allem ist es interessant, sich das dann später noch mal durchzulesen und zu gucken, was mir woran gefallen hat und vielleicht auch, wie mein Geschmack sich ändert... Manchmal krieg ich auch beim Lesen älterer Rezensionen wieder Lust auf das Buch x)
    Hast du denn manchmal auch Schwierigkeiten, deine Meinung zu einem Buch auszudrücken, weil es sich einfach nicht in Worte fassen lässt?



    @ Jacky: Aw, ja, du bist ja auch eine Bücherbloggerin! Very Happy
    Ja, das mit den Empfehlungen ist wirklich so eine Sache - allerdings kann ja jeder selbst entscheiden, ob er sich nun von Rezensionen beeinflussen lässt. Und manchmal sieht man es ja auch, dass viele sich über die flachen Charaktere eines Buchs beschweren. Da stufe ich es dann zum Beispiel etwas herunter auf meiner Wunschliste, weil so ein Kriterium mir einfach wichtig ist. Trotzdem muss man sich davon natürlich nicht unbedingt beeinflussen lassen, bzw. dann selbst entscheiden, was einem wichtig innerhalb des Buchs ist und was nicht.



    Hm, also jetzt geb ich noch mal meinen Senf dazu ab ;-)

    Ich finde Rezensionen auch sehr wichtig - sie beeinflussen mich nicht immer, aber es gibt durchaus Bücher, die ich mir wegen positiver Rezensionen gekauft hab, bzw. bei denen ich das Kaufurteil schneller gefällt habe, weil die Rezensionen so überragend war. Auf manche Bücher wird man durch so etwas auch erst aufmerksam oder erkennt, dass es darin um etwas ganz anderes geht, als man denkt.
    Schlechte Rezensionen haben mich an einigen Stellena auch schon vom Kauf abgehalten. Wenn es um Dinge wie flache Charaktere oder einen grässlichen Stil geht, dann lass ich mich eher mal von so etwas beeinflussen. Wenn die Rezension aber lediglich die Art der Geschichte kritisiert, ist das für mich meist unwichtig. Schließlich unterscheiden sich da wirklich die Geschmäcker - manch einer mag halt keine Krimis, Thriller, Romanzen oder sonst etwas.

    Bei mir war es ähnlich wie bei Marie, dass ich immer nur kurz etwas dazu geschrieben hab. Aber irgendwann formuliert man dann eben doch aus und möchte präziser sagen, was einem gefallen hat und was nicht, weil man das auch als wichtig erachtet. Für mich gehört mittlerweile das rezensieren so zu einem Buch, wie das Lesen. Irgendwie bietet es einfach einen guten Abschluss und es macht Spaß. Aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch toll, wenn man manche Bücher unter die Leute bringt oder so. Man kommt durch Rezensionen auch mit anderen Leuten viel besser ins Gespräch über Bücher und kann darüber diskutieren. Das finde ich toll.

    Beim Lesen mache ich mir allerdings nie Notizen. Irgendwie brauche ich einen zusammenhängenden, abschließenden Eindruck. Natürlich mache ich mir auch während des Lesens Gedanken und merke mir dann auch einige Stellen. Wenn die sich aber im Laufe des Buchs klären, dann erachte ich die in der Rezension nicht mehr als so wichtig. Notizen helfen bei mir auch nicht, weil ich die Rezension immer so schreibe, wie sie mir gerade in den Kopf kommt. Da würde mich so etwas nur irritieren. Wo die Zitate stehen, die ich mochte, merke ich mir dann aber meistens auch irgendwie bis ich die Rezension geschrieben habe.

    Eine kleine Struktur habe ich aber natürlich schon im Kopf (die ich allerdings nicht immer einhalte oder mal umsortiere). Zu den Charakteren, der Handlung, der Idee und dem Stil muss etwas gesagt werden und, je nach Buch, auch zu anderen Dingen.

    Joa, meistens schreibe ich die Rezension am Computer in Word vor und kopiere sie dann. Wenn kein PC in der Nähe ist, greife ich aber auch gerne mal zum Notizbuch. Was die Zeit, die ich abwarte, anbelangt, ist es immer verschieden - manchmal weiß ich gleich nach Beenden des Buchs, was ich davon halte und wie ich das formulieren kann. Manchmal bin ich unentschlossen oder mir fehlen einfach die Worte oder ich muss es erst noch etwas sacken lassen. Dann können auch gerne ein paar Tage vergehen, bis ich die Rezension tippe :]


    LG
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von Pooly am Do 08 März 2012, 15:54

    Hallo Hannah! :)

    Ah, sehr interessant zu lesen, wie es dir so gut, da kann ich die meisten Sachen wirklich unterschreiben. Zum Beispiel das mit der Beeinflussung von anderen Rezensionen und Rezensenten geht mir ganz genau so.
    Du schreibst ja inzwischen wirklich oft Rezensionen, gibt es da eigentlich auch Dinge, die dir manchmal noch Schwierigkeiten bereiten? Ich zum Beispiel bin irgendwie immer etwas ratlos, wenn mich etwas am Handlungsverlauf stört, das erst gegen Ende aufkommt - wenn man im Grunde nicht drüber reden kann, ohne schon vieles zu verraten. Wie regelst du das? Schreibst du es dann einfach in Spoiler oder umschreibst du die Sache dann eher?

    Dass du dir Notizen machst, find ich echt interessant :] Machst du das irgendwo oder hast du ein kleines Büchlein dafür?
    Ja, das mache ich auch erst seit einiger Zeit und einige Punkte werden auch, wie du ja schon gesagt hattest, hinfällig, wenn sich zum Beispiel Fragen später klären. Ich schreibe aber auch wirklich nicht alles auf. Also es ist pro Buch höchstens eine Seite :) Und ich schreibe meistens auf Blöcke. Ich habe so gut wie immer meine beiden Blöcke dabei, das ist so eine generelle Macke von mir. Den karierten Block für Texte und Planungen und den linierten Block für To-Do-Listen und Organisatorisches. Und in den linierten kommen dann auch die Notizen zu den Büchern :) Wenn ich ihn nicht dabei habe und nichts aufschreiben kann, ist es aber auch kein Beinbruch, dann mache ich es später ...

    Wenn Leute auf Bücher stoßen, weil man sie vorgestellt hat, ist das natürlich immer ganz toll. Aber bevor man weiß, ob sie diesen Leuten gefallen, ist man irgendwie immer etwas hibbelig. Mir zumindest geht das so. Wie ist das bei dir? Befürchtest du manchmal auch, etwas Falsches empfohlen zu haben?
    Ah, ja, ich bin dann auch immer echt aufgeregt! Andererseits bereue ich es aber auch nicht, wenn dem Leser das Buch dann nicht gefällt - okay, ich glaube, das kam bisher noch nie vor. Aber wenn ich mich so in die Situation reindenke: Wenn ich ein Buch wirklich richtig toll fand, dann empfehle ich es auch gern und beschreibe genau, was mir gefallen hat und was nicht. Kaufen ist dann ja wie immer auf eigene Gefahr :) Obwohl ich eben teilweise auch wirklich sehr "ungewöhnliche" Literatur genial finde, wie "Das Menschenwild" oder "Das Gewicht des Schmetterlings" - Da weise ich aber darauf hin, dass ich es super fand, aber dass es nicht für jeden etwas sein dürfte. Wie sieht es bei dir aus? Hast du schon mal jemandem etwas empfohlen, das ihm gar nicht gefallen hat?

    Hast du denn manchmal auch Schwierigkeiten, deine Meinung zu einem Buch auszudrücken, weil es sich einfach nicht in Worte fassen lässt?
    Ja, also ich finde es generell manchmal einfach schwer, die Meinung zu einem Buch in Worte zu fassen. Manchmal kann man nichts kritisieren und irgendwie hat es einem doch nicht ganz gefallen. Und manchmal denkt man, dass man an einem Buch total viel anmerken könnte und irgendwie war es doch perfekt. Das hatte ich letztens bei "Das Licht in einem dunklen Haus", wo ich auf den ersten 50 Seiten echt dachte "Himmel, was ich das denn" und irgendwie war der Stil mit den Dialogen einfach so seltsam und es waren generell nicht viele Beschreibungen drin, auf die ich sonst so viel Wert lege. Und doch hat mich das Buch am Ende einfach so überzeugt und berührt und irgendwie war es einfach doch gut so wie es war. Da weiß ich denn selten, wie ich mich ausdrücken soll, wenn ich die Rezension schreibe ... Hm :)

    Liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von captaincow am Do 08 März 2012, 18:22

    Hey Marie (:

    Hach, schön, dass man auch über so ein Thema viel reden/schreiben kann Very Happy Ist wirklich interessant zu erfahren, wie jeder das für sich handhabt.

    Du schreibst ja inzwischen wirklich oft Rezensionen, gibt es da eigentlich auch Dinge, die dir manchmal noch Schwierigkeiten bereiten? Ich zum Beispiel bin irgendwie immer etwas ratlos, wenn mich etwas am Handlungsverlauf stört, das erst gegen Ende aufkommt - wenn man im Grunde nicht drüber reden kann, ohne schon vieles zu verraten. Wie regelst du das? Schreibst du es dann einfach in Spoiler oder umschreibst du die Sache dann eher?

    Hmm, ja, das find ich auch immer schwierig. Entweder umschreibe ich es dann oder ich kritisiere den Handlungsaufbau allgemein - oder sage halt, dass mir zum Ende hin einiges nicht gefallen hat, ich darüber aber nicht viel sagen möchte. Mit Spoilern arbeite ich bei so etwas nicht so gerne - die kommen dann eher vor, wenn ich mit jemandem über das Buch schreibe/diskutiere, der es bereits gelesen hat. Aber generell lasse ich die lieber raus und probiere die Sachen so weit zu umschreiben, dass sie nicht spoilern... Aber das ist wirklich immer ziemlich schwierig.


    Aw, das mit den Blöcken ist ja interessant Very Happy Den Tick hatte ich auch mal mit meinem Notizbuch, aber seitdem ich nicht mehr schreibe, ist das auch hinfällig geworden. Mein Kalender ist auch oft ganz leer, weil ich mir das meiste eh merke. Keine Ahnung warum, aber ich bin dann zu faul, irgendetwas aufzuschreiben und mach das lieber im Kopf x)

    Wie sieht es bei dir aus? Hast du schon mal jemandem etwas empfohlen, das ihm gar nicht gefallen hat?

    Nein, irgendwie ist mir das bisher auch noch nie passiert - zumindest ist es mir nicht bewusst. Bisher waren meine Buchempfehlungen immer gut oder ziemlich treffend. Vor allem bei bestimmten Leuten, bei denen ich einfach irgendwie einschätzen kann, was ihnen gefällt und was nicht. Da gibt's natürlich immer Ausnahmen... Dennoch ist mir das noch nicht passiert. Die meisten, die bei mir die Rezensionen kommentieren sind ja auch Buchblogger, deren Blogs ich verfolge - und da bekommt man ja doch einen Eindruck, was ihnen zusagt und was nicht :]


    Mir geht's in solchen Fällen wie dir. Wenn eigentlich alles gut ist und doch das gewisse Etwas an einem Buch fehlt, ist das meist sehr schwer zu beschreiben. Oder wenn ein Buch eigentlich seltsam ist und man während des Lesens skeptisch ist, aber am Ende (nach dem Lesen) das Buch nicht mehr aus dem Kopf bekommt und doch als etwas Besonderes sieht - wie beurteilt man das dann? Weil das Lesen selbst gut, aber nicht außergewöhnlich war - aber der nachträgliche Eindruck schon. Hach, das ist so schwer...

    Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass ich mich irgendwie wiederhole. Also dass viele Rezensionen so ähnlich klingen, dabei sind die Bücher vollkommen verschieden. Das ist dann auch irgendwie doof :]

    LG
    Hannah
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 07 Jul 2012, 11:44

    Guten Moorgen!

    Ich schreibe für eine Freundin immer meine Meinung zu den Büchern, die ich gerade zu Ende gelesen habe und mach es auch wirklich gerne. Ja, ich sagte gerade, dass ich es mag, aber was ich auf der anderen Seite nicht daran mag ist nachzudenken und zu begründen, warum ich es nicht mochte das Buch oder eben doch mochte ohne den Leser zu spoilern. Das finde ich etwas doof. Haha.
    Ich möchte dem Leser nicht schon alles verraten, ihn selbst das Lesevergnügen lassen, aber auch irgendwie sagen, was ich mochte ... Ach, ich merke gerade schon, dass ich viel zu kompliziert denke (:

    Den Eindruck schreibe ich meistens sofort nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe. Oft merke ich aber, dass es gar nicht so gut ist, denn man hat noch die Bilder vor sich, die Gefühle für das Buch schwirren noch durch einen ... Also ich habe gemerkt, dass es gut ist, wenn man sich ein paar Tage Zeit lässt dafür, aber oft beginne ich nach dem einen Buch fast sofort das nächste, also habe ich Angst, dass ich das andere nicht mehr so gut rezensieren kann und deswegen mache ich es eben sogleich nach dem beenden.

    Lesenotizen mache ich mir nicht, nein, aber ich schreibe mir oft sofort die Zitate auf, die ich total schöne finde von den Büchern ab, um sie anderen zu zeigen :) Das finde ich ist auch eine Art von Rezension, denn durch die Zitate kann man auch schon sehr neugierig auf ein Buch werden (und vielleicht es sich nur dadurch alleine schon kaufen wollen).

    Oft fehlen mir wirklich die Worte für das Buch, weil ich nicht weiß, wie ich es beschreiben soll, also wird sie auch sehr knapp und dann wird auch kaum mehr zu lesen sein, als "Es war toll". Obwohl ich das schlecht von mir finde, denn der Autor hat sein Buch sicherlich nicht für so eine Rezension geschrieben. *lach*
    Was ich damit sagen möchte ist, dass, wenn ein Autor eine Rezension zu seinem Buch lesen sollte, möchte er sicherlich lesen, was dem Leser so gut oder eben nicht an der Story gefallen hat und da ist die "Es war toll"-Aussage etwas sehr flach. Natürlich schreibe ich nicht mit solch einem Gedanken die Rezensionen, jedoch versuche ich eben dem Buch gerecht zu werden und die Vor- sowie die Nachteile aufzufassen.

    Liebe Grüße,
    Vee
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von ExituS am Mi 09 Jan 2013, 15:08

    Hallo! Very Happy

    Früher habe ich so gut wie nie Buchrezensionen geschrieben, aber irgendwie habe ich, seit ich bei Goodreads bin, damit angefangen, meine Meinung zu dem Buch zumindest kurz, manchmal auch ausführlicher, aufzuschreiben. Ich möchte einfach nicht die Bewertung abgeben und das Kommentar-Feld freilassen. Wink
    Notizen im eigenen Sinne mache ich mir nicht, aber wenn ich meinen Lese-Status auf Goodreads update, dann schreibe ich meistens, wenn mir etwas besonders positiv oder negativ auffällt, noch einen Kommentar dazu rein. Das kann dann schon ganz hilfreich sein, vor allem, wenn es schon etwas länger her ist, dass man begonnen hat, das Buch zu lesen.
    Ich tue das meistens gleich nach dem Lesen, damit das Buch als gelesen markiert wird und auch, weil nur so meine Meinung noch ganz frisch ist. Ich tendiere dazu, Bücher eher mittelmäßig werden zu lassen, wenn nach dem Lesen einige Zeit verstrichen ist, also schlechte Bücher ein wenig besser und gute Bücher ein wenig schlechter zu sehen. Ich weiß auch nicht so genau, warum das so ist.

    Ich finde Rezensionen auch sehr wichtig, irgendwie. Wenn jemand seine Meinung begründet darlegt ist das beim Buchkauf schon um einiges hilfreicher, als eine reine Bewertung. Eine Rezension hilft mir auch immer, einzuschätzen, wie sehr ich die Bewertung für mich ernst nehmen muss (wenn das irgendwie Sinn ergibt) - wenn da ein Stern gegeben ist und als Erklärung steht da "Langweilig habs nach 3 Seiten wegelegt doofe Caraktäre" dann hat diese Bewertung in meinen Augen einfach weniger Gewicht als eine ordentliche Rezension, die klar Schwächen und Stärken des Buches aufzählt. Da kann ich dann auch sehen, ob die Dinge, die der jeweilige Rezensent bemängelt, mich auch stören würden oder eher nicht.

    Liebe Grüße,
    Sarah
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von Tin am Do 10 Jan 2013, 19:57

    Huhu Hannah,

    ich entdecke diesen Thread ja jetzt erst!

    Also generell schreibe ich wirklich gerne Rezensionen - einfach aus dem Grund, dass ich sie auch immer gerne lese und es dann doch schön finde, meine Meinung mit anderen zu teilen. Ich muss allerdings sagen, dass mir das nicht zu jedem Buch gelingt. Manchmal habe ich einfach das Gefühl, nicht die richtigen Worte zu finden, sodass ich es dann lieber lasse. Dann mache ich mir immer nur für mich selbst ein paar kleine Notizen, wie mir das Buch gefallen hat oder eben auch, was ich daran bemängeln würde.

    Wenn ich dann aber mal eine Rezension verfasse, gehe ich da eigentlich nicht nach einem bestimmten Muster vor. Ich schreibe das auf, was mir gerade einfällt, kann mich aber nur sehr schlecht kurz fassen, weshalb meine Rezensionen dann doch meist sehr ausführlich ausfallen. Very Happy Notizen zum Buch mache ich mir während des Lesens nicht, ich notiere mir lediglich ab und an Seitenzahlen, auf denen Stellen stehen, die mir besonders gut gefallen oder mir in anderer Weise wichtig sind. Hmm, was gibt es sonst zu sagen ... Ich denke das ist so das Wichtigste gewesen. :)

    Danke für dieses interessante Thema!
    Liebe Grüße
    Tin
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    Re: Buchrezensionen

    Beitrag von Alania am So 13 Jan 2013, 00:55

    Hallo, Hannah! Very Happy

    Ah, was ein schönes Thema, dann will ich mich mal auch dazu äußern. -^.^-
    Also ich schreibe sehr gerne Rezensionen, aber im Grunde ... primär für mich selbst. Also ich habe schon ganz viele Rezis sozusagen in einem privaten Lesetagebuch und da lese ich gerne nach, was ich mir wann zu Gemüte geführt und wie ich es bewertet habe. Inzwischen poste ich meine Rezis auch bei Booklikes und naja, hier eben, wenn ich ein ausgesprochen gutes/schlechtes Buch gelesen habe. :)
    Ich verfasse meine Leseeindrücke direkt nach dem Lesen und mache mir im Grunde nur selten Notizen. x) Aus diesem Grund fallen meine Rezensionen meistens ultra kurz aus. x'D Aber da sie ja eh mehr für mich bestimmt sind und keinen weiteren Zweck erfüllen sollen, ist das, denke ich, okay. :'D

    LG
    Angie


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