Pooly's Kunst und Schreibforum

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    "Die Medien und der böse Wulff"

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    "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Tim am Fr 17 Feb 2012, 13:42

    Da es hier zu allem Möglichen ein Thema gibt, nur nicht zu diesem hier (zumindest habe ich keines gefunden), dachte ich mir - jetzt wo die ganze Sache mehr oder minder zu einem Ende gekommen ist - eröffne ich einmal mit den exakten letzten Worten ein Thema dazu.

    Klick mich für Wullfs Worte mit Bildmaterial.

    Klick mich für Merkels Worte mit Bildmaterial.

    Ich habe ja jetzt schon einige, breit gefächerte Meinungen gehört.
    Wie steht ihr dazu?

    Beste Grüße,
    Tim


    Zuletzt von Tim am Fr 17 Feb 2012, 15:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Janey am Fr 17 Feb 2012, 14:37

    Hallo Tim,
    also ich habe das schon lange erwartet und war iregntwie erfreut das zu hören. Politiker aus dem Ausland sich ja auch nicht sooo gut auf den lieben Wulff zu sprechen.
    Was ich mjich frage: Hat er die Rede selbst geschrieben? Das klingt und sie so aus, als ob er die Rede noch nie zufor gesehen hat und trägt das so monoton vor, ich wäre beinahe eingeschlafen Mr. Green

    Ich war zu der Zeit der Rede in der Schule und alle hatten die Handys rausgeholt, um zu wissen, ob er denn nun zurückgetreten ist. Da gab es Jubel, als die Nachricht laut gelesen wurde.

    Ich hoffe mal der oder hoffentlich die neue wird das besser machen und für Deutschland gut da stehen.

    Danke das du die Rede hier verlinkt hast, ich konnte mir vorher nichts unter solch einer Rückrittrede vorstellen.

    Liebe Grüße
    Jana
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Tim am Fr 17 Feb 2012, 15:17

    Hallo Jana,

    man kann zu dem ganzen Medientamtam wirklich geteilter Meinung sein, aber das ändert an der Faktengrundlage an sich nicht so richtig etwas. Ich habe jedenfalls jetzt schon eine Flasche Sekt kaltgestellt für heute Abend - nur, um mal meine Meinung zu dem Ganzen zu verdeutlichen.

    Er und diverse andere reden übrigens immer so, das ist also nichts Ungewöhliches, auch wenn man ihm die mediale Prügel der letzten Zeit tatsächlich angemerkt hat. Er wird die Rede aber zumindest zu Teilen sicher selbst geschrieben haben - wenigstens hoffe ich das.

    Ich habe jetzt nachträglich auch noch die Videoaufzeichnung von Merkels Statement zum Rücktritt oben im Eingangsbeitrag verlinkt.

    Wenn es einen Nachfolger gibt, hoffe ich das jedenfalls auch. Wobei ich mich da nicht unbedingt darauf verlassen möchte. Zumal man auch zur Thematik des Nachfolgers und der Nachfolgeregelung ziemlich unterschiedlicher Meinung sein kann.

    lG
    Tim
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Shira am Fr 17 Feb 2012, 17:37

    Hey,

    also ich bin erstaunt, wie lange er sich im Amt halten konnte. Die ursprüngliche Affäre hat ihn ja nicht zu Fall bringen können. Dass er letzten Endes dann doch zurücktreten musste, war zu erwarten. Es liegt einfach in der Natur eines Skandals.
    Aber ganz ehrlich, ich freue mich nicht. Ich finde es schade, dass wir über solche Probleme lang und breit diskutieren und dabei die wesentlichen Dinge aus den Augen verlieren. Oder wie es die Italiener geschrieben haben: "Die Deutschen haben Probleme mit Wulff? Gebt ihn uns, ihr kriegt Berlusconi!"
    Am Ende ist Wulff genauso ein Opfer wie Guttenberg, und ob die beiden gute Politiker sind oder waren, zählt einfach nicht. Wenn sie es waren, hätte man sie im Amt lassen sollen und wenn icht, hätte man das auf anderer Ebene lösen sollen, sie nicht in die Ämter bringen sollen, in dene sie waren, zum Beispiel.

    Kurz gesagt, ich find diese ganze Diskussion einfach lächerlich.

    Lg Shira
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Imaginary am Fr 17 Feb 2012, 17:57

    Hmm ... jein.

    Sagen wir es mal so: Ich weiß nicht, ob ich finde, dass der eigentliche Skandal (in seinen Anfangszügen) jetzt für mich ein Grund gewesen wäre, dass er zurücktreten soll.

    Womit ich aber definitiv der Meinung war, dass er zurücktreten sollte, war, als er dann anfing, die Medien manipulieren zu wollen. Denn das darf auch ein Politiker (oder gerade ein Politiker) in meinen Augen nicht und für mich geht das durchaus schon ein bisschen in Richtung Berlusconi *g* Auch wenn der natürlich noch ein ganz anderes Kaliber ist, das will ich nicht bestreiten.

    Trotzdem weiß man letztlich auch nicht genau, was da nun wirklich wie vorgefallen ist, denn ich halte die Bild Zeitung ehrlich gesagt für das allerletzte Schundblatt und na ja, so manch andere Zeitung orientiert sich dann an dem, was die Bildzeitung gesagt hat. Und dass die Medien einen auf der anderen Seite auch zu manipulieren versuchen, finde ich auch nicht wirklich besser.

    Ich bin da also wie gesagt etwas zwiegespalten, wie gesagt, die Sache mit der Presse ist für mich ein klarer Grund, warum jemand aus dem Amt scheiden sollte. Ohne Diskussion. Der Rest ... hmm, wie gesagt, da bin ich ein bisschen zwiegespalten, wie gesagt. Muss mir vielleicht nachher nochmal das oben verlinkte Video ansehen *g*
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Racheengel am Fr 17 Feb 2012, 18:14

    Es war irgendwie zu erwarten das er zurück tritt. Aber ganz ehrlich, ich bin zwar absolut keine Politikerfreundin, aber was mit Wulff da gemacht wurde ist unter aller sau. Ich meine, wenn ihr Geld von einem reichen Freund bekämt, würdet ihr euch doch sicher auch freuen, und das nicht an die große Glocke hängen wollen. Ist es jetzt schon ein Verbrechen Geldgeschenke anzunehmen, oder einen geschenkten Urlaub anzunehmen. (Ja ich weis, als Bundespräsident verdient er genug Geld, und auch jetzt verdient er noch mehr im Monat als manch einer in einem Jahr), aber seis drum. ich finde jeder hat ein recht auf ein Privatleben, auch Politiker, und das sollte man ihnen, trotz allen unmut ihnen gegenüber, lassen.

    Ich würde die ganze Aufregung ja verstehen wenn Wulf die Leute erpresst hätte, er die Gelder hinterzogen, veruntreut oder geklaut hätte... aber so.
    Das ist Wulffs Privatleben und das geht keinen was an, ist meine kleine bescheidene Meinung. ^^°

    Sollte ich in dieser ganzen Wulffafaire irgendwas nicht mitbekommen haben, so dürft ihr mich gerne ermahnen, korrigieren und berichtigen. ^^

    LG Racheengel
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Shira am Fr 17 Feb 2012, 18:31

    @Racheengel schrieb:Ich würde die ganze Aufregung ja verstehen wenn Wulf die Leute erpresst hätte, er die Gelder hinterzogen, veruntreut oder geklaut hätte... aber so.
    Das ist Wulffs Privatleben und das geht keinen was an, ist meine kleine bescheidene Meinung. ^^°

    Dito.
    Auf der anderen Seite kann man auch nie mit Sicherheit sagen, dass es nich ein Gefallen war und er im Gegenzug auch was für diejenigen getan hat bzw. es irgendwann mal tun würde, was ja auch der Grund ist, dass es ihm als Bundespräsident einfach - auch um seiner eigenen Willen wegen - nicht erlaubt war, dergleichen anzunehmen. Insofern ist es halt schon ein Skandal. Letzten Endes hat er diese Rolle aber akzeptiert und ich finde es durchaus in Ordnung, dass er während seiner Amtszeit solche Geschenke dann auch ablehnt - so schön sie sein mögen. Davor oder danach ist mir das sowas von egal... Damit würde ich ihm nicht seine Privatssphäre nehmen wollen, sondern es geht einfach auch darum, dass er weiter nach seinem Willen handelt und sich nicht bewusst oder unbewusst von jm anderem leiten lässt.

    Trotzdem. Das ganze Trara, das um die Affäre gemacht wird, ist so einfach nicht nötig. Er hat mist gebaut, er tritt zurück, fertig. Extra Sendungen auf ZDF, Sondersendungen im Radio und dergleichen sind da absolut unnötig.

    LG Shira
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von June am Fr 17 Feb 2012, 19:31

    Ähm, Leute. Er war vorher Ministerpräsident von Niedersachsen, auch ein solcher sollte Geschenke dieser Art nicht annehmen.
    Und um mal etwas anderes zu erinnern, es gibt da einen Regisseur, von dem heute im Fernsehen die Rede war. Für den hat das Land Niedersachsen eine Bürgschaft übernommen - und er hat, wenn ich das richtig im Kopf habe, Wulff zu einem Urlaub eingeladen.
    Jetzt weiß ich natürlich nicht, was da wie gelaufen ist, aber wäre Wulff ein ehrlicher Mensch, hätte er die Konsequenzen wirklich gefürchtet, hätte er diesen Urlaub niemals annehmen dürfen. Denn dieser Fall mit diesem Regisseur hinterlässt bei allen das dumpfe Gefühl, unser ehemaliger Bundespräsident könne ernsthaft korrupt gewesen sein.
    Selbst wenn dieser Urlaub nur eine Dankbarkeitsbekundung gewesen sein soll - es passierte offensichtlich viel zu oft, dass ihn jemand eingeladen hat.

    Dann kommt noch dazu, dass er von Anfang an gesagt hat, es wäre nichts gewesen - und beinahe jeden Tag wurde was Neues ausgegraben (sicher auch, um ihm wirklich eins auszumischen oder die besten Infos zu haben, sowas Fieses traue ich der BILD durchaus zu). Dann behauptet er, endlich ehrlich sein zu wollen - und wieder findet sich was?
    In meinen Augen musste er gehen, weil er sich immer tiefer in ein Konstrukt aus Lügen und Halbwahrheiten verwickelt hat, aus dem er sich jetzt nicht mehr befreien konnte.

    @ Racheengel: Du hast Mitleid mit ihm? Das kann ich nicht nachvollziehen, er selber hat sich in diese Situation gebracht. Hätte er nach dem ersten Vorwurf die Karten auf den Tisch gelegt und alles gesagt, was man so finden könnte, DANN hätte er den Medien den Wind aus den Segeln nehmen - und vielleicht bleiben können.
    Im Übrigen hätte er vorsichtiger sein müssen, dann hätten die Medien ihn und seine Frau nicht so "verletzen" können ...

    @ Shira: Findest du es unwichtig, dass der 1. Mann im Staat zurücktritt, nachdem sich mehrere Indizien finden, die besagen, er könne bestechlich sein? Das passiert nicht jeden Tag und natürlich braucht man keine Sondersendungen, die stundenlang dieselben Bilder zeigen, aber es einfach nur bei normalen Nachrichten zu erwähnen reicht da nicht.
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Shira am Fr 17 Feb 2012, 20:03

    @June: Sicher ist es nicht unwichtig, das behaupte ich auch nicht. Mir geht es dennoch zu weit, dass es Jubelschreie gibt, die leute den Sekt aus dem Keller holen, Sondersendungen veranstaltet werden, um das Ganze zum tausendsten Mal durchzusprechen und zu diskutieren und am Ende doch das Gleiche ERgebnis bleibt: Er ist zurückgetreten und wir brauchen einen neuen, der hoffentlich ein bisschen mehr Rückgrat zeigt. Dass er ein Moralapostel sein wird, ist zu bezweifeln. In diesem Sinne bleibt es für mich einfach idiotisch, dieses ganze Trara weiter mitanzuschauen. Vielmehr wird es Zeit,dass man sich ernsthaft Gedanken darum macht, wie es überhaupt so weit kommen konnte und was man in Zukunft besser machen sollte und mit wem...

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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von June am Fr 17 Feb 2012, 20:07

    Dass das übertrieben ist, finde ich auch, kein Thema. Und dass es echt genervt hat, innerhalb von zehn Minuten zwei Mal (!) denselben Kurzbeitrag auf n-TV zu sehen ...
    Das muss wirklich nicht sein, dass das so aufgebauscht wird. Trotzdem ist es gut und richtig, dazu vielleicht die ein oder andere Sondersendung zu machen, nur eben auch das in Maßen.

    Man kann es eben immer übertreiben :) (und damt das Ziel eindeutig verfehlen ... )
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Racheengel am Fr 17 Feb 2012, 20:33

    Ich sage ja nicht das er Mitgefühl von mir bekommt.
    Aber wenn etwas Privates in den Medien ausgeschlachtet und breitgetreten wird finde ich das nicht korrekt, weder bei Promis noch bei Sportlern oder Politikern.
    Ich meine, wenn wir Mist bauen würden wir doch auch nicht wollen das es überall herumgeklatscht wird. ^.~
    Okay, das der Anruf beim Bildreporter nicht das klügste war, darüber muss man sich nicht unterhalten. ^^°

    In Sachen Politik kenne ich mich so gar nicht aus, wer was darf und nicht machen darf. Da enthalte ich mich einer Äußerung.
    Und ich finde auch, es gibt gerade ganz andere Dinge über die berichtet werden sollte. ^.~

    Soviel noch mal von mir. ^^°
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von June am Fr 17 Feb 2012, 20:35

    Wenn er die geschenkten Urlaube mit irgendwelchen Privilegien "bezahlt", ist das nicht mehr privat Wink
    Und diesen Quatsch von wegen er habe alles bar zurückgezahlt, glaube ich mal sowas von gar nicht ...

    Vielleicht waren tatsächlich auch nur Freundschaftsdienste dazwischen, aber mir ist das zu auffällig, um noch legal gewesen zu sein.
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Shira am Fr 17 Feb 2012, 21:00

    Ganz was anderes: Wenn ich mir das Gemetzel, das JETZT schon um den neuen Bundespräsidenten beginnt, anschaue, wünsch ich mir glatt Wulff zurück. Hmpf...

    Kurz zusammengefasst die Standpunkte der Parteivorsitzenden im Brennpunkt(ich hoffe, ich hab jetzt nichts verdreht):
    Die Linken halten es für an der Zeit, dass eine Bundespräsidenten gibt und ärgern sich darüber, dass sie von Merkel ausgeschlossen wurden von den Beratungen um den neuen Präsidenten.
    Die Grünen halten sich für offen und können verstehen, wenn es kein Kandidat aus ihren Reihen wird.
    Die Opposition ärgert sich darüber, dass Merkel sagt, dass sie die anderen Parteien mit einbeziehen möchte, während Rösli meint, dass man sich beraten wolle und DANN die Opposition fragt.

    Also Leuts...das erinnert mich grad ein bisschen an unser hin und Her mit den Abivorbereitungen in der Stufe. Und ich dachte, wir hätten Schwierigkeiten...Wenn die sich weiter an winzigen Äußerungen festhalten, wo mal wieder gelabert wurde ohne zu denken, wird das auch weiterhin ncihts mit dem Bundespräsidenten. Ich hoffe, das kommt in den Medien nur falsch rüber und ist nicht wirklich so ein Kleinkrieg o.O
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    Re: "Die Medien und der böse Wulff"

    Beitrag von Tim am Sa 18 Feb 2012, 02:02

    Ha, interessant, wie schnell auch hier wieder die beiden Meinungsfronten aneinander geraten. Ich finde den Sekt auf das Ende dieser bodenlosen Schande für unser Land - und damit meine ich nicht die Person Wulff höchst selbst - durchaus gerechtfertigt. Es hätte viel früher Enden müssen und gar nicht erst zu dem Antrag auf Aufhebung der Immunität seitens der Staatsanwaltschaft Hannover kommen dürfen. Das ist der erste (!) Antrag auf Aufhebung der Immunität für einen Bundespräsidenten in der Geschichte der BRD und der Schaden, der dem Amt allein damit zugefügt wurde, ist immens und hätte vermieden werden können und müssen. (Allein die Tatsache, dass es tatsächlich zu diesem keinesfalls leichtfertig zu stellenden Antrag gekommen ist, beweist in gewisser Hinsicht die Authentizität bestimmter Vorwürfe, sonst würde er nicht gestellt.)

    Das Problem an der ganzen Sache ist im Grunde auch sehr einfach mit dem gerade erwähnten Sachverhalt zu erklären: Niemand darf strafrechtliche Ermittlungen gegen das Staatsoberhaupt (oder irgendeinen Politiker im aktiven Amt) einleiten. Demzufolge kann diesen ganzen zutage geförderten Indizien nur auf medialem Wege nachgegangen werden - die Medien haben also, ungeachtet der Art und Weise, wie sie es letztlich ausgeschlachtet haben, eine investigative Funktion übernommen und diese auch forciert in diesem Verfahren, so wie es rechtens ist und so wie es auch bei anderen Affären der Fall war. Da es sich bei Herrn Wulff um den Bundespräsidenten handelt, besteht an all den zutage geförderten Dingen entsprechend auch ein gesteigertes öffentliches Interesse (es ist nun mal ein öffentliches, den Staat und sein Volk repräsentierendes Amt und auch zuvor war er als Ministerpräsident eine öffentlichkeitswirksame Persönlichkeit) - bis in das Privatleben hinein, das eben auch als Vorbild-Leben für alle Deutschen fungiert. Wer sich strafbar macht - und ich rede hier im Konjunktiv, da noch nichts sicher bewiesen ist - muss dafür letztlich auch zur Rechenschaft gezogen werden - da steht auch, wenn nicht sogar gerade, ein Bundespräsident nicht drüber.
    Es besteht also, wie schon erwähnt, ein öffentliches Interesse an der Aufklärung all der im Raum stehenden Vorwürfe. Wer selbst nichts dazu beiträgt, diese aus dem Raum zu schaffen, oder sich zu gut deutsch quer und blöd stellt, wird in einem öffentlichen Amt nun einmal zerfleischt und demontiert. Angriffsfläche wird eben ausgenutzt und das ist nicht nur mit den Medien und öffentlichen Personen so, sondern auch überall sonst, auch da, wo niemand hinschaut (was dann bloß keinen stört, weil's niemand mitbekommt). Das hat auch schon ganz anderen Leuten den Kopf und das Amt gekostet - ich verweise auf Guttenberg, Koch-Merin und zuletzt Herrn Sauerland. Letztlich ist Wulff an seiner Miesere also selbst schuld und hätte das Ganze extrem entschärfen und leichter für ihn und die Öffentlichkeit machen können. Hat er aber nicht, jetzt haben er und wir den Salat.
    Allein durch die Art und Weise, wie er mit den Vorwürfen umgegangen ist, hat er seine eigene Glaubwürdigkeit und Integrität untergraben, er hat das Vertrauen in sich verspielt und das Vertrauen in eine "totale Entlastung" (oder wie er es auch immer nannte) lässt sich in seinem Verhalten der vergangenen Wochen nicht wiedererkennen. Würde er wirklich glauben, dass er vollkommen unschuldig ist, dann hätte er in der vergangenen Zeit kein Problem damit gehabt große Mühen zur Aufklärung der Angelegenheit auf sich zu nehmen. Das hat er nicht und sich somit eigentlich direkt von Anfang an durch seine Salamitaktik (ich hasse dieses Wort -.-) für das Amt untragbar werden lassen.

    Es bleibt also dabei, dass ich über alle Maßen glücklich darüber bin, dass es nun nicht noch in den Bundestag zur Abstimmung über die Aufhebung seiner Immunität gehen muss.


    @Shira schrieb:Ganz was anderes: Wenn ich mir das Gemetzel, das JETZT schon um den neuen Bundespräsidenten beginnt, anschaue, wünsch ich mir glatt Wulff zurück. Hmpf...
    Ich wünsche mir den Köhler zurück (der obendrein bewiesen hat, dass auch ganz andere Dinge schon zu einem Rücktritt führen können).

    Das ganze Tamtam um die neue Wahl innerhalb der zerstrittenen Parteien und dieses - entschuldigt - beschissene Taktieren um das Amt, was der ganz ursprüngliche Grund für diese Miesere ist (ich erinnere nur an die haarscharfe Wahl Wulffs vor einem Jahr) könnte man sich auf zwei Wege ganz einfach sparen:
    Entweder: Einführen der Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk mittels Verfassungsänderung,
    oder: Abschaffen des Amtes des Bundespräsidenten ebenfalls durch Änderung der Verfassung.
    Ich favorisiere letztere.

    In diesem Sinne eine gute Nacht.
    lG
    Tim

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