Pooly's Kunst und Schreibforum

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    SONATA

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    Starla
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    SONATA

    Beitrag von Starla am Di 03 Jan 2012, 22:54


    Um 2005 herum entstandene Kurzgeschichte, die ich zu einem Bild eines Klavierspielers schrieb. Feedback wie immer sehr gerne gesehen - ich hoffe, ihr lasst euch nicht davon abschrecken, dass der Text nicht nur eine DIN A4-Seite lang ist Embarassed


    SONATA spielt in England, Mitte des 19. Jahrhunderts. Elijah, Duke von Rochester, soll eigentlich das tun, was alle heiratsfähigen und gut situierten Adeligen doch eigentlich wollen: Eine Frau finden, heiraten, der Gesellschaft der Reichen und Schönen ausgiebig fröhnen. Doch von alle dem will er nichts wissen, denn seine Liebe gilt einzig und allein der Musik. Eigentlich... wenn es da nicht Hugh gäbe, der bereit zu sein scheint, der Musik um Elijahs Willen den Vortritt zu geben. Scheinbar bedingungslos?





    In das monotone Trommeln eines Herbstregens über London mischten sich die leisen Notenkaskaden einer Klaviermelodie, die sich in dem großen, dunklen Raum fast zu verlieren schien. Außer meterhohen Regalen gefüllt mit hunderten von Büchern und seinem Instrument, war der Pianist die einzige Seele in Hörweite seines Spiels.
    Mit einer schlafwandlerischen Sicherheit und der Eleganz stummer Leidenschaft bewegten sich seine Hände über die Tasten. Der Blick war gerichtet auf eine Traumlandschaft, die sich vor dem geistigen Auge des jungen Mannes mit jedem Takt mehr und mehr zu einer Art Wirklichkeit entfaltete, wie sie sich nur ein Träumer erdichten konnte. Und wenn er sie hätte bewandern können, wäre wohl das Klavier, das Instrument seiner Träumereien, das Einzige, was ihn abhielte, dieser trostlosen Welt den Rücken zuzukehren.
    „Was denkt ihr?“
    Das Lied verstummte.
    „Nichts.“
    Ein weiterer junger Mann, wenn auch wohl älter als der Pianist, trat an den Flügel heran. Ein Glas goldenen Brandys in der rechten Hand, die linke locker in die Hüfte gestemmt, sah er auf den anderen hinab. Aus seinem Gesicht hätte der Jüngere Belustigung, gemischt mit einer Spur Boshaftigkeit erkennen können – wenn er sich seinem Gast zugewandt hätte. Doch stattdessen zog er es vor, stumm durch das regennasse Fenster der Bibliothek auf die Straße zu starren. Die feucht glänzenden Pflastersteine schienen ihm ein erfreulicherer Anblick zu sein.
    „Es ist merkwürdig, Elijah“, sagte der andere schließlich. „Du, der du dein College lediglich Dank des Wohlwollens einiger Lehrer abgeschlossen hast, bist in der Lage Dinge zu erreichen, zu denen manche Männer selbst nach Jahrzehnte währenden Lebens in selbst auferlegter Askese nicht in der Lage sind.“ Er grinste, als wolle er sich so selbst zu einem gelungenen Witz beglückwünschen. Doch als Elijah ihn weiterhin seine deutliche Abneigung oder zumindest Gleichgültigkeit spüren ließ, gefror sein Grinsen allzu rasch. Derart unbefriedigt war er der Gesellschaft des Pianisten sogleich überdrüssig. Großen Schrittes entfernte er sich von dem Klavier und strebte eine große Tür an, aus der helles Licht aus einem Salon strömte. Dann jedoch schien ihm etwas einzufallen und er blieb stehen.
    „Wolltest du mir etwas sagen, Anthony?“ Elijahs Stimme unterstrich sein zartes Äußeres, beinahe geflüstert war seine Frage gewesen.
    „In der Tat, Duke… Ihr gedenkt nicht, euer Leben der Musik zu widmen, nicht wahr?“ Der Wechsel vom persönliche Du zum förmlichen Sie gab dieser Unterhaltung einen bitteren Beigeschmack.
    Elijah lächelte sanft, scheinbar nachsichtig, wie mit einem Schüler, der wider besseren Wissens wieder dieselbe Frage gestellt hat, auf die es nur eine Antwort gibt. „Wen würde es denn stören? Die Gesellschaft? Die Damen? Insbesondere… die Heiratsfähigen? Es kümmert mich so wenig, was andere an mir stört und was nicht.“
    „Wenn jede Note ein Penny wäre, ließen sich vielleicht die Schulden zurückzahlen, mit denen eure Anwesen belastet sind. Denkt an meine Worte. Und Elijah…“ Anthony drehte sich halb um. Und erstmals begegneten sich beider Blicke – kalt der des einen, gleichgültig der Blick des anderen. „Auch Kleinigkeiten können mich milde stimmen. Du könntest Unterstützung bekommen, wenn du nur wolltest.“
    Geräuschlos erhob Elijah sich von seinem Stuhl und klappte den Deckel des Flügels hinunter. Ernst blickte er dem Älteren in das Gesicht. „Da unterscheiden wir uns, Anthony. Ich will so wenig.“ Er umrundete den Flügel und verfolgte mit seinem Blick dabei die schmalen Finger, wie sie über den dunklen Lack des Flügels glitten. „Die Ehre, dich in meiner Nähe zu haben, ist mir manchmal schon zu viel.“ Elijah blieb stehen und lächelte. Trotz der Tatsache, dass er alleine war, alleine mit Anthony. Alleine wie schon sooft mit ihm, damals, auf dem College. Aber heute waren die Dinge anders. Denn nun, durch den Tod seines Vaters und dessen Erbe, besaß Elijah den Titel, der ihm eine Freikarte für die Welt der Männer sein sollte – so hatte er sich das zumindest vorgestellt.
    „Du verletzt mich“, sagte Anthony plötzlich und ungewöhnlich angebunden.
    Elijahs Stimme blieb ruhig und leise. „Das könnte ich nie. Glaub mir, Anthony. Alleine der alten Zeiten wegen.“ Und als er nun leicht den Kopf neigte, wie zu einem angedeuteten Diener voller Spott, hatte er sein Ziel erreicht. Anthony starrte ihn wortlos an, hob dann sein Glas zum Abschied und nahm tiefe Schlucke, während er mit betont gestraffter Haltung den Raum verließ.
    Elijah seufzte aus tiefstem Herzen. Wieder einmal mehr hatte er sich selbst bewiesen, was der Grund für ihn war, Anlässe, zu denen man auf adelige Gesellschaft traf, zu meiden – allen Gerüchten zum Trotz, die die allertollsten Wahrheiten sein sollen, wie ihm immer wieder aufs Neue zu Ohren kam. Abstruse Geschichten, wie die von einer teuflischen Missbildung, die er versuche zu verstecken, oder gar eine Krankheit, die nur junge Männer seinen Alters befalle, gehörten für ihn mittlerweile zum Alltag. Da Elijah niemals eine kämpferische Natur gewesen war, die sich durch viele Wortgefechte eine Art Schutzhemd hätte aneignen können, war er anfangs sehr betroffen gewesen über das, was gelangweilte Debütantinnen und verwöhnte Gentlemen über ihn lästerten Immer war sein Vater da gewesen, der ihn beschützt hatte. Der ihn hatte träumen lassen, was ihm gerade in den Sinn kam. Bis der Tod Elijah aus seinem Luftschloss stürzen und auf den Boden der Realität regelrecht zerschmettert liegen ließ.
    „Warum habt ihr aufgehört zu spielen?“
    Elijah wandte sich um. Eine dunkle Gestalt stand im Schatten des Lichtes, das hinter ihm aus dem Salon erleuchtete.
    „Es gibt keinen Anlass mehr zu spielen.“
    „Dann schafft euch einen.“
    Elijah blinzelte ein wenig, weil in das Licht sehen musste, als er versuchte, den Mann zu erkennen. Dann jedoch gab er auf und wandte sich kopfschüttelnd ab.
    „Ihr sprecht von Dingen, von denen niemand Ahnung haben kann.“
    „Wieso? Seid ihr der einzige, der Ahnung haben kann und darf? Wenn ihr so denkt, werdet ihr bald die Einsamkeit als eure Vermählte schätzen lernen müssen.“
    Elijah lächelte ein wenig verwirrt und wandte sich doch noch dem Mann zu. „Wer sind sie, dass sie so reden? Ich bin der Duke von Rochester. Also zollt etwas mehr… Respekt.“
    „Duke?“ Der Fremde trat aus dem Türrahmen und in die Bibliothek. Belustigung spiegelte sich auch in seinem Gesicht wider, doch im Gegensatz zu Anthony zuvor, wirkte es offen und keinesfalls arglistig. Ungeniert musterte er Elijah von oben bis unten – angefangen beim kastanienbraunen Haarschopf, der mit einer Schleife im Nacken zu kleinen Zopf gebändigt wurde, weiter zu den auffallend amethystfarbenen Augen, die gerade so blickten, als kannten sie noch nicht lange den Ernst, der dieser Welt innewohnt. Um dies jedoch festzustellen, nahm der Fremde sich scheinbar gerne die Zeit, Elijah lange in sein Gesicht zu schauen. Dieser wandte sich schließlich ab, weil er spürte, wie ihm die Röte in die Wangen schoss.
    „Wozu haben wir Titel, wenn sie nicht respektiert werden?“, sagte Elijah schließlich und wagte kaum, den Fremden anzusehen. Er wirkte fast wie ein zerknirschter Schuljunge, der von seinem Meister klein bei gegeben hatte. Nur hatte er seine Lektion nicht wirklich eingesehen – oder erkannt.
    „Duke – würdet ihr mir dann die Ehre erweisen und nochmals spielen? Man hört euch gerne zu. Es kommt einem vor, als gäbe es nichts als die Melodie, die ihr in eurem Kopf habt und hörbar macht für die, die verlernten, Harmonie zu fühlen.“
    „Ihr… ihr müsst Dichter sein…“, erwiderte Elijah unter leichtem Stottern.
    „Kaum.“
    „Ich verstehe nicht…“
    „Nun – es gibt kaum noch Anlass zu dichten.“
    Nach einem Augenblick des Schweigens, lächelte Elijah. „Dann schafft euch einen…“, flüsterte er. Plötzlich war es ihm kaum noch peinlich, dass er rot geworden war und nun wohl schon brennen musste.
    Der Fremde ging wortlos, aber ohne jegliche Hast an ihm vorbei und hob den Klavierdeckel hoch. Dann breitete er leicht die Arme aus. Wortlos lud er Elijah somit ein, an dem Flügel Platz zu nehmen.
    Schweigend setzte Elijah sich und der Mann nickte zufrieden. Dann stellte er sich an das Ende der Tastaturreihe und nickte ihm abermals zu. „Wenn ihr meint, keinen Anlass zum Spielen zu finden, seid euch selbst Anlass genug, werter Elijah. Und selbst dann werdet ihr noch jeden in eurer Nähe glauben machen können, ihr würdet nur für ihn spielen. Lasst mich das auch glauben. Es wäre eine Art von Illusion, die zu beschreiben und anderen vielleicht zu erklären, viele Gedichte wert wäre.“
    „Woher wisst ihr meinen Namen?“ Diese Frage lag Elijah auf der Zunge, doch er stellte sie niemals laut. Es gab keinen Anlass zu fragen.

    *

    „Ihre Majestät – der Pianist und Komponist Elijah Rochester, Duke von Rochester, ist nun zugegen und bittet um Audienz.“
    König Eduard VII, direkter Nachfolger seiner Großmutter, der glorreichen Königin Viktoria, war ein hagerer Mann mittleren Alters, der, trotz perfekt sitzenden Seitenscheitels und maßgeschneidertem Anzugs, seltsam unscheinbar wirkte – insbesondere im Kontrast zu allem erdenklichen Prunk in Gold und Ebenholz, wie er ihn so pompös und massig umgab. Seine blassen Augen zeigten nun jedoch so etwas wie einen kleinen Funken, nachdem der Diener den Namen des Gastest genannt hatte. „Wir empfangen ihn“, erwiderte er kaum hörbar und bemühte sich um eine möglichst strenge Haltung, wie es dem König von Gottes Gnaden nur zustand. Eine junge Frau, die mit ihm frisch vermählte Prinzessin Alexandra von Dänemark, stand halb hinter ihm, scheu wie ein junges Reh. Ihre großen Augen verfolgten mit einer Mischung aus Neugier und Angst, wie ein junger, schlanker Mann den Raum betrat. Seine dunkelbraunen Haare waren sorgsam zu einem tief sitzenden Zopf gebunden. Die vornehmen, amethystfarbenen Augen leuchteten so umso mehr, auch wenn sein außerordentlich hübsches Gesicht sonst keine Art von Gefühl erkennen ließ. Er kniete sich nieder und neigte seinen Kopf.
    „Ihr seid der kleine Wunderpianist aus Rochester, von dem mir erzählt wurde, nicht war?“
    Elijah hob seinen Kopf an, wagte seinen Blick jedoch nicht weiter als bis zu den Schuhen Ihrer Majestät zu erheben. „Ihr schmeichelt mir“, murmelte er ehrlich verlegen.
    „Nun, ich tue es gerne. Im Übrigen mein Beileid zum Tode ihres Vaters. Er war der britischen Krone treu ergeben.“
    „Er war ein tapferer Soldat in Eurem Dienste.“
    „Wenn ich mich echt erinnere, war er… Major?“
    „Das ist war.“
    „Bescheidenheit liegt im Blute der Rochesters, scheint es. Aber so soll es nicht sein. Ich habe von eurer… Lage erfahren. Ihr sollt wissen, dass die Windsors alten Freunden niemals den Rücken kehren. Ich würde euch gerne fördern, als meinen Hofkomponisten.“ Der König blickte schweigend auf den jungen Mann hinab. Schließlich jedoch siegte seine Ungeduld.
    „Nun?“
    „Eure Majestät, ich…“
    „Bitte, Eduard…“ Die Prinzessin legte Elijah eine Hand auf die Schulter und sah ihren Gemahl an. „Lasst ihn seine Entscheidung treffen, nachdem er ein wenig das Leben hier kennen gelernt hat. Du treibst wieder alles zu sehr an!“
    Der König blickte etwas irritiert, dann jedoch entspannten sich seine Gesichtszüge. Alexandra deutete dies zu recht als positives Zeichen und hauchte ihm einen kleinen Kuss auf die Wange. „Danke“, flüsterte sie und lächelte dabei zurückhaltend. Und als ob dieses Maß an Eigeninitiative sie selbst zu sehr überrascht und mitgenommen hätte, zog sie sich daraufhin in ihre Gemächer zurück.
    „Ihr werdet auf Windsor Castle leben, lasst es eine Weile sein“, sagte der König zu Elijah. „Werdet ihr heute Abend für uns spielen?“
    „Wie könnte ich ablehnen, wo ihr so großzügig zu mir seid? Ich danke euch vielmals.“
    Der König trat hervor und ließ einen Handrücken an Elijahs Wange ruhen. „Ihr seid so exquisit, wie man mir berichtet hat… Erdrückt euch nicht die Last eurer Pflichten?“
    Elijahs Atem war flach und er rührte sich nicht. „Ich habe meine Musik, Majestät.“
    Die Hand griff ihm leicht unter sein Kinn und hob es an, sodass Elijah den König anblicken müsste. „Wie ihr meint“, antwortete der Monarch, „wenn ihr glaubt, dass einem Manne dies genügt.“

    *

    Der Salon füllte sich zusehends mit dem Publikum aus den höchsten Kreisen des englischen Adels. Die Dutzenden Kerzen verwandelten den weiß vertäfelten Saal mit den vielen Spiegeln an den Wänden und zart schimmernden Kristalllüstern an der Decke in einen Traum aus fließenden Goldtönen, die die adrett gekleideten Gäste beinahe aussehen ließ wie kleine, hübsche Porzellanpuppen. Die in Brokat und Seide verwobene Eitelkeit einer Nation lag zu Elijahs Füßen, was jeden anderem gewiss geschmeichelt hätte. Anfangs noch war er auch dies zu akzeptieren und sich einfach ohne jegliche Selbstkritik und Vorteile geschmeichelt fühlen dürfen - als jedoch Anthony den Raum betrat, verwandelte sich Versuchung in schiere Unsicherheit. Alleine mochte er seinem alten Collegekameraden die Stirn bieten können, doch hier, in der Gesellschaft, wo Anthony stets zu etwas sehr Mächtigem und Gefährlichen aufblühte, wusste Elijah instinktiv, dass er nichts würde ausrichten können. Sowohl Verteidigung, als auch eine Flucht waren schier unmöglich.
    Anthony beugte sich zu dem König und flüsterte ihm kurz etwas zu. Der Monarch nickte und Anthony steuerte den Flügel an, der auf einer leicht abgesetzten Eben über drei, vier Stufen erreichbar war. Mit theatralischer Gestik wandte er sich sodann an das erlesene Publikum.
    „Ihre Majestät, hochverehrte Prinzessin, meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich habe die Ehre, ihnen ein musikalisches Talent anzukündigen, das in seiner Virtuosität und seinem Genie seinesgleichen sucht. Elijah Rochester, Sohn und Nachfolger seines Vaters Samuel Rochester, Duke of Rochester, wird sie alle gefangen nehmen, ohne dass sie auch nur den Hauch eine reellen Chance hätten, sich dem Bann zu entziehen, der seinem Spiel innewohnt. Ich wage ernsthaft zu behaupten, und das sage ich zugegebenermaßen auch nur, weil es mir von allen Seiten bestätigt wurde, - nun, ich wage zu behaupten, dass unsere Majestät mit diesem Mann eine Persönlichkeit fördert, die später einmal in die Annalen eingehen wird. Bitte, begrüßen sie mit mir den Duke of Rochester. Applaus, Applaus!“
    Elijah schloss die Augen. Warum hasste er solche Auftritte? Er schalt sich einen Narren, während er milde lächelnd in den Salon trat, direkt neben das Klavier und sich mehrmals verbeugte. Für ihn war das Publikum nichts als ein Haufen schwächelnder Geister, die versuchten, das Fehlen jeglichen Intellekts mit der Teilnahme an kulturellem Pflichtprogramm zu übertünchen. Ihr morbides Interesse an allem, was neu, gewissermaßen jungfräulich war, ekelte Elijah an. Doch um das zu retten, was sein Vater aufgebaut hatte, würde er sich missbrauchen und wegwerfen lassen müssen, wie einen alten Gaul, der kurz und scharf geritten und schließlich für zu wenig ausdauernd befunden wurde. Dies war das Spiel, das er spielen musste.

    *

    Das Bett seiner Gästesuite war kein Bett, sondern ein Himmel. Elijah sank spät in der Nacht tief in die weichen Stoffe, die kunstvoll drapiert ausgesehen hatten wie aus Stein gemeißelt. Etwas federten sie sogar noch nach, schließlich jedoch ruhte der junge Mann erschöpft und mit geschlossenen Augen auf seinem traumhaften Lager. Der sanfte Gong einer Standuhr zur vollen Stunde drang kaum in seinen Schlaf hinab, in den er langsam abglitt.
    Plötzlich jedoch riss Elijah seine Augen auf. Wie von Sinnen stürzte aus seinem Schlafzimmer nach draußen auf den Flur. Weniger wie ein Gentleman, eher wie ein kleiner Junge lief er durch die Gänge, bis er von einer Gruppe Palastwachen aufgehalten wurde.
    „Sir, das Rennen im Schloss ist strengstens untersagt, selbst für Gäste des Königs.“
    „Verzeiht, ich bin nur… in Eile.“ Elijah keuchte leise. „Ich habe mich nur verirrt und war etwas in Panik. Wie komme ich in den Park?“
    „Wir begleiten Euch dorthin.“
    „Nein, nein, bitte…“ Elijah schüttelte heftig den Kopf. „Ich möchte alleine sein. Sagt mir nur, wo ich langgehen muss! Ich habe es wirklich eilig!“
    Die Wachen beschrieben ihm den schnellsten Weg in den Park, der direkt an das königliche Schloss angrenzte. Draußen angekommen lief Elijah langsamer, denn der Boden war mit Kies ausgelegt, der auffällig laut unter seinen Füßen knirschte. Schließlich blieb er stehen, mit geröteten Wangen und wirren Haarsträhnen im Gesicht, die sich aus seinem Zopf gelöst hatten.
    Einige Minuten stand er so da, bis plötzlich eine schwarze Kutsche mit vier edlen Rappen vorfuhr. Elijah ließ den Kutscher gar nicht von seinem Podest absteigen, um den jungen Duke beim Einsteigen behilflich zu sein, sondern öffnete die Kutschentür gleich selbst und zog sie dann rasch hinter sich zu. Plötzlich legte sich eine Hand auf seinen Mund und er erstarrte.
    „Wie viel ist dem König wohl sein neuer Zeitvertreib wert?“, flüsterte eine Stimme neben ihm. Das Gesicht des anderen blieb im Dunkel der Nacht verborgen.
    Elijah zog die Hand leicht aus seinem Gesicht, hob seine andere und ertastete sein Gegenüber sorgfältig. Dann seufzte er und lehnte sich erschöpft an die Brust des anderen, der ihm einen liebevollen Kuss auf den Haarschopf gab.
    „Ich träume immer noch“, sagte Elijah.
    „Wovon?“
    „Von unserer ersten Begegnung. In der Bibliothek. Auf dem Ball der Hastings.“
    „Von dem du nichts mitbekommen hast, mein Lieber…“
    „Was soll ich mit Floskeln, wenn sie das Gegenteil von dem sagen sollen, was ich denke? Es ist so anstrengend oberflächlich und...“ Der junge Mann verstummte.
    „Du bist so müde. Was machen sie mit dir?“
    Elijah schloss seine Augen und legte eine Hand auf die Brust des anderen. „Sie hören nicht auf zu spielen.“
    „Sie haben Gefallen an dir gefunden. So wie ich.“
    „Nein. Das ist etwas ganz anderes.“
    Der andere Mann lachte leise. „Wirklich?“
    „Ja“, murmelte Elijah. „Du küsst ganz anders.“ Abrupt fuhr er hoch, als eine Hand ihn auf das Gröbste fort stieß.
    „Wie bitte?“
    „Hugh“, begann Elijah, „ich…“
    „SCHWEIG! Ich will das nicht hören. Elijah. Und glauben - glauben Will ich das auch nicht, was du eben gesagt hast.“
    „Du kennst sie nicht“, verteidigte der junge Mann sich daraufhin verzweifelt. „Welche Wahl hätte ich denn schon? Auf mein Gut zurückkehren und warten, bis die Schulden mich verschlungen haben? Hugh, ich könnte mit meiner Musik mehr erreichen! Sie fördern mich!“
    „Widert es dich nicht an?“
    „Doch. Ich hasse sie dafür. Jeden einzelnen. Denn niemand hört auf mit diesem Spiel, alle machen sie weiter und weiter… Bis sie alles verloren haben oder sterben. Bis das, was sie einst besaßen, sie nicht mehr attraktiv macht.“
    „Wenn du das Spiel, wie du das nennst, begriffen hast - warum lässt du dich darauf ein? Glaubst du, du würdest wegen deiner Musik beachtet?“
    Ganz plötzlich riss Elijah die Wagentür auf und sprang hinaus. Langsam, als ob ihm jede kleine Bewegung fast das Herz zerreißen würde, wandte er sich dem Innern der Kutsche zu. Im Licht der Lampen am Kutschbock schimmerte es feucht in seinen Augen. „Sprich nicht weiter, Hugh.“
    „Geistige Hurerei ist das eine, Elijah. Aber das andere… ist dein Körper. Der gehört nicht denen.“
    „Aber DIR?!“, rief Elijah wütend und erste Tränen rollten über seine Wangen. „Ich bin niemandes Besitz! Niemand hat sein Recht auf mich! Weder du, noch sonst irgendwer!“
    „Dann spiele nicht mit anderen, indem du sie glauben machst, sie besäßen dieses Recht. Wer liebt… könnte verzeihen. Aber wer besitzen will, ist zu allem fähig. Elijah…“
    „LASS MICH! GEH MIR AUS DEN AUGEN!“ Der junge Man schluchzte auf. „Du zwingst mich dazu, du bist schuld! Und sie auch. Alle da drinnen, alle diese selbstverliebten Kerle mit ihren kranken Ideen!“
    „Elijah!“
    Wortlos drehte Elijah sich um. Allzu bald verstummten seine Schritte in der Dunkelheit.

    *

    Belanglos schien ihm die Melodie zu sein, die leise vor sich herplätscherte, ungehört und gespielt ohne Freude an ihr. Schließlich gab Elijah es ganz auf und drückte seine beiden Hände flach auf die Tastatur. Ein gequältes Notenwirrwarr stieg langsam aus dem Klaviergehäuse herauf und verblasste allmählich wie ein Albtraum nach dem Erwachen. Mit einem lauten Knall ließ Elijah den Klavierdeckel fallen und riss seinen Klavierstuhl um. Mit geballten Fäusten wanderte er auf und ab, mit verbissener Miene, bis ihm ein klagender Schrei entfuhr, der ihn herzzerreißendes Schluchzen überging. Langsam drehte er sich zu Anthony um.
    „Niemand sollte hereinkommen“, stieß er zwischen den Zähnen hervor. Seine Augen blitzten, er wollte wütend aussehen. Doch nach Anthonys Reaktion zu urteilen, sah er nicht wirklich zum Fürchten aus.
    „Ich habe dich dem König empfohlen“, begann er und lehnte sich betont locker an den Kamin, eine Hand hinter dem Rücken. „Ich habe dich empfohlen“, wiederholte er, „weil du dir von mir nicht helfen lassen wolltest.“
    Elijah grinste, fast wahnsinnig vor Wut. „Weil du mich nicht haben konntest.“
    „DU BRINGST MICH IN VERLEGENHEIT!“, polterte Anthony da mit verzerrtem Gesicht.
    Elijah schreckte zurück und stieß dabei an den Flügel. Seine Wut war mit einem Male wie verflogen und machte etwas anderem Platz, dass viel schlimmer war, nämlich – Angst.
    Augenblicklich begriff Anthony dir Wirkung seines Auftretens auf den jungen Mann. Er räusperte sich. „Der König ist nicht nur von dir enttäuscht, mein Lieber, auch von mir. Aber dass dich das nicht kümmert, konnte ich ja schon ahnen. Dass du jedoch so dumm bist, so ausgesprochen dumm, dir dein eigenes Grab zu schaufeln…“ Anthony lachte kurz und lieblos auf. „Das begreife ich einfach nicht. Also, Elijah…“ Er trat auf den jungen Mann zu, der wie erstarrt am Klavier verharrte. “Warum spielst du nicht mehr?! Warum wirfst du weg, was dir gegeben ist?”
    „Ich weiß nicht“, murmelte Elijah und griff sich an die Stirn. Mit einer Hand am Klavier gestützt taumelte er zu Seite. „Vielleicht… weil ich… weil ich… weil…“

    Wenn ihr meint, keinen Anlass zum Spielen zu finden, seid euch selbst Anlass genug.

    „Dies ist deine Welt. Und so sehr du auch wolltest, ich könnte dir niemals gehören. Verstehst du, Anthony?“ Elijah sah auf und lächelte. „Du müsstest mich teilen. Mit allen anderen.“
    Anthony trat auf ihn zu. „Aber Elijah“, flüsterte und starrte auf die Träne, die auf Elijahs rechter Wange glitzerte, „das haben Huren nun einmal an sich…“ Er beugte sich hinab und küsste die Träne fort. „Ganz besonders du. Manchmal muss man einen Käfig bauen, um sich das Schönste behalten zu können, ehe es lernt zu fliegen und für immer fort ist.“ Er umschlang die Hüfte des jungen Mannes und drückte ihn beinahe väterlich an sich. Wortlos ließ Elijah alles geschehen.
    „Ich werde dich teilen, aber das hat mir zu genügen. Du wirst großartig sein, denn du wirst die Welt so verhexen, wie du mich verhext hast. Ich werde deine Stücke drucken und spielen lassen, und – du, du wirst spielen, denn du gehörst niemandem - aus dem, der dich hören will. Verstehst du, mein Kleiner? Alles hat seinen Preis.“
    Ja, dachte Elijah. Es muss wohl stimmen. Egal was er jetzt tun würde, es hatte alles seinen Preis.

    *

    Das Abbeylane Konzerthaus war das erste, das Elijah von der Bühne aus kennen lernte. Er, der sonst im Publikum gesessen hatte, war nun selbst das, weswegen hunderte fein gekleideter Damen und Gentlemen in den Saal strömten. Sie wollten ihn sehen. Sein Spiel. Das Spiel. Aber solange er auf der Bühne war und am Klavier saß, konnte ihm niemand etwas anhaben. Weder der König, noch Anthony. Niemand, außer ihm selbst. Seine Hände waren ihm schwer wie Blei, als er den Stuhl an das Klavier zog, sich setzte und den Deckel hochklappte. Es war Verrat an dem, was er so liebte. An der Musik und an dem Mann, der ihm wohl nicht verzeihen konnte.

    Wer liebt könnte verzeihen. Aber wer besitzen will, ist zu allem fähig. Wenn ihr meint, keinen Anlass zum Spielen zu finden, seid euch selbst Anlass genug. Liebt euch selbst genug, um der Gier der anderen zu entgehen und um nicht das zu verlieren, was ihr liebt.


    Elijah sah auf. In den Logen erloschen die Lichter. Und während alles um ihn herum verblasste und alle warteten, dass er zu spielen beginnen würde, entdeckte er ihn. Er war so groß und schön, mit seinen Haaren dunkel wie Ebenholz, offen und schulterlang. Seine klaren Augen wirkten aus der Entfernung wie zwei dunkle Opale, doch Elijah wusste, welch tiefes Grün sie hatten. Und wie gerne er sie auf sich ruhen wusste. Hugh lachte und gab seinen Zylinder einem Pagen. Seine Bewegungen zeugten von einer Selbstsicherheit, die Elijah immer so an ihm bewundert hatte. Die ihm in wenigen, schönen Augenblicken vollkommene Sicherheit hatte vermitteln können. Ganz Gentleman bot Hugh seinen Arm dar - ein hübsches, dunkelhaariges Mädchen umschlang ihn mit einem vergnügten Kommentar auf den Lippen. Dann setzten sie sich. Ihre Loge wurde dunkel.

    „Sir? Duke? Sie sollen mit ihrem Klavierstück beginnen, man wartet schon ungeduldig. Ist alles in Ordnung?“
    Elijah sah zu dem Mann auf, der an den Flügel herangetreten war. In seinem Blick zeigte sich deutlich ehrliche Besorgnis.
    „Nein“, flüsterte Elijah und starrte auf die Tasten. „Nichts ist in Ordnung. Dies ist nur nicht der richtige Ort zum Spielen. Ist das nicht wunderbar?“
    „Sir? Sir! Ihr könnt doch nicht… Bitte, Sir, ihr könnt doch nicht jetzt die Bühne verlassen! Sir! SIR!“

    *

    „Wer sind sie?“ Elijah hatte die Tür nur einen Spalt breit geöffnet. „Der Duke of Rochester ist momentan nicht zu sprechen.“
    „Sir…“ Der Mann stellte seine beiden Koffer ab. „Wenn ich mich vorstellen dürfte. Mein Name ist Vincent Parker. Ich bin Hausdiener und möchte in ihre Dienste treten.“
    „Der Duke hat derzeit nicht vor, jemanden einzustellen. Außer mir sind alle seine Diener entlassen worden. Sie müssen doch davon gehört haben, oder?“
    „Sicher, sicher, Sir. Aus diesem Grund bin ich ja hier. Ich bin durchaus bereit, für einige Zeit unentgeltlich für sie… für ihren Duke zu arbeiten. Bitte, lesen sie meine Präferenz.“
    Elijah nahm durch den Türspalt einen marmorierten Umschlag entgegen. Hastig riss er das dunkelrote Siegel auf und überflog den Brief. Dann, langsam, öffnete er die Tür.
    „Ich kann ihnen ein Quartier anbieten, Essen gibt es auch. Auch wenn ich hoffe, dass es ihnen in seiner Einfachheit genügen wird.“
    Vincent verzog keine Miene, nahm seine Koffer und trat in die Empfangshalle des Rochester-Anwesens. „Darüber, Sir, müssen sie sich nicht den Kopf zerbrechen. Dafür sind wir schließlich da.“
    „Wie bitte?“ Notgedrungen machte Elijah Männern und Frauen Platz, die auf einen Wink Vincents schweigend eintraten und sich vor ihm aufstellten.
    „Sir, wir haben bereits Erfahrung mit solcherlei Arbeit im Hause der Wellingtons gesammelt. Im Übrigen ist es uns eine Ehre, ihnen dienen zu dürfen. Master Hugh hat viel über sie erzählt.“
    „Hat er das?“, murmelte Elijah. „Bitte, würden sie mich durchlassen?“
    Die Bediensteten bildeten eine Gasse. Sorgsam machte Elijah Schritt um Schritt, bis er draußen auf dem oberen Treppenansatz stand.
    Und seine zögerlich aufkeimende Hoffnung wurde bestätigt. Es war Hugh. Er stand am Treppenansatz und drehte sich gerade um, als er jemanden sich nähern hörte.
    „Elijah, darf ich dir meine Schwester Grace vorstellen?“ Hugh lächelte das dunkelhaarige Mädchen an, das er an einer Hand hatte. Sie war es, die Elijah zusammen mit Hugh bei dem Konzert gesehen hatte. Bei dem Konzert, das doch keines wurde, weil…
    „Elijah?“
    „Hugh, ich-“
    „Wir haben Zeit. Während meine Leute dies alles hier wieder auf Hochglanz bringen, würde ich dich gerne einladen, zu uns nach Wellington Castle.“
    „Wir haben ein wunderschönen, neuen Flügel“, bemerkte Grace und grinste ihren Bruder an. „Nur kann bei uns niemand Klavier spielen.“
    „Das macht nichts“, sagte Elijah da. Die Tränen in seinen Augen ließen erahnen, was ihm diese Einladung bedeutete. „Ich habe schon lange eine Melodie im Kopf, die mich ständig verfolgt Ich werde sie aufschreiben müssen. Ich werde Notenpapier brauchen.“
    Hugh tippe sich an den Zylinder und freundlicher Schalk blitzte in seinen Augen. „Wir können dir keinen Weltruhm bieten, mein junger Duke. Aber sonst ist alles da, was du brauchen wirst.

    Es war schon immer da.“

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    Re: SONATA

    Beitrag von SaKi am Sa 10 März 2012, 21:18

    Hallo anouk,

    erst dachte ich "Eigentlich habe ich grad gar keine Lust auf längere Texte", aber dann habe ich deine Geschichte doch gelesen und habe es nicht bereut.
    An sich ein guter Text mit nachvollziehbaren Handlungen und Charakteren. Dein Stil gefällt mir meistens auch sehr gut, er ist auch passend für die Zeit und die Gesellschaftsschicht, die du behandelst.
    Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Klarheit und Tiefe gewünscht. Es ging ziemlich Knall auf Fall, ich konnte manchmal nur raten, was zwischen der einen und der anderen Szene vorgefallen war. Für das Warmwerden mit den Charakteren ging es etwas zu schnell, finde ich. Ich hatte keine rechte Gelegenheit, sie richtig zu verstehen, sie vollkommen kennenzulernen und ihr Handeln und ihre Gefühle mitzuerleben. An sich kommt die Quintessenz deiner Geschichte schon gut heraus, aber ich glaube, du hättest tatsächlich einen Mehrteiler daraus machen sollen. Dem Ganzen mehr Raum geben. Ich glaube, dann wirkt die Geschichte reifer und man kann sich als Leser besser in die Handlung und die Charaktere fallen lassen.
    Ich denke, sie alle sind auf ihre Weise sympathisch und glaubhaft, aber ich glaube, da geht noch mehr. Du hast jedenfalls mit dem vorliegenden Text eine sehr gute Grundlage, die du unbedingt ausbauen solltest.

    Ab und an hat sich der Flüchtigkeitsfehlerteufel eingeschlichen, es fehlt mal ein Wort, ein Satzzeichen oder es gibt einen Buchstabendreher. Das findest du aber sicher alles leicht beim nochmaligen Lesen.

    Jedenfalls gefällt mir deine Idee sehr gut und ich hoffe, mehr davon lesen zu können.
    Es ist sicher nicht einfach, das Leben von Elijah und vor allem die Wendung, die es mit dem Tod seines Vaters und dem Angebot des Königs nimmt. Dass er keinen anderen Weg sieht, als jenen, den er gewählt hat und dass er damit denjenigen vor den Kopf stößt, der ihm auf anderem Wege hätte helfen können ... da muss er durch. Durch Leiden lernt man augenscheinlich. Ich frage mich nur, was nach diesem Happy End aus Anthony geworden ist. Ob er dazwischen funken würde? Was sagt der König dazu? Und erst die ganzen Klatschbasen am Hof? Sicherlich kann man da als Leser noch viel weiterspinnen :) Wer weiß, ob Elijah es jetzt mit Hughs Hilfe tatsächlich geschafft hat ... Wink

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa 16 Dez 2017, 21:44