Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Amaranth [VF]

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    Dawn
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    Amaranth [VF]

    Beitrag von Dawn am Mo 14 Jul 2008, 08:10

    Bei einem Computerspiel war zufällig dieses Musikvideo von Nightwish mit dem Lied "Amaranth" drauf und als ich es mir angesehen und gehört habe, wusste ich, dass ich damit unbedingt eine Geschichte schreibe musste. Sowohl der Inhalt als auch das Video selbst ist einfach sehr inspirierend und schön. Es drückt genau die Wirklichkeit aus. Bisher habe ich soetwas noch nie gemacht und es ist wahrscheinlich nochnichtmals so gut geworden, aber naja. Ich kanns euch ja trotzdem zeigen. Habe es gestern um kurz nach 1 geschrieben, also es war auch schon ein wenig spät bzw. früh.
    Ich würde euch natürlich raten, das Video vorher oder nachher zu gucken, weil die Story daraus entstanden ist. Ich hoffe der Inhalt gefällt euch genauso wie mir. :)
    Kommentare zu meiner Umsetzung würden mir natürlich auch gefallen. 

    Nightwish - Amaranth Video

    Das Gelb-Orange der Morgendämmerung spiegelt sich auf der Wasseroberfläche des kleines Sees wieder. Grünbewachsene Gebirge, Gräser und Felder umzingeln den See, auf dem ein kleiner Steg ins Wasser ragt. Die zwei altertümlich gekleideten jungen Bauern angeln und spielen ausgelassen und fröhlich mit einem kleinen aus Holz gebauten Segelschiff auf der Wasseroberfläche. In ihren Gesichtern spiegelt sich die glitzernde und wellenförmige Wasseroberfläche wieder. Nichts ahnend hört der auf dem Steg sitzende Bauernjunge plötzlich ein Geräusch, welches ihn aufschrecken lässt. In dem Bach, der in den See mündet, liegt eine Frau auf einem Stein gepresst. Sobald die beiden Bauern sie entdeckt haben laufen sie los um der unbekannten Person zu helfen. 
    Dort angekommen winkt der zuerst angekommene Junge seinem Freund zu und sie trauen ihren Augen nicht. Vor ihnen liegt ein wunderschöner und erhabener weiblicher gefallener Engel - ein Mythos. Aus seinen geschlossenen Augen rinnt Blut hinunter. 
    Die Jungen, die in ihrer Jugend noch frei und ohne Vorurteile sind, wollen dem Engel helfen und ziehen ihn vorsichtig an Land. Unter ihren Händen fühlen sich seine großen Flügel an wie Daunen oder Gänsefedern. 
    Auf einer aus Holz angefertigten Liege tragen sie den verwundeten Engel, dem sie die Augen mit einem Tuch verbunden haben, über die vielen Wiesen und Wasserfälle ins Dorf. Nach einiger Zeit und viel verbrauchter Kraft können sie schließlich die ersten Häuser sehen. Einige Bewohner haben die Jungen schon von weitem ausgemacht und sich auf der Brücke versammelt. Beim vorübergehen starren die Alten aus der Stadt den Engel voller entsetzen an. Sie sehen in diesem wunderbaren Geschöpf nicht etwa die wahre Schönheit und Vollkommenheit, sondern das Unbekannte und somit gefährliche. 
    Ohne sie weiter zu beachten gehen die Jungen weiter, bis sie schließlich ihr eigenes kleines Holzhaus erreichen. Sie setzen sie auf einer Holzbank ab und begutachten sie. Als der jüngere der Bauern ihre Federn ungläubig betastet, schreckt der schöne Engel plötzlich graziös und voller Geschmeidigkeit auf. 
    Auch der Bauernsjunge schreckt erschrocken zurück. 
    Als er plötzlich Lärm von draußen hört, wendet er seinen Blick zur offenen Tür hinaus. Die Einwohner des Dorfes eilen schnellen Schrittes mit Fackeln auf die Holzhütte, in der sich der Engel befindet, zu. 
    Schnell widmet er sich wieder dem Engel und hebt sein Kinn vorsichtig und zutraulich hoch. Seine Bewegungen sind vorsichtig. Er weiß, was die Dorfbewohner vor haben und das er den Engel nicht retten kann. Schon immer hatte der Junge die älteren Menschen gehasst, die alles vernichteten und verbrannten, was ihnen zu anders oder unbekannt erschien. Ihre Seele und ihr Verstand war nicht mehr offen für neues. 
    Als er sieht, wie ihr eine blutige Träne an der Wange herunter läuft, öffnet er seine Hand und fängt diese auf. Es fühlt sich warm und sanft in seiner Hand an. 
    Plötzlich wird er aus seinem Traum hinausgerissen. Sein Vater kommt wutentbrannt auf ihn zu und reißt ihm vom Engel weg. Während er sich mit allen Mitteln versucht dagegen zu wehren, spürt der Engel seine Abwesenheit und die plötzliche ihm drohende Gefahr. Blind greift er mit seinen Armen durch die Gegend um nach den Schutz, der von dem Jungen ausging, zu suchen. Vergeblich. 
    Als der Engel plötzlich den rauchigen Geruch und die aufsteigende Hitze bemerkt weiß er, was geschehen ist. Die Bewohner des Dorfes haben die Hütte angezündet und stehen nun jubelnd und gröllend vor dem brennenden Haus. Sie sind zufrieden mit dem, was sie gerade getan haben, denn sie glauben nur, was sie sehen. Ein Engel gehört normalerweise nicht dazu. 
    Während das Holz der Hütte krachend zusammenfällt wird der Engel von seinem irdischen Leiden erlöst und in den Himmel aufgenommen. 
    Der Amaranth, also das Wunderbare, Vollkommene, vor dem sich die Menschen fürchten ist verbannt. 
    Auch er muss sich eingestehen, dass selbst, wenn man wunderschön und perfekt ist, man nicht von allen geliebt wird, denn die Schönheit und die Perfektion kann manchmal auch depressiv und melancholisch sein. 
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    Re: Amaranth [VF]

    Beitrag von Kelly am Mi 16 Jul 2008, 11:48

    Hallo Dawn!

    Eine interessante Geschichte, das muss ich zugeben. Die Aussage, die darin steckt, ist wirklich sehr wichtig. Viele Menschen lassen sich von Vorurteilen beherrschen und denken nicht daran, dass etwas, nur weil sie es nicht kennen, nicht automatisch auch gefährlich sein muss. Andererseits hat es in der Geschichte der Menschheit immer wieder Menschen gegeben, die sich über solche "Regeln" hinweggesetzt haben. Ansonsten wäre es nie zu Erfindungen und Änderungen gekommen.

    Jetzt aber zu deiner Geschichte:
    Ich habe sie ehrlich gesagt mehr als Schilderung aufgefasst. Du könntest noch viel mehr daraus herausholen, wenn du die Hauptfiguren reden lassen würdest, nicht einfach das Video beschreibst. Ich finde das Video auch sehr schön, aber du hast es im Text einfach nur wiedergegeben. Du könntest den Protagonisten einige Namen verpassen, etwas Spannung aufbauen... Ich bin sicher, da fällt dir (unter Tags Wink ) was ein.

    Was mir aufgefallen ist:
    weiblicher gefallener Engel
    Engel sind für gewöhnlich geschlechtslos und haben Jungennamen. Aber das ist natürlich deine Sache, wie du das regeln willst.

    Ein bisschen gestört hat mich diese Stelle:
    Die Jungen, die in ihrer Jugend noch frei und ohne Vorurteile sind, wollen dem Engel helfen und ziehen ihn vorsichtig an Land.
    Du nimmst hier die Botschaft schon etwas vorneweg. Das würde ich nicht tun, auch den Schluss gestaltest du ähnlich, indem du sagst, das Schönheit und Perfektion keine Garantie dafür sind, dass man geliebt wird. Diese Botschaften im Text zu erkennen, würde ich dem Leser selber überlassen. Er soll ruhig auch mitdenken und die BOtschaft daraus erkennen. Das würde irgendwie anders wirken... interessanter. So sehe ich das jedenfalls.
    Was noch so eine Sache ist, ist die mit den Vorurteilen. Ich weiß nicht, ob man allgemein sagen kann, dass Jugendliche keine Vorurteile haben. Vielleicht haben sie weniger als manche Erwachsene, aber es gibt genug Jugendliche, die auch in Vorurteilen denken. Es müssten da schon Kinder sein, von denen kann man das eher behaupten. Aber du hast dich ja an das Video gehalten.

    Ansonten finde ich die Geschichte von der Handlung her sehr schön (auch das Video). Versuch doch einfach, etwas mehr daraus herauszuholen. Ich wäre neugierig, ob du noch was daraus machst, das würde sich echt lohnen!

    LG Kelly
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    Re: Amaranth [VF]

    Beitrag von Dawn am Mi 16 Jul 2008, 21:13

    Danke für den Kommentar. Mir ist selbst während des schreibens aufgefallen, dass es mehr nach einer Schilderung der Situation klingt.
    Das ich die "Bedeutung" schon geschrieben habe war eigentlich auch meine Absicht, weil es so auch das rüberbringt, was ich in den Video sehe.

    Falls ich Zeit haben sollte werde ich es vielleicht nochmal überarbeiten. Wink
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    Re: Amaranth [VF]

    Beitrag von Bloodangel am Di 21 Apr 2009, 00:22

    Hallo Alex,

    wie versprechen habe ich nun auch einmal diese KG gelesen.
    Die Geschichte ist sehr interessant, aber was mir fehlt sind hier ein wenig die Gefühle! Nimms mir nicht übel okay?
    Die Idee ist wirklich sehr gut, aber die Angst von dem Engel und des jungen fehlen hier.
    Du hast Recht wie oft verurteilen wir etwas, nur weil wir es nicht kennen oder es nicht wahr haben wollen. Ich habe mir das Video natürlich vorher auch angesehen.
    Wenn dzu Zeit hast, könntest du es vielleicht ja einmal überarbeiten und auch ein paar Dialoge einbauen.
    Ansonsten ist sie schon sehr schön.

    LG
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    Re: Amaranth [VF]

    Beitrag von Dawn am Di 21 Apr 2009, 18:48

    Hey,

    danke für deinen Kommi. xD Du hast es wirklich gelesen. Very Happy
    Ich nehm dir das doch nicht übel. xD Ich habs ja selbst gemerkt und schon lange mit einer Überarbeitung angefangen. Aber dann hatte ich nie Lust, die noch weiter zu schreiben.

    Lg, Alex

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    Re: Amaranth [VF]

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