von Shira am Di 11 Okt 2011, 12:05
Hey Racheengel,
ich hab immer fest daran geglaubt, dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt und mich stets so angezogen, wie ich es für gut, sprich bequem, hielt. Meinen ersten Kommentar bezüglich meiner Kleidung erhielt ich dann von meinem eigenen Vater, als ich ihn mal wieder am Wochenende besucht habe: "Wie siehst du denn aus? Als kämste aus der Gosse!"
Daraufhin habe ich mich dann schon etwas geschämt - immerhin war das mein Vater! - und versucht, meinen Kleidungsstil etwas anzupassen. Aber irgendwie ist es doch mein eigener Geschmack geblieben.
Das hab ich dann in der Schule zu spüren bekommen: "Null Ausstrahlung" stand auf den Kommentarlisten bei mir, ein Kommentar sowohl von Jungs als auch von Mädchen. Bedeutung: Sie trägt keine Designerklamotten und erst recht keinen tiefen Ausschnitt. Voll uninteressant.
Schließlich dachte ich mir, wohl wissend, dass ich darauf am besten nicht eingehen sollte, dass man mal den Test machen sollte. Ich hab mich mit einer Freundin zusammengetan, wir sind zwei Abende hintereinander in die Disco. Am einen Tag hab ich mich eher wie immer gekleidet, am anderen war sie es. Gewechselt haben wir dann auf elegante Markenmode, zwar sehr bequem, aber durchaus auch preislich eine andere Wellenlänge als das bisherige - und letzten Endes der gleiche Stil.
Unser Ergebnis war dann, dass wir von den gleichen Jungen nur an dem Tag angesprochen wurden, an denen wir uns etwas "besser" gekleidet haben. Auch vom Barkeeper wurden wir eher bedient und selbst die Security hat nur diejenige kontrolliert, die nicht so fein gekleidet war.
Vielleicht war das alles nur Zufall. Was sicherleich kein Zufall war, war das eigene GEfühl hinterher. Ich persönlich hatte mich in meinen Klamotten eher zufrieden emfpunden, still und zurückhaltend. Irgendwie ist man automatisch in der Menge verschwunden. In den anderen Sachen hatte ich viel eher das Gefühl, jetzt aufzufallen, selbstbewusster zu sein,etc.
Mein Fazit nach diesem Test war, dass Kleider Leute ausmacht. Auf jeden Fall. Auch wenn ich mir wünsche, es sei nicht so.
Lg Shira