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    Yvonne Woon - Dead Beautiful

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    Yvonne Woon - Dead Beautiful

    Beitrag von Danwaith am Mo 03 Okt 2011, 21:26

    Yvonne Woon
    Dead Beautiful 01
    Deine Seele in mir


    Informationen zum Buch:
    Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    Verlag: Dtv
    ISBN-10: 3423760389
    Preis: 16,95€

    Dead Beautiful Reihe:
    1. Deine Seele in mir
    2. Unbekannt (Erscheinungstermin unbekannt)

    Kurzbeschreibung:
    Nur einen Kuss – nichts wünscht sich die 16-jährige Renée sehnlicher von ihrem schönen, doch seltsam unnahbaren Mitschüler Dante. Noch nie zuvor hat sie zu einem Jungen eine solch starke Seelenverwandtschaft empfunden. Aber obwohl die Anziehung zwischen ihnen spürbar ist, verweigert ihr Dante diesen Kuss. Warum? Und was hat es mit den ganzen seltsamen Fächern wie Bestattungskunde und Gartenbau an ihrer neuen Schule auf sich? Renée ist fasziniert von den alten Riten an ihrem Internat und gleichzeitig verunsichert. Denn es kommt immer wieder zu mysteriösen Todesfällen unter den Schülern ...

    Eigene Meinung:
    Nach dem Tod von Renées Eltern ist sich diese sicher, das sie keinesfalls eines natürlichen Todes, gestorben sind. Was sollten ihre Eltern beide an einem Arbeitstag tief im Wald machen? Wieso sollten sie beide zur gleichen Zeit einen Hezanfall haben und daran sterben? Und vor allem, was bedeutet der Mull der in ihren Mündern steckt und die Münzen die um sie herum verteilt liegen. Etwas geht nicht mit rechten Dingen zu, da ist Renée sich sicher. Zu allen übel verkündet ihr Großvater ihr auch noch das er sie an eine andere Schule schicken wird, das Gottfried-Institut in Maine. Nun verliert sie nicht nur ihre Eltern, sondern auch all ihre Freunde und die Dinge die ihr vertraut sind. Ihre neue Schule ist jedoch nicht das was sie gedacht hatte. Die Fächer sind merkwürdig und teilweise sehr makabar und die Regeln des Internats einfach nur merkwürdig. Da verliebt sie sich in den stillen aller Schüler: Dante Berlin. Ein absolut attraktiver Junge der die Einsamkeit vorzieht und mit niemandem redet. Mit niemandem, außer ihr. Doch weshalb? Renée fühlt sich vom Anfang an zu ihm hingezogen und bald stellt sie fest, das nicht immer alles so ist wie es scheint.

    Ich gebe zu, mit so einem tolle Buch habe ich nicht gerechnet nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte. Dead Beautiful hat mich wirklich aus den Socken gehauen. Zwar habe ich die ein oder andere Parallele zu Hex Hall gefunden - was vielleicht daran liegt das es noch nicht lange her ist als ich das Buch gelesen habe - aber ansonsten ist dies etwas völlig neues. Keine Vampire, keine Gestaltwandler, keine Hexen... nein, hier geht es um keines der bekannten Fantasy Geschöpfe, sondern um etwas faszinierend neues.

    Auch der Plot hat es wirklich in sich. Schüler sterben auf merkwürdige und doch vertraute Weise, die Schule belügt ihre Schüler und dann ist da auch noch die geheimnissvolle Gruppe von Dantes alten Freunden die alles und jeden zu verachten scheinen und etwas im Schilde führen. Und natürlich Dante selbst. Renée fühlt sich von ihm angezogen und verliebt sich schließlich in ihn. Nur in seiner Nähe kann sie den Tod ihrer Eltern vergessen, doch weshalb ist Dante so kalt? Am Anfang ergeben die ganzen Sonderbarheiten für sie keinen Sinn, doch irgedwann findet sie die Wahrheit über das Institut und seine Schüler heraus und damit auch das Geheimniss ihres Freundes.

    Ganz ehrlich, ich habe noch nie eine so tragische und selbstlose Liebesgeschichte gelesen. Renée und Dante sind wirklich ein besonderes Paar und durch viel mehr verbunden als es normal der Fall ist. Ich bin furchtbar gespannt wie die Sache mit den beiden ausgeht, denn die Uhr tickt und der Tod rückt eher näher.

    Apropo Tod, wer nicht gerne darüber liest, der sollte von diesem Buch besser die Finger lassen, denn der Tod lauert an jeder Ecke. Man wird ständig auf unterschiedliche Weise mit ihm konfrontiert und das Buch bekommt dadurch einen düsteren Touch der genau zur Geschichte passt. Das Gottfried-Institut umgibt wirklich viele Geheimnisse und eine interessante Entstehungsgeschichte.

    Fazit:
    Ein absolutes Muss für jeden der gerne etwas paranormales ohne die altbekannten Wesen wie Vampire, Gestaltwandler oder Hexen liest. Dead Beautiful ist düster, tragisch, geheimnissvoll... mit einem Plot der den Leser in seinen Bann zieht und einer Liebesgeschichte die trauriger nicht sein könnte.

    Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe, denn ich mir dann aber in Englisch holen werde.

    5/5 Sternen
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    Re: Yvonne Woon - Dead Beautiful

    Beitrag von Dawn am Fr 07 Okt 2011, 20:53

    Hey,

    ich habe letztens schon davon gehört und erst an eine Vampirstory gedacht, wobei mir dann auch gleich gesagt wurde, dass es sich dabei um kein typisches Fantasywesen handelt.
    Bisher habe ich wirklich gute Reflektionen dazu gehört, weshalb ich es sehr interessant finde und auch nach deinem Feeback darüber nachdenke, es bald mal zu lesen.
    Vielen Dank auf jedenfall für deine ausführliche Rezension. :)

    Lg, Alex
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    Re: Yvonne Woon - Dead Beautiful

    Beitrag von Salissa am Fr 14 Okt 2011, 13:06

    Hallo Danwaith,

    danke für die schöne Rezension! Mir hat sie sehr gefallen, obwohl ich das Buch anders erlebt habe :-)

    (Ich hatte meinen Eindruck zum Buch schon mal jemandem in einem Bücherforum geschildert und übernehme jetzt einfach mal meinen Text von dort bis auf ein paar kleine Änderungen).

    Bei "Dead Beautiful" hatte ich zuerst das Gefühl, ein vielversprechendes Buch zu lesen, aber inzwischen bin ich enttäuscht.

    Die Grundidee ist klasse und auch sehr originell - um Spoiler zu vermeiden, gehe ich hierauf jedoch an dieser Stelle nicht weiter ein.
    Nur so viel: Da ich Philosophie und andere humanistische Fächer in der Schule geliebt habe, war ich begeistert von der Idee der Autorin, dieses Themenfeld in eine Fantasy-Handlung einzubauen.

    Auch Dante mochte ich, beispielsweise, die humorvollen und ironischen Gespräche, die er sich mit Renéé liefert, dass er ein eher nachdenklicher Typ Mensch ist, Bildung im wichtig ist und wie er sich um Renée sorgt (beeindruckend: seine Entscheidung am Ende des Romans).

    Renéé war zu Anfang des Buch für mich eine ungewöhnliche Romanheldin ,mit der ich ehrlich gesagt nicht so schnell warm geworden bin. Das bewerte ich aber positiv, denn durch ihre robuste Art, ihre gleichzeitig bestehende Unsicherheit, ihr Interesse am Fach Gartenbau und ihre hin und wieder "große Klappe" unterscheidet sie sich definitiv vom Einheitsbrei der Fantasy-Buchheldinnen.
    Leider ging das Besondere an ihrem Charakter für mich immer mehr unter, je weiter die Handlung voranschritt und wurde durch ihre blinde Fixierung auf Dante und einige nicht nachvollziehbare Handlungen ersetzt.

    Mein größer Kritikpunkt ist die Ausarbeitung der Liebesgeschichte.
    Wie die Beziehung zwischen Dante und Renée beschrieben wird, fand ich, je weiter ich mit dem Buch kam, nicht gelungen, ja sogar nervtötend. Hier zeigt sich ein Makel, wie er leider in so einigen Fantasytiteln für Jugendliche zu finden ist - nämlich eine unglaubwürdige Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten.
    Anstatt einem richtigen, sich länger hinziehendem Kennenlernen, das die Zuneigung der beiden Charaktere für den Leser nachvollziehbar macht, wird schnell von der großen Liebe gesprochen, an der natürlich keine Zweifel bestehen, obwohl man sich gar nicht richtig kennt silent
    Oberflächlichkeiten wie gutes Aussehen dienen (in diesem Buch zum Glück nicht nur, aber für meinen Geschmack oft genug) als Begründung für die Gefühle der weiblichen Hauptperson zu ihrem männlichen Gegenstück.Der Held erscheint in den Augen der Ich-Erzählerin perfekt, nahezu übermenschlich und wird von ihr größtenteils blind angeschwärmt.
    Kurz: Mir fehlte es an echten Gefühlen, einer Liebe, die mich als Leser hätte mitfiebern und mitfühlen lassen.

    Daneben empfand ich einige Stellen in der Handlung als zu konstruiert und manche Schlussgolgerungen und Verhaltensweisen von Renée als unlogisch, z.B.
    Spoiler:
    dass sie sofort alles hinnimmt, was in der Séance passiert und gar nicht nach rationalen Erklärungen sucht, obwohl sie zu Anfang des Buchs als eher nüchterner Typ geschildert wurde.

    Ich bin eigentlich grundsätzlich dagegen, jedes Fantasybuch für Jugendliche/ junge Erwachsene mit "Biss" zu vergleichen, aber bei "Dead Beautiful" möchte ich es trotzdem tun. Denn es gab ein paar Stellen, bei denen ich das Gefühl hatte,
    sie fast genauso in "Twilight" gelesen zu haben (Stichwort Labor und Elektrizitätsgefühl z.B.).

    Der Schreibstil reißt das Ruder für mich leider auch nicht herum. Ich habe zwar schon ähnliche Bücher mit in meinen Augen schlechterem Stil gelesen, aber ...
    In Anbetracht der anderen Kritikpunkte hätte mich ein schöner Stil wieder etwas mit dem Buch versöhnt, aber dafür war er mir dann doch zu durchschnittlich.

    Insgesamt konnte mich "Dead Beautiful" leider anders als zuerst angenommen nicht überzeugen. Für die tolle Grundidee mag ich jedoch keine 2 Sterne vergeben und gebe dem Buch 2,5.
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    Re: Yvonne Woon - Dead Beautiful

    Beitrag von Pooly am Do 20 Okt 2011, 20:52

    Hallo Conny,

    interessant, danke, dass du dieses Buch hier vorstellst. Ich war schon einmal im Laden darauf gestoßen und hatte gleich überlegt, es zu kaufen, weil es eben ungewöhnlich klingt und ich auch das Cover sehr hübsch finde. Ich hatte mir danach einige Rezensionen gelesen und viel Positives erfahren, deswegen wanderte es schon vor einer Weile auf meine Wunschliste.

    Was du aber dazu berichten hast, Virgi, klingt ja nicht wirklich sehr toll. Gerade diese Twilight Sache und die ewige Nerverei mit der unbegründeten Liebe sind eben die Dinge, die mich an aktuellen Jugendromanen so sehr nerven - zumal ich eh immer wieder vergebens darauf hoffe, einmal einen Roman zu finden, in dem die Liebesgeschichte nicht vorhersehbar ist.

    Wie schade, dass es nun doch nicht so gut sein soll, wie erwartet. Ich denke, es kommt trotzdem noch auf meine Liste, wenn auch etwas weiter unten. Ich bin schon gespannt auf diese andersartigen Wesen. Mal sehen ...

    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Yvonne Woon - Dead Beautiful

    Beitrag von Danwaith am Do 20 Okt 2011, 21:23

    *seufz* Ein paar Punkte von Salissa kann ich verstehen, dieser Twilight Vergleich gehört allerdings nicht dazu. Wieso muss alles immer mit Twilight verglichen werden kaum das eine Szene kommt die einen an eine von Twilight denken lässt? Wenn es ein Buch wäre das wirklich fast 1:1 damit gleich wäre könnte ich es verstehen, so ist es mir allerdings unverständlich.
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    Re: Yvonne Woon - Dead Beautiful

    Beitrag von Salissa am Sa 22 Okt 2011, 18:44

    Ich bin an und für sich auch gegen Vergleiche, wenn diese unberechtigt sind. Aber für mich las sich diese eine Szene eben sehr ähnlich, vor allem, da ich noch die Aussage der Autorin aus einem Interview im Hinterkopf hatte, dass Twilight für ihren Roman neben bestimmten anderen Werken eine literarische Vorlage gewesen sei (was man meiner Meinung nach Dead Beautiful stärker anmerkt als den Einfluss, den laut Autorin z.B. Harry Potter gehabt haben soll). Daher fand ich es erwähnenswert.

    (Falls jemand Interesse am Interview hat, hier der Link. Aber Achtung, der erste Abschnitt enthält Spoiler, die Abschnittedarauf nicht mehr:

    http://www.dtv-dasjungebuch.de/dead_beautiful_yvonne_woon_interview_1194.html )
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    Re: Yvonne Woon - Dead Beautiful

    Beitrag von Danwaith am Sa 22 Okt 2011, 20:44

    Ja gut, aber wegen einer Szene Vergleiche ziehen? Einer Szene die es bestimmt schon vor Twilight in manch einem Buch gegeben hat? Das erscheint mir etwas übertrieben Wink Ich zumindest habe bei dieser Szene keinen Augenblick lang an Twilight gedacht.

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    Re: Yvonne Woon - Dead Beautiful

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