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    Andreas Eschbach - Ausgebrannt

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    Andreas Eschbach - Ausgebrannt

    Beitrag von Shira am So 21 Aug 2011, 00:20

    Ausgebrannt
    von Andreas Eschbach
    2007
    752 Seiten
    ISBN 3-7857-2274-5

    „Ausgebrannt“, ein Roman von Andreas Eschbach, dass die Ölproblematik des 21. Jahrhunderts aufgreift, handelt von dem Deutschen Markus Westermann, der in den USA seinen Traum von einer eigenen Firma verwirklichen will und sich schließlich durch eine Reihe unerwarteter Ereignisse damit konfrontiert sieht, dass überall auf der Welt das Erdöl zur Neige geht.
    Westermann träumt vom großen Glück in den USA. Mit OPM und OPI(„other peoples money“ und „other peoples ideas“) möchte er im Land der unbegrenzten Möglichkeiten seinen Kindheitstraum verwirklichen. Eine Stelle in einer Software-Firma soll ihm dabei als Sprungbrett dienen. Seine Versuche jedoch, einen dauerhaften Job in den USA zu finden, indem er seinem Vorgesetzten auffällt und sich als besonders engagiert erweist, schlagen fehl. Kurz vor seinem Rückflug nach Deutschland wird er gebeten, seine Überstunden abzufeiern.
    so macht er sich auf eigene Faust mit einem gemieteten Auto auf, das Land seiner Träume kennenzulernen und begegnet dem Österreicher Karl Block.
    Block behauptet, eine Methode zu kennen mit der er Ölfelder aufspüren kann, wo andere bisher keine fanden. Die beiden schließen sich zusammen und nach einigem Hin und Her schaffen sie es, eine eigene Firma unter dem Namen Block Explorations zu gründen. Bei einem Vortrag für ihre Investoren lernt Westermann die junge Chinesin Amy-Lee Wang kennen und verbringt von da an viele mit Sex ausgeprägte Stunden bei ihr.
    Block und Westermann haben Erfolg: In South Dakota gelingt ihnen ihr Vorhaben und auf in Südamerika finden sie Öl. Inzwischen wird alle Welt auf sie aufmerksam. Sowohl CIA-Agent Charles Taggard als auch Amy-Lees einflussreicher Vater versuchen an die unbekannte Methode Blocks heranzukommen. Doch in Saudi-Arabien stoßen die beiden Unternehmer an ihre Grenzen. Selbst nach zahlreichen Versuchen bleibt Blocks Methode erfolglos.
    Zurück in den Staaten erleidet Westermann einen schweren Verkehrsunfall, während Block spurlos verschwindet.
    In Saudi-Arabien dreht sich derweil alles um einen Anschlag auf das größte der Ölförderungsfelder. Westermann, der inzwischen wegen Betrugs und Drogendelikten in den USA gesucht wird und deshalb von seinem Bruder nach Deutschland geholt wird, um dort zu genesen, möchte in die USA zurückkehren um seine Firma zu retten und Blocks Unterlagen sicherzustellen.
    Dort erfährt er von dem CIA-Agenten Taggard, dass Blocks Methode wertlos sei. Zudem erzählt ihm dieser, was es mit den Experimenten von Markus’ Vater auf sich hatte, durch dessen Werk die Familie zu überraschendem Reichtum gelangte. Westermann entschließt sich, die drohende Erdölknappheit zu ignorieren und macht sich mit dem Auto auf, um das Werk seines Vaters zu vollenden. Als er herausfindet, dass Amy-Lee schwanger ist, heiratet er diese und bekommt durch ihren Vater Unterstützung. Mit Hilfe der amerikanischen Regierung schließlich gelingt es ihnen, die Energieprobleme zu mildern und dem drohenden Untergang entgegenzutreten. Trotzdem verändert sich die Gesellschaft der gesamten Welt grundlegend.
    Parallel dazu werden die Geschichten von Markus’ Geschwistern erzählt: Seinem Bruder gelingt der Durchbruch mit alternativen Energien, während seine Schwester mit einem kleinen Lebensmittelladen der Ölkrise trotzt.

    Eschbach stellt in seinem Roman ein zunehmend wichtigeres Problem der Weltwirtschaft dar. Der Leser erhält Einblicke in die Arbeit auf Ölplattformen und die Bedeutung des Öls, wird konfrontiert mit den Auswirkungen eines möglichen Ende der Ölvorräte. Anhand der Familie Westermanns bekommt man Einblicke in Alltagssituation und in die Bedeutung des Öls weltweit. Allein schon die Frage, wie man ohne Öl in Zukunft auskommen soll, fesselt einen.
    Die Geschichte hat einen klaren Bezug zur Realität, enthält Fakten und Details, die so manchen Leser verblüffen werden. Eschbach wartet auf mit einem Thriller, der packend und mit umfangreichen Recherchen jedem Leser nahe geht. Sein klarer und flüssiger Schreibstil lassen auch dieses Buch zu einem Erlebnis werden. Im Nachhinein wird man so manche Nachricht über Ölkrisen mit anderem Auge sehen.

    Mir persönlich gefiel das Buch sehr gut. Es war leicht zu lesen und auch ohne eine Ahnung von den Komplikationen innerhalb des Wirtschaftsgefüges zu haben, konnte ich der Handlung leicht folgen. Eschbach deckt erst nach und nach den gesamten Zusammenhang der Geshcichte auf und so bleibt dem Leser immer eine Frage im Kopf, die ihn am Lesen hält. Etwas vernachlässigt hat der Autor allerdings die Charaktere selbst. Westermann erscheint flach und langweilig, einzig dem Streben nach seinem großen Traum hingegeben, und Karl Block erweckt den Eindruck, ein ungebildeter Bauerssohn könne nicht anders als naiv und sturköpfig durch die Welt zu gehen. Einzig Dorothea, die Schwester Markus’, ließ eine gewisse Tiefe durchblicken, die sie interessant machte. Das ist jedoch ein Manko, über das man leicht hinwegsehen kann, wenn einen erst der Inhalt und die Tragweite der Geschichte richtig gepackt hat. Für mich eindeutig ein Buch zum Weiterempfehlen!


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    Pooly
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    Re: Andreas Eschbach - Ausgebrannt

    Beitrag von Pooly am Mi 24 Aug 2011, 17:05

    Hallo Shira!

    Uh, wie interessant! Das klingt ja wirklich nach einem sehr interessanten Buch. Ich mag solche Wirtschaftsthriller zurzeit eigentlich echt gern. Okay, ich habe noch nicht viele davon gelesen, aber ich finde, dass die Storys immer wirklich interessant sind und man dabei auch echt etwas lernen kann.

    Das Buch klingt toll, zumal ich auch Cover und Titel wirklich passend und gelungen finde. Hm, kommt auf die Liste der Bücher, die ich mir kaufe, wenn sie mir mal begegnen. Danke für diese ausführliche Vorstellung.

    Liebe Grüße
    Marie


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