Hey Marie,
das ist in der Tat ine schwierige Frage. Im ersten Moment habe ich sogar überlegen müssen, was es denn überhaupt so an Bergbau gab im Mittelalter, da ich zurzeit mehr auf die Industrialisierung fixiert bin.
Was ich mal zuerst überlegen würde, ist, wie der Berbau damals überhaupt bewerkstelligt wurde, vorallem, da Dampfmaschinen fehlten, die alles sehr erleichtert haben.
Fest steht, dass es eine sehr schwere, knochenharte Arbeit war. Die Werkzeuge(Hacke und Co.) wirst du sicherlich selbst herausfinden und auch, wozu sie so gedient haben, da es da auch Unterschiede gab.
Dann galt es natürlich, dass herausgearbeitete an die Oberfläche zu bringen. Soweit mir das bekannt ist, gab es dazu sowohl Handkarren, als auch auf breiteren Wegen Karren, die von Zugtieren gezogen wurden. Nur frage mich bitte nicht, ob das nun Ochse, Pferd oder Esel waren, die den Weg dort hinuntermussten.
Das gibt schon einmal eine reichliche Anzahl an Unfällen, die passieren können:
Verletzungen durch Übermüdung, Überanstrenung, Dunkelheit(auch Laternen spenden nicht so dolles Licht), Enge mit der Hacke beispielsweise.
Atemnot, da die Luft dort unten natürlich sehr schlecht war. Das schlägt jemandem, der es nicht gewohnt ist, sicherlich auch ordentlich auf die Lunge. Dadurch kann sich wiederum einiges anderes entwickeln, angefangen bei Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel, Bewusstlosigkeit.
Mit den Tieren kann etwas schief gehen: Sie scheuen, erschrecken sich, rasten aus. Da wäre dann die Möglichkeit, dass das Tier direkt die Arbeiter verletzt, dass es der gezogene Karren bzw. dessen Ladung tut oder eben, dass es eine Erschütterung mit sich zieht.
Damit wären wir auch schon beim nächsten möglichen Fall: Die Mine ist nicht ordentlich gesichert oder die Sicherung reicht für besondere Fälle wie Erdbeben, Explosionen, etc. einfach nicht mehr aus. Häufigste Folge wäre der Einsturz der Mine, aber auch schon einzelne herabfallende Steine können Verletzungen mit sich ziehen.
Zu guter Letzt bleibt noch die Möglichkeit, dass man Gase freisetzt oder von vorneherein in einer ungesunden Luftmischung arbeiten muss. Da können Gasunfälle(zum Beispiel durch das Anzünden einer Fackel) erzeugt werden. Zudem kann man sich Vergiftungen zuziehen.
Wenn man das alles hat, bleibt nur noch eines, was mir spontan anfällt: Pure Schusseligkeit, die zur Folge hat, dass man sich den Kopf anstößt, über Steine stolpert, gegen Wände läuft oder ähnliches. Da kann man seiner Kreativität wohl freien Lauf lassen, da es in der Dunkelheit wirklich leicht ist, sich irgendwo zu verletzen.
Mehr fällt mir nun auch nicht mehr ein. Was für Bergbau soll denn betrieben werden, also nach welchem Material? Vielleicht gibt es in deiner Gegend ja auch eine stillgelegte Mine, zu der man Führungen machen kann. Da könntest du auch noch einiges Wissenswertes erfahren, je nach Kompetenz des Führers.
Ich hoffe, ich konnte dir einigermaßen helfen.
Lg Shira