
»Du hast dir das nicht ausgesucht – ich hab mir mein Schicksal auch nicht ausgesucht. Es ist einfach an uns, das Beste draus zu machen.« – »Also, ich hab nicht vor, unglücklich zu bleiben. Irgendwann kommt der Tag, da schaffe ich den Sprung und führe mein Leben so, wie ich will! Ich lass mich nicht verbiegen. Ist ja mein Leben, ich muss schließlich damit klarkommen und niemand anderer!«
— Im Licht der Straßenlaternen sah ich einen tanzenden Traum.
— Im Licht der Straßenlaternen sah ich einen tanzenden Traum.
Inhalt.
Berlin. Kei ist siebzehn, als er von zu Hause wegläuft. Seine familiäre Situation ist schwierig, seine Jugend geprägt von Ablehnung – weil er anders aussieht und homosexuell ist. Er flieht nach Schöneberg, wo er zwischen Regenbogenfahnen und Schwulenclubs ein neues Leben beginnen will. Doch es läuft schlecht und Kei findet sich auf dem Straßenstrich wieder. Nach Hause will er nicht, also schlägt er sich durch. Immer wieder gerät er an Schlägertrupps, rücksichtslose Freier und zwielichtige Gestalten. Wie den Mann, der ihn jeden Abend beobachtet. Und der ihm in einer gefährlichen Situation ein Angebot macht, das Kei Rettung oder Verhängnis verheißt.Anmerkungen.
Ich würde mich freuen, wenn jemand Interesse daran hätte, meinen Hauptcharakter kennenzulernen und er/sie Kei vielleicht ein klein mögen lernt.Das Interview beginnt.
Kei betritt leise das Internetcafé am Berliner Metzplatz und schaut sich nach einem freien PC um. Bis auf einen neben dem Fenster sind alle Plätze mit Warcraft-zockenden Nerds besetzt. Hannes, der Besitzer des Internetcafés, kennt Kei schon und bringt ihm einen dampfenden Kakao, als er sich hinsetzt und ein Browserfenster öffnet. »Siehst ein bisschen nervös aus heute«, stellt Hannes fest.
»Hm, ja. Ich soll ein paar Fragen beantworten. Jemand hat ein Foto von mir in eine Community gestellt und eine Handvoll Leute will mich nun kennenlernen.« Er nippt aufgeregt an seinem Kakao. »So was hab ich noch nie gemacht.«
»Ach, wird schon«, grinst Hannes und verzieht sich mit einem aufmunternden Zwinkern wieder hinter seinen Tresen.
Kei loggt sich ein und klickt in den Thread mit seinem Foto. »Hallo, da bin ich«, schreibt er. »Was möchtet ihr denn gerne wissen?«
Zuletzt von SaKi am Mo 01 Aug 2011, 11:39 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
