Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

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    Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

    Beitrag von captaincow am Mi 29 Jun 2011, 00:03


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    »Ich habe gerade noch mal aus dem Fenster geschaut.
    Ich habe versucht, den Mond anzusehen, aber er macht mir Angst.«



    [ I N F O R M A T I O N E N ]
    Seiten: 412
    Originaltitel: Life As We Knew It
    Verlag (Erscheinungsdatum): Carlsen Verlag (März 2010)
    ISBN: 978-3551582188
    Preis: 17,90 €
    Zur Amazon-Seite



    »Auf den Straßen sah es jetzt noch schlimmer aus.
    Einmal mussten Jonny und ich sogar aussteigen, um einen dicken Ast aus dem Weg zu räumen.
    Ein paar Leute hielten an und halfen uns, aber ich hatte trotzdem Angst,
    bis wir wieder im Auto saßen und Mom weiterfahren konnte.«



    [ I N H A L T ]

    Was zählt, wenn jeder Tag der letzte sein könnte? Was, wenn die Welt über Nacht nicht mehr so ist, wie wir sie kannten? Gespannt verfolgt Miranda zusammen mit ihrer Familie und der ganzen Straße, wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch dann verläuft der Abend ganz anders als erwartet: Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen und nichts ist mehr, wie es war. Über Nacht gerät die Welt aus den Fugen; Flutkatastrophen, Erdbeben und extreme Wetterumschwünge bedrohen die gesamte Zivilisation. Und Miranda und ihre Familie müssen lernen, dass bei großen Katastrophen gerade die kleinen Dinge zählen: Feuerholz, Klopapier, eine Dose Bohnen, Aspirin. Und dass sie alle zusammen sind.
    via



    »Manchmal, wenn ich abends nicht einschlafen kann,
    denke ich über die Zukunft nach
    (was das Einschlafen nicht unbedingt erleichtert, aber ich tu's trotzdem,
    so wie man ständig mit der Zunge in einem Loch im Zahn herumpult).
    Nicht über die unmittelbare Zukunft, die schon schlimm genug wäre,
    sondern über die Zukunft in sechs Monaten oder einem Jahr,
    wenn wir dann noch am Leben sind.«



    [ M E I N U N G ]

    "Die Welt, wie wir sie kannten" reiht sich in den Trend ein, der momentan bei den Büchern zu beobachten ist: Dystopien und Zukunftsromane in Hülle und Fülle. Gerade wegen dieses langsam entstehenden Hypes war ich bei dem Buch etwas skeptisch und war dann froh, dass ich es in der Bibliothek finden konnte - jetzt bin ich froh, es gelesen zu haben.
    Das Buch wird aus Mirandas Sicht erzählt, ein sechzehnjähriges Mädchen aus Pensylvania, die während der Katastrophe Tagebuch führt. Dadurch liest man die komplette Geschichte eben in dieser Tagebuchform, was bedeutet: Ziemlich authentische Gedanken zwischendurch, keine verharmlosten oder aufgehübschten Situationen. Eben alles so, wie es ein Mädchen in diesem Alter aufschreiben würde. Allerdings heißt das, größtenteils, auch: Kein poetischer Schreibstil, viele dazwischengeschobene Gedanken und manchmal ausmerzen von bestimmten Situationen, zudem eine sehr, sehr subjektive Sichtweise.
    Jeder muss selbst entscheiden, ob er mit dieser Perspektive und den damit verbundenen Nebeneffekten klarkommt. Mir hat es größtenteils gefallen, das Buch aus solch einer Perspektive zu lesen, auch wenn mich diese Tagebuchform manchmal genervt hat. Es kommt eben kein richtiger Sprachfluss zustande, wie man ihn aus anderen Romanen kennt. Dafür war das Buch aber authentisch und erzählte die Situation einer Familie während dieser Klimaveränderungen so, wie man es sich vorstellt. Durch das Tagebuch hatte ich oftmals das Gefühl mitten in der Familie drin zu sein, alles selbst mitzuerleben und hin und wieder musste ich das Buch weglegen, weil ich mir solch ein Leben gar nicht vorstellen wollte.
    Ebenfalls hat es mir gut gefallen, dass die Autorin sich gar nicht so stark mit der Katastrophe beschäftigt - es wird nicht ewig über die Veränderungen geredet, sondern es wird gezeigt, welche Veränderungen sie auf das normale Leben haben. Wer also einen riesigen Katastrophenroman erwartet, ist hier an falscher Stelle.
    Auch wenn mir das Buch sehr gut gefallen hat und es interessant zu lesen war, hatte ich manchmal das Gefühl, es würde etwas fehlen - wahrscheinlich lag es am Sprachfluss, daran, dass ich, obwohl ich mir die Situation perfekt vorstellen konnte, nie ganz in die Geschichte hereinkam und einfach weiterlesen konnte.
    Deshalb gibt es von mir 4 von 5 Sternen für das Buch. Neugierde auf den zweiten Band besteht aber auf jeden Fall.


    Zuletzt von captaincow am Mi 18 Apr 2012, 19:22 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet


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    Re: Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

    Beitrag von Jojo am Mi 29 Jun 2011, 09:56

    Hey Hannah,

    Vielen Dank für die Rezension.

    Das Buch klingt vom Inhalt ziemlich interessant und auch die kleinen Zitate, die du mit eingefügt hast, sind interessant und auch schön gewählt, finde ich.
    Die Idee ist auf jeden Fall lesenswert würde ich mal sagen.

    Mhm ... Dass es in Tagebuchform geschrieben ist, ist interessant und auch etwas schade. Genau wie du schon sagst, da wird wohl kaum ein richtiger Sprachfluss zu Stande kommen.

    Ich weiß noch nicht recht, ob ich es lesen werde. Wenn es mir einmal in die Hände fällt, denke ich schon. Dann schreibe ich auf jeden Fall mal meine Meinung dazu.

    Liebe Grüße
    Jojo


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    Re: Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

    Beitrag von captaincow am Mi 29 Jun 2011, 17:08

    Hey Jojo,

    vielen Dank fürs Vorbeischauen (:

    Ja, Tagebuchform hat eben so seine Vor- und Nachteile. Goethe hat den Sprachfluss im Werther hinbekommen (es war zwar ein Briefroman, aber egal) und bei Anne Frank ging das auch, aber hier ist es wirklich ein bisschen schade. Allerdings wäre bei normaler Prosaform bestimmt etwas von der Authentizität verloren gegangen.

    Vielleicht gibt'S das Buch ja bei euch in der Bibliothek oder so :/ Ich würd mich auf jeden Fall über deine Meinung freuen, wenn du es liest - und ich wünsch dir natürlich viel Spaß beim Lesen Very Happy

    Liebe Grüße
    Hannah


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    Re: Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 30 Jul 2011, 23:10

    Hallo Hannah!

    Erstmal vielen lieben Dank für deine Vorstellung! Von dem Buch habe ich, ehrlich gesagt, noch nie etwas gehört. Aber ich weiß wohl auch warum. Die Geschichte ... spricht mich momentan einfach nicht so an. Irgendwie ... erwarte ich da schon fast, das da noch ein paar Aliens kommens. *lach* Nein, Scherz beiseite, dass erwarte ich nicht wirklich, aber bei solchen "Dystopia" und "Zukunftsromanen" kräuselt sich bei mir einfach alles. Liegt wohl daran, das es einfach nicht meins ist und ich solche Tagebücherformen ... nur sehr gering mag.
    Trotzdem schön zu hören, das er dir zugesagt hat :)

    Lg, vee

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    Re: Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

    Beitrag von captaincow am So 14 Aug 2011, 23:11

    Hey Vee :)

    Danke fürs Durchlesen und Kommentieren Very Happy
    Ehrlich nicht? Irgendwie lag das Buch (oder der zweite Teil) lange Zeit überall hier in den Auslagen.
    Ich kann aber auch verstehen, warum es dir nicht so zusagt. Bei der Masse von Zukunftsromanen, die in letzter Zeit erscheinen, bin ich auch eher vorsichtig geworden und wähle nur noch bestimmte aus. Dieses Buch hier hätte ich mir auch nicht gekauft, wenn ich es nicht in der Bibliothek gefunden hätte... :]

    Liebe Grüße
    Hannah


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    Re: Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

    Beitrag von Angoraschka am So 14 Aug 2011, 23:30

    Hey Hannah,

    Ich hab gar nicht gesehen, dass du das Buch rezensiert hast.
    Ich habe es letztes Jahr im Urlaub gelesen und ich fand es unglaublich gut. Es steht nicht ganz so in diesem Dystopia.Trend finde ich, weil es sich durch seinen Stil etwas davon abhebt (und ich glaube auch durch sein Erscheinungsdatum).
    Ich will unbedingt den zweiten Teil lese ... !

    LG Serina

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    Re: Susan Beth Pfeffer - Die Welt, wie wir sie kannten (The Last Survivors #1)

    Beitrag von captaincow am So 14 Aug 2011, 23:36

    Hey Seri,

    joah, manche Vorstellungen gehen etwas unter. Aber die werden meistens ja auch irgendwann wieder ausgegraben Very Happy
    Wah echt? Ich hatte nicht erwartet, dass es hier schon jemand gelesen hat.

    Es steht nicht ganz so in diesem Dystopia.Trend finde ich, weil es sich durch seinen Stil etwas davon abhebt


    Da hast du recht. Irgendwie dreht es sich eben eher weniger um die Katastrophe, sondern eine Familie, die davon betroffen ist. Das fand ich sehr gut, denn so konnte man sich viel besser reindenken und hat auch die Effekte einer solchen Veränderung besser gesehen.

    Ich hoffe ja, dass ich den zweiten Teil auch in der Bib finden kann :]

    Liebe Grüße und danke für den Kommentar
    Hannah


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