Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Klonen und Gen-Manipulation

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    Klonen und Gen-Manipulation

    Beitrag von Thora am Di 21 Jun 2011, 20:23

    Hallihallo!

    Ich habe hier kein Thema gefunden, das sich auf dieses Thema bezieht, ich hoffe, ich dopple jetzt nichts.

    Vielleicht kennt jemand von Euch das Buch oder den Film "Blueprint" oder, was mein Interesse an dem Thema noch verstärkt hat, das Lied "Ebenbild" von Saltatio Mortis.

    In beiden wird das Prinzip des Klonens strikt abgelehnt. Wie seht ihr das?
    Ist Klonen ein absolutes Tabu oder sollten "kleine Klone" zur Stammzellenforschung o.ä. erlaubt sein (z.B. im 32-Zell-Stadium)?

    Ich sage dazu, dass ich persönlich in keiner Hinsicht ein Experte auf dem Thema bin. Es interessiert mich einfach nur.
    Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass Klonen auf jeden Fall verboten werden sollte. Man kann einem Menschen einfach nicht vorschreiben, wie er zu sein hat.
    Allerdings bin ich mir da in puncto Stammzellenforschung nicht sicher. Deswegen interessiert es mich, wie ihr darüber denkt.

    Liebe Grüße
    Mari

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    Re: Klonen und Gen-Manipulation

    Beitrag von Imaginary am Di 21 Jun 2011, 21:05

    Oh, ein sehr, sehr interessantes Thema. Da mag ich doch mal meinen Senf dazu geben, auch wenn ich ebenfalls keine Expertin auf diesem Thema bin.

    Was das Klonen im "Normalfall" angeht, bin ich ebenfalls strikt dagegen. Einen Menschen (oder ein Tier, da gilt für mich nämlich das gleiche) 1:1 zu kopieren, empfinde ich als moralisch äußerst verwerflich, zudem übersteigt es meine Vorstellungskraft. Für mich kann jemand einfach nicht genau der gleiche sein, ich kann nicht erklären, was in meinem Kopf bei dem Gedanken so quer schlägt, aber ich kann es mir wirklich nicht ernsthaft vorstellen, obwohl ich weiß, dass ja schon durchaus Tiere geklont wurden.

    Bei Stammzellenforschung kippt meine Meinung dann allerdings ganz beträchtlich, denn da bin ich definitiv dafür. Ich weiß, dass ich jetzt wahrscheinlich den Zorn der Individualisten und "jeder-Embyro-verdient-ein-Leben"-Menschen auf mich ziehe, aber: Das ist einfach meine Meinung. Klar wäre es besser, wenn man die gleichen Ergebnisse auf einem ethisch weniger diskutablen Weg erzielen könnte. Aber ganz ehrlich: Ich denke nicht, dass das Leben eines Embryos, der nicht einmal fertig entwickelt ist, mehr wert ist als das eines "fertigen" Menschens. Damit will ich nicht sagen, dass es wertlos sei. Aber wenn man durch Stammzellenforschung schwere und sogar tödliche Krankheiten heilen und somit das Leben vieler Menschen verbessern kann, dann bin ich definitiv dafür.


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    Re: Klonen und Gen-Manipulation

    Beitrag von Thora am Di 21 Jun 2011, 21:20

    Hey Imaginary!

    Ah, interessant, über die Stammzellenforschung denke ich ähnlich.
    Wie man sich vermutlich denken kann, bin ich auf für Abtreibung, und ob man einen Embryo tötet oder gutes mit ihm anstellt, ist doch letztendlich kaum ein unterschied. Der Embryo stirbt, aber die Forschung kann wenigstens noch etwas gutes daraus ziehen.
    Das klingt alles recht grausam, wenn man es so schreibt, und viele werden mich dafür hassen, aber ich hoffe, ihr respektiert alle die Meinung der anderen, und nehmt das nicht persönlich Wink

    LG
    Mari

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    Re: Klonen und Gen-Manipulation

    Beitrag von Imaginary am Di 21 Jun 2011, 21:33

    Hey Mari!

    Ich sehe das ganz genauso wie du, ich bin ebenfalls für die Abtreibung und vermute mal, dass die Meinungen der Menschen da oft miteinander zusammenhängen. Wer gegen Abtreibung ist, wird vermutlich auch gegen die Stammzellenforschung sein und umgekehrt verhält es sich oft ähnlich. Da ich selbst auch so denke, finde ich auch nicht, dass es grausam klingt - aber ja, ich glaube auch, dass wir uns damit nicht viele Freunde machen werden *lach*

    Liebe Grüße,
    Sina


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