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- Nicht, dass du denkst, ich bin egozentrisch oder so, weil ich das "Alania" vor "June" gesetzt habe, aber so harmoniert es besser mit dem Discotitel. ^.~

Die Mittagshitze hatte die kleine Karawane umfangen, wie ein dicker Mantel, der jede Bewegung, ja selbst das Atmen erschwerte. Schweißtropfen rannen mir den Hals und den Nacken hinunter und auch wenn ich mehrere Lagen Stoff trug, so konnte ich noch immer die Strahlen der Sonne spüren, wie sie mir unbarmherzig Hals und Rücken versenkten. Glücklicherweise zeichneten sich schon am Horizont die ersten Häuser ab, was wohl bedeutete, dass wir Kapúr bald erreicht hatten.
Ich setzte mich etwas aufrechter hin, schirmte mit meiner Hand das Gesicht ab und versuchte abzuschätzen, wie viele Stunden wir wohl noch brauchen würden.
"In zweieinhalb sind wir da", erklärte mir Lerion, der dicke Händler, der auf dem Kamel neben mir saß, als hätte er meine Gedanken gelesen.
"Oh danke", entgegnete ich freundlich lächelnd, doch ein Seufzen entwich mir wenig später. Natürlich freute ich mich, Kapúr zu erreichen, die Oase zu erkunden, die Kultur der dort lebenden Menschen zu erforschen, doch gleichzeitig musste ich daran denken, dass mich in Kapúr auch eine mir zugewiesene Frau wartete, die ich heiraten sollte. Ich hatte zwar versucht mich meinem Vater, was diesen Beschluss anging, entgegenzustellen, doch dieses Mal hatte er nicht nachgegeben, mir sogar gedroht, meine Reisepapiere zu entwenden und mich aus seinem Geschäft zu verbannen. Er wollte mit all seiner Macht, dass ich die Tochter eines Senators heiratete, mit dem er anscheinend gut befreundet war. Ich kannte dieses Mädchen gar nicht ... wollte sie auch nicht zwingen, meine Frau zu werden, doch meinem Vater widersetzen konnte ich mich dieses Mal auch nicht.

Ich saß mit angespannten Gliedern an dem Fenstersims eines eingebrochenen Gebäudes im ersten Stock und beobachtete das Treiben, das am nahe gelegenen Marktplatz herrschte. Da es langsam Mittag wurde, zogen sich die meisten Kaufleute wieder zurück und auch die Menschen huschten lieber in den Schatten ihrer Häuser, als sich der prallen Sonne auszusetzen.
Ich hatte von Mjel, einem bedeutenden Anführer einer Untergrundbande, die Aufgabe erhalten, ein silbernes Diadem zu stellen, das eigentlich heute auf dem Marktplatz hätte angeboten werden sollen. Doch anscheinend hatte die Karawane, die den Schmuck beförderte, Kapúr nicht erreicht, den alles, was ich während des Vormittags ausgemacht hatte, waren die üblichen Lebensmittel, Stoffe und der bekannte Ramsch gewesen.




















