Pooly's Kunst und Schreibforum

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    FRAGE zum Blutverlust

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    FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von Tina am Mi 25 Mai 2011, 18:15

    Hallöchen,
    weiß jemand von euch zufällig, ab welcher Menge Blutverlust man sich wie erschöpft fühlt?
    Und welche Menge an Blut könnte ein Mensch theoretisch täglich abgeben ohne, dass er davon längerfristige Schäden erleidet?
    Mir wurd erst einmal vor etlichen Jahren bisschen Blut abgenommen und ich weiß nicht mal, wie viel das war (in Milliliter), deswegen kann ich sowas nicht einschätzen Very Happy


    Zuletzt von Tina am Fr 27 Mai 2011, 18:15 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von Scythe am Mi 25 Mai 2011, 21:11

    Das kann schon bei einem halben Liter passieren. Der Mensch trägt nur ca. 2 Liter Blut in sich (ja, so wenig, nicht zu vergleichen mit der Temperatur, die 70° Grad beträgt, korrigiert mich, wenn ich falsch liege!).
    Bei der Blutspende wird unter einem halben Liter abgenommen, alles was darüber geht, ist bereits Lebensgefährlich. du stirbst zwar nicht, wenn dir jetzt ein ganzer halber Liter genommen wird, aber bewusstlos wirst du auf jedenfall, wenn du auch noch dafür und danach nichts gegessen und nichts getrunken hast (man sollte dabei auch auf den Blutzuckerspiegel achten und etwas Cola trinken).

    Also: Ab 0,5 Liter (halber Liter), kann man ohnmächtig werden. Das ist aber bei jedem anders, jemand der robust und kräftig gegessen hat, würde nur sehr müde werden. Jemand der nichts gegessen, nichts getrunken und kurz danach auch noch geraucht hat (*hust* ich *hust*) der fällt um! einfach so: BUMM. (okay, ich saß davor 1 Stunde im Zug und hab geschlafen, was meinen Körper noch mehr schwächte)

    1 L ist schon lebensgefährlich!

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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von Tina am Mi 25 Mai 2011, 21:37

    hm ... danke für die Info!
    Aber wie viel könnte man so täglich abnehmen?Oder von mir aus auch jeden zweiten Tag?
    Bzw anders gefragt: wie schnell produziert unser Körper neues Blut? (öhm di Frage hört sich jetzt iwie doof an, aber unser Körper "produziert" doch Blut ...^^? ;D)

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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von Tim am Mi 25 Mai 2011, 21:42

    Dass wir nur 2l Blut im Körper haben, halte ich für ein Gerücht Wink
    Ich würde an dieser Stelle mal auf das ach so verpönte Wikipedia verweisen, das auch in diesem Fall wieder beweist, eine für Fragen nach allgemeinem Wissen annehmbare und recht zuverlässige Quelle zur groben Orientierung zu sein. Link (klick mich). (Letzter Absatz.)

    Da eine Blutspende stets einen halben Liter umfasst, würde ich diese Menge als einen weitestgehend ungefährlichen Rahmen ansehen - allerdings hängt das wie schon gesagt wurde von der jeweiligen Person ab; bei sehr dünnen Menschen kann es da schon zu Schwindelerscheinungen und Kopfschmerzen kommen, aber diejenigen, die ich während der Spende getroffen habe, hatten derlei Auswirkungen wenn überhaupt, dann nur sehr geringfügig. Ich habe damals aus dem Stegreif, unvorbereitet - im Sinne von wenig gegessen und nicht übermäßig viel getrunken - und als Erstspender rein gar nichts von der Spende gemerkt und war im Nachhinein noch immer topfit. So kann es also auch gehen.
    Außerdem lässt sich der Körper auf Blutverlust trainieren, das heißt, wer öfter spendet und somit öfter Blut verliert, reagiert weniger "heftig" und gravierend auf den Blutverlust (und das dann auch bei einem Unfall mit größerem Blutverlust) als z.B. jemand, der in der Hinsicht noch keinerlei "Erfahrung" bzw. Training hat.

    Die Menge an Blut, die ein Mensch abgeben kann bzw. wie oft er das tun kann, hängt stark vom Individuum ab, da die Regenerationsgeschwindigkeit für Blutzellen zwar im Groben immer gleich ist, aber im Exakten von Mensch zu Mensch variiert. Soweit ich weiß, darf man alle acht Wochen offiziell Blut spenden, aber ich kenne Leute, die gehen alle zwei/drei Wochen einen halben Liter spenden. Auf einer täglichen Basis wird es allerdings ziemlich schwer eine genaue Aussage zu treffen. Täglich Blut zu verlieren würde ich aber als allgemein eher ungesund einstufen, egal in welcher Menge (kleine Kratzer mal ausgenommen, aber um sowas geht es hier ja auch nicht).

    Ich suche mal noch nach einer groben Angabe für die Regenerationsgeschwindigkeit des Blutes, just in diesem Moment finde ich nichts.

    lG
    Tim

    [Edit]
    Link (klick mich). (Der Absatz direkt neben der Grafik.)
    Das deckt sich soweit mit meinen groben Kenntnissen aus dem Biologieunterricht. Wenn wir etwa 5 bis 6 Liter Blut im Körper haben und die roten Blutkörperchen für den Sauerstoff und Nährstofftransport etwa 120 Tage leben, kann man sich ausrechnen, wie viel Blut täglich ausgetauscht werden müsste. Also 0,05 Liter - macht 50ml. Bei größerem Blutverlust und einem direkten Mangel an Blut würde die Produktion aber sicherlich auf ein Mehrfaches dieser Menge ansteigen, um den Verlust möglichst zeitnah auszugleichen. Wie es sich dort aber genau verhält - ich habe keine Ahnung.
    Noch ein Nachtrag nachdem ich meine Mutter (Biologielehrerin) gefragt habe: ein halber Liter Blut kann von einem gesunden Menschen innerhalb weniger Stunden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr nachgebildet werden. Inwieweit das auf täglicher Basis schädlich wäre, habe ich jetzt glatt vergessen nochmal zu fragen, aber ich denke man kann davon ausgehen, dass es langfristig Konsequenzen, welches Ausmaß sei mal dahingestellt, für den Körper hätte.

    Ich hoffe ich konnte soweit helfen.
    [/Edit]

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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von theo am Mi 25 Mai 2011, 23:23

    Ein paar Tropfen mehr haben wir dann - zum Glück - doch als 2 Liter. :-)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blutung

    Wenn du chronisch Blut verlierst, dann kriegst du eine Anämie. Die Funktion, dass das Blut sich zwar schon recht schnell ausgleicht, stimmt zwar so, wie Tim das geschrieben hat, das gilt aber nur für die Menge. Blut ist doch ein wenig mehr als nur Flüssigkeit, die durch den Körper kreist. Vollständig ausgeglichen hat sich das Blutbild erst nach ca. 8 Wochen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/An%C3%A4mie
    Wenn du also ständig Blut verlierst, dann ist u.U. gar nicht mal so entscheidend, wieviel das ist, sondern wie viele und wie große rote Blutkörperchen sich in dem Blut befinden. Und all das was die Zellen mit Nährstoffen versorgt. (Das tritt bei Frauen recht häufig auf. Eisenmangel, bei einem Blutverlust von >80ml bei der Menstruation kann schon zu dem Mangel führen)
    Nicht zu vergessen, dass auch die Körperabwehr, die Nieren etc. drunter leidet-
    http://www.eiseninfo.de/blutverlust.htm

    interessant auch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aderlass

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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von Scythe am Mi 25 Mai 2011, 23:57

    Argh, ich wusste, dass ich verarscht wurde xD
    Mein Bruder und mein Vater habens mir nämlich gesagt. Wissen tu ich aber, dass mehr als 0,5 Liter kritisch sein können. Und ich habs ja selbst erlebt, bin zuteil aber auch selbst schuld, weil ich nach der Blutspende nichts mehr gegessen, sondern geraucht habe (dumm, einfach nur dumm). Mir ist dann schwarz geworden, ich bekam ein flaues Gefühl im Magen und konnte die Milisekunde vor der Ohnmacht nichts hören, außer ein piepsen. Den Aufprall auf den Boden übrigens habe ich NICHT gespürt, ich kannte keine Schmerzen, nur dieses stumpfe Gefühl vom Nichts. Ich hab nicht mal richtig begriffen, dass ich nach hinten fiel, wie eine kaputte Puppe. Ich weiß nur, dass ich es im Nachhinein schnell gemerkt habe, komischerweise o_O
    Ich weiß noch, dass ich plötzlich erkannt habe, dass ich auf dem Boden liege und alles Schwarz um mich herum ist. Danach fehlte mir jede Kraft und Fremde mussten mir auf helfen etc. Wie das Glück so wollte, war ein Sanitäter im Urlaub im selben Wagon, als es passiet ist (Bahn), der hat mich sofort "versorgt" und ausgeschmipft xDDD
    Also ich bin wirklich wie im Bilderbuch oder wie in den Filmen, ohnmächtig geworden.

    Ich weiß aber nicht, nach was Tina sucht: Wikipedia-Fakten oder Fakten eines echten Erlebnisses.

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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von FREEMAN am Do 26 Mai 2011, 13:54

    Hallo Tina,

    die Angaben von Tim und Theo sind zutreffend hinsichtlich Blutmenge, Regeneration etc.

    Um Deine Eingangsfrage zu beantworten: der kritische Bereich einer täglichen Blutentnahme dürfte bereits bei 50 ml liegen. Der Körper kann den Flüssigkeitsverlust durch Trinken zwar schnell und problemlos ausgleichen, doch dadurch verwässert das Blut, denn die festen Bestandteile (rote und weiße Blutkörperchen etc.) müssen ebenfalls aufgefüllt werden. Ihre Herstellung dauert jedoch etwas länger als das Auffüllen der Flüssigkeit.

    Nehmen wir folgendes Beispiel: Ein Vampir möchte sein Opfer über einen längeren Zeitraum am Leben erhalten, sich aber täglich an ihm laben. Der Vampir darf deshalb nicht mehr als 50 ml täglich saugen (zum Vergleich: eine normale Kaffeetasse fasst 200 ml Flüssigkeit (randvoll)). Das entspricht also einer viertel Kaffeetasse oder 25 Schnapsgläsern.

    Prost!

    Ralf


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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von Tina am Do 26 Mai 2011, 19:13

    Danke für all eure Informationen! :)
    Durch die Links werde ich mich später klicken, aber ich bin sicher, ich hab dann jetzt alles, was ich brauche.
    Besonders Ralf hat ins Schwarze mit seinem Beispiel getroffen .... auch wenn es kein typischer Vampir ist, so geht es doch um ein Opfer, das ihr Blut "abgeben" muss.
    Ich habe mich dann jetzt dazu entschieden, dass 100ml jeden zweiten Tag eine gute Lösung sind. Ein paar Schwächeanfälle tuen sich überdies hinaus in der Geschichte ganz gut... also mal sehen.
    Wer dazu noch was sagen will, kann es gerne tun, ansonsten markier ich den Thread morgen als erledigt (weiß zwar noch nicht, wie das geht, aber werde ich schon schaffen xD).

    Danke nochmal an alle ♥

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    Re: FRAGE zum Blutverlust

    Beitrag von Tim am Do 26 Mai 2011, 20:02

    Tina schrieb:(weiß zwar noch nicht, wie das geht, aber werde ich schon schaffen xD)
    Im Eröffnungsbeitrag den Threadtitel einfach entsprechend abändern Wink

    lG

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 25 Mai 2012, 15:50