Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

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    Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Miyann am So 22 Mai 2011, 12:05


    Die Mitte der Welt

    Andreas Steinhöfel



    Taschenbuch
    11,9 x 18,7 cm
    480 Seiten
    ab 13 Jahren
    ISBN 978-3-551-35315-3

    € [D] 8,95
    € [A] 9,20 / sFr 14,90

    Quelle: http://www.carlsen.de/web/kinder-und-jugendbuch/buch?tn=135315




    Jubiläumsausgabe
    13,5 x 22 cm
    464 Seiten
    ab 13 Jahren
    ISBN 978-3-551-58197-6

    € [D] 12,90
    € [A] 13,30 / sFr 20,90

    Quelle: http://www.carlsen.de/web/junge-erwachsene/echtes-leben/buch?tn=158197


    Taschenbuch
    464 Seiten
    ISBN 978-3-492-25475-5


    € 8,95 [D]
    € 9,20 [A] / sFr 15,90

    Quelle: http://www.piper-verlag.de/taschenbuch/buch.php?id=15536&page=suche&auswahl=a&pagenum=1&page=buchaz


    Inhaltsangabe

    Der siebzehnjährige Phil ist auf der Suche. So wenig er über seine Vergangenheit weiß, so chaotisch ist seine Gegenwart. Da ist zum Beispiel seine Mutter Glass mit ihren ständig wechselnden Liebhabern. Oder seine Zwillingsschwester Dianne, schroff und eigenwillig, mit Geheimnissen, die sie längst nicht mehr mit Phil teilt. Oder Annie, die verrückte Alte mit den roten Schuhen, die sich ausschließlich von Kirschlikör zu ernähren scheint und Nicholas, der Unerreichbare, in den sich Phil unsterblich verliebt hat. Phil sehnt sich nach Orientierung und Perspektiven. Und vor allem danach, mehr über sich selbst zu erfahren ...

    Quelle: http://www.carlsen.de/web/kinder-und-jugendbuch/buch?tn=135315


    Auszeichnungen

    * Leselotse
    * Buxtehuder Bulle
    * Auf der Kinder- und Jugendbuchliste im Frühjahr
    * Jugendbuch des Monats im Mai
    * LUCHS des Monats April
    * Die besten 7 im März

    Quelle: http://www.carlsen.de/web/kinder-und-jugendbuch/buch?tn=135315


    Über den Autor

    Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg geboren, arbeitet als Übersetzer und Rezensent und schreibt Drehbücher - vor allem aber ist er Autor zahlreicher, vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher. Sein Bestseller "Die Mitte der Welt" wurde 1999 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und ist mittlerweile in vielen Ländern der Welt erschienen. Nach Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt und Tomi Ungerer hat Andreas Steinhöfel 2009 den Erich Kästner Preis für Literatur verliehen bekommen. Außerdem erhielt er 2009 mehrere Preise für "Rico, Oskar und die Tieferschatten" u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und die Auszeichnung "Lesekünstler 2009", verliehen vom Sortimenterausschuss des Börsenvereins Deutscher Buchhandel.

    Blog von Andreas Steinhöfel: http://newsfromvisible.blogspot.com/

    Quelle: http://www.carlsen.de/web/kinder-und-jugendbuch/buch?tn=135315


    Hörprobe

    Es gibt auch eine kleine Hörprobe, in die alle Interessierten mal hineinlauschen können:
    http://tdb.carlsen.de/carl2_resources/uploads/audioSamples/AU-9783551581976.mp3


    Pressestimmen

    »Andreas Steinhöfel hat einen grandiosen Entwicklungs- und Familienroman von großer literarischer Komplexität und Innerlichkeit geschrieben.«
    Der Tagesspiegel

    »Jedes Kapitel hält dieses geheimnisvolle Gleichgewicht zwischen der Neugierde auf den Schluss und dem Genießen des Augenblicks. Ein ungewöhnlicher Wurf: der klarsichtige Roman eines Kinder- und Jugendbuchschriftstellers, der seine Grenzen durchbrochen hat.«
    Die Zeit

    »Steinhöfel hat mit ›Die Mitte der Welt‹ ein Tabu in der Kinder- und Jugendliteratur gebrochen.«
    Die Welt

    »Ein zauberhafter, erfrischend unverkrampfter Initiationsroman, der jugendliche wie erwachsene Leser gleichermaßen begeistern wird.«
    Frankfurter Rundschau

    Quelle: http://www.piper-verlag.de/taschenbuch/buch.php?id=15536&page=suche&auswahl=a&pagenum=1&page=buchaz


    Meine Meinung

    Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber es ist mir in guter Erinnerung geblieben. So versuche ich einmal, alles Revue passieren zu lassen.
    Hauptperson des Buches ist der siebzehnjährige Phil, der seine Geschichte erzählt. Dazu bleibt er nicht nur in der Gegenwart sondern kehrt auch immer wieder in die Vergangenheit seiner Familie zurück und schildert (oft skurrile) Erlebnisse aus seiner Kindheit. Phil ist auf dem Weg zum Erwachsensein und er kämpft mit allen Problemen, mit denen man in diesem Alter zu kämpfen hat und auch noch mit einigen weiteren, die vielleicht nicht ganz alltäglich sind. So zählt die Familie in der kleinen Stadt als Außenseiter, Phils Mutter Glass versucht verzweifelt jung zu bleiben und kommt immer wieder mit neuen Liebhabern nach Hause, dabei gerät ihre eigentliche Aufgabe als Mutter oft vollkommen in Vergessenheit. Einen Vater haben Phil und seine Schwester niemals kenne gelernt.
    Zu dem Inhalt kann ich leider gar nicht mehr so viel sagen, ohne zu viel zu verraten (und ich muss zugeben, das alles nach zwei oder drei Jahren auch etwas verschwommen ist). Das Buch wimmelt vor skurrilen Personen, die mehr oder weniger große Rollen in Phils Leben spielen. Alle diese Personen sind sorgfältig ausgearbeitet und sehr vielschichtig.
    Der Schreibstil von Andreas Steinhöfel ist sehr angenehm, er verbreitet eine melancholische Stimmung, die einen gefangen nimmt. Ich habe dieses Buch damals nahezu verschlungen.
    Es gab eigentlich nur eine Sache, die mich damals gestört hat: Phil verliebt sich ja in einen Jungen und dabei werden auf ihn so gut wie alle Homosexuellen-Klischees angewandt, die es gibt (wollte als Kind nie Fußball und lieber mit Puppen spielen, etc.). Das habe ich als störend empfunden.
    Und nun, wo ich gerade von diesem Buch erzähle und es neben mir liegen habe, ergreift mich die Lust, es gleich noch einmal zu lesen. Es hätte es verdient. (:
    Es tut mir leid, dass die Rezension so kurz ausfällt, aber der Eindruck ist eben nicht mehr so frisch, sonst könnte ich sicherlich sehr viel mehr dazu schreiben. Dafür habe ich versucht, so viel Zusatzmaterial wie möglich zu finden. (;
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von captaincow am So 22 Mai 2011, 12:20

    Hallo Marit,

    wow, vielen Dank für diese ausführliche Vorstellung! So viel Zusatzmaterial - nicht schlecht!
    Und danke, dass du auf meinen Rezensionswunsch eingegangen bist Very Happy

    Ich überlege nun schon seit einer ganzen Weile, ob ich mir dieses Buch zulegen soll oder nicht. Irgendwie interessiert es mich ja schon, allerdings war ich dann doch etwas skeptisch. Deine Rezension hat mich allerdings neugierig gemacht - wenn du beim Schreiben dieser wieder Lust auf das Buch kriegst, dann ist es definitiv einen tieferen Blick wert, denke ich.
    Dass der Autor dieses eine Klischee befolgt, ist zwar etwas schade, aber... nun ja, ich werde mal sehen, wie das Buch ansonsten so ist. Jetzt muss ich mich nur noch für eine der ausgaben entscheiden. Die linke und die mittlere sind dabei meine Favoriten. Welche besitzt du?

    Vielen lieben Dank für die Rezension (:

    LG
    Hannah
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Miyann am So 22 Mai 2011, 12:33

    Hallo Hannah,

    ich rezensiere gerne wieder, wenn ich mal wieder etwas kenne, was dich interessiert. (:

    Ich denke, das Buch ist durchaus einen Kauf wert (so teuer ist es ja auch nicht). Teilweise scheint es zu polarisieren, aber ich glaube, dir würde es gefallen, so wie ich deinen Lesegeschmack einschätze.
    Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass es auch durchaus Erwachsene lesen können, dieses Buch ist nicht nur für Jüngere interessant.
    Dieses klischeebehaftete war auch das einzige, was mich wirklich gestört hat, denn eigentlich passt es so gar nicht zu dem Rest des Buches. Vielleicht hat Andreas Steinhöfel es eingefügt um die Außenseiterposition von Phil zu stärken? Ich weiß es nicht... Aber bei dieser einen besagten Szene rollten sich mir geradezu die Fußnägel hoch. (;

    Ich besitze die linke Ausgabe, das Standardbuch sozusagen. Ich war auch ganz überrascht, als ich festgestellt habe, dass Piper scheinbar eine Lizenz erworben hat.
    Bei dem mittleren gehe ich davon aus, dass es eine Klappenbroschur ist, das würde zumindest zu dem Preis passen. Klappenbroschuren sind natürlich immer sehr nett... (:

    Liebe Grüße
    Marit
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von captaincow am So 22 Mai 2011, 12:40

    Hey Marit,

    ui, das ist ein tolles Angebot Very Happy Mich interessieren soooo[...] viele Bücher :/

    Na, ich werde mal sehen, ob mir irgendeine Stelle auch so unangenehm auffällt und allgemein, wie mir das Buch gefällt. Es steht schon relativ weit oben auf meiner Leseliste.

    Aw, okay. Die Piper-Ausgabe habe ich auch erst vor kurzem mal im Laden gesehen. Aber irgendwie mag ich das Cover nicht :/
    Ja, Klappenbroschuren sind schon toll... Mal sehen, wenn ich mehr über diese Jubiläumsausgabe herausfinden sollte und sie mir gefällt, dann werd ich wahrscheinlich die nehmen. Ansonsten die linke Ausgabe... :]

    Vielen Dank Very Happy

    LG
    Hannah
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Shira am So 21 Aug 2011, 00:51

    Hey Hannah,

    ich weiß nicht, ob du das Buch nun schon gelesen hast, oder nicht. Wir haben es im Unterricht durchgenommen und dazu ein Portfolio machen müssen. Daher habe ichselbst auch noch eine Rezension, die kurz nach dem Lesen angefertigt worden ist.

    Buchrezension:
    „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel ist ein außergewöhnlicher Roman- in mehrfacher Hinsicht.
    Die Handlung dreht sich hauptsächlich um den Siebzehn-Jährigen Phil, der mit seiner Zwillingsschwester und seiner Mutter eine Villa bewohnt, die sie „Visible“ getauft haben.
    Die drei leben am Rande einer provinziellen Kleinstadt und werden von den Stadtbewohnern aufgrund ihres außergewöhnlichen Lebensstils gemieden. In Phils Leben spielen ganz besondere Menschen eine Rolle: Da ist seine Mutter mit ihren wechselnden Liebschaften, die den Kindern den Namen ihres Vaters nicht verraten möchte, Phils Zwillingsschwester Dianne, die mit Tieren und Pflanzen sprechen kann, nachts schwimmen geht und sich immer mehr zurückzieht, sogar von ihrer Familie absondert. Da ist Gable, der Onkel der Zwillinge, der ruhelos die Welt bereist und alte Verletzungen aufreist, um sich an seine erste Liebe zu erinnern, Annie, die mit ihren roten Schuhen durch die Straßen der Stadt tänzelt und sich scheinbar nur von Kirschlikör ernährt. Da sind Phils Freunde, Wolf, der geistig verwirrt Vögel aus ihren Nestern schießt und in den Schulkeller einbricht, und Kat, die der Junge auf einer HNO-Station kennen lernte, als den beiden die Ohren angelegt wurden und sie sich gegenseitig trösteten. Oder Tereza, die lesbische Anwältin, der die Zwillinge und Glass helfen, die Leiche ihres Vaters gegen Kartoffelsäcke auszutauschen, um dessen letzten Wunsch zu erfüllen, und Herr Tröht, der alte Verkäufer, der die Kinder mit süßen Bonbons versorgt.
    Doch ein Mensch hat sich besonders in Phils Herz geschlichen, Nicholas, der Schwarm der ganzen Schule.
    Das Geschehen in der Mitte der Welt spielt in der Zeit, als Phil Nicholas kennen lernt, doch durch die Ereignisse in der Gegenwart erzählt Andreas Steinhöfel auch die ungewöhnlichen Erlebnisse in Phils Vergangenheit, von der Schlacht am Großen Auge, als die Zwillinge sich mit einigen Stadtkindern schlagen und Dianne eine Messerverletzung davonträgt, oder von dem Familienausflug, bei dem Phil einen Test machen musste und Tereza erkannte, dass er schwul sei.
    Die Geschichten wachsen dem Leser mit der Zeit ans Herz und man giert nach mehr. Steinhöfel benutzt zu dem eine besonders anschauliche und leichte Sprache, die einem auf der Zunge zergeht. Er beschreibt jede einzelne Situation mit Liebe zum Detail, jedes Erlebnis Phils wird zu etwas ganz Besonderem herausgearbeitet.
    Dabei vernachlässigt der Autor jedoch nicht die anderen Charaktere. Jeder hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen außergewöhnlichen Charakter und auch wenn es vornehmlich um Phils Leben geht, vergisst er niemals die Entwicklung der anderen Figuren.
    Die Mitte der Welt beschreibt vornehmlich das Erwachsenwerden und die damit verbunden Probleme eines Jugendlichen. Die dargestellten „Kleinen Leute“ sind ein Symbol für Vorurteile und Intoleranz und stehen im krassen Gegensatz zu Phil und den Menschen, die ihn umgeben. Steinhöfel bewirkt damit einen stillen Aufruf zur Toleranz, zum gemeinsamen Zusammenleben und zur Erinnerung an Menschlichkeit. Er spricht konkret das Thema der Vaterlosigkeit an und zeigt, welche Probleme es anrichten kann, wenn nicht einmal mehr innerhalb der Familie Kommunikation stattfindet. So erzählt Glass ihren Kindern erst nach siebzehn Jahren, dass nicht deren Vater es war, der sie verlassen hat, sondern sie diesen zurückgelassen hat.
    Die Mitte der Welt ist, wie schon die Zeit titelte, ein außergewöhnlicher Wurf. Die Geschichte Phils reist den Leser mit und er möchte mehr von dem Leben des Jungen erfahren. Dennoch bleibt das Geschehen durchgehend spannungslos und so musste ich mich mehrfach zusammenreißen, um weiterzulesen. Es hat immer wieder Spaß gemacht, wenn Steinhöfel die schrägen Erlebnisse Phils schilderte, besonders als Annie mit ihren Taschen voller Kirschlikör in eine Grube fiel, doch davon abgesehen war es ohne jeden Reiz. Dies kann Steinhöfel allerdings leicht mit seiner fließenden Art zu schreiben wettmachen und so bleibt es dennoch ein Genuss, die Geschichte Phils zu lesen und zu erleben.

    Ich muss zugeben, ich habe, um meinen Lehrer nicht total herausufordern, einen letzten Satz weggelassen: Ich fand das Buch einfach schrecklich! für mich war es kurz gesagt einfach zu absurd, um mich auch nur annähernd zu fesseln. Man kann ja vieles erleben, aber das war schon völliger Quatsch und meiner Meinung nach so realitätsfern, dass es mir keinen Spaß gemacht hat. Da das aber Geschmackssache ist, solltest du dich davon jetzt nicht abschrecken lassen. Ich denke, du weißt am besten, was du magst und was nicht.

    Lg Shira
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Pooly am Mi 24 Aug 2011, 15:00

    Hallo Marit!

    Hm, von dem Buch hatte ich schon gehört, aber generell eher weniger gute Meinungen. Ich glaube, ein Parallelkurs musste das Werk mal in der Schule lesen, vielleicht kam es daher - Schulbücher werden ja von den meisten oft ziemlich schlecht aufgegriffen.

    Deine gute Meinung dazu überrascht mich aber und macht mich nun doch neugierig. Ich denke, ich sollte mich dazu mal näher informieren und es dann doch vielleicht auf die Wunschliste setzen. Deinem Geschmack kann ich ja ziemlich gut vertrauen.

    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von captaincow am Mi 24 Aug 2011, 21:45

    Hallo :)

    @ Shira:
    Ich habe es noch nicht gelesen, es steht aber schon in meinem Regal. Deine Meinung hab ich mir allerdings noch nicht durchgelesen, weil ich das Buch ja nun eh schon gekauft hab und mich dann nicht vorher irgendwie "beeinflussen" lassen will. Aber sobald ich fertig bin, werde ich das nachholen.
    Danke auf jeden Fall, dass du hier auch so ausführlich schreibst, was du von dem Buch gehalten hast. Es hört sich ja erstmal nicht so positiv an. Aber na ja, ich werd mich einfach überraschen lassen (:

    @ Marie:
    Hm, das ist komisch, denn ich hab bisher eigentlich auch nur viel Gutes über das Buch gehört. Aber du hast Recht, vielleicht liegt es an der Tatsache, dass es Schullektüre war.

    Liebe Grüße
    Hannah
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Miyann am Mi 24 Aug 2011, 22:05

    Huhu. (:

    Also zu den schlechten Meinungen: Ich denke, der Faktor "Schullektüre" trägt da viel zu bei. Bücher, die man nicht freiwillig liest, sind ja meistens nicht gut. Ich denke, viele werden auch nicht damit klar kommen, weil die Handlung eben nicht ganz normal ist und eher etwas "konstruiert" wirkt durch die Skurrilität. Aber irgendwie hat mich gerade das bei der Lektüre fasziniert.
    Es ist eben keine ganz normale Geschichte, aber ich fand das spannend. Trotzdem kann ich verstehen, dass es viele abschreckt. Ist eben etwas polarisierend, die Handlung.

    Wah, jetzt kriege ich schon wieder Lust, erneut zu diesem Buch zu greifen, weil ich langsam das Gefühl habe, es beim ersten Mal nicht ausführlich genug gelesen zu haben. Schlimm das.

    Hannah, auf jeden Fall interessiert mich deine Meinung sehr, wenn du es gelesen hast. Sei sie positiv oder negativ. (:

    Liebe Grüße
    Marit
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Shira am Mi 24 Aug 2011, 22:19

    Ja, das was Marit gesagt hat, stimmt schon. Bei mir war es nicht die Schullektüre. Damit hatte ich noch nie Probleme. Mehr als die Hälfte meiner Schullektüren mag ich sogar sehr. Was mich, wie auch oben geschrieben, mehr abgeschreckt hat, war die skurile Handlung. Für mich war es zumindest vor zwei Jahren absolut kein Buch, dass mich ansprach. Ich habe mich einfach durchquälen müssen. Und wie auch oben schon einmal geschrieben, kann ih nur betonen: Jeder muss selbst herausfinden, ob ihm das gefällt. An sich ist es aber wirklich kein schlechtes Buch. Einfach nur Geschmackssache.

    Und zugegeben, über die Szene mit dem Kirschlikör lache ich noch heute. Vielleicht sollte ich es mir einfach jetzt noch einmal antun, wo ich schon weiß, dass es skurril ist. dann ist es bestimmt auch ganz anders zu lesen.

    Lg Shira
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von captaincow am Di 17 Apr 2012, 11:50

    Hallo (:

    Ich habe das Buch mittlerweile auch endlich gelesen. Ich weiß nicht woran es lag - vielleich daran, dass ich "vorgewarnt" war, dass hier etwas Skurriles auf mich zukommen würde? Vielleicht ist es auch einfach genau die Art von Geschichte die ich mag. Jedenfalls hat Andreas Steinhöfel mit "Die Mitte der Welt" genau meinen Nerv getroffen und mich sprachlos zurückgelassen. Ein paar Tage später habe ich dann die Worte aber wiedergefunden und mal eine Rezension verfasst:



    Meinung:



    „Die Mitte der Welt“ ist ein vielfach gelobtes und ausgezeichnetes Jugendbuch, dessen Klappentext mich vor allem angesprochen hat. Die Geschichte um Phil und seine etwas ungewöhnliche Familie sowie Nicholas, in den er sich verliebt, machten mich neugierig, sodass ich mir das Buch auch irgendwann zulegte. Lange Zeit überkam mich jedoch nicht die Lust, das Buch aufzuschlagen. Jetzt habe ich mich doch einmal herangewagt und bin erstaunt, mit was für einer wunderbaren Geschichte Andreas Steinhöfel mich da verzaubert hat.

    Am besten könnte man „Die Mitte der Welt“ mit einer kleinen Truhe vergleichen. Auf den ersten Blick eher unscheinbar, aber wenn man sie dann öffnet stößt man auf lauter kleine Schubladen und verborgene Ecken, die Schätze und allerlei Schönheiten aber auch hässliche Dinge verbergen. Denn „Die Mitte der Welt“ ist alles andere als eine geradlinige Geschichte – fast zur Hälfte besteht es aus Rückblenden in Phils Vergangenheit, die bestimmte Begebenheiten in der Gegenwart besser erklären oder es dem Leser einfach ermöglichen, die Hauptcharaktere besser kennen zu lernen. Anfangs bestand meine Reaktion auf diese Erzähltechnik vor allem aus Verwirrung und Skepsis, doch schon nachdem man den Sprung in die Vergangenheit ein paar Mal mitgemacht hat, erkennt man, dass die Erinnerungen der Geschichte einen gewissen Charme geben und sie zu etwas Besonderem machen. Durch sie taucht man erst so richtig in Phils Kopf und Phils Vergangenheit ein, kann sich ein Bild von ihm und den anderen Figuren machen und versteht die Gegenwart besser. Darüber hinaus halten die meisten Rückblenden irgendwelche kleinen Weisheiten parat, wodurch sie nie langweilig werden.

    Zudem ermöglichen sie einem, wie gesagt, ein besseres Bild von den Charakteren. Ich muss zugeben, dass mir nicht jede Figur aus „Die Mitte der Welt“ gefallen hat. Ein paar ganz schöne Kotzbrocken waren dabei. Doch jede dieser Figuren weckte auf irgendeine Art und Weise mein Interesse, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie alle sehr gut ausgearbeitet sind. Andreas Steinhöfel hat hier ein Ensemble von durchdachten, lebendigen und gleichermaßen außergewöhnlichen Charakteren kreiert. An keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass das, was ich lese, lediglich zwischen zwei Buchdeckeln festgehalten ist. Vielmehr machte sich die Überzeugung in mir breit, dass irgendwo auf dieser Welt an irgendeinem Ort all das passiert sein muss, so überzeugend ist für mich der Aufbau der Handlung und der Charaktere.

    Obgleich allein diese Komponenten für ein gutes Buch reichen würden, ist das noch nicht alles. Denn neben der Thematik des Erwachsenwerdens ist auch Homosexualität ein wichtiger Punkt in diesem Roman. Wunderbar natürlich ist er in die Handlung eingebunden, verliert zugleich jedoch nicht den Bezug zur Realität.

    Die Fäden werden zusammengehalten von einem unvergleichlichen Stil – schöne Worte und Formulierungen machen ihn aus, sodass meine Augen noch begieriger über die Seiten glitten, um Phils Geschichte aufzusaugen und abzuspeichern. Unpassend oder gekünstelt kam mir dabei nichts vor. In „Die Mitte der Welt“ stimmt einfach alles.



    Fazit:



    „Die Mitte der Welt“ beschreibt eine Geschichte, die das Leben nicht besser hätte erzählen können. Vom Schreibstil über die Handlung bis zu den Charakteren passt einfach alles. Wenn man nicht gerade wert auf viel Action legt, ist dieses Buch durchaus einen Blick wert. Für jung und alt gleichermaßen geeignet.

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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von LyraLaJeune am Mi 02 Mai 2012, 15:33

    Ich bin momentan auch am Überlegen, ob ich mir das Buch mal zulege. Die Meinungen sind ja durchweg verschieden, aber bei mir ist eher das Positive hängen geblieben^^
    Tendenziell gebe ich eigentlich jedem Buch die Chance ein gutes zu sein und von dem, was ich hier so gelesen habe, sagt es mir durchaus zu. Vielleicht steht es ja schon bald bei mir im Regal Very Happy
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von SaKi am Mo 03 Sep 2012, 20:40

    Hallo ihr Lieben,

    hier existieren ja schon drei ausführliche Rezensionen, deswegen hab ich auch gar nicht mehr viel anzufügen.
    Ich habe vor wenigen Tagen den Roman endlich beendet und ich liebe ihn wirklich sehr. Eigentlich wollte ich an diesem Abend nur noch ein paar Seiten zum Einschlafen lesen, aber ich habe dann doch die knapp hundert Seiten bis zum Ende verschlungen, weil ich nicht aufhören konnte. Zum Roman an sich ist schon fast alles gesagt, ich steh total hinter Hannahs Meinung.

    Ich habe übrigens auch sehr gern das komplette Nachwort gelesen. Andreas Steinhöfels Erklärungen und Anmerkungen, immer mit einem Augenzwinkern versehen, waren wirklich interessant. Und vor allem nehm ich ihm Phils Geschichte total ab – er hat ja persönliche Erfahrungen mit der Materie ^^ Er schrieb auch zu seinen Intentionen und ging auf die ganzen Interpretierungsversuche ein, das fand ich schon recht witzig. Er ist ein sehr sympathischer Autor neben all seinem Talent.

    Die Mitte der Welt hat mich durch den Stil, durch den Aufbau und vor allem die Charaktere und die Geschichte sehr gefangen genommen. Manchmal war es vorhersehbar, aber das hat mich gar nicht gestört. Und auch die Klischees fand ich überhaupt nicht schlimm. Klischees müssen doch auch irgendwo herkommen und irgendwo real sein, sonst wären sie ja nicht Klischees geworden ^^ Und alle meine schwulen/bisexuellen Bekannten/Freunde, die mir grad einfallen, stehen nicht auf Fußball, machen sich allgemein nicht soooo viel aus Sport und einer von ihnen sammelt sogar seit Jahren Barbies. Noch Fragen?? Very Happy Very Happy Very Happy

    Die Mitte der Welt ist jedenfalls eines meiner absoluten Lieblingsbücher geworden und ich werde es sicher irgendwann noch einmal lesen ^^

    LG
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Jadelyn am Mi 07 Sep 2016, 21:08

    Ach herrje, ist es lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe. *g*

    Bei mir war es auch eine Schullektüre und ich war soweit die einzige, die dem Buch irgendetwas abgewinnen konnte. Ich habe mich wirklich gern damit beschäftigt, weil ich die Geschichte interessant fand und auch die Aufbereitung der einzelnen Themen mir zugesagt hat. Ich hatte meine Freude damit und war richtig motiviert. *g*

    Die "Fortsetzung" habe ich auch mal gelesen, aber da ist nicht viel hängen geblieben, ich weiß nur noch, dass ich sie nicht so gut fand und mir mehr vom alten Stil und den Charakteren gewünscht hätte. Aber wie gesagt, das meiste davon weiß ich gar nicht mehr - was nicht für das Buch spricht. ^^ Andererseits ist das auch schon ewig her.


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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von SaKi am Mi 07 Sep 2016, 22:23

    Die Forsetzung hat mich auch nicht aus dem Hocker gehauen. Auch wenn es stellenweise interessant war, liebgewonnene (oder auch nicht liebgewonnene Wink) Charaktere wiederzutreffen und mehr über das "Danach" zu erfahren, empfand ich das Buch insgesamt auch als nicht unbedingt notwendig. Es reicht in meinen Augen nicht an den ursprünglichen Roman heran.

    Die Mitte der Welt hat mich aber dazu gebracht, mehr von Andreas Steinhöfel zu lesen. Und auch wenn ich nicht primär Zielgruppe bin, hab ich es zu keiner Zeit bereut Mr. Green
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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

    Beitrag von Jadelyn am Do 08 Sep 2016, 06:32

    Ah cool, noch jemand, der die Fortsetzung gelesen hat. *g*
    Ja, irgendwie bin ich da echt enttäuscht zurückgeblieben.

    Mehr habe ich von ihm gar nicht gelesen, glaube ich. ^^ Sollte ich vielleicht mal nachholen.


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    Re: Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

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