Ich wusste nicht mehr, wie genau ich ins Krankenhaus kam, aber eines wusste ich. Das Ich es nicht mochte hier zu liegen. Seufzend fuhr ich mir durch mein Haar, was zwar kurz war, aber mir dennoch oft ins Gesicht fiel. Meine Mutter hatte es in dieser Länge geliebt, deswegen habe ich wohl es bis heute so gelassen. Ein kleines Lächeln hatte sich bei den Gedanken auf meinen Lippen geschlichen. Ach Mutter, dachte ich und sah aus dem Fenster. Die Sonne schien und ich konnte die Vögel singen hören. Warum war ich hier? Warum hatte mich mein Hausarzt gleich ins Krankenhaus verwiesen? Ich fühlte mich gesund und fit. Also, was war mit mir los? Kaum war ich hier, haben mir die Krankenschwestern und Ärzte Blut abgenommen, verfrachteten mich gleich in ein Einzel Zimmer und blickten mich ernst oder mitleidig an. Na ja, zumindest ein paar Schwestern sahen mich mitleidig an, aber auf meiner Frage hin, was ich denn hätte, konnten oder wollten sie mir nichts sagen, was mich schon fast wahnsinnig werden lies. Ich war nicht gerade freiwillig hier ...
Die Tür ging auf, der behandelte Arzt kam mit ein paar Zettel in der Hand in mein Zimmer. "Guten Morgen Mr. Baker. Wie geht es Ihnen heute?" Er sah mich kaum an, betrachtete die Dokumente. "Gut, wie jeden Morgen. Verraten Sie mir heute, weswegen ich hier bin und nicht draußen, im Park, auf Arbeit oder am Strand?" Der Doktor räusperte sich, sah zu mir hoch. In diesem Moment sah er um zehn Jahre gealtert aus. Er schien, um die fünfzig zu sein, doch jetzt, sah er aus wie ein noch älterer Mann. "Mr. Baker, was ich Ihnen jetzt sage, ist nicht einfach, aber wir - die Ärzte und Krankenschwestern - werden unser Bestes geben."
"Was habe ich? Sagen Sie es mir. Bitte."
"Sie haben Leukämie."

