Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Paolo Giordano - Die Einsamkeit der Primzahlen

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    Re: Paolo Giordano - Die Einsamkeit der Primzahlen

    Beitrag von captaincow am Mo Okt 17, 2011 9:44 pm

    Ich dachte auch, er käme erst nächstes Jahr raus. Hier hat man auch selbst in den kleinsten Kinos irgendwie keine Plakate zum Film gesehen, weshalb das völlig an mir vorbeigegangen ist. Und jetzt läuft der, glaub ich, nicht mehr.
    Hm, ich werd's dann wie du machen müssen, Jojo, und mir den auf DVD anschaffen...

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    Re: Paolo Giordano - Die Einsamkeit der Primzahlen

    Beitrag von Shira am Di Okt 18, 2011 5:37 pm

    Hey,

    ich werd ihn mir denke ich auch auf DVD zulegen. Ich habe jetzt etwa die Hälfte des Buches gelesen und musste mich wirklich zwingen aufzuhören, da ich einerseits keine Zeit mehr hatte und andererseits den Genuss noch etwas länger haben wollte. Mein Lehrer hatte mich auch schon ziemlich schräg angeschaut, als ich das Buch nicht gleich aus der Hand gelegt hatte, sondern damit noch durch die Gänge marschiert bin und fröhlich weitergelesen habe.
    Daher komme ich nun auch nicht umhin, einfach mal eine Zwischenbilanz abzugeben: Für mich ist diese Geschichte eine der besten, die ich je gelesen habe. Fesselnd von der ersten Seite an, wunderbar realitätsnah beschrieben und man kommt doch nicht umhin, eine gewisse Komik des Autors zu bewundern. So hätte ich mir vermutlich niemals ausdenken können, dass man mit Skischuhen wie ein Gorilla läuft, auch wenn ich zugeben muss, dass da echt was dran ist. So benutzt er häufig Bilder, die das Lesen erleichtern, amüsanter machen, aber nicht zu aufdringlich wirken.
    Die Figuren mögen auf den ersten Blick etwas außergewöhnlich wirken, doch kam ich nicht umhin, mir zu überlegen, inwiefern sie das überhaupt sind. So kam ich dann auch zu dem Schluss, dass sie von ihrer besonderen Seite beleuchtet wurden, aber doch so normal sind wie der Leser selbst. Jeder hat seine Macken. Gerade hier verdeutlicht der Autor eines: die Macken machen den Menschen zu etwas Besonderem.

    So könnte ich vermutlich noch stundenlang weiterpalavern. Dieses Buch regt mich wirklich zum Nachdenken über die verschiedensten Themen an. Sei es nun die Angst vor dem Schmerz, die Bedeutung von Verantwortung oder solche banalen Dinge wie Primzahlen und Hochzeitskleider. Meiner Meinung nach ist dieses Buch einfach ein MUSS für den Bücherschrank. Zumindest für meinen. Ich habe ein neues Lieblingsbuch gefunden =)

    LG Shira

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    Re: Paolo Giordano - Die Einsamkeit der Primzahlen

    Beitrag von Amira am Mi Okt 26, 2011 6:24 pm

    Hallo!

    ²Shira
    Aw, schön zu hören, dass es dir auch so gut gefällt! Ich kann gut nachvollziehen, dass du das Buch praktisch nicht aus den Händen legen konntest (:
    Bist du denn mittlerweile mit dem Buch ganz durch? Mich würde vor allem interessieren, was du vom Ende hältst?


    Gerade entdeckt - die, wie ich finde, sehr schön und einlanded gestaltete offizielle Website zum Film.
    Ach, ich muss mich echt sputen, wenn ich ihn noch im Kino sehen will. Gegenüber unserer Schule in einem kleinen Kino sehe ich jedes Mal beim Vorbeigehen das Plakat hängen, aber irgendwie kommt mir dann doch immer etwas dazwischen :S

    Liebe Grüße,
    Naomi

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    Re: Paolo Giordano - Die Einsamkeit der Primzahlen

    Beitrag von Shira am Do Okt 27, 2011 6:12 pm

    Hey Naomi,

    bei uns läuft der Film leider gar nicht. Schade. Aber ich denke, wir holen ihn uns auf DVD. Immerhin etwas.

    Ja, das Buch habe ich inzwischen durch. Ich muss offen gestehen, ich bin etwas enttäuscht. Wobei das nicht die Enttäuschung ist, die man nach dem Lesen eines schlechten oder misslungenen Buches hat. Viel mehr ist es die Tatsache, dass einige meiner Fragen einfach nicht beantwortet wurden. Wie wurde Alice gerettet? Wohin verschwand Denis, als er nicht in der Schule auftauchte? Was passiert mit Viola nach ihrer letzten Begegnung mit Alice?
    Klar, gerade letztere steht der freien Phantasie zur Verfügung, aber die erstere quält mich richtig. Ich meine, Alice war schon am Erfrieren. Auch ihre Beziehung mit ihrem Vater kommt demnach nicht ganz verständlich rüber. OK, sie hat Probleme mit ihm, aber was hat das mit ihrer Magersucht zu tun? Bloß, weil sie sieht, wie er isst und deshalb Ekel beim Essen empfindet? Ich kann mir das schlecht vorstellen. Dazu muss man sein Gegenüber beim Essen ja echt genau beobachten.

    Also alles in allem stimmt mich das Buch sehr nachdenklich. Noch kann ich es nicht ganz zu meinen Lieblingsbüchern stellen, auch wenn es das Potenzial dazu hat. Paradoxerweise erinnert es mich an "Die Mitte der Welt", weil die Charaktere gewisse Ähnlichkeiten haben, dadurch, dass sie alle etwas eigen sind. Portfoliogeschädigt wie ich von dem buch bin, überlege ich mir nun die ganze Zeit, was man bei "Die Einsamkeit der Primzahlen" für Aufgaben stellen könnte. Ganz die Deutschbesessene eben. Vielleicht sollte ich das Buch mal meinem alten Deutschlehrer vorschlagen Very Happy

    Naja, jetzt weißt dus.
    Lg Shira

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