Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am Fr 11 März 2011, 21:17

    Ja, genau so sieht es aus, das sind größtenteils Ureinwohner, oder zumindest sind sie technisch noch längst nicht so weit wie wir (das hatte ich ja in der Uni, als ich diesen Teil der Erde sprachlich behandelt habe).
    Einige dieser Inseln haben auch einen Vulkan in ihrer Mitte, viele sogar. Diese Leute dort kennen sich ja mit Tsunamis aus, es ist zu hoffen, dass sie sich eben noch in die höheren Gebiete flüchten können ...
    Aber wie gesagt, viele Inseln liegen auch nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Aber ich bezweifle fast, dass man aus der Region viele Nachrichten reinbekommt ...
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Amira am Sa 12 März 2011, 00:55

    Ich habe den Abend noch die Nachrichten verfolgt und die Bilder und Informationen, die uns aus Japan erreichen sind mehr als erschreckend ._.

    Die Folgen sind verherrend und wenn einen Informationen, wie '300 Leichen wurden am Strand von Sandei angespült' erreichen, ist der Schock groß. Den ganzen Ausmaß wird man wohl erst jetzt bei Tagesanbruch erfassen können und ich hoffe für die Menschen dort, das sie vor weiteren schwerwiegenden Katastrophen verschont bleiben.

    Momentan stellt ja ein Atomkraftwerk eine weitere Gefahr dar. Die Radioaktivität ist auf das 1000 fache gestiegen und laut dem was ich gehört habe, könnte es schlimmstenfalls in wenigen Stunden zu einer Kernschmelze kommen. Sprich Radioaktivität tritt frei. Bei Westwind kann diese Wolke auf den Pazifik entweichen, treibt der Wind aber in die andere Richtung... wären die Auswirkungen wohl mit Tschernobyl zu vergleichen.
    Menschen im Umkrei von 10 Kilometer wurden bereits evakuiert.

    Ich wusste selbst nicht das Japan, ein Land das jährlich etwa 5000 Beben aufzeichnet, über solch eine große Anzahl an Atomkraftwerken verfügt :/
    Ich hoffe einfach nur, dass das den Menschen dort erspart bleibt.

    Eine große Sorge gilt auch einer Freundin von mir, die sich im Zuge eines Aufenthaltsraum in Japan aufhält. Ich bete, dass ihr nichts passiert ist.
    Morgen werde ich bei Freunden nachfragen.

    Dementsprechend bin ich gerade etwas aufgelöst und wünsche mir für die Menschen dort, dass sie Hilfe bekommen und das schlimmste überstanden haben.
    Die Folgen für Tausende von Menschen sind ja schon jetzt unvorstellbar und weitreichend.



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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Mondlicht84 am Sa 12 März 2011, 09:59

    Hallo,

    ich stehe dem Ganzen etwas zwiespältig gegenüber. War gestern zu Hause und habe das alles hautnah miterlebt, was da durch Fernsehen, Radio und Internet übertragen wurde. Ich finde es sehr tragisch, dass so ein schlimmes Unglück so ausgeschlachtet wird. Warum muss ich einen Typen interviewen, der einmal einen Tsunami miterlebt hat. Was hat das mit Japan zu tun?
    Das was mit dem Menschen in Japan passiert ist tut mir unendlich leid. Das Erdbeben war eine Sache und ich glaube wirklich, dass sie darauf vorbereitet waren und es im Grunde wenig Opfer zu beklagen gab. Aber mit dieser enormen Flutwelle mit diesem Ausmaß haben die wenigsten gerechnet. Ich denke auch, dass heute im Lauf des Tages die Todesopferzahlen massiv nach oben korrigiert wird.

    Mit diesen AKW … hmm... also da stellt sich mir schon die Frage, was macht Japan 54 AKW und noch 11 weitere in Planung? Gerade die Japaner sollten eigentlich den Ausmaß einer Atomkraft kennen. Das ist für mich etwas unverständlich.

    Momentan stellt ja ein Atomkraftwerk eine weitere Gefahr dar. Die Radioaktivität ist auf das 1000 fache gestiegen und laut dem was ich gehört habe, könnte es schlimmstenfalls in wenigen Stunden zu einer Kernschmelze kommen. Sprich Radioaktivität tritt frei. Bei Westwind kann diese Wolke auf den Pazifik entweichen, treibt der Wind aber in die andere Richtung... wären die Auswirkungen wohl mit Tschernobyl zu vergleichen.
    Menschen im Umkrei von 10 Kilometer wurden bereits evakuiert.

    Dem muss ich ein wenig widersprechen. Tschernobyl hat mich vor einiger Zeit sehr interessiert und ich habe sämtliche Filme, Dokumentationen, Artikel etc. über diesen und andere Reaktorunfälle gelesen. Eine Atombombe ist gegen einen richtigen Reaktorunfall nur ein Windhauch. Die 10 km die sie evakuiert haben sind lächerlich – egal in welche Richtung der Wind bläst. Wenn es wirklich zu einer Kernschmelze kommt wird es deutlich schlimmer als in Tschernobyl werden, denn dort ging ja nicht einmal die Hälfte in die Luft. Und dann ist natürlich die Frage wie sehr das Erdbeben alles beschädigt hat. Ich hoffe für niemanden, dass alles in die Luft geht und ich hoffe inständig, dass sie bereit Notfallmaßnahmen getroffen haben, um die Lecks möglichst schnell zu schließen. Ansonsten kann man nur um jede Minute kämpfen, in dem der Reaktor ein paar Grad herunterkühlt.

    Ganz interessant finde ich auch die Amerikaner, die so bereitwillig Kühlmaterial zur Verfügung stellen. Hat sich einer von euch schon mal gefragt warum? Wisst ihr in welche Richtung der Wind bläst und wo die Wolke landen würde, wenn es wirklich dazu käme?
    Richtig, auch die Amerikaner stehen gerade ganz tief in der Sch$%&§.

    Jedenfalls hoffe ich, dass sich die Lage in Japan sehr schnell entspannt und die Leute wieder mit dem Aufbau beginnen können. Von den Stadt- bzw. Landteilen, die durch die Flut vollkommen weggespült wurden hört man zum Beispiel auch überhaupt nichts.

    lg Kerstin
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Tim am Sa 12 März 2011, 10:48

    Ich glaube über den Umgang von Medien mit heiklen Themen braucht man nicht mehr zu diskutieren.

    Gegenfrage: Warum haben die USA Kernkraftwerke, obwohl sie wissen, was ihre über tausend Atombomben anrichten können? Warum die Russen? Warum fast alle anderen? Immerhin können derlei Unfälle auch in nicht erdbebengeplagten Regionen auftreten, wie Tschernobyl eindrucksvoll bewiesen hat.
    Fakt ist, dass es immer noch die billigste Methode ist, um massenweise Energie zu erzeugen und gerade die Japaner haben nicht sonderlich viel Platz auf ihren Inseln, um anderweitig große Mengen an Energie zu produzieren. Der Einkauf wäre definitiv absurd teuer.
    In jedem Fall kann man sich nicht wirklich gegen ein Beben der Stärke 8,9 wappnen. Irgendwo sind da natürliche Grenzen gesetzt und ein Erdbeben verhindern, wie ich gestern irgendwo gehört habe (nach dem Motto: "trotz hoher Technikentwicklung konnten sie das Beben nicht verhindern"), geht schon gleich gar nicht. Dass die AKW's bis jetzt noch nicht in die Luft geflogen sind, spricht für die Vorkehrungen und Baukunst der Japaner. Und wirklich evakuieren kann man die Bevölkerung auch nicht, dann müssten 130 Millionen Menschen mal eben ausgeflogen und/oder ausgeschifft werden, weil wenn dort die Post abgeht, dann aber richtig. Da reicht es nicht einmal 100 oder 200km weg zu sein.

    Sie wie die Amerikaner sollte eigentlich jedes vernünftige Land reagieren, denn die sind grundsätzlich auch nicht die einzigen, die tief im Mist stecken. Man sollte eher froh sein, dass sie das scheinbar so bereitwillig tun, denn offensichtlich ist von China (von Korea sowieso nicht) keine Hilfe zu erwarten, obwohl die noch viel näher liegen. Von den Russen hört man ja auch nichts.
    So wie es aussieht, wird sich die Lage aber wohl noch ein ganzes Stück verschärfen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750479,00.html Was wohl auch eindeutig der Grund ist, warum von den weggespülten Küstenregionen nur wenig zu hören ist. Es gibt derzeit durchaus noch viel größere Sorgen, als dass das Haus um die Ecke links weggeschwemmt worden ist, so zynisch das auch ist.

    lG,
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am Sa 12 März 2011, 11:25

    Sie wie die Amerikaner sollte eigentlich jedes vernünftige Land reagieren, denn die sind grundsätzlich auch nicht die einzigen, die tief im Mist stecken.
    Meine ich auch, da kann ich Tim zustimmen. Bei solchen Hilfeaktionen zählt zumindest in meinen Augen erst einmal nicht die Motivation, sondern dass sie überhaupt etwas tun und helfen.
    Die ersten deutschen Helfer sind jetzt auch schon in Japan eingetroffen, habe ich gelesen, um Verletzte aus den Trümmern zu bergen, zuerst einmal dort, wo die Tsunami-Welle nicht war, denn in diesen Gebieten ist die Chance ja noch geringer, dass jemand lebt.

    Die Evakuierungsregion wurde jetzt ausgeweitet:
    [11.13 Uhr] Die japanische Regierung hat den Evakuierungsradius um die beschädigten Kernkraftwerke Fukushima Eins und Zwei von 10 auf 20 Kilometer ausgeweitet. Die Provinzregierung habe eine entsprechende Weisung des Premierministerbüros erhalten, meldet die Agentur Jiji. Die radioaktive Strahlung sei nach einem Anstieg wieder am Fallen, so die Agentur Kyodo.
    Ob das was bringt, wenn es zur Kernschmelze kommt, ist zu bezweifeln, aber die Menschen fliehen eh schon in Massen in andere Gegenden, die Einkaufsläden sind überfüllt, alle wollen ihre letzten Vorräte aufstocken.
    Das muss wie die Apokalypse sein ...


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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Gast am Sa 12 März 2011, 13:13

    Ich kann mir nicht mal annänhernd vorstellen, welche Panik diese Menschen haben müssen.

    @Marie: Ja ich glaub deine Aussage trifft es ziemlich gut. So würde man sich den Weltuntergang vorstellen.

    Ich hab allerdings gerade gelesen das es eine Kernschmelze gab:

    Explosion und Kernschmelze in AKW

    In dem beschädigten Atomkraftwerk in Fukushima hat es eine Kernschmelze gegeben. Das bestätigte die Nationale Behörde für Kernkraftsicherheit nach Informationen von ARD-Korrespondent Robert Hetkämper.

    Zuvor hatte bereits die Atomaufsichtsbehörde erklärt, in einem Reaktor des AKW Fukushima 1 habe es möglicherweise eine Kernschmelze gegeben. Behörden stellten derzeit entsprechende Untersuchungen an. Aber selbst wenn es eine Kernschmelze gegeben habe, gehe für Menschen außerhalb eines Radius von zehn Kilometern keine Gefahr aus. So seien die meisten der 51.000 Einwohner in diesem Umkreis evakuiert worden. Später wurde der Evakuierungsradius auf 20 Kilometer ausgedehnt.

    (Quelle: www.Tagesschau.de)

    Ich schau grad noch auf anderen Nachrichten Seiten...

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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am Sa 12 März 2011, 14:05

    Ja, das hatte ich auch gerade gelesen, Mai.
    Nur gerade vor einigen Minuten wurde bei t-online diese Meldung hier gepostet:

    [13.26 Uhr] Nach der Explosion in einer japanischen Atomanlage ist nach Angaben der Regierung keine erhöhte Strahlung im Umfeld des Reaktorgebäudes nachweisbar. Das Stahlgehäuse, das den Reaktor schütze, sei beim Einsturz der umgebenden Wände nicht beschädigt worden, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Der nach dem Ausfall des Kühlsystems zuletzt stark angestiegene Druck im Reaktor nehme zudem wieder ab.
    Fragt sich, ob sie die Bevölkerung nur beruhigen wollen, damit nicht noch eine größere Panik ausbricht, oder ob sich die Lage wirklich bessert. Das ist nur zu hoffen ...


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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von June am Sa 12 März 2011, 19:53

    Na ja, ich denke mal, dass wir hierüber noch sehr viel hören werden ...

    Meine Ma meinte, dass die Japaner im Übrigen besser mit ihrem Unglück umgehen, als die Russen damals mit Tschernobyl - denn hier wird von Anfang an die Wahrheit gesagt. Das klang so, als wäre der GAU in Tschernobyl hübsch von den Medien ferngehalten worden ... damit auch ja keiner Bescheid weiß ...

    Mehr als hoffen und beten können wir nicht. Und so seltsam es mir auch vorkommt, das Leben geht weiter.
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von June am So 13 März 2011, 00:24

    Sorry, aber:

    Bei der schweren Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 ist offenbar weniger radioaktive Strahlung ausgetreten als befürchtet. Nach einem anfänglichen Anstieg der Radioaktivität an der Unglücksstelle hätten die Behörden nun eine Abschwächung in den vergangenen Stunden beobachtet, meldet die Internationale Atomenergiebehörde IAEA unter Berufung auf japanische Behörden. Die Explosion sei den japanischen Angaben zufolge außerhalb der Sicherheitshülle geschehen.
    Dem Himmel sei Dank! *_*

    Das stammt von hier: http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima136.html
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am So 13 März 2011, 00:31

    Ja, das haben sie heute Mittag aber auch schon genau so berichtet (2 Beiträge über dir Wink)

    Aktuellste Meldungen der t-online Seite sind (da wird immer aktualisiert, sobald es etwas Neues aus verschiedenen Quellen gibt):
    Weitere Kernschmelze droht
    Momentan droht eine Kernschmelze in Reaktor 1. Ein Greenpeace-Sprecher wies darauf hin, dass in einem weiteren Reaktor des gleichen Kraftwerks dasselbe Szenario drohe. Fünf der zehn Reaktoren in den beiden Kraftwerken seien derzeit ohne Kühlung. Die Lage sei womöglich weitaus stärker außer Kontrolle als bekannt.

    Massenevakuierungen begonnen
    [22:49 Uhr] Die Internationale Atomenergieagentur berichtet, dass 170.000 Menschen aus der Umgebung des beschädigten Atommeilers Fukushima Daiichi evakuiert werden sollen. Die Anwohner in 20 Kilometer Umkreis wurden angewiesen, die Gegend zu verlassen, berichtete die UN-Behörde.

    Reaktorkern wird geflutet
    [22:50 Uhr] Nach einer Explosion im Atomkraftwerk Fukushima haben Techniker damit begonnen, den Reaktorkern mit Meerwasser zu fluten. Damit soll nach einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo eine drohende Kernschmelze verhindert werden.


    Also ich bezweifle, dass es vorbei ist ^^"


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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am So 13 März 2011, 00:38

    Sorry, für Doppelpost, aber seht euch das mal an. Das Beben soll die Achse der Erdrotation um 10 Zentimeter verschoben haben, das hatte ich noch gar nicht gehört.

    Beben verändert Achse der Erdrotation

    Nach Angaben von Wissenschaftlern hat das Erdbeben mit seiner Wucht große Landmassen verschoben und den Lauf der Welt verändert. Die japanische Hauptinsel sei um 2,40 Meter verrückt worden, sagte Kenneth Hudnut von der US-Geologiebehörde dem Fernsehsender CNN. Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie ermittelt nach eigenen Angaben außerdem, dass das Beben mit einer Stärke von 8,9 die Achse der Erdrotation um rund 10 Zentimeter verschoben hat. Das wäre wahrscheinlich die größte Verschiebung durch ein Erdbeben seit 1960, als Chile erschüttert wurde.

    Man rechnet inzwischen übrigens bereits mit 11.000 Toten ...
    Also nichts mit vierstelliger Bereich ._.



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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von June am So 13 März 2011, 00:39

    Das hatte ich schon gehört ... jetzt müssen alle Karten neugemacht werden, Japan ist verrutscht ô.O
    Wie das klingt ô.O

    Aber das ist schon echt seltsam, was?

    Ich bin gespannt, was das für Auswirkungen hat, mit der Verschiebung ...
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Tim am So 13 März 2011, 10:13

    Mich würden eher die 19 verstrahlten Menschen in der Nähe des Kraftwerks beunruhigen, denn offensichtlich kann die Strahlenbelastung nicht so niedrig sein, wie berichtet wird. Es gibt auch schon erste Schätzungen, dass die Zahl auf bis zu 160 steigen könnte.

    Und ich sag's mal so: 11.000 (mit der Zahl rechnen sie schon seit gestern Mittag) sind immer noch 230mal weniger, als damals in Thailand und den angrenzenden Staaten, die zusammen zwar mehr Einwohner haben als Japan, aber von denen vermutlich genauso viele an der Küste leben. Und bei einem Vorstoß des Tsunamis von bis zu 5km landeinwärts heißt "Küste" ziemlich viel Land und entsprechend viele Einwohner - gerade in Japan, wo Millionenmetropolen direkt an der Küste liegen.
    Die Zahlen sind zweifelsohne schrecklich, aber es hätte ohne entsprechende Vorbereitungen noch wesentlich schlimmer ausfallen können, auch wenn mich keinesfalls wundern würde, wenn die Zahl sich noch verdoppelt. Aber man will ja optimistisch sein.

    Das mit der Achsenverschiebung ist zwar interessant, dürfte aber nicht wirklich viel verändern. 10cm auf der Erdoberfläche als Verschiebung (die Rotationsachs muss aufgrund der Physik logischerweise immer noch durch den(selben) Schwerpunkt der Erde gehen) äußert sich in nicht einmal annähernd einem Grad bei der Achsenneigung - lässt sich auch leicht ausrechnen, wie viel das ist. Würde mich also nicht wirklich stören und solche Sachen sind auch nichts besonderes. Die Erde hat auch schon wesentlich schlimmere Erdbeben gesehen mit größeren Auswirkungen.
    Hoffen wir, dass es in unsere Richtung verrutscht ist, dann werden die Flüge billiger, weil der Weg kürzer ist xD Nein, aber im Ernst. Das einzige, auf das das wirklich einen Einfluss haben könnte, sind die Riffe und Unterwasserlebensräume rund um die japanischen Inseln.

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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Jenova am Mo 14 März 2011, 11:03

    Also mit tun die Japaner alle total Leid.
    Die haben ja heute noch mit Nachwirkungen von den Atombomben im 2. Weltkrieg zu kämpfen.
    Und ich mein... noch schlimmer kann es ja schon fast garnicht mehr werden.
    Erst ein Seebeben, dann Tsunami, dann brände in den Städten, dann das mit den AKWs und dann bricht auch noch ein Vulkan wieder aus. Und, es tut mir jetzt leid, falls es in irgendeine richtung Anti-Deutschland geht, Aber ich schäme mich, deutsche zu sein. Deutschland hat gerade mal 40 Leute hingeschickt. Japan hat ja gesagt, dass die keine Geld/Spenden haben wollen, aber da könnte Dtl. wenigstens wie Russland Hilfsgüter schicken.
    Als das in Haiti war, haben die doch auch aber milionen hilfe bekommen und bekommen die noch heute. Und wie war das gleich noch mal: 150 Jahre Freudnschaft Japan- Deutschland und mehr kommt da nicht??? Selbst die Amerikaner helfen den Japanern und schicken nen Flugzeug raus, das Helis und Hilfsgüter transportieren kann und dann zur Krankenstation für verletzte umfunktioniert werrden kann. Es tut mir wirklich leid, aber dafür hab ich absolut kein verständnis für das was Dtl. da "anbietet". Ich verstehs einfach nicht.
    Ich hoffe bloss, das die Kernschmelzungen nicht eintretten. Ich hab zwar schon gehört, dass in zweien schon eine eingetretten sein soll, aber ich will das nicht wahrhaben.

    Ich war ja bei einer Freundin das Wochenende und wir haben auch im Internet überall geschaut, was mit den Bands und Sängern aus und in Japan ist. Sie ist auch ein J-Pop & Rock Fan wie ich^^
    Zum Glück wurden von unseren "Lieblingen" alle gefunden. Zwar haben einige kleine Verletzungen, aber sie sind sicher.

    Zu den Toten: ich habe gehört,. dass schon 2.800 Tote geben soll. Und dazu kommt noch, das viele Kinder vermisst werden. Ich glaub um die 4 oder 5 Schulen fehlen auch noch -.- Oh man...

    Oh gott, das arme Japan... Ich hoffe, sie kommen noch glimpflich davon und die sich wieder erholen können. Ich finde das auch doof,dass man nichts machen kann. klar man kann spenden, aber ich mein mehr körperliches, also dort vor ort sein und helfen.
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Vampirmaedchen am Mo 14 März 2011, 11:33

    Ich bin grad einfach nur Schockiert über die ganzen Nachrichten. Vorher ging ich immer so mit den Gedanken ran, wenn es mich nicht betrifft ist es mir egal, aber das übertrifft echt alles. Die tun mir alle so verdammt leid!

    Vorallem finde ich es schrecklich, das Deutschland gleich meint das die Radioaktivität nicht zu uns durchdringen könne. Solche Spasten!
    Die kann zu uns dringen, weswegen ich Angst habe. Auch, das es in Japan drüben so sein kann.

    Heute Morgen habe ich von einer Bekanntin gehört, das Japan jetzt sogar die Hilfe von Russland angenommen hat. Und das will schon etwas heißen. Die beiden Länder standen ja noch nie gut zu einander und wenn Japan jetzt schon Hilfe von Russland annimmt ... *kopfschüttel*

    Aber auch, habe ich im Internet gelesen, das die Japaner sehr stolz sind und gut Organisiert. Sie nehmen den 'normalen' Altag wieder auf. Nur eben unter anderen Umständen. Auch gibt es offene Lager, wo jeder hinkann. Sie sind aber nicht in der Nähe von hohen Gebäuden.

    Ich kann einfach nur wirklich sagen, das ich schockiert bin, was die Welt doch für Kräfte hat und wir Menschen sie oft Unterschätzen. Meine Gedanken dazu sind eindeutig: Die Welt steht wirklich davor unterzugehen.

    Dazu finde ich es komisch, wie wir Deutschen, jedenfalls hier in der Schule, den normalen Alltag aufnehmen :O Keiner spricht darüber, keiner hat irgendwie die Nachrichten nebenbei auf ... Es ist wirklich komisch. Aber zumindestens hab ich Japan verrückte Freunde, mit denen ich mich darüber unterhalten kann :)

    Hab bei Bild zwei Bilder gefunden, die das Chaos wirklich gut zeigen.

    Vorher:

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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Dawn am Mo 14 März 2011, 12:58

    Die Katastrophe in Japan nimmt immer dramatischere Dimensionen an: Nach einem heftigen Nachbeben erschütterte am Montag (14.03.2011) eine zweite Explosion in einem Reaktor das Atomkraftwerk in Fukushima. Nach Angaben der Regierung hat die Stahlhülle des Blocks 3 aber standgehalten. Auch die Brennstäbe im Reaktorblock 2 sind inzwischen komplett ohne trocken. Experten hatten versucht, den absinkenden Stand der Kühlflüssigkeit mit Meerwasser aufzufüllen. Durch Überhitzung könnte es zu einer weiteren Explosion kommen.
    Quelle: Wrd2.de

    Es ist schrecklich.
    Die Lage mit dem Kernkraftwerk spitzen sich immer mehr zu (laut WDR2 Radio). Mittlerweile finde ich, dass man mehr darüber hört. als über die Tsunamifolgen.
    Wobei ich es einfach wirklich vorbildlich finde, wie die Menschen sich dort in den Gebieten untereinander helfen. Meine Japanische Freundin hält mich ja auch immer auf dem laufenden, weil man den Nachrichten ja auch nicht alles entnehmen kann. Aber es laufen derzeit bereits eine Vielzahl von Donations und die Angst vor den Nachbeben scheint sich langsam zu legen.
    Aber das ändert nichts an der Tragik. -.-
    Es sind noch immer 10.000 Menschen verschollen.
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von DeStiiNy am Mo 14 März 2011, 15:22

    Wir haben heute in der Schule über nichts anderes mehr gesprochen Sad
    Meine Chemie-, als auch meine Physiklehrerin haben heute das Thema aufgegriffen & uns alles über diese Kernschmelze etc. erklärt.
    Es ist so schrecklich, und obwohl ich bei den ganzen Bildern manchmal den Drang habe, wegzuschauen, sehe ich sie doch wieder.
    Japan ist ein wahnsinnig tapferes Volk, wenn man all das Unglück sieht. Sad
    Was soll denn noch kommen? Tsunami, Erdbeben, drohende Kernschmelze, ein auszubrechender Vulkan - und doch verhalten sie sich ruhig.
    Sie klagen nicht, verstecken ihre Ängste und Sorgen.
    Ich bin mir sicher, wenn es ein Land schaffen sollte, all dieses Unglück zu verkraften, dann ist es Japan und deren ruhige Mentalität.

    Die Wasserstoffexplosion hat mir auch den Rest gegeben. Vielleicht scheint es nur mir so, aber ich finde es schrecklich, mit ansehen zu müssen, wie all diese Notfallmethoden nicht funktionieren. Als würde man jeden Schritt sehen zum "SuperGau", jeden Versuch, etwas zu stoppen, was man vielleicht gar nicht mehr stoppen kann ...

    Nein, ich will nicht so denken. Noch hege ich Hoffnung, dass ein Wunder geschieht. Ein Wunder haben sich die Menschen dort auf dieser Insel wirklich verdient!

    lg,
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Jenova am Mo 14 März 2011, 21:27

    Oh gott. Das ist ja grauenvoll.
    Hab gerade Nachrichten geschaut: Im 3. Block in Fukushima 1 ist auch explodiert und im Blog 2 soll schon die Kernschmelze eingetretten sein, weil das Meerwasser zur kühlung nicht geholfen hat.

    Ja, wengstens rennen nicht alle wie irre durch die gegend, sondern wie du schon sagtest Alex dass sie sich gegenseitig helfen. Wenigstens etwas und die Hoffnung, lebende zu finden, scheinen die Japaner auch noch nicht verloren zu haben.


    ²Pam:
    Noch hege ich Hoffnung, dass ein Wunder geschieht. Ein Wunder haben sich die Menschen dort auf dieser Insel wirklich verdient!
    So denke ich auch. Sie können wieder auf die beine kommen und sie schaffen das auch. Sie haben es verdient nach all' dem Leid.


    liebe Grüße
    Jyn
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Gast am Mo 14 März 2011, 23:48

    Hallo zusammen,

    Ich war ja schon lange nicht mehr hier im Forum, obwohl ich dieses Forum sehr mag. Nun habe ich mich durch diese Beiträge hindurchgelesen und was mir symphatisch ist:

    Was vorherscht ist das Mitgefühl.

    Etliche Internetpräsenzen strotzen zur Zeit vor Schuldzuweisungen und aggressiven Postings, besonders was die Atomkraftwerkfrage anbetrifft.

    Ganz anders in Japan:

    http://www.n24.de/news/newsitem_6728674.html

    Ich finde es nur einfach bewundernswert wie diese Menschen mit ihrem Schicksal umgehen und ich denke, wo immer wir auch heute stehen, wir können nur von diesen Menschen lernen.

    Miriam



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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Gast am Di 15 März 2011, 12:46

    Jetzt möchte ich auch mal meine Meinung zu dem Thema abgeben.

    Zu allererst tun auch mir die Japaner leid. Durch die Beschaffenheit ihres Landes (Küsten stark besiedelt, Hochland dagegen eher dünn) sind sie natürlich für so etwas wie Tsunamis anfällig.
    Andererseits muss auch ich ihre Disziplin loben. In anderen Ländern hätten längst Plünderungen begonnen. Bewundernswert, ganz ehrlich!

    Was die Sache mit den Kernkraftwerken betrifft... das ist wirklich eine schlimme Sache. Heute hat der Wind gedreht, der radioaktive Staub weht auf Tokio zu, wo die Strahlungswerte schon erhöht sind.
    Man sollte eigentlich meinen, dass die Japaner auf soetwas hätten vorbereitet sein müssen. Schließlich halten auch ihre Hochhäuser Erdbeben ganz gut aus, warum hätte man nicht auch Vorsichtsmaßnahmen für AKWs an der Küste treffen können? Nun ja, zu spät.
    Meiner Meinung nach ist Fukushima nicht mehr zu retten. Und der Sperrkreis von 20 Kilometern ist ein Witz.
    Zusammengefasst ist die Lage in Japan trotz aller Disziplin katastrophal.

    Jetzt möchte ich noch kurz auf die Meinungen eingehen, die sich auf das Abschalten deutscher AKWs beziehen.
    Ich war (wahrscheinlich im Gegensatz zu den meisten anderen) bereits in einem AKW. Damit ist wirklich gemeint, dass ich im Inneren des Reaktorgebäudes war und die Brennstäbe gesehen habe, die dort im jodierten Wasser gekühlt werden. (Der Name des Werkes: Brokdorf)
    Dieses AKW unterscheidet sich grundlegend von Fukushima: es gibt nur einen Reaktorblock, jede Sicherheitsmaßnahme ist 4-mal vorhanden. Auch, wenn der Strom ausfällt, kann mittels Generatoren (ebensfalls 4 Stück vorhanden) gekühlt werden.

    Ich bin gewiss kein Freund unserer Schwarz-Gelben Regierung, sondern sonst auch eher auf der grünen Seite, weil wir einfach mal auf diesem Planeten leben müssen.
    Trotzdem bekleckern sich hier beide Seiten nicht mit Ruhm.
    Die Grünen schlachten die Lage in Japan aus, indem sie die allgemeine
    Betroffenheit ausnutzen, um in der Wählergunst zu steigen.

    Und auch die Regierung ist nicht viel besser. Statt konsequent das zu tun, wofür sie auch sonst eingetreten wären (nämlich für die deutsche Wirtschaft, so traurig es ist), machen sie scheinbare Zugeständnisse, damit der Pöbel beruhigt wird.
    Danke fürs durchlesen
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am Di 15 März 2011, 13:02

    Hey Martin, danke für deinen interessanten Beitrag ...

    Ich hab nur eine Anmerkung:
    Man sollte eigentlich meinen, dass die Japaner auf soetwas hätten vorbereitet sein müssen. Schließlich halten auch ihre Hochhäuser Erdbeben ganz gut aus, warum hätte man nicht auch Vorsichtsmaßnahmen für AKWs an der Küste treffen können? Nun ja, zu spät.
    Nun ja, die Kraftwerke waren auf Erdbenstärke 8 gesichert. Dass ein Stärke 9 Erdbeben kommt, damit hat niemand gerechnet. Trotzdem waren die Kraftwerke dort schon sehr gut gegen Erdbeben gerüstet, wenn sie das gar nicht gewesen wären, dann würde es jetzt wohl anders aussehen, denke ich ...


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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Gast am Di 15 März 2011, 13:13

    Hast recht, Marie, ich wollte damit auch nicht ausdrücken, dass die Japaner an der Misere selbst schuld sind. Es hat immerhin "nur" die 3 Kraftwerke getroffen, die dem Epizentrum am nächsten waren. Trotzdem hätte ich an so einer Stelle nicht gespart und wäre auf Nummer 100%ig-sicher gegangen (auch, wenn man so sicher natürlich niemals sein kann)
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Fern am Di 15 März 2011, 13:21

    Milena schrieb:
    Was vorherscht ist das Mitgefühl.

    Genau wie Milena bin auch ich berührt und nicht zuletzt überrascht, wie viel Mitgefühl hier im Forum für die betroffenen Menschen in Japan aufgebracht wird. Anfangs war ich sehr skeptisch, als ich dieses Thema sah. In allen Schweizer Zeitungen wird nur noch über den Super-Gau geschrieben, was dieser für Europa bedeutet und dass die Schweiz nun endlich auch den Atomausstieg wagen soll. Ehrlich, bei solchen Sachen wird mir fast schlecht.

    Da sieht man die Bilder von Schiffen, die auf Häuser gestrandet sind, von verwüsteten Küstenstreifen und gewaltigen Trümmerbergen - und wir sprechen nur von einer Katastrophe, die noch nicht geschehen ist und von der wir bei Weitem nicht so schlimm betroffen wären wie andere. Diese Haltung finde ich einfach nur egoistisch und herzlos. Vor allem wenn man bedenkt, dass zig tausende Menschen ihr Heim verloren haben, kaum genügend Wasser, Essen oder Strom haben und dass die Rettung von Vermissten in all den Trümmern nicht gerade einfacher wird. Dazu kommt die Ungewissheit wie es vermissten Freunden/Familienmitgliedern geht und ob sie noch rechtzeitig gefunden werden. Es soll ja jetzt wieder kälter werden im Katastrophengebiet. Ich wage gar nicht mir vorzustellen, wie es ist unter den Trümmer zu liegen und auf Rettung zu warten ohne Essen und Wasser und das alles noch bei fallenden Temperaturen und ständigen Nachbeben.

    Angesichts all dieser Schwierigkeiten finde ich es schlicht bewundernswert, wie ruhig und beherrscht die Japaner mit dieser Katastrophe umgehen. Ich finde wir alle und besonders die Medien sollten mehr Solidarität und Einfühlungsvermögen mit den Betroffenen zeigen, bevor wir uns selbst als Opfer einer atomaren Krise darstellen.


    Im Übrigen: ich hatte vor dieses Jahr nach Japan zu gehen und habe bereits eine Rundreise gebucht. Ein Teil der Route hätte ebenfalls in den Nordosten Japans geführt. Was für ein Glück, dass ich es damit nicht so eilig hatte!


    Grüsse an euch alle von einer Wiederauferstandenen
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am Di 15 März 2011, 13:54

    Ja, da kann ich mich nur absolut anschließen, Natalia. Im Grunde bangen ja alle nur um die atomare Katastrophe, weil sie wissen, dass es die ganze Welt betreffen würde ... und die Partien nutzen - wie Martin schon gesagt hatte - die allgemeine Betroffenheit aus, um eben Nutzen aus dieser Situation zu schlagen.

    Die Medien sind voller Schuldzuweisungen, aber mal ehrlich, das bringt doch niemanden weiter. Klar haben die Japaner die Atomkraftwerke selbst gebaut, aber man muss eben auch sehen, warum ... Es ist für den wenigen Platz, den sie dort haben, eben die günstigste Energiequelle. Ich will nicht sagen, dass ich irgendwie pro-Atomenergie bin oder so, das spielt auch gar keine Rolle, aber ich finde es einfach sinnlos, zu sagen "Ach, sind sie ja selbst Schuld", oder solche Sachen. Das bringt echt niemanden weiter und die Leute leiden schon genug unter all den Folgen. Von hier aus ist es so leicht, ein Urteil zu fällen ...

    Was mich zurzeit auch immer mehr stört: Ständig wird mit anderen großen Katastrophen verglichen, aber selbst wenn das Erdbeben nicht so schlimm war wie das vor Sumatra und selbst wenn die Sache mit den Kernkraftwerken nicht so schlimm ist, wie damals die Sache in Tschernobyl ist es doch trotzdem schlimm. Mich beruhigt so etwas nur wenig, denn wenn ich mir die Menschen dort ansehe, in den Berichten und sehe, was sie alles verloren haben und trotzdem noch in den Kameras lächeln und trotzdem nicht plündern und so weiter, dann finde ich sie Sache irgendwie noch schlimmer ... Es ist einfach so schlimm, wie dort einfach ganze Dörfer weggespült worden, wie viele Menschen gestorben sind und noch immer vermisst werden. Da ist es mir egal, dass bei einem anderen Erdbeben mehr Menschen gestorben sind, so etwas vergleicht man einfach nicht ...


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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Fern am Di 15 März 2011, 15:42

    Für Leid und Elend gibt es keine Messlatte, womit sich unsere Denkweise nicht anfreunden kann. Wir Menschen klammern uns gerne an Zahlen und Vergleiche, dennoch können wir das gesamte Ausmass solcher Katstrophen auch mit diesen Methoden nicht erfassen. Leid und Elend sind immer subjektiv und unser grosses Glück als Europäer ist es in diesem Fall, dass wir weit genug weg sind von diesem Katastrophengebiet, sodass wir nüchtern und selbstgefällig Vergleiche ziehen und Zahlen studieren können. Traurig, dass das Mitgefühl vieler sich nur darauf stützt, wie viele Menschen bei so etwas sterben.

    Auf die Schuldzuweisungen möchte ich nicht genauer eingehen, weil sie meiner Ansicht nach einfach schwachsinnig sind. Erstens ist ein Erdbeben immer noch eine NATURkatastrophe. Dass die AKWs im betroffenen Gebiet einem Beben von Stärke 9 (bei dem nicht mehr sonderlich viel steht), einem Tsunami (nach dem noch weniger stehen wird) und zahlreichen Nachbeben bis jetzt standhalten konnte, spricht meiner Meinung nach schon mal sehr dafür, was für eine Meisterleistung an Igenieurskunst hier vorliegt. Zweitens, und da bin ich einer Meinung mit dir Marie auch wenn ich weder klar für noch gegen AKWs bin, woher hätten die Japaner ihre Energie sonst beziehen sollen? Hätten sie etwa besser ein Kohlekraftwerk hingestellt? Mutter Natur hätte es sicher gedankt.
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    Re: Jahrhundert-Erdbeben erschüttert Japan

    Beitrag von Pooly am Di 15 März 2011, 17:11

    Hey Leute!

    Ich habe noch etwas für euch. Ihr müsst nicht mitmachen, aber ich wollte es euch einfach gern zeigen und vielleicht ist ja doch jemand dabei.

    Wie einige von euch wissen hatte ich letztes Jahr 2 Semester Japanisch bei einer Dozentin, die eben Japanerin ist. Gerade habe ich eine Mail von ihr bekommen. Sie hat vor ein paar Tagen ein Kind bekommen und es hat mich sehr gefreut zu hören, dass sie in Deutschland ist und in Sicherheit, mit ihrem kleinen Sohn.

    Sie schreibt in ihrer Mail an ihre Studenten, dass sie es nicht in Worte fassen kann, dass sie das Schicksal der Menschen dort so sehr betroffen macht, denn sie hat dort ja ihre Familie und Freunde.

    Deswegen hat sie beim Roten Kreuz eine eigene Spendenaktion begonnen. Das kann man dort machen, um mit anderen Menschen zusammen Geld zu sammeln und es eben zu verbreiten. Ich dachte, ich stelle euch einmal den Link zu dieser Aktion hier hinein. Ich habe auch gerade gespendet. Ich weiß, dass 5 Euro nicht viel sind, aber jeder Euro zählt :')

    http://www.drk.de/spenden/spendenaktionen?update=takayos-aktion

    Ihre Geschichte berührt mich einfach so, das wollte ich euch zeigen und erzählen.


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