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    Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Lexi am So 02 Sep 2012, 21:52

    Ja, die Gerichtsshows sind im Vergleich dazu echt noch pädagogisch wertvolles Fernsehen .___.
    Ich habe immer Alexander Hold und Barbara Salesch geguckt, das hat schon Unterhaltungswert, wenn die Angeklagten und Zeugen und weißichwas sich gegenseitig beinahe an die Gurgel gingen XD

    Frauentausch habe ich nie geguckt, aber da gibt es doch so einen tollen Ausschnitt auf YT ... Erdbeerkäse ... *schauder*
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Miyann am So 02 Sep 2012, 21:57

    Als etwas kritische Hintergrundinformationen zu solchen Fernsehformaten kann ich fernsehkritik.tv sehr empfehlen. Dort werden einige Sachen wie "Schwer verliebt", "Schwiegertochter gesucht" etc. mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet. Man kann sich unter anderem auch die Knüppelverträge ansehen, die die Teilnehmer unterschreiben, oder die gescripteten Drehbücher.

    Sicher kann man immer sagen "selber schuld", wenn man bei sowas mitmacht, aber dass die Sender bewusst Menschen in derartigen Sendungen negativ darstellen ist wohl kein Geheimnis.

    Wer Lust hat, da mal zu stöbern, kann auch noch ganz andere interessante Sachen finden. (:
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Deadwing am So 02 Sep 2012, 22:01

    Danke für den Tip, da ich das Thema vor kurzem auch mit ein paar Freunden hatte, werde ich da bestimmt mal etwas stöbern. Da sieht man die Abgründe des Fernsehens, die man sonst eher nur erahnt, wohl auch tatsächlich mal konkret... :-/
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Miyann am So 02 Sep 2012, 22:11

    Gerne, gerne. Ich hatte auch letztens die Diskussion, ob es tatsächlich Menschen gibt, die Leute wie die "Fleisch hat Vitamine"-Frau in Frauentausch ernstnehmen. Meiner Meinung nach nicht, die Formate sind doch so konzipiert, dass jeder, der sich das anguckt, aus welcher Bildungsschicht auch immer er stammen mag, einen sozialen Abwärtsvergleich hat (Theorie des sozialen Vergleichs). Ich persönlich kann mir sowas echt nicht angucken, da rollen sich mir die Zehennägel hoch und ich bin ganz schnell wieder weg, auch wenn ich weiß, dass das alles nicht echt ist.
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Deadwing am So 02 Sep 2012, 22:23

    Ah, okay, so heißt das also. Das mit dem abwärts gerichteten Vergleich, der bei solchen Formaten greifen soll, kann ich mir gut vorstellen, würde passen.

    Und stimmt, es gibt ja ungebildete Menschen, aber was die besagte "Fleisch hat Vitamine"-Frau da ablässt, das kann doch einfach nicht ernstgemeint sein, oder? Wink

    Wie auch immer, wenn ich mir dieses Fernsehprogramm so ansehe, verbringe ich meine Freizeit lieber im Forum als vor de Glotze. Mr. Green
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Miyann am So 02 Sep 2012, 22:39

    @Deadwing schrieb:Und stimmt, es gibt ja ungebildete Menschen, aber was die besagte "Fleisch hat Vitamine"-Frau da ablässt, das kann doch einfach nicht ernstgemeint sein, oder? Wink
    Genau der Meinung bin ich auch. Vielleicht habe ich zu großes Vertrauen in die Menschheit, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand das glauben würde, bzw. es nicht besser weiß. Nenene.

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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Domenic Blair am Mo 03 Sep 2012, 12:20

    Hallo zusammen,

    Wo sind die alten Serien, die man als Kind gesehen hat?
    Gibt es die überhaupt noch?
    Ok, wahrscheinlich auf irgendeinem Sender, den ich nicht kenne.
    Es gibt ja mittlerweile soviele TV-Sender, da blickt man ja überhaupt nicht mehr durch.
    Einfach schrecklich das Ganze.
    Ich kenne diese "Sendungen", weiß was da abläuft, und kann nur mit dem Kopf schütteln.
    Ich hab da auch schon oft mal reingeschaut, und mich gefragt, wieso denken so viele Leute, dass das echt wäre?
    Es ist manchmal echt amüsant, frage mich aber dann auch, wenn so etwas war wäre, wo ist die Menschheit dann bloß hingekommen.
    Mir wäre es lieber, wenn die Sender alte Serien zeigen die schon seit Jahren nicht mehr gezeigt worden sind. Serien, oder auch Filme, die anscheinend irgendwie verschütt gegangen sind.
    Ich würde meinem Kind gerne die alten Serien und Filme zeigen die es in meiner Zeit gab, aber wo sind sie hin?
    Ok, Mickey Maus und so, aber wo gibt es zum Beispiel die Serien von Fury usw. Das waren damals Klassiker, und jedes Kind hat das geschaut.
    Ich selbst würde gerne mal wieder einen ganz bestimmten Film sehen, ich weiß jetzt leider nicht den Titel des Filmes, deswegen ist es auch schwer da irgendwo einen alten Film von zu ergattert. Es ist ein schwarz-weiß Film, und ich habe bisher vergebens darauf gewartet, dass irgendein Sender diesen Film mal zeigt.
    Aber nein, sie zeigen lieber diese dummen Formate, Serien die man schon tausend mal gesehen hat, und sich fragt, was macht die Filmintustrie überhaupt.
    Genauso geht es mir langsam auf dem Nerv, dass ein ganz bestimmter Sender, immer und immer wieder diese Bud Spencer und Terrence Hill Filme bringt. Nicht das ich etwas gegen diese Filme habe, ich habe sie damals selbst auch sehr gerne gesehen, aber RTL2 bringt die ja andauender. Oder war es jetzt Kabel??? Keine Ahnung, irgendeiner von den beiden wars.
    Was mich auch nervt, ist dass es anscheinend auch nichts Neues gibt.
    Doctor House, ist jetzt, so weit ich weiß die letzte Staffel. Genauso wie bei CSI-Miami.
    Was kommt denn danach?
    Ich fand und finde die beiden Serien, klasse, aber seit ein paar Monaten gabs da ja auch nur Wiederholungen.
    Die hätten in der Drehzeit der neuen Folgen, auch andere Dinge zeigen können.
    Aber ich denke, das liegt auch sehr viel am Geldverdienen. Die Serien werden gerne gesehen, wieso also anderes zeigen.
    Und was diese komischen Sendungen angeht, wird das nicht irgendwann langweilig.
    Ich schau eigentich gern TV, schon alleine weil ich dadurch Inspiration suche, aber im Moment, bzw. seit ein paar Monaten, find ich da keinerleier Inspiration mehr. Weil es nur noch langweilig und öde ist.
    Ich will gute Filme, Filme mit einer Botschaft.
    Und um zu lachen, brauch ich mir nicht solche Sendunden ansehen.
    Was diese Talkshows angeht, ja es stimmt, manche davon sind wirklich Fake, aber es gab auch schon welche, wo ich nicht schlecht gestaunt habe, als ich zwei Sendungen davon gesehen habe, und zwei Bekannte von mir dort sitzen gesehen habe. Im ersten Moment dachte ich nämlich wirklich, dass wäre alles Fake.
    Aber was diese anderen Sendungen angeht, wie die Supernanny, oder Betrugsfälle und wie sie alle heißen, sorry, ich find es übertrieben, womal ich nicht abstreiten möchte, dass es in bestimmten Familien wirklich so zugeht.
    Aber was habe ich von solchen Sendungen? Nichts.
    Bilden tun die definitiv nicht.
    Und selbst bildendes TV, ist mittlerweile langweilig geworden.
    ich schau eigentlich gerne Galileo und so, aber da gibt es zur Zeit auch kaum was neues.
    Alles langweilig. Da mach ich den Fernseher lieber aus und mach andere Dinge, wie lesen, Musik hören, Sport oder irgendwas Kreatives.
    Ich hoffe mal, dass das irgendwann mit diesen Sendungen aufhört.
    Verblödungs-TV braucht niemand.
    Manchmal hab ich das Gefühl, dass die, die diese Sendungen und Serien machen, wollen, dass die Menschen verblöden.
    Aber aus was für einen Zweck?
    Na ja, wie gesagt, wer denkt dass das echt ist, tut mir wirlich leid.

    Ich hoffe ich bin jetzt nicht vom Thema abgedrifftet.

    LG Silend





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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von moriazwo am Mo 03 Sep 2012, 16:02

    Mir geht das durchaus auch ähnlich. Es gibt Dinge, die man in seiner Jugend gesehen hat und die man heute - trotz der Tendenz, absolut alles bis zum Erbrechen zu wiederholen - einfach nicht mehr zu sehen bekommt. Es ist schon richtig, dass man Serien wie Fury, Lassie, Skippy, Flipper heute kaum mehr auf den Bildschirm bekommt, aber es besteht durchaus auch die Gefahr, dass man sie heute auch mit anderen Augen betrachten würde. Diese Produktionen sind vor teilweise sehr langer Zeit gedreht worden, als auch unsere Welt noch ein anderes Gesicht hatte. Ja, es sind Klassiker, aber die Kinder, für die sie gemacht wurden, sind heute bereits Eltern oder vielleicht sogar Großeltern. Die Jugend will heute Serien sehen, die mehr Action zeigen, die näher am Heute angesiedelt sind und zu denen sie eine Beziehung aufbauen kann. Es darf nicht verwundern, wenn heutige Kinder die nostalgischen Gefühle ihrer Eltern für bestimmte Filme nicht mehr nachvollziehen können, geschweige denn, sich ihnen anzuschließen. Ob man das nun gutheißen mag oder nicht, ist eine ganz andere Sache.
    Auch heute werden durchaus gute Serien produziert, doch ist es ein Irrglaube, dass es ein Anliegen der Sendeanstalten ist, uns diese Qualität zu bieten. Sendeanstalten sind Wirtschaftsunternehmen, die knallhart kalkulieren. Wichtig ist für sie, was die Werbeeinnahmen ihrer Clips bringen, die sie in nervtötender Weise in ihrem Programm unterbringen. Inzwischen kann man da nicht einmal die öffentlich rechtliche Schiene ausnehmen, obwohl man ehrlicherweise einschränken muss, dass sich bei ihnen die Werbung wenigstens auf die Zeit zwischen den Programmteilen beschränkt.
    Private Sender sind ausschließlich gewinnorientiert. Sie ermitteln über einen repräsentativen Querschnitt von Testzuschauern, wie das TV-Verhalten ihrer Zuschauer beschaffen ist. Quote ist das Zauberwort. Sie - und nur sie - bestimmt, was wir als Zuschauer anschauen müssen, wenn wir uns auf einen solchen Sender einlassen. Quote ist kein Qualitätsmerkmal, sondern sie ist lediglich ein Maß für das, was man am besten einem Massenpublikum verkaufen kann. Gesucht wird stets die billigste Produktion oder die billigste Lizenz, die nötig ist, um noch ein breites Publikum zu erreichen, um Werbesponsoren dafür interessieren zu können. Dass es so und nicht anders ist, sieht man allein daran, dass aufwändigere Produktionen, die wochenlang in Eigenwerbung promotet werden, nach nur 2-3 Folgen kurzerhand abgesetzt werden, wenn die tatsächlichen Zuschauerquoten hinter den Erwartungen zurückbleiben. Man unternimmt nicht einmal den Alibi-Versuch, eine Staffel durchzuhalten, um ja nicht die Werbesponsoren zu verunsichern. Doch anstatt einen solchen Sender zu boykottieren, zuckt ein Millionenpublikum nur mit den Schultern, sagt "schade", greift nach der nächsten Tüte Chips und konsumiert den alternativen Mist, der ihm geboten wird.
    Ich weiß, das klingt alles sehr böse und ich bestehe darauf, es auch genauso zu meinen. Wir Zuschauer sind als Masse nur TV-Vieh. Ich will damit nicht behaupten, dass es nicht den einen oder anderen Lichtblick gibt, doch an mir selbst stelle ich die Tendenz fest, immer häufiger private Sender zu meiden und stattdessen lieber einen der öffentlich rechtlichen Kanäle einzuschalten, weil dort oft ein sehr viel anspruchsvolleres Programm angeboten wird. Unsere GEZ-Gebühren scheinen doch in gewisser Weise noch zu etwas gut zu sein.
    Diese vielen, so genannten "Dokumentationen", die man uns seit geraumer Zeit morgens und in den Mittagsstunden auf den privaten Kanälen zumutet, betrachte ich als den Bodensatz dessen, was man über eine Sendeanlage in unsere Wohnzimmer bringen kann. Natürlich handelt es sich dabei fast ausschließlich um Fakes. Allein die Themenstellungen dieser "Talkshows" oder Gegenüberstellungen in TV-Gerichtssälen sind meist an den Haaren herbeigezogen und von Leuten erdacht, die sich überwiegend damit beschäftigen, wie man ein Maximum an Kontroverse auf den Bildschirm bringen kann. Innere Logik ist dabei nur selten gefragt. Wichtiger ist es, dass sich die Kontrahenten richtig verbal oder tatsächlich an die Wäsche gehen. Das will die Masse sehen - in der Gewisseheit, selbst ja ganz anders - besser eben - zu sein. Natürlich sind die Teilnehmer solcher "Veranstaltungen" nicht echt sondern gecastet. Sie müssen ja schließlich so rüberkommen, wie man es beabsichtigt. Die Tatsache, dass man "Bekannte" unter den Talkern entdeckt, ist bei weitem kein Garant dafür, eine echte Diskussion zu erleben. Entfernte Bekannte von mir hatten sich vor längerer Zeit für eine dieser Shows beworben und hatten das "Glück", auch gecastet zu werden. Allerdings: Die Meinung, die sie vertreten wollten, war den Machern der Show nicht mehr genehm. Man schlug ihnen vor, für das exakte Gegenteil einzutreten und das bitte auch sehr aggressiv und lautstark. Ich hatte diese Show selbst nicht angesehen - ich weiß nicht einmal mehr ihren Namen. Sie jedenfalls fanden alles ganz toll und hatten anschließend sogar 50 Euro je Person Honorar bekommen - plus Fahrt und Spesen.
    Ich kann dazu nur sagen, dass ich mich für so einen Mist sicher nicht "prostituieren" würde. Abgesehen, dass ich mich niemals für so eine Show bewerben würde, wäre ich sicher kommentarlos abgereist, wenn man mir dieses Angebot unterbreitet hätte.
    Sollte jetzt jemand auf die Idee kommen, ich hätte keinen Humor oder wäre der klassische TV-Zuschauer für einen 6-stündigen Themenabend "russische Revolution" auf Arte, dem darf ich versichern, dass ich mir durchaus Serien anschaue, einen Sinn für gut gemachten Slapstick habe usw., aber es gibt immer weniger im Deutschen Fernsehen, das wirklich anzuschauen lohnt. Solange nur der Profit darüber entscheidet, was dem Zuschauer geboten wird, werden wir erleben, dass wir noch nicht das Ende der Fahnenstange der schlechten Qualität erreicht haben. Da bin ich sicher.

    Gruß
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Imaginary am Mo 03 Sep 2012, 16:26

    Ich habe schon seit Monaten nicht mehr wirklich ferngesehen und da fehlt mir auch irgendwie nichts. Bei der Umstellung auf digitales Fernsehen hatte ich gerade keine Lust, mir so einen Digitalreceiver zu kaufen und ich glaube auch nicht, dass ich das so schnell nachholen werde. Letzten Endes läuft ja doch fast nur Mist im Fernsehen, da hol ich mir die Dinge, die mich interessieren, lieber auf DVD und kann sie mir dann jederzeit und so oft ich möchte (und ohne immer länger werdende Werbeunterbrechungen) und falls ich mag sogar in der Originalsprache ansehen.

    Dass das mit den Kinderserien abbaut ist mir auch schon aufgefallen. Als ich Kind war (zugegeben noch nicht soooo lange her, aber doch schon ein paar Jährchen), gabs auch ein paar echt schöne Serien (zum Beispiel Als die Tiere den Wald verließen. Pädagogisch sehr wertvolle Zeichentrickserie für Kinder), die heute aber entweder gar nicht mehr oder zu total unmöglichen Sendezeiten laufen. Dafür wird man dann überall von diesen furchtbaren Casting-Shows und dem ganzen anderen Müll bombadiert,insofern vermisse ich das Fernsehen echt kein Bisschen.
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Jadelyn am Mi 13 Mai 2015, 08:23

    Guck mal an, was wir hier für ein Thema haben. *g*
    Ich bin die letzten zwei Tage nach der Arbeit im Wohnzimmer hocken geblieben und habe mich von Ausschnitten dieser Sendungen ein bisschen berieseln lassen, weswegen ich den Thread mal wieder auskrame. *lach*

    Generell gucke ich solche Sachen nicht, allerdings habe ich früher auch die berüchtigten Richtersendungen geschaut - heute kann ich sie mir kaum noch zu Gemüte führen. Very Happy

    Gestern und vorgestern hatte ich einmal was mit einer verschuldeten Jugendlichen, die sich in eine Mangafigur umoperieren lassen wollte in Japan und dafür Geld geklaut hat und gestern eine ältere Mutter, die in finanzielle Machenschaften mit einem Kerl verstrickt war, der ihr Sohn war und ihr gedroht hat, seinem Halbbruder die Wahrheit darüber zu sagen, dass sie nicht seine leibliche Mutter ist.

    Irgendwie sind diese Formate wie ein Autounfall, man will nicht hinsehen, kann aber auch nicht wegsehen und ich hab mir bei beiden die ganze Zeit nur gedacht "Oh mein Gott!" Also regelmäßig brauche ich das definitiv nicht. *lach*

    Als ich mit einer Mandel-OP im Krankenhaus war, hatte ich eine Zimmergenossin, die den ganzen Tag diese Serien laufen hatte. Das war richtig übel, aber da sie für den Fernsehzugang bezahlt hatte, konnte ich natürlich nichts sagen und sie hat die meiste Zeit über Ohrstecker gehört.
    Am meisten hängen geblieben ist mir da "der Bericht" über eine Frau, die ein Nagelstudio aufmachen wollte und einfach Autolack genommen hat und beim Testlauf der Kundin, die auch ihre beste Freundin war, so die Nägel verhunzt hat.
    Das Ganze war so dumm gemacht, dass ich trotz Schmerzen am liebsten die Wände hochgekrochen wäre. xD

    Also Fazit: Bitte nicht. :/ Da läuft so eine Volksverdummung ab, dass es zum Grausen ist und sich die Leute meiner Meinung nach auch nicht wundern brauchen, dass alle immer dümmer werden. Wer sich so einen Mist drei/vier Stunden am Tag reinzieht, hat nun mal kein vernünftiges Input, das zum Denken anregt.

    Ich würde auch gerne noch mal die Sachen im TV laufen sehen, die ich als Kind damals geschaut hatte. Einige Beispiele ("Als die Tiere den Wald verließen" z.B.) wurden ja schon genannt. Aber keine Chance. Lieber krudes Zeug. *seufz*

    @Deadwing und @Miyann: Euren guten Glauben an die Menschheit in Ehren, aber ich fürchte, es gibt sehr wohl Menschen, die genau solche Dinge erst meinen.
    Eine kurze Szene: Mein Freund arbeitet im Einzelhandel und da gab's vor einer Weile folgende Szene:
    Eine Kundin suchte Hühnchen und fragte ihn, wo sich das findet, er erklärte ihr, wo es in der Fleischabteilung steht und sie wurde richtig pampig, dass sie ja kein Fleisch sucht, sondern Geflügel und dass sie ja wohl wissen müsste, dass Geflügel kein Fleisch ist, denn sie ist immerhin Vegetarierin. Dann musste er sich das Lachen verkneifen, sie hat ihn als völlig inkompetent hingestellt und ist abgerauscht.
    Und da gibt's nur solche Geschichten, angefangen von extrem unhöflichen Menschen bis zu extrem dummen. Also mich überrascht da eigentlich nichts mehr, auch wenn ich das natürlich sehr bitter finde.


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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von moriazwo am Mi 13 Mai 2015, 10:59

    Eine Kundin suchte Hühnchen und fragte ihn, wo sich das findet, er erklärte ihr, wo es in der Fleischabteilung steht und sie wurde richtig pampig, dass sie ja kein Fleisch sucht, sondern Geflügel und dass sie ja wohl wissen müsste, dass Geflügel kein Fleisch ist, denn sie ist immerhin Vegetarierin.
    Na, aber mal ehrlich: Die Frau kann man doch absolut verstehen. Das weiß doch wohl jeder, dass man als Vegetarier nur vegetarisches Geflügel essen darf ... Wer noch einen drauflegen will, nimmt eben vegane Hühnchen ... Ein Skandal, dass man sowas in dem Geschäft nicht im Angebot hatte.
    Allein daran kann man aber bereits sehen, dass die Vorstellung davon, wie dumm ein Mensch sein kann, von der Realität noch übertroffen wird.
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Imaginary am Mi 13 Mai 2015, 11:38

    @Jadelyn schrieb:
    Eine kurze Szene: Mein Freund arbeitet im Einzelhandel und da gab's vor einer Weile folgende Szene:
    Eine Kundin suchte Hühnchen und fragte ihn, wo sich das findet, er erklärte ihr, wo es in der Fleischabteilung steht und sie wurde richtig pampig, dass sie ja kein Fleisch sucht, sondern Geflügel und dass sie ja wohl wissen müsste, dass Geflügel kein Fleisch ist, denn sie ist immerhin Vegetarierin. Dann musste er sich das Lachen verkneifen, sie hat ihn als völlig inkompetent hingestellt und ist abgerauscht.
    Und da gibt's nur solche Geschichten, angefangen von extrem unhöflichen Menschen bis zu extrem dummen. Also mich überrascht da eigentlich nichts mehr, auch wenn ich das natürlich sehr bitter finde.

    Aua ... einfach nur aua ...

    Wobei ich persönlich sagen muss, dass ich manches im Abendprogramm sogar noch viel schlimmer finde als dieses Nachmittagsprogramm. Denn das Nachmittagsprogramm ist wenigstens noch sehr offensichtlich gestellt. Viel, viel schlimmer finde ich sämtliche Castingshows (und hier vor allem alles mit Dieter Bohlen drin), Germany's Next Topmodel und ganz besonders Das Dschungelcamp.
    Ich meine, versteht mich nicht falsch, das Nachmittagsprogramm ertrage ich auch nicht, ich würde es mir auch nie und nimmer ansehen (hab in meinem Zimmer eh kein Fernsehen und auch unten im Wohnzimmer muss ich das echt nicht haben, mir reicht's schon, was mein Vater sich manchmal beim Essen für Scheiß reingezogen hat manchmal), aber ich finde diese Sendungen im Abendprogramm noch tausendmal schlimmer. Die Dieter Bohlen-Formate einfach weil Dieter Bohlen für mich ein echtes Brechmittel ist, Germany's Next Topmodel aus ähnlichen Gründen Heidi Klum betreffend und weil ich die Aussage der Sendung ziemlich fragwürdig finde und Das Dschungelcamp ... ähm, ich glaube, das muss ich gar nicht weiter erläutern ... Very Happy
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von moriazwo am Mi 13 Mai 2015, 14:29

    Ich kann mich dem nur anschließen. Es mag ja eine rein subjektive Empfindung sein, aber ich habe schon lange das Gefühl, als würde das Niveau stetig weiter sinken.
    Ich kann mich noch gut an den Hype erinnern, der bereits "vor" der ersten Folge der ersten Staffel von "Big Brother" ausgelöst worden war. Neugierig schaute ich mir die erste Folge an und war einer derjenigen, die dann bereits vor der Ausstrahlung der zweiten Folge ausgestiegen sind. Ich fand das Ganze einfach nur peinlich und geschmacklos. Seitdem ist viel Zeit vergangen und man versucht, dieses Format durch den Einsatz abgehalfterter C-Promis, von denen ich zum Teil noch nie etwas gehört habe, am Leben zu halten. Dschungelcamp = Big Brother mit Ekelfaktor. Macht es nicht besser. Eher im Gegenteil.
    Und was die Casting-Shows angeht: Das ist alles die gleiche Soße. Kein Sender, der nicht ein eigenes Format kreiert, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen.
    Selbst, wenn es mal einen guten Film gibt, bedeutet das nicht, dass es eine Freude wird, sich diesen anzuschauen. Durch penetrantes Platzieren von Werbeblöcken wird ein 90-Minuten-Film auf 140 Minuten aufgeblasen, wodurch jedoch teilweise inhaltsverändernde Schnitte des Originalfilms erforderlich werden. Der Konsument wirds schon fressen ...
    Ich schaue gern Filme, aber ich stelle an mir immer häufiger fest, dass mir das Programm im TV zunehmend gleichgültiger wird. Ich besitze eine Sat-Schüssel auf dem Dach und einen Linux Twin-Receiver mit 1,5 TB Harddisk, aber nutze das Ding immer weniger. Eine Programmzeitschrift kaufen wir schon seit Monaten nicht mehr und oft schalten wir das TV wieder aus, nachdem die Tagesschau gelaufen ist, und das EPG verraten hat, dass auf Dutzenden von Kanälen nur Schrott läuft.
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    Re: Abgründe des Fernsehens - Die Serien im Nachmittagsprogramm

    Beitrag von Jadelyn am Do 14 Mai 2015, 05:30

    Ja, diese Geflügelfrau fand ich auch verstörend. Und - wie gesagt - sowas kann er mir fast jeden Tag erzählen. *hust* Das finde ich dann schon ziemlich erschreckend.

    Ich finde auch, dass das Programm generell immer flacher wird.
    DSDS, next Topmodel, Dschungel-Camp und co habe ich mir nie angeschaut, das hat mich schon so grundsätzlich überhaupt nicht gereizt.
    Das, was nicht in solche Richtungen geht, sind dann meist Wiederholungen von Filmen, die man inzwischen auch schon etliche Male gesehen hat.
    Ich schaue auch kaum noch Fernsehen, in den letzten 2,5 Jahren hatte ich nicht mal die Möglichkeit, weil wir keinen in der Wohnung hatten und habe es auch kein Stück vermisst. Filme suche ich mir dann lieber gezielt aus, auf die Werbung und co kann ich nämlich auch dankend verzichten, das zieht den Film nur unnötig in die Länge und reißt stimmungsmäßig immer wieder total raus. (Wenn ich mir überlege, wie ich früher Buffy geschaut habe, einmal in der Woche und dann zwei oder drei Werbeblöcke. Schrecklich. xD Das würde ich heutzutage nicht mehr aushalten. ^^)

    Kennt ihr den Film Idiocracy?
    Da wird das Fernsehprogramm ja auch auf die Schippe genommen und völlig überzeichnet dargestellt. Ehrlich, wenn ich mir manche Sendungen so anschaue oder überlege, was für sinnlose Videos man im Internet findet, sind wir davon gar nicht mehr so weit weg.


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