Pooly's Kunst und Schreibforum

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Pooly & Co.

    Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

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    Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am Sa 19 Feb 2011, 19:29

    Violaine



    Violaine hatte schon einige Zeit die schützende Mauern von Valkoista hinter sich gelassen. Wie lange sie genau unterwegs war, konnte sie gar nicht mehr genau sagen, aber es musste mittlerweile schon eine halbe Tagesreise sein. Um sie herum war karge Steppe, so weit das Auge reichte. Ab und an fanden sich ein paar Bäume und Sträucher, aber die Wälder waren weiter außerhalb. Und Violaine wusste auch nicht, ob sie diese unbedingt durchqueren sollte, denn wenn die Sonne nicht mehr richtig scheint und die Unterwelt für die Toten verschlossen wurde, ist es gefährlich allein unterwegs zu sein. Aber was sollte sie auch machen? Es war ihr Entschluss gewesen und nun musste sie die Verantwortung dafür tragen. Etwas niedergeschlagen blickte das junge Mädchen in den Himmel, der schon so lange kein helles Tageslicht mehr gezeigt hatte. Eine schier ewige Dämmerung, die sich nur mit der Nacht abwechselte. Violaine verlangsamte ihre Schritte und überlegte, wo sie am besten hin sollte. Ob es überhaupt etwas bringen würde, eines der umliegenden Dörfer zu besuchen, oder ob sie geradewegs versuchen sollte in einem der nächsten Königreiche an Informationen zu kommen, die ihr vielleicht weiterhelfen würden. Aber wer würde ihr überhaupt weiterhelfen können? Violaine seufzte und senkte den Blick.




    Zuletzt von Fuchsfee am Sa 19 Feb 2011, 22:25 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Sa 19 Feb 2011, 20:29

    off:
    Was meinst Du mit den Mauern von Valkoista? Denn wenn Du die Staatsgrenzen meinst, ist eine halbe Tagesreise etwas wenig, oder? Very Happy Wollen wir uns darauf einigen, dass 3 cm auf der Karte ein Tagesritt sind?


    SigÞrúður

    SigÞrúður schwang sich auf den Rücken ihres Pferdes. Gunnveig, eine andere Priesterin, reichte ihr einen Beutel. "Das ist Proviant für vier Tage, das sollte reichen", sagte sie. SigÞrúður nickte. "Ich werde nicht länger als drei Tage brauchen. Es ist ein Tagesritt bis zu den Bergen von Musta, dann bin ich übermorgen an der Grenze." Gunnveig nickte, klopfte dem Pferd auf den Hals und verabschiedete sich mit der Verbeugung der Priesterinnen. Dann ritt SigÞrúður los.
    Sie musste im Eiltempo die Strecke zwischen dem Heim der Priesterinnen - einer kleinen, in den Felsen gehauenen Burg, die einen halben Tagesritt vom Schloss des Königs von Veren entfernt lag - und einer Hütte in den Bergen zwischen Musta und Taistelu zurücklegen. Bryndís war fortgelaufen und würde sich vermutlich dorthin auf den Weg machen. Bryndís war ein junges Mädchen, dass die Priesterinnen bei sich aufgenommen hatten, weil es nicht auf sich selbst aufpassen konnte. In der besagten Hütte hatte sie mit ihrem Mann gelebt. Als dieser sich eines Tages erhängt hatte, verlor sie den Verstand. Sie glaubte immer noch, er würde in der Hütte auf sie warten und redete immer nur davon. Allerdings war sie noch nie fortgelaufen, und die Priesterinnen machten sich Sorgen, es könne ihr etwas zugestoßen sein. Vermutlich würde sie nicht einmal den Weg finden, aber erstmal wollten sie es dort probieren.


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am Sa 19 Feb 2011, 21:15

    Spoiler:
    Ne, ich meinte nicht die direkten Staatsgrenzen. Eher dass sie die direkte Stadt um das Schloss herum verlassen hat. Ein Königreich besteht ja auch aus Wäldern, Dörfern und Steppen und so^^.


    Violaine


    Es war bereits fast Abend, als Violaine sich kurz ins Gras setzte, um eine Pause einzulegen. Sie trank einige große Schlucke aus meiner Wasserflasche und sah sich näher um. Ein paar Krähen zogen ihre Kreise am Himmel und landeten wenige Augenblicke später in größerer Entfernung. Ihr kam der Gedanke, dass sie sich besser hätte ein Pferd besorgen sollen. Aber sie war so übereilt losgezogen, dass sie gar nicht richtig bewusst bedacht hatte, was es bedeutete zwischen den Königreichen umher zu reisen, oder besser gesagt nach einem kleinen Jungen zu suchen. Wenigstens wusste sie jetzt, dass sie doch so bald wie möglich eines der naheliegenden Dörfer aufsuchen musste, damit sie zu einem Pferd kam. Plötzlich hörte Violaine ein beunruhigendes Kreischen. Sie hatte keinen blassen Schimmer, von wem oder was es genau kam, aber sie wollte es auch nicht aus direkter Nähe herausfinden. Es gab genügend Antworten auf diese Frage in Form von ruhelosen Seelen, Monster, komischen Leuten und seltsamen Wesen. Sie richtete sich nervös wieder auf, um weiter zu ziehen.




    Zuletzt von Fuchsfee am Sa 19 Feb 2011, 22:28 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Sa 19 Feb 2011, 21:37

    Spoiler:
    Achso, dann ist ja gut Very Happy


    SigÞrúður

    SigÞrúður war den ganzen Tag geritten. Es war dunkel geworden, sie sah nur noch wenig. Sie hatte die Grenze zu Taistelu schon lang überschritten, auch an der Hütte war sie schon gewesen, doch von Bryndís keine Spur. Gerade verließ sie ein Dorf, von dem aus sie einen Boten zurück zu den Priesterinnen geschickt hatte. Sie wusste nicht mehr, was sie noch tun sollte. Also suchte sie sich eine Höhle in den Bergen von Taistelu, wo sie die Nacht verbringen wollte.
    Sie schlug zwei magische Steine aneinander, mit deren Hilfe sie einige trockene Zweige anzündete, die vor der Höhle lagen. So machte sie sich ein schönes Feuer, über dem sie etwas von ihrem Proviant erhitzen konnte.


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am Sa 19 Feb 2011, 22:42

    Violaine


    Noch in der selben Nacht entschloss sich Violaine dazu, in einem der umliegenden Dörfern zu übernachten. Sie hatte die Gefahren vollkommen unterschätzt. Obwohl es dem Mädchen nicht gefiel, sich einzugestehen, dass sie etwas zu spontan gehandelt hatte, versuchte sie vernünftiger zu sein und sich nach dem besten Weg zu erkundigen, wenn sie nach Taistelu wollte. Es schien ihr einfach die sinnigste Lösung im Moment zu sein, denn ein kleineres Königreich war vielleicht nicht so schwierig zu durchqueren wie ein größeres. Die Leute sahen sie etwas schief an, wenn sie zugab, dass sie vorhatte auf Reisen zu gehen. Sogar der Mann, bei dem sie sich eine kräftige, aber sanftmütige Schimmelstute kaufte, zog vielsagend die Augenbraue nach oben. Anscheinend wirkte sie wirklich nicht wie jemand, dem man zutrauen würde, allein in Zeiten wie diesen durchzukommen. Das Schlimmste war, Violaine konnte es den ganzen Leuten nicht einmal verübeln.

    Nach ein paar Tagen hatte sie die Grenzen von Taistelu erreicht. Obwohl sie wusste, dass dieses Königreich gerne Reisende durchließ, war sie doch sehr angespannt, als die Wachen sie überprüften und näher nachhakten, was denn ein junges Mädchen allein auf einer Reise wollte, wenn die Dinge so ungewiss und schlecht standen. Violaine erfand die Ausrede, dass sie entfernte Verwandte besuchen wollte und dies schon öfter allein getan hatte, weil sie die Arbeit ihrer Eltern nicht unötig unterbrechen wollte. Die Männer gaben sich mit dieser Antwort zufrieden und ließen sie durch.



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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am So 20 Feb 2011, 18:16

    SigÞrúður

    Einige Tage war SigÞrúður allein durch die Berglandschaft gezogen, hatte auch das Vor- und Hinterland überprüft, war jedoch auf nichts gestoßen. Schließlich war ein Bote eingetroffen, der ihr neuen Proviant und die Nachricht brachte, sie solle noch eine Woche bei der Hütte verweilen und auf Bryndís warten, bevor sie zurückkehrte. Also hatte sie sich in der gleichen Höhle, von der aus man das kleine Häuschen sehen konnte, eingerichtet, mit einigen Fellen als Einrichtung, die ebenfalls der Bote gebracht hatte.
    Eines Abends sah sie auf einem ihrer längeren Streifzüge Bryndís, die aus der Richtung der Grenzstation von Valkoista zu kommen schien. Sie galoppierte auf sie zu und rief ihren Namen, als ihr plötzlich auffiel, dass sie es gar nicht war. In dieser Dunkelheit konnte man doch auch keine Farben unterscheiden! Was in Wirklichkeit dunkelbraunes Haar war, hatte sie im Schummerlicht für das haselnussbraune von Bryndís gehalten. Egal, jetzt hatte sie die Frau angeschrien und war kurz vor ihr zum Stehen gekommen.


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am So 20 Feb 2011, 19:11

    Violaine


    Da sich Violaine weder genauer in Taistelu auskannte, noch wusste, wie sie in den nächsten Tagen am besten vorgehen sollte, entschloss sie sich dazu erst einmal nach einer Unterkunft zu suchen und genauer umzusehen. Was sie wohl alles erwarten würde? Vielleicht waren die Leute in Taistelu ganz anders als in ihrer Heimat.
    Sie war so sehr in Gedanken versunken gewesen, dass sie erst nach einer Weile merkte, dass eine fremde Frau nach ihr rief. Unsicher stutzte Violaine und wusste zuerst nicht, wie sie reagieren sollte. Hier kannte sie doch niemanden, warum sprach sie also jemand fremdes an?
    Der Ton der unbekannten Reiterin beunruhigte sie etwas. Violaine brachte ihr Pferd zum Stehen und musterte sie noch eine Spur unsicherer.
    "Entschuldigung, kann ich vielleicht weiterhelfen?", fragte sie freundlich, wenn auch etwas zaghaft.



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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am So 20 Feb 2011, 20:41

    SigÞrúður

    SigÞrúður schüttelte den Kopf. "Nein, entschuldigung, ich habe Euch verwechselt." Sie sah sich hilfesuchend um. "Obwohl, vielleicht doch. Ich suche ein junges Mädchen. Sie ist, soweit ich das einschätzen kann, etwas kleiner als Ihr, hat haselnussbraunes, glattes Haar von Eurer Länge. Sie ist vor kurzem verschwunden, wir vermuten sie hier in der Gegend. Wir machen uns Sorgen, sie ist toll und weiß nicht, was sie tut. Habt Ihr sie vielleicht gesehen?"


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am So 20 Feb 2011, 21:19

    Violaine


    Erstaunt lauschte Violaine den Worten der fremden Frau. Damit hätte sie nun wirklich nicht gerechnet. Irgendwie war der Gedanke seltsam beunruhigend für sie, dass eine scheinbar nicht zurechnungsfähige Frau ihr auf den ersten Blick ähnelte. Angestrengt dachte das Mädchen nach und versuchte sich die ganzen Leute, auf die sie getroffen war, in Erinnerung zu rufen. Aber es klappte nur bedingt. Nach einer Weile schüttelte sie langsam den Kopf.
    "Nein ... Tut mir Leid. Zumindest kann ich mich nicht mehr daran erinnern, jemanden wie sie getroffen zu haben."
    Es verstrich ein weiterer Moment, in dem Violaine sorgfältig nachdachte.
    "Aber ... ich könnte helfen sie zu suchen. Es hört sich für mich so an, als wäre es wichtig, dass Ihr das Mädchen findet. Vier Augen sehen mehr als zwei und vielleicht finde ich sie als Außenstehende einfacher."



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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Do 24 Feb 2011, 20:15

    SigÞrúður

    SigÞrúður war überrascht. Dass eine Fremde ihr einfach so beim Suchen helfen wollte, überraschte sie. "Das ist wirklich nett von Euch. Allerdings weiß ich nicht, ob es viel nützen würde, ich suche schon seit Tagen und weiß nicht einmal, wo sie hin ist. Aber trotzdem danke für das Angebot." Sie musterte die Fremde näher und kam zu dem Schluss, dass sie ihr vermutlich trauen konnte. "Aber es wird bald Nacht. Momentan sieht man ja wenigtens noch die Hand vor Augen, aber bald wird es tiefschwarz, da solltet Ihr nicht allein in der Wildnis herumreiten. Ich habe mich in einer Höhle eingerichtet, da ist es einigermaßen geschützt und wir können das Haus der Vermissten beobachten. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr dort für die Nacht Unterschlupf suchen."


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am Do 24 Feb 2011, 21:54

    Violaine


    Etwas niedergeschlagen senkte Violaine den Blick. Sie hätte der Frau gerne weitergeholfen. Nervös spielte sie mit ihren Fingern, als sie registrierte, dass sie von ihr genauer angesehen wurde. Violaine nahm es niemanden übel, dass er sich die Leute genauer ansah, aber es verunsicherte sie trotzdem meistens. Bei dem Angebot der fremden Frau sah das Mädchen überrascht auf.
    "Wirklich? Das bietet Ihr mir einfach so an? Vielen Dank, das ist wirklich sehr nett. Ich ... weiß wirklich noch nicht, wo ich bleiben soll."
    Violaine fand es interessant, dass die Frau ihre Situation so schnell erkannt hatte. Oder sie hatte einfach nur geraten. Aber egal was es war, letzten Endes wirkte sie vertrauenswürdig und es war besser ihr zu folgen, als alleine in einer völlig unbekannten Stadt herumzulaufen.
    Sie nickte der Frau lächelnd zu und folgte ihr.



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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Fr 25 Feb 2011, 19:11



    Sie ging voraus und wartete darauf, dass die junge Frau ihr folgte. Als sie schließlich in der Höhle angekommen waren, setzte sie sich mit ihr an ein Feuer, das sie schnell entzündet hatte. "Wir müssen uns meinen Proviant vorerst teilen, morgen gehe ich dann jagen", sagte sie und stellte einen Topf auf das Feuer, in dem sie das Abendessen zubereitete.
    Sie sah der Fremden in die Augen und versuchte zu lesen, was in ihr vorging.
    "Ihr seht besorgt aus", sagte sie und runzelte die Stirn. "Bedrückt euch etwas?"


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am Sa 26 Feb 2011, 00:58

    Violaine


    Violaine starrte nachdenklich in das Feuer und war froh, dass wenigstens für die nächste Zeit irgendjemand bei ihr war, der mit ihr redete und ihr vielleicht weiterhalf. Das Mädchen hatte vollkommen die Einsamkeit unterschätzt, die auftreten konnte, wenn man allein unterwegs war. Allein mit sich und seinen Gedanken.
    "Entschuldigung, dass ich so viele Umstände mache ... aber ich habe auch einen ganz kleinen Magen. Morgen werde ich versuchen, ein paar nützliche Sachen kaufen zu gehen."
    Sie zog die Beine an und seufzte etwas niedergeschlagen. Bei der nächsten Frage blickte sie ertappt auf.
    "Ich ... oh ... naja. Ein wenig schon. Aber wer hat nicht irgendwelche Dinge in seinem Leben, die ihn bedrücken?", antwortete Violaine zögerlich. Unweigerlich dachte sie an ihre Familie und die Frage, wie sehr sie tatsächlich fehlen würde. Wie sehr sie ihnen fehlen würde. Danach kam ihr, wie so oft, in den Sinn, dass ihr Vorhaben völlig kopflos war und wahrscheinlich erfolglos blieb.



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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Sa 26 Feb 2011, 12:16



    SigÞrúður lachte innerlich. Offensichtlich wusste das Mädchen nicht, dass es in den verlassenen Gegenden hier oben im Umkreis von einem Tagesritt nirgendwo eine richtige Siedlung gab, in der man etwas kaufen konnte. Doch sie beschloss, nicht weiter darauf einzugehen und winkte nur ab.
    Langsam fühlte sie sich in das Mädchen, das ihr gegenüber saß, hinein und begann sogar fast, ihre Gedanken zu verstehen. "Ihr sucht nach etwas, nicht wahr? Oder nach jemandem?"


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am Sa 26 Feb 2011, 15:52

    Violaine


    Vollkommen überrascht musterte Violaine die Frau. Sie wusste erst so gar nicht, was sie antworten sollte. Aber dann seufzte sie und nickte langsam.
    "Ja ... so kann man das ungefähr nennen", sagte sie leise und sah wieder etwas betreten ins Feuer.



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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Sa 26 Feb 2011, 16:12



    "Darf ich fragen, wer es ist? Ich kann euch sicherlich helfen, ich kenne viele Orte." Sie war sich bewusst, dass es sehr abstrakt war, dass gerade sie jetzt beim Suchen helfen wollte, wo sie doch eben noch selbst um Hilfe gebeten hatte, doch das war ihr egal. Sie war zwar nicht gut in der Suche nach Menschen, die sich verirrt hatten, aber wenn man sie einfach verloren hatte, konnte sie bestimmt helfen.


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am Sa 26 Feb 2011, 16:31

    Violaine


    Einen Moment dachte Violaine sorgfältig darüber nach, was sie der Frau erzählen sollte. Ob sich das, was sie vorhatte, vielleicht lächerlich für sie anhörte, oder nicht sogar vollkommen verrückt. Bis jetzt hatte die Frau vertrauenswürdig auf Violaine gewirkt, daran hatte sie keinen Moment gezweifelt. Aber jemanden seine persönliche Geschichte offen zu legen, war wieder etwas anderes. Trotzdem vertraute das Mädchen letzten Endes auf ihr Bauchgefühl. Darauf konnte sich Violaine immer verlassen, es war eine sehr zuverlässige Hilfe. Ordentlich faltete sie ihre Hände in den Schoß und neigte leicht ihren Kopf.
    "Das ist ... nicht so einfach. Es ist ... ziemlich kompliziert. Ich suche nach jemanden, den ich kaum kenne und von dem ich wirklich nicht weiß, wo er gelandet ist."


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Fr 04 März 2011, 22:50



    Sig wandte sich dem Mädchen zu, sodass sie ihr frontal gegenüber saß. Sie musterte erst sie, ließ den Blick dann aber über die Felswände ringsumher gleiten, bis er schließlich wieder bei ihr verweilte. "Ich kann euch sicherlich helfen. Ich habe schon viele Menschen gefunden, die an ungewöhnlichen Orten waren. Das heißt..." Sie zögerte einen Augenblick. Sicher, sie konnte viele Menschen finden, auch auf der Erde. Doch dem Mädchen auf den Kopf zu zu sagen, dass es einfacher war, wenn die Person tot war, erschien ihr doch sehr herzlos. Also ergänzte sie: "...es gehört natürlich auch viel Glück dazu. Woher kennt ihr ihn denn? Was wisst ihr über ihn? So wie ich Euren Tonfall deute, ist es ein Mann, nicht wahr?"


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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Fuchsfee am So 06 März 2011, 20:05

    Violaine


    Das Zögern der Frau verunsicherte Violaine, denn sie wusste nicht, was es zu bedeuten hatte. Angespannt holte das Mädchen tief Luft und versuchte sich zu entspannen, ehe sie antwortete.
    "Ich kenne ihn kaum. Es ist nicht ganz so ... er ist ein kleiner Junge. Wir haben uns zufällig getroffen, eigentlich sollten wir uns gar nicht kennen, denke ich. Er ist ... verschwunden. Ich mache mir Sorgen um ihn, deswegen möchte ich der Sache selbst nachgehen. Es ist bestimmt ziemlich dumm, aber ich möchte mich trotzdem anstrengen."

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    Re: Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild (Thora & Fuchsfee)

    Beitrag von Thora am Di 08 März 2011, 21:38



    Sie lächelte. "Das ist nicht dumm, es ist nie dumm, wenn man jemandem helfen möchte." Sie bot dem Mädchen ihren Weinschlauch an, aus dem sie einen tiefen Schluck getrunken hatte.
    "Ich meine es ernst, wenn Ihr ihn wirklich finden wollt, helfe ich Euch gerne. Habt Ihr einen Gegenstand von ihm? Irgendetwas, das ihm gehörte?"


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 25 Mai 2012, 03:43