Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Austausch

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Zauberfeder am Sa 05 Feb 2011, 10:27

    Hey, Sarah,

    also mir würde das 'ruht' definitiv besser gefallen als das 'schläft'

    lg
    Jana

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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Sa 12 Feb 2011, 18:10

    KAPITEL 2


    Um zwei Uhr schlägt die Kirchturmuhr. Sie reißt mich aus meinen Gedanken. Nun sitze ich schon eine ganze Weile hier und habe kein Auge zugetan. Durchgefroren setze ich meinen Weg fort. Ich blicke zu den toten Gesichtern, sehe wie eines fällt und wünsche dem Kind viel Glück, das in diesem Moment geboren wird. Meine Oma hat immer gesagt, wenn ein Stern fällt, wird ein neues Kind geboren.
    Ich frage mich, wann mein Gesicht am Himmel zu sehen ist, wann auch ich die Erde von oben herab beleuchten werde, und wann ich falle, um für den nächsten Stern Platz zu machen.
    Während ich mich durch die Nacht kämpfe, kommt mir wieder ein Mann entgegen. Sein Gesicht war in einer dicken Wollmütze versteckt, und auch ein Wollschal bedeckt seinen Hals und das Kinn. Langsam komme ich immer näher, doch mit jedem Schritt auf ihn zu, werde ich ängstlicher. Die Angst vor Ablehnung ist so groß, dass ich wahrscheinlich die Nacht erfriere.
    Doch dann kommt der Herr auf mich zu, streicht sich die Mütze vom Kopf und lächelt mir zu.
    »Kann ich dir irgendwie helfen?«, spricht er mich an. Zuerst bin ich ganz erstaunt und starre ihn mit halb geöffnetem Mund an.
    »Ja. Ja, gerne. Mir ist so kalt«, keuche ich und zittere am ganzen Leib. Der Mann zieht seine Jacke aus, und legt sie mir über die Schultern. Ich bedanke mich herzlich und schaue ihn mir genauer an. Seine linke Hand ist voller Wunden, und unter seinem Schal blitzen kleine Brandnarben hervor. Seine Augen sehen leer, aber freundlich aus. Doch ich spüre, dass auch er seine Geheimnisse hat.
    »Wenn du möchtest, kannst du zu uns nach Hause. Ich wollte meiner Frau gerade Zigaretten holen«, bietet er mir an, mit hilfsbereiter Stimme. Vorsichtig nicke ich ihm zu. Meine Oma hat mir immer ans Herz gelegt, dass man nicht zu Fremden nach Hause gehen soll. Aber sind nicht auch die Menschen fremd, die man glaubt zu kennen?
    Ich komme zu dem Entschluss mitzugehen. Schlimmer als jetzt, kann es kaum werden. Der Gedanke an ein warmes Bett zwingt mich dazu ein solches Angebot nicht auszuschlagen.
    Vorsichtig und freundlich schiebt er mich vor sich her und wir steigen in ein schwarzes Auto ein. Meine Hände sind so durchgefroren, dass ich keine Kraft mehr aufbringen kann, die Tür eigenhändig zu öffnen. Zuvorkommend hilft mir der Mann ins Auto und wieder sehe ich in diese seltsamen Augen, die ich nicht deuten kann. Für mich ist es nie schwer gewesen hinter die Fassaden der Menschen zu blicken, doch dieser Herr scheint mir sehr rätselhaft.



    Zuletzt von Goldstaub am Mo 02 Jan 2012, 12:14 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 12 Feb 2011, 19:29

    Hallo Sarah!

    (Nenn dich jetzt auch mal so ;] )

    Es ist schön, einen neuen Part von deinem Märchen zu lesen<3


    Ich frage mich, wann mein Gesicht am Himmel zu sehen ist, wann auch ich die Erde von oben herab beleuchten werde, und wann ich falle, um für den nächsten Stern Platz zu machen.
    Der Satz verwirrt mich, denn bei dem vorigen steht, das der Stern fällt, wenn ein Kind geboren wird. Warum will sie jetzt selber als Stern fallen?

    keuchte ich und zittere am ganzen Leib.
    Du hast das t vergessen Wink


    Ansonsten ist das ende sehr spannend! Was wohl mit ihr passieren mag? Ist der Kerl wirklich so nett, wie er scheint? Fragen über Fragen xD

    Freu mich auf den nächsten Part!

    Lg, Vee

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Zauberfeder am Sa 12 Feb 2011, 20:20

    Hallöchen, Sarah,

    schön, dass es weitergeht^^ Hab ich dann jetzt auch einmal gelesen.

    Meine Oma hat immer gesagt, wenn ein Stern fällt, wird ein neues Kind geboren.
    Ich frage mich, wann mein Gesicht am Himmel zu sehen ist, wann auch ich die Erde von oben herab beleuchten werde, und wann ich falle, um für den nächsten Stern Platz zu machen.

    Das verstehe ich nicht so ganz. Also, wenn ein Stern fällt, wird ein neues Kind geboren, so weit komme ich mit, aber was ist, wenn sie ein Stern ist und dann vom Himmel fällt. Ist sie dann das Kind, was neu geboren wird? Bloß in einem anderen Körper? Also eine Art Wiedergeburt? Oder wie ist das genau zu verstehen?

    Die Angst vor Ablehnung ist so groß, dass ich wahrscheinlich die Nacht erfriere.

    Tut mir Leid, aber auch diesen Satz verstehe ich nicht ganz. Dass sie Angst davor hat, abgelehnt zu werden, ist verständlich, bis dahin komme ich auch problem los mit, aber den zweiten Teil verstehe ich nicht. Ist das so gemeint, dass sie Angst hat zu fragen, weil sie eben so große Angst vor der Ablehnung hat und dass die Folge davon natürlich ist, dass sie erfriert?
    Etwas störend finde ich auch hier die Formulierung 'die Nacht erfriere'. Ich glaube, ich hätte es eher verstanden, wenn du 'dass ich wahrscheinlich in der Nacht erfriere' geschrieben hättest, vorausgesetzt ich habe die Bedeutung richtig aufgefasst.

    Seine linke Hand ist voller Wunden, und unter seinem Schal blitzen kleine Brandnarben hervor.

    Das Komma kann weg. Das 'und' verbindet ja die beiden Sätze miteinander.

    bietet er mir an, mit hilfsbereiter Stimme.

    Das finde ich gerade etwas merkwürdig. Ich musste mich gerade wirklich fragen, ob es eine hilfsbereite Stimme gibt. Hilfsbereite Menschen ja, aber wie klingt eine hilfsbereite Stimme? Darunter kann ich mir gerade überhaupt nichts vorstellen.

    So, jetzt allgemein zu deinem zweiten Teil. Ich finde ihn sehr schön. Er wird richtig spannend am Ende und ich habe den ganz, ganz schlimmen Verdacht, dass der gute Herr gar nichts Gutes mit ihr vorhat. Dunkel, Mädchen ansprechen, ins Auto locken... ohje, ohje, ohje... Die Arme... scheiße, wie hieß sie noch mal? Gala? Ohje, bin gespannt, wie es weiter geht. Mensch, spannend...

    lg
    Jana

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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am So 13 Feb 2011, 15:38

    Hey ihr beiden.

    Danke, dass ihr gelesen habt. :)

    ²Vee: Ich glaube nicht, dass ich das "t" vergessen habe, denn ich schreibe ja den ganzen Text in der Gegenwart. Mit "t" würde ich ja in die Vergangenheit rutschen. :)

    ²Jana: "Die Angst vor Ablehnung ist so groß, dass ich wahrscheinlich die Nacht erfriere." Diesen Satz habe ich nun in meinem Text einfach weggelassen. Ich merkte nun auch, wie blöd er sich eigentlich anhört... Glaube, da hab ich wieder zu wenig nachgedacht. :) Damit war jedenfalls gemeint, dass wenn sie diese Angst vor Ablehnung behält, wird sie diese Nacht erfrieren, wenn sie den Mann nicht um Hilfe bittet.

    Nun zu den Fragen, die ihr beide hattet. Das mit den Sternen am Himmel ist genau wie im Leben. Immer wenn ein Mensch stirbt, wird ein neuer geboren. Und so ist auch das Verhältnis mit den Sternen. Sie fragt sich, wann sie ein Stern wird. Und wann sie fällt, um für einen neuen Stern am Himmel Platz zu machen. Aber mit Wiedergeburt hat das nichts zu tun. Sie stellt sich einfach die Frage, wann sie im Nichts verschwindet, um für einen neuen Toten am Himmel Platz zu machen... So ungefähr, wenn man es nun besser versteht. ^.^
    Komplizierte Erklärung.. ginge wohl auch einfacher.

    Liebe Grüße, Sarah.

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Thora am Mo 14 Feb 2011, 21:01

    Hallo Sarah!

    Ah, ein neuer Teil. Ich finds übrigens super, dass Deine Texte diese Länge haben, da kann man besser mitlesen. WEnn man so viel hat, schreckt das mehr ab Wink

    Der Teil hat mir wieder gut gefallen. Ich habe nicht alle Kommentare gelesen, deswegen hoffe ich mal, ich wiederhole nichts:

    kommt mir wieder ein Mann entgegen. Sein Gesicht war in einer dicken Wollmütze versteckt, und auch ein Wollschal bedeckt seinen Hals und das Kinn.

    Hier hast Du die Zeit gewechselt. Es sollte statt "war" "ist" heißen. :)

    Aber sind nicht auch die Menschen fremd, die man glaubt zu kennen?

    Den Satz fand ich übrigens super. Überhaupt passt es meiner Meinung nach gut, dass ein Mädchen, dass fast nackt auf der Straße rumläuft, trotzdem noch philosophisch denkt. Das ist so ein merkwürdiger Gegensatz, dass er einfach super in die Situation passt Wink

    LG
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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Alania am So 27 März 2011, 17:45

    Hey, Sarah! -^.^-

    Uh, "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern". Das hatte Jojo ja auch schon einmal geschrieben gehabt. Mal gucken, in welche Richtung deine Story gehen wird. :)

    30. Januar

    Ein wirklich schöner und auch trauriger Einstieg in deine Geschichte. Er ist wirklich sehr schön geschrieben und bringt auch gut, diese schreckliche Situation und auch die Ignoranz der Menschen zum Ausdruck. Es ist wirklich zum Heulen, wenn man sich vorstellt, dass es das heute irgendwo noch immer gibt. ._.
    Eine einzige Sache habe ich anzumerken:
    Eilig werden die dunklen Vorhänge zugezogen und ihr wurde der Blick verwehrt.

    Es müsste "wird" heißen, da du ja schon die ganze Zeit im Präsens schreibst. Wink

    01. Februar

    Und weiter wird uns diese schlimme Bild des Mädchens geboten, das keinen Unterschlupf findet. Sofort wallt Mitleid auf und auch Wut auf diesen Wirt. Ein wirklich bemitleidenswertes Geschöpf ... dieses Mädchen. Wie sie dann da auf der Treppe sitzt und sich an der Flamme wärmt. ;_;
    Lediglich zwei Sachen:
    Geschockt

    Das ist umgangssprachlich. Für gewöhnlich wird "erschrocken" gesagt. Wink
    Könnten sie mir Unterschlupf gewähren

    Sie

    12. Februar

    Irgendwie wurde mir ein wenig warm ums Herz, als der Mann ihr die Jacke gegeben hat. :') Allerdings ... vielleicht führt er auch irgendetwas im Schilde ... >.< Und wenn, dann will ich lieber nicht wissen was. Er wirkt wie jemand, der viele Geheimnisse hat. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht. // Ein paar Sachen nur:
    Ich blicke zu den toten Gesichtern

    Eigentlich eine sehr schöne Phrase. Allerdings hattest du sie schon im letzten Teil verwendet, weswegen sie nicht mehr so schön klingt. Wink
    Sein Gesicht war in einer dicken Wollmütze versteck

    "ist"
    »Wenn du möchtest,
    kannst du zu uns nach Hause. Ich wollte meiner Frau gerade Zigaretten
    holen«, bietet er mir an, mit hilfsbereiter Stimme. Vorsichtig nicke ich
    ihm zu. Meine Oma hat mir immer ans Herz gelegt, dass man nicht zu
    Fremden nach Hause gehen soll. Aber sind nicht auch die Menschen fremd,
    die man glaubt zu kennen?

    Das finde ich irgendwie seltsam ... Hat sie nicht eben einen anderen fremden Mann um Unterschlupf gebeten? Und nun wo ihr einer angeboten wird, macht sie sich Gedanken, dass sie nicht zu Fremden gehen soll?

    Ich freue mich auf die Fortsetzung!
    LG
    Angie


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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am So 27 März 2011, 17:53

    Hey :)

    @Thora: Danke, es freut mich wenn dir der Text gefallen hat.

    @Alania: Danke für das Kommentieren. Deiner letzten Anmerkung gebe ich recht, es ist seltsam, dass sie erst einen Fremden bittet, aber dann...
    Muss ich mal sehen, wie ich das abändern kann.

    Liebe Grüße.

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Angoraschka am Mi 06 Apr 2011, 19:52

    Hey amina,

    Ich weiß, dass es ziemlich lange gedauert hat, aber jetzt habe ich alle deinen Posts aufgeholt. Eieieiii ob das mit dem Mann eine gute Idee ist? Ich wäre nicht zu ihm ins Auto gestiegen, wenn er schon o komisch guckt O__o
    Da dreht sich mir der Magen um, dennnoch hoffe ich, dass mein Misstrauen unbegründet ist un Gala nichts passiert. DieSzene mit der Kette fand ich sehr schön.
    Dein Schreibstil gefällt mir. Manchmal etwas zu dick aufgetragen, aber ansonsten sehr angenehm. Ich freue mich auf eine Fortsetzung.

    LG Serina

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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Do 07 Apr 2011, 16:21

    Hey Seri,

    vielen Dank, dass du es gelesen hast. Bei Märchen dieser Art muss ich dick auftragen, ich kann meine "Schöne-Sätze-Phase" einfach mal ausleben, was ich in meinen ernsteren Geschichten eben nicht kann, da es dort wirklich unpassend wäre.

    Schön, wenn du auf mehr gespannt bist.

    Liebe Grüße, Sarah.

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Pooly am Di 12 Apr 2011, 12:36

    Hallo Sarah!

    Ich bin gerade dabei, vieles aufzuholen und nun auch bei deinem Märchen angekommen, auf das ich schon lange gespannt war.

    Ich kann eigentlich nur mein Lob aussprechen. Von vorn bis hinten ist bisher alles sehr schön geschrieben. Deine Sätze sind wundervoll schön, angenehm zu verfolgen und richtig schön zu lesen. Methaphorisch und bildhaft, das ist der Stil, den ich mag. Auch wenn du hier etwas ausschweifender schreibst, als in den anderen Geschichten, die ich bisher von dir gelesen habe, erkennt man dich hinter den Zeilen doch wieder. Ganz typisch dein Stil. Sehr schön, gefällt mir schreibtechnisch bisher gut.

    Das Märchen kenne ich ja und es ist eins der traurigsten, die es gibt, finde ich. Ich wollte es als Kind immer nie erzählt bekommen, weil ich dann immer weinen musste und auch jetzt, wenn ich die Sätze so verfolge, wird mir ganz anders. Es ist schlimm, was das kleine Mädchen erleiden muss und es ist noch schlimmer zu Wissen, dass es an sehr vielen Orten auf der Welt die Realität ist. Und während wir uns zu Silvester freuen und feiern gibt es auch so viele Menschen, denen es schlecht geht.
    Nur wenn man glücklich ist, dann vergisst man manchmal das Leid im sich herum. Das ist sehr traurig und bedrückt mich immer wieder sehr.

    Dieser Mann, den sie nun zum Schluss getroffen hat, scheint ja nett zu sein, zumindest habe ich noch nichts besonders Zwielichtiges an ihm entdeckt. Vielleicht ist es einfach auch nur der Blickwinkel, weil sie ihm irgendwie zu vertrauen scheint. Ich bin bei solchen Sachen aber immer sehr vorsichtig und weiß noch nicht, was ich von ihm halten soll. Es gibt zu viele schlechte Menschen auf der Erde.
    Mal sehen, ich erwarte den nächsten Teil mit Spannung.

    Die Dinge, die mir im Text aufgefallen waren, haben die anderen alle schon genannt.
    Bleibt mir nur, dir mein Lob auszusprechen, für diese bedrückende, schöne Geschichte. Ich bin auf jeden Fall als Leser dabei.


    Liebe Grüße
    Marie


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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Mo 02 Jan 2012, 12:17

    Marie, ich danke dir so für diese Worte! Mir ist es schleierhaft, wieso ich deinen Eintrag hier nie gesehen habe, das tut mir so leid. Aber da ich das Märchen nun fertig habe und endlich zu Ende posten möchte, hab ich es zum Glück entdeckt. Ich fühle mich so gerührt, dass du meine Geschichte magst. Danke.
    Sorry für den Doppelpost, aber ich kann nun mal deine lieben Worte nicht einfach übergehen.

    Liebe Grüße,
    Sarah.

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Mo 02 Jan 2012, 12:19

    KAPITEL 3



    Die Autofahrt verläuft still. Müde und verkrampft hocke ich auf dem Beifahrersitz und ertaste mit meinen Fingern die Innenseiten der Türen. Wie selten habe ich ein Auto von innen gesehen. Die warme Luft, die eine Heizung verströmt, bringt meine kalten Hände zum Glühen. Die Haut brennt und ich fühle mich hundeelend dabei. Nachdenklich schaue ich aus dem Fenster, versuche zu erkennen, wo wir sind, aber der Schneesturm ist mittlerweile zu stark geworden.
    »Wie ist dein Name?«, fragt der Mann plötzlich und setzt ein Lächeln auf. Ich brauche einen Moment und beäuge ihn misstrauisch, bevor ich antworte.
    »Gala«, sage ich vorsichtig und warte auf eine Reaktion. Der Mann nickt bloß und schweigt.
    Nach einiger Zeit biegen wir in einen kleinen Weg ein. Ein langes Stück Feld liegt vor uns und zwischen den fallenden Schneeflocken, kann ich ein Haus erkennen, in dem Licht brennt. Es sieht freundlicher aus, je näher wir kommen, was mich etwas beruhigt.
    Das Auto parkt und mir wird die Tür aufgehalten. Noch immer wackelig auf den Beinen steige ich aus dem Auto und umschlinge mich selbst fest mit den Armen. Die Jacke, die mir von dem Herrn über die Schultern gehangen wurde, schützt mich auf dem Weg vom Auto bis zur Haustür.
    Eine sehr kleine schlanke Frau öffnet uns und sieht etwas verwirrt aus bei meinem Anblick. Aber dann lächelt sie und schaut zu ihrem Mann.
    »Du hast ein zu gutes Herz, mein Liebster«, sagt sie und gewährt uns Eintritt. Ich werde in eine Küche geführt, in der es nach Vanilleplätzchen riecht und ein Teekessel vor sich hin pfeift.
    »Mein Kind, wärm dich mit einer Tasse auf, bevor du dich niederlegst«, sagt die Frau und gießt mir eine Tasse ein, während ich mich vorsichtig auf einem Stuhl niederlasse.
    »Woher kommst du?«, fragt sie.
    »Aus der Stadt«, gebe ich zur Antwort und versuche mich an dem Tee. Fast verbrenne ich mir die Lippen daran. Ich stelle die Tasse wieder auf den Tisch und werfe einen Blick auf die Plätzchen, die mir sogleich angeboten werden. Wie lange habe ich nicht mehr so etwas Feines gegessen. Zögernd nehme ich eines davon weg und beiße ein kleines Stück ab. Eins nach dem anderen, um den Geschmack zu genießen.
    »Weißt du, mein Mann bringt öfter mal Kinder über Nacht nach Hause. Irgendwie hat er die Gabe diese auf der Straße aufzulesen«, erzählt die Frau leise lachend und streicht mir leicht über die Schulter.
    Als sie mir ein Bett angeboten haben, trug ich ein Lächeln auf dem Gesicht. Nun ziehe ich mir die Decke über den unterkühlten Körper und lächle immer noch. Es gibt also doch noch ein paar nette Menschen.
    Mitten in der Nacht werde ich wach. Ich höre ein leises Wimmern, das mir Angst macht. Als es nicht aufhört, steige ich aus dem Bett, ziehe mir meinen noch vom Schnee durchnässten Mantel über und schleiche aus dem Zimmer. Das Wimmern scheint von der oberen Etage zu kommen und mit leisen Schritten gehe ich die Treppe nach oben. Ich folge der Stimme und je näher ich komme, je männlicher wird sie. Doch sie ist zart und zerbrechlich.
    Ich schiebe eine weiße Zimmertür auf, hinter der sich die Stimme verbirgt und erkenne schnell, zu wem sie gehört. Ein noch kleiner Junge, wohl in meinem Alter, liegt in einem Bett, krank und heiß. Ich fasse seine Stirn an und meine Hand verbrennt sich fast an ihr. Seine Augen verdrehen sich und er stöhnt. Dann dreht er den Kopf zu mir und ich erschrecke, weiche einen Meter zurück.
    »Hilf mir«, flüstert der Junge und ich schaue ihn mit offenem Munde an.
    »Wie soll ich dir helfen?«, flüstere ich zurück und schluckte. Mir wurde ganz mulmig.
    »Ich weiß, dass du mich erlösen kannst«, wimmert er und in seiner Bitte lag so viel Schmerz.
    »Woher weißt du das?«, frage ich.
    »Ich kenne dich. Ich habe von dir gehört. Niemand weiß, dass du es bist. Aber jeder weiß, dass du existierst. Du machst das öfter«, sagt er mir und ich werde unruhig.
    »Ich kann dich deinen Eltern nicht einfach wegnehmen«, sage ich und hoffe auf Verständnis.
    »Sie wären dir dankbar, wenn du mir die Schmerzen nähmest«, verspricht er mir und kurzerhand entschließe ich mich, ihm zu glauben. Ich greife unter seinen schwachen Körper und trage ihn hinaus in die Nacht. Die beißende Kälte kommt mir bekannt vor und doch empfinde ich sie nach den wärmenden Momenten in diesem liebevollen Hause als störend.
    Unter einer großen Tanne kommen wir zum Stehen und ich lasse den Jungen in den unberührten Schnee sinken. Ich ziehe ein Streichholz, das vorletzte, aus meinem Mantel und sage die magischen Worte.
    »Oh Herr, wenn der Junge sich sicher ist, sich dir zu nähern mit ganzer Seele und dem Leben auf dieser Erde, mit diesem Schicksal, den Rücken kehren möchte, so erlöse ihn und gebe ihm ein Zuhause.«
    Dabei zünde ich das Streichholz an, halte das Feuer entfacht und drücke es ihm auf die Brust. Ich weiß, dass es nicht schmerzhaft ist, denn bisher hat niemand gelitten. Alle schliefen mit zufriedenen Augen ein und kamen nie zurück. So wird auch dieser Junge gehen.
    Als der Kleine lange Zeit nicht mehr atmet, werfe ich ihn mir über die Schulter und bringe ihn zurück in sein Zuhause. Die Eltern werden ihn finden, friedlich und schlafend. Schlafend für immer, die Seele verfliegt. Doch wenn es stimmt, was er sagte, dann werden sie nicht traurig sein, über den Verlust. Sondern sich freuen über die Qualen, die nun vergangen sind.
    Nachdem ich das Haus verlassen habe und mich noch einmal dazu umdrehe, überlege ich, wie mein Leben weitergehen soll. Der Schnee, die Kälte, die Einsamkeit. Was bleibt mir am Ende jeden Tages? Doch habe ich nur noch ein einziges Streichholz. Und was ich damit tun werde, liegt in meiner Hand.
    Nach zwei Kilometern, die ich gelaufen bin, verlor ich mit jedem Schritt mehr an Lebensmut. Ich spüre, wie alles in mir weicht, wie das Lächeln verblasst, wie die Sinne schwinden. Ich weiß, dass ich diese Nacht erfrieren werde. Mein Körper ist zu ausgemergelt, zu schwach um diese Nacht zu überstehen. So lege ich mich in den Schnee, zünde ein Streichholz an, das letzte, das mir bleibt, und sage die magischen Worte, die mich erlösen.
    Die Worte sind gesprochen, das Holz an meiner Brust. Der Duft des Lebens steigt mir noch einmal in die Nase und ich blicke nach oben zu den Sternen. Ich weiß nicht, ob sie mir je den richtigen Weg gewiesen haben, aber ich weiß, dass sie auf mich acht gaben.
    Und wenn einmal der letzte Stern fällt, werde ich mit ihm untergehen und das Leben von oben betrachten. Und vielleicht werde ich dann verstehen, warum die Welt so grausam ist.


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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Zauberfeder am Sa 07 Jan 2012, 10:30

    Huhu Sarah :)

    Mensch, der Abstand zwischen den beiden Kapiteln ist ja echt riesig. Cool, dass es jetzt also weiter geht. Wann hast du denn dein Märchen umbenannt? Wie kam es dazu, dass du es umbenannt hast?

    Irgendwie hatte ich ja bösere Hintergedanken. Ich dachte schon, der Typ tut ihr letztlich doch noch was, weil es ja nicht sein kann, dass sie so viel Glück hat. Konnte ich mir gar nicht vorstellen. Jetzt im Nachhinein verstehe ich auch die neue Titelwahl :)
    Jedenfalls kam mir das spanisch vor, dass die Frau auch noch sagt, dass er öfters Kinder mit nach Hause bringt und als sie dann das Wimmern hört und der Junge sie bittet, ihm zu helfen, dachte ich schon, der behält heimlich die Kinder und keine Ahnung, was er dann macht. Aber ich war froh, dass es doch nicht so war, wie ich dachte. Der Verlauf, den du beschrieben hast, gefiel mir auf jeden Fall sehr viel besser, als meine komische Vorstellung, die ich erst hatte.
    Sehr schön, dass sie den armen Jungen von seinem Leiden erlöst hat. Irgendwie dachte ich mir ja, dass sie am Ende stirbt, so wie es auch in dem Originalmärchen der Fall ist. Den letzten Satz finde ich als letzten Satz übrigens sehr gelungen. Alles in allem muss ich sagen, dass mir das Märchen gut gefalen hat.

    Anmerkungen:

    Wie selten habe ich ein Auto von innen gesehen.

    Meiner Meinung nach passt dieser Anfang mit 'wie' nicht wirklich. Es wäre besser, wenn du direkt mit selten beginnst. Dadurch, dass sie ein Auto selten von innen gesehen hat, könntest du das Ertasten vielleicht näher beschreiben, damit du nicht nur erzählst, dass es demnach etwas Besonderes für sie ist, sondern uns genau das auch noch zeigst. Es wirkt viel lebendiger, wenn du uns das zeigen würdest.

    Ein langes Stück Feld liegt vor uns und zwischen den fallenden Schneeflocken, kann ich ein Haus erkennen, in dem Licht brennt.

    Das erste Komma muss weg.

    Die Jacke, die mir von dem Herrn über die Schultern gehangen wurde, schützt mich auf dem Weg vom Auto bis zur Haustür.

    Hier eine Frage: Hatte er ihr die Jacke in einem der anderen Kapitel über die Schulter gehangen? Wenn ja, kannst du es so lassen. Wenn nicht, würde ich es nicht als Vergangenheit schreiben, sondern genauso beschreiben, also dass der Typ ihr die Jacke um die Schulter hängt. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es eigentlich schon früher war. Bin mir nur gerade nicht mehr so sicher.

    Als sie mir ein Bett angeboten haben, trug ich ein Lächeln auf dem Gesicht.

    Der Satz wirkt dadurch, dass du sonst im Präsens schreibst, fehl am Platz. Wieso beschreibst du das nicht genau?

    Seine Augen verdrehen sich und er stöhnt. Dann dreht er den Kopf zu mir und ich erschrecke, weiche einen Meter zurück.

    Irgendwie klingt 'seine Augen verdrehen sich' komisch, zumal du direkt im Satz danach wieder was mit drehen hast.

    »Sie wären dir dankbar, wenn du mir die Schmerzen nähmest«, verspricht er mir und kurzerhand entschließe ich mich, ihm zu glauben.

    Grammatikalisch ist 'nähmest' natürlich richtig, allerdings spricht das ein Kind. Würde ein Kind nicht eher 'wenn du mir den Schmerzen nehmen würdest' sagen?

    Doch wenn es stimmt, was er sagte, dann werden sie nicht traurig sein, über den Verlust.

    Letztes Komma weg.

    Nach zwei Kilometern, die ich gelaufen bin, verlor ich mit jedem Schritt mehr an Lebensmut.

    Dadurch, dass du sonst Präsens verwendest, wirkt dieser Satz auch wieder fehl am Platz. Wieso nicht: Ich laufe zwei Kilometer und mit jedem Schritt, den ich gehe, verliere ich mehr Lebensmut.


    lg
    Jana

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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Mo 09 Jan 2012, 10:57

    Hallo Jana (:

    Erst einmal danke, dass du meine Geschichte gelesen hast. Zweitens danke ich dir herzlich für die Anmerkungen, die habe ich nun alle berichtigt.

    Ich hatte den Text sehr lange aus den Augen verloren, da ich im Forum ja auch lange Zeit nicht mehr wirklich aktiv war. In dem letzten halben Jahr habe ich aber den Drang, Geschichten fertig zu stellen. Einfach um zu wissen, dass ich etwas fertig habe und nicht mehr so da sitze, wie früher, mit hundert losen Texten, die zu nichts Festem gehören. Und da kam die Geschichte natürlich direkt in Frage. Sie wartete schon zu lange darauf, endlich ein Ende zu bekommen.
    Der Namenswechsel war da, weil ich es sinnlos fand, das Märchen nach dem richtigen Märchen zu benennen. Es ist ja meine Variante, also braucht sie auch einen eigenen Namen. :-)

    Und zum Rest... ich wollte es so, dass man ein wenig undurchsichtig bleibt, was den Mann betrifft und das Haus, in das sie mitgenommen wird. Es freut mich, dass es ein wenig rübergekommen ist.
    Und am Ende stirbt sie leider auch... ich weiß nicht, liest man es so schlecht heraus? Du sagtest ja, du bist froh, dass sie nicht stirbt... nun, das tut sie aber leider. Denn in den letzten paar Sätzen, legt sie sich ja ihr allerletztes Streichholz auf die Brust und spricht ihren Wunsch an den Herrn, der sie daraufhin zu den Sternen holt... Sie sagt ja auch, dass sie dann von oben herabschauen würde.

    Liebe Grüße,
    Sarah.

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Zauberfeder am Mo 09 Jan 2012, 12:12

    Huhu Sarah, ich bin's noch mal^^

    Freut mich, dass dir meine Anmerkungen geholfen haben :)

    Ja, es ist ein tolles Gefühl, einen Text zu beenden und das Gefühl zu haben, etwas tatsächlich geschafft zu haben. Manchmal aber auch ein kleiner oder großer Abschied, aber auf jeden Fall ein tolles Gefühl. Schön, dass du das jetzt mit diesem Text genießen konntest.

    Äh, doch, eigentlich habe ich sehr gut verstanden, dass sie stirbt. Das mit dem froh habe ich hier gesagt:
    Aber ich war froh, dass es doch nicht so war, wie ich dachte.

    Das war auf meine Vermutung bezüglich des Mannes und des Jungens bezogen.

    Sehr schön, dass sie den armen Jungen von seinem Leiden erlöst hat. Irgendwie dachte ich mir ja, dass sie am Ende stirbt, so wie es auch in dem Originalmärchen der Fall ist

    Hier spreche ich ja von der Sache mit dem Tod. Ist vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt. Gemeint war damit, dass ich mir schon gedacht habe, dass sie stirbt, so wie es ja dann auch eingetreten ist. Also keine Sorge, man versteht es durchaus sehr gut :)

    lg
    Jana

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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Sa 14 Jan 2012, 18:20

    Okay (:

    Ich hab diesen Satz 'Irgendwie dachte ich mir ja, dass sie am Ende stirbt, so wie es auch in dem Originalmärchen der Fall ist.' so aufgefasst, als hättest du gedacht sie stirbt, wie im Original, tut es aber nicht. Hab mich dann irgendwie verlesen xD

    Liebe Grüße.

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Pooly am Mo 06 Feb 2012, 00:04

    Hallo Sarah,

    oh wow, ist ja echt toll, dass es hier nach so langer Zeit doch noch weiter geht, voll schön. Nun also das Ende deines kleinen Märchens - und es kam wirklich irgendwie ganz anders als erwartet. Nicht nur der Mann erweist sich als liebevoll und hilfsbereit (ich hatte ihm ja eher andere Sachen zugetraut), sondern auch das Mädchen als jemand, den man nicht erwartet hätte. Sozusagen also eine Gesandte Gottes, die Menschen von ihrem Leid erlöst. Das ist total traurig und total schön. Und noch trauriger ist, dass sie sich am Ende - wie man vielleicht erwartet hatte - selbst erlöst. Das ist eine interessante Interpretation des Märchens - oder besser: eine andere Auslegung - und irgendwie hatte ich so etwas in der Richtung gar nicht von dir erwartet. Finde ich wirklich eine gelungene Idee.

    Ebenso gelungen ist dir wie immer die Umsetzung. Ein sanfter, melancholischer Schreibstil, der voller Bilder steckt und sich leicht und flüssig lesen lässt. Dabei liegt gerade in diesen letzten Zeilen - in den Gedanken des Mädchens - diese Wärme, sodass man kaum traurig sein kann, dass sie stirbt. Es ist für sie wie gesagt eine Art Erlösung und man weiß, dass es ihr dort, wohin sie nun geht, besser gehen wird und irgendwie ist das ein total schöner Gedanke.

    Vielen Dank, dass du diese Geschichte zuende gepostet hast.
    Ein wirklich wunderbares, kurzes, schönes Märchen.

    Liebe Grüße,
    Marie


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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Do 16 Feb 2012, 11:16

    Hallo Marie (:

    Vielen Dank, ich freue mich so sehr über deine Worte. Das bedeutet mir sehr viel. Ich hab mich zum Glück entschlossen, das Märchen endlich fertig zu schreiben und die Entscheidung scheint ja auch die richtige gewesen zu sein.
    Es freut mich wirklich sehr, dass dir das Ende so gut gefallen hat, da hab ich auch viel Gefühl reingelegt. Jedenfalls sollte es so sein :-)

    Ganz liebe Grüße,
    Sarah.

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    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Jojo am So 19 Feb 2012, 20:27

    Huhu Sarah,

    Endlich komme ich auch dazu, dein Märchen zu lesen.
    Es freut mich total, dass du es jetzt zu Ende geschrieben hast. Und natürlich bin ich besonders gespannt auf deine Version, weil ich das gleiche Märchen schon einmal verändert habe und bin gespannt, wie du es gemacht hast :)

    Ich habe jetzt alles noch einmal durchgelesen und kann nur sagen, dass mir deine Version des Märchens auch sehr gut gefällt.
    Anfangs war ja noch alles ziemlich gleich, aber besonders im dritten Kapitel änderst du alles ziemlich stark. Aber zu einer Art hin, die mir ziemlich gut gefallen hat. :)

    Dein Stil ist sehr angenehm zu lesen. Leicht, flüssig und ohne irgendwelche Stolperer drin, die das Lesen stören würden. Noch dazu erzeugst du wunderbare Bilder im Kopf. Obwohl alles so kurz ist, konnte ich selbst die Charaktere, insbesondere Gala vor mir sehen, wie sie anfangs durch den Schnee tappt und später im Haus des Ehepaars verweilt und wieder verschwindet.

    Ich habe keine Anmerkungen direkt aus dem Text genommen, weil es einfach nichts gibt. Das einzige, was mir aufgefallen ist, ist, dass du manchmal innerhalb eines Satzes in die Vergangenheit wechselst. Das ist dir ein paar Mal passiert, aber vielleicht nur, weil du sonst eher in der Vergangenheit schreibst? Präsens ist ja eher ungewöhnlich.

    Ansonsten habe ich nichts anzumerken. Ich finde es toll, dass du nach so langer Zeit, das Märchen noch beendet hast und ich finde deine Umsetzung und Interpretation des Originals auch sehr gelungen :)

    Liebe Grüße
    Jojo


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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Gala - Gesandte des Himmels [abgeschlossen]

    Beitrag von Goldstaub am Sa 25 Feb 2012, 18:59

    Hallo Jojo (:

    Erst einmal danke, dass du das Märchen noch gelesen hast und schön, dass du es auch magst. :-)
    Ja, wahrscheinlich, ich schreibe ja - wie fast jeder andere auch - meist in der Vergangenheit und wenn ich mich dann doch mal im Präsens versuche, verfalle ich oft zurück, ohne es zu bemerken. Bei Zeiten werde ich die Fehler im Text mal alle korrigieren.

    Ganz liebe Grüße,
    Sarah.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 25 Mai 2012, 12:31