Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

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    Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von Salissa am Do 06 Jan 2011, 16:05

    Hallo ihr,

    kennt ihr das auch, dass ihr ein Buch, dass ihr ein Mal sehr gut fandet, nach einiger Zeit gar nicht mehr mögt und euch fragt, was ihr jemals daran fandet? Oder umgekehrt, dass ihr nach ein paar Jahren einen Roman noch einmal lest, der euch vorher nicht gefallen hat und ihn nun gut findet?
    Habt ihr bestimmte Bücher, bei denen sich eure Meinung im Laufe der Zeit geändert hat? Und wenn ja, was gefällt euch daran heute (nicht mehr) im Gegensatz zu früher - der Schreibstil, die Charaktere, etwas anderes?


    Liebe Grüße,
    Virgi

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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von Lexi am Do 06 Jan 2011, 20:00

    Hmm, bei Eragon ist das bei mir ganz arg. Wobei das schwankt - spätestens, wenn der 4. Band rauskommt, werd ich es wieder lieber mögen.

    Am extremsten ist es bei der "Gilde der schwarzen Magier". Was hab ich diese Bücher geliebt ... und mit ihnen hat ja mein Schreiben angefangen, weil ich das Ende doof fand und umgeschrieben habe ^^
    Mittlerweile sehe ich aber vieles objektiver und sehe auch die Schwächen. Ich mag die Bücher (bzw Akkarin) immer noch, aber sie haben nicht mehr dieses Unantastbare wie früher. Wen jetzt jemand sagt, dass er die Bücher nicht mag, ist da sokay, früher fand ich das total unverständlich ^^
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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von Pooly am Fr 07 Jan 2011, 00:25

    Hallo Virgi!

    Oh, ein interessantes Thema, das wohl vielen hier bekannt vorkommen sollte. Mir auch, ich denke, dass diese Veränderung ganz natürlich ist. Man entwickelt sich ja schließlich weiter, verändert sich und somit ändert sich auch der Geschmack. Bei sehr sehr vielen Büchern, von denen ich früher begeistert war, frage ich mich jetzt, was ich daran finden konnte. Bis(s) zum Morgengrauen und Co., Eragon usw. Natürlich, wenn man zu lesen beginnt, ist man ja meist unvoreingenommen und kann sich mitreißen lassen, erst später kann man darüber nachdenken und objektiv beurteilen, ob die Story nun wirklich gut war oder eben nicht. Oder bei Eragon, da wars der Schreibstil, der mich gestört hat, aber erst später dann, beim anfänglichen Lesen fiel mir das gar nicht auf, da war ich hellauf begeistert.
    Schon traurig, irgendwie, so verlieren die Bücher auch etwas an Magie -seufz-

    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von Alania am Fr 07 Jan 2011, 00:41

    Also ich kenne das auch! (:

    Wobei es bei mir eigentlich meistens so ist, dass Bücher, die ich gut finde, auch nach Jahren noch gut finde. Gut, vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie zu Beginn, aber das positive Leseerlebnis bleibt bei mir immer haften und aus diesem Grund betrachte ich im Nachhinein selten ein Buch als schlecht, was ich vorher gut gefunden habe.

    Bei mir ist es eher so, dass ich Bücher die ich zu Beginn schlecht fand und dann nach Jahren erneut lese, mich plötzlich mitreißen.

    Das war bei "Der Clan der Otori" so.
    Mit ... 13 oder so habe ich es von der Bücherei ausgeliehen bekommen und nicht einmal zu Ende gelesen, so komisch fand ich es.
    Als ich mich jedoch mit 15 für Asien zu interessieren begann, fand ich es unglaublich toll! Very Happy

    LG
    Angie


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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von June am Fr 07 Jan 2011, 00:58

    Hallu ^^

    Ja, das kenne ich auch ... ._.

    Ich weiß gar nicht, warum das so war, aber bei mir war es "Der Herr der Ringe". Ne Zeit lang hab ich das Buch nie aus der Hand gelegt und als ich es vor einiger Zeit noch mal gelesen habe ... da hats mich regelrecht gegruselt, so furchtbar fand ich die Schreibweise ...

    Woran genau das liegen mag, gute Frage, aber ich denke, so wird es jedem irgendwann gehen :)

    glg, Juny
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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von ExituS am Fr 07 Jan 2011, 00:59

    Also das kenn ich natürlich, besonders bei einer bestimmten Reihe...
    nämlich Bis(s).
    Ich hab damals den Film gesehn, anschließend die Bücher gelesen und war absolut begeistert!
    Inzwischen verstehe ich einfach nicht mehr, was ich jemals daran finden konnte, ganz einfach, weil ich so gut wie keinen positiven Punkt mehr an der Reihe finde... XD
    aber wahrscheinlich gehört das dazu, man entwickelt sich ja auch weiter.

    lg
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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von moriazwo am Fr 07 Jan 2011, 10:02

    Ich denke, wenn man sich gegenüber ehrlich ist, wird es jedem so ergehen, dass er/sie sich für Dinge begeistern kann, die einen später nicht mehr interessieren - oder umgekehrt. Es sind einfach zu viele Faktoren, die Einfluss darauf haben, ob man einen Text mag oder nicht. Nachvollziehbarer ist es vielleicht, wenn man es sich nicht anhand von Texten, sondern von Musik verdeutlicht.
    Man hört einen Song und findet ihn einfach genial. Man könnte ihn stundenlang und immer wieder hören - was man auch tut, entweder, weil man ihn selbst von morgens bis abends dudelt, oder weil der Regionalsender scheinbar keine anderen Titel mehr im Programm hat. Irgendwann kippt das Ganze und man fühlt sich übersättigt. Der Song beginnt zu nerven und man stellt plötzlich fest, dass das Arrangement, die Stimme oder der Rhythmus doch nicht so uneingeschränkt "genial" ist, wie man es zu Beginn empfunden hat. Schließlich wandelt sich die ursprüngliche Begeisterung in schiere Ablehnung.
    Bei Texten verhält es sich ähnlich. Ist die Idee neu und trifft zudem die aktuellen Interessen des Lesers, ist man gern geneigt, die handwerklichen Unzulänglichkeiten zu übersehen. Bei Romanreihen nutzt sich die Innovation schnell ab und wandelt sich häufig zu einem Einheitsbrei. Ich persönlich sehe in Trilogien oder Reihen mit noch mehr Teilen im Übrigen eine Unsitte, die sich immer mehr durchsetzt. Nur in den wenigsten Fällen ist aus meiner Sicht eine Fortsetzung eines Romans angebracht. Im Normalfall sollte ein Plot in einem einzigen Werk abgehandelt werden können. Nicht, dass ich nicht schon selbst Trilogien gelesen hätte - ich war und bin noch immer ein großer Fan des Herrn der Ringe - aber ich stelle immer häufiger fest, dass es mich nervt, wenn ich in der Bahnhofsbuchhandlung einen Roman in die Hand nehme und erkenne, dass es sich um Teil X einer Serie handelt. Diese Bücher wandern stets zurück ins Regal.
    Einen Wandel, wie er hier auch schon von Anderen beschrieben wurde, erlebte ich bei "Das Silmarillion" von Tolkien. Ich quälte mich damals - noch in der ersten Euphorie nach Tolkiens Hauptwerk - hindurch und fand es toll. Trotzdem war es schon allein wegen der unzähligen Namen eine Tortur. Jahre später nahm ich es noch einmal in die Hand und wollte es ein zweites Mal lesen. Ich brach den Versuch nach hundert Seiten ab und konnte nicht mehr verstehen, warum ich mir das beim ersten Mal überhaupt angetan hatte. Man merkt diesem Text im Grunde sofort an, dass er niemals als Roman geplant war, sondern nur als Grundlage für den Herrn der Ringe gedient hatte. Tolkien selbst hätte diesen Text niemals veröffentlicht und so ist es der Versuch seiner Erben geblieben, noch ein wenig auf der HdR-Welle zu schwimmen und den Rahm abzuschöpfen.
    Es ist aber auch die andere Richtung denkbar. Gerade, wenn man erst beginnt, sich für Texte und das Lesen zu interessieren, kommt man anfangs oft nicht mit Texten zurecht, wenn sie sehr kompliziert verfasst sind. Nach einiger Zeit und persönlicher Entwicklung erschließen sich möglicherweise der Stil und die Inhalte solcher Texte und man endeckt, dass sie etwas ganz
    Besonderes sind. Hier spielen auch immer die aktuellen Präferenzen und Interessen des Lesers eine Rolle.

    Gruß
    Michael
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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von Salissa am Sa 08 Jan 2011, 19:58

    Hallo,

    danke für all eure interessanten Antworten :)

    Ich sehe es wie ihr, dass sich der Lesegeschmack im Laufe der Jahre in einigen Punkten verändert, so dass einen z.B. Aspekte am Schreibstil oder Verhaltensweisen der Charaktere stören, die man zuvor gar nicht wahrgenommen hat.
    Die im Laufe der Jahre gewonnene Lebenserfahrung, andere gelesene Bücher, eigene Schreibversuche und viele Faktoren mehr spielen da sicherlich eine große Rolle.

    Ich finde Michaels Argument sehr gut, dass man sich bei neuen Büchern, die sich um ein Thema drehen, das einen gerade besonders interessiert, oft von der eigenen Begeisterung mitreißen lässt und vielleicht so Dinge überliest, die einem dann erst beim erneuten Lesen auffallen. Bei den "Bis(s)"-Büchern ging es mir z.B. damals so. Ich habe den ersten Band kurz nach seinem Erscheinen, vor dem ganzen Hype, gelesen und fand ihn damals große klasse, so dass ich dann auch die anderen Bände ziemlich schnell verschlungen habe.
    Heute gefällt mir an der Reihe nicht mehr viel und ich frage mich, warum ich mich damals an bestimmten Punkten nicht gestört habe.

    Wie Angie habe ich aber auch Bücher, die mir beim ersten Lesen gar nicht gefallen haben wie z.B. Gothes "Werther", die mir aber nach einiger Zeit viel besser gefallen haben und bei denen ich mich dann frage, warum ich sie früher abgebrochen habe.

    Dann gibt es noch Bücher, die ich vor einigen Jahren (an-)gelesen habe und noch genauso klasse oder schlecht finde wie damals, z.B. "Der Schatten des Windes" (fand/finde ich klasse) oder "Eragon" (fand/finde ich schlecht).


    Liebe Grüße,
    Virgi



    Zuletzt von Salissa am Do 20 Jan 2011, 14:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

    Beitrag von Dawn am Do 20 Jan 2011, 01:43

    Hey Virgi,

    das ist doch mal eine interessante Frage worüber ich gleich nachgedacht habe.
    Ich muss sagen, dass mir dieses "Phänomen" nur bei den Biss Büchern aufgefallen ist. Am Anfang war ich hin und weg und nach dem 1 Film und nachdem wirklich ALLE nur noch dieses eine Thema fanden, hab ich es gehasst -.- Ich habe die Romane alle bestimmt min. 4 Mal auf englisch gelesen und heute frage ich mich, was ich mir da angetan habe xD
    Und in der Zeit mochte ich dann auch sehr gerne Vampirromane...hab mir total viele gekauft...nur 1-2 gelesen und jetzt krieg ich bei so gut wie allen Vampirromanen und deren Erwähnung schon Würgereflexe, so das ich mich gar nicht erst traue diese Bücher, die ich vorher noch unbedingt haben wollte, zu lesen.

    Lg, Alex

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    Re: Veränderte Meinung zu früher gelesenen Büchern

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