Pooly's Kunst und Schreibforum

Liebe Gäste und natürlich auch liebe Mitglieder!


Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Sa 30 März 2013, 20:10

    Ich meine, mit wem ich partout nicht schreiben will, den freunde ich bei Facebook nicht an, mit den meisten kommuniziere ich dort eben vor allem per PN. Aber wenn dann mein Cousin jeden Abend schreibt "Gute Nacht, ihr Maden" oder so etwas, da frage ich mich schon, wen ich da in der Liste habe. Aber die Menschen sind ja online bekanntlich immer anders als real. Das merkt man dort sehr gut ... x]

    Übrigens sehe ich auch schon die Profile von allen anderen Menschen in der neuen Oberfläche.
    Bei dir sieht das aber schick aus, mit deinem Titelbild, Vee! Very Happy
    (Jetzt würde ich meins wieder gern ändern, aber ich habe ja erst. Pff.)
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    Re: Facebook

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 30 März 2013, 20:13

    Hör mir bitte auf mit Cousin ^^' Meiner ... Nein, darüber möchte ich nicht reden *lach*

    Was, wirklich? Oh man ._. Also bei mir ist es noch nicht ...
    Haha, aber danke? Very Happy
    Ich mag dein Titelbild total :3
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    Re: Facebook

    Beitrag von Tan am Sa 30 März 2013, 20:21

    Ich meine, mit wem ich partout nicht schreiben will, den freunde ich bei Facebook nicht an, mit den meisten kommuniziere ich dort eben vor allem per PN.
    ist auch völlig richtig so Wink und okay, solche Sprüche von manchen kenn ich auch ... teilweise ist da "Fremdschämen" echt vorprogrammiert .____.

    Okay ich bin mal raus aus dem Thread hier, ich hab ja mit Facebook grad nichts mehr zu tun ^^
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    Re: Facebook

    Beitrag von Skadi am Mo 01 Apr 2013, 11:05

    Als ich den Screen gesehen habe, musste ich erstmal nachgucken. Bei mir ist alles noch beim alten. Vielleicht wird das wieder Schritt für Schritt bei jedem User umgstellt. Ich finde beide Varianten nicht gerade schön, die Aufteilung der Boxen sieht echt schrecklich aus, wenn man nen breiten Bildschirm hat, wie ich x(

    Im übrigen habe ich neulich meine Startseite ausgemistet. Leute von dort ausgeblendet die nur Mist posten. Das war echt dringend nötig, denn jetzt muss ich mir nicht mehr irgendwelche politischen Phrasen in der Endlosschleife antun, oder Posts ala "like wenn das ist, comment wenn dies ist."
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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Mo 01 Apr 2013, 12:43

    Im übrigen habe ich neulich meine Startseite ausgemistet. Leute von dort ausgeblendet die nur Mist posten. Das war echt dringend nötig, denn jetzt muss ich mir nicht mehr irgendwelche politischen Phrasen in der Endlosschleife antun, oder Posts ala "like wenn das ist, comment wenn dies ist."
    Das blocke ich auch partout -_-

    Und ja, schön ist es wirklich nicht. Ich frage mich ehrlich, warum die dort nicht in der Lage sind, etwas praktischeres und schöneres anzulegen. Man sollte meinen, dass es so schwer ja gar nicht sein kann *grübel*


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    Re: Facebook

    Beitrag von sommerregen am Mo 01 Apr 2013, 16:00

    Immer wenn ich sowas lese, bin ich so froh, kein Facebook zu haben. Der Ärger ist es mir nicht wert. Klar, oftmals ist es praktisch, man findet verschollene Leute wieder, aber man wird leider auch gefunden .... und diese Posts, die alle 2 Sekunden von Leuten erscheinen und alles dokumentieren, was sie machen, nerven total.
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    Re: Facebook

    Beitrag von Vampirmaedchen am Do 18 Apr 2013, 20:48

    Oh nein -_- Jetzt habe ich auch diese dumme Ansicht, dass alle meine Post auf meiner FB-Page rechts sind ... Menno, das sieht so hässlich aus ... *das nicht will*
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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Do 18 Apr 2013, 21:22

    Ja, irgendwann erwischt es uns alle. Arme Vee *drück*
    Ich hab mich auch noch immer nicht dran gewöhnt. Schlimm, das.


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    Re: Facebook

    Beitrag von Imaginary am Do 18 Apr 2013, 21:57

    Ich hab's auch ... muss aber zugeben, dass ich das immer noch besser finde als die Chronik. Jetzt sind die Beiträge wenigstens wieder linear untereinander und ich muss nicht raten oder ewig suchen, was von wann ist. Auch wenn mir die ganz alte Darstellung immer noch am besten gefallen hatte ^^


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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Sa 20 Apr 2013, 00:23

    Hm, ich mochte die alte Chronik aber dahingehend mehr, dass man mehr Posts auf einen Blick sehen konnte. Ich hatte es mir schon total angewöhnt, dann von rechts nach links durchzusuchen. Außerdem konnte man da wichtige Posts ja auch so einstellen, dass sie über die ganze Seite gingen - das war cool :) Jetzt sieht es so ... eingequetscht und irgendwie total meh aus ...


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    Re: Facebook

    Beitrag von Mordred am Sa 20 Apr 2013, 11:54

    Vielleicht bin ich nicht jung genug, um das alles zu verstehen. Deshalb frage ich einfach nach: Kann mir jemand diesen Hype um Facebook erklären? Was ist daran so außergewöhnlich wundervoll?
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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Sa 20 Apr 2013, 11:59

    Ich kann nicht für andere sprechen, sondern nur für mich: Ich hab mich jahrelang auch dagegen gewehrt, mich bei Facebook anzumelden, aber inzwischen finde ich es selbst praktisch. Dabei nutze ich es vor allem, um mit Menschen zu kommunizieren, die ich im Alltag nicht mehr zu Gesicht bekomme. Mein Freundeskreis hat sich nach dem Abi und nun erneut auch nach dem Studium über ganz Deutschland verteilt. Außerdem habe ich viele Freunde inzwischen auch im Internet kennengelernt und kann sie deswegen nicht täglich sehen. Und weil bei Facebook so gut wie 90% dieser Menschen sind, kann ich es toll als "Bündelstelle" verwenden. Ich kann mit den Leuten schreiben, wir können uns Termine für Treffen oder Telefonate ausmachen und so weiter. Zwischendrin habe ich dann auch verschiedene Institutionen (Verlage etc.) die Werbung machen, die mich auch wirklich interessiert. Und joah. Deswegen mag ich es :)


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    Re: Facebook

    Beitrag von sommerregen am Sa 20 Apr 2013, 12:03

    Viele finden es toll, dass man mit Gott und der Welt befreundet ist, sein halbes Leben öffentlich machen kann (von "Ich geh mit Freunden ins Kino" bis hin zu "ich war gerade auf Toilette") und dass man alles teilen kann. Fotos, Gedanken, Erlebnisse.
    Man muss nicht jedem einzeln eine Mail schreiben, wenn etwas Tolles passiert ist, man kann es gleich bei Facebook schreiben und alle erfahren auf einmal davon.

    Ja, es ist praktisch, Leute dort zu treffen und mit denen in Kontakt sein zu können. Die Kehrseite ist aber, dass man (sofern man mit richtigem Namen angemeldet ist) auch von jedem gefunden werden kann. Nervensägen, Klassenlehrern, Dozenten, Arbeitgebern. Sobald ein Bild mit dir und einer Truppe ensteht, wird es bei Facebook hochgeladen und jeder kann sich gegenseitig darauf markieren, sodass jeder weiß, was du wo wann mit wem wie getan hast.

    Du merkst: ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, was an Facebook so toll ist, weswegen ich es auch nicht mehr nutze, weil ich es anstrengend finde, dass Leute sekündlich mit der Welt teilen, was sie gerade getan haben. Und ich finde es schade, dass man mit den meisten Menschen in meinem Alter kaum noch reden kann, weil sie mit ihrem Smartphone an der Hand festgewachsen sind, um ihren Facebookstatus zu aktualisieren oder mit Leuten zu chatten. Da fragt man sich jedes Mal, warum man diese Leute überhaupt noch trifft...

    Um Musikern oder anderen Künstlern zu folgen, ist es teilweise praktisch, weil man auch manchmal interessante, private Einblicke in deren Leben erhält, aber solche Seiten sind meist sowieso öffentlich, weswegen eine Anmeldung sich nicht lohnt.

    So außergewöhnlich und wundervoll ist Facebook also nicht. Es ist vielleicht praktisch, aber dass alle Daten von dir von Facebook konversiert werden ist ebenfalls etwas kritisch zu betrachten...

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    Re: Facebook

    Beitrag von Sara am Sa 20 Apr 2013, 12:21

    Naja, man muss ja nicht alles auf FB posten und man kann seinen Account durchaus so einstellen, dass man nicht gleich von jedem gefunden wird. Ebenso kann man auch die Markierungen auf Fotos überprüfen.

    Facebook ist im Grunde nicht das Problem, sondern die Unbedarftheit der Menschen, die diese Plattform nutzen. Dass z.B. Daten nach dem Löschen immer noch gespeichert sind, sollte mittlerweile auch kein Geheimnis mehr sein.

    Allerdings muss ich schon zustimmen, dass bei vielen Menschen das Smartphone mittlerweile festgewachsen ist - egal in welcher Altersklasse. Ich bin eine der Wenigen, die sich mit Freunden an einen Tisch hockt und das Smartphone bleibt in der Handtasche. Wenn ich mich mit Leuten treffe und jemand anderes will was von mir, muss er eben warten.

    *hmpf* Meine Chronik hat es nun auch wieder erwischt. Irgendwie nervig diese dauernden Änderungen.

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    Re: Facebook

    Beitrag von sommerregen am Sa 20 Apr 2013, 12:24

    Es ist schon richtig, dass man bestimmte Einstellungen vornehmen kann, wie ich es zB auch hatte. Dennoch wurde ich von einigen Leuten gefunden, was ich genau vermeiden wollte. Trotz falschen Namens, keinerlei Bildern und Einstellungen. Wenn du mit bestimmten Leuten befreundet bist und die alles öffentlich eingestellt haben, dann wirst du über zehn Ecken früher oder später einfach gefunden werden und das kann ich nicht hab. Klar, das ist der Sinn eines social networks, aber ich bin einfach nicht der Typ dafür, weswegen meine Reise mit Facebook nach knapp etwas weniger als einem Jahr auch beendet war.

    Aber du hast schon Recht, die Leute sind das Problem, nicht das Netzwerk an sich (wobei man sich über manche Dinge schon streiten kann Wink). Und du kannst ja gute Freunde nicht einfach aus deiner Liste nehmen, nur weil sie permanent alles festhalten und dich das nervt. Du kannst die Meldungen ja blocken, aber früher oder später fällt auch das auf, wenn du dich auf bestimmte Dinge nicht mehr meldest. Schwierig, wie ich finde. Aber gut, das sind keine Probleme, mit denen ich mich weiter befassen muss, zum Glück.
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    Re: Facebook

    Beitrag von Sara am Sa 20 Apr 2013, 12:30

    Ach, ich lass mich da nicht stressen. Man muss ja auch nicht jede Freundschaftsanfrage annehmen, die einem nicht passt, genauso wie man nicht dauert posten oder gratulieren oder kommentieren muss.

    Ich bin einfach da und kann Kontakt haben, wenn ich mag. Und wenn nicht dann nicht.
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    Re: Facebook

    Beitrag von Imaginary am Sa 20 Apr 2013, 12:30

    Ich denke auch, dass es zu großen Teilen damit zusammenhängt, wie man mit Facebook umgeht. Ich habe zum Beispiel auch nur Leute auf meiner Freundesliste, die ich auch wirklich kenne - Leute aus meinem Abijahrgang, gute Freunde, teilweise Leute, die ich über Foren etc. kenne (so wie hier), Leute, die ich auf der Sprachschule in Dänemark kennen gelernt habe etc. Gerade bei letzteren finde ich Facebook schon super praktisch, denn so verliert man sich zumindest nicht völlig aus den Augen, wenn man über fast ganz Europa, Russland etc. verteilt ist und wir haben dort z. B. auch eine Gruppe, in der wir uns austauschen, wer denn vielleicht gerade mal wieder in Kopenhagen oder Umgebung ist :). Ich bin aber auch vorsichtig; mein Profil mache ich für Fremde nicht sichtbar und ich würde nie jemanden als Freund annehmen, bei dem ich mir nicht zu 200% sicher bin, wer das ist. Und ich poste auch für gewöhnlich nicht meinen Klostatus ^^ Durchsickern kann natürlich trotzdem immer mal was, aber es hat halt auch schon irgendwie was mit Eigenverantwortung zu tun.

    Ich finde den Hype um Facebook allerdings auch übertrieben. Ich gucke so 1-2 Mal am Tag kurz rein, manchmal öfter, meistens weniger und dann auch für ein paar Tage gar nicht und damit hat sich die Sache. Auf dem Smartphone gucke ich eigentlich nur bei Facebook rein, wenn mir gerade unterwegs (im Bus oder so) langweilig ist.

    Und da meine Freunde, mit denen ich häufiger was unternehme, das eigentlich alle ähnlich sehen, taucht so schnell auch nichts Unliebsames bei Facebook von mir auf :)


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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Sa 20 Apr 2013, 12:41

    Stimmt schon, dass es vor allem auch mit den Menschen zusammenhängt. Bei Unifreunden habe ich teilweise auch das Problem, dass Gespräche wie folgt ablaufen.
    "Hey, gestern hab ich mir in den Finger geschnitten, beim ..."
    "Ja, hab ich schon bei Facebook gelesen."
    Deswegen poste ich eigentlich auch nicht mehr wirklich Alltagssachen, um die Kommunikation nicht noch mehr zu hemmen. Generell mache ich mir damit aber auch keinen Stress. Es gibt einige Leute aus meiner alten Schule bspw. mit denen ich dort einfach nicht befreundet sein will, die blockiere ich dann eben *schultern zuck* Fotos von mir darf niemand hochladen und ich hab vor einigen Monaten auch komplett alle Fotos von mir entfernt, auf denen ich markiert war, weil es wirklich niemanden etwas angeht, wann ich wo und in welchem Zustand in welchem Club war oder was weiß ich.

    Generell habe ich vielleicht aber auch nicht das Problem mit diesem öffentlichen Profil, weil ich eh ein gläsener Menschen bin. Twitter, Blog, Goodreads etc - im Grunde könnte man mein halbes Leben nachvollziehen, wenn man gründlich genug forschen würde, ob ich da Facebook habe oder nicht, spielt bei mir auch keine Rolle mehr. Aber ich finds nicht schlimm, ehrlich gesagt. Ich berichte gern unwichtigen Schrott aus meinem Leben und aus meinen Romanen und was weiß ich und aus dubiosen Gründen scheint es die Leute ja auch zu interessieren. Von daher x')


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    Re: Facebook

    Beitrag von schneeflocke am Sa 20 Apr 2013, 13:03

    Hallo,

    facebook hat bereits im Jahre 2011 den Big Brother Award bekommen und ich finde, facebook ist ein würdiger Preisträger.

    Hier der Link, für den Fall, dass einige von Euch diesen Preis nicht kennen sollten.

    https://www.bigbrotherawards.de/2011/.comm1/index_html

    Alle Argumente pro facebook laufen für mich ins Leere. Ich brauche kein facebook, um all das machen zu können.

    Ich zitiere Herrn Zuckerberg: „They trust me – dumb fucks.“ – Sie vertrauen mir, die Idioten.

    Herr Z. streitet das Zitat auch nicht mehr ab.

    Facebook ist auch mit verantwortlich dafür, dass die eigenen, privaten Homepages sterben, bzw. im Sterben liegen. Meine Lieblingsband hatte jahrelang eine sehr aktive, lebhafte eigene homepage im Netz. Dann ging die Band hin zu facebook und die eigene Homepage ist seitdem verwaist.

    Als nicht facebook Mitglied ist es mir nun verwehrt, mit der Band zu kommunizieren.

    Außerdem, nur weil es alle tun, muss es nicht richtig sein. Ich vertraue einem Menschen, der obiges Zitat äußerte, gar nichts von mir an. Eher gebe ich Rauchzeichen oder schicke Brieftauben zu meinen Freunden hin. Wink

    Außerdem liebe ich den erstaunten Ausdruck im Gesicht meiner Mitmenschen, wenn sie erfahren, dass ich kein facebook habe und sie mich nicht dort suchen und finden können.

    Nebenbei bemerkt, viele Arbeitgeber suchen auf facebook nach den Leuten, sie sich bei ihnen um einen Job beworben haben. Ich denke auch, dass viele Teenager heute noch gar nicht abschätzen können, was das geile Party Foto vom Wochenende, wo man wieder hackestramm war, für die berufliche Zukunft bedeuten kann. Aber die Arbeitgeber gehen noch einen Schritt weiter, sie besuchen auch die Profile der Freunde und können sich so sehr schnell ein Bild vom zukünftigen Bewerber machen. Ja, facebook macht vieles einfacher in der heutigen Zeit und sagt mehr aus, als eine Bewerbung es je könnte.

    Ich schließe mich daher mordred an, und ich denke, es gibt für mich kein Argument für facebook, denn diesen Hype kann auch ich nicht nachvollziehen.

    Und das Profil für andere "unsichtbar" zu machen, damit man nicht gesehen werden kann, ist für mich wie eine Mauer. Und diese Mauer wollen wir im realen Leben immer einreißen. Denn wenn mich niemand sehen soll und finden kann, dann brauche ich facebook erst recht nicht, dann kann ich auch mails schreiben, wenn ich mich vor der Öffentlichkeit verstecken will und es privat bleiben soll.

    Die Mitglieder von facebook sind nicht Gast dort, sie sind das Produkt, mit dem Herr Zuckerberg sein Geld verdient. Und ich möchte Gast sein und kein Produkt, keine Ware.

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    Re: Facebook

    Beitrag von Mordred am Sa 20 Apr 2013, 15:10

    Hmmm... Also gut. Vielleicht war die Art und Weise meiner Frage ein bisschen gemein.

    Lassen Sie mich aber in Anbetracht der sich aufgrund meiner Frage hier entsponnen habenden, liebe Poolyaner, eine These in den Raum stellen. Natürlich will ich diese These auch erklärend begründen oder begründend erklären:

    Facebook ist so ziemlich die nutzloseste Einrichtung im Internet.

    Diese These mag für den Anfang etwas provokant und als die stets ablehnende Meinung eines Unwissenden daherkommen, doch ich versprach eine Erklärung. Ein Unwissender bin ich nämlich mitnichten.

    Es war im Jänner des Jahres 2011 nach Christi Geburt, als ich mich selbst bei Facebook anmeldete. Ein Hintergrundgedanke war, Facebook zu nutzen, um ein wenig meine eigenen Werke publik zu machen und meine damals recht junge Homepage zu bewerben. Nebenbei bemerkt: Ich war so ziemlich der Letzte in meinem Freundekreis, der sich beim Gesichtsbuche registrierte.

    Bei Facebook angekommen entspann sich zunächst eine einigermaßen rege Kommunikation und Nutzung. Verabredungen fürs Kino wurde als Veranstaltung getroffen, so dass man im Vorfeld wusste, wer alles kommt. Das Ganze hielt ungefähr ein Vierteljahr an, dann verabredete man sich wieder telefonisch.

    Regelmäßig postete ich einen Link zu einem neuen Werk auf meiner Homepage. Einige Menschen folgten diesen Links. Es waren nebenbei die Menschen, die ohnehin immer wieder meine Seite besuchen. Einer meiner Stammgäste ist nicht einmal mein Facebookfreund gewesen. Sie fand meine Seite anderswo. Eine signifikante Steigerung der Nutzerzahlen durch Facebook konnte ich nicht feststellen. Zwar kamen einig Besucher von dort, aber es waren eben "die üblichen Verdächtigen".

    Im Gegenteil begann ich sogar einen großen Nachteil an der Werbung bei Facebook festzustellen. Im Februar diesen Jahres konnte ich sogar den Beweis erbringen. Wie Schneeflocke schon bemerkte, tötet Facebook die gemeine Homepage. Es ist nicht nur so, dass der Herr Bodenski (http://bodenski.de) auf seiner Homepage nur noch blogähnlich ein Excerpt seiner Beiträge hat, klickt man auf "weiterlesen" landet man bei Facebook. Als Nichtmitglied kann man dort nur die letzten paar Beiträge sehen und wird mit der Aufforderung, sich zu registrieren bombardiert, so dass die Nutzung faktisch unmöglich ist. Natürlich muss ich hier Bodenski den größten Teil der Schuld zuschieben (was ich auch einst tat: http://www.gdnodds.de/fanbetreuung/). Der Gdnodds ist übrigens nicht meine Homepage, ich bin dort nur Autor/Admin.

    Mein Beweis für den erwähnten großen Nachteil ist aber ein anderer. Im Februar diesen Jahres kündigte ich der Öffentlichkeit meinen Facebookaustritt an. Ich tat dies nicht bei Facebook selbst sondern in den News meiner Homepage. Jeder, der regulär meine Seite besucht, sollte es also gewusst haben. Tage später startete ich bei Facebook einen Countdown. Noch drei Tage ... noch zwei Tage ... Mehr schrieb ich nicht. Ich erntete ungewohnte Aufmerksamkeit, denn man fragte mich gespannt, was dann wäre, offenbar die Veröffentlichung eines neuen größeren Projektes erwartend. Ich hüllte mich in Schweigen und lächelte, was leider niemand sah. Als ich dann nach Ablauf des Countdowns einen virtuellen Abschiedsbrief schrieb und die Löschung meines Accounts beantragte, war die Reaktion eine erschrockene Nachricht via Whats App: "Wie kannst Du nur?"

    Was beweist das? Die Menschen folgten meinen Links, doch niemand machte sich die Mühe, wirklich meine Homepage zu besuchen. Wozu? Ist doch unnötige Anstrengung, Lord Mordred liefert mir doch frei Haus, was ich wissen soll.

    Was sagt mir das? Die Menschen verlieren für das zwischenmenschliche Dasein wichtige Eigenschaften wie das Interesse für den Anderen und die Arbeit, die in einem Projekt wie Mordreds Tales steckt, wird in keiner Weise wirklich gewürdigt. Vielleicht ist es nur eine Auswirkung unserer hektischen Zeit, vielleicht machen wir unsere Welt eben durch solche Dinge erst hektisch.

    Inzwischen kommuniziere ich mit den wichtigen Menschen "auf die altmodische Art": Ich schreibe Briefe.

    Zugegeben, die Briefe sind E-Mails. Aber wer wichtig ist, hat meine E-Mail-Adresse und wer bei Facebook aufpasste und Kontakt zu mir wünscht, weiß, wo er meine Adresse kriegt. Wer nicht genug aufpasste, dem muss ich wohl nicht wichtig genug sein.

    Euch Poolyaner finde ich genau hier. In Poolys Forum. Und hier finde ich alle Poolyaner, auch die, die nicht bei Facebook sind. Um Kontakt zu den mir persönlich in 99% der Fälle persönlich unbekannten Mitgliedern zu haben, ist das Forum also deutlich besser geeignet. Denn hier kann ich auch Kontakt zur Schneeflocke aufnehmen. Das könnte ich bei Facebook nicht, selbst wenn ich noch Mitglied wäre. Die Fraktionierung der Kontakte verschwindet also nicht durch Facebook und jenes Argument ist objektiv betrachtet nicht haltbar.

    Steckt man Facebook nicht Geld in die Tasche, damit ein entsprechender Link quer über Facebook bei allen möglichen Menschen auftaucht, die man selbst nicht kennt, ist Facebook alles andere als das viel beschworene Marketinginstrument, denn die Neigung, einen Link oder irgendwelchen Inhalt weiterzuteilen, besteht offenbar nur bei niedlichen Katzenbildern und ähnlichem Unsinn.

    Addiere ich diese Dinge, ergibt sich für mich ein Bild der Nutzlosigkeit Facebooks, sieht man von den Aktionären ab. Denn ehrlich: Wer unter Ihnen, liebe Poolyaner, Kontakt zu mir wünscht, kann mir eine PN hinterlassen. Auf Facebook würde eine solche solche Nachricht vermutlich ohnehin zwischen den "Ich war gerade Lulu machen."- und "Ist meine Katze nicht süß?"-Posts untergehen.


    Natürlich ist dies nur meine Meinung. Ich würde mich an dieser Stelle durchaus freuen, würde dies Thema hier oder hier kontrovers (aber ohne missionarischen Eifer) diskutiert.

    Und ja, meine etwas unwissend erscheinende Frage war bewusst so formuliert, um erstmal Reaktionen zu provozieren und Aufmerksamkeit zu erregen.

    Sonnige Wochenendgrüße an alle Poolyaner -
    Mordred
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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Sa 20 Apr 2013, 15:32

    Lieber Mordred,

    das ist natürlich eine interessante Schilderung und ich kann deine Meinung dazu durchaus auch nachvollziehen. Trotzdem denke ich, dass das vor allem eben auf deinen persönlichen Erfahrungen beruht, ich selbst habe nämlich ganz andere gemacht. Ich denke, Facebook ist wie alle anderen sozialen Netzwerke, von Foren bis hin zu Twitter: Wenn man es richtig macht bzw. weiß, wie man es machen muss, dann klappt es auch. In sozialen Netzwerken kommt es nicht darauf an, was man postet und wie wertvoll der Eintrag ist, es geht um das Wie. Es geht um die Person, die dahinter steht. Deswegen können einige Menschen bei Facebook schöne und ordentliche Einträge schreiben und bekommen nicht einen Like, und anderen schreiben "Ich geh strullern" und bekommen 100.
    Wahrscheinlich liegt es an der gesamten Präsentation der Person, an ihrer Art, auch über lange Zeit hinweg mit den anderen Usern zu kommunizieren. Postet jemand jeden Tag irgendwelchen Mist, liest man ihn nicht mehr. Postet man nur einmal was im Jahr, geht der Beitrag irgendwann unter und die Verwunderung darüber, dass die Person mal online war, ist größer, als das Interesse am geteilten Inhalt selbst. Knallt jemand nur Links ohne Beschreibung hin, wissen die anderen User überhaupt nicht, was sie dort anklicken sollen. Andererseits - und das ist wahr - tiefgründige Abhandlungen und Diskussionen will/erwartet dort natürlich auch niemand.

    Ich persönlich kann nur sagen, dass ich das Teilen von Links immer als sehr förderlich für meinen Blog angesehen habe und es auch noch immer tue. Dabei poste ich aber nur Links zu Artikeln, von denen ich denke, dass sie auch Leser außerhalb meines Blogs interessieren könnten. Das kam bisher immer gut an. Beiträge, die ich bei Facebook verlinkt habe, sind in meinen Statistiken die, die am häufigsten aufgerufen werden (abgesehen von ein, zwei anderen, aber das hat andere Gründe). Außerdem kommen, wenn ich Links zu Textauszügen oder Gedichten von mir poste, immer interessierte Kommentare von Freunden. Dabei kommentieren und liken einige direkt bei Facebook, andere kommentieren sogar auf dem Blog.

    Ich denke, dass man den Marketingwert von Facebook nicht einfach so über den Kamm scheren kann. Mir geht es dabei ja nicht einmal um Marketing, sondern darum, mit Freunden das zu teilen, was ich eben so schreibe. Dort kann sich jeder selbst aussuchen, ob er Links anklickt. Ich bin beispielsweise jemand, der Links zu seinen Texten nie ohne Anfrage per Mail verschicken würde. Nach dem Thema "Hier, lies mal". Bei Facebook ist es freiwillig. Wem es nicht gefällt, der muss keine Zeit mit Äußerungen darüber verschwenden, und wer es mag, der kann es gern anklicken und seine Meinung dazu da lassen.

    Dass die Interaktion über diese Plattform wirklich tiefgründig oder immer wertvoll ist, ist natürlich diskutabel. Trotzdem denke ich durchaus, dass das Netzwerk einen Nutzen erfüllen kann, wenn man damit umzugehen weiß.

    Viele liebe Grüße,
    Marie


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    Re: Facebook

    Beitrag von Mordred am Sa 20 Apr 2013, 18:07

    Ich erwarte von Facebook keine höchst niveauvolle Abendunterhaltung. Will ich dies, lege ich eine DVD in den Player und schaue mir "Goethe" an. Ein Film, den ich dem geneigten Literaturfreund nur empfehlen kann.

    Es sind andere Dinge, die mich stören.

    Liebe Pooly, Sie betreiben also einen Blog. Gestatten Sie mir kurz die Zwischenfrage, wo ihn den Blog finden kann.

    Und danach seien Sie kurz ehrlich: Warum betreiben Sie den Blog? Ich vermute, weil Sie etwas zu sagen haben, von dem Sie denken, die ganze Welt solle es erfahren können. Anderenfalls könnten Sie Ihre Gedanken direkt bei Facebook posten oder einfach auf ein Stück Pergament schreiben. Weiterhin möchten Sie, dass die Welt auf Ihre Gedanken antwortet, habe ich Recht? Und diese Antworten soll die Welt auch lesen können. Doch kann die Welt diese Antworten lesen, wenn sie bei Facebook gegeben werden? Nein, nur Facebook kann sie lesen. Was nun? Die Antworten auf Facebook per Copy and Paste in den Blog einfügen?

    Ich denke, Sie verstehen, dass ich an dieser Stelle einen negativen Einfluss Facebooks auf die soziale Kompetenz der Menschen zu entdecken glaube. Sie teilen einen inhaltlich wertvollen Artikel Ihres Blogs und niemand scheint sich zu interessieren, und "Mein Stuhlgang ist fest" (bitte verzeihen Sie mein Klatschianisch) kriegt 2000 Gefällt mirs. Warum man zwingend von "Likes" reden muss, kann ich nebenbei auch nicht nachvollziehen, aber das geht mir bei den meisten Anglizismen so, die ohne hinterfragt zu werden in unseren Sprachschatz übernommen werden.

    Nachzudenken und zu hinterfragen scheint die Menschheit übrigens im Allgemeinen zu verlernen. Aber das ist ein anderes Thema.

    In der Tat ist das Teilen von Links förderlich - in der Theorie. Denn wer sieht, was ich teile? Meine Freunde. Wer nicht mein Freund ist, muss sich erstmal auf mein Profil oder meine Facebookseite verirren. Und welche Veranlassung hat er dazu? Keine. Er kennt mich nicht und hat keine Veranlassung ein Interesse zu haben, nach mir zu suchen. Sagen Sie mir, welche Veranlassung hätte ich, wäre ich nicht in diesem Forum, bei Facebook nach Pooly zu suchen?

    Die Verbreitung meiner Links kann also nur nach dem Schneeballprinzip erfolgen. Ich teile einen Link, meine Freunde teilen ihn weiter, deren Freunde teilen ihn an ihre Freunde ... Aber dazu müssen die Links erstmal geteilt werden. Möglicherweise ist das Interesse am geschriebenen Wort in dieser Welt aber auch zu gering geworden und deshalb sind meine Erfahrungen mit Facebook im Fazit so wenig positiv.

    Das Problem mit Facebook ist, dass der ursprüngliche Sinn - auch infolge kommerzieller Interessen seitens der Betreiber - in den Hintergrund trat. Der ursprüngliche Sinn war nämlich genau das, was wir offenbar taten: das sinnvolle Teilen von Informationen. Dem steht aber die mangelnde Intelligenz der Spezies Mensch entgegen.

    Bevor Sie mich für den letzten Satz kritisieren: EIN Mensch ist intelligent. Doch in der großen Menge ist es die Menschheit nicht (frei nach "Men in Black"). Und die Masse der Menschen weiß dieses Netzwerk eben nicht wirklich zu nutzen.

    Liebe Pooly, lassen Sie mich kurz noch einen Vergleich ziehen, um das Obige zu verdeutlichen:

    Lassen Sie mich ein paar hundert Jahre zurückgehen ins Jahr 1517, als Martin Luther seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Die Tür ist öffentlich zugängig, jeder konnte sie lesen. Was, wenn er sie innerhalb der Gemäuer der ehrwürdigen Universität zu Wittenberg angeschlagen hätte? Die Uni wäre quasi das Pendant zu Facebook gewesen.

    Ich versichere Sie, liebe Pooly, meines wohlgemeinten Neides, wenn Ihre Blogbeiträge auf Ihrem Blog kommentiert werden. Auch wenn der Gdnodds nicht mein eigener Blog ist, ich dort nur schreibe und seit neuestem mit administriere, ist das etwas, was ich mir dort auch wünsche. Um so ärgerlicher ist eben, wenn man das auf dem Blog Geschriebene dort kommentiert und diskutiert, wo es nur ein kleiner Kreis Eingeweihter lesen kann. Das führt den Sinn des Blogs zum Teil ad absurdum. Und genau deshalb kann ich Facebook nicht unkritisch betrachten. Und hinzu kommt die Einstellung Herrn Zuckerbergs.

    Ich will keineswegs Facebook verdammen. Nur ist mir eben der Hype nicht klar, besonders, nachdem sich Facebook als im Grunde vollkommen nutzlos für mich erwies. Und wenn ich den einen oder anderen dazu bringe, über Facebook nachzudenken und seine Nutzung etwas bewusster zu gestalten, ist mir das durchaus recht. Wink

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    Re: Facebook

    Beitrag von schneeflocke am Sa 20 Apr 2013, 18:29

    Hallo,

    so wie ich Mordred kennengelernt habe, wird auch er gewußt haben, wie man mit facebook richtig umzugehen hat. Und auch dann, wenn man das Wissen darum hat, wie es geht, hat man wenig bis gar keinen Einfluß auf die Reaktionen der Menschen, die ausschließlich in facebook verschwunden sind.

    Marie, Du bist auch außerhalb von facebook aktiv. Das unterscheidet Dich von den Leuten, die facebook als ihre alleinige Heimat im Netz betrachten.

    Ich möchte, so wie Mordred auch, meine Erlebnisse schildern. Ganz kurz nur.

    Ein Bekannter von mir ist gestorben. Die facebook Gemeinde erfuhr von dem Tod wenige Minuten danach. Mich hat man "vergessen" zu informieren, ich erfuhr erst Wochen später davon und zwar mit den Worten: Wie, Du weißt nichts davon, es stand doch auf facebook.


    Ebenso erfuhr ich in einem anderen Fall erst Wochen später von der Geburt eines Kindes, während die facebook Gemeinde täglich mit neuen Baby Fotos beglückt wurde.

    Es war mir in beiden Fällen nicht mehr möglich, Kontakt zu diesen Menschen zu halten, weil sie sogar ihre alten e-mail Adressen nicht mehr pflegten, denn sie hatten ja facebook und dort sind all die Freunde.

    Irgendwann hörten Leute auf, die in facebook verschwunden sind, mich einzeln und separat per mail zu informieren. "Stand doch auf facebook", war die Antwort, die ich auf Nachfragen hin immer bekam.

    facebook als solches ist also nicht das Problem. So wie eine Waffe niemals aus sich allein heraus tödlich ist, solange sie nicht in die Hand eines Mörders gerät.

    facebook verändert die Menschen und zwar die Menschen, die nur noch auf facebook unterwegs sind. Ihr Argument: Komm doch auch zu uns, dann kriegst Du alles wieder mit...

    Dieser Aufforderung folge ich nicht und die Gründe könnt ihr in meinem obigen Beitrag nachlesen.

    Es geht also vorliegend nicht nur darum, ob man mit facebook umgehen kann oder nicht, es geht um die Gleichgültigkeit, die Menschen entwickeln können gegenüber den Menschen, die nicht auf facebook unterwegs sind.

    Diese Gleichgültigkeit haben auch namhafte Bands entwickelt, die man nur noch über facebook erreichen kann. Ebenso hatte ich an einen Fanclub Interesse bekundet, jedoch ist die Heimat des Fanclubs facebook.

    Herr Zuckerberg hat also alles richtig gemacht. Er spielt mit den Ängsten der User, die Angst haben, nicht mehr zu wissen, was die Freunde machen, er gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Neugier zu befriedigen und auf andere Profile zu gucken, ungesehen wohlgemerkt, nicht umsonst verhindert er, dass man erkennen kann, wer das eigene Profil besucht hat. Promis verschwinden auf facebook und die Fans folgen ihnen dorthin.

    Und die Ex Freundin kann immer schön gucken, was der Ex so macht, dank facebook darf man auch noch ungesehen und ungestraft spannen und sich die Fotos vom Ex mit der neuen Freundin angucken, die man sonst nie zu sehen bekäme.....und und und.....

    Ich ziehe daher meinen Hut vor Herrn Zuckerberg, er hat das Herz, die Seele und den Nerv getroffen von vielen Menschen, die sich anmelden, um bei ihren Freunden zu sein.

    Und genau darüber hat sich der Beitrag von Mordred verhalten. Alle sollen es sehen und wissen können. Alle. Und nicht nur die, die die Machenschaften von Herrn Zuckerberg einfach ignorieren, weil der Herr ihnen das gibt, was sie wollen, nämlich das Gefühl dazuzugehören im Kreise der Freunde.

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    Re: Facebook

    Beitrag von Pooly am Sa 20 Apr 2013, 18:37

    Huhu Mordred und schneeflocke,

    wie gesagt kann ich deine Gedanken schon verstehen und deine Argumentation durchaus nachvollziehen. Ich denke, es ist eben auch immer eine Sache, wie man persönlich mit sozialen Netzwerken umgeht und zu welchen Zwecken man sie benutzt. Vielleicht bin ich auch nur mit Facebook zufrieden, weil die Aufmerksamkeit, die meine Beiträge dort bekommen, mir persönlich ausreicht. Ich nutze es ja wie gesagt nicht vorwiegend als Marketingplattform. Was sollte ich auch vermarkten, außer mich selbst? Wink Aber sicherlich betreibe ich den Blog, weil ich Gedanken mit anderen Menschen teilen möchte - nicht unbedingt mit der Welt. Im Grunde reicht es mir schon, wenn 1 oder 2 Personen auf meine Einträge antworten und sie interessant fanden. Das ist alles. Wenn dann durch Facebook noch ein paar meiner Freunde, die sich sonst überhaupt nicht in der Blogosphäre herumtreiben, darauf aufmerksam werden, was ich so schreibe, bin ich umso zufriedener.

    Ich sehe es so: Ich habe ein ziemlich großes Netzwerk an sozialen Kontakten aus allen möglichen Bereichen des Lebens. Von alten Freunden im Kindergarten bis hin zu Freunden im Studium. Von Leuten, die ich hier im Forum kennengelernt habe, bis hin zu Menschen, die mir bei Twitter oder auf meinem Blog folgen. Für mich persönlich ist Facebook die einzige Bündelstelle, an der sie alle zu finden sind. Denn die Freunde aus der Schule treiben sich nie auf Blogs oder in Foren herum, ebenso wie nicht jeder, den ich aus einem Forum kenne, bei Twitter ist und nicht jeder bei Twitter in einem Forum, in dem ich auch bin. Bei Facebook sind alle. Man findet über meinen Blog zu meiner Facebook-Seite, von meiner Facebook-Seite zu meinem Blog und zu meinem Twitter-Acc und so weiter. Alles ist miteinander vernetzt. Wenn ich nun also einen Link bei Facebook poste, dann kann ich sicher sein, dass eben nicht nur die Leser meines Blogs den Link sehen, sondern auch meine Freunde aus der Uni oder der Schule, die sich nicht in der Blogosphäre herumtreiben, sich aber trotzdem für mein Schreiben etc. interessieren. Und dieser Freundeskreis ist das eigentliche Publikum, mit dem ich meine Gedanken teilen möchte.

    Vielleicht ist es der Unterschied zwischen deinen und meinen Vorstellungen. Ich möchte nicht die Welt mit meinen Texten oder meinen Einträgen erreichen. Ich bin auch nicht traurig, wenn sich niemand dazu meldet - dann ist es eben so. Aber wenn meinen Freunden etwas, das ich verlinke oder poste gefällt, dann freue ich mich natürlich. Und mehr will ich eigentlich gar nicht. Einen zentralen Punkt, um mich um viele meiner sozialen Kontakte zu kümmern.

    Btw: Ich bin übrigens auch niemand, der stundenlang bei Facebook ist. Ich gratuliere meinen Freunden dort nicht mal, nur, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Zu Geburtstagen rufe ich natürlich immer an. Ich tue es also nicht so, wie einige andere, dass ich meinen kompletten Kontakte mit Menschen über Facebook führe. Es ist nur ein praktisches Tool, um mit einem Freundeskreis zurecht zu kommen, der über ganz Deutschland/die ganze Welt verteilt ist und der bis auf Facebook leider nichts gemeinsam hat.

    Ich habe auch einige Freunde, die nicht bei Facebook sind. Das ist für mich aber auch kein Problem. Und mich persönlich nervt es auch tierisch, wenn Menschen alle 2 Minuten das "Smartphone" zücken, um bei Facebook nachzuschauen, was es Neues gibt. Da könnte ich aus der Haut fahren. Ebenso der Umstand, dass an vielen Stellen durch Facebook die Kommunikation zwischen Mensch und Mensch unterbrochen wird. Eben ganz nach dem Thema, wie du es schilderst, Schneeflocke.
    Generell ist das Netzwerk für mich aber einfach zu praktisch, als dass ich ohne weiteres darauf verzichten wollen würde.

    Meinen Blog findet man übrigens hier: http://nebelecho.blogspot.de
    Er ist aber mit 300 bis 400 Lesern natürlich nur recht klein. Aber wie gesagt, ich will auch nicht die "Welt" erreichen :)


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    Re: Facebook

    Beitrag von schneeflocke am Sa 20 Apr 2013, 19:09

    Facebook hat also unbestritten Vorteile für den Nutzer. Diese Vorzüge und Vorteile wurden hier besprochen.

    Ich möchte aber ein wenig tiefer gehen.

    Was ist mit den Liszenzen, die Du auf facebook überträgst ?
    facebook bekommt diese Liszenz mit dem Akzeptieren der AGBs von jedem User.

    Wir reden hier von dem geistigen Eigentum eines jeden Mitgliedes, von Fotos, was freiwillig durch diese Liszenzen auf facebook übertragen wird. Niemand würde im wirklichen Leben solche Verträge unterschreiben wollen.

    Niemand würde ohne Not irgend etwas unterschreiben wollen, was er nicht versteht oder er sich nicht einmal durchgelesen hat.

    Ein Mitbestimmungsrecht über die Nutzungsbedingungen gibt es wohl zukünftig auch nicht mehr ....dabei leben wir doch alle so gerne in einer Demokratie, eine Diktatur würden wir doch wohl alle eher ablehnen.

    Würde ich im privaten Alltag jemanden meine Daten anvertrauen, der mich deswegen als Idioten bezeichnet ?

    Man darf im Leben nicht nur seine eigenen Vorteile sehen und vor allen dann nicht, wenn etwas scheinbar kostenlos angeboten wird. Wir zahlen genau dann nämlich einen sehr hohen Preis dafür.

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    Re: Facebook

    Beitrag von sommerregen am Sa 20 Apr 2013, 19:44

    Danke schneeflocke und Mordred. Ich dachte schon, dass ich mittlerweile die einzige bin, die Facebook kritisch sieht und das auch frei heraus sagt.

    Aber es ist ein interessanter Gedanke, den du da ausgesprochen hast. Also mir war das schon immer klar, nur konnte ich es nicht so klar auf den Punkt bringen: dass die Gesellschaft sich in zwei Schichten geteilt hat. Die, die in Facebook sind und quasi ihre eigene "gated community" haben und die, die nicht bei Facebook sind und von bestimmten Dingen ausgeschlossen werden.
    Die Automatisierung dieses Vorgangs, die Selbstverständlichkeit, wie sowas schon um uns gegriffen hat, finde ich echt erschreckend.

    Klar, man kann nichts pauschalisieren aber ich finde es echt krank, wie manche Leute bei Facebook ihr Leben und sich selbst zur Show stellen. Dabei haben sie weder irgendeinen Status erreicht, der diese Informationsfülle rechtfertigen könnte, noch interessiert es Person xy, was Person z gerade wo gemacht hat, es sei denn, es war etwas super mega Außergewöhnliches. Manche, die bei Facebook sind, verhalten sich echt schon wie Sektenmitglieder, die sind genauso blind dem gegenüber, was mit ihnen passiert und denken genauso wenig darüber nach, was sie eigentlich da genau tun.

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    Re: Facebook

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