Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Literaturkanon

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    Literaturkanon

    Beitrag von Amira am Sa 18 Dez 2010, 18:59

    Literaturkanon



    Vielleicht sagt euch der Begriff nichts, daher zur Erklärung: der Literaturkanon ist eine Zusammenstellung von verschiedenen Werken, denen besondere Bedeutung beigemessen wird. Er ist in jedem Land und zu jeder Zeit unterschiedlich.

    Heute stolpert man in Literaturbüchern alle Nasen lang, über Namen wie Goethe, Schiller, Kafka und Lessing.
    Shakespeare, Wilde und E.T.A Hoffmann - sie dürften jedem geläufig sein.

    "Die musst du gelesen haben!"
    höre ich oft, wenn von diesen Werken die Rede ist.

    Was haltet ihr davon? Orientiert ihr euch daran und seht ihr in den Werken Bücher die man gelesen haben "muss"?
    Meint ihr, mann sollte wenigstens in diese Werke hineingelesen haben?


    Wir hatten vor einigen Tagen eine Diskussion im Deutschunterricht darüber, dabei fiel uns natürlich auf das Fantasyliteratur oder Bücher von beispielsweise Autoren aus China, Japan, Südamerika und Afrika weniger vertreten sind.

    Gibt es für euch überhaupt Werke, die man gelesen haben muss/sollte?

    Vielleicht habt ihr ja auch Lust euch darüber Gedanken zu machen, was in euren persönlichen Litertaurkanon gehören sollte :]



    Über eure Ansichten bezüglich des Themas bin ich gespannt :)



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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von Lexi am Sa 18 Dez 2010, 19:30

    Für mich gibt es kein Buch, das man gelesen haben MUSS.
    Das einzige, wo ich da Zugeständnisse mache, ist der Herr der Ringe. Damit sollte sich eigentlich jeder Fantasyleser mal beschäftigt haben Wink
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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von Salissa am Sa 18 Dez 2010, 20:12

    Das ist ja genau das richtige Thema für mich Wink Danke für die interessanten Fragen, Naomi :)

    Bei uns in der Literaturwissenschaft wird traditionell viel Wert die Beschäftigung mit den "Großen" der Literatur gelegt. Es gibt z.B. oft viele verschiedenen Interpretationsmethoden für solche Werke oder es dreht sich schon einmal ein ganzes Seminar um ein einzelnes Buch.
    Auch in den Schulen ist es, soweit ich weiß, oft noch so, dass es zum guten Ton gehört, manche Stücke zu besprechen, die dann bei den meisten Schülern oft wenig Begeisterung auslösen (z.B. "Faust")

    Meine eigene Meinung ist diesbezüglich eher kritisch. Ich rege mich z.B. immer auf, wenn Leute Fantasyliteratur verächtlich abtun und dann meinen, man solle lieber "die Klassiker" lesen, alles andere sei ja Schund -.-
    Wer hat denn das Recht zu bestimmen, ob Literatur "gut" oder "schlecht" ist? Ich finde es anmaßend, Genres/ Autoren/Bücher, die man selbst vielleicht nie gelesen hat, abzutun, nur weil sie nicht dem Literaturkanon entsprechen.

    Es kommt doch auch immer darauf an, was das jeweilige Buch dem Einzelnen bringen soll, was dieser davon erwartet: Unterhaltung? Etwas dazu zu lernen? Etwas anderes?
    Der Literaturgeschmack ist meiner Meinung nach etwas sehr Individuelles. Das lässt sich schon gut daran erkenne, wie verschieden der Schreibstil in einem Roman von zwei Personen beurteilt werden kann.

    Ich fände es daher gar nicht schlimm, wenn z.B. in den Schulen mehr moderne Literatur gelesen werden würde als Klassisches, um den Schülern das Lesen näher zu bringen oder einfach um Themen zu besprechen, die mehr mit unserem Leben heututage zu tun haben.
    Die Klassiker könnten dann z.B. nur im Deutsch-LK besprochen werden, mit denjenigen, die sich für das Fach wirklich interessieren und vielleicht schon einmal einen Eindruck bekommen möchten, was einen im Studium erwartet.

    Ich muss allerdings gestehen, dass ich mich über Bemerkungen wie "Twilight ist das beste Buch auf der ganzen Welt ! Es ist so toll" insgeheim immer tierisch aufrege und wünschte, die Person würde ihren Lesehorizont ganz schnell erweitern Rolling Eyes
    Einige Aspekte, anhand derer man zwischen gelungener und weniger gelungener Literatur unterscheiden kann, gibt es nämlich meiner Meinung nach doch: sinnlose Wortwiederholungen, ein einem kurzer Satzbau oder eindimensionale Charaktere sollten meiner Meinung nach den meisten Lesern ins Auge springen.

    Liebe Grüße,
    Virgi


    Zuletzt von Salissa am So 19 Dez 2010, 12:32 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von Pooly am So 19 Dez 2010, 02:27

    Hallo Naomi!

    Noch so ein interessantes Thema, mit dem ich mich als Buchwissenschaftler auch beschäftige und beschäftigen muss, wenn auch sicherlich nicht in dem Umfang wie Virgi.
    Ich kann erst mal zustimmen, in der Aussage, dass es sicherlich Weltliteratur gibt, die zu den absoluten Klassikern gehört und diese Literatur ist meist auch auf eine Weise sehr wertvoll, deswegen ist es vielleicht wirklich für die Allgemeinbildung und generell die Bildung förderlich, wenn man sie gelesen hat, aber müssen muss man gar nichts und die Meinungen gehen da auch sehr weit auseinander. Jeder hat ja immerhin einen anderen Lesegemack und gerade Werke wie Faust, die in der Schule immer und immer wieder durchgekaut werden, haben nun einmal einen sehr hohen Anspruch und es ist eben so, dass nicht alle Menschen so hohe Literatur lesen wollen, die eben einfach leichte Unterhaltungsliteratur bevorzugen und warum sollten die sich dann mit solchen Werken befassen müssen? Sicherlich sollte immer schon ein gewisses Interesse da sein, für Klassiker wie Goethe und Schiller, im Idealfall, aber ich sehe es nicht als unbedingt notwendig an, daran festzumachen, was gute oder schlechte Literatur sein soll.

    Und ich kann Virgi auch zustimmen, in dem Punkt, mit der zeitgenössischen Literatur in der Schule. Wir hatten im Deutschunterricht in unserer ganzen Schulzeit nicht ein einziges zeitgenössisches Buch dabei alle diese zwar interessante aber schwere Kost. Ich meine, da braucht man sich doch nicht wundern, dass Lesen als uncool und anstrengend empfunden wird, wenn den Jugendlichen in der Schule nicht wenigstens ein Werk gezeigt oder ans Herz gelegt wird, das sie wirklich interessieren und mitreißen könnte. Sicherlich kann Faust das auch, aber eben auf einer anderen Ebene und wenn man sich vollkommen darauf einlässt, aber dazu bieten die Schulstunden nun mal nicht wirklich Freiraum.

    Und nun ja, noch mal zu deinem letzten Absatz, Virgi: Ich denke, es ist leicht zu sagen, dass so etwas jeder sehen sollte, aber das ist wirklich nicht so. Es gibt tausende Mädchen, die Twilight als Lieblingsbuch haben, eben genau weil es das einzige Buch ist, das sie jemals gelesen haben und solchen Personen fallen Wortwiederholungen wohl kaum auf. Auch den jugendlichen Wenig- oder Durchschnittslesern sollte es recht schwer fallen, wirklich über den Stil urteilen zu können und die Sache ist ja die, dass sie es vielleicht auch gar nicht wollen, gar nicht darüber nachdenken. Man sollte immer noch sehen, dass man als Fachmann einen ganz anderen Bezug zu diesen Dingen hat. Ich denke mir bei einigen Büchern (besonders bei englischen) auch oft: Oah, was für ein schlechter Satz, was für ein billiges Papier oder wie schlecht geleimt, hinten am Rücken. Aber solche Dinge fallen jemandem, der sich nicht damit auskennt und nicht weiß, wie es besser sein könnte und nicht richtig vergleichen kann auch nicht auf.


    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von Mondlicht am So 19 Dez 2010, 10:35

    Interessant, interessant.

    Tja, wenn ich so mein Bücherregal anschaue, fällt mein Blick auf die Reihe gelber Reclam-Hefte. Hm, was haben wir da? Goethe, E.T.A. Hoffmann, Lessing, Schiller, Kleist, und (okay, das hab ich ausgesucht) Storm. Dazu drei französische, zwei spanische und ein englisches Buch/Bücher.
    Hat es der Klasse gefallen, das zu lesen?
    Nein.

    Ich meine, da braucht man sich doch nicht wundern, dass Lesen als uncool und anstrengend empfunden wird, wenn den Jugendlichen in der Schule nicht wenigstens ein Werk gezeigt oder ans Herz gelegt wird, das sie wirklich interessieren und mitreißen könnte.
    Da bin ich völlig Maries Meinung. Bevor Twilight aufkam (*würg*) hat man mich überhaupt schon schräg angeschaut, wenn ich sagte: "Meine Hobbys sind Lesen ... und Schreiben." Bis dahin hat vermutlich noch keiner von ihnen freiwillig ein Buch in die Hand genommen. Ein sehr treffendes Zitat von einer meiner Mitschülerinnen (wir mussten ein Buch 'mit Briefen' mitbringen):
    "Ja, also, ich bin schon in die Bibliothek gegangen ... Aber da hatte es soooo viele Bücher, da wusste ich nicht wo anfangen. Da bin ich halt wieder raus."

    Und dann, als unsere Lehrerin ein paar Ausschnitte aus "Gut gegen Nordwind" mitbrachte: Können wir das lesen? Bitte, Sie, können wir das anschaffen? Wir wollen das so gerne lesen!
    Zum Geburtstag haben es mir ein paar Kolleginnen geschenkt - weil unsere Lehrerin nicht nachgab. Wir durften dann zwar eine freiwillige Lektüre aussuchen, aber sie musste aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sein. Na toll. So wirklich freiwillig hat es dann niemand ausgesucht, man tippt einfach das Jahrhundert ein und schreibt sich zwei Titel raus. Oh verdammt, wir müssen darüber eine Arbeit schreiben? Egal, es ist eh zu spät, ein neues zu finden.

    Auf die andere Seite verstehe ich die Meinung unserer (erzkonservativen) Lehrerin. Wenn wir nämlich den Literaturkanon nicht in der Schule durchnehmen würden, wer würde dann einen Goethe in die Hand nehmen??
    Zitat: "Kein Schwein."

    Und nochmal zu Twilight: Für uns eingefleischte Profis ( Very Happy ) sind solche Bücher schmerzhaft fürs Auge. Aber das Allernervigste sind die Twilight-Fans, von denen wir zwei ebenfalls eingefleischte haben. Jeden Tag, aber wirklich JEDEN TAG, kichern die beiden über Edward herum, tauschen sich über Trailers aus und lachen lauthals über Begriffe wie "Zelt", nur weil es im einen Buch eine Szene in einem Zelt gibt. Und wisst ihr was? Diese 'Phase' hält jetzt schon zweieinhalb Jahre an.
    Ehrlich, ich bin am Ende. Am liebsten würde ich sie zwingen, ein so phantastisches Buch wie "Der Name des Windes" zu lesen. Aber MEIN Exemplar kriegen die nicht. Ich weiss noch, dass ich ein ganzes Jahr warten musste, bis ich Eragon zurückbekam.

    Ich denke mir bei einigen Büchern (besonders bei englischen) auch oft: Oah, was für ein schlechter Satz, was für ein billiges Papier oder wie schlecht geleimt, hinten am Rücken.
    Haha! Bei unserer Englischlektüre ist einer Schülerin mal Wasser darübergelaufen. Das ganze Buch hat sich praktisch in nichts aufgelöst, so schlecht war das Papier Laughing Und der grösste Witz? Es hat 20 Franken gekostet, also etwas mehr als 12 Euro.

    Grüsse
    Mondlicht
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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von ExituS am Mo 27 Dez 2010, 12:24

    Hey Very Happy
    gut, "Literaturkanon" hab ich jetzt noch nie gehört, aber bei Namen wie Goethe oder Lessing läuft es mir als Schüler schon kalt den Rücken hinunter... Razz
    Ich weiß schon, dass mir das als halbwegs gebildeter Mensch nicht passieren sollte aber... es hängt einfach zu sehr mit der Schule zusammen als dass ich diesen Namen irgendetwas positives beimessen könnte... :/

    Generell denke ich auch nicht, dass es Bücher gibt, die man "gelesen haben muss"- dafür sind einfach die Geschmäcker zu verschieden.
    Außerdem glaube ich nicht, dass man Bücher derart werten sollte- klar, ein Werk von Schiller gehört in eine andere Kategorie als ein Werk von Stephenie Meyer, aber Sätze wie "Aus dem Fantasy-Alter bist du doch langsam draußen", "Willst du nicht mal ernsthaft Literatur lesen?" oder ähnliches nerven mich einfach unheimlich Wink
    Jeder hat nunmal seinen eigenen Büchergeschmack (auch wenn dieser vielleicht auf Unkenntnis gegründet ist) und klar, es sagt irgendwie schon was über einen Menschen aus, ob er als Lieblingsbuch jetzt Eragon nennt, Harry Potter, Twilight oder die House of Night Reihe- aber wie gesagt: jedem das seine.
    Und irgendwie weiche ich hier gerade extrem vom Thema ab. Egal XD
    In meinem persönlichen Literaturkanon würden sich wahrscheinlich extrem viele moderne Bücher bzw. eigentlich nur Fantasy Bücher befinden Razz

    lg
    sarah
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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von June am Mi 29 Dez 2010, 16:28

    Hallu ^^

    Ich muss sagen, dass ich diese Wälzer, die du oben genannt hast, Naomi, einfach furchtbar finde. Schon dieses "Das muss man gelesen haben!" reicht aus, damit ich mich abwende ...
    Die ganzen Schullektüren sind ja immer ach so niveauvoll, aber gleichzeitig so langweilig ... Ich wäre auch dafür, wenn mehr moderne Literatur gelesen werden würde, aber nein, wir mussten uns durch "Effi Briest" und Konsorten quälen ...

    Ja, es gibt sicher Bücher, die zur Allgemeinbildung gehören und die man vielleicht wirklich gelesen haben sollte, aber ich denke, es reicht auch, wenn man weiß, was wo passiert und die gängigsten Zitate kennt.
    Vor allem sollte man die Leute aber nicht zum Lesen zwingen. Bei manchen wäre das nicht schlecht, aber hinterher ist die Abneigung gegen das Lesen von Büchern an sich noch viel größer als vorher ... muss das sein?

    Ich bin der Ansicht, dass Nichtleser etwas verpassen, wenn sie nicht ein Buch lesen. Deswegen finde ich es schade, dass sie alle so durch die Schullektüre, die ja meist zu diesem Kanon gehört, einfach abgeschreckt werden.

    glg, Juny
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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von Sniffu am Do 01 Aug 2013, 22:35

     Hey Tan, ich glaube, hier sind wir richtig. Toppi!
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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von Elbenwind am Do 21 Nov 2013, 22:22

    Ich finde nicht, dass man sogenannte "Weltliteratur-Klassiker" gelesen haben muss,
    aber für die Allgemeinbildung ist es sicher eine Bereicherung.

    Goethe, Schiller, E.T.A.Hoffmann, George Orwell, Dickens und Co. sollten einem wenigstens ein Begriff sein,
    egal ob man sich nun mit einem Werk von ihnen "abgemüht" hat oder eben nicht.
    Sie werden (meist) nicht ohne Grund in die Schublade „Klassiker der Weltliteratur“ gesteckt.
    Viele von ihnen haben Epochen mitbegründet, Revolutionen begleitet, neue Stile und Textformen
    entwickelt oder revolutioniert, etc. und beeinflussen bis heute viele Schriftsteller und kreative Köpfe.

    Diese Literatur ist also durchaus ein Teil unserer Geschichte und Kultur und es wäre doch sehr  schade,
    wenn sie in Vergessenheit geraten würde.

    Ich lese selbst sehr gerne zwischendurch auch mal ein sorgfältig ausgewähltes Werk aus der Ecke Klassiker aus der Weltliteratur.
    Dabei nehme ich mir aber immer viel Zeit und lege viel Wert darauf, dass mich das Thema auch interessiert.
    Manchmal "schummle" ich auch ein wenig und suche mir neuere Übersetzungen oder gar Lektüreschlüssel zu den Werken heraus.

    Mir ist aufgefallen, dass man sich an so manche schwerfällige Schreibweise gewöhnen kann
    und es dann auch wirklich richtig Spaß macht sich durch Faust oder  ein Werk von Voltaire zu arbeiten.
    Empfehlenswert ist aber trotzdem lieber mit „Einfacherem“ zu beginnen.
    Ganz nebenbei empfehle ich dazu „Farm der Tiere“ von George Orwell.

    Grundsätzlich ist es aber tatsächlich schwer zu sagen, was gut und was schlecht ist.
    Und deshalb soll auch weiterhin jeder für sich selbst entscheiden, was er gerne lesen möchte und was nicht.
    Letzten Endes bestimmt sowieso jeder für sich selbst seine eigene Auswahl von Büchern zum persönlichen Kanon der Literatur.
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    Re: Literaturkanon

    Beitrag von Jojo am Di 26 Nov 2013, 15:00

    Hej,

    ein sehr interessantes Thema, Naomi und zu dem ich jetzt auch mal meine Meinung da lassen möchte. (wieso muss ich eigentlich immer erstmal sagen, was ich genau mache. Ist doch klar, oder? Egal. xD)

    Ich finde, es gibt kein MUSS beim Lesen. Klar, Klassiker haben schon was, aber ehrlich gesagt kann ich mich selbst immer nur schwer motivieren, sie wirklich in die Hand zu nehmen. Meist handelt es sich doch um Literatur, für die man sich Zeit nehmen muss, mehr als für Unterhaltungsliteratur und vor allem anders. (Das soll jetzt nicht heißen, dass andere Literatur immer direkt "einfach" ist oder so etwas.)

    Ich denke, dass all die Namen aus der Weltliteratur wirklich zumindest ein Begriff für die Menschen sein sollte. Man sollte wissen, dass Shakespeare "Romeo und Julia" und "Macbeth" geschrieben hat und dass es nicht Goethe war. Das ist das mindeste, was man wissen kann. Sie dann noch gelesen zu haben, ist noch mal eine andere Sache.
    Ich zum Beispiel habe mich in der Schule durch Kleist und E.T.A. Hoffmann quälen müssen und muss sagen, dass ich sie nicht wirklich mag. Ich kann die Bücher niemandem empfehlen und würde selbst sogar nicht mal sagen, dass man sie gelesen haben muss, weil ich sie schlichtweg nicht mag. Andere, die ich kenne, haben sie allerdings in ihrer Freizeit gelesen und sind absolut begeistert.
    Es ist immer ein großer Unterschied, ob man sich freiwillig dazu entscheidet, Weltliteratur bzw Klassiker zu lesen oder eben in der Schule gezwungen wird. Das ist mit allen anderen SAchen auch so, wieso also nicht mit Literatur.

    Deshalb würde ich sagen, dass es kein MUSS beim Lesen gibt, es aber einem auch durchaus nicht schadet, wenn man die als "Weltliteratur" bezeichneten Romane und Werke liest. Sie werden nicht umsonst so genannt und haben schon einen sehr hohen Wert für die Literatur an sich, denke ich.

    Liebe Grüße
    Jojo

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    Re: Literaturkanon

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