Pooly's Kunst und Schreibforum

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Pooly & Co.

    La Révolution (blood & Thora)

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    La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von Thora am 02.12.10 19:10

    Noch eine Koproduktion von Anne (blood) und mir :)


    La Révolution

    Liberté.


    Komme, Bruder, reih Dich ein
    Für ein Leben ohne Sorgen
    Denn es ist so weit, schon morgen
    Soll'n wir freie Menschen sein
    Vive la liberté pour toute la France!


    Wovon sprichst Du, mein Genosse?
    Wollt ihr brave Bürger hetzen
    Und dabei ihr Recht verletzen?
    So ihr landet in der Gosse!
    Vive la paix pour toute la France!


    Égalité.

    Jeder hat ein Recht auf Leben!
    Wir nur unter Joch und Knute
    Kämpfen kraftvoll für das Gute
    Wollen alles dafür geben
    Notre vie pour nos droits!


    Spüren werdet ihr die Rute
    Euer Kampf ist aussichtslos
    Ihre Macht, sie ist zu groß
    Nur den Tod bringt euer Mute
    Votre vie perdue en vain!


    Fraternité.

    Geh und kämpf' Du still im Geiste
    Unser Tod befreit auch Dich
    Bleib Du fort vom Blutvergießen
    Für Dein Leben sterb' ich mit
    Mon frère!


    Wenn ich schweigend Beitrag leiste
    Schmerzet euer Leid auch mich
    Hör ich Schreie, seh euch schießen
    Dank ich euch für diesen Schritt
    Mon frère!


    Nous trouverons les chemins vers la liberté!



    (c) Anne W. & Marieke R.

    Die französischen Passagen habe ich mal übersetzt:
    La Révolution = Die Revolution (ganz schwer^^)
    Liberté = Freiheit
    Égalité = Gleichheit
    Fraternité = Brüderlichkeit
    (diese drei waren die Schlagworte der französischen Revolution)
    Vive la liberté pour toute la France! = Es lebe die Freiheit für ganz Frankreich!
    Vive la paix pour toute la France! = Es lebe der Frieden für ganz Frankreich!
    Notre vie pour nos droits! = Unser Leben für unsere Rechte!
    Votre vie perdue en vain! = Euer Leben umsonst verloren
    Mon frère! = Mein Bruder!
    Nous trouverons les chemins vers la liberté! = Wir werden die Wege zur Freiheit finden!

    Kelly
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    Re: La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von Kelly am 03.12.10 23:13

    Hallo ihr zwei!

    Mir gefällt euer Gedicht sehr gut. Ich finde, es drückt diese aufrührerische Stimmung sehr gut aus, die damals in Frankreich geherrscht haben muss. Ansonsten wäre es nie zu einer Revolution dieses Ausmaßes gekommen. Obwohl ich kein Französisch verstehe, muss ich sagen, dass die französischen Passagen sehr gut dazu passen.

    Der letzte Satz... na gut, das ist auch der einzige, der in meinen Augen nicht sein MÜSSTE - aber das mag ja auch Geschmackssache sein Wink Der Grund ist der, dass man die anderen Sätze zumindest irgendwie herleiten kann (ich habe mir mit Latein und Italienisch weitergeholfen) und der Inhalt des gesamten Gedichtes hilft einem da auch ein bisschen weiter. Der Schluss aber, da ist es wirklich nicht eindeutig.

    Die Reime finde ich soweit ganz gut. Etwas viel "Rute" und "Knute" zwar, aber na ja, ich weiß, wie schwer es ist. Ihr zieht das Reimschema konsequent durch (Ausnahme ist der letzte Teil, aber auch da ist ein durchdachtes System dahinter) und daher passt das schon. Rhythmisch ist das Gedicht nicht ganz einwandfrei. In der ersten Strophe z.B.:
    Und dabei ihr Recht verletzen?
    So ihr landet in der Gosse!

    Da fehlt mir in der zweiten Zeile eine Silbe, wobei ihr ja auch mit dem Metrum etwas aufpassen müsst. Eine Silbe dazustellen heißt, das ganze Metrum über den Haufen werfen... jaja, es ist nicht einfach mit diesem Metrum. Überhaupt ist mir aufgefallen, dass die letzte, blaue Zeile auch im zweiten Teil nicht so wirklich ins Konzept passt. Vielleicht sollte diejenige, die das rote geschrieben hat, das blaue einmal überarbeiten. Weil die roten Teile sind rhythmisch wirklich besser.
    Und wenn jemand von euch beiden diese Stärke hat, dann muss man die doch ausnutzen Wink

    Ansonsten, wie gesagt: ein tolles Gedicht!
    lg
    Marita

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    Re: La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von eyjey am 03.12.10 23:45

    So, hier nun auch ich noch einmal :)

    Ich denke hier haben wir es mit zwei Parteien zu tun. Vereinfacht ausgedrückt: Der Rote und der Blaue. Abgesehen von der Wiederspiegelung der Französischen Flagge in der Farbwahl, fällt mir noch auf, dass "Der Rote" der emotionale von beiden ist und kämpfen will für die Ziele der Revolution. "Der Blaue" ist der Vernünftige, welcher durch (philosophische) Überlegungen ans Ziel gelangen will. -Ob Zufall oder absicht, das spiegelt genau wieder, wofür die Farben stehen.

    Das besondere: Beide akzeptieren den Weg des anderen. Das wird vor allem im letzten (blauen) Abschnitt deutlich. Es widerspricht meiner Meinung nach keineswegs dem Konzept, sondern unterstreicht es noch einmal. Somit finde ich auch den letzten Satz kein bisschen verwunderlich und erst recht nicht weglassbar!
    Erst hier erfährt man doch die Essenz, den Kern des Ganzen!

    "Viele Wegen führen nach Rom" Das gilt nicht nur für die französische Revolution, sondern fürs ganze Leben. Im richtigen Maße Vernunft und Emotionen walten zu lassen, das muss man herausfinden, auf seinem Weg, jeder für sich selbst.

    Metrumschwächen sind mir gar nicht aufgefallen, da muss ich Kelly wirklich widersprechen. Ist es nicht auch eine Auszeichnung an den Leser, wenn er sich dem Gedicht anpasst und nicht das Gedicht sich anpassen will...?

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    Re: La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von blood am 04.12.10 13:17

    Hallo ihr beiden (:
    Schön, dass ihr unser Gedicht gelesen habt und es euch gefällt, da freu' ich mich.

    @Kelly: Nun, der letzte Satz ist - wie eyjey ganz richtig ausgedrückt hat - keineswegs weglassbar. Eigentlich ist er sogar der wichtigste im ganzen Gedicht. Er ist im Grunde eine Art Schlussfazit. Wir werden die Wege zur Freiheit finden. Dieser Satz zeigt deutlich, dass beide zwar nicht derselben Meinung sind und ihre Wege zur Freiheit unterschiedlich aussehen, sie jedoch trotzdem den Weg des anderen akzeptieren.

    Zu der Sache mit dem Metrum: Ja, teilweise ist es etwas...holprig, das stimmt, aber bei dem Beispiel, das du genannt hast, sehe ich jetzt keinen Fehler.
    Wir haben übrigens alles zusammen geschrieben. Zwar stammten die Grundideen der blauen Strophen von mir und die der roten von Marieke, aber sprachlich haben wir alles gemeinsam erarbeitet.
    Etwas viel "Rute" und "Knute" zwar

    Das ist Absicht. Der Blaue nimmt in seinem zweiten Teil den Reim des Roten auf, sodass durch die Änderung des Reimschemas eine Annäherung der beiden ausgedrückt wird. Es fängt an mit:
    A
    B
    B
    A
    ---
    C
    D
    D
    C

    Dann geht es weiter mit:
    A
    B
    B
    A
    ---
    B
    C
    C
    B

    Damit wurde also schon eine Verbindung der beiden Teile hergestellt. Und die letzten beiden Strophen sind vollkommen mit einander verbunden, hier haben sich die beiden Personen geeinigt.
    Trotzdem Danke für die Kritik (:

    @eyjey: Das mit den Farben der Flagge ist Absicht x) Es steckt genau der Gedanke dahinter, den du geschildert hast. Eigentlich sollten die Worte 'Liberaté', 'Égalité' und 'Fraternité' weiß sein, um das Bild der Französischen Flagge perfekt zu machen, aber weiß hätte man hier nicht gut lesen können.
    Vielen Dank für das positive Feedback^^

    Liebe Grüße
    Anne

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    Re: La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von Kelly am 05.12.10 10:49

    Hey Anne!

    Nun, der letzte Satz ist - wie eyjey ganz richtig ausgedrückt hat - keineswegs weglassbar. Eigentlich ist er sogar der wichtigste im ganzen Gedicht.

    Naja, als wichtigsten Satz im ganzen Gedicht würde ich persönlich ihn aber nicht in einer Fremdsprache stehen lassen, die nicht jeder versteht. Ich hoffe, ihr versteht das jetzt nicht falsch. Es ist nicht so, dass ich gegen die Verwendung von Fremdsprachen bin (dann wäre ich in meinem Russisch-Studium ja total falsch Wink ). Worum es mir geht ist die Tatsache, ob man es bei einen Satz, den du gerade als den "wichtigsten" im ganzen Gedicht abgestempelt hast, ob man es sich in so einem Fall leisten kann, dass ihn nur wenige verstehen. Klar, Französisch ist jetzt keine SO exotische Fremdsprache und vermutlich verstehen ihn wirklich der Großteil deiner Leser.

    Das ist Absicht. Der Blaue nimmt in seinem zweiten Teil den Reim des Roten auf, sodass durch die Änderung des Reimschemas eine Annäherung der beiden ausgedrückt wird.

    Hm, so wie du mir das Reimschema jetzt erklärst, verstehe ich, was du meinst. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum ihr es dann mitten drin erst so macht und nicht einfach konsequent durchzieht von Anfang an. Denn mit dem Inhalt lässt sich dieser Schemawechsel nicht erklären. Und wenn du das Schema wechselst, sollte das doch nicht ganz willkürlich sein Wink

    Metrumschwächen sind mir gar nicht aufgefallen, da muss ich Kelly wirklich widersprechen. Ist es nicht auch eine Auszeichnung an den Leser, wenn er sich dem Gedicht anpasst und nicht das Gedicht sich anpassen will...?

    Also sorry, aber wenn meine Meinung ist, dass das Gedicht Metrumschwächen hat (wie ich gerade gesehen habe, habt ihr sogar Silben gezählt, also alle Achtung!), dann hat das nichts damit zu tun, dass ich mich nicht an ein Gedicht anpasse. Ich werde mich genausowenig an ein Gedicht anpassen, wie sich ein Gedicht an mich anpasst. Das ist ja der Sinn der Sache! Ich versuche hier darzulegen, was das Gedicht in meinen Augen besser machen würde. Und ich finde, dass der letzte Satz zwar auch vier schöne Jamben hat, aber da fehlt etwas.
    Ich weiß, dass das jetzt vielleicht total bescheuert klingt, weil ich es nicht rational erkläre. Ich habe jetzt sicher eine halbe Stunde herumgesucht, worin der Fehler bestehen könnte. Ich habe auch das Metrum analysiert und ihr habt wirklich in jeder Zeile einen vierhebigen Jambus. Vielleicht ist es auch die verkrüppelte Satzstellung von
    So ihr landet in der Gosse!

    und die komische Verlängerung des letzten Wortes
    Nur den Tod bringt euer Mute


    Sagen wir mal so: Der letzte Vers eben in den blauen Zeilen klingt immer irgendwie... na ja, inhaltlich ziemlich banal und von der Form her sehr erzwungen.

    Ich finde das Gedicht wirklich nicht schlecht. Es ist - für eine Teamarbeit - sogar sehr gut. Ich weiß nämlich aus Erfahrung, dass Dichten zu zweit um ein Vielfaches schwerer ist als allein, zumindest wenn sich beide entfalten wollen. Dieses hier ist echt gut. Nur hat es eben auch Elemente, die mir nicht gefallen. Und um diese Meinung werde ich hier im Forum gefragt. Deshalb äußere ich sie. Wie gesagt: Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich einem Gedicht anpasse. Warum sollte ich mich überhaupt anpassen?

    lg Marita

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    Re: La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von blood am 05.12.10 15:26

    Hallo Kelly,

    nun, gerade weil nicht jeder Französisch versteht, haben wir unten eine Übersetzung der französischen Passagen geschrieben, daher sehe ich nicht, wo das Problem liegt. Aus meiner Sicht ist der Satz nicht weglassbar und deshalb werden wir daran auch nichts ändern. Ist okay, wenn du das anders siehst, aber für mich und Marieke ist das Ende perfekt - und zwar so wie es ist.
    Zu der "Metrumschwäche": Erstmal:Wenn du ein Gedicht liest, musst du dich immer ein Stück weit an dieses anpassen, die Betonungen so setzen, dass es passt, sonst hört es sich immer unpassend an. Ich für meinen Teil habe kein Problem beim Lesen des Gedichtes. Außerdem muss auch ein bisschen künstlerische Freiheit erlaubt sein, wenn also die Silbenzahl so verändert wird, dass es noch immer lesbar ist, finde ich das vollkommen in Ordnung. Und wie gesagt: Für uns ist es in Ordnung so. Wenn es für dich also falsch oder unschön klingt, liegt es also an der Art deines Lesens.
    Wegen der 'verkrüppelten Satzstellung': Tja, wenn du dir mal Texte anschaust, die in früheren Epochen spielen, wirst du reihenweise verkrüppelte Satzstellungen finden. Es mag daran liegen, dass Marieke und ich ziemlich von der mittelalterlichen Musik unserer Lieblingsbands und vom Schreibstil Shakespeares beeinflusst sind, aber für uns klingt dieses 'verkrüppelte' und verdrehte schön, wir mögen so etwas x) Ist natürlich Geschmackssache, wenn es dir nicht gefällt, ist das natürlich okay.

    Es kann sein, dass wir jetzt ziemlich kritikunfähig wirken, dem ist jedoch nicht so. In diesem Fall finde ich die Kritik einfach nicht nachvollziehbar. Aber wie gesagt: Es ist alles Geschmackssache.

    Liebe Grüße
    Anne

    Edit: Und um noch auf die Sache mit dem Reimschema einzugehen: Da ist nichts willkürlich, alles durchdacht. Ich verstehe nicht wirklich, wo da dein Problem liegt. Das Schema ändert sich in jeder Strophe um die Entwicklung der Personen darzustellen. Deswegen wäre es unsinnig gewesen, das Schema von Anfang an so zu gestalten.

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    Re: La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von Kelly am 05.12.10 17:26

    Hi nochmal!
    gerade weil nicht jeder Französisch versteht, haben wir unten eine Übersetzung der französischen Passagen geschrieben, daher sehe ich nicht, wo das Problem liegt.

    Ich habe mit eurem Gedicht kein Problem und ich werde mir deshalb auch nicht Probleme machen. Tatsache ist, dass ICH, die ich nicht Französisch kann, den Satz ohne Erklärung nicht verstanden habe und solche Erklärungen am unteren Ende... nach meinem Geschmack sind sie nicht. Die anderen Sätze habe ich alle auf Anhieb verstanden, obwohl ich nicht Französisch kann. Diesen nicht - und doch glaube ich, dass es die Erklärung am unteren Ende nicht bräuchte, um das Gedicht zu verständlich zu machen.

    Erstmal:Wenn du ein Gedicht liest, musst du dich immer ein Stück weit an dieses anpassen, die Betonungen so setzen, dass es passt, sonst hört es sich immer unpassend an.

    Dann muss ich aber nicht MICH anpassen, sondern meinen Leserhythmus. Da gebe ich dir vollkommen Recht, das hatte ich nur nicht so aufgefasst. Allerdings sollte ein Gedicht schon im Rhythmus so lesbar sein, dass das Metrum mit den natürlichen Betonungen übereinstimmt. Wie gesagt: Theoretisch habt ihr alles richtig gemacht. Vierhebiger Jambus - acht oder sieben Silben. Passt ja eigentlich. Nur... erscheint mir die letzte Zeile immer etwas erzwungen.
    Was die verkrüppelte Satzstellung angeht: Das finde ich aber sehr komisch, dass eure anderen Sätze alle durchaus logisch aufgebaut sind, dieser eine
    So ihr landet in der Gosse!

    aber in seiner Satzstellung total falsch ist. Es geht hier nicht um falsch und richtig. Im Grunde spielt das gerade in einem Gedicht absolut keine Rolle. Nur, diese Satzstellung schaut SEHR komisch aus, wenn ihr euch im ganzen Gedicht brav an die Regeln haltet und hier plötzlich nicht. Das hat nichts mit Shakespeare oder mittelalterlicher Musik zu tun, denn wenn dem so wäre, so hätte der restliche Teil des Gedichtes auch verkrüppelte Satzstellungen, was aber nicht der Fall ist.

    Das mit dem Reimschema lasse ich so stehen. Wenn ihr der Ansicht seid, dann seid es. Es ist auch euer Gedicht. Vielleicht ist es gerade ziemlich ungünstig, dass nur zwei Leute das Gedicht kommentiert haben, dann habt ihr kein besonders breites Spektrum an Meinungen zur Verfügung.
    Ich bleibe dabei: Das Gedicht ist gut, aber mit einigen Verbesserungen kann man da noch viel mehr herausholen. Wenn es für euch so ok ist, dann sei es so. :)

    Es kann sein, dass wir jetzt ziemlich kritikunfähig wirken, dem ist jedoch nicht so. In diesem Fall finde ich die Kritik einfach nicht nachvollziehbar. Aber wie gesagt: Es ist alles Geschmackssache.

    Nein, du wirkst nicht kritikunfähig, denn du hast deinen Standpunkt ja verständlich dargelegt. Ich glaube es ist uns beiden nichts an einem Streit gelegen, von daher wird die Diskussion vielleicht gerade etwas unsinnig. Dass du meine Kritik nicht nachvollziehen kannst - mein Gott, es gibt Schlimmeres. Es ist ja auch nicht so, dass mir das das erste Mal passiert - von daher: nicht so tragisch!

    lg Marita

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    Re: La Révolution (blood & Thora)

    Beitrag von Pooly am 27.12.10 16:14

    Hallo Anne und Makieke!

    Und nun komme ich schlussendlich auch noch zu eurem dritten Werk.
    Auch hier setzt ihr wieder diese interessante Dialogform um, die ihr auch in euren vorherigen Gedichten schon angewendet hattet und die mir so gut gefällt. Hier geht es also um einen eifrigen Verfechter der Revolution, um einen heißblütigen Kämpfer, der alles dafür tun würde, die Ziele der Revolution durchzusetzen. Man spürt sein Herzblut und seine Energie genau. Der andere hingegen sieht diese ganze Sache ruhiger und bedachter, fürchtet fast um die Leute, die in den "Kampf" ziehen und prophezeit, dass es ihnen nicht gut wird ausgehen können, auf diesem Weg.

    Doch die anfängliche Argumentation der beiden endet darin, dass beide den Weg des anderen akzeptieren und einsehen und es nicht schlimm finden, dass der jeweils andere anderer Meinung ist. An dieses inhaltliche Schema habt ihr euer Reimschema angepasst, was mir zugegebenermaßen nicht gleich auffiel, aber als ich es dann nach mehrmaligem Lesen bemerkt hatte, fand ich es sehr interessant und gut eingesetzt. Es stimmt, es ist unheimlich schwer, zusammen ein Gedicht zu schreiben und ich finde, das habt ihr wunderbar hinbekommen.

    Der Rhythmus des Gedichtes gefällt mir und es lässt sich flüssig lesen, nur bei der etwas eigenartigen Satzstellung kann ich Marita recht geben, die hat mich auch teilweise etwas gestört, eben besonders auch bei der Zeile mit der Gosse, die klingt mir einfach zu verdreht. Und klar, Reime sind eben schon wichtig, bei einem gereimten Gedicht, aber ich finde immer noch, dass man vielleicht wenigstens ein keines bisschen ändern könnte, damit die Satzstellung auch stimmt, das ist wahr. Aber das hätte ich eben nur bei dem Vers mit der Gosse getan, alles andere finde ich noch akzeptabel.

    Ein paar Probleme hatte ich mit dem Französisch im Text, weil ich nie Französisch in der Schule hatte. Aber es passt auch, immerhin geht es um die französische Revolution, ihr müsst eben nur damit rechnen, dass das Gedicht eben diejenigen, die Französisch beherrschen, mehr anspricht, weil die nachträgliche Erklärung zwar hilfreich ist, aber eben auch nicht das wahre. Trotzdem fand ich die Einschübe gut und passend und ich bin mir sicher, dass sie einem französischkundigen richtig gut gefallen können.

    Alles in allem ein schönes Gedicht, das mir sehr gefallen hat.
    Ich hoffe, wir können in Zukunft noch mehr von euch in diesem Bereich hier lesen.


    Liebe Grüße
    Marie


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