
Inhalt:
In seiner schnoddrigen Sprache erzählt uns ein 17-Jähriger von dem letzten Tag im Internat und den folgenden drei Tagen, an denen er in New York herumirrte, weil er sich wegen seines erneuten Versagens in der Schule nicht nach Hause wagte ...
(Quelle + mehr Informationen)
Meinung:
Erstmal möchte ich vorher anmerken, dass "Der Fänger im Roggen" mein Lieblingsbuch ist und es mir dementsprechend schwer fällt, eine objektive Bewertung abzugeben (aber seit wann sind Rezensionen schon objektiv?!).
Ich habe es das erste Mal gelesen, weil mein Vater es mir vor die Nase gelegt hat; in dem Versuch, mich davon zurückzuhalten, ständig neue Bücher anzuschaffen. Erst stand ich dem ganzen etwas skeptisch gegenüber, aber schon nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, änderte sich das und ich saß die ganze Nacht wach, um das Buch durchzulesen. Ich weiß gar nicht genau, was mich daran so fasziniert hat, aber mittlerweile, nach mehrmaligem Lesen, habe ich es herausgefunden: Das Buch ist eines der ehrlichsten, das ich bisher gelesen hab. Natürlich ist es Fiktion, wie viele andere Bücher auch, aber der Hauptcharakter ist so... ehrlich, im Sinne von lebensnah, dass es mich fasziniert hat. Die Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben und der Schreibstil passt ebenfalls wie die Faust aufs Auge. Er ist vielleicht nicht sonderlich poetisch, doch der spiegelt die Gedanken des Hauptcharakteres Holden Caulfield perfekt wieder. Oft verliert er sich in Details und die Sätze werden hin und wieder zu Schlangensätzen, aber so, dass man die Verwirrung nur übernimmt.
Die Geschichte selbst ist nicht besonders spannend oder so, aber Spannung muss ja nicht zwingend sein und mitreißend fand ich das Buch dennoch. Irgendwie zeigt es das Erwachsenwerden in 4 Tagen, auf eine weitaus unmoralischere Art und Weise als bei anderen Büchern. Ich kann nicht anders, als jedem dieses Buch ans Herz zu legen - allerdings, hier eine kleine Vorwarnung: Vielleicht ist es euch ein bisschen zu seltsam.
5 von 5 Sternen gebe ich, und ich würde mehr geben, wenn das möglich wäre.

















