Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

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    Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von theo am Do 14 Okt 2010, 20:53

    Tote Mädchen lügen nicht ist der Debutroman von Jay Asher liest man im Klappentext. An manchen Stellen merkt man das, wenn man selber schreibt und Beta-liest.
    Aber, faszinierend ist das Buch, faszinierend.

    Worum gehts:
    Ein Junge, Clay, findet vor seiner Haustür eine Schuhschachtel mit Cassetten.
    Sie sind von Hannah, einem Mädchen aus seiner Klasse, das sich das Leben genommen hat.
    Jede der Cassetten beinhaltet eine Grund, warum sie das getan hat.

    Das ist das Gerüst.
    Verwirrend wie die ganze Situation der Schreibstil. Der gesprochene Abschiedsbrief und dazwischen die Gedanken des Jungen. Manchmal bewegen sich die Gedanken parallel zum Erzählten, manchmal weit weg davon. Was habe ich für einen Anteil an dem Geschehen? Das fragt sich der junge Clay, und mit ihm der Leser.

    Ich hatte es schnell durch. Nicht weil es so kurz war, sondern so kurzweilig.
    Man will einfach wissen, was der Junge auch wissen will. Warum?

    Ich habe es hier in Belletristik eingestellt, auch wenn es eigentlich ein Jugendbuch sein soll. Aber nur weil jugendliche Protagonisten drin spielen?
    Nein. Das ist ein Roman, nicht nur handwerklich gut gemacht sondern auch für jeden der gerne liest.


    Tote Mädchen lügen nicht
    Verlag cbt HC
    ISBN-13: 978-3570160206
    empfohlenes Alter: 13-15 No
    Preis 14,95
    Als Taschenbuch:
    288 Seiten
    Verlag: cbt (20. September 2010)
    ISBN-13: 978-3570307342
    Preis: 9,99
    Beschreibung und Kundenrezensionen bei Amazon:
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    Zuletzt von theo am Fr 15 Okt 2010, 22:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Pooly am Fr 15 Okt 2010, 08:15

    Hallo Theo!

    Danke, für die Vorstellung. Das Buch steht schon auf meiner Liste, weil ich so viel Gutes, bisher darüber gehört habe und weil der Inhalt in meinen Augen interessant klingt.
    Klingt auch sehr aufschlussreich, was du darüber erzählst, auch wenns nicht viel ist.

    Dann bin ich mal gespannt, irgendwann hol ichs mir sicher mal und dann berichte ich hier darüber :]


    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Vampirmaedchen am Fr 15 Okt 2010, 08:42

    Also ich habe es auch mal gelesen.
    Hm, muss sagen das es wirklich schwierig zu lesen ist am Anfang.
    Wie Theo schon sagte, die Gedanken des Jungen passen nicht immer dazu was das Mädchen sagt.
    Doch wenn man weit genug gelesen hat, stört es später keinen.
    Man ist gefesselt von der Frage 'Warum hat sie Selbstmord begangen? Was hat er damit zu tun?' Ich würde gern etwas anderes schreiben aber das würde die Fragen beantworten xD
    An sich würde ich es keinem Empfehlen, mir hat es nicht gefallen. Das Thema war ansprechend aber, nicht meins.

    Zum Glück sind geschmäcker überall verschieden :]

    Lg Vee

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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von theo am Fr 15 Okt 2010, 22:42

    Pooly schrieb:auch wenns nicht viel ist
    Yep, zuviel sollte man nicht erzählen über solche Bücher :-)
    Ich hab mir das gekauft, weil ich neulich in irgendeiner Buchhandlung (maybe Darmstadt?) bei den Jugenbüchern stand, wo eine Mutter eine Verkäuferin zu ihrer Tochter schleppte die ein Buch in der Schule vorstellen sollte und keine Ahnung hatte. Sie wollte was ausgefallenes, aber auch nicht zu ausgefallen. Da hat die gute Verkäuferin kurz den Inhalt umrissen (nicht mehr als ich), allerdings noch einen Satz dazugesagt, den ich weggelassen hatte, sinngemäß: "Das Buch hat eine unerwartete Wendung am Schluß"

    Jetzt kannst du dir natürlich vorstellen, wie neugierig ich auf dieses Buch war!

    Das was Vee geschrieben hat, kommt natürlich auch noch dazu: Mehr geschrieben wär zuviel, weil die Handlung des Buches ganz stark von der Frage abhängt: Was hat er mti der Sache am Hut.
    Allgemein finde ich es, wie der Autor ja auch der Meinung ist, schon wichtig, auch in der "empfohlenen" Altergruppe über das Thema worum es im ganzen Buch geht, nachzudenken. Und nicht nur darüber, sondern ganz allgemein über den Umgang miteinander.
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Jojo am Fr 15 Okt 2010, 23:02

    Vielen Dank für die Vorstellung, Theo.
    Ich stand schon oft vor den Regalen und wollte das Buch haben und ich glaube irgendwann, habe ich es auch gekauft ... Nur meine Ma hat gesagt, sie wolle es mir dann mal zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken xD
    Ist ja beides nicht mehr so lang hin und ich hoffe, dass ich es bekomme, sonst werd ich's mir wohl noch mal so kaufen.
    Das hat mich schon lange, allein durch das Cover, neugierig gemacht.

    LG Jojo
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Amira am Sa 16 Okt 2010, 22:05

    Danke für die Vorstellung, Theo :]

    Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit gelesen. Ich habe es als Geschenk bekommen und war zuerst skeptisch, da es - wie ich dachte - meinen Geschmack wohl nicht wirklich treffen würde.

    Im Endeffekt hatte ich es aber dann ziemlich schnell durch und kann meine Empfehlung dafür aussprechen.

    Ich muss sagen, das ich es persönlich an keiner Stelle als verwirrend empfunden habe. Durch die Cassetten und den Umstand, das ich wusste - irgendwann würde er bei der letzten angelangt sein und was dann? In welchem Zusammenhang standen er und sie zueinander? - empfand ich es als spanned und fesselnd.

    Ich stimme Theo aber zu, das das Buch nicht nur für 13-15 Jährige lesbar ist, sondern wie er bereits sagte - für jeden der gerne liest.

    Liebe Grüße,
    Naomi
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Jojo am Mi 23 Feb 2011, 14:39

    Hey,

    Ich hab das Buch jetzt auch gelesen.
    Und ich hatte es wirklich innerhalb weniger Tage durch, einfach, weil es mich so gefesselt hat. Das hatte ich zu dem Zeitpunkt lange nicht mehr bei einem Buch und es war ein wirklich tolles Gefühl.
    Aber nun zu der Geschichte an sich, die erzählt wird.

    Ich finde besonders die Idee mit den Kassetten sehr gelungen. Wirklich und auch irgendwie doch spannend und erschreckend, was ihr alles passiert ist. Man hat einmal einen Einblick bekommen, dass auch anfangs klein wirkende Dinge, großen Schaden anrichten können. Also, ich weiß nicht. Die einzelnen Sachen, die ihr widerfahren sind, nicht vielleicht nicht alle unbedingt schlimm, aber alle zusammen, nun ja, haben sie dazu gebracht, sich umzubringen.
    Besonders ergreifend - und bei der Stelle musste ich weinen, was mir nicht oft bei Büchern passiert - fand ich die Stelle, an der die Seite zu Clay. Ich weiß auch nicht, sie war einfach schön und schrecklich zu gleich. Mir tat das alles so ungeheuer leid ...

    Ein sehr gelungenes Buch, was ich eigentlich jedem empfehlen kann und auch nicht nur für eine bestimmte Altersklasse bestimmt ist.
    Wäre, finde ich, sogar eine interessante Schullektüre, da hier einmal die Folgen für Mobbing aufgezeigt werden. Aber über das Thema kann man sich auch streiten.

    Liebe Grüße
    Jojo
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Gast am Mo 02 Mai 2011, 22:08

    Ich finde gut das du das Buch vorgestellt hast Theo.
    Ich habe das Buch letztes Jahr irgendwann gelesen und muss sagen, es lohnt sich wirklich, wenn auch es schwer zu lesen ist. Obwohl Clay ja ein Stück weit die Hauptperson ist, finde ich Hannah wesentlich interessanter.
    Es gehört schliesslich eine ordentliche Menge Mut dazu sich umzubringen und dann solche Kassetten in umlauf zu bringen..
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von captaincow am Sa 21 Mai 2011, 22:51

    Hey Theo,

    danke für die Vorstellung. Und auch danke an alle anderen, die hier ihre Meinung zu dem Buch geschrieben haben.

    Ich habe mittlerweile schon so viel von dem Buch gehört (es immer wieder empfohlen bekommen, usw.) und als ich einmal reingelesen habe, konnte ich mich kaum losreißen. Heute habe ich es mir endlich gekauft - mal sehen, wann ich zum Lesen kommen werde, aber dann werde ich hier sicherlich eine Rezension posten. Ich bin schon ganz gespannt Very Happy

    LG
    Hannah
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Gast am Sa 28 Mai 2011, 20:25

    Schön das es hierfür einen Thread gibt, Theo Wink

    Es ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher, wenn nich sogar mein liebstes überhaupt.
    Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hatte es in 1 1/2 Tagen durch. Das ist bei mir selten und ein Zeichen dafür, das es ein echt gutes Buch ist.

    Das Thema an sich ist schrecklich. Sich umzubringen ist eine radikale Sache und es hat mich während des lesens immer wieder berührt. Es kommt einem garnicht so vor, als wäre Hannah tot, weil sie die ganze Zeit von Kassetten zu einem spricht, so lebendig wirkt und dann denkt man: "Oh nein, sie ist ja tot.", das ist ganz schön bitter
    Trotzdem: Ich konnte am Ende verstehen warum sie sich umgebracht hat und ich fand auch die Idee mit den Kassetten, obgleich auf eine makabere Art und Weise, richtig gut. Denn die Menschen an die die Kassetten gerichtet sind (bis auf Clay), haben allen Grund sich schuldig zu fühlen.

    Ich finde, genau wie Jojo, dass es eine gute Schullektüre wäre. Gerade weil es ja ein aktuelles Problem ist mit dem Mobbing, wegen dem sich ja schon einige umgebracht haben.
    Viele merken einfach nicht, was kleine Gemeinheiten für einen Schaden anrichten können und wenn dann alles zusammen kommt, ist es vielleicht das Ende für denjenigen. Wenn man keinem mehr vertrauen kann, wenn über einen Gerüchte gestreut werden,man in Verruf gerät und scheinbar keiner merkt wie kaputt man ist.

    Ja, es ist ein trauriges Buch, es hat kein Happy End, aber es ist lehrreich und unbedingt weiterzuempfehlen :)
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von lechantsarreta am Sa 28 Mai 2011, 22:27

    Heyo :)

    Also ich denke, das ich mir das Buch demnächst kaufen werde!
    Hört sich echt interessant an, und die Story interessiert mich natürlich auch!
    Und ich denke das es die 10€ auch wert sein wird Smile
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von Alania am Di 21 Jun 2011, 22:24

    Hallo, theo!

    Von dem Buch habe ich auch schon einmal gehört und es - glaube ich - auch schon häufiger in der Buchhandlung gesehen, allerdings habe ich es für einen Thriller oder Krimi oder so etwas gehalten und mir nie näher angesehen. Aber das, was du schreibst hat mich unglaublich neugierig gemacht und ich muss gestehen, das hört sich echt vielversprechend an, das Buch. Very Happy Und scheinst ja auch sehr davon überzeugt zu sein. :)
    Ich werde mal danach Ausschau halten! Vielen Dank für die Vorstellung! (=

    LG
    Angie


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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von theo am Mi 22 Jun 2011, 22:20

    Und ich denke das es die 10€ auch wert sein wird
    Aber jeden einzelnen davon! :-)
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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

    Beitrag von captaincow am Mi 24 Aug 2011, 21:40

    Hallo,

    ich habe das Buch vorhin auch zu Ende gelesen - und irgendwie habe ich festgestellt, dass ich mit gar keinen richtigen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Zwar wollte ich es immer mal lesen, aber ich bin dem Buch schon so oft begegnet, dass ich mir unsicher war, ob es nicht nur ein Buch ist, dass den Ansprüchen der Masse gerecht wird. Aber es ist weit mehr als das.

    Der Einstieg in den Roman ist zunächst sehr verwirrend. Aber nicht auf eine Art und Weise, bei der man nervös wird, sondern man weiß irgendwie, dass sich die viele Fragezeichen im Kopf noch auflösen werden und man Klarheit erlangen wird. Auf seine ganz spezielle Art und Weise ist dieses Buch eine perfekte Mischung aus Ruhe und Anspannung. Man will natürlich immer wissen, wie es weitergeht, man spürt diesen Nervenkitzel, aber auf der anderen Seite liest man trotzdem recht ruhig weiter und wartet ab. Weil man nicht anders kann. Weil Clay auch nicht anders kann.

    Ich fand es sehr interessant, wie man die Charaktere in "Tote Mädchen lügen nicht" kennen lernt. Man weiß kaum etwas über die Hauptfigur Clay, nur nach und nach, während er Hannahs Stimme lauscht und mehr über sie erfährt, lernt man ihn auch kennen, allerdings nur so weit, dass man sich bestimmte Eigenschaften selbst überlegen und das Bild von ihm selbst vervollständigen muss. Das passiert mittlerweile, finde ich, nur noch sehr selten in Büchern - irgendwie kriegt man ja immer ganz genaue Beschreibungen von den Hauptcharakteren geliefert; was ihr Äußeres anbetrifft, aber auch ihre Gewohnheiten, Vorlieben, usw.
    Hier war das nicht so. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlen würde. Ich hatte eher das Gefühl, dass ich meiner Fantasie freien Lauf lassen durfte und mir meinen "eigenen" Clay zusammenbauen konnte. Bei Hannah war dieses Gefühl nicht ganz so stark, aber doch ansatzweise vorhanden.

    Die Idee der Geschichte finde ich ebenfalls sehr interessant - mal kein Abschiedsbrief, sondern diese Kassetten, die Clay zugeschickt bekommt. Es war auf jeden Fall fesselnd, aber hat mich auch nachdenklich gemacht. In letzter Zeit bin ich mit dem Thema Selbstmord oft in Berührung gekommen. Nachdem ich "Tote Mädchen lügen nicht" gelesen habe, würde ich zwar nicht sagen, dass ich es besser verstehe - ich glaube, das kann man auch kaum -, aber ich habe auf jeden Fall mal eine andere Sicht darauf bekommen.

    Ein kleiner Kritikpunkt könnte der Stil sein - manchmal war es etwas durcheinander, wenn man Clays Gedanken und Hannahs Erzählung parallel gelesen hat, aber auf der anderen Seite fand ich das auch wieder sehr gut. Ich mag es, wenn man das spürt, was auch der Hauptcharakter spürt: Verwirrrung, Unsicherheit, Schock, ... Und das war hier so, trotz oder wahrscheinlich wegen dieses Aufbaus. Außerdem war es dann teilweise doch wieder sehr interessant, Clays direkte Reaktion auf Hannahs Worte zu lesen.

    Ihr merkt, ich bin eigentlich ziemlich begeistert von dem Buch. Von mir gibt es 5 Sterne. Das Buch werde ich sicherlich nicht so schnell vergessen.

    Liebe Grüße
    Hannah
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    Kommentar

    Beitrag von Gast am Fr 27 Jan 2012, 12:01

    Hallo,


    ich finde das Buch echt toll!!! Das einzige was mir nicht so gefallen hat, ist das es zwischendurch manchmal etwas "zäh" war zu lesen. Trotzdem 5 Punkte!!! Smile

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    Re: Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht

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