Pooly's Kunst und Schreibforum

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Ich möchte euch alle herzlich willkommen heißen in Pooly's Kunst und Schreibforum!

Zu unseren Mitgliedern sage ich: willkommen zurück.

Und unseren Gästen möchte ich empfehlen, sich vielleicht etwas hier umzusehen. Vielleicht lohnt es sich ja für euch.
Lasst euch nicht abschrecken. Eventuell könnte die Anzahl unserer Foren euch etwas erschlagen. Aber es dauert wirklich nicht lange, bis man sich hier eingefunden hat und im Notfall sind alle User und Teammitglieder bereit, euch unter die Arme zu greifen :)

Viel Spaß!



Pooly & Co.

    Zitate aus Büchern

    Austausch

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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Fr 02 März 2012, 16:36

    Aus:
    Der Kinderdieb von Brom




    Die Miene der Dame verhärtete sich. "Dieser Gott der Versöhnung und des Friedens findet offenbar großen Gefallen daran, das Land in Blut zu baden."

    "Dies ist das Ende, alter Freund. So oder so ist es das Ende."

    Nick konnte sich kaum vorstellen, wie viele Unschuldige wohl auf beiden Seiten gestorben waren, weil die beiden Parteien es nicht hinbekamen, einfach mal miteinander zu reden. [...] Beide Seiten waren verdammt gewesen, sobald die Menschen einen Fuß auf den Boden von Avalon gesetzt hatten, das war die schlichte, tragische Wahrheit hinter diesem ganzen Alptraum.

    Dämonen und Engel und Gott und der ganze Scheißdreck, dachte Nick. Auf einmal wurde ihm klar, was wohl auch Blutrippe begriffen hatte: dass sie in der Klemme saßen, dass die einzigen Dämonen hier diese Männer in ihren langen schwarzen Umhängen waren, dass es nichts gab, was sie hätten sagen oder tun können, um diese kranken Sadisten davon abzuhalten, sie zu Tode zu foltern.





    Ein Buch voller Abscheulichkeiten und dabei beklemmend gut.
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Fr 09 März 2012, 17:06

    Schon wieder ich Mr. Green

    Feenlicht von Jenny-Mai Nuyen

    Kam das Stechen von Sonnenstrahlen? Konnte Licht Splittern gleich verletzen?

    Er ging einen Schritt rückwärts, dann noch einen, glitt von ihr weg. "Dich zu kennen, wird es mir schwerer machen. Und doch bereue ich unsere Begegnung nicht." Sie sah ihn lächeln, trauriger, als Tränen sein konnten. "Ich werde an dich denken."

    "Unten servieren sie Cremetörtchen. Ich habe eins für dich mitgenommen, aber Gesten der Freundlichkeit verägern dich ja. Also habe ich dein Törtchen auf dem Weg gegessen."
    Mr. Green

    Der Schmerz leuchtete durch ihre gefasste Miene - ein Schmerz, der nicht darauf drängte, ausgesprochen zu werden, sondern im Stillen versinken wollte.

    Nebel und Wolken vereinten sich ringsum und schluckten die dunkelnde Welt zu ihren Füßen. Die Sonne verblutete in seidigen Schwaden, roh und leuchtend wie ein junges Herz.

    "Du... bist einer." Ihre Stimme versagte. Er erwiderte nichts. Alle Antworten lagen in seinen Augen.

    [...] raubten, mordeten und rächten Taten, die sie längst selbst begangen hatten.





    The Hundred Thousand Kingdoms von N.K.Jemisin

    Never whisper his name in the dark unless you want him to answer.
    Ich hab seinen Namen zigmal im Dunkeln geflüstert, und nie hat er geantwortet Bitterlich wein

    "There is no greater warrior than a mother prtecting her child."

    "He spread the last fool who fell in love with him all over the centeryard, I hear."

    Höhö, ich wäre so im Arsch, gäbe es ihn wirklich Laughing

    "When he was free, he was all things beautiful and terrible."

    "There is nothing foolish about hope."


    But nothing changes, nothing changes, there was a hell that I built long ago and it was a place where everything remained the same forever because I could imagine nothing more horrific and now I am there.
    Then others come, our children, and all react with equal horror
    in a child's eyes, a mother is god
    but I can see nothing of their grief through the black mist of my own. I lay her body down but my hands are covered in her blood, our blood, sister lover pupil teacher friend otherself, and when I lift my head to scream out my fury, a million stars turn black and die. No one can see them, but they are my tears.

    The Nightlord cannot be controlled. He can only be unleashed.

    There was nothing we mortals would not do when it came to protecting our loved ones.

    "Do with me as you please, Nightlord", I whispered.

    Ja, bitte, tu mit mir was du willst, und wenn du mich in tausend Stücke reißt, ich werde glücklich sterben *__*

    When all was still, I saw that my dark one was whole. Where once restless shadows had flickered in his wake, now he shone in an impossible negative radiance, black as the Maelstrom. Had I thought him merely beautiful before? Ah, but now there was no human flesh to filter his cool majesty. His eyes glowed blue-black with a million mysteries, terrifying and exquisite. When he smiled, all the world shivered, and I was not immune.

    Ich auch nicht Nasenbluten
    Ein bisschen krank ist es schon, wie sehr man eine verdammte Romanfigur anschmachten kann. An dieser Stelle möchte ich nochmal Mondlicht danken, weil sie diese Stelle schonmal irgendwo im Rezensionsthread eingestellt hat. U.A. deshalb hab ich mir das Buch noch auf Englisch besorgt. Es ist einfach zu genial *_*
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Gast am Fr 09 März 2012, 19:08

    "Nichts ist wahr, alles ist erlaubt."
    Aus dem Storybook von Assassins Creed II
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von frufo.dickmann am Do 15 März 2012, 19:37

    Ich hab auch wieder eins, ich fand das so schön. und so wahr..

    "Jeder Mensch hat irgendewas Schönes an sich.
    An Ky sind mir zuerst seine Augen aufgefallen, und ich liebe sie noch immer.
    Aber die Liebe lässt einen genauer und immer genauer hinsehen. Man bemerkt den Handrücken, eine Drehung des Kopfes,
    die Art zu gehen. Die erste Verliebtheit blendet, und man sieht alles nur als wundervolles, umschwärmtes Ganzes
    oder als die wunderschöne Summe wunderschöner Eindrücke. Doch wenn man den Geliebten in Einzelheiten wahrnimmt
    und diese hinterfragt - warum geht er so, warum blinzelt er so? - kann man auch diese Teile lieben,
    und die Liebe wird komplizierter und vollkommener zugleich."


    - aus: Die Flucht (Cassia & Ky) von Ally Condie
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Sa 31 März 2012, 19:02

    Trudi Canavan ~ Das Zeitalter der Fünf 01 - Priester

    Ich habe das Buch zum 3. oder 4. Mal gelesen und endlich immer Post-its bereit ^^

    Und wie viel besser ist es jetzt, dass sie eine der unsterblichen Weißen ist?, fragte er sich voller Groll. Die Welt wird für immer von ihren Talenten profitieren.
    Und ihr Verlust wird dich für alle Ewigkeiten quälen.
    An dieser Stelle musste ich lächeln und habe "Hallo, Mirar" gesagt. Irgendwie mag ich den Kerl jetzt noch lieber als früher ♥

    "Auraya", sagte er. "Auraya, die Weiße. So sollte ich dich jetzt anreden, nicht wahr?"
    Sie zuckte die Achseln. "Offiziell, ja. Wenn wir unter uns sind, kannst du mich nennen, wie es dir behagt. Außer Stinkatem, daran würde ich Anstoß nehmen."

    "Nichts bleibt, wie es ist. Es gibt nur eines im Leben, dessen du dir sicher sein kannst, und das ist die Veränderung."

    Er schauderte. Meinen Verstand. Vielleicht habe ich ihn bereits verloren. Ich höre Stimmen - zumindest eine Stimme.
    Du denkst, dass
    du verrückt wirst?, warf Mirar ein. In deinem Kopf leben zu müssen, ist genug, um jeden in den Wahnsinn zu treiben.
    Wenn es dir nicht gefällt, dann geh doch.


    Ich will nicht existieren. Dies ist das Zeitalter der Fünf. Meine Zeit ist die Vergangenheit, als es eine Vielzahl von Göttern gab und die Unsterblichen frei umherstreifen konnten - jene Epoche, die man das Zeitalter der Vielen nennt -, und vielleicht die Zukunft, aber nicht die Gegenwart.

    Sei nicht so pedantisch. Der arme Jayim ist noch Jungfrau. Was er in deiner Erinnerung gesehen hat, war interessanter als alles, was er sich je vorgestellt hat.
    [...]
    Mir gefällt die Einstellung des Jungen, bemerkte Mirar. Er hat einen ausgeprägten Sinn für Humor. Im Gegensatz zu dem Mann, in dem ich festsitze ...

    Eine Hure. Wer hätte gedacht, dass so etwas einen jungen Mann wie Jayim derart erschrecken könnte?
    Leiard stöhnte und vergrubd das Gesicht in den Händen. Du bist doch angeblich so weise und verstehst dich so gut darauf, den Geist und das Herz der Menschen zu erkunden. Wie konnte dir ein solcher Irrtum unterlaufen?
    Niemand ist vollkommen

    Bei diesem Krieg ging es um Religion, rief er sich ins Gedächtnis. Vielleicht führne sie eine theologische Debatte. Er stellte sich vor, wie ein solches Gespräch aussehen könnte.
    "Meine Götter sind real."
    "Nein, das sind sie nicht; nur meine Götter existieren wirklich."
    "Deine Götter sind nicht real."
    "Sind sie doch!"
    --> Das letzte fasst die Albernheit solcher Diskussionen sehr schön zusammen. Diese Trilogie spiegelt die Realität in so vielen Dingen wider *.*
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Sa 07 Apr 2012, 18:58

    Und gleich der zweite Band:
    Trudi Canavan ~ Das Zeitalter der Fünf 02 - Magier

    "Ich habe kein verlangen nach einer weiteren deiner maßlos übertriebenen Geschichte über deine sexuellen Fähigkeiten. Nicht jetzt. Und eindeutig nicht, währen dich esse."
    [...]
    "Es sind keine übertriebenen Geschichten", knurrte er.
    "Ich weiß", sagte Emerahl betont begütigend.
    "Ich habe wirklich ..."
    "Iss einfach."

    "In diesem Fall würdest du niemals von hier fortkommen. Es sei denn, du hättest die Absicht, jemanden auszuschicken, der die Weißen ermordet."
    "Ist das ein Angebot?"

    "Man weiß, dass das eigene Leben gut ist, wenn es keinen Stoff für eine aufregende Geschichte abgeben würde."

    Wenn Auraya mich jetzt sehen könnte ..., dachte er.
    ... dann würde sie sich auf deine Kosten königlich amüsieren, vollendete Leiard den Satz.

    Die Ironie entlockte ihm ein bitteres Lachen. Jahrhunderte zuvor hatte er eine harte Mauer um sein Herz errichtet, um zu verhindern, dass er sich abermals in eine sterbliche Frau verliebte, die dazu verurteilt war zu sterben. Jetzt hatte er sich in eine Unsterbliche verliebt. In eine außergewöhnliche, schöne, intelligente Zauberin mit erstaunlichen Gaben, die seine Liebe einmal erwidert hatte.
    "Aber sie ist eine verfluchte Hohepriesterin der Götter!", schrie er.

    Der Veez war in den Hängekorb geklettert, den er zum Schlafen benutzte. Seine Nase lugte über den Rand, dann richtete er sich auf und sprang auf Aurayas Schultern.
    "Ich glaube, du bist schwerer geworden", erklärte sie. "Wirst du langsam fett?" Sie kraulte ihn unterm Kinn.
    "Unfug fett", pflichtete er ihr bei.

    Welchen Grund gibt es zu leben? Mein Orden schwindet, und ich kann mich ihm nicht zu erkennen geben, ohne das Leben der Leute in Gefahr zu bringen. Die Frau, die ich liebe, ist so weit außer meiner Reichweite, wie sie es nur sein kann. Dies ist das Zeitalter der Fünf, und ich habe keinen Platz darin. Ich sollte einfach ...
    "Hör auf, so verdammt melodramatisch zu sein", sagte er laut.

    Was für eine Art Boot hast du dir besorgt?
    Er sandte ihr ein Gedankenbild.
    Du hast ein DINGI erwischt! Du IDIOT!
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Do 26 Apr 2012, 15:12

    Aus Dark Canopy von Jennifer Benkau:

    "Er heß Jones", sagte Neél.
    "Wer? Der Varlet?"
    "Nein, der Vogel, der ihm auf den Kopf geschissen hat", fuhr er mich entnervt an.

    "Ist es wahr", neckte ich Neél, "dass ihr Percents euer Fleisch roh verzehrt?"
    "Am liebsten lebendig", gab er staubtrocken zurück."
    Ich grinste und zog die glibbrige, schleimige Masse zweier zerdrückter Taubeneier aus der Tasche. "Falls du Hunger hast ... das schmeckt sicher auch nicht schlechter als mein Blut."
    Das sah er anders, er verzog das Gesicht und ich sah zum ersten Mal in meinem Leben einen percent, der sich ekelte.

    "Joy, hattest du je Zahnschmerzen?"
    "Nicht, dass ich wüsste."
    Neél nickte bedächtig. "Wie kannst du dann anzweifeln, dass so was die reinste Folter ist?"

    "Die Pferde sind nicht das Problem. Nimm Salz, da muss unbedingt Salz drauf!"
    Ich beobachtete verwirrt, wie er ins Salzglas griff und mir etwas auf meine Brotscheibe streute. "Was ist dann das Problem?"
    "Es schmeckt nicht ohne Salz."

    Ich konnte wieder trinken und durfte in Wasser eingeweichtes Brot essen. Missbrauch am Brot, wenn man mich fragte (aber Neél betonte, dass das niemand tun würde).

    "Nichts ist aussichtslos. Und nichts unverzeihlich, wenn du um Verzeihung bittest."

    Ich schluckte an Spucke, die zum Kotzen schmeckte, und kämpfte gegen meinen rebellischen Magen. Jetzt nur nicht an den Schweineschinken vom Frühstück denken.
    "Denk mal an Schweineschinken", erklärte Neél. Oh, manchmal hasste ich ihn so sehr!

    "Mit dem Herzen und dem Verstand und allem, was wir sagen und tun. Für das Recht auf Freiheit."

    "Ich versuche wirklich, euch zu verstehen. Ich versuche, beide Seiten zu verstehen, aber ..."
    ... aber es war schwer.
    Neél lächelte mich an. "Tu das nicht. Wenn du beide Seiten verstehst, kann es kein gutes Ende für dich geben."
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Mo 07 Mai 2012, 18:41

    Wieder ich Laughing

    Aus "Arkadien erwacht" von Kai Meyer:

    Er presste die Lippen aufeinander und schwieg. "Wir Kinder der Clans", sagte er schließlich, "werden von unserem ersten Tag an belogen. Wenn unsere Mütter und Väter uns so was wie ein ganz normales, glückliches Familienlieben vorspielen - dann ist das die erste große Lüge und danach hört es einfach nicht mehr auf. Das Gefühl, das sie uns geben - alles sei wie bei anderen Menschen, anderen Familien. Dabei ist nichts wie bei den anderen." Er rutschte unruhig auf dem Beifahrersitz hin und her. "Wenn wir selbst irgendwann alt sind und Kinder haben und Enkel, dann werden wir immer noch auf Dinge stoßen, die wir gar nicht für möglich gehalten haben. Auf -" Er zögerte.
    "Verbrechen", schlug sie mit einem Achselzucken vor.
    "Auf Geschäfte. Mit allen Konsequenzen, die nötig waren und die alles übersteigen, was wir uns vorstellen können. Und unseren Kindern und Enkeln wird es genauso ergehen - weil wir bis dahin jeden Maßstab für unser eigenes Handeln verloren haben und gar nicht mehr erkennen, dass wir kein bisschen besser sind als unsere Väter und Großväter."

    Aus "Die Landkarte der Zeit" von Felix J. Palma:

    Sie hoffte nur, in ihrem Streben nach Glück das Universum nicht zu zerstören.

    Nachdem er eine halbe Stunde über dem leeten Blatt gegrübelt hatte, wurde ihm klar, dass Schrieben nicht so nicht so leicht war, wie er geglaubt hatte. Schrieben war mühsamer als Lesen, viel mühsamer.

    Wenn Claire so einen Brief bekäme, würde sie sich gleich das Leben nehmen, weil sie nicht verstehen könnte, wieso der Retter der Menschheit schrieb wie ein Schimpanse.

    Ein negatives Urteil, so konstruktiv es formuliert sein mochte, würde für den Schriftsteller immer schmerzlich sein. Es würde ihn immer treffen, egal, ob er mit dem Mut eines verwundeten Soldaten darauf reagierte oder ob sein zartes Ego zerbrach und ihn in den Abgrund stürzte.

    "In Wirklichkeit beruht alles auf einem großen leeren Kasten, in dem sich nichts anderes befindet als unsere Ängste. Das ist ebenso poetisch wie lustig, nicht wahr?"

    Wahre Literatur musste den Leser rühren, schmerzen, seine Wahrnehmung der Dinge verändern, ihn mit hartem Wurf in den Abgrund der Hellsichtigkeit stürzen.
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Tin am Mo 14 Mai 2012, 12:07

    Mensch, hier ist ja schon einiges an schönen Zitaten zusammen gekommen (: Früher hatte ich mal ein kleines Büchlein, in das ich während des Lesens immer schöne oder interessante Zitate geschrieben habe, aber das existiert leider nicht mehr. Very Happy

    Aber ich werde nochmal nachdenken, mir fallen bestimmt auch noch ein paar ein, die ich hier nennen könnte!
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von frufo.dickmann am Mi 16 Mai 2012, 20:36

    ich hab mal wieder paar Zitate, aus den letzten Büchern die ich so gelesen hab. Bzw. grad lese ^^
    die mir unheimlich gut gefallen haben, und mich auch zum nachdenken angeregt haben..


    1. "Kannst du nicht verstehen, was? Du bist ein Hund, für dich ist alles gut so, wie es ist, wenn du ein bisschen was zu fressen bekommst, an Bäume pinkeln und deinen Arsch ablecken kannst und hin dun wieder einer kommt, um dich hinter deinem linken Ohr zu kraulen. Bei uns Menschen ist das nicht so einfach." Matthial sah aus dem Fenster. Die Blutkastanien drau0en hatten noch keine Blätter, sodass er den Himmel sehen konnte, der grau und schlierig über der Welt hing. "Wir denken immer. Vor allem denken wir, dass da noch mehr sein muss. Irgendwo. Aber wer weiß, ob das stimmt. Wir denken eben auch viel Blödsinn."


    2. "Menschen sind ein bisschen wie Bäume", sagte Neèl. Sie sind alle aus Holz, aber das Holz ist anders. Die Zweige wachsen anders, die Stämme sind unterschiedlich, die Borke auch. Und die Blätter und Blüten. Wusstest du, dass jedes Blatt an jedem Baum eine einzigartige Struktur hat?"


    aus: Dark Canopy von Jennifer Benkau



    3. Du musst deinen Weg gehen und deine Fußabdrücke als Beweis deiner Reise hinterlassen. Das kann ich dir nicht abnehmen... oder es ändern.


    aus: Verlockt von Jessica Shivrington


    4. Aber die Liebe lässt einen genauer und immer genauer hinsehen. Man bemerkt den Handrücken, eine Drehung des Kopfes, die Art zu gehen. Die erste Verliebtheit blendet..



    aus: Die Flucht von Ally Condie


    5. Wenn ich von außen das Leben der Altruan betrachte, finde ich es wunderschön. Wenn ich sehe, welche Harmonie in meiner Familie herrscht. Wenn ich sehe, wie alle, die woanders zum Essen eingeladen sind, ungefragt beim Geschirrspülen helfen. Wenn ich sehe, wie Caleb Fremden hilft, ihre Einkäufe zu tragen. Ich könnte mich immer wieder neu in dieses Leben verlieben. Doch wenn ich mich selbst so verhalten soll, gelingt es mir nicht. Ich fühle mich nie so, als käme mein Verhalten von ganzem Herzen.

    aus: die Bestimmung von Veronica Roth
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Vampirmaedchen am Do 12 Jul 2012, 19:49

    Es gibt keine Zukunft, denn auch unsere Vergangenheit existiert nicht mehr. © Jeyn Roberts - Dark Inside

    Sie fertigzumachen würde ihm großes Vergnügen bereiten. Aber das war nicht der Hauptgrund für seine Reise. Es hätte auch eine 85-jährige Witwe im Rollstuhl sein können - er hätte sich trotzdem auf den Weg gemacht, und das aus einem einfachen Grund. Vertrauen. Was Djinn-X anging, war es das wertvollste und vergänglichste aller Gefühle. Schon eine einzige Lüge konnte es zerstören - war es aber gewonnen, dann konnte es zur stärksten Empfindung überhaupt werden, stark genug, um das ganze Gewicht einer Beziehung zu tragen. Vertrauen war die Sehne, die alles zusammenhielt: Freundschaft, Ehre, Pflichterfüllung, Liebe. © Donn Cortez - Closer: Er wird sie finden. Er wird sie töten.
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Do 20 Sep 2012, 09:16

    City of Fallen Angels (Cassandra Clare)

    "... Betrachte dich einfach eine Weile lang als jemanden mit zwei Väten."
    "Man kann nicht zwei Väter haben:."
    "Natürlich kann man das", widersprach Simon. "Wer sagt, dass das nicht geht? Wir könnten dir eines dieser Büchlein für kleine Kinder kaufen: Timmy hat zwei Papas. Allerdings bezweifle ich, dass du eines findest mit dem Titel Timmy hat zwei Papas und einer davon ist böse. Diesen Teil wirst du allein bewältigen müssen."

    "Okay", sagte Kyle. "Ich bin ein Werwolf. Und obwohl ich mich keinem Rudel angeschlossen habe, bin ich dennoch einer Gemeinschaft verpflichtet. Habt ihr schon mal was von Praetor Lupus gehört?"
    "Lupus kommt mir irgendwie bekannt vor", grübelte Simon. "Ist das nicht eine Art Krankheit?"

    "Eine sehr ehrenwerte Organisation", bemerkte Magnus. "Ich habe ihren Gründer gekannt, damals im 19. Jahrhundert. Woolsey Scott. Aus einer traditiosnreichen, alten Werwolffamilie."
    "Und hast du mit ihm auch geschlafen?", stieß Alec kehlig hervor.

    "Andererseits sind auch ziemlich viele hübsche Mädchen hier - denn deine Interessen sind ja offenbar vielfältig. Gibt es irgendeine Lebensform, die dir nicht gefällt?"
    "Meerjungfrauen", murmelte Magnus zwischen den Fingern hindurch. "Die riechen immer nach Seetang."


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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Di 25 Sep 2012, 11:41

    Aus The Traitor Queen (Triator Spy Trilogy 03) von Trudi Canavan:


    As if he has as much trouble thinking of me as a Higher magician as I do of him being High Lord. Though Balkan is a competent leader, only Akkarin will ever fit the title in my mind.
    Ja, genauso geht's mir auch. Es kann für immer nur einen Hohen Lord geben Sad

    "Press your finger into the back of the gem to activate it. Face the gem away or you'll direct the shield or strike at yourself."
    "That would be embarrassing," he noted.
    A glint of humour entered her gaze. "And potentially fatal. Which would be embarrassing to me. I'll be forever known for chossing a very stupid man."


    Spoiler:
    "I'm not sure I've quite figured you out yet."
    Sonea blinked. "Me? What's there to figure out?"
    Regins eyebrows rose. "Oh. Plenty."
    Crossing her arms, she turned to face him. "Really? What have you figured out so far?"
    He smiled. "That you are attracted to me."

    Höhöhöhö Smile
    eigentlich gehören zu dem Zitat noch die nächsten zweieinhalb Seiten, aber ich bin zu faul, so viel abzutippen Laughing
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von frufo.dickmann am Do 27 Sep 2012, 20:31

    ich lese gerade "Die Mechanik des Herzens" von Mathias Malzieu
    und hab gaaanz viele tolle Zitate, die ich soo toll find ^^

    “Warum trägst du so viele Eier mit dir herum?”
    “Weil sie voller Erinnerungen stecken. Meine Frau war eine Meisterin im Eier kochen und immer, wenn ich mir ein Ei zubereite, habe ich das Gefühl wieder bei ihr zu sein.”
    “Und bist du im Eierkochen so gut wie sie?”
    “Nein, meine Eier schmecken scheußlich, aber sie haltem die Erinnerung wach. Du kannst dir eins nehmen, wenn du willst.”
    “Aber dann fehlt dir doch eine Erinnerung!”
    “Mach dir keine Sorgen, ich habe eh zu viele davon. UNd nicht alle sind schön. Das verstehst du jetzt vielleicht noch nicht, aber keine Sorge, eines Tages wirst du glücklich sein, wenn du deine Tasche aufmachst und auf eine Erinnerung aus deiner Kindheit stößt.”
    (Seite 23)

    - Love is dangerous for your tiny heart even in your dreams, so please dream softly. (Seite 33)

    “Du weißt nicht, auf was du dich da einlässt! Für dich ist das alles nur ein Spiel, aber es ist gefährlich, ein Spiel mit dem Feuer, vor allem für jemanden mit einem Herzen aus Holz. Erinnerst du dich daran, wie sehr dir beim Husten die Zahnräder wehtun?”
    “Ja.”
    “Nun, dieser Schmerz ist nichts im Vergleich zu dem, den die Liebe verursacht. Jeden Augenblick der Freude und des Glücks bezahlst du früher oder später mit Schmerz, und je stärker man liebt, desto größer ist der Schmerz. Du wirst vor Sehnsucht vergehen und vor Eifersucht verrückt werden, du wirst dich unverstanden, abgewiesen und ungerecht behandelt fühlen. Dir wird kalt bis in die Knochen sein und dein Blut wird zu Eiswürfeln gefrieren, die dir die Adern von innen aufschlitzen. Dann wird die Mechanik deines Herzens explodieren. Ich habe dir die Kuckusuhr eigenhändig eingesetzt, ich weiß genau, was sie aushalten kann und was nicht. Sie mag stark genug sein für die Freuden der Liebe, schon möglich. Aber auf keinen Fall verkraftet sie die Qualen.” (S. 33)

    - Liebeskummer mache Menschen nun mal zu Monsters der Melancholie. (Seite 47)

    - Je mehr Angst du davor hast, dich zu verletzen, desto wahrscheinlicher wirst du dich verletzen oder verletzt werden. Nimm nur mal die Seiltänzer im Zirkus. Glaubt du etwa, sie denken oben auf dem Drahtseil daran, dass sie in die Tiefe stürzen könnten? Nein, sie nehmen das Risiko in Kauf und genießen das berauschende Gefühl, der Gefahr zu trotzen. Wenn du dein Leben lang allen Gefahren aus dem Weg gehst, um dich ja nicht zu verletzen, wirst du dich schrecklich langweilen. Es gibt nichts Aufregenderes, als unvorsichtig zu sein. Siehst du! Ich sage ‘unvorsichtig’ und deine Augen leuchten! (Seite 73)

    und ich wette ich find noch mehr tolle stellen ^^

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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von captaincow am Fr 28 Sep 2012, 12:05

    Oh, bei "Die Mechanik des Herzens" ging es mir ganz genauso! Der Autor schreibt soo toll. Wirklich ein paar schöne Stellen, die du hier herausgesucht hast :]
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Vampirmaedchen am Do 11 Okt 2012, 23:07

    Andreas Franz - Der Jäger schrieb:Ihr erster Weg führte sie in die Buchhandlung, wo sie eine halbe Stunde blieb, in den Regalen stöberte, bis sie sich für einen dicken Wälzer über das alte Ägypten, einen historischen Unterhaltungsroman und ein Büchlein über ihr Sternzeichen entschied, obwohl ihr Vater bereits vor zwei Jahren ein Horoskop für sie erstellen ließ und es ihr zum Geburtstag geschenkt hatte. Sie liebte Bücher, sie waren, seit sie fließend lesen konnte, ständige Begleiter und eine Zuflucht gewesen, wenn sie traurig oder voller Angst war. Sie zog sich dann in ihr Zimmer zurück, legte sich aufs Bett und las, weil das Abtauchen in eine andere Welt die einzige Möglichkeit war, der Angst und der Unsicherheit Einhalt zu gebieten.
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Mo 22 Okt 2012, 16:01

    Antonia Michaelis - Solange die Nachtigall singt

    Ich habe noch nie ..., dachte er. Drückte ab. Getötet. Doch da stimmte es schon nicht mehr.

    Und er würde versuchen, zu vergessen, dass jeder ein Gott sein konnte, der ein Gewehr in Händen hielt.

    Sie hatten so nah beieinandergelebt, die drei, sie waren so sehr eins gewesen, dass sie begonnen hatten, nicht mehr eins zu sein.

    Die Früchte des des Pfaffenhütchenstrauches, die in ihrer Vierteilung tatsächlich kleinen roséfarbenen Bischofsmützen glichen. Die Köpfe darunter hatten die Farbe frischer Glut. Köpfe von Pfaffen, dachte Jari, die sich schämten. Vielleicht ihres makabren Gottes wegen, der seine Geschöpfe so zerbrechlich gemacht hatte, dass eine Gewehrkugel sie zu einem sinnlosen Haufen hässlicher Eingeweide reduzierte.

    "Ihr könnt nicht töten" wisperte Jari und schloss das Fenster. "So, ihr könnt nicht töten. Aber ihr könnt es ganz gut, was? Es ist euch nur lieber, wenn jemand anders es für euch tut."

    Man hörte nicht auf, ein Mörder zu sein, weil man nicht mehr mordete.

    Obwohl nie jemand vor irgendetwas sicher ist. Alles ist unsicher
    Alles kann immer passieren.
    Solange die Nachtigall singt.
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Mi 31 Okt 2012, 22:21

    Messias-Maschine ~ Chris Beckett

    Wollte sie damit sagen, dass sowohl Yussef als auch ich in die Hölle kommen würden, wenn wir nicht unseren Glauben änderten?
    Sie nickte.
    "Tja, und was ist mit Leuten, die noch nie von Jesus gehört haben?", fragte ich sie. "Was ist mit Kindern, die sterben, bevor sie sprechen können?"
    Janine schaute mich aus ihren klaren blauen Augen an und lächelte.
    "Es gibt keinen anderen Weg zur Erlösung als durch den Herrh Christus", wiederholte sie ruhig.
    "Aber was soll das heißen?", fragte ich sie. "Was bedeutet es, Jesus als seinen Erlöser anzuerkennen?"
    Hinter ihr schüttelte Yussef mit seinen abweichenden Überzeugungen lächelnd den Kopf. Er glaubte daran, dass man ins Paradies kam, indem man anerkannte, dass es keinen Gott außer Gott gab, und die Regeln befolgte, die Gottes Propheten Mohammed von einem Engel diktiert worden waren. (Es hatte allerdings den Anschein, dass seine Religion ein gutes Stück toleranter war als die von Janine und zumindest die Möglichkeit einräumte, dass tugendhafte Anhänger anderer monotheistischer Glaubensrichtungen dem Höllenfeuer entgingen.)

    In dem Dorf eben haben Männer eine Frau geschlagen.
    Ihr Fleisch hing in Fetzen.
    Vielleicht ist es eigentlich das Fleisch, das sie hassen?
    Aber sie sind selbst ganz aus Fleisch.

    Es kam mir vor, als ob es sich hier um mehr handelte als um einen Kampf zwischen verschiedenen menschlichen Parteien. Es war ein Kampf, den Lucy ebenfalls ausgefochten hatte, ein Kampf um die Natur des Seins selbst, ein Krieg zwischen Körper und Geist, Erscheinung und Substanz: unversöhnliche Gegensätze, die doch so fest miteinander verknüpft waren, dass die Grenzen zwischen ihnen sich nicht klar bestimmen ließen und die Dinge sich immer wieder als Gegenteil dessen entpuppten, als was sie anfangs erschienen waren.
    Alle versuchten, den Dingen auf den Grund zu gehen. Doch gleichzeitig versuchten alle um jeden Preis, sich an Äußerlichkeiten festzuklammern. Derwische liefen über brennende Kohlen, Statuen weinten blutige Tränen, Kinder sahen Visionen der Mutter Gottes, blutende Büßer trugen Dornenkronen. Bücher wurden verbrannt, Dämonen wurden an den Pranger genagelt, Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht ...
    Geist und Körper, Körper und Seele - wie sollte dieser Krieg jemals enden? Wie konnte man jemals Frieden finden, wenn die eigentlichen Gegner sich nicht miteinander versöhnen ließen und doch bei allen Parteien und in jedem Heer zu finden waren, auf ewig aneinander gekettet?

    Warum verlangen wir so viel vom Leben, wenn die glücklichsten Momente die sind, in denen überhaupt nichts passiert?
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Wolkenkind am Do 08 Nov 2012, 15:55

    Frank sieht, wie sich der Ausdruck in den Augen von Thérèse verwandelt und weiß, dass er ihn nie vergessen wird. Als wäre eine Vogelschar nach einem langen kalten Winter endlich wieder zurückgekehrt.

    "Little Bird" von Camilla Way
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am So 24 Feb 2013, 17:54

    Ich krame mich gerade durch alte Lieblingszitate von mir, da habe ich das hier gefunden:

    Ah, Hölle, sie denkt, ich sei ein Eunuch! Dies war ein hübsches Dilemma. Wie wirft man in eine höfliche Unterhaltung die Information ein: "Übrigens, sollte es dich jemals interessieren - ich habe sehr wohl einen Penis."
    Aus Brent Weeks' "Jenseits der Schatten"

    Ich hab mich damals beim Lesen so weggelacht Laughing
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Vampirmaedchen am So 24 Feb 2013, 18:06

    Haha, wie geil x] Ich find das Zitat super, Lexi! Haha x'D
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Fr 01 März 2013, 21:04

    Dark Destiny ~ Jennifer Benkau


    Vor langer Zeit kämpften wir um unsere Freiheit.
    Und nachdem wir sie gewannen, vergaßen wir sie.
    (S.71)

    Freiheit bedeutete nichts mehr. Die Freiheit war im Krieg gefallen. Schade drum. Doch man konnte nie verhindern, dass während der Kämpfe auch Unschuldige starben. Die Freiheit, die gute alte Freundin, war im Friendly Fire gefallen. (S.76)

    Manchmal überfielen mich schmerzliche Gedanken, ausgelöst durch etwas, das ich sah. Und angesichts dieser Siedlung schlug dieser Gedanken just in diesem Moment aus dem Hinterhalt zu: Die Percents hatten diese Dörfer und alles Leben in ihnen zerstört. Bei dem Versuch, sich von der Herrschaft der Menschen zu befreien, die sie benutzt hatten wie Schlachtvieh. Es tat weh, Dinge zu sehen, die ganz und gar falsch waren. Und streng genommen gab es niemanden mehr, den man dafür verantwortlich machen konnte. Weder Menschen noch Percents. Es gab ihn nicht, den einen Feind, den zu schlagen alle Probleme lösen würde.
    Zu erkennen, dass es den einen Schuldigen nicht gab, brachte eine Gewissheit mit sich: Es existierte keine Lösung.
    (S. 113)

    Du kümmerst mich nicht mehr, Welt – ich schaffe uns eine eigene, wenn wir in dieser hier falsch sind. (S. 208)

    Wenn du mich je verlässt,
    dann lass mich mit dir kommen.
    (S.308)

    Krieg.
    Am Anfang scheint es, als sei der Sieg allen sicher.
    (S.332)

    Später wird dann klar,
    dass alle verlieren.
    (S. 358)

    Ich erkannte nur am Haar, dass es ein Percent sein musste. War das gut oder schlecht? Ich begann zu zittern, eher aus Unsicherheit als aus Angst. Auf welcher Seite stand ich? (S.359)

    Edison runzelte die Stirn. „Die hatten Krieg und haben sich einfach vertragen?“ (S.433)

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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Vampirmaedchen am Sa 13 Apr 2013, 12:07

    Dann will ich auch noch einmal ein paar Zitate aus Dark Destiny aufschreiben :)

    »Wie weit dürfen Wünsche gehen, wenn jemand für sie zahlen muss?

    »Hoffnung ist die einzig wahre Gefahr.

    »Woran kann ein Mann glauben, der sich selbst nicht mehr vertraut?

    »Meine Erwartung an Morgen ist das, was mich heute nicht schlafen lässt.

    »Angst vor dem Tod ist nicht gleichbedeutend mit Angst vor dem Sterben.

    »Alte Schuld kann man nicht wiedergutmachen. Doch man kann sie mit neuer verdecken.

    »Es ist nicht gut zu vertrauen. Es bringt uns in Schwierigkeiten und hinterlässt nur Enttäuschungen.

    »Es wäre alles viel leichter, wenn wir Schatten wären.

    »Kleider und Waffen bezahlt man mit Münzen. Mit demjenigen zusammen zu sein, den man liebt, bezahlt man mit begrabenen Träumen. [...] Doch begrabene Träume sind ja nicht das Gleiche wie gestorbene Träume. Sie begleitet einen still und leise, und sie bleiben für immer.

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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Lexi am Mo 20 Mai 2013, 21:47

    Aus Clockwork Princess von Cassandra Clare:

    "You know that feeling," she said, "when you are reading a book, and you know that it is going to be a tragedy; you can feel the cold and darkness coming, see the drawing close around the characters who live and breathe on the pages. But you are tied to the story as if being dragged behind a carriage, and you cannot let go or turn the course aside."

    "You asked me how I, being immortal, survive so many deaths. There is no great secret. You endure what is unbearable, and you bear it. That is all."

    "Please forgive me, my dear Mr. Lightwood - I mean Gideon - but I must go and murder the cook. I shall be directly back."

    "Mr. Rochester never courted Jane Eyre", Tessa pointed out.
    "No, he dressed up as a woman and terrified the poor girl out of her wits. Is that what you want?"
    "You would make a very ugly woman."
    "I would not. I would be stunning."

    "I will tell you the story of it. Another story of Herondales and Lightwoods and Fairchilds."
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von June am Fr 24 Mai 2013, 17:09

    Aus "Die Stadt der wilden Götter" von Isabel Allende:

    "Du solltest jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um den Mund zu halten, Alexander."
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    Re: Zitate aus Büchern

    Beitrag von Imaginary am Fr 14 Jun 2013, 12:38

    Hach, ich lese gerade mal wieder Teach me von R. A. Nelson - diesmal auf Englisch, zum ersten Mal - und ich bin einfach wieder mal über tolle Zitate gestolpert. Diesmal habe ich mir direkt ein paar markiert, weil ich sie nicht vergessen wollte und ich poste hier mal ein paar :)

    I'm stone drunk on his every gesture. Watching him walk does something supernatural to me.


    The truth? I'm scared. He's too important for that. Boyfriends are people you break up with. Friends like Schuyler you keep forever.


    My head is totally gone; there is nothing left but my heart.


    I watch his mouth moves as he talks, eats, smiles - how beautiful. Now it's my mouth, too, in its own way. I have laid claim to it. My lips, my teeth, my tongue. How can he be using all of them without touching some part of me?


    It hurts, just as he said it would. But it hurts in more ways than he even knows. It hurts the way dying must hurt, if you truly see a new world rushing at you.


    There's a shape to happiness that can't be described, only experienced.


    Am I madness? Do I need to be chained?


    There is not a name for what I'm feeling. There's no description for it. To call it yearning would be like calling the ocean water. Whatever this thing is, it shoves you inside itself and you can't measure its boundaries, because they go too far and you don't have enough time.


    ______________________Poolys Kunst- und Schreibforum______________________

    who possesses your time also possesses your mind.

    I walk ahead alone, you tell me never ever leave me
    but I am already gone, I am further than the wall
    you have built around your future
    yes, I am higher than the tower
    you climb in a suicidal mood.

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    Re: Zitate aus Büchern

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