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    Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Austausch

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    Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von Gast am Mo 30 Aug 2010, 15:44

    Reicht es, ein junges Talent zu sein?

    „Alera- Geliebter Feind“ ist eine Mischung aus klassischer und romantischer Fantasy, die sich allerdings nicht so recht zwischen Soap-Opera-ähnlichem Hofgeplänkel und spannenderer Handlung nicht so richtig entscheiden kann.
    Alera, die Thronerbin Hythanicas, ist gezwungen, einen Ehemann zu wählen, was ihr umso schwerer fällt, als der geheimnisvolle Narian am Hof auftaucht…

    Nachdem ich von „Alera- Geliebter Feind“ erneut enttäuscht wurde, werde ich wohl in Zukunft einen großen Bogen um Fantasybücher machen, die mit „Der Bestseller eines neuen jungen Talentes“ beworben werden.

    Die Leseprobe von Alera hat bereits nach 0-8-15 Klischee-Fantasy gerochen, allerdings hatte ich Hoffnung, dass das anders wird. Wird es nicht.
    Was finden wir da an Charakteren vor: Steldor- der typische Unsympathling, arrogant bis zum Geht-Nicht-Mehr, aber natürlich so gut aussehend, dass es außer der scharfsinnigen Protagonistin keiner merkt. Dann Narian: Der geheimnisvolle Fremde, auch sehr gut aussehend- schlägt Alera natürlich sofort in seinen Bann, kann ja gar nicht anders sein.
    Alera selbst- die Querdenkerin, die sich nicht auf ihre Rolle als Thronerbin und brave Ehefrau in einer arrangierten Ehe fügen will. Eigentlich eine dankbare Rolle, allerdings hier so unglaubwürdig gestaltet, dass sie nicht überzeugen kann. Die Protagonistin handelt kaum selbst, sondern wird wie eine Marionette von anderen in die Ereignisse manövriert.

    Die Handlung ist genauso wenig innovativ. Spannung kommt wirklich erst spät etwas auf, die Handlung zieht sich ewig, ohne dass viel passiert und das, was passiert, sieht man schon ewig voraus. Auf Überraschungen wartet man vergeblich.

    Auch der Stil der Autorin ist nicht gerade spannungsfördernd. Langatmig wird auch Aussehen und Kleidung der unwichtigsten Nebenfigur beschrieben, sogar, wer neben wem durch die Tür geht. Ein bisschen Phantasie sollte man seinen Lesern- gerade in diesem Genre- doch zugestehen, finde ich.

    Persönlich störe ich mich auch an weiteren Details, wie dem Weihnachtsfest. Wieso sollten sie in einer reinen Fantasywelt Weihnachten feiern? Ein christliches Fest in einer Welt, die wahrscheinlich ganz andere Gottheiten hat? Irgendwie wirkt das nicht richtig durchdacht… genauso, wie ein Kleid keine Empire-Taille haben kann, wenn es keinen Napoleon mit seinem Empire in dieser Welt gibt.
    Vielleicht bin ich aber auch zu kritisch und andere Leser stört so etwas nicht.

    Der Titel ist ebenfalls irreführend- wäre Narian wirklich ein Feind Aleras, gäbe es weitaus mehr Spannungspotential. Allerdings ist von vornherein klar, dass er nur ein missverstandener, verloren gegangener Sohn Hythanicas ist, der der Prinzessin niemals etwas antun würde.

    Alles in allem ist mein Fazit für dieses Buch einfach nur: schwach.
    Für jemanden, der viel Fantasy liest in keinem Fall zu empfehlen, für junge Mädchen, die noch nie was in dem Gerne gelesen haben, vielleicht eher.

    Schade ist auch, dass der erste Teil dieser Trilogie in sich nicht rund wirkt- ich erwarte kein geschlossenes Ende, aber wenigstens einen schönen Abschluss eines Buches. Auch bei einer Trilogie.
    Bei Alera bleibt so ziemlich alles offen.

    Mir sind nur zwei Sachen positiv aufgefallen: Der Charakter des Leibwächter London, der in gewisser Weise doch interessant ist und die Dialoge, die teilweise sehr gut geschrieben sind.

    Ich habe übrigens lange mit mir gerungen, ob ich wirklich eine so schlechte Rezension abgeben sollte. Schließlich ist die Autorin noch sehr jung und ich habe überlegt, ob man da nicht etwas nachsichtig sein sollte.
    Ich habe mich dann für eine ehrliche Meinung entschieden, da sich die Autorin genau wie jeder 50jährige dem Buchmarkt stellen muss, wenn sie schon in einem so großen Verlag veröffentlicht.
    Ich habe in diversen Schreibforen schon weitaus kreativere Geschichten gelesen, die von den Verlagen abgelehnt wurden- die Autoren waren eben nicht mehr 17.

    Für mich reicht es aber nicht, jung und etwas talentiert zu sein. Ein Autor sollte trotzdem auch mit seiner Geschichte überzeugen können. Der Stil eines Teenagers muss noch nicht fertig ausgefeilt sein- aber das rechtfertigt keine Klischeehandlung.
    Irgendwie traurig, dass man dieses Fazit ziehen muss.

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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von Baltimore am Di 31 Aug 2010, 17:12

    Autsch. Wirklich eine heftige Kritik, aber wenn sie in deinen Augen berechtigt und ehrlich ist, natürlich auch nötig.

    ist eine Mischung aus klassischer und romantischer Fantasy, die sich allerdings nicht so recht zwischen Soap-Opera-ähnlichem Hofgeplänkel und spannenderer Handlung nicht so richtig entscheiden kann.
    Oha, das Problem kenne ich aber selbst ^.^°

    Das war wirklich vernichtend, ist sie denn noch so jung die Autorin? Und ja, ich finde du hast Recht, nur weil sie jung ist, heißt das nicht, dass sich das Buch eine Klischeehandlung erlauben darf ;]

    Danke für die Rezension.
    Das Buch werde ich sicher nicht lesen, außer ich möchte genau wissen, wie es bei mir nicht aussehen soll. v.v'

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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von Salissa am Sa 16 Okt 2010, 20:07

    Ich sehe es, was junge Autoren angeht, ähnlich wie ihr: Buch ist Buch und ich finde, jedes Buch sollte gelobt und kritisiert werden dürfen, unabhängig vom Alter, Geschlecht, von der Nationalität etc. seines Autors. So lange die Kritik sachlich und höflich bleibt, sollte die Möglichkeit dazu selbstverständlich sein.

    Ich habe mich als begeisterte Fantasy-Leserin gefreut (ich habe das Buch bei Vorablesen als Rezensionsexemplar gewonnen :)), als "Alera - Geliebter Feind" bei mir ankam, versprach die Leseprobe doch eine unterhaltsame Geschichte.
    Ja, es schien etwas klischeehaft zu werden durch den Aspekt der verbotenen Liebe, aber das störte mich wenig, da mir der jugendlich frische, lebendige Schreibstil und die Art, wie die Autorin Atmosphäre aufbaute, sehr gefielen. Außerdem mag ich Liebesgeschichten und drücke deshalb auch gerne ein Auge zu, falls es etwas "schnulzig" wird Wink

    Inzwischen sind einige Wochen vergangen, seit das Buch ankam. Ich wollte eigentlich schon längst eine Rezension dazu bei Vorablesen geschrieben haben, die, so dachte ich, ziemlich positiv aussehen würde. Leider kam es jedoch anders.

    Inzwischen habe ich "Alera" mehrere Male zur Hand genommen, immer wieder mit dem festen Vorsatz, das Buch schnellstmöglich durchzulesen, es schließlich dann aber doch jedes Mal wieder frustiert zur Seite gelegt. Ich möchte im Folgenden versuchen zu beschreiben, was genau mir an dem Buch nicht gefallen hat.

    Erst einmal jedoch das Positive: Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist nicht besonders anspruchsvoll, aber sehr atmosphärisch und lebendig. Auch den Umstand, dass die Geschichte aus der Sicht der jungen Prinzessin Alera in der Ich-Form erzählt wird, fand ich sehr gut. Ich mag diese Perspektivegenerell sehr gern. Cayla Kluver schafft es in ihrem Roman, Aleras Gedanken und Gefühle nachvollziehbar und authentisch wirken zu lassen.

    Nun zu den Punkten, die ich kritisieren möchte. Am störensten habe ich den Handlungsverlauf empfunden. Seite um Seite habe ich in der Hoffnung gelesen, dass irgendetwas passieren möge, doch stattdessen drehten sich viele Abschnitte nur um die Beschreibung von aus meiner Sicht unwichtigen Aspekten des Lebens am Königshof. Ich bin kein Fan von knallharte Action, da ist es mir viel lieber, etwas über die Entwicklung der Charaktere bzw. ihr Gefühlsleben zu lesen! Aber selbst für meine Verhältnisse war es hier zu "ruhig".

    Das Verhalten mancher Charaktere bzw. diese selbst, fand ich wie Fara sehr einfach bzw. klischeehaft begründet: So z.B., dass Steldor der "böse" Raufbold ist, der unbedingt Alera für sich haben will. Hier fehlte es an Tiefgründigkeit der Charaktere und einem weniger vorhersehbaren Verhalten.

    Als störend empfand ich auch, dass in einem Fantasy-Roman, der ja in einer anderen Welt als der unseren spielt, z.B. Latein gesprochen wird und es, was die Auffassung der Männer in Aleras Land über ihre Frauen angeht, einige Parallelen zum mittelalterlichen Weltbild gibt (z.B., dass die Frau dem Mann untergeordnet ist, als Königin nicht selbstständig regieren soll usw.) Dadurch und durch dem Umstand, dass in den ersten Kapiteln keine Magie vorkommt, kam es mir eher so vor, als würde ich einen historischen anstatt einen Fantasy-Roman lesen.

    All diese Gründe führten dazu, dass ich "Alera - Geliebter Feind" trotz einiger Vorfreude und guten Vorsätzen schließlich enttäuscht zur Seite gelegt und nicht zu Ende gelesen habe. Von mir bekommt das Buch daher mit einigem Bedauern leider nur 2,5 Sterne.


    Zuletzt von Salissa am So 17 Okt 2010, 11:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von ExituS am Sa 16 Okt 2010, 23:50

    Was für eine vernichtende Rezension. XD
    aber du hast natürlich Recht, ein schlechtes Buch sollte man auf keinen Fall schön reden.
    Ich denke danach werde ich es mir sicher nicht kaufen.
    Was ich vorallem sehr befremdlich fand war, dass sie in dem Buch Weihnachten gefeiert haben?
    SOwas ist einfach ein absolutes No-Go in einem Fantasy Buch, wenn ihr mich fragt...

    LG
    Sarah

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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von Gast am So 17 Okt 2010, 01:29

    Irgendwie bin ich erleichtert, dass euch diesselben Sachen gestört haben wie mich und die Kritik auch nicht besser ausfällt als meine... ich hab schon befürchtet, zu kritisch gewesen zu sein, aber anscheinend ist das ja wirklich angebracht...

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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von Salissa am So 17 Okt 2010, 11:34

    Hi Fara,

    mach dir kein schlechtes Gewissen wegen deiner Rezension - du hast als Leserin ein Recht auf Kritik und du hast doch deine Meinung sehr gut begründet!

    Mir ging es genau wie dir mit dem Buch und ich denke, wir werden (gerade unter den Lesern, die schon öfters Fantasy gelesen haben und den Älteren) bestimmt nicht die einzigen sein, denen es so geht :)

    Liebe Grüße
    Virgi

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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von Pooly am Mi 06 Jul 2011, 21:22

    Hallo Fara und Virgi :)

    Erst einmal danke ich euch für die Vorstellungen und für die ausführlichen Meinungen, die ihr zu diesem Buch dargelegt habt. Ich hatte schon davon gehört, da der Klappentext mich aber nicht angesprochen hatte, auch gar nicht weiter drüber nachgedacht, es mir zu holen. Und wie ich jetzt sehe war das wohl auch eine gute Entscheidung.

    Ich finde es gar nicht schlimm, dass deine Rezension so negativ ausgefallen ist, Fara. Ein Buch ist eben ein Buch und nur weil es von einer so jungen Autorin geschrieben wurde, heißt es ja nicht, dass es schlecht sein darf, jeder sollte seine ehrliche Meinung dazu äußern dürfen :)
    Aus Verlagssicht natürlich sehr schön, dass sie einen so jungen Menschen aussuchen und verlegen, seltsam aber, dass sie sich so eine klischeehafte Story ausgesucht haben. Ich meine, die Fülle an unverlangt eingesandten Manuskripten ist ja riesig, warum dann genau dieses Buch? Daran kann man mal wieder die Willkür ablesen, mit der die Auswahl betrieben wird :')

    Schade, dass euch das Buch nicht gefallen hat, dann werde ich mich also auch in Zukunft davon fernhalten. Vielen lieben Dank :)

    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

    Beitrag von Danwaith am Mo 11 Jul 2011, 16:01

    Hier mal meine Rezension zu dem Buch....

    Cayla Kluver
    Alera 01
    Geliebter Feind


    Informationen zum Buch:
    Gebundene Ausgabe: 555 Seiten
    Verlag: Piper
    ISBN-13: 978-3492702164
    Preis: 19,95€

    Alera Reihe:
    1. Geliebter Feind
    2. Zeit der Rache


    Kurzbeschreibung:
    Alera ist nicht nur die Thronfolgerin des Königreichs - sie hat auch ihren eigenen Kopf, und ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit finden am traditionellen Hof nicht immer Anklang. Das Land blickt dunklen Zeiten entgegen. Die lange währende Feindschaft mit dem Nachbarreich droht in einen Krieg zu münden. Und als eines Tages der junge Narian aus dem Feindesland an Aleras Hof auftaucht, ändert sich alles: Ist Narian ein Spion, ein Attentäter oder gar ein Freund? Alera erfährt mehr über das Volk, das sie für ihren erbitterten Gegner hielt. Sie erkennt, dass sie sich unweigerlich in Narian verliebt hat - und dass ihre Liebe nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal des ganzen Königreichs aufs Spiel setzt.


    Eigene Meinung:
    Als Kronprinzessin von Hytanica hat Alera gewisse Pflichten ihrem Land gegenüber und bisher ist sie diesen auch pflichtbewusst nachgekommen. Als Nachfolgerin ihres Vaters muss sie an ihrem 18ten Geburtstag heiraten und dann mit ihrem neuen Ehemann den Thron besteigen. Doch es fällt ihr schwer diese Pflicht zu erfüllen, denn der Heiratsfavorit ihres Vaters, ist eine Person der sie nur Abscheu entgegenbringt. Lord Steldor, der Sohn des Hauptmannes, ist sehr von sich überzeugt und zögert auch nicht wenn es darum geht anderen Leuten von seinen Taten zu berichten. Dazu kommt das er unglaublich attraktiv ist und jede Frau des Königsreichs sich darüber freuen würde ihn zu heiraten. Alle, bis auf eine - Prinzessin Alera. Notgedrungen erträgt sie sein Werben, hält jedoch gleichzeitig nach einem anderen Kanditaten ausschau der den Ansprüchen des Königs gerecht werden könnte.

    Als eines Tages eine Frau aus dem befeindeten Nachbarland Cokyri im Garten des Palastes gefangen genommen wird und kurz darauf mit Hilfe aus dem Kerker flieht, steht fest das die Bedrohung die von Cokyri ausgeht von neuem aufflammt. Kurz darauf wird ein weiterer Bewohner Cokyris gefangen genommen, ein junger Mann namens Narian. Der geheimnissvolle Junge erweckt in Alera Gefühle die sie in dieser Form bisher nie gespürt hatte, doch gleichzeitig scheint eine Gefahr von ihm auszugehen, die Alera, ihre Familie und das gesamte Königreich Hytanica vernichten könnte.

    Alle Zeichen deuten daraufhin das Krieg ausbrechen wird und Alera muss lernen das man nicht immer auf sein Herz hören kann, sondern manchmal zum Wohle anderer sich für die Pflicht und gegen das Glück entscheiden muss.

    Ich muss ganz ehrlich sagen das ich von diesem Buch sehr begeistert bin. Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig, der Schreibstil detailreich und leicht zu lesen und der Plot ist absolut mitreißend. Die Probleme und Gefühle der Charaktere sind so gut rübergebracht, das man sich mit ihnen freut und mit ihnen mittrauert. Vor allem Aleras Konflikt mit ihrem Leibwächter London hat mich sehr mitgenommen und ich habe, jedesmal wenn sie aufeinander trafen, gehofft das er ihr verzeiht. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Narian beginnt langsam und fast heimlich und steigert sich dann zu romantischen Momenten. Doch Alera wird höchstwahrscheinlich Steldor heiraten und sie weiß ganz genau das ihr Vater Narian als Heiratskandidat nicht akzeptieren wird. Zu viele Dinge sprechen gegen ihn. Der sich anbahnende Krieg und die Prophezeiung vom Untergang Hytanicas rutscht keinen Augenblick in den Hintergrund und ist immer präsend, was den Spannungspegel des Buches permament hoch hält.

    Einzig die Momente in denen Alera ihre adligen Freundinnen trifft fand ich immer langweilig, zumal sie für den weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle spielen. Ansonsten war "Geliebter Feind" von der ersten bis zur letzten Seite spannend und fesselnd.

    Ich war überrascht als ich gesehen habe das Cayla Kluver erst 17 Jahre alt ist, doch eines steht fest, schreiben kann sie!

    Fazit:
    "Geliebter Feind" ist spannend und absolut fesselnd. Die Welt die Cayla Kluver da erschaffen hat ist interessant und biete neben der Geschichte um Hytanica noch viele Möglichkeiten die, die Autorin hoffentlich ergreift, denn ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen. Aleras Geschichte hat mich in ihren Bann geschlagen und ich brenne darauf herauszufinden wie es weitergeht. Werde Narian und sie sich wiedersehen? Wird es wirklich zum Krieg kommen und wenn ja, wie wird dieser ausgehen? Fragen über Fragen deren Antworten ich hoffentlich im zweiten Teil "Zeit der Rache" finden werde.

    Ich kann dieses Buch einfach nur jedem empfehlen. Wer es nicht kauft, dem entgeht eindeutig etwas!

    5/5 Sternen

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    Re: Cayla Kluver: Alera- Geliebter Feind

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