Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
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Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Über diesen kurzen Artikel lässt sich meiner Meinung nach gut diskutieren:
(Quelle: dpa)
Die norwegische Schriftstellerin und Journalistin Asne Seierstad ist wegen ihrer Familiengeschichte «Der Buchhändler aus Kabul» zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 250000 Kronen (141.000 Euro) verurteilt worden. Das Gericht in Oslo sah es als erwiesen an, dass die Autorin die Privatsphäre der von ihr porträtierten Suraia Rais verletzt hat, wie Seierstads Anwalt Cato Schiotz am Samstag mitteilte. Seierstad lebte im Jahr 2002 einige Zeit bei der afghanischen Familie. In «Der Buchhändler aus Kabul» schildert sie ihre Erlebnisse und Eindrücke.
(Quelle: dpa)
Zuletzt von Salissa am Mo 23 Aug 2010 - 23:07 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
Re: Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Hm ... :/
Also die Strafe ist schon hoch ...
Aber wenn diese Frau echt nicht wollte, dass bestimmte Dinge ihres Lebens ans Licht dringen, dann hat sie die Autorin wohl mit Recht angeklagt.
Andererseits ... wir können nicht beurteilen wie viel genau eben in die Privatsphäre eingedrungen und wie viel veröffentlich wurde ...
Aber so, wie es dargestellt wird, scheint es doch schon schlimmer gewesen zu sein ...:/
Also die Strafe ist schon hoch ...
Aber wenn diese Frau echt nicht wollte, dass bestimmte Dinge ihres Lebens ans Licht dringen, dann hat sie die Autorin wohl mit Recht angeklagt.
Andererseits ... wir können nicht beurteilen wie viel genau eben in die Privatsphäre eingedrungen und wie viel veröffentlich wurde ...
Aber so, wie es dargestellt wird, scheint es doch schon schlimmer gewesen zu sein ...:/

Danke, Märy! ♥

Alania- Bunte Eule

- Beiträge: 39867
Laune: neutral
Re: Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Hm, klingt krass ...
Also ich weiß ja nicht genau, inwiefern da jetzt private Eindrücke geschildert wurden, aber die Strafe ist ja echt hoch.
Obwohl ... wenn ich so drüber nachdenke ... Wenn jemand einfach über mich und mein Leben irgendwelche Dinge schreiben und veröffentlichen würde, ohne mich zu fragen ... Woah ... >.>
Also ich weiß ja nicht genau, inwiefern da jetzt private Eindrücke geschildert wurden, aber die Strafe ist ja echt hoch.
Obwohl ... wenn ich so drüber nachdenke ... Wenn jemand einfach über mich und mein Leben irgendwelche Dinge schreiben und veröffentlichen würde, ohne mich zu fragen ... Woah ... >.>
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Re: Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Ich finde die ganze Situation auch seltsam ... Aber andererseits kann ich die "Klägerin" auch gut verstehen. Wer wäre schon glücklich damit, wenn in einem Roman ein (möglicherweise) falsches Bild von der eigenen Person verbreitet wird?
Aber die Strafe ist wirklich sehr hoch für eine einfache falsche Darstellung ... Vielleicht hat die Autorin wirklich "heftige" Punkte nicht zutreffend dargestellt oder so etwas in der Richtung?
Aber die Strafe ist wirklich sehr hoch für eine einfache falsche Darstellung ... Vielleicht hat die Autorin wirklich "heftige" Punkte nicht zutreffend dargestellt oder so etwas in der Richtung?
Zuletzt von Salissa am Di 31 Aug 2010 - 16:22 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
Re: Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Sie hätte ja die betreffende Person vorher fragen können, bevor sie ihr Manuskript an einen Verlag abschickt.. O.o.
Ich würde sagen: Selbst schuld.
Ich würde sagen: Selbst schuld.
Re: Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Also... normalerweise ändert man doch die Namen, der Personen in den Büchern, über die eigenen Erfahrungen.. daher kann eigentlich niemand so sehr gekränkt sein. Außer diese Autorin hat den echten Namen dieser Person genutzt... Denn das ist für mich eine berechtigte Strafe. Sowas kann man einfach nicht durchgehen lassen. Wenn man Namen ändert, dann ist es ja egal, denn dann weiß ja niemand, von welcher Person nun die Rede ist.. es könnte jeder sein.
Re: Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Auch wenn man einen Fakenamen nutzt, kann man wegen der Verletzung der Pesönlichkeitsrechte verklagt werden. Ich kenne nun die rechtliche Lage in Norwegen nicht, kann also nur vom deutschen Recht sprechen, aber da sichert ihr euch durch andere Namen nicht ab.
In Deutschland gab es vor einigen Jahren mal einen recht populären Fall von Maxim Billers Buch "Esra" (bei KiWi erschienen): http://www.focus.de/kultur/buecher/verfassungsgericht_aid_135640.html
Sobald man eine Person wiedererkennen kann, kann es schon eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte darstellen und das kann verdammt teuer werden. Die Verlage sichern sich ab, indem im Autorenvertrag meist eine Klausel vorhanden ist, in der der Autor bestätigen muss, das er keine Persönlichkeitsrechte verletzt.
In dem Fall von Esra ist das Buch mittlerweile verboten worden, ihr werdet es also nirgendwo mehr erwerben können, es sei denn, jemand hat das Buch vor dem Verbot erstanden und es musste eine ordentliche Entschädigungssumme gezahlt werden.
Mit Persönlichkeitsrechten sollte man also nicht leichfertig umgehen - zu Recht, wie ich finde. Wenn jemand etwas über eine Person schreiben möchte, soll er sich die Genehmigung holen, ist dies nicht der Fall, kann man davon ausgehen, dass es in einen Verriss ausartet... Also ich finde es gut, dass man da als Geschädigter starke Rechte hat, denn gerade bei bekannten Autoren können die Auswirkungen schon ernorm sein. Viele mögen natürlich auch so eine Negativpropaganda, es gibt natürlich genug Bücher auf dem Markt, in denen handelnde Personen Ähnlichkeiten mit realen Personen haben.
In Deutschland gab es vor einigen Jahren mal einen recht populären Fall von Maxim Billers Buch "Esra" (bei KiWi erschienen): http://www.focus.de/kultur/buecher/verfassungsgericht_aid_135640.html
Sobald man eine Person wiedererkennen kann, kann es schon eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte darstellen und das kann verdammt teuer werden. Die Verlage sichern sich ab, indem im Autorenvertrag meist eine Klausel vorhanden ist, in der der Autor bestätigen muss, das er keine Persönlichkeitsrechte verletzt.
In dem Fall von Esra ist das Buch mittlerweile verboten worden, ihr werdet es also nirgendwo mehr erwerben können, es sei denn, jemand hat das Buch vor dem Verbot erstanden und es musste eine ordentliche Entschädigungssumme gezahlt werden.
Mit Persönlichkeitsrechten sollte man also nicht leichfertig umgehen - zu Recht, wie ich finde. Wenn jemand etwas über eine Person schreiben möchte, soll er sich die Genehmigung holen, ist dies nicht der Fall, kann man davon ausgehen, dass es in einen Verriss ausartet... Also ich finde es gut, dass man da als Geschädigter starke Rechte hat, denn gerade bei bekannten Autoren können die Auswirkungen schon ernorm sein. Viele mögen natürlich auch so eine Negativpropaganda, es gibt natürlich genug Bücher auf dem Markt, in denen handelnde Personen Ähnlichkeiten mit realen Personen haben.

Miyann- User

- Beiträge: 6444
Texte: Miyann
Kunst: Miyann
Sonstiges: Blaarrglll?
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Re: Norwegische Autorin soll Strafe zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre
Naja, wie das nun genau mit dem Recht ist, wusste ich nicht. Aber ich hörte des Öfteren, das ein Namenswechsel reicht. Aber das ist ja auch wohl das mindeste. Ich persönlich schreibe ja auch eine Art Biographie, aber dieses Buch werde ich gar nicht erst veröffentlichen wollen, weil ich niemanden irgendwie in so etwas reinziehen möchte. Das ist mir sowieso viel zu gefährlich. Ich schreibe das Buch als persönliche Erinnerung und damit fertig... Ansonsten schreibe ich nur über erfundene Personen... :-) Da kriegt man wenigstens keine Probleme ;-)
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