Wettkampf um den 34. Ingeborg Bachmann-Preis hat begonnen
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Wettkampf um den 34. Ingeborg Bachmann-Preis hat begonnen
"Nach der Eröffnung am Mittwochabend beginnen an diesem Donnerstagvormittag die Lesungen für den Literaturmarathon im österreichischen Klagenfurt. Die Reihenfolge der Teilnehmer im Wettbewerb um einen der wichtigsten Schriftstellerpreise im deutschsprachigen Raum bestimmt das Los.
Ihre Eröffnungsrede hielt die deutsche Autorin und Bachmann-Gewinnerin von 1998, Sibylle Lewitscharoff, «Über die Niederlage». Sie schlug einen weiten Boden von den «Spezialisten der Niederlage», Hiob und Jesus, bis zu den in Klagenfurt antretenden Jungautoren, auf die eher eine weiche Niederlage warte. «Mir ist nicht bekannt, dass sich nach Empfang der Urteile jemand getötet hätte, zuvor gar mit einem nach Rache lechzenden Pamphlet, einer Aufforderung zur Generalumkehr, an die Öffentlichkeit getreten wäre», sagte sie laut Redemanuskript.
14 eher unbekannte Autoren kämpfen mit bisher unveröffentlichten Texten um die 25 000-Euro-Auszeichnung, die auch viel schriftstellerischen Ruhm mit sich bringt. Neun der Bewerber kommen aus Deutschland, drei aus Österreich und zwei aus der Schweiz. Mit nur fünf Teilnehmerinnen ist der weibliche Anteil geringer als in den Jahren zuvor.
Auf alle Jungautoren wartet eine intellektuelle Castingshow: Sie lesen ihre Texte selbst der aus sieben Experten bestehenden Jury vor und müssen sich hinterher ihrem Urteil stellen. Dabei geht es nicht immer wohlwollend zu - manch einem Teilnehmer stiegen dabei in der Vergangenheit schon die Tränen in die Augen. Neues Jurymitglied ist 2010 der deutsche Autor und Literaturjournalist Hubert Winkels. Den Vorsitz hat wie in den Jahren zuvor Burkhard Spinnen.
Der Sender 3sat überträgt die bis Samstag dauernden Lesungen stundenlang live. Über Nacht müssen sich die Experten dann auf einen Gewinner geeinigt haben, der am Sonntagvormittag gekürt wird. Im vergangenen Jahr machte der deutsche Autor Jens Petersen mit seinem Roman «Bis dass der Tod» über Sterbehilfe in einer Liebesbeziehung das Rennen. Während in früheren Jahren oft absolute Literatur-Neulinge unter den Teilnehmern waren, müssen sie heute bereits Texte veröffentlicht haben."
(Quelle: dpa)
Ihre Eröffnungsrede hielt die deutsche Autorin und Bachmann-Gewinnerin von 1998, Sibylle Lewitscharoff, «Über die Niederlage». Sie schlug einen weiten Boden von den «Spezialisten der Niederlage», Hiob und Jesus, bis zu den in Klagenfurt antretenden Jungautoren, auf die eher eine weiche Niederlage warte. «Mir ist nicht bekannt, dass sich nach Empfang der Urteile jemand getötet hätte, zuvor gar mit einem nach Rache lechzenden Pamphlet, einer Aufforderung zur Generalumkehr, an die Öffentlichkeit getreten wäre», sagte sie laut Redemanuskript.
14 eher unbekannte Autoren kämpfen mit bisher unveröffentlichten Texten um die 25 000-Euro-Auszeichnung, die auch viel schriftstellerischen Ruhm mit sich bringt. Neun der Bewerber kommen aus Deutschland, drei aus Österreich und zwei aus der Schweiz. Mit nur fünf Teilnehmerinnen ist der weibliche Anteil geringer als in den Jahren zuvor.
Auf alle Jungautoren wartet eine intellektuelle Castingshow: Sie lesen ihre Texte selbst der aus sieben Experten bestehenden Jury vor und müssen sich hinterher ihrem Urteil stellen. Dabei geht es nicht immer wohlwollend zu - manch einem Teilnehmer stiegen dabei in der Vergangenheit schon die Tränen in die Augen. Neues Jurymitglied ist 2010 der deutsche Autor und Literaturjournalist Hubert Winkels. Den Vorsitz hat wie in den Jahren zuvor Burkhard Spinnen.
Der Sender 3sat überträgt die bis Samstag dauernden Lesungen stundenlang live. Über Nacht müssen sich die Experten dann auf einen Gewinner geeinigt haben, der am Sonntagvormittag gekürt wird. Im vergangenen Jahr machte der deutsche Autor Jens Petersen mit seinem Roman «Bis dass der Tod» über Sterbehilfe in einer Liebesbeziehung das Rennen. Während in früheren Jahren oft absolute Literatur-Neulinge unter den Teilnehmern waren, müssen sie heute bereits Texte veröffentlicht haben."
(Quelle: dpa)
Re: Wettkampf um den 34. Ingeborg Bachmann-Preis hat begonnen
Wow, von diesem Preis bzw. Marathon wusste ich ja bislang gar nichts oO
scheint ja eine spannende Sache zu sein, ich drücke den ganzen Autoren jedenfalls fest die Daumen *drück*
Anschauen werde ich es mir dann aber wohl doch nicht, denn sooo interessiert bin ich nun auch wieder nicht ^^""
Mir gefällt das bloß nicht, dass die anscheinend auch richtig kritisiert werden oO
Es ist doch schon ein Erfolg genug, es überhaupt zu einem Manuskript geschafft zu haben, schließlich ist das ja nicht immer leicht, sein Werk zu vollenden. Das benötigt Zeit und Arbeit.
dafür sollten sie nicht beurteilt werden :S Schließlich hat ja jeder einen anderen Buchgeschmack
Aber das ist ja nur meine Meinung, ist keine schlechte Idee ^.^ besonders das Preisgeld scheint ja hoch zu sein xD
Lg Pam
scheint ja eine spannende Sache zu sein, ich drücke den ganzen Autoren jedenfalls fest die Daumen *drück*
Anschauen werde ich es mir dann aber wohl doch nicht, denn sooo interessiert bin ich nun auch wieder nicht ^^""
Mir gefällt das bloß nicht, dass die anscheinend auch richtig kritisiert werden oO
Es ist doch schon ein Erfolg genug, es überhaupt zu einem Manuskript geschafft zu haben, schließlich ist das ja nicht immer leicht, sein Werk zu vollenden. Das benötigt Zeit und Arbeit.
dafür sollten sie nicht beurteilt werden :S Schließlich hat ja jeder einen anderen Buchgeschmack
Aber das ist ja nur meine Meinung, ist keine schlechte Idee ^.^ besonders das Preisgeld scheint ja hoch zu sein xD
Lg Pam
Re: Wettkampf um den 34. Ingeborg Bachmann-Preis hat begonnen
Ah, eine interessante Sache, Virgi! Davon habe ich bisher auch noch nichts gehört. Also im allgemeinen halte ich ja nicht so viel von solchen Casting-Shows, aber die Idee dahinter ist gut und das Preisgeld ... hui ^^
Weiß man denn jetzt schon, wer gewonnen hat?
Und ²Pam: Na ja sicher müssen die da auch kritisiert werden. Nur weil man ein Manuskript vollendet hat, heißt es ja nicht, dass es gut ist. Und außerdem muss man sich ja als Autor immer weiter verbessern, also wird die Kritik der Jury sicherlich auch helfen (:
Klar hat jeder einen anderen Geschmack, aber einige Richtlinien gibt ja immerhin auch (:
Mich würde stören, dass ich meinen Text würde vorlesen müssen. Ich hab nicht so die perfekte Leserstimme und irgendwie wären ja dann die, denen es genauso geht, benachteiligt, oder?
Hm ...
Weiß man denn jetzt schon, wer gewonnen hat?
Und ²Pam: Na ja sicher müssen die da auch kritisiert werden. Nur weil man ein Manuskript vollendet hat, heißt es ja nicht, dass es gut ist. Und außerdem muss man sich ja als Autor immer weiter verbessern, also wird die Kritik der Jury sicherlich auch helfen (:
Klar hat jeder einen anderen Geschmack, aber einige Richtlinien gibt ja immerhin auch (:
Mich würde stören, dass ich meinen Text würde vorlesen müssen. Ich hab nicht so die perfekte Leserstimme und irgendwie wären ja dann die, denen es genauso geht, benachteiligt, oder?
Hm ...
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Re: Wettkampf um den 34. Ingeborg Bachmann-Preis hat begonnen
Hallo ihr zwei,
ich finde die Idee eines solchen Wettstreites auch klasse (soweit ich weiß, handelt es sich bei diesem Preis auch um einen seriösen) - schade nur, dass unbekannte Autoren nicht mehr teilnehmen können, es wäre eine gute Chance, da es ja heutzutage für Neulinge leider ziemlich schwierig ist, ihre Texte an die Öffentlichkeit zu bringen.
Mit dem Vorlesen hätte ich auch so meine Probleme, ich mag meine Stimme gar nicht -.-
Ich füge den Artikel über die Gewinner hier einfach mal ein:
"Der deutsche Autor Peter Wawerzinek ist der Gewinner des Ingeborg-Bachmann-Preises 2010. Auch der Publikumspreis ging an Wawerzinek. Weitere Preisträger sind Judith Zander und Aleks Scholz. Die Preisverleihung fand Sonntag mittag in Klagenfurt statt.
Wawerzinek gewann mit dem Text "Rabenliebe" über eine Kindheit in einem DDR-Waisenkind. Wawerzineks Prosa sei voller "Glut und Herzschlag", so hieß es in der Jurydiskussion. Die Laudatio hielt Jurorin Meike Feßmann, die den Autor für den Wettbewerb vorgeschlagen hatte. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Publikumspreis ging ebenfalls an Wawerzinek (dotiert mit 7000 Euro). "Rabenliebe" erscheint im Herbst 2010 bei Galiani Berlin.
Dorothee Elmiger, aufgewachsen in der Schweiz und mittlerweile in Berlin lebend, gewann den mit 10.000 Euro dotieren Kelag-Preis. "Eine originelle und für eine so junge Autorin unglaublich clever gemachte Prosa", so Kritiker Hubert Winkels während der Jurydiskussion. Elmiger wurde von Paul Jandl vorgeschlagen. Ihre "Einladung an die Waghalsigen" erscheint im August bei DuMont..
Judith Zander gewann den 3sat-Preis (7.500 Euro). Zander wurde von Hildegard E. Keller vorgeschlagen, sie hielt auch die Laudatio. Der Roman "Dinge, die wir heute sagten" erscheint im Herbst bei dtv, ein Band mit Übersetzungen des amerikanischen Lyrikers Bob Hicok im Frühjahr 2011 bei Luxbooks.
Der Ernst-Willner-Preis ist mit 7.000 Euro dotiert und geht an Aleks Scholz. Scholz wurde von Hubert Winkels für den Wettbewerb nominiert. Scholz ist promovierter Astronom, lebt und arbeitet zur Zeit in Irland. Zusammen mit Kathrin Passig veröffentlichte Scholz u.a. "Verirren - eine Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene.""
(Quelle: Rowohlt).
ich finde die Idee eines solchen Wettstreites auch klasse (soweit ich weiß, handelt es sich bei diesem Preis auch um einen seriösen) - schade nur, dass unbekannte Autoren nicht mehr teilnehmen können, es wäre eine gute Chance, da es ja heutzutage für Neulinge leider ziemlich schwierig ist, ihre Texte an die Öffentlichkeit zu bringen.
Mit dem Vorlesen hätte ich auch so meine Probleme, ich mag meine Stimme gar nicht -.-
Ich füge den Artikel über die Gewinner hier einfach mal ein:
"Der deutsche Autor Peter Wawerzinek ist der Gewinner des Ingeborg-Bachmann-Preises 2010. Auch der Publikumspreis ging an Wawerzinek. Weitere Preisträger sind Judith Zander und Aleks Scholz. Die Preisverleihung fand Sonntag mittag in Klagenfurt statt.
Wawerzinek gewann mit dem Text "Rabenliebe" über eine Kindheit in einem DDR-Waisenkind. Wawerzineks Prosa sei voller "Glut und Herzschlag", so hieß es in der Jurydiskussion. Die Laudatio hielt Jurorin Meike Feßmann, die den Autor für den Wettbewerb vorgeschlagen hatte. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Publikumspreis ging ebenfalls an Wawerzinek (dotiert mit 7000 Euro). "Rabenliebe" erscheint im Herbst 2010 bei Galiani Berlin.
Dorothee Elmiger, aufgewachsen in der Schweiz und mittlerweile in Berlin lebend, gewann den mit 10.000 Euro dotieren Kelag-Preis. "Eine originelle und für eine so junge Autorin unglaublich clever gemachte Prosa", so Kritiker Hubert Winkels während der Jurydiskussion. Elmiger wurde von Paul Jandl vorgeschlagen. Ihre "Einladung an die Waghalsigen" erscheint im August bei DuMont..
Judith Zander gewann den 3sat-Preis (7.500 Euro). Zander wurde von Hildegard E. Keller vorgeschlagen, sie hielt auch die Laudatio. Der Roman "Dinge, die wir heute sagten" erscheint im Herbst bei dtv, ein Band mit Übersetzungen des amerikanischen Lyrikers Bob Hicok im Frühjahr 2011 bei Luxbooks.
Der Ernst-Willner-Preis ist mit 7.000 Euro dotiert und geht an Aleks Scholz. Scholz wurde von Hubert Winkels für den Wettbewerb nominiert. Scholz ist promovierter Astronom, lebt und arbeitet zur Zeit in Irland. Zusammen mit Kathrin Passig veröffentlichte Scholz u.a. "Verirren - eine Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene.""
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