Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

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    Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Tin am Mo 07 Jun 2010, 09:14



    Handlung
    (amazon.de):
    Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der Augensammler keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt...

    Meine Meinung:
    Gestern morgen begonnen, gestern Nachmittag beendet - ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und wieder einmal hat mich Fitzek nicht enttäuscht! Sicherlich ist einiges an diesem Buch anders, als man es von seinen früheren Werken gewohnt ist (ein besonderes Detail ist springt dem Leser schon beim Aufschlagen des Buches ins Auge), er erzeugt die "Spannung" auf andere Art und Weise, schon alleine deshalb, weil diesmal die Erzählperspektiven wechseln.
    Ich denke, dies könnte für den ein oder anderen sicher ein Kritikpunkt sein - ich liebe solche Wechsel allerdings und fand sie daher sehr gelungen!! :)
    Wieder einmal eine brillante, makabere und wirklich grauenhafte Story. Interessant sind vor allem wieder die Wendepunkte, die sich erst zum Ende hin auftun bzw. erklären. Zwar war sie diesmal nicht ganz so undurchsichtig wie die Vorgänger, ich lag mit meiner Vermutung (ENDLICH!! ^^) richtig, wer der Täter sei und ich persönlich habe mich über das Ende sehr geärgert (nicht, weil es schlecht war, sondern aus dem einfachen Grund, dass... naja, vielleicht findet ihr das ja selber raus^^) - aber alles in allem tut das dem Ganzen keinen Abbruch und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wink
    Empfehlenswert!!

    Interessant: Interview mit Sebastian Fitzek!
    Spoiler:
    Interview mit Sebastian Fitzek zu „Der Augensammler“

    Herr
    Fitzek, haben Sie eigentlich Angst im Dunkeln?

    Kommt drauf
    an, was ich vorher gemacht habe. Wenn ich gerade einen
    spannenden
    Thriller gesehen oder gelesen habe, dann sind dunkle Keller
    nicht
    gerade mein bevorzugter Aufenthaltsort. Allerdings habe ich (unter
    anderem) die Macke, dass ich nur bei kompletter Dunkelheit einschlafen
    kann – selbst ein Standbylämpchen des Fernsehers kann mich da schon
    stören.

    Da Sie Ihren Lesern quasi Alpträume auf dem
    literarischen Silbertablett servieren – verraten Sie uns, ob Sie selber
    einen Alptraum haben, der Sie nachts einholt?

    Ja – und den
    habe ich natürlich gleich verbraten, damals schon in meinem Erstling
    „Die Therapie“. Ich fahre nachts mit meiner Freundin im Auto und wir
    können die Küste nicht finden, zu der wir eigentlich wollen. Die Straße
    ist sehr eng und führt durch einen dunklen, dichten Wald. Ich denke mir:
    „Mensch, wir müssten doch schon längst am Meer sein, so lange, wie wir
    schon unterwegs sind“, da lichtet sich auf einmal der Wald und ich
    erkenne, dass wir die gesamte Zeit nicht auf einer Straße sondern auf
    einem Steg gefahren sind. Der Steg führt weit über das offene Meer und
    hört plötzlich auf – ich sehe das Ende und kann nicht bremsen. Sobald
    das Auto abhebt und in den tosenden Wellen zu versinken droht, wache ich
    auf. Das ist so in etwa der Alptraum, der Viktor Larenz auf Parkum
    heimsucht.

    Im „Augensammler“ geht es um einen
    mörderischen Wettlauf gegen einen Mann, der ritualisierte Morde an
    Frauen und Kindern vollzieht. Auf den ersten Blick wirkt das
    ausschließlich grausam, auf den zweiten zeigt sich ein krankhaftes, aber
    logisches System. Wie kommen Sie zu so einem Motiv – legen Sie diese
    Plots an reale Fälle an oder fallen Sie Ihnen einfach ein?

    In
    diesem Fall entspringt das Szenario meiner Phantasie und ich hoffe,
    dass es dafür keine Parallele in der Realität gibt. Aber meine Erfahrung
    zeigt, dass die Wirklichkeit die Fiktion an Grausamkeit leider oftmals
    um Längen schlägt.

    Ebenso beeindruckend wie beklemmend
    ist Ihr medizinisches Wissen, zum Beispiel in der Szene mit der
    eingeschweißten Frau. Wie recherchieren Sie diese Details?

    Zuerst
    einmal habe ich eine bestimme Szene in meinem Kopf. Ich weiß genau, wie
    es in diesem Keller aussieht und was mit der eingeschweißten Frau
    geschieht. Dann versuche ich dieses Bild in meinem Kopf zu „zeichnen“,
    indem ich es anfangs ohne Recherche herunter schreibe. Ich gestehe, das
    Schreiben hat auch den Effekt, dass ich das schreckliche Bild (für eine
    kurze Zeit) aus meinem Kopf bekomme.
    Dann erst beginne ich in
    Büchern und im Internet zu recherchieren, ob ein solcher oder ähnlicher
    Zustand zuvor schon einmal dokumentiert wurde. Ich gebe das Kapitel dann
    Ärzten zu lesen und nehme am Ende die notwendigen Korrekturen vor.
    Viele
    gehen sicher andersherum vor – aber ich persönlich mag keine Bücher und
    Filme, denen man anmerkt, dass sich da jemand durch
    gerichtsmedizinische Literatur gewälzt hat, auf der Suche nach möglichst
    grausamen Todesarten. Das kennt man zum Beispiel von den späteren
    SAW-Folgen (die erste hat mir noch sehr gefallen).
    Wenn ich explizite
    Gewalt schildere, (meist seelische), dann ergibt die an dieser Stelle
    einen übergeordneten Sinn im Gesamtgefüge. Ich baue meine Geschichten
    nicht um derartige Stellen herum, sondern sie entwickeln sich während
    des Schreibens von alleine. Deswegen steht bei mir in der Regel erst die
    Phantasie und dann die Recherche. Aber das ist keine starre Regel.
    Selbstverständlich stoße ich auch während meiner Recherche auf
    interessante Fakten, die mich dann wieder inspirieren – meist für ein
    neues Buch.

    Die Seitennummerierung des Buches verläuft
    entgegengesetzt. Stand das von Anfang an fest oder haben Sie das
    „unterwegs“ entschieden?

    Das stand von Anfang an fest,
    nachdem ich den Prolog schrieb und dachte, dass könnte ebenso gut ein
    Epilog sein. Nicht nur die Seitenzahlen laufen daher rückwärts, auch die
    Kapitelnummerierungen.

    Sie schreiben über seelische
    Abgründe, perfide Verbrechen und strauchelnde Menschen – wie schreibt
    man so etwas, ohne sich selbst darin zu verlieren? Abgedunkelte
    Schreibhöhle oder lichtdurchflutetes Arbeitszimmer?

    Gute
    Frage! Erst kürzlich habe ich darüber nachgedacht, dass es schon paradox
    ist: Aber je grausamer eine Geschichte ist, desto schöner muss der
    Ausblick sein, den ich beim Schreiben habe. Aus diesem Grund habe ich
    meinen Schreibtisch in den Wintergarten gewuchtet. Der ist zwar viel zu
    groß für den kleinen Raum und sieht auch nicht besonders aus, aber von
    hier aus habe ich einen herrlichen Blick in den bewaldeten Garten und
    auf einen Mini-Teich. Ich glaube, das stellt den Ausgleich her, wenn ich
    ein verliebtes Entenehepaar beobachte, während der Held meines Buches
    gerade am Ersticken ist.

    Im Augensammler schaffen Sie
    das Kunststück, trotz der grausamen Faszination des Mörders und seiner
    Taten die eigentliche Spannung in die Figur des Ermittlers zu legen. Wer
    war zuerst da, der Gute oder der Böse?

    Die Blinde! Ich
    hatte von Anfang an Alina Gregoriev, die blinde Physiotherapeutin vor
    Augen, die behauptet, sie könne bei bestimmten Menschen durch bloße
    Berührungen in deren Vergangenheit sehen. Und zuletzt habe sie den
    Augensammler behandelt und seine Morde „gesehen“. Für mich ist Alina die
    heimliche Hauptfigur, nicht zuletzt weil ich mich ein Jahr lang
    intensiv mit der Welt der Blinden und Sehbehinderten beschäftigt habe.
    Ich stand mit über zwanzig Blinden in direktem Austausch, habe sie
    interviewt, mich mit ihnen getroffen und die wesentlichen Kapitel vorab
    zum Lesen gegeben. Die Einblicke, die mir gewährt wurden, waren so
    faszinierend (nehmen Sie nur mal die Frage, wie blind Geborene träumen),
    dass ich das alles gar nicht in einem Buch unterbekommen habe.

    Was
    fällt Ihnen leicht zu schreiben, was finden Sie besonders schwer?

    Das
    kann ich so allgemein nicht beantworten. Schreiben ist für mich wie
    Sport. Man muss sich jeden Tag aufs Neue motivieren und den inneren
    Schweinehund überwinden, der immer schönere Tätigkeiten findet, wenn man
    das Glück hat, sich seinen Tag selbst einzuteilen. Am Anfang ist es
    dann manchmal beschwerlich, aber wenn man dann mittendrin ist (und zu
    schwitzen beginnt;) macht es auf einmal plötzlich Spaß und alles scheint
    wie von selbst zu laufen. Am Schönsten aber ist es, wenn man das Ende
    erreicht hat und mit einem guten Gefühl unter der Dusche steht - oder
    vor dem Kühlschrank. Passt auch beides auf Sport und Schreiben.

    Wie
    geht Ihnen nach dem Ende eines Buches? Leben die Hauptfiguren weiter
    oder sind sie mit dem Schlusspunkt dann auch ruhig?

    Die
    leben weiter. Zumindest die, die mir ans Herz gewachsen sind, und das
    können sogar die Bösen sein. Daher tauchen bestimmte Figuren auch in
    anderen Büchern wieder auf, allerdings nur am Rande. Obwohl – beim
    Augensammler denke ich tatsächlich über eine Trilogie nach.

    Und
    wer liest als Erstes gegen?

    Meine Freundin Sandra. Da kann
    sie sich gar nicht gegen wehren.

    Angesichts der
    menschlichen Abgründe und Nöte, die Sie zeigen – was sind Sie selbst für
    ein Typ? Halb volles oder halb leeres Glas Wasser?

    Sie
    denken, da ist Wasser drin? Dann nehmen Sie mal einen Schluck. Nur zu.
    Aber sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt …

    Und
    wo wir schon bei den Flüssigkeiten sind – gibt es bestimmte Getränke,
    Rituale, Musik, die für Sie beim Schreiben wichtig sind?

    Nee,
    eigentlich nicht. Ich hab es mal mit Musik versucht. Ausgewählte
    Filmmusiken, die mich vielleicht motivieren und inspirieren. Das war
    toll, ich hatte wirklich tausende von Bildern im Kopf. Aber ich war so
    abgelenkt, ich konnte nichts davon zu Papier bringen.
    Ich brauche
    wirklich nur einen Laptop und Strom. Na ja, und meinen Schreibtisch im
    Wintergarten, da geht’s am besten.

    Aggression,
    Frustration und Verletzungen – wie reagieren Sie selbst sich ab? Sie
    sind Sie ein Mensch, der explodiert oder implodiert?

    Da
    fragen Sie mal besser meine Freundin. Die würde sagen, dass ich sehr
    aufbrausend bin. Vor allen Dingen, wenn ich müde und hungrig bin und
    Sandra meine Geschichte kritisiert – die schlimmste Kombination in der
    Sie mich antreffen können. Sie hält – kein Witz – für den Fall der Fälle
    immer ein Snickers bereit. Ich selbst weise das aufs Heftigste zurück
    und halte mich (Sternzeichen Waage!) für den ausgeglichensten Menschen
    der Welt.

    Lieber Herr Fitzek, wenn Sie als Buchhändler
    einem Kunden das Buch empfehlen würden – mit welchen drei Schlagworten
    würden Sie es beschreiben?

    Auf. Eigene. Gefahr.

    Quelle: www.amazon.de
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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Jojo am Mo 07 Jun 2010, 09:36

    Danke für die Vorstellung :]
    Das hört sich ja super an. Ist das Buch neu? Ich hab noch nie was davon gehört ^^
    Ich werd es mir sicherlich kaufen, ich mag die Bücher von Fitzek und das hört sich mal wieder wirklich gut an Wink

    LG Jojo
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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Tin am Mo 07 Jun 2010, 10:20

    Ja, ist es =) Ist am... 4., glaube ich, erst erschienen. Wink
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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Dawn am Mo 07 Jun 2010, 10:22

    Hey,

    uh davon hab ich noch gar nichts gehört.
    Danke für die Vorstellung.
    Sollte ich sobald wie es möglich ist auch kaufen :)

    Lg, Alex
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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Pooly am Di 08 Jun 2010, 08:25

    Hey Tin!
    Ah, wie cool, danke für die Vorstellung!
    Das Buch steht schon auf meiner Liste, deswegen freut es mich total, eine gute Rezension hier im Forum darüber zu lesen. Der Inhalt klingt einfach total interessant und spannend. Hm :]
    Werd ich mir auf jeden Fall irgendwann zulegen.


    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Jojo am Mo 26 Jul 2010, 20:50

    Hey.

    Ich habs jetzt auch gelesen. Hatte es mir von einer Freundin ausgeliehen und es mal eben innerhalb weniger Tage durchgelesen.

    Das Buch fand ich eindeutig besser, als das das andere, halbwegs neue von ihm. Mir ist gerade der Name entfallen, sorry.
    Mir hat hier besonders der Wechsel zwischen der Erzählperspektiven gefallen. Das war wirklich mal was anderes irgendwie. Obwohl das ja nicht unbedingt wenig vorkommt. Aber es passt hier zu diesem Buch sehr gut.
    Auch ich lag zum ersten mal in meiner Krimi-Thriller-Leser-Karriere richtig mit dem Täter. *stolz ist*
    Aber das fand ich gar nicht so stöernd, dass man es irgendwie doch schon etwas eher gewusst hat, bevor es aufgelöst wurde.
    Das Ende fand ich wirklich etwas ... gemein. Aber troztdem irgendwie gelungen. Aber ich will jetzt nicht zu viel verraten. Deshalb hier mal kurz ein Spoiler:
    Spoiler:
    Ich fand's irgendwie total klasse, dass es scheinbar nicht so ein "Friede-Freude-Eier-Kuchen-Ende war. Denn durch die Visionen von Alina wurde doch irgendwie klar, dass der Junge eigentlich stirbt, oder hab ich das irgendwie falsch in Erinnerung?

    Also ich kann das Buch wirklich empfehlen. Nicht nur an Fitzek-Fans, sondern auch an alle anderen, die gerne mal einen guten Thriller lesen wollen Wink

    LG Jojo
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    Zitat aus: Wie Fackeln im Wind

    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Goldstaub am Mo 26 Jul 2010, 22:22

    Also ich habe vor mir dieses Buch zu kaufen, da mir die Beschreibung absolut gut gefällt. :-) Allerdings bin ich ein bisschen skeptisch, da ich SEELENBRECHER auf Seite 120 abgebrochen habe, da immer noch nichts interessantes passiert ist.....
    Ob sich das Geld wirklich lohnt? Naja... möge mal wieder Geschmackssache sein, nicht wahr? Aber ich werds lesen.. :-)
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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Dawn am Mo 24 Jan 2011, 12:21

    Hey,

    ich habe das Buch jetzt heute Nacht durchgelesen und obwohl ich vorher müde war, war diese Müdigkeit schnell verflogen.
    Es war wirklich äußerst gut geschrieben. Ich liebe diesen spannenden und doch auch lockeren Schreibstil. Sebastian Fitzek schreibt wie es ist und lässt auch keine unschönen Details die andere Autoren aufgrund des "Ekels vor dem Wort" niemals benutzen würde.
    Er beschreibt wie sie beim weglaufen in einen Kackhaufen <-- ja das Wort benutzt er dafür tritt und generell sein Schreibstil...bis auf Splitter mag ich wirklich alle seine Werke.

    Für mich der einzige deutsche (und sogar von den internationalen) Psychothrillerautor von dem ich jemals etwas gelesen habe und fasziniert war.
    Und das mag auch sehr gut daran liegen das er einer der wenigen ist der keine Story erzählt sondern alles ins kleinste Detail mit Psychologen, Polizisten etc. recherchiert um kein weiteres Märchen zu erzählen, dass doch nur an Fiktion grenzt.

    Da ich ein Coverfan bin habe ich eine andere Coverversion mit einem Auge, die meiner Meinung nach besser passt. Es ist die billigere (nur etwas über 10€) Weltbildversion. Es ist irgendwie eine Mischung aus Hardcover und Taschenbuch...schwer zu erklären aber für mich positiv, da es zwar knickbar ist wie ein Taschenbuch, aber davon am Rand keine KNickränder entstehen können, weil es doch härter ist. xD
    Von der Story her fand ich das Buch auch sehr gut.

    Zum Inhalt.
    Ich fand die Idee wirklich gelungen.
    Vor allem aber hat mir der Ausflug in die Welt der Blinden gefallen. Wie er im Nachwort auch sagt, er hat wirklich sehr gut recherschiert und manche Sachen habe ich mich schon immer gefragt und er hat Antworten gegeben. Was sehen Blinde. Sehen sie alle das Gleiche? Wie träumen sie wenn sie schonmal sehen konnten in der Kindheit, wie Träumen sie wenn sie schon immer blind waren etc.
    Aber es ist faszinierend was Blinde zustande kriegen. Vor allem die im Nachwort erwähnte Realperson aus der Alina entstanden ist. Skispringen als Blinder...WOW.
    Also für mich eine sehr spannende Story.

    Die wechselnden Erzählperspektiven haben mir sehr gefallen, aber der Grund warum das Buch vom Epilog zum Prolog geschrieben wurde, die Kapitel also Rückwärts beschriftet wurden, ist mir dann erst am Ende klargeworden. Und ich war wirklich überrascht.

    Spoiler:
    Das Frank der Augensammler ist hab ich irgendwie ab dem Moment gewusst, wo Alina und Frank sich im Auto unterhalten und er erzählt das sie ihm die Tür vor der Nase gestoßen hat und so...ich weiß nicht wieso aber ab da hatte ich irgendwie das Gefühl das er es ist. Auch wenn ich niemals dachte das das was Alina erzählt die Zukunft ist und dann mit Julian passieren wird. Das war echt überraschend.
    Außerdem wird glaube ich gar nicht aus Franks Perspektive (außer in den Mails) geschrieben oder hab ich das nur wieder vergessen?

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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Elbenwind am So 20 Nov 2016, 14:40

    Hallo
    ich habe das Buch gerade vor einer halben Stunde fertig gelesen und musste sofort nachschauen, wie das Buch bei euch angekommen ist (vorwiegend positiv, wie ich sehe)!

    Das war mein erster Fitzek-Roman und wird sicher nicht der letzte sein! Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch, unterstützt durch wechselnde Erzählperspektiven, nicht (oder schwer) vorhersehbaren Wendungen und interessanten Charakteren. Das Buch ist rückwärtsnummeriert und beginnt mit dem Epilog, wobei die Geschichte trotzdem in chronologischer Reihenfolge erzählt wird. Am Ende des Buches geht alles schlüssig auf, auch der Sinn der Rückwärtsnummerierung.

    Ein brillant durchdachter Fall, der unter die Haut geht. Ich bin schon sehr gespannt auf Teil 2.

    Für diesen Thriller vergebe ich gerne 5 Sterne!
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    Danke Tin, für den Hinweis auf das sehr interessante Interview mit Sebastian Fitzek zu diesem Buch!
    Ich habe es mir sofort durchgelesen und fand es sehr aufschlussreich!
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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

    Beitrag von Teleri am Di 13 Jun 2017, 16:38

    Also von mir gibts für diesen Zweiteiler satte 4 von 5 Sternen. Ich konnte es super leicht lesen, die Geschichte war packend und was für mich ganz besonders an den Fitzeks ist, man vergisst total, dass es eigentlich in Deutschland spielt, man kennt die Städte, die Orte manches Mal und doch ist es aufregend und spannend. Man hält es nicht einmal für unmöglich.

    Einzig und allein seine mythischen Aspekte, die ich an manchen Stellen unglaublich gelungen finde, benutzt er manches Mal zu stark. Aber das ist auch der einzige Punkt, den ich kritisiere.
    Er ist ein unglaublich begabter Schriftsteller und was ich besonders an ihm liebe, ist die Art, wie er mit Kritik und Lob umgeht.
    Dank ihm habe ich auch meine Freude an Büchern generell wieder gefunden.

    Doch, ich kann den Hype um ihn sehr verstehen Very Happy

    glg Nele

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    Re: Sebastian Fitzek - Der Augensammler [Alexander Zorbach #1]

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 18 Okt 2017, 22:20