Akademie der Künste stellt verbotenen Roman von Boris Djacenko vor
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Akademie der Künste stellt verbotenen Roman von Boris Djacenko vor
Akademie der Künste stellt verbotenen Roman von Boris Djacenko vor
Berlin (ddp). Über 50 Jahre nach seiner Entstehung wird der zweite Teil des in der DDR verbotenen Romans «Herz und Asche» von Boris Djacenko erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Schauspieler Gunter Schoß liest am Montag in der Akademie der Künste in Berlin aus dem Buch.
Die Veröffentlichung des Romans war 1958 von der SED-Führung gestoppt worden, weil sich der Autor darin einem Tabuthema widmete: die Vergewaltigung deutscher Frauen durch Angehörige der Roten Armee. Djacenko, der bis dahin als linientreuer Schriftsteller galt, musste nach jahrelangen Diskussionen, Rechtfertigungen und Auseinandersetzungen die Hoffnung auf eine Veröffentlichung begraben, wie die Akademie mitteilte. Der Autor starb 1975.
Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Werner Liersch rettete das mutmaßlich einzige noch existierende Exemplar der aufgebundenen Druckfahnen des Textes und übergab es jetzt an das Literaturarchiv der Akademie der Künste. Neben der Vorstellung des Buchs wird es eine Präsentation zu Leben und Werk von Boris Djacenko geben.
Die Leiterin des Literaturarchivs, Sabine Wolf, sagte, mit der Veranstaltung wolle man auch Verlage für das Buch interessieren. Das Literaturarchiv hat Djacenkos Erben zu der Veranstaltung eingeladen. Eine Antwort ist laut Wolf bislang nicht eingetroffen.
Der erste Teil von «Herz und Asche» war 1954 erschienen. Darin geht es um Carla Lautenschläger, die 1944 dem flüchtigen sowjetischen Zwangsarbeiter Igor Pertuchow hilft und so in den Kreis einer Widerstandsgruppe gerät. Während Igor die Flucht gelingt, werden Carla und andere Mitglieder der Gruppe verhaftet.
Im zweiten Teil von «Herz und Asche» werden die Wege der Figuren vor dem Hintergrund des Einmarsches der Roten Armee weiterverfolgt. Dabei wird die Vergewaltigung Carlas ebenso thematisiert wie das stalinistische Gulagsystem. Auch schreibt Djacenko über die russische Jagd auf deutsche Raketentechniker nach dem Kriegsende.
Quelle:ddp

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Re: Akademie der Künste stellt verbotenen Roman von Boris Djacenko vor
Hey :)
Wow, das freut mich irgendwie ^.^
Dass sie den Roman retten konnten und nun doch veröffentlichen. Zwar werde ich den wohl nie in die Hand nehmen, aber irgendwie ... ist das eine schöne Geschichte ^.^
glg, Juny
Wow, das freut mich irgendwie ^.^
Dass sie den Roman retten konnten und nun doch veröffentlichen. Zwar werde ich den wohl nie in die Hand nehmen, aber irgendwie ... ist das eine schöne Geschichte ^.^
glg, Juny
Re: Akademie der Künste stellt verbotenen Roman von Boris Djacenko vor
Ah, ein kleiner Erfolg.
Schön, dass das Stück Literatur "gerettet" werden konnte. Ich denke sowieso, dass es besonders bei zensieren oder indizierten Werken wichtig ist, den Inhalt immer wieder zu überprüfen, denn wie man sieht, werden oft auch Werke zu unrecht verboten.
Schön, dass das Stück Literatur "gerettet" werden konnte. Ich denke sowieso, dass es besonders bei zensieren oder indizierten Werken wichtig ist, den Inhalt immer wieder zu überprüfen, denn wie man sieht, werden oft auch Werke zu unrecht verboten.
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Re: Akademie der Künste stellt verbotenen Roman von Boris Djacenko vor
Hach, das freut die Literaturwissenschafts-Studentin in mir sehr, dass ein Buch gerettet werden konnte!
Ich finde das Verbieten bzw. Zensieren von literarischen Werken generell schrecklich (sofern es sich nicht um rassistische/ anderweitig menschenverachtende Inhalte etc. handelt) und um so mehr, wenn es Bücher betrifft, die auf Misstände oder Ähnliches in einer Gesellschaft hinweisen wollen und dann aus politischen Gründen verboten werden. Das ist für den Autor hart, der viel Mühe und bestimmt auch Herzblut darin investiert hat ,und den Lesern wird ein Stück Wahrheit, bzw. was der jeweilige Autor darunter versteht, vorenthalten.
Gut, dass es Menschen gibt die sich für die "Befreiung"solche Bücher einsetzen!
Ich finde das Verbieten bzw. Zensieren von literarischen Werken generell schrecklich (sofern es sich nicht um rassistische/ anderweitig menschenverachtende Inhalte etc. handelt) und um so mehr, wenn es Bücher betrifft, die auf Misstände oder Ähnliches in einer Gesellschaft hinweisen wollen und dann aus politischen Gründen verboten werden. Das ist für den Autor hart, der viel Mühe und bestimmt auch Herzblut darin investiert hat ,und den Lesern wird ein Stück Wahrheit, bzw. was der jeweilige Autor darunter versteht, vorenthalten.
Gut, dass es Menschen gibt die sich für die "Befreiung"solche Bücher einsetzen!
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