Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Fenice und Assarin - Equilibrium

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    Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Mo 17 Mai 2010, 20:57

    Lächelnd stösst Fenice die Tür auf und betritt schwungvollen Schrittes den Raum. Die wartenden Leute drehen die Köpfe zu ihr um und mustern sie halb neugierig, halb verwundert, doch ihre Gesichter nehmen einen seltsamen Ausdruck an, als ihre Blicke auf Assarin hinter ihr fallen. Fenice wirft einen kurzen Blick über die Schulter zu ihm und begegnet seinen misstrauisch zusammengekniffenen Augen.
    "Hallo", sagt sie zu der Menge und geht auf die niedrige Tribüne zu, auf der zwei Stühle stehen. Sie setzt sich auf den linken, weil sie weiss, dass Assarin links nicht mag. Mondlicht winkt ihnen aus der hintersten Reihe zu.
    "Stellt euch doch kurz vor!", ruft sie und nickt aufgeregt.
    "Schön ... Mein Name ist Fenice und ich lebe auf einem Bauernhof zu Füssen des Taran'gar, in der Nähe von Dhaerbyn. Meine Eltern, Thera und Javan, führen diesen Hof, seit mein Vater ihn von seinem Vater geerbt hat. Saji, meine Schwester, wohnt auch noch bei uns, doch sie wird bald heiraten und zu ihrem zukünftigen Ehemann ziehen." Sie wirft Assarin einen kurzen Blick zu, doch er reagiert nicht. "Nun, zur Zeit arbeite ich bei Assarin, das heisst, ich spinne Wolle ... und äh ..." Nervös stösst sie Assarin mit dem Ellbogen an und er seufzt schwer.
    "Ich heisse Assarin", sagt er. Seine dunkle, leise und doch klare Stimme füllt den Raum mit Stille. "Assarin bedeutet in der alten Sprache Dangusaphars so viel wie 'Der Wanderer'. Und offenbar haben meine Eltern vorausgesehen, dass ich fast mein ganzes Leben lang reisen würde. Ich war in allen grossen und kleinen Städten Dangusaphars, in den Bergen und den weiten Steppen, bis mich das Schicksal nach Rinuavan führte. Von dort aus machte ich mich mit einem Schiff in die Hintere Welt auf."
    Ein erschrockenes Zischen geht durch die Menge, einige kreuzen Zeige- und Mittelfinger, um sich vor Bösem zu bewahren, und er hebt herausfordernd das Kinn. Seine dunkelblauen Augen leuchten auf.
    "Ich bereue es nicht, diesen beschwerlichen Weg gegangen zu sein. Die Menschen dort sprachen eine andere Sprache, glaubten an andere Götter, hatten andere Rituale. Fenice weiss nur zu gut, dass diese Dinge auf mich abgefärbt haben."
    Als er verstummt, erlischt das Glimmen in seinen Augen wieder und er lehnt sich im Stuhl zurück.
    Fenice beisst sich auf die Lippe, als die Stille unerträglich wird. Inzwischen sollte sie sich zwar daran gewöhnt haben, dass Assarin eine solche Wirkung auf die Leute hat - dass er einen ohne Argumente oder Worte im Sumpf der Stille lässt - doch das scheint nicht der Fall zu sein.
    "Ihr könnt jetzt Fragen stellen, wenn ihr wollt", meldet sich Mondlicht von hinten und die Zuhörer ziehen sich mit Hilfe dieser Worte aus dem Morast, in den Assarins irrlichthafte Persönlichkeit sie gelockt hatte.


    Zur Geschichte:
    Equilibrium


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Alania am Mo 17 Mai 2010, 21:24

    "Huhu!", begrüßt ein übermotiviertes Mädchen die beiden.
    "Wie alt seid ihr zwei eigentlich? Und was sind eure Ziele im Leben?"


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Mo 17 Mai 2010, 21:31

    Fenice lächelt das Mädchen an und sagt:
    "Ich bin neunzehn Jahre alt, so ungefähr ... Meine Ziele im Leben, fragst du? Nun ... Ich weiss nicht. Für den Moment finde ich Erfüllung in meiner Arbeit und damit bin ich zufrieden."
    Sie sieht Assarin an und entdeckt das verräterische Zucken um seinen linken Mundwinkel, das verriet, wenn ihm etwas nicht gefiel.
    "Was denkst du, wie alt ich bin?", fragt er leise. "Zwanzig, einundzwanzig, zweiundzwanzig, ... Ich weiss es längst nicht mehr. Mein Ziel ist es wohl ..." Er holt tief Luft und seufzt. "Ich will eines Tages das Wandern aufgeben können und sesshaft werden. Leider fand ich dazu weder den Ort noch die Menschen dazu, auch wenn ich sehr viele Orte besucht und noch viel mehr Menschen kennengelernt habe. Vielleicht bin ich noch zu sehr ... mit mir selbst beschäftigt."


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Alania am Mo 17 Mai 2010, 21:36

    "Danke für die Antwort. Hm ... Ich kenne euch zwei ja noch nicht besonders gut", fährt das Mädchen fort. "Habt ihr eine rein geschäftliche Beziehung oder freundschaftlich ... oder?"


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von ExituS am Mo 17 Mai 2010, 22:02

    Ein Mädchen mit fast-schon-Herzchenaugen schielt von irgendwo unter der Menge hervor.
    "Assarin, hat dir schonmal jemand gesagt, dass deine Stimme verdammt sexy ist? Erzähl mir was über die hintere Welt, bitteee!"

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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von DeStiiNy am Mo 17 Mai 2010, 22:15

    "So viele Fragen", stöhnt ein älterer Mann aus der ersten Reihe, "Assarin, was genau hast du vor deinen Wanderungen in der hinteren Welt gemacht?"

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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Di 18 Mai 2010, 20:02

    "Langsam", knurrt Assarin und Fenice kann seine andere Seite hinter den dunkelblauen Augen sehen. Die ungeduldige, gereizte, laute Seite, vor der selbst Könige ehrfürchtig den Kopf einzogen. "Also, der Reihe nach. Zuerst deine Frage, Mädchen.
    Ehrlich gesagt wollte ich zuerst nicht, dass Fenice raufkommt und bei mir arbeitet." Er sieht sie kurz an. "Aber ... Ich denke, ich kann ihr vertrauen. Und ich denke auch, dass sie mir vertraut, selbst wenn sie mich - ich zitiere - 'seltsam' findet."
    "Oh ja", flüstert Fenice und lacht leise. "Ich erinnere an die seltsamen Stäbchen, mit denen du isst."
    "Also ist unsere Beziehung weder geschäftlich, noch wirklich freundschaftlich, noch was immer du mit deinem letzten Oder gemeint haben magst", sagt Assarin stirnrunzelnd, ignoriert Fenice geflissentlich und fixiert das Mädchen mit dem Feuer seiner anderen Seite. "Was deine Frage betrifft ... wo auch immer du bist, Herzaugenmädchen ... Meine Stimme ist nicht sexy", berichtigt er, nun wieder ruhig. "Ich würde sie als einladend bezeichnen."
    Er seufzt und fährt sich mit einer Hand über die Augen.
    "Könnt ihr nicht auch Fenice etwas fragen?", stöhnt er leise.
    "Du hast noch zwei offene Fragen", flüstert Fenice ihm zu. "Und ich würde deine Antworten auch gerne hören."
    "Also, was war die eine? Ach ja, die keine-richtige-Frage, ich soll etwas über die Hintere Welt erzählen ... Nun, die Menschen dort glauben an eine Vielzahl von Göttern. Sie verehren die Drachen, die in den Bergen wohnen, und ihre Lieder verehren die Schönheit der Natur. Die gesamte Hintere Welt wird von einem Mann regiert, den die Leute den Grossen Sohn der Hohen Götter bezeichnen." Assarin seufzt. "Was soll ich alles erzählen?"
    "Wie lange warst du dort?", fragt Fenice vorsichtig. Seine Augen glimmen auf.
    "Lange genug", gibt er gereizt zurück.
    "Mir scheint beinahe, dass du kaum Zeit hast für all diese Dinge in diesen undefinierten Jahren deines Lebens. Du bist nicht viel älter als ich", sagt Fenice.
    "Genug davon", knurrt Assarin. "Alles was ihr wissen müsst über meine Zeit vor der Hinteren Welt sind meine Reisen durch ganz Dangusaphar, die ich zuvor schon erwähnte. Und jetzt fragt gefälligst Fenice etwas, ich brauche Ruhe."
    Mit einer endgültigen Miene zieht er seine Flöte hervor und beginnt leise eine wirbelnde Melodie zu spielen. Wie immer spiegelt die Musik seine Gefühle, und Fenice kann hören, wie aufgewühlt Assarin nun ist.


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von DeStiiNy am Di 18 Mai 2010, 22:14

    Grinsend wandte sich der ältere Herr Fenice zu: "Na gut, Fenice - du sagtest, du verarbeitest Schafsfell in Wolle, und verkaufst diese. War das wirklich dein "Traumberuf"? Oder sehnst du dich danach, etwas anderes zu machen?"

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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Sa 22 Mai 2010, 16:37

    "Nein", sagt Fenice. "Es ist nicht mein Traumberuf, doch es ist das, was ich im Moment am liebsten machen möchte. Spinnerinnen verdienen im Grunde genommen nicht besonders viel, aber es macht mir Spass, und ich denke, das ist es, worauf es ankommt.
    Noch etwas zu deiner Aussage, mein Lieber", fügt sie hinzu und wendet sich Assarin zu. "Ich finde durchaus, dass wir uns auf der Ebene der Freundschaft begegnen, aber du magst das ja anders sehen. Du sagtest doch, dass wir einander vertrauen, und ich denke, das ist es, was Freundschaft ausmacht. Das Vertrauen in den jeweils anderen."


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Pooly am Mi 13 Apr 2011, 20:16

    Ein Mädchen, das bisher nur schüchtern gelauscht hat, schluckt schwer und versucht sich dann noch an einer Frage, nachdem es eine Weile etwas ruhiger im Raum gewesen war.
    Fast wagte sie nicht, ihre Stimme zu erheben, denn der Flötenklang aus Assarins Instrument klang so wunderschön, auch wenn er leise war, doch dann entschloss sie sich doch.
    "Sag, Fenice", begann sie vorsichtig. "Wie lange wirst du jetzt bei Assarin bleiben, weißt du das schon? Vermisst du deine Familie manchmal?"


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Do 14 Apr 2011, 21:35

    Fenice lächelt freundlich, um das schüchterne Mädchen zu ermutigen.
    "Ich werde sicher über den Winter bei ihm bleiben", sagt sie und wirft Assarin einen kurzen Blick zu, doch er hat die Augen geschlossen und scheint nichts mehr um sich herum zu bemerken. "Aber ich bin das gewöhnt, weil ich schon seit mehreren Jahren bei Chasin arbeiten. Hin und wieder werde ich meine Familie wohl besuchen gehen, aber ansonsten wohne ich bei Assarin. Und damit ich sie nicht allzu sehr vermisse, hat mir meine Schwester einen Rauchquarz geschenkt, der mich immer an sie erinnert." Sie muss grinsen. "Assarin hat mir irgend etwas Seltsames über diese Kristalle erzählt, das aus der Hinteren Welt kommt. Angeblich würden sie Böses einfangen, deshalb seien sie so grau. Aber er glaubt selbst nicht daran."
    Gerade als Fenice verstummt, beendet Assarin sein Lied mit einem weichen, zitternden Ton. Als er die dunkle Flöte in seinen Schoss legt, ist sein Gesicht deutlich erleichtert, und das aufmerksame Funkeln ist in seine Augen zurückgekehrt.


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Mi 27 Apr 2011, 20:55

    Plötzlich bricht Assarin in schallendes Gelächter aus. Höhnisch und blechern hallt seine Stimme durch den Raum, so kalt und scharf wie die Klinge eines zweischneidigen Schwerts. Es ist ein Lachen, wie Fenice es nur noch einmal hören wird - als das Lachen einer Maske. Ihr wird klar, dass es die Stimme ist, die Assarins grösste Waffe ist, und dieser Gedanke lässt sie frösteln.
    "Sieh sie dir an", ruft Assarin und lehnt sich in seinem Stuhl zurück. "Schweigen wie die verschreckten Schafe." Und auf einmal ist alle Tiefe aus seinen Augen gewichen, wie eine Klinge fegt sein Blick über die Gesichter der Menschen.
    "Wer getraut sich, mir eine Frage zu stellen?"
    Schweigen antwortet ihm.
    "Hör auf, Assarin", flüstert Fenice. "Du machst ihnen Angst ... Mir auch."
    Sein Kopf ruckt zur ihr herum, wie der eines Raben. Als sie ihm in die Augen sieht, ist da nur Schwärze.
    "Du hast recht." Er blinzelt, und da ist wieder das Mitternachtsblau und die Tiefe, aber auch die Mauer aus dunklen Schleiern. "Verzeihung. Ich mag es nicht, vor so vielen Leuten zu hocken und in das Schweigen hinein zu warten. Sie sollen etwas fragen."
    "Ja", sagt Fenice und reibt mit den Händen über ihre Arme. "Es wird kalt. Bitte, fragt etwas. Es ist doch inzwischen wieder einiges passiert."


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Pooly am Mo 04 Jul 2011, 17:08

    Das schüchterne Mädchen, das der Antwort auf ihre Frage interessiert gelauscht hatte, um, dann zu schweigen, räuspert sich noch einmal. Sie lächelt leicht.
    "G-gut, dann hätte ich noch eine Frage", sagt sie sanft. "Fenice, was findest du an Assarins Haus am Interessantesten. Gibt es auch etwas dort, vor dem du dich fürchtest?"


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Di 05 Jul 2011, 09:18

    "Oh", macht Fenice überrascht und wirft Assarin einen schnellen Blick zu, aber sie kann nichts aus seiner Miene lesen. "Nun, die Hütte ist recht karg eingerichtet, aber ich fühle mich sehr wohl, wenn ich am Abend das Feuer im Kamin anzünden kann, mir es im Sessel gemütlich mache und meine Arbeit noch ein wenig weitermachen kann ... Nun, interessant, ich meine ..." Sie räuspert sich und ringt die Hände. "Es gibt viele besondere Dinge, auch schöne Sachen, Schriftrollen und die Schwerter zum Beispiel, aber der Schrank macht mir ein wenig Angst."
    "Warum?", flüstert Assarin, seine dunklen Augen noch immer auf sie gerichtet.
    "Weil ... Weil er verboten ist." Fenice schluckt schwer und senkt errötend den Blick. "Und weil du so wütend warst, als ich dich gefragt habe, was drin ist. Warum er so wertvoll ist. Und ..." Sie schüttelt leicht den Kopf und verstummt.


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Pooly am Di 05 Jul 2011, 10:33

    Das Mädchen lauscht gespannt und nickt dann interessiert.
    "Verrätst du uns denn, Assarin, was in dem Schrank ist? Oder vielleicht auch nur ein kleiner Tipp, womit es etwas zu tun hat? Dein Haus klingt ja aber insgesamt wirklich sehr schön zu sein." Sie sieht ihn kurz an und stellt dann gleich noch die Frage, die ihr auch auf dem Herzen liegt. "Findest du selbst dein Haus denn auch so gemütlich? Magst du diesen Ort, an dem du wohnst, oder würdest du einen anderen Wohnsitz bevorzugen?"


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Di 05 Jul 2011, 11:57

    Assarin presst die Lippen zusammen, bis sie nur noch ein schmaler Strich sind und schweigt lange, doch dann antwortet er: "Die Dinge in dem Schrank sind sehr alt und wertvoll. Manches sind auch eher persönliche Dinge, ähnlich wie die Schwerter, die Fenice erwähnt hat ..."
    Er lehnt sich etwas zur Seite und stützt den Kopf auf seine rechte Hand.
    "Ich bin es aber nicht gewöhnt, längere Zeit an einem Ort zu bleiben. Es verschafft mir etwas Erleichterung, den ganzen Tag draussen mit den Schafen zu verbringen, aber nach mehr als einem Jahr fühle ich mich ein wenig eingeengt. Es zieht mich fort von hier ... Auch aus anderen Gründen. Früher aber wollte ich in Dhaerbyn sesshaft werden. Leider wurde daraus nichts."
    Er richtet sich wieder auf.
    "Dennoch, wenn ich die Wahl hätte, irgendwo leben zu können - es wäre immer nur Dhaerbyn. Aber ob in einer Hirtenhütte auf dem Taran'gar oder woanders ... Es wäre mir ziemlich egal."


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Pooly am Mo 11 Jul 2011, 00:01

    Das Mädchen nickt und scheint zu versuchen, ihn zu verstehen, wirkt sehr konzentriert.
    "Und warum genau Dhaerbyn? Was zieht doch dorthin?", möchte sie sogleich wissen.


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Mo 11 Jul 2011, 07:27

    Als Assarin die Frage des Mädchens hört, erstarrt er und Fenice befürchtet schon, er würde nicht antworten, doch dann sagtt er: "Meine Mutter hat lange Zeit hier gelebt. Diese Stadt und die ganze Umgebung hier erinnert mich an sie."


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Pooly am Mo 11 Jul 2011, 10:05

    Das Mädchen nickt verstehend und die Antwort scheint sie zufrieden zu stellen. Weil sie bemerkt hatte, dass Assarin nicht sehr zum Antworten aufgelegt war, richtet sie sich wieder an Fenice.
    "Und wie ist es bei dir? Gibt es einen Ort, an dem du gern leben würdest?"


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    Re: Fenice und Assarin - Equilibrium

    Beitrag von Mondlicht am Mo 11 Jul 2011, 10:09

    Fenice überlegt kurz und meint dann: "Hm, mein Zuhause ist hier, bei den Hirten und natürlich auf dem Hof meiner Familie, ich will gar nicht weg von ihnen. Ich meine, eigentlich würde ich sehr gern herumreisen und etwas von der Welt sehen, aber an einem anderen Ort Wurzeln schlagen ... könnte ich glaube ich nicht. Ich gehöre hierher." Sie lächelt und zuckt etwas hilflos mit den Schultern.


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