Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Ein Leben ohne Lügen

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    Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Racheengel am Sa 01 Mai 2010, 22:31

    Hy ihr Lieben.
    Vor einiger Zeit stieß ich auf einen interessanten Beitrag über das Thema Wahrheit und Lüge.
    Darin führte ein Journalist einen 40 Tägigen selbstversuch durch, in dem er ganz ehrlich das aussprach was er dachte.

    Den Bericht dazu gibt's >>>hier<<<

    Wer von uns hat nicht schon mal zu einer kleinen oder größeren Notlüge gegriffen.
    Sei es, um jemanden nicht verletzten wollen. "Schatz, bin ich zu Fett? nein, nein Liebling bist du nicht."
    oder um einer unliebsamen Veranstaltung zu entgehen. "Hast du heute Zeit? Nein, mir gehts nicht so gut."

    Aber wärt ihr so mutig und würdet eine bestimmte Zeit lang auf Notlügen verzichten, oder wäre euch das zu heikel. Und ist es überhaupt gut, immer die Wahrheit auszusprechen?
    Was denkt ihr darüber?

    alles Liebe,
    Jenny

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Pooly am So 02 Mai 2010, 01:17

    Haha XD
    Der Artikel ist so lustig!
    Wow, 40 Tage nicht lügen ~ Das muss übel sein und voll schwer. Ich denke das würde ich nicht schaffen.
    Ein Leben ohne Lügen ... da muss an an wen denken ^^
    ~angie seitlich anguck~
    x)
    "Ihr verdammten Schlenderer! Macht den Weg frei für Leute, die es eilig haben! Ihr geht mir so was von auf den Sack mit eurer Langsamkeit!"
    XDD
    Sooo lustig!


    Nun ja, das mit dem Lügen allgemein ist so eine Sache. Wie die Sache mit seiner Frau und dem Bikini. Ich meine einerseits ist es sicherlich verletzend für sie, wenn er sagt, dass sie das so nicht anziehen kann. Andererseits ist es ja auch irgendwie gut, denn sonst hätte sie sich ... na ja, ich sag mal blamiert.
    Da muss man irgendwie einen guten Zwischenweg finden, denke ich, der zwar ehrlich, aber nicht verletzend ist.

    Danke, für diesen Artikel (;

    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Regenbogenfisch am So 02 Mai 2010, 09:30

    Ein wirklich interessanter Artikel und Selbstversuch. Es erfordert sehr viel Mut, seinen Mitmenschen die Wahrheit offen ins Gesicht zu sagen, denn die Konsequenzen können durchaus sehr weitreichend sein.

    Lügen sind ganz nüchtern betrachtet nicht grundsätzlich schlecht.
    Ohne Lügen würde es noch mehr Gewalt und Aggression auf der Welt geben. Wir brauchen Lügen für das tägliche Miteinander und manchmal ist es für Menschen einfach auch besser, nicht die Wahrheit zu kennen.

    Ich halte es dennoch für wichtig, sein Leben, Freundschaften und Beziehungen nicht auf Lügen aufzubauen. Denn nur durch Wahrheit kann man wirklich Vertrauen aufbauen und sich selbst ohne schlechtes Gewissen im Spiegel betrachten.

    Für Lügen braucht man ein verdammt gutes Gedächtnis, um sich nicht irgendwann in Widersprüche zu verstricken. Die kleinen Notlügen des Alltags sind überhaupt nicht schlimm und sie sind verzeihbar. Doch bevor man wieder bewusst zu einer Lüge greift, sollte man sich über die Konsequenzen klar sein, falls die Wahrheit irgendwann herauskommt.
    Der gerade Weg ist sicherlich schwerer und unangenehmer, aber er kann möglicherweise vor noch mehr Schaden bewahren.

    Hat man erstmal durch Lügen seine Glaubwürdigkeit verloren, ist es verdammt schwer, sie wieder zurückzugewinnen.

    LG
    Marcus

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Schwertdieb-Zorro am Di 13 Jul 2010, 11:22

    In der Tat. Ich denke notlügen sind Notwendig. Ich werde meinem Chef der etwas *kräftiger* gebaut ist wohl kaum ins Gesicht sagen das er Fett ist, weil ich ihn eigentlich mag.
    Wenn ich meiner Mutter immer in jeder Situation die Wahrheit sagen würde, würden ihr die Haare zu berge stehen, weil sie einfach vieles in meiner entwicklung nicht mitbekommen hat.
    Nein ich denke nicht das ich 40 Tage lang ohne lügen auskommen würde. Meiner Freundin gegenüber höhstwahrscheinlich meinen freunden sag ich auch eigentlich immer ins Gesicht was ich denke. Aber dennoch nicht immer, denn etwas in dieser Art könnte auch Freundschaften zerstören. Beispiel:
    Wenn man denkt: Deine Kleidung sieht mal wieder so verdammt schei*e aus das es Gar nicht mehr geht und die passen gar nichts zum rest, würde ich das niemals so sagen, sondern sanfter, was dann allerdings auch ne art Lüge wäre.
    Oder ich komm zur spät zur Schule: ich hatte keine lust und war obendrein zu faul um zur S-Bahn zu rennen, weil es so heiß ist. Das werf ich keinem Lehrer an den Kopf.

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Vampirmaedchen am Di 13 Jul 2010, 12:30

    Ich muss zugeben das ich selber manche notlügen sage, aber ich versuche immer so ehrlich zu sein wie ich nur kann.
    Nur, manchmal muss man einfach lügen, vorallem wenn man ein Wochenende bei seiner Schwiegermutter war (xD *an letztes we denk*)

    "Diesen Bikini kannst Du nicht im Schwimmbad tragen - nimm doch lieber die Hotpants." Darauf habe seine Frau zunächst beleidigt und teilweise gekränkt reagiert. Doch je länger der Versuch dauerte, desto besser habe sich seine Frau auf das Projekt eingestellt, so Schmieder rückblickend.


    Das finde ich eigentlich ganz gut, denn dadurch konnte sich die Frau evtl nicht zu peinlich aussehen. Oft in unserer Gesellschaft, sagt man ncihts obwohl der andere schei+e aussieht und einen fragt ob man gut aussehe.
    Ehrlichkeit ist toll aber, immer sollte man es auch nicht sein.
    Man muss einfach das richtige mas und die richtige situation haben um zu lügen, finde ich.
    Man sollte trotzdem ehrliche Kritik ausüben. & ich kann verstehen, wenn man seinen Freunden nicht sagen möchte das man keine Lust auf sie habe und deswegen zu einer Notlüge greift, weil man sie vielleicht gerade nicht kränken möchte..

    Hier geht die Meinung auch wieder stark auseinander...

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von FREEMAN am Di 13 Jul 2010, 16:10

    "Bin ich zu dick?"
    "Zu dick? Ich finde, das Kleid steht Dir hervoragend."


    Diplomatie ist die Kunst, Lügen zu vermeiden, indem man die richtigen Wahrheiten findet.


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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Jenova am Mi 29 Sep 2010, 21:18

    Ich denke ein Leben komplett ohne Lügen ist nicht möglich. Auch wenn man die Wahrheit sagt, wenn man sich rausredet, seine richtige eigene meinung sagt man nicht. Einerseits um anderen etwas peinliches zu ersparen oder die andere Person nicht zu verletzten.

    [quote"Ralf"]Diplomatie ist die Kunst, Lügen zu vermeiden, indem man die richtigen Wahrheiten findet.[/quote]
    Also diese Aussage find ich ganz gut. Den sie stimmt ja. Man möchte anderen nicht verletzten und gibt den "Sachen/ Gegenständen" die "Schuld" daran, weil die können sich ja nicht "wehren", mal abgesehen von den Horrorfilmen, -thrillern & Co.

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Goldstaub am Mi 02 Feb 2011, 19:50

    Hey Leute.

    Cooles Thema Wink
    Also, ich finde, dass es nicht immer so gut ist, die Wahrheit zu sagen. Natürlich sollte man jemanden nicht hintergehen, betrügen oder sonstiges. Aber kleine Notlügen, die einfach einem Streit aus dem Wege gehen, sind in Ordnung, solange es sich in Grenzen hält. Ich meine ein "Wie geht's dir?" - "Gut", ist ja ok. Man sagt ja nicht immer jedem, wie es einem wirklich geht und das muss man auch nicht. Ich finde es ok, solange die Lüge sinnvoll ist.
    Aber ich ziehe da sehr harte Grenzen. Wenn ich mich hintergangen oder belogen fühle, dann finde ich so etwas einfach schlimm. Aber es gibt eben Situationen, da ist das schon ok. Zum Beispiel, wenn ein Essen nicht schmecke, aber sich jemand große Mühe gegeben hat. :)

    Ich habe einen lustigen Film mal geschaut. Er hieß "Lügen macht erfinderisch". Da ging es darum, dass wirklich alle das sagten, was sie dachten. Es war echt komisch. Aber ich möchte nicht in ihrer Haut stecken, auch wenn ich ein sehr ehrlicher Mensch bin, aber manches ist mir wirklich zu heikel.

    Liebe Grüße.

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Imaginary am Fr 20 Jan 2012, 22:27

    Hmm, ich bin bei dem Thema immer etwas unschlüssig, was ich davon halten soll. Einerseits denke ich, dass Notlügen manchmal wirklich nötig sind, andererseits bin ich persönlich jemand, der lieber die Wahrheit hört, auch wenn es manchmal hart ist.

    Jetzt mal von mir persönlich ausgehend: Was bringt es mir, wenn mich jemand belügt? Angenommen, ich finde jemanden nett, der mich eigentlich gar nicht leiden kann, was bringt es mir denn, wenn er mir erzählt, dass er keine Zeit hat, etwas mit mir zu unternehmen, weil er mir nicht sagen will, dass er mich in Wirklichkeit nicht so gut leiden kann? Es ist im Endeffekt (so finde ich) doch besser, Gewissheit zu haben. Also was mich persönlich angeht, will ich doch lieber die Wahrheit hören, das tut vielleicht erstmal weh, aber zumindest macht man sich dann keine falschen Hoffnungen oder sowas.

    Wie sieht es denn mit euch aus? Stellt euch vor, ihr wärt z.B. verliebt in jemanden, derjenige kann mit euch aber in Wirklichkeit gar nicht viel anfangen. Würdet ihr die Wahrheit wissen wollen oder lieber weniger verletzende Lügen hören?


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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Racheengel am Sa 21 Jan 2012, 21:38

    Wie sieht es denn mit euch aus? Stellt euch vor, ihr wärt z.B. verliebt
    in jemanden, derjenige kann mit euch aber in Wirklichkeit gar nicht viel
    anfangen. Würdet ihr die Wahrheit wissen wollen oder lieber weniger
    verletzende Lügen hören?


    Die Wahrheit, den mit den Gefühlen eines Menschen spielt man nicht. Und am Ende kommen solche Lügen immer raus, und dann ist man nur noch mehr verletzt, als wenn man von vorn herein weis was Sache ist. Wenn es um Gefühle und Liebe geht, reinen Tisch machen, auch wenns manchmal schwer fällt. Das ist meine Meinung. ^.~

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Storypassion am So 22 Jan 2012, 19:18

    Hallo zusammen :)

    Ich finde, dass ist eine Sache die letzten Endes natürlich jeder selber entscheiden muss.
    Wie das eben bei so vielen Sachen ist, kann man das nicht pauschalisieren. Kleine Notlügen kommen im Alltag doch immer wieder vor und ich glaube davor ist auch niemand gefeit. Ich kann mir ehrlich gesagt - ohne jemandem auf die Füße treten zu wollen - nicht vorstellen, dass es jemanden gibt der noch NIE eine Notlüge gebraucht hat.
    Meiner Meinung nach lügt jeder Mensch irgendwann, und wenn es wirklich nur darum geht die Freundin/ den Freund zu besänftigen und ihm das Gefühl zu geben, dass er großartig aussieht.
    Ob das immer so richtig ist, darüber lässt sich natürlich diskutieren.

    Ich persönlich habe auch schon mehr als eine Notlüge gebraucht in meinem Leben, nicht immer war das eine Kleinigkeit und vieles davon bereue ich heute. Aber das sind die Dinge mit denen wir uns selbst bestimmen, mit denen wir uns selbst formen und da ist jeder auf sich selbst angewiesen, dass Beste daraus zumachen, daraus zu lernen.

    40 Tage lang wirklich immer die Wahrheit zu sagen, bei jeder Kleinigkeit finde ich schwierig. Die Bewertung dessen fällt mir einfach schwer. Denn ich denke wir benutzen so viele kleine Lügen alltäglich in unserem Leben, dass es uns selbst manchmal sicher gar nicht auffällt. Da spielt denke ich auch das Unterbewusstsein eine sehr große Rolle bei, denn ist man sich wirklich immer - wirklich immer - bewusst, dass man gerade gelogen hat? Auch bei einer winzigen Lüge?

    Das ist ein heikles Thema und wie schon gesagt, bestimmen unsere Handlungen unser Sein. Wenn wir natürlich durch die Straßen laufen und die größten Märchen erzählen, dann finde ich das nicht in Ordnung. Aber dem Lehrer nicht unbedingt die Wahrheit über die versäumten Hausaufgaben zu sagen, oder der Frau zu sagen, dass sie in dem Kleid hübsch aussieht, dass finde ich sind keine "wahren" Lügen.
    Nicht immer ist es von Vorteil jedem alles ins Gesicht zu sagen.
    Die Wahrheit ist in meinen Augen, dass schlimmste was man einem Menschen an Schmerz zufügen kann.

    Liebe Grüße,
    Jacky Herzchen

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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Imaginary am Sa 28 Jan 2012, 11:12

    Danke für eure Antworten :)

    ² Jenny:
    Jepp, genau der Meinung bin ich auch :)

    ² Jacky:
    Natürlich hat jeder schonmal eine Notlüge gebraucht. Und sei es nur als Kind, wenn man was angestellt hatte und es vor den Eltern nicht zugeben wollte *lach*

    Ob man sich dessen bewusst ist ... gute Frage. Ich weiß nicht. Mir fällt gerade kein Beispiel ein, bei dem ich denke, es nicht gewusst zu haben. Andererseits ist es manchmal eben schwierig, weil man ja von etwas überzeugt sein kann, was andere als Lüge auffassen, weil sie einfach einen anderen Blickwinkel haben. Oder man meint etwas in dem Moment ehrlich und handelt dann doch (vielleicht auch nur versehentlich) anders. Aber eine Lüge ist in meinen Augen eigentlich schon etwas Vorsätzliches.

    Natürlich ist es oft schmerzhaft, die Wahrheit zu sagen, aber keine Ahnung ... ich glaube, ich würde sie trotzdem lieber hören wollen. Letztlich bringt es mir ja nichts, wenn man mich anlügt und wenn ich merke, dass man mich anlügt, bin ich auch immer ziemlich verletzt und teilweise auch wütend, weil ich es einfach nicht ausstehen kann und auch nicht wirklich weiß, wie ich mich dann verhalten soll.

    Aber ja, es stimmt schon, kleinere Lügen sind natürlich nicht ganz so schlimm ... da bin ich selbst gerade etwas unschlüssig Very Happy


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    Re: Ein Leben ohne Lügen

    Beitrag von Storypassion am Do 02 Feb 2012, 15:32

    @Imaginary:

    Also ich finde die Frage mit dem bewusst oder unbewusst sehr interessant. Denn so im Nachhinein habe ich doch das Gefühl (gut das könnte man jetzt auch wieder als Bewusstsein auslegen), dass ich in einigen Situation so überzeugt von etwas erzählt habe und erst im Nachhinein festgestellt habe, dass es nicht die Wahrheit war.
    Ein genaues Beispiel fällt mir leider nicht ein und auch so ist die Erinnerung ja doch auch oft verzerrt und man dichtet neue Dinge hinzu, die vielleicht gar nicht passiert sind. Mhm...
    Schwierig.

    Das die Lüge ebenso schmerzhaft ist, will ich gar nicht abstreiten. Und natürlich sollte man in wirklich existenziellen Situationen nicht auf große Lügen zurückgreifen (am besten natürlich nie). Aber ich glaube schon, dass es manchmal besser ist, einem guten Freund / einer guten Freundin nicht die Wahrheit ins Gesicht zu sagen - auch da fällt mir spontan kein genaues Beispiel ein. Aber ich lass mir noch was einfallen. :) Oder revidiere dann am Ende, mal sehen Very Happy

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