Teil 18 - Ebene 3
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Teil 18 - Ebene 3
- Spoiler:
- Okay, hier mein Teil.
Irgendwie ... ist er nicht so gut. Bin bereit, alles zu ändern, was ihr wollt ^^
Und tatsächlich waren mehrere Tage für ihre Untersuchungen und Forschungen notwendig und Jane und Lincoln brachten Stunden in dem Raum mit den Unterlagen zu, untersuchten, studierten, verglichen.
»Hier schon wieder diese 'Berechnungsunschärfen'«, stellte Lincoln fest und deutete auf dem Bildschirm, auf dem ein Fall von vor zwei Jahren angezeigt wurde. Die Arme verschränkt lehnte er sich zurück.
»Es taucht so oft auf«, sagte Jane und rollte mit ihrem Stuhl zu ihm hinüber, um überflüssigerweise zu überprüfen, was er gesagt hatte. Das war eigentlich nicht nötig, denn diese Unschärfen waren etwa in zehn Prozent aller Fälle aufgetreten und damit keine besondere Seltenheit.
»Denkst du wirklich, das könnte es sein?«, erkundigte sie sich zum wiederholten Male.
Lincoln nickte und setzte sich wieder auf, um ein neues Fenster auf den Bildschirm zu ziehen.
»Ja, sieh dir das doch einmal an«, sagte er und deutete auf die Bemerkungen, die der Mitarbeiter in diesem Fall gemacht hatte. »In jedem dieser Fälle, in denen die Unschärfen aufgetaucht sind, waren unerwünschte Nebeneffekte nach der Zeitreise aufgetreten. Dinge, die man nicht berechnet hatte.«
Jane runzelte die Stirn. Für sie war es sowieso unbegreiflich, wie man die Dinge, die nach Zeitreisen geschahen überhaupt bis zu einem gewissen Grad vorhersagen konnte.
»Aber man hat sie einfach als 'zulässige Entwicklungstoleranz' abgestempelt«, stellte sie fest.
»Ja, aber das ist durchaus verständlich. Ich denke nicht, dass eine wirklich böse Absicht seitens der Firma dahinter steckte. Ich meine, sie hatten ja keine Ahnung, welche Auswirkungen das haben würde. Ich meine … die wirklichen Ausmaße der Folgen können wir jetzt auch noch nicht einschätzen, aber ...«
»Es ist ein Anhaltspunkt«, brachte Jane seinen Gedanken zuende und er nickte, schien in Grübeleien verloren.
»Ich denke nicht, dass sie sich hier bewusst sind, dass das die Fehler ausgelöst haben könnten.«
»Das steht ja auch nicht fest«, meinte Jane, die sich nicht ganz so sicher war, wie Lincoln, dass dies der Fehler war, nach dem sie suchten.
Dieser holte seinen kleinen Computer hervor, indem sie alle Beobachtungen eingegeben hatten und hielt ihn Jane hin.
»Sieh dir das doch an. Nach zehn von hundert Fällen sind unberechnete Störungen aufgetreten. Ich finde, das ist eine beachtliche Menge. Ich bin kein Fachmann für Zeitreisentechnologie, aber ich kann mir denken, dass solche Störungen sich in dem Maße nicht sehr positiv auswirken können. So viele Unregelmäßigkeiten. Das kann nicht gut sein.«
Jane nickte langsam.
»Ja, da hast du wohl recht.«
»Was schlägst du jetzt vor?«, fragte Lincoln und nahm sein EIP wieder an sich.
»Wir sollten Lansby unsere Ergebnisse und Bedenken vorlegen«, antwortete Jane nach einiger Überlegung. »Ich will wissen, wie er darauf reagiert.«
»Wie schon in jeder einzelnen Akte vermerkt«, sagte der Wissenschaftler, den Lansby hatte kommen lassen, »sind die 'Fehler', die ihnen aufgefallen sind, Störungen, die noch im Rahmen der Toleranz liegen. Es gibt immer gewisse Ungenauigkeiten. Das ist auch logisch, selbst unsere Computer können nie alle Parameter berechnen, auch wenn wir versuchen, sie mit so vielen Informationen wie möglich zu versorgen.«
»Ja, das ist klar«, sagte Lincoln. »Aber wer hat diese Toleranzgrenze denn gesteckt? Wir sind der Meinung, dass die Störungen, die teilweise nach den Zeitreisen aufgetreten sind, recht bedenkliche Ausmaße haben.«
»Zumal die nicht berechneten Änderungen immer negativer Natur sind«, ergänzte Jane.
»Und wenn man alle Fälle zusammen nimmt, bei denen diese Unregelmäßigkeiten aufgetreten sind, dann könnte die Summe dieser negativen Störungen ziemliche verheerende Auswirkungen haben.«
»Beziehungsweise gehabt haben.«
Lansby lehnte sich in seinen Stuhl zurück und runzelte leicht die Stirn, als müsste er über eine sehr komplizierte Sache nachdenken. Hilfesuchend schaute er sich nach dem Wissenschaftler um, der neben ihm Platz genommen hatte.
»Nun«, begann der Mann, auf dessen weißem Hemd das Logo der Firma prangte. »Die Sache bei diesen Störungen ist, dass wir sie eben vorher nicht berechnet hatten, wie Sie den Unterlagen entnehmen konnten. »Natürlich haben wir sie vergleichsweise oft und sie treten auch in Fällen auf, bei denen wir vorher wie nachher keinerlei Verbindung zwischen der Korrektur und der aufgetretenen Störung feststellen können. Selbst bei Fällen, in denen nur winzige Korrekturen vorgenommen werden, beispielsweise das Zerbrechen einer Vase verhindern« - Lincoln zog eine Augenbraue hoch und der Wissenschaftler lächelte. »Ja, es gibt Menschen, die sogar dafür Geld haben. Nun, selbst bei solchen Kleinigkeiten sind schon Störungen derart aufgetreten, wie die, die sie untersucht haben. Das Zerbrechen einer Vase wird verhindert und plötzlich hat die Tochter der Person zur selben Zeit einen Autounfall. Aber diese Dinge können wir – da sie offensichtlich keinen Zusammenhang miteinander haben – nicht berechnen und somit auch nicht vorhersehen und somit nicht unterbinden. Das ist wie eine schlechte Nebenwirkung. Sie kann auftreten, muss aber nicht, das hängt wohl mit dem Prinzip des Zufalls zusammen. Nur weil die Tochter einmal kurz vor einem Unfall Glück hatte, muss sie es nicht zwei mal haben.«
Jane runzelte die Stirn.
»Wenn das … wirklich mit dem Zufall zusammenhängt, dann wäre in diesem Fall aber nicht nur die Tochter betroffen, sondern ...«
»... alle«, sagte Lincoln tonlos.
Der Wissenschaftler runzelte die Stirn.
»Wie gesagt, das ist nur eine Theorie.«
'Die aber unser Problem genau belegen würde', dachte Jane.
Zuletzt von Pooly am So 4 Jul 2010 - 16:17 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Ich schreibe: Über das Konstrukt der Seele und seinen Architekten Uhrenwelten, Futuristisch es, Phantastisches. Was meinen Träumen einfällt. Kernstaub. Ohne Ende, bis ich nicht mehr kann.
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»Es war das Jahr ohne Winter, in dem mein Vater starb. Trotzdem kann ich mich an keine Zeit erinnern, zu der ihr mehr gefroren habe. Kennst du dieses Gefühl, wenn dein Inneres plötzlich ganz kalt und leer scheint?«
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Re: Teil 18 - Ebene 3
Hallo Marie,
das ist im meinen Augen wirklich kein schlechter Teil - ganz im Gegenteil. Zwar sind wir noch immer nicht am Ende angelangt, aber du hast sehr zielgerichtet darauf zu gearbeitet. Mit dem Ergebnis deines Teils kann man nun sehr gut in die Zeitreise einsteigen.
Gruß
Michael
das ist im meinen Augen wirklich kein schlechter Teil - ganz im Gegenteil. Zwar sind wir noch immer nicht am Ende angelangt, aber du hast sehr zielgerichtet darauf zu gearbeitet. Mit dem Ergebnis deines Teils kann man nun sehr gut in die Zeitreise einsteigen.
Gruß
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Re: Teil 18 - Ebene 3
Hey Michael!
Ah, das freut mich aber, dass du ihn magst!
~erleichtert~
Nun, ich dachte, wenn ich jetzt noch das Ende schreibe, dann würde es zu viel werden. Aber ich hab mich angestrengt.
Ich hoffe, dass es nicht zu knapp geworden ist.
Lieben Gruß
Marie
Ah, das freut mich aber, dass du ihn magst!
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Ich hoffe, dass es nicht zu knapp geworden ist.
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Re: Teil 18 - Ebene 3
so, auch gelesen^^
Mir gefällt der Teil sehr gut.
Er lässt sich flüssig lesen und Fehler habe ich keine finden können.
Außerdem wird alles so erklärt, dass selbst ich es verstehe^^
Aber würde das mit dem Zufall nicht auch bedeuten, dass Pech zu Glück wird?
Mir gefällt der Teil sehr gut.
Er lässt sich flüssig lesen und Fehler habe ich keine finden können.
Außerdem wird alles so erklärt, dass selbst ich es verstehe^^
Aber würde das mit dem Zufall nicht auch bedeuten, dass Pech zu Glück wird?

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Re: Teil 18 - Ebene 3
Hey Juli!
Danke fürs Lesen
Stimmt, damit hast du natürlich recht. Zufall eben ^^
Aber da wir ja eh offen lassen, woran es nun liegt, dieses Chaos in der Zukunft, ist das doch in Ordnung, oder?
LG
Marie
Danke fürs Lesen
Stimmt, damit hast du natürlich recht. Zufall eben ^^
Aber da wir ja eh offen lassen, woran es nun liegt, dieses Chaos in der Zukunft, ist das doch in Ordnung, oder?
LG
Marie
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Re: Teil 18 - Ebene 3
Wow die letzten Teile sind so gut geschrieben, dass ich keine wirklich groben Schnitzer mehr finde. Das sind jetzt drei Teile aufeinander, wo ich keine sonderlich großen Änderungsvorschläge mehr habe ^^
Wirklich ganz toll und ich finde auch die dritte Ebene hat die Spannung der anderen Ebenen in nichts nachgestanden.
Aber ich finde, die zwischenmenschliche Interaktion stimmte im dritten Teil ganz besonders. Die Figuren haben alle eine Tiefe des Charakters, das finde ich sehr sehr gut gelungen. Ihr habt wirklich gerade aus der dritten Zeitebene etwas unglaublich tolles geschaffen.
glg Daniela
Wirklich ganz toll und ich finde auch die dritte Ebene hat die Spannung der anderen Ebenen in nichts nachgestanden.
Aber ich finde, die zwischenmenschliche Interaktion stimmte im dritten Teil ganz besonders. Die Figuren haben alle eine Tiefe des Charakters, das finde ich sehr sehr gut gelungen. Ihr habt wirklich gerade aus der dritten Zeitebene etwas unglaublich tolles geschaffen.
glg Daniela
Re: Teil 18 - Ebene 3
Hey Marie,
Wieder ein sehr gelungener Teil. Hat mir gut gefallen.
Und die Unterhaltungen waren wieder wirklich interessant.
Ich wiederhole mich, ich weiß ^^
Und noch eine allgemeine Sache, die du dir wahrscheinlich schon lange selber angemerkt hast: Ihr habt immer verschiedene Anfürhungszeichen. Der eine hat die Pfeile, der andere diese normalen zwei Häckchen. Aber das wird wahrscheinlich beim Formatieren automatisch geregelt oder? Ich wollts nur noch mal sagen
Einige Sachen sind mir dennoch aufgefallen:
irgendwie musste ich den Satz mehrmals lesen. Kann sein, dass es daran liegt, dass ich so extrem übermüdet bin... Aber ich würde es besser so schreiben: "und deutet auf den Bildschirm, auf dem ein Fall von vor zwei Jahren angezeigt wurde." oder so was in der Art...
Sie wird sicher nicht nur eine Auswirkung haben oder? Ich würde das schreiben: "ziemlich verheerende Auswirkungen haben."
Ich würd hier "derartige Strörungen" besser finden.
hier würde ich noch ein kleines "nicht" ergänzen. Sonst kann man schnell als Leser denken, dass sie das vielleicht doch unterbinden können, aber sie können es ja gerade "nicht unterbinden". Auch wenn du dann eine Wiederholung hast, hier finde ich das irgendwie nicht so schlimm, sondern ziemlich wichtig, weil es das Unmögliche noch einmal besser unterstreicht.
hier würde ich die Satzstellung ein wenig anders machen. "wäre in diesem Fall aber ja nicht..." oder aber du lässt das "ja" einfach raus. Das fände ich noch schöner.
Das ist das erste Mal, dass das Gedachte von Jane in dieser Form aufgeschrieben wurde. Es sieht komisch aus, wenn auf einmal so etwas auftaucht, wenn doch vorher die Gedanken von Jane, die man als Leser zwar nicht direkt durch so eine genaue Form zuordnen konnte, aber automatisch hier zugeordnet hat, weil es ja eher aus ihrer Sicht geschrieben ist. Deshalb würde ich einfach den Satz so stehen lassen, ohne die Anführungszeichen und ohne das darauffolgende "dachte Jane". Der Leser schließt das selber drauf, denke ich jedenfalls.
Das wars dann wieder von mir.
LG Jojo
Wieder ein sehr gelungener Teil. Hat mir gut gefallen.
Und die Unterhaltungen waren wieder wirklich interessant.
Ich wiederhole mich, ich weiß ^^
Und noch eine allgemeine Sache, die du dir wahrscheinlich schon lange selber angemerkt hast: Ihr habt immer verschiedene Anfürhungszeichen. Der eine hat die Pfeile, der andere diese normalen zwei Häckchen. Aber das wird wahrscheinlich beim Formatieren automatisch geregelt oder? Ich wollts nur noch mal sagen
Einige Sachen sind mir dennoch aufgefallen:
und deutete auf dem Bildschirm auf einen Fall von vor zwei Jahren.
irgendwie musste ich den Satz mehrmals lesen. Kann sein, dass es daran liegt, dass ich so extrem übermüdet bin... Aber ich würde es besser so schreiben: "und deutet auf den Bildschirm, auf dem ein Fall von vor zwei Jahren angezeigt wurde." oder so was in der Art...
die Summe dieser negativen Störungen eine ziemlich verheerende Auswirkung haben.
Sie wird sicher nicht nur eine Auswirkung haben oder? Ich würde das schreiben: "ziemlich verheerende Auswirkungen haben."
sind schon Störungen derart aufgetreten,
Ich würd hier "derartige Strörungen" besser finden.
auch nicht vorhersehen und somit unterbinden.
hier würde ich noch ein kleines "nicht" ergänzen. Sonst kann man schnell als Leser denken, dass sie das vielleicht doch unterbinden können, aber sie können es ja gerade "nicht unterbinden". Auch wenn du dann eine Wiederholung hast, hier finde ich das irgendwie nicht so schlimm, sondern ziemlich wichtig, weil es das Unmögliche noch einmal besser unterstreicht.
dann wäre in diesem Fall ja aber nicht nur die Tochter betroffen, sondern ...«
hier würde ich die Satzstellung ein wenig anders machen. "wäre in diesem Fall aber ja nicht..." oder aber du lässt das "ja" einfach raus. Das fände ich noch schöner.
'Die aber unser Problem genau belegen würde', dachte Jane.
Das ist das erste Mal, dass das Gedachte von Jane in dieser Form aufgeschrieben wurde. Es sieht komisch aus, wenn auf einmal so etwas auftaucht, wenn doch vorher die Gedanken von Jane, die man als Leser zwar nicht direkt durch so eine genaue Form zuordnen konnte, aber automatisch hier zugeordnet hat, weil es ja eher aus ihrer Sicht geschrieben ist. Deshalb würde ich einfach den Satz so stehen lassen, ohne die Anführungszeichen und ohne das darauffolgende "dachte Jane". Der Leser schließt das selber drauf, denke ich jedenfalls.
Das wars dann wieder von mir.
LG Jojo

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Re: Teil 18 - Ebene 3
Hey ihr Lieben!
Habe eure Anmerkungen in meinen Text mit eingebaut! Danke dafür!
Nur da letzte, Jojo, habe ich nicht übernommen, da es sonst zu verwirrend werden könnte. Außerdem gab es doch schon einige seltene Fälle, in denen die Gedanken so angegeben wurden
Und die Sache mit den Anführungszeichen übernehme ich natürlich
Teil fertig!
Habe eure Anmerkungen in meinen Text mit eingebaut! Danke dafür!
Nur da letzte, Jojo, habe ich nicht übernommen, da es sonst zu verwirrend werden könnte. Außerdem gab es doch schon einige seltene Fälle, in denen die Gedanken so angegeben wurden
Und die Sache mit den Anführungszeichen übernehme ich natürlich
Teil fertig!
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