
Alania- Bunte Eule

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Laune: leer =D
Ich schreibe: WIE MEINEN?
von Alania am Mi 04 Aug 2010, 01:39

Nachdem ich mein Pferd gefunden hatte, dessen Name ich vergessen hatte, suchte ich mit den Augen nach Ka'alos und seinen Zentauren, mit denen ich gemeinsam reiten würde, um die Jäger aus einem Hinterhalt anzugreifen.
Lautes Wiehern und Traben führte mich rasch zu dem Ort, an dem sich die Pferdemenschen aufhielten. Sie schienen sich mit Rufen und Stampfen gegenseitig anzustacheln. Zumindest führten sie sich so auf, als ob sie sich jeden Moment auf jemanden stürzen wollten. Und mit ihnen sollte ich einen Überraschungsangriff wagen? Unsere Feinde würden uns hören, noch bevor wir in ihrer Nähe waren.
Ich stieg auf mein Reittier, um mich zu den Zentaueren aufschauen zu müssen und galoppierte zu ihnen hin.
"Ah, da ist er ja, der Jäger!", begrüßte mich Ka'alos, doch im Gegensatz zu den Elfen lag keine Verachtung in seiner Stimme.
Ich nickte ihm zu.
"Seit ihr soweit?", fragte ich.
"Ja", erwiderte der Abgesandte der Pferdemänner. "Tyrael hat uns alles erklärt. Du wirst uns sagen, was zu tun ist, um die Jäger auszuschalten."
"Genau", brachte ich lediglich heraus.
"Bis wir das Heer erreichen, werden ich meinen Trupp anführen", erklärte Ka'alos und ich widersprach nicht. Er schien zu verstehen, dass ich ihm die Führung nicht streitig machen wollte und begann sofort seine Zentaueren zu formieren.

"Herr ... Es ist soweit", drang die nasale Stimme eines Dieners zu mir. "Ihr müsst euch für die Verwandlung bereit machen."
"Ich weiß", sagte ich mit eisiger Kälte und wies den Bediensteten an, zu verschwinden.
Vollkommen ruhig, nur erfüllt von eisiger Siegesgewissheit erhob ich mich von meinem Thron auf und legte mein Gewand ab.
Völlig unbekleidet stand ich nun inmitten des Zeltes.
Ich fühlte die Macht in mir. Die Macht unzähliger magischer Geschöpfe ... und des Gestaltwandlers. Ich lächelte und schloss die Augen.
Das Elfenpferd, auf dem ich saß bewegte sich elegeant vorwärts. Mit einer Geschwindigkeit, die dem Lauf unseren schnellsten Elfen ähnelte, preschte es gemeinsam mit seinen Artgenossen durch den Wald. Neben mir ritt Felión. Sein langes blondes Haar peitschte im Wind und ich spürte, dass er mir ab und an besorgte Blicke zuwarf.
Ich mochte es nicht. Ich wollte es nicht. Er sollte mich nicht so ansehen mit seinen wissenden, mitleidigen Augen.
Taubheit breitete sich in mir aus, dumpfe Taubheit, die alle Sinnenswahrnehmungen abstumpfte. Es geschah jedes Mal, kurz bevor mich meine Gedanken zu Cube führten. Ihrem Lächeln, ihrer Umarmung, ihren Küssen ... ihrer Abweisung.
Warum kam der Zorn nicht? Wo war die Wut, die mich vor Tagen angetrieben hatte?
Sie war zerbrochen, wie mein Inneres ...
Ich trug ein Scherbenmeer von Gefühlen in mir, das mich mit jeder Bewegung zu schneiden schien.
Nichts war mir geblieben. Nur der Schmerz.
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