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    Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

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    Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Salissa am 26.03.10 10:49

    Hey ihr Lieben,

    da es ja hier viele gibt, die sich für Vampirgeschichten interessieren, dachte ich dieser Artikel wäre vielleicht interessant :) Interessant finde ich zumindest das Schreibverfahren der beiden Autorinnen. Kennst jemand die Bücher vielleicht?




    "Als auf der Stirn der sechzehnjährigen Schülerin Zoey Redbird eine blaue Mondsichel aufleuchtet, weiß sie, dass ihr altes Leben für immer vorbei ist. Sie ist von der Göttin Nyx als zukünftiger Vampir "gezeichnet" - so der Titel des ersten Romans des amerikanischen Mutter-Tochter-Autorenduos P. C. und Kristin Cast.

    In diesem Kosmos sind die Blutsauger fester Bestandteil der Gesellschaft und in jeder Stadt gibt es ein "House of Night", ein Vampir-Internat, in dem die angehenden Vampire während ihrer vierjährigen Umwandlungszeit unterrichtet werden.

    Diese Jahre sind nicht ungefährlich, immer wieder sterben Jungvampire, die der Veränderung nicht gewachsen sind. Auch Zoey spürt, dass sie sich schnellstens ins Internat begeben muss, doch ihre Mutter versagt ihr alle Unterstützung.

    Als sie bei ihrer indianischen Großmutter Zuflucht sucht, erscheint ihr die Vampirgöttin Nyx, die offenbart, sie habe Großes mit ihr vor. Darauf hat Zoey nur eine Antwort: "Aber ich bin erst sechzehn. Ich kann nicht mal rückwärts einparken. Wie soll ich deine Augen und Ohren sein?"

    Vom Bestimmungspathos zur Aufmüpfigkeit in 0,5 Sekunden - das ist der besondere Ton dieser auf zwölf Bände angelegten Reihe. In den USA, wo in Kürze der siebte Band "Tempted" erscheinen wird, wurden über acht Millionen Exemplare verkauft, in Deutschland stieg "Gezeichnet" auf Platz vier der Spiegel-Bestsellerliste ein. Der zweite Band, "Betrogen", ist für April angekündigt; später im Jahr sollen zwei weitere Bände folgen.

    Die Autorinnen gehen wie folgt vor: Mutter P. C., ehemalige Englischlehrerin und erfolgreiche Fantasyautorin, schreibt einen ersten Entwurf, Tochter Kirsten glasiert das Ganze daraufhin mit Teenieslang. Alles, was Zoey erlebt, wird kommentiert, bewertet und mit popkulturellen Referenzen versehen und unterfüttert. Das macht den Charme des Buches aus. Oder, je nach Betrachtungsweise, seine Unerträglichkeit.

    "House of Night" ist fest in Teenie-Hand; ein klassisches Highschool-Setting. Auf der einen Seite steht die angesagte Clique der "Töchter der Nacht", angeführt von Aphrodite, dem blonden Biest mit zweifelhaften Moralvorstellungen. Auf der anderen Seite sind die sympathischen Außenseiter, die Zoey in ihrer Mitte willkommen heißen.

    Schnell zeigt sich, dass Nyx ihre Auserwählte mit ihrer Gunst überschüttet hat: Zoey ist der begabteste Jungvampir aller Zeiten und wird von der Oberpriesterin persönlich unter die Fittiche genommen. Und dann ist da noch Erik Night, der "heißeste Typ der Schule" .

    Auf den ersten Blick wirkt die "House of Night"-Reihe wie eine Mischung aus den zwei größten Erfolgen der Young-Adult-Literatur: Man nehme das Internat von J. K. Rowlings "Harry Potter"-Serie plus Stephenie Meyers Vampire und schon hat man das Vampirinternat.

    Doch "Gezeichnet" ist kein Abklatsch, sondern der erste vollkommen durchgesampelte Roman der Genregeschichte. Während Rowling eine komplexe, in sich geschlossene Welt beschreibt und Meyers zartfühlende Helden aus einem viktorianischen Liebesroman zu stammen scheinen, wird "Gezeichnet" von der Populärkultur zusammengehalten.

    Fashion, Esoterik, Schwärmerei wirbeln durcheinander, lose verknüpft durch Zoeys unablässiges Gequatsche. Zugleich ist die junge Vampirin so patent und selbstbewusst, wie Meyers Heldin Bella Swan passiv und schmachtend war.

    Bei den Casts haben die Frauen das Sagen: Vampirische Macht ist weiblich, und die meist außerordentlich gut aussehenden Vampir-Männer sollen die Hohepriesterin beschützen, nicht ihren Platz einnehmen. Doch es gibt auch genrebedingte Gemeinsamkeiten mit Potter und Co: Wie in vielen Jugendbüchern geht es darum, seinen Platz in der Welt zu finden, dem lieblosen Elternhaus zum Trotz.

    Das sind dann aber auch alle Überschneidungen: "Gezeichnet" ist schrill, trivial und grässlich unterhaltsam. Stereotype Charaktere stolpern durch Soap-Opera-ähnliche Situationen, die rasante Handlung verdeckt kaum die banale Plotkonstruktion, und die allzu präsenten Metaphern sind so originell wie die letzte H-&-M-Kollektion.

    Aller Trashigkeit zum Trotz ist die neue Reihe vor allem ein genresprengendes Plädoyer für weibliches Selbstbewusstsein. In einer ungewissen Welt versucht eine junge Frau, ihre Talente zu entwickeln und ein anständiges Mädchen zu bleiben.

    Damit formuliert Familie Cast eine Art Minima Moralia für vernachlässigte Gören: Du sollst nicht mit Jungs in der Öffentlichkeit rumknutschen oder gar mit jemandem schlafen, den du nicht liebst, und du sollst keine Drogen nehmen. Es geht harmlos zu im Vampirinternat, von mörderischen Geistern und rotäugigen Zombies mal abgesehen. Aber auch das wird sich bald ändern - Band vier heißt immerhin "Ungezähmt". "

    (Quelle: welt.de/kultur)


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    Re: Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Lea am 27.03.10 15:07

    Klingt irgendwie nicht nachdem, was mir gefallen würde.. naja.. ^^

    Kennst du die Bücher?

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    Re: Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Salissa am 27.03.10 17:55

    Nein und ich möchte sie auch nicht lesen, das ist nichts für mich ...
    Aber ich bin neugierig, ob jemand sie kennt und mir sagen kann, wie sie sich so lesen. Dass die Reihe von Mutter und Tochter zusammen geschreiben wird, finde ich schon faszinierend :)


    Zuletzt von Salissa am 29.03.10 10:31 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet


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    Re: Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Miyann am 29.03.10 8:50

    Ich habe bisher nicht so gute Dinge gehört... Ich bin da zufällig mal in die studiVZ-Gruppe eingeladen worden und hatte natürlich keine Ahnung, was das überhaupt sein sollte, das "House of Night". Also habe ich Google angeworfen und letztendlich ein paar Amazon-Rezensionen gelesen.

    Sicher waren da auch viele positive, aber auch genauso viele negative, die mich arg abgeschreckt haben. Von "sprachlich katastrophal" bis hin zu "selten dämliche Story" wurde da alles verrissen. Gerade diese Mutter/Tochter-Schreibe soll nicht das Wahre sein, da die Dialoge auf Möchtegern-jugendlich getrimmt sind.
    Aber naja, das waren eben Amazon-Rezensionen, die müssen da nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen.

    Ich kenne aber noch zwei Leute, die das Buch gelesen haben und es schrecklich fanden. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass das eigentlich keine Fantasy-Leser waren.

    Letztendlich glaube ich, dass es ein Versuch ist, mit viel Marketing noch auf den Twilight-Zug aufzuspringen. Dass es mit dem Marketing funktioniert hat, steht wohl außer Frage. Ich werde es mir nicht kaufen, weil a zu viele schlechte Faktoren zustande kommen (a) wieder "typische" Vampirgeschichten, (b) schlechte Rezensionen und (c) schlechte Beurteilung von Leuten, die ich kenne.

    Aber wer weiß, vielleicht ist es ja auch echt gut. (:

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    Re: Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Salissa am 29.03.10 11:12

    Danke für die Antwort :)
    Ich habe auch schon gehört, dass es recht viele negative Rezensionen zu dem Buch geben soll ...
    Trotzdem scheint es bei den Teenis sehr beliebt zu sein. Unser Thalia veranstaltet extra einen Vampir- Nachmittag zum Erscheinen des zweiten Bandes und man findet viel Werbung für diese Reihe. Das hat mich schon an den Hype um die Bis(s)-Bücher erinnert ...
    Aber es gibt ja auch viele Bella und Edward-Fans, die gerne Bücher lesen, die ihren Lieblingsromanen sehr ähnlich sind anstatt Neues zu suchen.


    Zuletzt von Salissa am 19.06.10 15:32 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet


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    Re: Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Miyann am 29.03.10 11:56

    Naja, viel Werbung ist keine Garantie für gute Inhalte. Fischer ist ein großer Verlag mit einem großen Konzern im Rücken, da können Titel schon mal gut gepusht werden.

    Vielleicht liest es ja mal einer aus dem Forum, die Meinung würde mich schon sehr interessieren. (;

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    Re: Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Pooly am 19.06.10 14:53

    Letztendlich glaube ich, dass es ein Versuch ist, mit viel Marketing noch auf den Twilight-Zug aufzuspringen. Dass es mit dem Marketing funktioniert hat, steht wohl außer Frage.
    Ich würde sogar behaupten, dass 90% der derzeitigen Vampir-Romane einfach nur mit auf den Zug aufspringen wollen. Ich hoffe nur, dass der Zug bald vorbeigefahren ist -.-

    Die House of Night Reihe ist bei mir in der Wunschliste schon längst verschwunden, obwohl die Bücher mal draufstanden. Aber ich kenne einige Leute, die den ersten Band schon gelesen haben und ihn grottig fanden und allein schon dein Text dort oben, Virgi, hat mich wieder noch mehr abgeschreckt. Dieses Teenie Getue und dann auch noch in Kombination mit Vampirzeugs, das ist echt so schrecklich -.-
    Ich weiß nicht, vielleicht bin ich zu alt für so was (obwohl ich mich selbst eigentlich nicht als sehr erwachsen ansehe x]) aber dieses Kinderzeugs und dann auch noch aufgeputscht mit schön viel Jugendsprache ist einfach schrecklich.
    Sag ich jetzt, obwohl ich das Buch nicht gelesen habe, aber ich habe bisher schon viele Rezensionen dazu gelesen - gute und schlechte - und nicht eine hat mir das Gefühl vermittelt, dass es sich hier um Bücher handelt, die ich lesen möchte.

    Was muss das für eine erwachsene Frau sein, die mit ihrer Tochter zusammen so einen Blödsinn verzapft?
    Ganz klar: Eine Frau, die Geld will.
    Nun ja, das wird sie ja jetzt bekommen.


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    Re: Erfolgreiche Vampirromanreihe von Mutter & Tochter

    Beitrag von Baltimore am 19.06.10 15:17

    Also ich kann euch nur zustimmen. Kein Buch für mich -> die ich selbst keine Vampire mehr mag und Klischees ... verabscheue.
    Und ich bin Schreibstil-versessen. Wenn mir was vom Stil nicht gefällt, kann ich mich auch nicht für die Geschichte erwärmen.

    Ich gebe zu, ich habe vor dem Erscheinen des Buches eine Leseprobe bei libri.de gelesen und fand es okay. Aber für mich zu teeniebehaftet. Ich bin eher pathetisch angelegt mit viel Drama und weniger Teenie-Gesülze.

    Wink Also auf meiner Buchliste sind sie nicht.


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