Dawn schrieb:
Für mich ist Abtreibung eigentlich tabu. Egal in welchem Fall. Viele sagen jetzt "aber was wäre wenn..." ja was wäre wenn. Aber trotzdem ist es immerhin ein Lebewesen. [...]
Ich finde, selbst im Fall einer Vergewaltigung oder Teeny-Schwangerschaften o.Ä. gibt es noch die Chance, dass Kind zur Adoption freizugeben. Klar ist dies nach 9 Monaten ein schwerer Schritt, aber dennoch wünschen sich so viele Menschen ein Kind und können kein eigenes kriegen. Andere wiederrum töten es. Ja ich finde es ist Mord.
Racheengel schrieb:
für mich ist Abtreibung gleich Mord, denn auch wenn es in Deutschland bis zur 12 Schwangerschaftswoche erlaubt ist, in schwerwiegenden Fällen auch noch später durchführbar ist, so sollte dennoch bedacht werden das es sich um ein Lebewesen handelt. [...]
Abschließend möchte ich sagen, das Abtreibung keine Lösung ist, und eine werdende Mutter, auch wenn sie sich selbst nicht um das Kind kümmern kann, sich dafür entscheiden sollte das Kind auf die Welt zu bringen, und es zur Adoption freigeben sollte, Denn eine Adoption macht drei oder mehr Menschen glücklich, eine Abtreibung macht einen Menschen todunglücklich.
Hey Jenny und Alex,
ich muss ehrlich sagen, dass ich von euren Antworten fast entrüstet bin.
Nichts gegen euch, aber ich verstehe ehrlich nicht, wie sich Menschen ehrlich anmaßen können zu sagen, dass Mütter ihre Kinder, die sie nicht wollen, austragen sollen. Mal ehrlich, ich fände es viel schlimmer, zu wissen, dass mein Kind irgendwo in der Welt herumrennt und ich es nicht kenne und alles, als einen kleinen Zellklumpen ohne Form aus meinem Körper entfernen zu lassen. Es ist doch immerhin noch die Entscheidung der Eltern.
Ich habe eine Freundin, die schon ein Kind abgetrieben hat. Als sie mir das das erste Mal erzählte, hat sie mich ganz ängstlich angeguckt, als würde ich sie gleich fressen wollen. Aber sie ist genauso alt, wie ich und ich verstehe es vollkommen. Klar ich meine, Menschen, die einfach beim Sex nicht aufpassen und dann schwanger werden sind superdumm, aber im Endeffekt lasten sie sich ja nur selbst die Bürde auf, über das Leben oder Sterben eines Wesens zu entscheiden.
Außerdem: versetzt euch doch mal in die Lage eines Kindes, das im Heim ist. Kennt die Eltern nicht, fragt sich ewig, was es falsch gemacht hat, warum man es abgeschoben hat, es nicht wollte. Natürlich: Es lebt. Aber unter welchen Umständen?! Ist das fair? Einfach auf Teufel komm raus sagen: "Ach, das bekomm ich jetzt und dann werf ichs weg."
?
Und @Alex:
Vor allem finde ich, sollte man auch körperlich oder geistig behinderten Kindern eine Chance auf ein Leben geben. Selbst wenn sie "anders" sind, heißt es nicht, dass sie nie Freude am Leben haben werden, oder einen freudigen Moment erleben werden.
Hast du dir mal Michaels Beitrag durchgelesen?
Wenn du wüsstest, dass dein Kind all diese Behinderungen hätte, wie Michael beschrieben hat, wenn du es noch in deinem Bauch trägst, würdest du es dann trotzdem nicht abtreiben lassen? Dann bist du eine wahrhaft ehrenvolle Person.
Aber du solltest die Menschen, die sich nicht dafür entscheiden, nicht verurteilen. Natürlich hat jedes Wesen ein Recht auf Leben, aber man muss sehen, wie man "Leben" definiert. Denn für mich gehört da nicht nur die bloße Existenz dazu, sondern auch Glück und Liebe und all das. Und es gibt auch Menschen, die bis zu dem Maße behindert sind, dass sie kaum mehr etwas merken. Wir reden hier nicht von "einfachen" Behinderungen wie Taubheit oder Blindheit.
Und ich denke, es ist vielleicht auch ein Gefallen, die die Eltern dem ungeborenen Kind tun.
Schlagt mich, aber ich finde, man sollte die Eltern entscheiden lassen, was sie sich zutrauen und wenn nicht und nicht selbst den Klugscheißer spielen und sagen "Aber Abteiben ist doch schlecht, wie konntest du das nur tun?"
Genau das macht es denen, die sich dafür entscheiden, nämlich noch schwerer.