Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Leben für die Arbeit...

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    Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Racheengel am Sa 06 Feb 2010, 22:03

    Hallo Ihr lieben,
    ich habe neulich über diverse Dinge nachgedacht, unter anderem auch über dieses hier.

    Ihr kennt doch sicherlich auch Workaholics, Menschen die nur noch für ihre Arbeit leben, quasi mit ihr verheiratet sind.
    Menschen die keinen Sinn für Abwechslung haben, sondern nur noch an ihren Job denken.

    Oder aber, Berufe in denen man sich vollends aufgeben muss, Alten- oder Krankenpfleger z.B.
    Oder aber auch der Einzelhandel, in denen Verkäuferinnen teilweise von früh bis spät arbeiten müssen und so keine Zeit mehr für die Familie haben.
    Z.B habe ich von einer Filiale gehört, in der Doppelschicht hieß, früh 8 Stunden und abends 8 stunden, (8 Stunden davon natürlich als unbezahlte Überstunden)
    Auch ich habe meine Erfahrung damit gemacht, als ich in der Altenpflege gelernt habe, konnte ich mich während meiner Parktikumszeit von Freizeit verabschieden. Da hies es zwei Wochen am Stück früh und abends Arbeiten.
    Klar, ich hatte mir das selbst ausgesucht, aber zwei Wochen am Stück früh und spät schlaucht ganz schön.

    Oder die von vielen verhasste Nachtschicht.
    In vielen Betrieben werden ja Nachtschichten gefordert, sogar in einer Küche wird das von Mitarbeitern verlangt.
    Klar, in Krabnkenhäusern und Pflegeheimes läuchtet mir das ein, aber in einer Küche Nachtschicht machen...

    Da bleibt keine Zeit mehr für Familie, Freunde und andere Aktivitäten.

    Wie steht ihr dazu?
    Seht ihr auch Arbeit als Lebenssinn, oder sind euch Freunde und Familie wichtiger.
    Mich würden eure Meinungen dazu sehr interesieren.

    liebste Grüße,
    Jenny

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    Mein Motto: Nichts ist so schlimm, dass eine Freundschaft daran kaputt gehen kann. Einfach mal ein paar Stunden drüber nachdenken oder eine Nacht drüber schlafen und es sieht schon ganz anders aus :)

    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Arawn am Sa 06 Feb 2010, 22:33

    Also bei mir ist Arbeit eindeutig an zweiter Stelle. Oder eher noch weiter hinten. Sie ist da, um für das nötige Geld zu sorgen und ich freue mich, wenn ich damit noch Menschen helfen kann, aber sie sollte mir niemals meine Freizeit stehlen. Für mich ist meine reizeit ein Heiligtum.
    Wenn ich für ein paar Wochen meine Zeit für mich nicht habe, ändere ich mich richtig drastisch. Habe ich im Praktikum gemerkt.
    Ich bin da viel gereizter, unmotiviert, lustlos und mich nervt alles einfach nur. Ich habe an nichts mehr Freude. Vor allm, als ich dann nicht einmal die Wochenenden so voll für mich nutzen konnte, wegen Bericht. ich hatte Zeit für mich, aber nicht so viel und das war schrecklich für mich.
    Ich brauche die Zeit für mich, sonst macht mich das echt fertig...
    Also Workaholic könnte ich sicher nie werden xD

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Kirie Uzumaki am Fr 19 Feb 2010, 15:03

    Nun, das allseits bekannte Sprüchlein

    Man soll arbeiten um zu leben, nicht leben um zu arbeiten.

    beschreibt meine Meinung hierzu perfekt.

    Ich glaube, dazu muss ich nicht viel mehr sagen.

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von SilentDream am Di 23 Feb 2010, 21:07

    Leider ist es einfach so, dass Arbeit das Leben dominiert, damit man sich seine Freizeit überhaupt finanzieren kann.
    Notwendiges Übel?!
    Ohne Fleiß kein Preis?
    Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?
    Ich denke so läuft das...

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Cleopha am Do 01 Jul 2010, 17:05

    Mich nervt, dass jeder von einem nur noch Leistung will. Du entwickelst dich zu einer Multitasking-Existenz und versucht nur noch zu funktionieren. Wenn du dann deine Arbeit nicht mehr schaffst, wirst du einfach ausrangiert.

    Wir leben in einer ausnahmslosen Leistungsgesellschaft und die Menschlichkeit, das soziale miteinander geht nach und nach verloren. Ich selbst fühle mich manchmal wie ein Robotter!

    Bei mir ist es so, dass meine Familie und meine Freunde an allererster Stelle stehen und danach kommt dann die Arbeit, bzw. Schule.

    Bei vielen Menschen ist es umgekehrt und das gefällt mir gar nicht. Ich beobachte, das sich solche Leute tatsächlich zu workaholics entwickeln.
    Aber es liegt ja nicht nur an der Arbeitshaltung eines jeden, sondern an unserem allgemeinen Arbeitswesen, dass die Menschen nur noch für ihren Job leben lässt, weil es ihre einzigste Erfolgsquelle ist. Denn jeder vermittelt ja einem, dass du nur ein guter Mensch bist, wenn du arbeitest bis du umfällst. ^^

    Deswegen leiden auch viele unter dem Burnout-Syndrom. Man muss sich nur mal die Statistiken anschauen! Die Tendenz der Burnouterkrankten ist steigend.

    Oh Leute ich beobachte das ganze mit einem wirklich unguten Gefühl und ich frage mich wie lange das noch so gehen soll...

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Goldstaub am Di 14 Sep 2010, 10:00

    Also ich bin da ganz ehrlich. Bevor ich nicht wenigstens das arbeiten kann, was ich will, werde ich es nicht tun. Da kann auch jetzt jeder denken, ich sei bescheuert, aber das ist meine Meinung.
    Natürlich ist Geld wichtig, ohne das geht es im Leben nicht. Aber ich hab von Arbeit meine ganz eigene Vorstellung. Meinen eigenen Lebensplan. :-)
    Wenn unser Haus fertig ist, werde ich mir oben in meiner Wohnung ein eigenes Fotostudio einrichten, mich als Fotografin selbstständig machen & nebenher als Model jobben, wie jetzt auch...

    Aber ich würde mich für Geld niemals im Globus hinter die Fleischtheke stellen, oder den ganzen Tag im Altenheim Menschen pflegen.
    Ich bin mir tausend Mal wichtiger, als Arbeit. Ich, meine Freude am Leben, Freunde, Familie, Spaß. Man sollte das Leben genießen, nicht das ganze Leben arbeiten.

    Da muss man aber auch sehen, ob einem Geld wichtig ist. Man kann ja auch mit wenig Geld gut leben.. aber wenn man den Luxus braucht, dann muss man dafür arbeiten. Ich bräuchte nicht viel um glücklich zu sein. Ich bin nur glücklich, wenn ich meine Freizeit und Freiheit habe... :-)

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von June am Fr 11 März 2011, 20:11

    Huhu

    Eigentlich wollte ich das hier nur kurz überfliegen, aber diese eine Satz hat mich stutzig gemacht:

    Oder aber, Berufe in denen man sich vollends aufgeben muss, Alten- oder Krankenpfleger z.B.
    Wie zum Geier kommst du drauf? ô.O

    Was hat es denn mit sich selbst aufgeben zu tun, wenn man anderen Menschen, die das nicht mehr selbst können, hilft?
    Das verstehe ich beim besten Willen nicht.
    Und ich wüsste auch gerne, was du über Leute denkst, die das mit Freude machen, wie meine Mutter. Und meine Kusine. Eine alte Freundin von mir. Ich kenne so viele, die sich mit Alten- bzw. Krankenpflege ihren Unterhalt verdienen oder verdienen wollen und sich nicht aufgegeben haben ...

    Erkläre dich bitte, auch wenn das Thema schon etwas älter ist ^^"

    So zur eigentlichen Frage:
    Ich würde es wohl nicht lange in einem Beruf aushalten, den ich nicht mag, nervlich nicht. Deswegen hoffe ich, dass ich etwas finde, was zu mir passt - und mir auch Spaß macht. Dann ist das Gehalt schon fast Nebensache geworden ... (auch wenn ich natürlich davon leben können sollte).

    glg, Juny

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Nakyo am So 08 Mai 2011, 22:07

    @Racheengel schrieb:

    Oder aber, Berufe in denen man sich vollends aufgeben muss, Alten- oder Krankenpfleger z.B.
    Oder aber auch der Einzelhandel, in denen Verkäuferinnen teilweise von früh bis spät arbeiten müssen und so keine Zeit mehr für die Familie haben.
    Z.B habe ich von einer Filiale gehört, in der Doppelschicht hieß, früh 8 Stunden und abends 8 stunden, (8 Stunden davon natürlich als unbezahlte Überstunden)
    Auch ich habe meine Erfahrung damit gemacht, als ich in der Altenpflege gelernt habe, konnte ich mich während meiner Parktikumszeit von Freizeit verabschieden. Da hies es zwei Wochen am Stück früh und abends Arbeiten.
    Klar, ich hatte mir das selbst ausgesucht, aber zwei Wochen am Stück früh und spät schlaucht ganz schön.

    Hallo Racheengel,
    ich mache momentan selbst die Ausbildung zur Altenpflegerin und ich muss dir sagen: wer den Job mit nach hause nimmt, ist selbst schuld. Vor allem in solchen Berufen muss man lernen, das berufliche vom privaten zu trennen. Klar gibt es Tage, an denen man nach hause kommt und einem die Arbeit dort nicht in Ruhe lässt, aber das sollte Ausnahme sein und nicht zur Regel werden. Wer sich daheim noch mit so etwas belastet, sollte darüber nachdenken, ob er für sich den richtigen Beruf gewählt hat. Vor allem, wenn es um Berufe geht, in denen eine hohe, psychische Belastbarkeit gefordert wird. Und auch als Auszubildene hast du Rechte, für die du eintreten kannst und die kein Praktikumsbetrieb einfach ignorieren darf. (Wenn du vom Praktikum redest, weiß ich gerade nicht, ob du von deinem festen Betrieb redest oder von den "Besuchsbetrieben", wegen den Blockwochen. Solltest du deinen festen Betrieb meinen, so hast du dir offensichtlich den falschen ausgesucht - auch diese dürfen dich nicht ständig Doppeltschichten arbeiten lassen. Genauso wenig, wie mich mein Betrieb ständig Gleitschichtarbeiten lassen darf.)

    Bzw... wenn man sich wegen einem Beruf selbst aufgibt, hat man defintiv den falschen Beruf gewählt... in der Altenpflege so wie in der Krankenpflege muss man sich nicht selbst aufgeben, um den Beruf ausüben zu können...das ist totaler Schwachsinn, sorry...

    gruß Nakyo

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Shira am So 05 Jun 2011, 16:24

    Hallo,

    @Racheengel schrieb:Ihr kennt doch sicherlich auch Workaholics, Menschen die nur noch für ihre Arbeit leben, quasi mit ihr verheiratet sind.
    Menschen die keinen Sinn für Abwechslung haben, sondern nur noch an ihren Job denken.

    Oder aber, Berufe in denen man sich vollends aufgeben muss, Alten- oder Krankenpfleger z.B.
    Oder aber auch der Einzelhandel, in denen Verkäuferinnen teilweise von früh bis spät arbeiten müssen und so keine Zeit mehr für die Familie haben.

    Mir sind viele der Personen bekannt, die oft als "Workaholics" verschrieen werden. Auch in der Schule findet man solche Personen, meist als "Streber" bezeichnet. Ich für meinen Teil kann dazu nur sagen, dass nicht jeder Workaholic gleich ein Workaholic ist. Ja, viele arbeiten tag und Nacht für ihren Job und geben ihr Bestes. Das lässt aber auch die Frage nach dem "Warum?" stellen. Da kann man auf zweierlei Antworten kommen: Die einen wissen es eben nicht besser, für die anderen ist ihre Arbeit ihre Freizeit. Was letztere betrifft, so kann ich si enur beglückwünschen. Könnte ich mir meinen Job so aussuchen, würde ich vermutlich auch den lieben langen Tag lang nur arbeiten. Oder mal anders gefragt: Wenn euer allergrößtes Hobby zu eurer Arbeit werden würde: Würdet ihr dann Punkt 16 Uhr einfach Schluss machen??
    Was die andere Hälfte betrifft, so gibt es auch hierfür wieder verschiedene Gründe. So lässt sich feststellen, dass es Menschen gibt, die einfach kein Leben nach der Arbeit kennen. Wenn ich mir nun so manchen aus meiner Schule vorstelle, der abends heimkommt und noch Hausaufgaben macht und brav für jedes Fach am nächsten Morgen lernt, so kann ich mir wunderbar vorstellen, wie genau diese Menschen später zu Workaholics werden, die eben nach der Arbeit weiterarbeiten. Sie wissen, wie gesagt, einfach nichts besseres mit sich anzufangen.
    Dann gibt es aber noch jene Sparte, die einfach gerne arbeitet. Da stellt sich mir die Frage: Geht es bei Workaholics nur darum, dass sie sich abends nicht hinsetzen und mal in aller Ruhe ein Bierchen trinken? Dann bin ich definitiv auch ein Workaholic. Ich liebe es, nachder Schule noch Schwimmunterricht zu geben, Nachhilfe zu geben, für die Kursarbeiten zu lernen, abends dann noch den ein oder anderen Text zu schreiben und für dies und jenes nochwas zu organisieren. Vom einfachen Herumsitzen oder Ausgehen abends werde ich wahnsinnig. Aber klar, auch ich brauche mal Entspannung und wie finde ich die? Indem ich mir was suche, bei dem ich entspannen kann. Manchmal eben auch einfach nur eine andere Arbeit Wink



    Wir leben in einer ausnahmslosen Leistungsgesellschaft und die Menschlichkeit, das soziale miteinander geht nach und nach verloren. Ich selbst fühle mich manchmal wie ein Robotter!
    Mir persönlich wäre das so wahrscheinlich nie aufgefallen. Vor kurzem allerdings hat eine Mitschülerin ein Referat halten sollen, obwohl sie total krank war. Ich habe es schon fast für selbstverständlich gehalten, dass sie das Referat halten würde, doch mein Lehrer meinte damals, sie solle sich das überlegen. Wenn die Präsentation dadurch leide, dass sie selbst nicht ganz gesund sei, könne er an der Note auch nichts ändern. Dass sie das Referat aber erst ein anderes Mal halte, sei durchaus möglich.
    Durch dieses Ereignis habe ich mir erstmals Gedanken darüber gemacht, was eigentlich aus der Menschlichkeit geworden ist. Ich muss dir leider voll und ganz zustimmen, diese Leistungsgesellschaft überwiegt alles. Und zu allem Überfluss wird uns von unserer Geburt an nichts anderes antrainiert. Aber das kommt jetzt zu sehr vom Thema ab...


    Aber es liegt ja nicht nur an der Arbeitshaltung eines jeden, sondern an unserem allgemeinen Arbeitswesen, dass die Menschen nur noch für ihren Job leben lässt, weil es ihre einzigste Erfolgsquelle ist. Denn jeder vermittelt ja einem, dass du nur ein guter Mensch bist, wenn du arbeitest bis du umfällst. ^^
    Bitte was??? Also, ich stimme ja der obengenannten Leistungsgesellschaft zu, aber deswegen bin ich doch noch kein schlechter Mensch, wenn ich nicht bis zum umfallen arbeite! Wichtig ist, dass man seine Termine einhält, dass man die geforderten Ergebnisse auch erbringt und zuverlässig seine Arbeit verrichtet. Es kann aber niemand etwas dagegen sagen, wenn man darüber hinaus NICHTS macht. Und geht die Pflicht über die eigenen möglcihen Leistungen hinaus, dann sollte man sich vielleicht nach etwas umsehen, was einem mehr liegt.


    Ich bin mir tausend Mal wichtiger, als Arbeit. Ich, meine Freude am Leben, Freunde, Familie, Spaß. Man sollte das Leben genießen, nicht das ganze Leben arbeiten.
    Dem kann man durchaus zustimmen, aber was ist, wenn du deine Freude am Leben in deine Arbeit miteinbringst? Man muss nicht immer den perfekten Job finden - und genau genommen ist das auch so gut wie unmöglich - aber man kann doch ein bisschen etwas von dem, was man gerne macht in jeden Job einbauen. Dadurch macht auch die Arbeit Spaß und jeder profitiert davon. Vollkommene Arbeitsverweigerung, bloß, weil es nicht das Richtige ist, halte ich für das falsche Mittel zum Zweck. Irgendwo braucht man auch etwas, um sich selbst weiterzuentwickeln. Manchmal sollte man da auch hinnehmen, dass nicht alles so perfekt ist, wie es sein könnte.

    @June schrieb:Huhu

    Eigentlich wollte ich das hier nur kurz überfliegen, aber diese eine Satz hat mich stutzig gemacht:

    @Racheengel schrieb:Oder aber, Berufe in denen man sich vollends aufgeben muss, Alten- oder Krankenpfleger z.B.
    Wie zum Geier kommst du drauf? ô.O
    Was hat es denn mit sich selbst aufgeben zu tun, wenn man anderen Menschen, die das nicht mehr selbst können, hilft?
    Dito! Absolut überhaupt nichts. Meiner Meinung nach zumindest.


    Und zu dem Thema "Ohne Fleiß kein Preis" kann ich nur sagen, dass daran etwas dran ist. Wer etwas will, der muss auch dafür arbeiten. Das kann von einem Stück Brot, für das man nun mal bezahlen muss bis hin zu einem langersehnten Urlaub reichen. Auch den muss man sich erstmal verdienen. Aber ohne Fleiß, was wäre dann der Preis?? Meiner Meinung nach einfach nichtig!

    Lg Shira

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Racheengel am Mi 28 Sep 2011, 19:59

    @Shira schrieb:Hallo,
    @June schrieb:Huhu
    Eigentlich wollte ich das hier nur kurz überfliegen, aber diese eine Satz hat mich stutzig gemacht:
    @Racheengel schrieb:Oder aber, Berufe in denen man sich vollends aufgeben muss, Alten- oder Krankenpfleger z.B.
    Wie zum Geier kommst du drauf? ô.O
    Was hat es denn mit sich selbst aufgeben zu tun, wenn man anderen Menschen, die das nicht mehr selbst können, hilft?
    Dito! Absolut überhaupt nichts. Meiner Meinung nach zumindest.
    Lg Shira

    Okee, die postings sind zwar schon ein paar Wochen alt, aber äußern möchte ich mich hierbei trotzdem noch dazu.
    Vlt habe ich mich damals verkehrt ausgedrückt, aber etwas dazu sagen möchte ich trotzdem.

    Spoiler:
    Ich selbst habe ein Jahr lang eine Altenpflegeausbildung gemacht, und die Praktikumszeiten sind für mich nicht die besten Erinnerungen.
    Ich war den ganzen Tag arbeiten, manchmal bis zu drei Wochen am Stück (Wochenenden natürlich eingeschlossen). Alles was mir wichtig war, meine Familie, meine Freunde, dafür hatte ich keine Zeit mehr. In dem einem Jahr hab ich keinen einzigen meiner Freunde gesehen, weil ich ständig arbeiten musste, mitunter früh 4-6 Stunden, und Nachmittags oder Abends nochmal die selbe Zeit (das hieß vlt mal zwei oder drei Stunden daheim sein, fix was hinuntergeschlungen und weiter gings zur Arbeit). Und als ich nach einem Jahr dann mal für vier Tage verreist war, wurde ich teilweise behandelt wie eine Schwerverbrecherin. Wie konnte ich es nur wagen an eine Reise zu denken. Die Krönung war, das ich sogar ne Abmahnung bekommen hab, weil ich es wagte zu erwähnen das ich mich auf die Reise freue, und daran denke, und Pläne schmiede, mit der Begründung ich hätte nicht genügend Interesse an der Arbeit. so oder so ähnlich war die Vormulierung.
    Wie nennt man das wenn man keine Freunde mehr sehen kann, und kaum noch an Familientreffen teilnehmen kann, weil ständig die Arbeit im Nacken hängt.
    Naja, ich habe danach noch verschiedene Pflegeheime und Dienste kennengelernt, und bei denen war es auch nicht besser. -.-

    @ Nakyo: Ich hoffe ehrlich für dich das du mit deinem Ausbildungsbetrieb mehr glück hast, und du nie solche Pflegeheime kennenlernst wie ich, denn ich habe sehr viel Respekt vor Alten und Krankenpflegern. Aber machen möchte ich das nicht mehr, zumindest nicht beruflich.

    LG Racheengel

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Dawn am Mi 28 Sep 2011, 20:27

    Hey,

    ich geb dann auch einfach mal meine eigene Meinung Preis.
    Für mich ist Arbeit etwas, dass einfach zum Leben gehört, genau wie Freizeit, Freunde und Familie. Ich finde es geht nicht mal darum das man mit Arbeit nur Geld verdient, sondern auch darum, dass Arbeit einem Spaß macht. Ich bin ein Mensch der würde ohne Arbeit eingehen. Freunde, Freizeit, Spaß hin und her. Irgendwann möchte ich auch mal was anderes.
    Ich habe bereits vor einigen Jahren ein zweiwöchiges Praktikum beim Tierarzt gemacht. Damals war ich glaub ich 13 oder 14. Der Tag sah so aus, dass ich um halb 9 in die Praxis kam und meistens um 20 Uhr nach Hause gekommen bin. Mittagspause? Die Praxis hat vier Stunden zur Mittagszeit geschlossen aber während die meisten Menschen denken, dass der Arzt und die Helferin dann bequem ihre Füße hochlegen, ist das falsch gedacht, denn in der Mittagspause fanden die ganzen Operationen etc. statt. Es gab also keine wirkliche Pause und da ich neugierig war wollte ich selbst in den Mittagspausen nie nach Hause und auch nicht früher gehen. Die erste Woche war hart gewesen, aber mir hat es so viel Spaß gemacht (obwohl ich nur zugucken durfte und den gesamten Tag nicht sitzen konnte) das es mich nicht gestört hat wie lange ich jetzt dort in der Praxis bin und das meine Freunde alle schon um 14 Uhr nach Hause gehen und Eis essen gehen konnten. Dazu hatte ich immer noch am Wochenende Zeit. Solange mir etwas wirklich spaß macht, ist es mir egal ob ich dafür was länger arbeiten muss. Selbst wenn mal ein echt harter Tag kommt.
    Das merke ich jetzt schon im Studium. Freizeit habe ich kaum welche, aber trotzdem findet man immer noch irgendwo Zeit für Freunde und wenns nur ein kurzes Telefonat ist. Aber ich muss lernen, dass ich später in der Werbebranche auch nicht sagen kann "Leute es ist 16 Uhr ich geh nach Hause." Denn da kann es vorkommen das man noch morgens um 4 an irgendeinem Auftrag sitzt der fertig werden MUSS.
    Aber nur weil einem das dann spaß macht und es einen nicht stört würde ich ihn nicht gleich als Workoholic bezeichnen. Familie und Freunde sind mir genauso wichtig wie Arbeit. Aber manche Leute brauchen diese Beschäftigung einfach oder wollen die Herausforderung nicht. Ist man unzufrieden, hat man den falschen Job, Praktikum whatever.

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von June am Mi 28 Sep 2011, 20:32

    Hey, Racheengel :)

    Unter diesem Aspekt verstehe ich natürlich, dass dich das stresst, aber du kannst dir sicher sein, dass es nicht überall so ist :)
    Eine alte Freundin von mir hat auch mal ein Praktikum im Altenheim gemacht und sie hat auch die Ausbildung dazu begonnen, ich kann mich nicht erinnern, dass sie sich jemals beschwert hätte Wink

    Leider ist unser Kontakt abgebrochen, deswegen weiß ich nicht, wie es bei ihr im Moment aussieht.
    Aber es ist wirklich nicht überall so schlimm ^^
    Kann ich mir nicht vorstellen ^^

    Ganz liebe Grüße,
    Juny

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Racheengel am Mi 28 Sep 2011, 20:59

    Im Nachhinein muss ich sagen das ich vlt wirklich nicht für den Job geschaffen bin, eine Freundin lernt auch gerade Altenpflege und sie hat gute Bedinungen. Und wenn ich so erzähle was ich so alles Erlebt habe, schüttelt sie auch den Kopf und sagt mir das sie es anders hat.

    Und ich möchte dazu sagen das ich trotz allem viel von meiner damaligen Cheffin halte. Sie übt ihren Job mit Leib und Seele aus, erst neulich hatten wir ein Problem, wo ich noch zu Ma gesagt habe, "Ruf doch meine ehemalige Cheffin an und Frag sie um Rat."

    Aber jetzt habe ich meinen persönlichen Traumjob gefunden, und, wer hätte das gedacht, für den verzichte ich teilweise freiwillig auf freie Tage,
    und nutze die Arbeitszeit um mich persönlich weiter zu bilden. Aber ich werde faier behandelt, und bekomme entweder in der Woche frei oder ein finanzielles Opulus. ^^°

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von L am Do 12 Jan 2012, 14:27

    Nun das mit der Krankenpflege. Ich war selbst Auszubildender in der Krankenpflege aber, ich habe die Ausbildung aufgegeben weil ich mit der und psychischen Belastung nicht klar komme und ich in eine tiefe Depression gestürzt bin. Jetzt sitze ich daheim und mache meinen Personenbeförderungsschein um Taxifahrer zu werden :)Im 12 Std. Schichtsystem von 7-19 und von 19-7 Uhr Und ich bin damit glücklicher als vorher ;D

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Beluna am Do 12 Jan 2012, 19:17

    Zum Thema "Arbeit" habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht. Für mich gibt es 2 wesentliche Typen von Arbeit, der Einfachkeit halber habe ich sie Arbeit 1.0 und Arbeit 2.0 getauft.

    Arbeit 1.0
    Arbeit dient zum Zweck des Geldmachens, um sich in seiner Freizeit zu verwirklichen. Das wäre zb der klassische Fabrikarbeiter, der in seiner Freizeit einen exclusiven Sport betreibt, wie Fallschirmspringen. Die Arbeit nutzt er nicht dazu, glücklich zu werden, sondern Geld zu generieren um Glücklich zu werden.

    Arbeit 2.0
    Arbeit dient zum Zweck der Selbstverwirklichung. Bestes Beispiel dafür sind freie Autoren oder Musiker. Ihre Arbeit ist ihr Hobby, Geld das durch die Arbeit generiert wird, wird wieder in die Arbeit gesteckt.

    Die zweite Gruppe ist eigneltich am Anfälligsten für "Workaholics".

    Was du beschreibst, ist allerdings Ausbeutung. Niemand kann mir erzählen, dass er beim Kassieren oder Regale einräumen voll und ganz Aufgeht. Bei Sozialberufen gehen allerdings die Kaputt die in dieser Arbeit aufgehen. Wenn so ein Job allerdings als Arbeit 1.0 genommen wird, sollte eine (gesunde) Portion Soziopathie mit im Spiel sein. Im Gesundheitswesen ist es Gang und Gäbe jemand Halbtags anzustellen und ihn Ganztags für das gleiche Geld arbeiten zu lassen. Das Trifft sowohl den Artzthelfer als auch den Facharzt. Diese Problematik ist allerdings Hausgemacht, unser Gesundheitssystem ist Verkopft zu Komplex. Die Entscheider kommen nie mit den Fällen in Bezug, es geht lediglich um's Geschäft. (Sorry da kommt meine Linke Ader in den Vordergrund...) Das Problem dabei ist die Angst vor dem sozialen Abstieg, wenn der Job weg ist. Deswegen haben die wenigsten - Salopp gesagt - die Eier, sich gegen so eine Ausbeutung zu wehren.

    Zurück zum Thema.

    Arbeit 2.0 kann natürlich auch eine Art Ersatzbefriedigung darstellen, wenn ein lässiges Team im Spiel ist oder sich selbst hingehend soweit Motiviert zu Arbeiten, anstatt sich anderem Hinzugeben. Problem dabei ist, irgendwann fehlt einem etwas. Für mich persöhnlich ist es wichtig, ein Sozialleben zu haben, was nicht direkt mit der Arbeit oder meiner Tätigkeit zusammenhängt. Das ist durchaus mit Problemen verbunden, wenn die primäre Peer-Group die Kollegen sind.

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Scythe am Mo 30 Jan 2012, 17:53

    Da ich noch jung bin und jung in den Beruf eingestiegen bin und ich auch gerade keine Beziehung habe, geschweige denn Kinder, stehe ich stolz und 100%ig hinter meinem Ehrgeiz. Ich bin gerne mit meiner Arbeit verheiratet, weil es der Beruf ist, den ich mein Leben lang erarbeitet habe, mein Wunschberuf also.
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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Tan am Do 03 Mai 2012, 15:24

    Wow , ein thread der zum Nachdenken anregt!

    Ich habe wirklich nichts gegen Menschen, die lieber etwas öfter zur Arbeit gehen als andere. Die dadurch mehr Geld bekommen, was sie brauchen oder einfach haben wollen.
    Aber.
    Wenn diese Menschen eine Familie gegründet haben, ist das anders. Dann sollten sie mehr für diese da sein. Klar -es ist wichtig für die Familie zu sorgen, Geld zu verdienen. Aber mehr als genug - ist es das wirklich wert? Viele Familien scheitern daran, Ehen gehen kaputt, Kinder fühlen sich vernachlässigt.

    Aber nun zu mir.
    Da ich ja noch nicht wirklich eine eigene Familie habe (bis auf meine Beste Freundin, sie ist schon mehr oder weniger meine Familie ^^) sieht es bei mir ein wenig anders aus. Ich arbeite auch gerne mal 1 oder 2 Stunden länger, aber nicht ständig. Diese Stunden kann ich dann absetzen - z. B. bei einem vollen Tag, den ich dann zuhause verbringen kann. Das ist auch sehr nützlich.
    Aber würde ich wirklich mehr arbeiten für Geld und meine Freizeit dann opfern? Was bringt mir Geld, wenn ich, sollte ich ewige Zeit so weitermahcen, ein Burnout habe?

    Fazit: Für mich ist Arbeit wichtig, aber nicht der vollständige Lebensinhalt. Meine Familie und meine Freizeit sind wichtig, aber damit verdiene ich kein Geld. Der Ausgleich Arbeit und Freizeit muss da sein. Gern wird mehr getan als nötig. Aber nur, wenn es anerkannt wird, mehr oder weniger. ^^

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Jadelyn am So 08 März 2015, 15:58

    Ich grabe das Thema mal wieder aus, weil das auch ein Thema ist, das mich momentan stark beschäftigt.

    Ich habe für mich festgestellt, dass ich am liebsten 20 bis 30 Stunden arbeite. Dann hat man genug gemacht, um sagen zu können, man geht wirklich arbeiten und hat immer noch genügend Zeit, andere, positive Dinge zu unternehmen. Wenn es die 40 Stunden mal überschreitet, merke ich deutlich, wie mir das an die Substanz geht und ich nach und nach immer fertiger werde.
    Problematisch ist bei mir, dass ich einen Job habe, in dem Überstunden einfach vorprogrammiert sind. Ich habe einen Halbzeitvertrag, komme aber je nach Jahreszeit auf 25 bis 30 Stunden. Das macht eine Vollzeitbeschäftigung natürlich alles andere als angenehm, denn da komme ich an die 60 Stunden.
    Das finde ich richtig traurig, denn an sich mag ich den Job total gerne, aber die Bedingungen sind teilweise echt ätzend.

    Ein Kumpel von mir macht eine Ausbildung zum Altenpfleger und erzählt auch richtige Horrorgeschichten von Doppelschichten, keiner Freizeit und kaum Bezahlung. Ich finde es einfach schade, wenn einem die Freude am Arbeiten durch solche Umstände wirklich genommen und man immer wieder an die Grenzen gebracht wird. Aber das ist ja leider ein generelles Thema, das vor wenigen Branchen Ausnahmen macht.

    Es wäre definitiv einfacher, wenn ich mich einfach für einen staatlichen Bürojob begeistern könnte, da erzählt mir ein anderer Kumpel nämlich Geschichten von Freiheiten, die er sich nehmen kann, von denen ich nur träume. Aber leider ist das überhaupt nicht meine Richtung.

    Wie steht ihr zu dem Thema?

    [Die Stundenangaben beziehen sich auf Arbeitswochenzeit und sind gerundet, im Einzelfall ist das mal mehr und mal weniger.]


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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Jenniviolet am So 08 März 2015, 17:32

    Hallo,

    ich melde mich auch einmal zu Wort, da ich einiges erlebt habe in meinem Job.

    Ich bin gelernte Krankenschwester und habe sehr lange in der Altenpflege als Wohnbereichsleitung gearbeitet. Ich hatte 39 Stunden pro Woche und Schichtdienst. Vom Nachtdienst konnte ich mich meistens erfolgreich drücken Mr. Green .
    Leider ist es in der Pflege inzwischen soweit gekommen, dass die Mitarbeiter kaum ihre Arbeit schaffen. Entweder der Kunde wird versorgt oder die Dokumentation gemacht. Ich habe sehr oft länger gearbeitet als mein Dienst war, damit ich einigermaßen mit meiner Arbeit fertig wurde. Manchmal habe ich etwas mit nach Hause genommen, ohne das dies honorriert wurde. Das ganze endete in einem Misch aus Depressionen, Burn out und Mobbing. Das war der Dank für jahrelange Aufopferung. Als ich gegangen bin, kam nicht mal ein Danke oder ein liebevolles "Auf wiedersehen" von den gestressten Kollegen.

    Daraus habe ich gelernt. Ich arbeite nur noch meine vertraglich festgelegten Stunden. Sorge dafür, das sich meine Pausen einhalte (hatte früher kaum welche gemacht) und nehme nichts mehr mit nach Hause. Dadurch habe ich meine Freizeit. Für mich kommt mein Privatleben an erster Stelle. Ich sehe es nicht ein, dass ich mich für den Firmeninhaber kaputt arbeite, damit er sich ein neues Auto kaufen kann. Wenn ich selbstständig bin, sieht es natürlich anders aus. Aber dann arbeite ich in erster Linie für mich und nicht für meinen Chef.

    ich bin einfach ein gebranntes Kind und kann jedem nur sagen, dass er sich nicht ausnutzen lassen darf. Was wäre die Firma ohne ihre Mitarbeiter?

    LG Jenni

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Katelyn am Do 12 März 2015, 18:23

    @Jenniviolet schrieb: Was wäre die Firma ohne ihre Mitarbeiter?


    Da hast du auf jeden Fall Recht Jenni! Und wie.
    Ich kenne aus meinem eigenen Job leider sehr das Gefühl "Jeder ist ersetzbar" und es herrscht in der gesamten Belegschaft auch immer reger Wechsel.
    Ich mache eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau im Bereich Nonfood II (Also Elektronik, Haushaltswaren, Spielwaren, Schreibwaren, Unterhaltung, Großgeräte etc.) in einer ziemlich großen Einzelhandelskette hier in Österreich. Unser Markt verkauft so ziemlich alles, von einem großen Bereich an Lebensmitteln, über Frischwaren und Spielzeug, Kleidung bis zu Gartenmöbeln. Natürlich gibt es in so einem großen Betrieb eine Menge Mitarbeiter, wir sind derzeit bei etwa 170 und gewisse Posten ändern sich wie gesagt derzeit ständig, weil entweder ständig die Leute kündigen oder gekündigt werden, aus teilweise sehr nichtigen Gründen.
    Wenn ich dann mitbekomme, dass sich meine Chefin (23), darüber beklagt, dass einer unserer neuen Arbeitskollegen (21), der gerade mal seid 6 Monaten bei uns beschäftigt ist, seine Arbeit nicht so gut macht wie eine andere Kollegin (44), die in diesem Betrieb schon ihre Lehre gemacht und seid über 20 Jahren bei uns angestellt ist und das ganze so weit geht, dass schon über Kündigung des neuen Kollegens gesprochen wird, dann finde ich das schon wirklich zu viel gefordert.
    Ich meine, selbstverständlich kann ein neuer Mitarbeiter nicht gleich die Leistung, beziehungsweise auch das Wissen und die Erfahrung mitbringen, wie ein langjähriger Angestellter. Und das ist leider kein Einzelfall.

    Zum Beispiel noch das Thema Lehrlinge
    Erst Ende letzten Jahres wurde ein anderer Lehrling, mit dem zusammen ich die Lehre begonnen hatte gekündigt, beziehungsweise eher rausgeekelt, dann lief es auf eine einvernehmliche Kündigung hin, weil er zu schlecht sei.
    Ich meine, irgendwie ist der Betrieb auch dazu verpflichtet, seine Lehrlinge erstmal so weit auszubilden, dass man von ihnen gewisse Leistungen erwarten kann und das wurde bei ihm absolut nicht gemacht, im Gegenteil. Man erwartete von ihm selbstverständliches Verständnis von Arbeitsabläufen, die ihm aber nie jemand beigebracht hatte.
    Ich und ein anderer Lehrling haben uns ziemlich für den Burschen eingesetzt, aber am Ende hat es alles nichts gebracht, weil unsere Chefin entschieden hat, dass ihr der Junge nicht ins Gesicht passt und ihr nichts bringt - peng, fertig aus!

    Auch krank zu werden, darf man sich in unserem Betrieb nicht leisten. Ich bin aufgrund einer Erbkrankheit im Moment sehr mitgenommen, habe wöchentliche Arzttermine und falle leider öfters mal flach und jedes Mal werde ich danach zum Chef zitiert und muss mich erklären, ja soll mich gar rechtfertigen, wie ich es mir denn erlauben könne, einfach so krank zu werden. Eine Frechheit, wie ich finde, denn es ist bei Gott nicht so, dass ich blau mache, nein, meistens ist das ganze noch mit einem Aufenthalt im Spital verbunden und bei Gott keine schön gewonnene Freizeit.
    Aber auf Verständnis warte ich da schon lange nicht mehr und ich bin bei Gott kein schlechter Lehrling, im Gegenteil. Ich bin eine verdammt gute Schülerin, habe bisjetzt jede Facharbeit super abgeschlossen und auch bei der Zwischenprüfung bin ich mit Auszeichnung durchgekommen, geschweigedenn davon, dass ich in der gesamten Abteilung die besten PC Kenntnisse habe, aber das alles zählt nicht, wenn deine top Leistungen davon unterbochen werden, dass es dir mal eine Zeit lang nicht so gut geht.
    Arrrrrg! Okay, das war jetzt vielleicht etwas zu viel aufgeregt, ich muss auch sage, dass ich zur Zeit, eben aufgrund dieser Umstände, wahnsinnig unglücklich bin in meinem Beruf, der mir bislang eigentlich immer Spaß gemacht hatte. Aber die Lehre ziehe ich auf jeden Fall noch durch, ich werfe nicht weg, was ich mir bisher so hart erarbeitet habe.


    Und das tun wir doch eigentlich alle (okay, zumindest die meisten), hart arbeiten um uns unseren Lebensunterhalt zu verdienen!
    Leider zählt auch nur noch die Leistung in unserer Gesellschaft und nicht mehr der Mensch, der dahinter steht, denn der ist austauschbar. Der Markt an Arbeitslosen ist groß und irgendeinen armen Tropf findet man auch für die besch....eidendste Arbeit immer wieder...

    Ich habe noch nicht ganz das Gebiet gefunden, dem ich mein Leben, zumindest in beruflicher Sicht, schenken möchte und hoffe sehr, dass ich das bald tue. Ich habe schon einiges ausprobiert in meinem kurzen Leben und irgendwie noch nirgends meine richtige Erfüllung gefunden. Und man sagt ja nicht umsonst - mache dir das, was du liebst zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten. Na mal abwarten ;)

    Aber mein Endfazit ist ganz klar:
    Ich lebe nicht, um zu arbeiten - Ich arbeite, um zu leben!

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Jenniviolet am Fr 13 März 2015, 11:06

    @Katelyn Fühl dich von mir mal ganz lieb in den Armn genommen.

    Es ist echt unfassbar einen Lehrling rauszuschmeißen bzw rauszuekeln. Ich bin der Ansicht, dass der Betrieb bzw. Ausbilder versagt hat, wenn der Lehrling sich nicht verbessert. Wenn man mit Menschen zusammen arbeitet, merkt man eigentlich recht schnell, ob der Lehrling was lernen möchte oder nicht. Letztere kann man dann auch aussortieren.
    In der Altenpflege merkt man zur Zeit sehr stark, dass die Agentur für Arbeit jeden Arbeitslosen in die Pflege schicken möchte, weil es dort genügend freie Stellen gibt. Das mag ja stimmen, aber es ist nicht jeder für die Pflege geeignet. Viele packen das psychisch einfach nicht und anddere sind einfach (sorry für den Ausdruck) zu blöd dafür.

    Mein vorletzter Chef hat mich, nach dem ich mich krankgemeldet hatte, direkt zurück gerufen und mich gefragt, was ich denn habe. Ausserdem wollte er, dass ich zu einem Krankengespräch vorbei komme. Er verstand mein "Nein" damals nicht und schlug mir einen späteren Termin vor, wenn es mir besser ginge. Aus diesem Grund schrieb ich damals einen netten Brief an unseren Betriebsrat. Solche Gespräche sind nämlich unzulässig. Es geht niemanden etwas an, voran ich erkrankt bin. Auch Krankenrückkehrgespräche dürfen nicht stattfinden. Mein Chef hat deswegen echt Stress bekommen - zurecht. Ich weiß nicht, wie es dies bezüglich in Österreich aussieht. Aber ich persönlich finde es einfach eine Frechheit, wenn man Kranke dermaßen unter Druck setzt.

    Einen Beruf zu finden, der einem Spaß macht, ist teilweise wirklich schwer zu finden. Ich ging in der Alten- bzw. Krankenpflege richtig auf. Nur leider kann ich diesen Job wegen meinem Bandscheibenleiden nicht mehr ausüben. Auch kann ich kein Auto mehr fahren, da ich immer wieder plötzlich Schmerzen im rechten Fuß bekomme, die durch einen Nervenschaden bedingt sind. Daher ist es aktuell auch für mich schwierig, einen Job zu finden, der mir zum Einen Spaß macht und zum Anderen körperlich möglich ist. Mein Traum ist es, die Heilpraktikerprüfung zu absolvieren und mich dann selbstständig zu machen. Dann kann ich meine Termine nach meiner Gesundheit planen. Einziges Problem, was ist wenn ich krank bin. Dann kommt nämlich kein Geld rein. Aber ich denke aktuell so, dass ich diese Tätigkeit auch gut nebenbei als Zuverdienst machen kann, sollte ich Erwerbsminderungsrente bekommen. Dann würde ich wohl für die Arbeit leben, aber ich maloche dann ja auch für mich und nicht für irgendeinen Chef.

    LG Jenni

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Katelyn am Fr 13 März 2015, 12:10

    @Jenniviolet: Danke :-) Er hat mir damals auch richtig leid getan, ich weiß noch, dass es am Ende so war, dass er so schlimme Angst vor der Arbeit hatte, dass er sich davor fast immer übergeben musste. Er tat mir so leid.
    Da er in der Schule nicht so stark war, habe ich ihm einmal die Woche kostenlose Nachhilfe gegeben und da auch viel mit ihm geredet und er hat oft gesagt, er will ja hier arbeiten und eigentlich macht er das gerne, er habe Angst vor der Kündigung, aber alle sagen ihm nur die ganze Zeit, er mache alles fasch, anstatt ihm zu helfen.
    Das ist wirklich kein Umgang mit seinen Lehrlingen. Ich meine, ich bin 20 und habe auch schon vor Beginn meiner Lehre in dem Job gearbeitet, außerdem lerne ich sehr schnell, daher kann ich die meisten Aufgaben ziemlich gut selbstständig lösen - aber nur weil wir zur Gleichen Zeit die Lehre angefangen haben, kann man dieses Verhalten dann nicht von einem 15jährigen erwarten, der gerade erst aus der Schule kommt und das erste Mal im Leben einen Beruf ausübt, das ist einfach nicht gerecht!
    Ich hoffe wirklich, dass es bei unserem neuen Lehrling, den wir dieses Jahr bekommen haben besser läuft. Sie ist einer Kollegin zugeteilt, die bei uns die Spielwarenabteilung leitet und sich wirklich um uns als Lehrlinge kümmert, endlich einmal jemand.

    Ja, genau so lief das bei mir auch, mit diesem "Krankengespräch". Mein Marktleiter ruft mich am Morgen um 9 an um zu fragen, wie es mir den geht, was ich habe und wann ich mir vorstellen könne wieder zurück zur Arbeit zu kommen. Eine Frechheit ist das, ich finde es echt stark von dir, dass du dich da so für deine Rechte eingesetzt hast Jenni, mit solchen Gesprächen und ständiger Nachfragerei und auch Vorwürfen, werden die Mitarbeiter nämlich wahnsinnig unter Druck gesetzt und haben regelrecht Angst, wenn es ihnen mal schlecht geht. Vor etwas über einem Monat war ich aufgrund von dieser Versagensangst mit ner ziemlich schlimmen Bronchitis arbeiten und bin am Nachmittag mit nem schweren Asthmaanfall mit der Rettung ins Krankenhaus gekommen, weil mein Chef nicht eingesehen hat, warum ich denn früher nach Hause gehen sollte, wenn ich nur ein bisschen Husten und Schmerzen dabei habe u.u
    Ich habe da auch viel mit meinem Arzt drüber geredet und der hat mir zum Glück mittlerweile ziemlich klar gemacht, dass meine Gesundheit vorgeht und mir da ein bisschen dickeres Fell zulegen muss. Ich lass mich auf das Gerede aus der Chefetage leider ziemlich oft ein und bekomme gleich ein schlechtes Gewissen, sobald ich weiß, ich sollte mich jetzt echt ein bisschen erholen.

    Dein Argument mit den Leuten, die bspw. in der Pflege gar nicht aufgehoben sind, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich könnte das zum Beispiel nicht und habe einen riesen Respekt vor allen Menschen, die diesen Job gut und gerne ausführen können und selbst in ihrem Stressigen Job noch gerne auf ihre Patienten und Betreuten zugehen, Hut ab! Das ist sowohl physisch als auch psychisch eine so unglaublich anspruchsvolle Arbeit, der sähe ich mich nicht mal im Ansatz gewachsen und es ist verdammt schade, dass die wenigen Menschen, die diesen Job mit Freude erledigen nicht besser entlohnt werden (in diesen und in anderen Gebieten), aber was will man machen...

    Bist du denn schon dran, an deiner Heilpraktikerprüfung oder hast schon in gewisse Bereiche hineinschnuppern dürfen? Ich find es toll, dass du dich so dafür interessierst und hoffe sehr, dass du deinen Traum verwirklichen kannst! Und wer weiß, wenn sich das alles gut entwickelt, machst du das dann nicht mal ganz alleine, sondern vielleicht mit einer netten Kollegin oder einem Kollegen zusammen und auch wenn einer von euch mal gerade nicht einspringen kann, gibt es eine Möglichkeit, die Patienten zu versorgen ;-) In jedem Falle drücke ich dir dafür die Daumen!
    Es ist schon mal ein sehr guter Anfang, wenn man weiß, in welche Richtung man beruflich gerne noch gehen würde.

    Liebe Grüße
    Katelyn :)

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Jenniviolet am Fr 13 März 2015, 13:53

    Aktuell lerne ich noch für die Prüfung. Manches ist für mich Wiederholung, da ich das schon in meiner Ausbildung zur Krankenschwester hatte. Anderes geht darüber hinaus. In diesem Jahr habe ich noch 2 Seminare in Leipzig, die auch auf die Prüfung und die Arbeit hinterher vorbereiten.
    Generell bin ich der Naturheilkunde sehr zugetan und experementiere daher auch an mir selber, wenn ich kleine Leiden habe. Aktuell probiere ich die Homöopathie und Phytotherapie (Pflanzliche Arzneien) aus. Ich finde es sehr spannend, wie manch Pflanze unserer Gesundheit helfen kann. Bei krassen Beschwerden suche ich allerdings einen Arzt auf.

    LG Jenni

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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von Imaginary am Di 02 Feb 2016, 22:23

    Haha, mein Thema.

    Ich hätte es ja früher nie gedacht und es liegt auch bestimmt zu mindestens 90% an meinem Betrieb/meinen Kollegen, aber ich gehe wirklich, wirklich gerne ins Büro. Gut, nun muss man vielleicht dazu sagen, dass ich erst seit August letzten Jahres dort bin, also jetzt ca. ein halbes Jahr. Klar, wenn ich morgens aufstehe, denke ich auch manchmal "keine Lust, ich würde jetzt lieber noch zwei Stunden weiterschlafen" Very Happy Aber so generell gehe ich wirklich gerne ins Büro. Ich habe dabei auch eine ziemlich gute Arbeitsmoral entwickelt, denn während ich Uni zuletzt wahrscheinlich häufiger geschwänzt habe, als ich tatsächlich dort war (*hust*), schleppe ich mich sogar dann ins Büro, wenn ich krank bin (gut, wenn's nun gar nicht geht, würde ich schon zuhause bleiben, ist klar, aber vor ein paar Wochen war ich mit leichtem Fieber noch dort). Ich mache auch regelmäßig Überstunden und es stört mich gar nicht. Dafür kann ich dann halt auch mal um halb 3 oder so gehen, wenn ich an dem Tag alles fertig habe und Überstunden abbummeln will.

    Das verlangt übrigens auch niemand von mir, ich mache das freiwillig, weil ich gerne arbeite, es schön finde, wenn alles rund läuft und ich alles fertig bekomme und möglichst wenig für den nächsten Tag liegen lassen muss.

    Aber es hat natürlich auch alles eine Grenze, wenn wir super viel Stress haben, freue ich mich natürlich auch extrem, wenn endlich Wochenende ist. Aber so an sich nimmt Arbeit schon einen relativ wichtigen Stellenwert in meinem Leben ein, einen größeren, als ich vorher gedacht hätte.


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    Re: Leben für die Arbeit...

    Beitrag von June am Mo 21 März 2016, 09:27

    Nachdem ich nun in der Arbeitswelt angekommen bin, möchte ich mich zu diesem Thema auch noch mal äußern. Inzwischen hat sich meine Sichtweise auch ein kleines bisschen verändert.

    Ich selber habe jetzt einen Job gefunden, der ganz okay ist. Nichts besonders weltbewegendes und auch ganz sicher nicht das, was ich erwartet hätte, aber auch nicht schrecklich. Eben okay halt.
    Es reicht zum Geld verdienen und dank der meisten Kolleginnen macht es auch immer wieder Spaß, hinzufahren. Selbst das frühe Aufstehen (um vier Uhr) ist kein Problem, tatsächlich eher ein Vorteil, weil ich dann auch an freien Tagen früher aus dem Bett falle ^.^
    Mein Job ist nicht sehr anspruchsvoll, dafür körperlich anstrengend (und die eine Kollegin macht ihn ab und an doch zur Hölle auf Erden, aber daran arbeiten wir schon). Ich arbeite morgens von sechs Uhr bis nachmittags halb drei, manchmal auch länger, wenn viel zu tun ist. Aber das ist nicht schlimm, halb drei ist ja alles andere als spät und gerade an Werktagen kann man dann noch viel erledigen.
    Ich arbeite aber auch am Wochenende. Mir ist bewusst, dass das für die meisten ein Ausschlusskriterium ist und viele Kollegen ihr freies Wochenende unglaublich schätzen, aber ich kann damit nichts anfangen. Was soll ich mit einem freien Sonntag? Hier in der Mietwohnung kann ich in der Zwischenzeit nichts machen, was zu laut wäre, Wäsche waschen ... müsste ich gucken, wie viel Krach die Waschmaschine macht, aber Wäsche raushängen geht nicht. Weil Sonntag.
    Da gehe ich lieber den halben Tag arbeiten und habe dadurch Beschäftigung, als dumm herumzusitzen. Denn Sonntags kann man ja noch nicht mal einkaufen gehen ...
    Hätte ich eine eigene Familie, würde ich es vielleicht wieder anders sehen, aber jetzt, wo ich endlich allein wohne, brauche ich den freien Sonntag wirklich nicht.

    Meine Arbeit hat dadurch noch einen weiteren Vorteil: Ich muss ja nun zwei freie Tage die Woche haben. Und wenn es nun nicht regelmäßig das Wochenende ist, dann sind es zwei Werktage. Umso besser! Den ganzen Tag Zeit, zu werkeln, einzukaufen und Krach zu machen! Genau mein Ding Very Happy
    Dann mache ich ja nur noch Frühdienst, also immer die Nachmittage/Abende frei. Viel Zeit, um den Kopf zu beschäftigen, damit ich nicht verblöde. Ergo kann ich die Stunden nutzen, an meinen Texten zu arbeiten. Das muss sich sicherlich noch etwas einschleifen, aber das ist der Plan für die Zukunft :)
    Morgens arbeiten, Nachmittags schreiben!

    Fazit: Der Job an sich ist okay, aber die Rahmenbedingungen sind genial! Very Happy Wie für mich gemacht ^_^

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    Re: Leben für die Arbeit...

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