Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

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    Nakyo
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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Nakyo am Do 20 Jan 2011, 00:31

    Für mich ist Rechtschreibung auch eine Art Zeichen von sprachlicher Bildung und Performance. Wenn ich sehe, wie Leute in anderen Foren schreibe, packt mich regelrecht das Grauen. Dort wird, wenn möglich, jegliche Rechtschreibregel missachtet. Dass diese irgendeinen Sinn ergeben könnten, ist nebensächlich und wenn man diese Leute dann darauf anspricht, wird man auch noch dumm angemacht und bekommt gesagt, dass z. B. Groß- und Kleinschreibung unnötig wäre. Dass Groß- und Kleinschreibung sehr viel ausmachen kann, ist vielen gar nicht bewusst. Hier ein bekanntes Beispiel:

    Dicke Frauen sind gut zu Vögeln.

    Dicke Frauen sind gut zu vögeln.

    Hier wird einem ja doch recht schnell bewusst, dass die Groß- und Kleinschreibung eben doch ihren Sinn hat und oft sogar einen Unterschied im Sinn des Satzes bewirkt.

    Es mag zwar sein, dass manche Sprachen ohne all diese Regeln auskommen, aber ich finde, dass wir in Deutschland so viele Wörter haben, die gleich sind und doch etwas anderes bedeuten oder ähnlich klingen, aber nicht das Gleiche sind, dass das einfach nicht geht. Zum Beispiel "seit" und "seid" oder "Seite" und "Seide" etc. pp.

    In diesem Forum kommt hinzu, dass wir uns mit Literatur beschäftigen. Besonders hier finde ich eine gute Rechtschreibung angebracht, selbst wenn man nicht so fit darin ist, gibt es immer noch genug Programme, die man darüber laufen kann. Wer würde denn ein Buch kaufen, in dem ständig "wen" statt "wenn" steht und das vor Rechtschreibfehlern überläuft? Es mag zwar sein, dass mal eine Studie erwiesen hat, dass es bei Wörtern eigentlich nur darum geht, dass Anfang- und Endbuchstabe an der gleichen Stelle stehen und der Rest gemischt werden kann, wie er gerade so kommt, dennoch erschwert einem das Lesen zunehmend, wenn man das Buch geniesen möchte und sich ausgibig mit dem Text auseinander setzt. Denn ich bin der Meinung, dass diese Studie nur bei Texten, über die schnell drüber gelesen wird, zutrifft.

    Demnach lautet mein Fazit: Vor allem in der Litaratur ist eine gute Rechtschreibung von Nöten und auch im Allgemeinen "Miteinander-Schreiben" finde ich es gut, wenn man darauf achtet.

    Gruß
    Nakyo

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von moriazwo am Do 20 Jan 2011, 09:27

    Es mag zwar sein, dass mal eine Studie erwiesen hat, dass es bei Wörtern eigentlich nur darum geht, dass Anfang- und Endbuchstabe an der gleichen Stelle stehen und der Rest gemischt werden kann, ...

    Das ist grundsätzlich schon richtig und ich kenne auch diesen Text, der immer durchs Internet geistert. Leider funktioniert das nur bei "normal" begabten Menschen. Zeigst du einen solchen Text jemandem, der unter einer Legasthenie leidet, wird er damit nichts anfangen können. Ich habe es mit meinem Neffen getestet, der damit Probleme hat. Er wusste mit diesem Text nichts anzufangen. Es hat mit der Mustererkennung zu tun, die bei Legasthenikern nicht richtig funktioniert.


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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Goldstaub am Mi 02 Feb 2011, 19:41

    Hey Leute.

    Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass ich in einem Forum, besonders in einem das Literatur oder das Schreiben betrifft, anständig schreibe. Bei ICQ oder MSN kann man mal die Rechtschreibung weglassen, aber in einem öffentlichen Forum, sollte man sich wenigstens die Zeit machen, die Rechtschreibung zu beachten.

    Ansonsten, was man nun auch immer unter Rechtschreibung versteht, sollte man einhalten. Ich finde, man muss seine eigene Sprache beherrschen. Irgendwie kann ich Menschen nicht verstehen, die schreiben, aber es dann nicht richtig tun. Sad
    Klar, jeder hat seine Schwächen, aber bei einer Muttersprache sollte es meiner Meinung an nichts hapern. Das ist leider meine Meinung, ich sehe das sehr eng.

    Und ich lebe und schreibe glaube ich, nach der NDR, weil ich die wohl immer schon eingetrichtert bekam und somit nichts Anderes gewohnt bin. :)
    Doch auch die ADR ist doch völlig okay. Hauptsache man beherrscht überhaupt eine.

    Liebe Grüße.

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von einSarahvogel am Mo 14 Feb 2011, 23:59

    Ich bin mit der Rechtschreibung absolut auf Kriegsfuß =O Ich bin eher für kreative Schreibweisen offen ;D
    Nein jetzt mal ernsthaft. Diese "Norm" versaut mir jede Note auf ne Deutsch - Schularbeit und das nervt mich einfach so. Meine Lehrerin hat mich eh schon voll am Kicker und dann muss ich mich wegen dem immer bei ihr rechtfertigen -.- Deshlab mag ich sie absolut nicht. Meiner Meinung nach, ist es egal wie die Worte geschrieben sind, ob da jetzt ein ie oder nur ein i drin ist, ob ich ein stummes h vergessen hab oder einen s/t/r/etc. wenn irgendwo ein Doppelbuchstabe ist und die groß und klein Schreibung geht mir noch mehr auf den Nerv.... jedes mal muss ich alles ausbessern, weil ich vergess die doofe Taste zu drücken, damits groß geschrieben wird.

    So viel dazu ;D
    Cheers Sarah

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von einSarahvogel am Di 15 Feb 2011, 00:02

    Amina schrieb:
    Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass ich in einem Forum, besonders in einem das Literatur oder das Schreiben betrifft, anständig schreibe. Bei ICQ oder MSN kann man mal die Rechtschreibung weglassen, aber in einem öffentlichen Forum, sollte man sich wenigstens die Zeit machen, die Rechtschreibung zu beachten.


    Ich geb dir da absolut Recht. Find ich auch, das man sich in so nem Forum die Zeit nehmen sollt, aber ich hasse sie trotzdem =P

    Cheers

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von moriazwo am Mi 16 Feb 2011, 16:15

    einSarahvogel schrieb:Ich bin mit der Rechtschreibung absolut auf Kriegsfuß =O Ich bin eher für kreative Schreibweisen offen ;D
    Nein jetzt mal ernsthaft. Diese "Norm" versaut mir jede Note auf ne Deutsch - Schularbeit und das nervt mich einfach so. Meine Lehrerin hat mich eh schon voll am Kicker und dann muss ich mich wegen dem immer bei ihr rechtfertigen -.- Deshlab mag ich sie absolut nicht. Meiner Meinung nach, ist es egal wie die Worte geschrieben sind, ob da jetzt ein ie oder nur ein i drin ist, ob ich ein stummes h vergessen hab oder einen s/t/r/etc. wenn irgendwo ein Doppelbuchstabe ist und die groß und klein Schreibung geht mir noch mehr auf den Nerv.... jedes mal muss ich alles ausbessern, weil ich vergess die doofe Taste zu drücken, damits groß geschrieben wird.

    Ich unterstelle einfach mal, dass du nicht unter einer Legasthenie leidest, denn dann wäre dein Text von mehr Fehlern durchsetzt als jetzt. Aus diesem Grunde kann ich nur annehmen, dass es eigentlich nur eine gewisse Bequemlichkeit ist, die dafür verantwortlich ist, dass du Probleme mir der Rechtschreibung hast. Ich will dir ganz gewiss nichts und es ist auch ganz normal, dass man Fehler in seinen Texten hat. Niemand kann alles wissen und niemand ist perfekt, aber wenn man sich in einem Schreibforum herumtreibt, sollte die korrekte Anwendung der Rechtschreibung an sich nicht wirklich ein Diskussionskriterium sein. Wir alle sollten hier eigentlich eher danach streben, unsere Fehlerzahl zu reduzieren und einfach besser zu werden. Wenn du gleich sagst, dass dir die Rechtschreibung auf den Keks geht, ist deine Grundhaltung ja gleich einer Verweigerungshaltung zu bewerten. Die Sprache ist ein Werkzeug und sie wurde geschaffen, um Konversation zu ermöglichen. Wenn wir keine babylonischen Verhältnisse wollen, müssen wir uns schon an Regeln halten. Deine Ansicht, dass es letztlich egal ist, wie Wörter geschrieben werden, halte ich für falsch. Das Weglassen des einen oder anderen Buchstaben kann sinnverändernd sein, wie es bereits in einigen anderen Beiträgen hier im Thread angeführt wurde.
    Deine Lehrer sind wirklich nicht deine geborenen Feinde, auch wenn es dir manchmal so erscheint. Ich weiß, als Schüler geht es in erster Linie darum, einen brauchbaren Notendurchschnitt zu erreichen, aber die Kleinlichkeiten einiger Lehrer haben durchaus ihre Berechtigung. Natürlich habe ich selbst das seinerzeit als Schüler auch vollkommen anders gesehen. Leider ist es aber so, dass man irgendwann auf eine Welt losgelassen wird, in der es sehr wohl wichtig ist, die Grundzüge der deutschen Sprache zu beherrschen. Die besten Formulierungen verlieren an Wert, wenn sie in offensichtlich nachlässiger und fehlerhafter Orthografie dargestellt werden - glaub es mir.
    Du zählst dich selbst auch zur Gilde der Schreibenden und das ist auch eine schöne Sache. Dann möchtest du doch auch sicherlich, dass deine Produkte - welcher Art sie auch immer sind - von anderen Menschen gelesen werden, oder etwa nicht? Ich kann dir versichern, dass es viele Leser gibt, die einen Text wieder aus der Hand legen, wenn er zu viele Fehler enthält. Ich zähle auch dazu, aber ich weiß von einigen auch hier im Forum, die ähnlich darüber denken.
    Es gibt verdammt viele Dinge in der Schule, die man sich bei genauer Betrachtung schenken könnte, sofern man nicht eine ganz spezifische Ausbildung anstrebt. Ich habe zum Beispiel die Mathematik geliebt, aber was ist davon im Alltag übrig geblieben? Nicht viel. Die meisten Alltagsprobleme lassen sich bereits mit dem Dreisatz lösen. Warum also Kurvendiskussionen, Matrizen, Integrale und Statistikfunktionen lernen?
    Bei der Sprache verhält es sich anders. Sie ist unser Grundwerkzeug und je besser ich es beherrsche, umso besser kann ich diese Kunst auch in meinen Texten verarbeiten. Es lohnt sich wirklich, etwas mehr Mühe und Sorgfalt darauf zu verwenden.

    Gruß
    Michael


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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von einSarahvogel am Mi 16 Feb 2011, 16:41

    moriazwo schrieb:Wenn du gleich sagst, dass dir die Rechtschreibung auf den Keks geht, ist deine Grundhaltung ja gleich einer Verweigerungshaltung zu bewerten.


    Nur weil mich die Rechtschreibung nervt und ich der Meinung bin, dass sie eigentlich nicht wichtig ist, heißt es nicht, dass ich sie Verweigere. Ich verweigere Fleisch obwohl ich es als wichtiges Nahrungsmittel sehe, weil ich es unnötig finde, andere Lebewesen zu töten, nur um selbst gesund zu bleiben. Genauso empfinde ich die Rechtschreibung. In manchen Dingen mag sie gut und Wichtig sein. Für mich ist es aber nicht mehr als unnötig. Verweigern tu ich sie jedoch nicht.
    Ich hoffe man versteht was ich meine =)

    Cheers

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Polly am So 27 Feb 2011, 19:52

    Ich verweigere manche Rechtschreibregeln ... manche sind davon echt sinnlos.
    Mein Deutschlehrer kann sich da auch immer tierisch aufregen... ganz einfach weil sogar er denkt das man uns wichtigere Dinge beibringen sollte Mr. Green
    Das scharfe S verweigere ich bewusst. Erstens weil es garnicht zu den anderen Buchstaben passt... Mr. Green und zweitens weil ich der Meinung bin, das man auch ganz einfach ohne dieses ß auskommen kann...
    Rechtschreibung wird total überbewertet... Surprised
    Das ist einfach meine Meinung zu diesem Thema

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Pooly am So 27 Feb 2011, 19:59

    Oh Mensch, bei manchen Beiträgen hier blutet mein Linguistiker-Herz. Ich kann echt nicht verstehen, wie man sagen kann, dass man die Rechtschreibung nicht mag, ich denke - ohne jemanden beleidigen zu wollen, das haben ja mehrere geschrieben - dass wenn man sagt "Ach, scheiß auf die Rechtschreibung", man nur zu faul ist, um es sich richtig beizubringen. Klar, es ist nicht einfach, aber das muss man eben lernen und üben.
    Es ist echt traurig, es gibt so viele Menschen, die es einfach so gern richtig können möchten, vielleicht aber nicht können, weil sie keine deutschen Muttersprachler sind, oder vielleicht LRS haben. Meine beiden kleinen Schwestern haben diese Rechtschreibschwäche und es fällt ihnen so schwer, richtig zu schreiben, dabei wollen sie es so sehr, ich sehe immer wieder, wie sehr sie sich dafür anstrengen müssen. Da finde ich es - mit Verlaub - echt dumm, dass andere dann einfach zu faul sind, sich mal ein bisschen anzustrengen!

    So was regt mich echt auf, tut mir leid ...

    ²Polly: Ich bin ein Verfechter des ß, weil mein Nachname damit geschrieben wird. Und überleg mal kurz, es ist wohl ein Unterschied, ob du sagst
    "Ich esse Schokolade in Maßen" oder
    "Ich esse Schokolade in Massen"

    ;]

    Liebe Grüße
    Marie


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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Zauberfeder am So 27 Feb 2011, 20:17

    Also ich finde, wenn man in der Lage ist, Dinge richtig schreiben zu können, dann sollte man das auch. Ich versuche eigentlich immer grammatisch korrekt zu schreiben. Ob ich das auch wirklich hinbekomme, ist natürlich die Frage, da schließlich keiner perfekt ist und ich genauso meine Probleme habe wie jeder andere auch. Zum Beispiel weiß ich nie, wann man nun 'wurden' oder 'worden' benutzt. Da ist mir immer noch ein großes Rätsel. Ich würde es aber eigentlich gerne können.

    Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie einem Rechtschreibung egal sein kann, wenn man Schreiben zu seinem Hobby zählt. Das widerspricht sich in meinen Augen irgendwie, weil die Sprache doch unser Werkzeug ist. Ich meine, wenn das Leute so sehen, okay, ist ihre Meinung, aber ich kann es nicht so wirklich verstehen. Wenn man gerne schreibt, dann sollte man theoretisch gesehen doch auch das Bedürfnis haben, richtig zu schreiben, weil Texte, die vor Fehlern nur so überfüllt sind, sehen einfach nicht schön aus. Klar, es gibt auch viele, die schreiben und gerne richtig schreiben würden, es aber noch nicht hinbekommen. Das ist ja auch oft der Fall, aber diejenigen wollen sich auch verbessern. Also ich weiß nicht, aber so eine Meinung kann ich irgendwie nicht vertreten. Für mich ist die Sprache mein Werkzeug, mein Mittel und das sollte ich dann auch schon versuchen, so korrekt wie nur möglich umzusetzen. Ob das jetzt nun klappt oder nicht, ist die eine Sache, aber man sollte es doch wenigstens wollen.

    Wenn ich Texten von einer Freundin in der Schule lese, wenn wir in Deutsch irgendetwas schreiben muss und sie meint, ich soll das mal durchlesen, dann muss ich bei ihr einfach immer die Kommata, die fehlen, setzen, weil ich das gar nicht sehen kann, wenn eins fehlt. Ging mir letztens bei einem Handout von unserem Psychologie-Lehrer auch. Ich wollte davon lernen, aber da haben 1 oder 2 Kommata gefehlt, die musste ich erst einmal setzen. Ich kann solche Fehler dann einfach schon gar nicht mehr sehen, wenn ich sie auch kenne.

    @Polly: Mit deiner Abneigung gegen das ß kann ich mich gar nicht anfreunden. Mein Nachname wird wie der von Marie auch mit einem ß geschrieben und ich finde es schon immer schrecklich, wenn die bei manchen Briefen ein ss draus machen. Das sieht nicht nur schrecklich aus, sondern ist auch einfach falsch, weil man es dann anders aussprechen müsste. Sowas kann ich gar nicht leiden.

    lg
    Jana

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Pooly am So 27 Feb 2011, 20:20

    Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie einem Rechtschreibung egal sein kann, wenn man Schreiben zu seinem Hobby zählt. Das widerspricht sich in meinen Augen irgendwie, weil die Sprache doch unser Werkzeug ist. Ich meine, wenn das Leute so sehen, okay, ist ihre Meinung, aber ich kann es nicht so wirklich verstehen. Wenn man gerne schreibt, dann sollte man theoretisch gesehen doch auch das Bedürfnis haben, richtig zu schreiben,
    Genau meine Meinung.
    Autoren, die die Rechtschreibung nicht achten, sind wie Künstler, die ihre Pinsel nicht putzen oder Handwerker, die mit stumpfen Instrumenten arbeiten, in meinen Augen.


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    Spoiler:


    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von June am So 27 Feb 2011, 20:57

    Hayho^^

    Ich muss auch noch mal senfen ...

    @ einSarahvogel & Polly:
    Ich habe mich immer geschämt oder drüber geschmunzelt, dass ich so blöd war und Wörter falsch geschrieben habe ... Jedes Mal, wenn ich ein rotes R am Rand meiner Arbeiten oder Klausuren hatte ...

    Das Problem lässt sich aber ganz einfach lösen: Lesen, lesen und nochmals lesen.

    Ich habe mich nie hingesetzt und Rechtschreibung gebüffelt, nicht ein einziges Mal. Natürlich kommt es vor, dass auch ich irgendwo Wörter falsch schreibe, vor allem, wenn es schnell gehen muss. Manchmal fällt mir das auch gar nicht auf.
    Im Großen und Ganzen habe ich aber eine Art Gespür dafür, wenn Wörter falsch sind. Sie sehen dann einfach falsch aus. Ich weiß nicht immer sofort, was an ihnen denn falsch ist, manchmal muss ich nachsehen, wie es wirklich geschrieben wird, aber ich spüre, dass es nicht richtig ist.
    Es kommt auch vor, dass ich ein richtiges Wort als falsch empfinde, aber dann ist es eins, das mir nur selten begegnet.

    Für uns, die wir keine LRS haben, ist es ganz einfach, Rechtschreibung zu "lernen". Wenn man Wörter oft genug gesehen/gelesen hat, macht man sie nicht mehr falsch.
    Und etwas zu lesen macht gleichzeitig auch noch so viel Spaß *_*

    Ich stelle mich außerdem auf Maries und Janas Seite, was das ß angeht. Ich hab mich so gefreut, als es endlich eine großgeschriebene Version davon gab *_*
    Endlich kein doppel-s mehr im Nachnamen oder noch schlimmer ... ein Beta ô.O
    Ich möchte, dass mein Nachname richtig geschrieben wird, das ist mein gutes Recht. Und wenn nun mal ein ß drin ist, dann sollte es auch respektiert werden.
    Abgesehen mal davon, dass es ein wichtiger Bestandteil unseres Wortschatzes ist und die Bedeutung von Worten direkt beeinflusst.

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Belial am So 01 Mai 2011, 22:22

    Ich finde es schade, wie die deutsche Rechtschreibung zu Grunde geht. Eigentlich ist es genau das Gleiche wie mit den andauernden Bildungsreformen. Es wird alles nur noch schlechter. Mir wollte man in meiner Schulzeit zwei- oder dreimal eine neue Sprache beibringen oder besser gesagt, neue Regeln zum Sprachbild. Ich persönlich finde das schwachsinnig und abartig. Man kann auch sehr gut erkennen, was daraus resultiert. Nichts funktioniert mehr, schon allein briefe kommen nicht mehr an, weil welche mehrwörterige Straßennamen mit Bindestrich, andere ohne schreiben.
    Also ich hatte damals noch Glück, ich war derjenige mit den wenigsten Rechtschreibfehlern in meinem Abituraufsatz, weil ich mir da wirklich Mühe gegeben habe, aber es ist doch wirklich anstrengend und nicht mehr schön anzusehen, was da passiert. Auch wenn ich mir meine Mitschüler ansehe. Wir haben zum Spaß in unserem Deutch-LK mal ein Diktakt einer niederen Stufe von früher geschrieben und siehe da, 90% meiner Mitschüler hatten eine Sechs, teilweise mitüber 50 Fehlern auf gerade einmal 100 Wörter.

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Nakyo am So 01 Mai 2011, 23:04

    Ich finde es schade, wie die deutsche Rechtschreibung zu Grunde geht.
    Tja... meine Soziologielehrerin hat es letztens gebracht, zu behaupten, dass Groß und Kleinschreibung ja derart veraltet sei. Da greif ich mir doch echt an den Kopf und kann diesen nur schütteln... Offensichtlich hat sie den Sinn, der dahinter steckt, nicht verstanden.....

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    Re: Wie stehe ich zur Rechtschreibung?

    Beitrag von Belial am Mo 02 Mai 2011, 07:38

    Du darfst ihr gerne eine Ohrfeige verpassen, vielleicht kommt sie ja wieder zur Vernunft. Wink

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do 24 Mai 2012, 18:28