Pooly's Kunst und Schreibforum

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    Die Jugend von heute...

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    Die Jugend von heute...

    Beitrag von June am Mi 16 Sep 2009, 11:37

    ...dumm.
    ...faul.
    ...ständig betrunken.
    ...brutal bis zum geht nicht mehr.
    ...ohne Grenzen.
    ...ohne Rücksicht.
    ...ohne Verständnis.

    Ich nehme an, ihr habt mitbekommen, was in München passiert ist (Jugendlich prügeln 50-jährigen Manager zu Tode).
    Heute in der Zeitung habe ich in einer Randmeldung gelesen, dass ein 14-jähriges Mädchen eine 16-monatige Haftstrafe erhalten hat, weil sie ihre ein Jahr jüngere Freundin schwer misshandelt und bei Minusgraden auf einem Feld liegen gelassen hat.

    Dann lasst uns mal darüber reden! Ich habe absichtlich diese traurige Bild gezeichnet, denn so sieht die Gesellschaft UNS. Das alles wirft auch ein schlechtes Licht auf die Normalos.

    Jetzt bin ich mal gespannt, was ihr davon haltet.

    (Und ja, das muss hier hin, beim Off-Topic ist für so ernste Themen irgendwie kein Platz...)

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Baltimore am Mi 16 Sep 2009, 12:40

    Ich äußere mich mal nur kurz dazu.
    Ein schwieriges Thema. Natürlich ist es furchtbar, wenn so etwas passiert, aber dass man dann sagt: Die Jugend von Heute, finde ich ziemlich gemein. Ich meine, es gibt auch Kinderschänder. Ist deshalb jeder älterer Mann eine potenzielle Gefahr in dieser Hinsicht? Nein. Ich heiße nicht gut, was so alles passiert & ja, vielleicht ist die Jugend nicht mehr das, was sie mal war. Aber das haben die 'Alten' auch schon im 18. Jahrhundert von der jüngeren Generation behauptet.


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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Pooly am Mi 16 Sep 2009, 12:49

    Interessantes Thema.

    Also es ist manchmal schon echt schlimm. Man fragt ältere Leute nach der Uhrzeit und die sehen dich an, als würdest du ihnen gerade eine Pistole auf die Brust richten oO

    Ich denke, das sind diese Vorurteile, die es irgendwie gegen jede Bevölkerungsschicht und Einwohner jedes Landes gibt. Wie 'alle Polen klauen' oder 'Menschen aus Afghanistan sind alles Terroristen'.
    So heißt es eben auch 'die Jugend von heute ist faul', 'die Jugend von heute trinkt zu viel' ...
    Es sind halt Verallgemeinerungen. Einer tuts und schon waren es alle.


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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von June am Mi 16 Sep 2009, 12:55

    Natürlich sind das Verallgemeinerungen Wink
    Und natürlich stimmt die Hälfte davon nicht, aber was kann man gegen solche Ausschreitungen tun?
    Das Jugendstrafrecht verschärfen?
    Den Staat die Kinder erziehen lassen?
    Oder liegt das Problem gar im Elternhaus?

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Bloodangel am Mi 16 Sep 2009, 16:26

    Es sind doch auch die Leute schuld, die einfach wegschauen.
    Wie dieser Fall hier mal wieder gezeigt hat Sad
    Der Mann musste sterben, weil er die Kinder vor den Jugendlichen schützen wollte Sad
    Warum heißt es dann immer nur die Jugend von heute? Die Leute die wegschauen sind mindestens genau so schlimm.

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Alania am Mi 16 Sep 2009, 17:06

    Ich finde das wirklich schrecklich!

    Als ich diese Nachricht in den Tagesthemen gesehen habe, war ich den Tränen nahe!

    Ich verachte die Jugendliche, die das getan haben, bis aufs Blut und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ihre Bestrafung in meinem Kopf aussähe.

    Ich finde, dass die Jugend von heute verkommen ist.
    Nicht alle! Es gibt immer noch einen hartnäckigen Teil anständiger Jungen und Mädchen. (^^)

    Es tut mir leid, wenn ich die Leute bei mir in der Schule sehen, wie blöd und ... und ... mir fehlen da einfach die Worte!

    Ein eher harmloses Beispiel, das mich nichtsdestotrotz aufregt!

    Unsere Schule wurde vor zwei - drei Jahren abgerissen und dieses Jahr ist das neue Gebäude fertiggestellt worden und wir haben nun in einer sauberen, schönen Schule Unterricht!
    Und was höre ich sofort von jemanden!
    "Wir müssen uns noch verewigen" [Also alles vollkritzeln, am besten mit Edding auf Tische, Stühle und Bänke!]

    Es geht einfach nicht in meinen Kopf, warum es so einen Zerstörungs und Vernichtungsdrang in den Jugendlichen von heute gibt!

    Ich verstehs einfach nicht!

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Schwertdieb-Zorro am Do 17 Sep 2009, 08:08

    Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes,
    wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend
    ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.
    (Aristoteles, Philosoph, 384-322 v. Chr.)


    Diese heutige Jugend ist von Grund auf verdorben,
    sie ist böse, gottlos und faul.
    Sie wird nie wieder so sein wie die Jugend vorher,
    und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.
    (Babylonischer Kulturkritiker vor 5000 Jahren)


    Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute
    hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.
    (Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)

    Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und
    verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die
    Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
    (Sokrates, Philosoph, 470-399 v.Chr.)

    Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein
    ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine
    Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen überkommene Werte.
    (Altägyptischer Papyrus)


    Ich habe keine Hoffnung für die Zukunft unseres Volkes,
    wenn sie von der frivolen Jugend von heute abhängig sein soll.
    Denn die Jugend ist ohne Zweifel unerhört rücksichtslos und
    frühreif. Als ich jünger war, lehrte man uns gutes Benehmen
    und Respekt vor unseren Eltern. Aber die Jugend von heute
    will alles besser wissen und ist immer mit dem Mund vorweg.
    (Hesiod, um 800 v. Chr.)


    Tja was soll man dazu noch sagen?

    Aber generelll bin ich auch der Meinung, dass es so mit unserer Jugend eigentlich nicht weiter gehen kann.
    Wieso?
    Nun ich kenne wirklich die 13 Jährigen Kinder die hier, in Frankfurt, am Main rumhängen und saufen bis der Arzt kommt und das NICHT nur als redensart. Die bekommen dann noch von irgendwo Joints angedreht und rauchen nebenbei ihre 15 geschnorrten kippen....
    Also ich bitte euch SO etwas soll UNSERE Zukunft entscheiden. Dann seh ich eindeutig Schwarz.

    Aus Neid vergifteten Schüler die Klassenbeste.
    Am 12.12.2008 vergifteten junge Schüler eine Klassenkameradin mit einer Mischung aus Haargel, Parfum, Fenster- und Badreiniger.
    Die Täter begangen diese Tat aus purem Neid, wäre die Konzentration der einzelnen Mittel höher gewesen, hätte die 8-jährige Katharina sterben können.
    Als Strafe wurden die Giftmixer in andere Klassen versetzt.
    Werden sie dort den oder die nächste Klassenbeste/n vergiften ??


    Das ist auch so etwas was ich mal gelesen hatte, aber nicht glauben wollte. GRUNDSCHÜLER. Vielleicht 3. Klasse. In der Tat Kinder sind Grausam.

    Woran das liegen könnte kann ich beim besten willen nicht schätzen oder auch raten. Leider...

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von June am Do 17 Sep 2009, 12:31

    Amoklauf in Ansbach:
    Schüler der 13. Klasse wirft Molotow-Cocktails in Schule.

    *seufz*
    Da wird wieder die Diskussion aufkommen, wie viel Schuld Killerspiele an so etwas haben...

    Erstaunlich, dass es schon wieder in Bayern passiert ist ô.O

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Miyann am Do 17 Sep 2009, 14:00

    Nur hat diesmal der Täter überlebt (zumindest lebt er noch), also wird man vielleicht mal mehr als nur Spekulationen hören. Und was tun die Politiker dann, wenn nun mal nicht einfach nur die Killerspiele und das Internet schuld sind?

    Bei dem vorletzten (?) deutschen Amoklauf (auch schlimm in solchen Dimensionen reden zu müssen), stand doch auch einiges noch im Internet, bevor die Seite vom Netz genommen wurde. Und von bösen Killerspielen war da definitiv nicht die Rede.

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von missrosenrot am Do 17 Sep 2009, 14:45

    Also ich persönlich glaube nicht, dass Medien oder Killerspiele Schuld am Verhalten solcher Jugendlicher sind. Oft liegt das Problem in der Familie bzw. in der Erziehung. Viele Leute meinen, es reiche aus, seine Kinder in die Schule zu schicken, da würden sie dann ja alles lernen. Aber Sozialverhalten lernt man ZUHAUSE, die Schule ist hauptsächlich für Bildung da. Viele Eltern entziehen sich da der Verantwortung und wundern sich dann, wenn ihre Kinder von anderen älteren Kindern zu schlechtem Verhalten "erzogen" werden. Gesund erzogene Kinder kommen nicht auf die Idee, Leute totzuprügeln, nur weil sie am Computer Ego-Shooter spielen.
    Ich weiß, jede Generation sagt, dass die heutige Jugend am Schlimmsten ist, aber ganz ehrlich, wie traurig ist das, dass ich mich mit 22 Jahren mehr auf den neuen Disney-Film "Küss den Frosch" freue, als meine 8 Jahre alte Nachbarin, die das "Scheiß-Babykram" findet? Und ganz bestimmt habe ich mit 8 Jahren nicht die Sprache/Worte gebraucht, die man heute so von Grundschülern hört... Natürlich ist das jetzt verallgemeinernd, aber so erleben ich es persönlich.

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von moriazwo am Do 17 Sep 2009, 15:17

    Ich betrachte die ganze Thematik naturgemäß aus einer gewissen Distanz. Zum Berufs-Jugendlichen habe ich wohl nie getaugt.
    Ich bin nicht der Meinung, dass "die Jugend" heute besser oder schlechter ist, als die Altersgruppe vor ein oder zwei Generationen. Die von Zorro eingebrachten Zitate spiegeln dies auch sehr eindrucksvoll wider. Immer schon hat es intelligente, dumme, engagierte, phlegmatische, gewaltbereite oder friedliebende Jugendliche gegeben. Zu allen Zeiten hat die ältere Generation über die Jüngere geklagt, dabei gern übersehend, dass sie selbst einige Jahre zuvor genau zu der Gruppe gehört hatten, über die sie sich so bittterlich beklagen. Mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung wirft man so einige Grundsätze und Prinzipien über Bord, die einem in der Jugend wichtig erschienen. Vieles erhält einen anderen Stellenwert - man lernt, sich mit den Unzulänglichkeiten der Gesellschaft zu arrangieren.
    Die Jugend ist da anders. Sie sucht sich Ideale, für die es zu kämpfen lohnt. Jugend will Veränderung, die von den Älteren - und da bilde ich sicher keine Ausnahme - so gefürchtet wird. Das ist auch gut und richtig so, denn sonst würden wir stagnieren.
    Was aber, wenn die äußeren Umstände nicht dazu geeignet sind, die Ideale der Jugendlichen zu fördern, die Ziele in unerreichbare Ferne rücken? Frustration und Aggression kann die Folge sein. Was kann man auch von Jugendlichen erwarten, die in einer Gesellschaft aufwachsen, die von genereller Jugendarbeitslosigkeit, Armut, Bildungsnotstand und ethnischen Vorurteilen bedroht ist. Die eigenen Perspektiven reduzieren sich auf ein inakzeptables Minimum. Das kann im Einzelfall dazu führen, dass die Betroffenen sich zu Zeitbomben entwickeln, die irgendwann ausrasten.
    Ich will hier nicht um Verständnis für Jugendliche bitten, die einen 50-jährigen umbringen. Das war ein feiger Mord und der muss auch bestraft werden. Ich halte nur nichts davon, jetzt lautstark nach einer Verschärfung des Strafrechts zu rufen, denn auch sie hätte die Tat nicht verhindern können. Menschen, die so etwas verüben, tun dies nicht, nachdem sie erst über die Konsequenzen nachgedacht haben. Auch eine stark erweiterte Polizeipräsenz ist keine Lösung. Wie viele Polizisten will man denn einsetzen, um Sicherheit zu erreichen? Soll Deutschland zum Polizeistaat mutieren?
    Der Hebel muss ganz woanders angesetzt werden. Man muss endlich erkennen, dass die heutige Jugend unsere Zukunft von morgen ist und sollte endlich in sie investieren, anstatt Geld im dreistelligen Millionenbereich für Militärpräsenz in Afghanistan auszugeben. Wie sagte der Bundesverteidungsminister: "Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt." Ich habe selten so einen Unsinn gehört.
    Ich bin überzeugt davon, dass es Erfolg bringen würde, wenn man den Jugendlichen wieder eine echte Perspektive bieten würde und ihre Kräfte und Interessen in die "richtigen" Bahnen kanalisieren würde. Wenn sie das Gefühl bekommen, dass es sich wieder lohnt, etwas zu lernen und zu schaffen, käme es erst garnicht zu einer solchen Aggressivität, wie wir sie immer häufiger erleben.

    Gruß
    Michael


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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Dawn am Do 17 Sep 2009, 20:29

    Hey,

    also ich find das ist schon ein ernst zu nehmendes Thema.
    Wenn ich mir die "Jugend von Heute" angucke krieg ich schon eine Gänsehaut, wobei ich sagen muss, dass es auch viele Kinder noch sind.
    Man sieht 10 Jährige andere Leute anpöbeln, rauchen, trinken...sie wollen cool sein und machen auf Gangster.
    Ich sehe bei uns auf der Schule jeden Tag das Bespiel. Die kleinen 5.Klässler haben GAR KEINEN Respekt mehr vor uns oder den Lehrern. Als ich damals in diesem Alter war, kannte ich keinen in meinem Alter (okay einer meiner Mitschüler wollte in der 6.Klasse uns alle umbringen und hatte einen Amoklauf geplant...aber das ist eine andere Sache) der irgendwie den Älteren gegenüber so frech geworden wäre.
    Das die Jugend heute so sehr zu Gewalt neigt ist einfach schrecklich. Vor allem wenn sie sich an machtlosen vergreifen. Z.B. alten Leuten. Oder mit mehreren auf eine Person zugehen. Das zeigt doch eigentlich aber nur, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes "Schisser" sind. Trifft man sie alleine an sind sie sooo klein, aber kommen ihre Kumpels wollen sie zeigen das sie die größten sind. Das ist doch alles nur Posen.

    Ich finde die Veränderung liegt größtenteils an der Erziehung. Die Eltern werden immer jünger oder können einfach keine Kinder erziehen und das passiert dann damit. Wenn das Kind einmal den Respekt der Eltern verloren hat ist es vorbei, außer sie bekommen Hilfe. Und wenn man dann aber auch noch sieht, dass Leute nicht eingreifen, ist das nochmal so ein punkt der die Jugendlichen bestärkt weiterzumachen. Wie oft wurde gezeigt wie sich Jugendliche auf offener Straße verprügeln und 100 Leute gehen einfach vorbei. Man sollte NIEMALS alleine eingreifen, dass ist klar, aber man kann sich mit anderen zusammen tun. Ist das denn wirklich so schwer? *Kopfschüttel*

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Rock am Do 17 Sep 2009, 20:41

    Hm... Ich fall ja noch absolut in diese "Jugend von Heute" Sparte bin ja erst 15.
    Aber vonwegen Jugend von heute es gab, gibt und wird immer Jugendliche geben die große Aggressionen haben, die stehlen gehn oder auch saufen(hust).
    Allerdings habe ich, auch wenn viel an der (nicht vorhandenen) elterlichen Erziehung liegt absolut kein Verständnis. zB.: Am Montag hatte ich turnen am Sportplatz. Ich hab meine Sachen einfach auf meine Rucksäcke gelegt auch meine Armbänder und so. Als ich dann nach den 2 Stunden wieder in die Garderobe komm is alles irgendwo gelegen sogar in der Nachbargarderobe. Die 2 Jahre Jüngeren ausm BRG haben einfach so meine Sachen genommen und durch die Gegend geschmissen. Ein Armband hab ich erst nach längerem Suchen auf einem Fensterbrett, dass in zwei Metern Höhe ist gefunden.
    Ich und ein Haufen Leute aus meiner Klasse wär nie auch nur auf die Idee gekommen, dass wir so etwas tun könnten. Aber das will ich nicht "der Jugend von heute" anhängen. Auch wenn das immer häufiger passiert wie mir aufgefallen ist. Ich zB war zwar auch immer goschat, aber ich hab vor denen die älter waren eig immer Respekt gehabt. Nur iwie werden alle immer goschater, obwohls 5 Jahre jünger und 3 Köpfe kleiner sind als ich muckens auf bis zum geht nicht mehr, beschimpfen mich ohne Grund nur weil ich ned so ausschau wie a "coola Krocha" oder sowas... nja was willsd machen...
    Jammern hat ja sowieso keinen Sinn. Man kann sich höchstens vornehmen seine Kinder besser zu erziehen. :yes!:

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von moriazwo am Fr 18 Sep 2009, 11:58

    Das mit dem fehlenden Respekt - selbst kleiner Kinder - vor Älteren, ist ein Problem, das ich meiner eigenen - der Elterngeneration - anlasten muss, vielleicht auch erst der Generation nach meiner, denn hier mehren sich die Tendenzen, Kindern jegliche Erziehung zu ersparen, einer Tendenz, die letztlich die Kinder zur Lebensuntüchtigkeit "erzieht". Der Mensch ist ein soziales Wesen und ist auf Interaktionen mit anderen Menschen angewiesen. Den Grundstock für ein funktionierendes Regelwerk dafür muss man im Kindesalter legen. Kinder müssen - natürlich in vernünftigem Rahmen - lernen, dass es Regeln und Grenzen gibt, die nicht überschritten werden dürfen. Da Kinder, wie auch alle anderen Menschen auch, stets gegen bestehende Grenzen ankämpfen, was auch normal ist, bedeutet Erziehung für Eltern richtige Arbeit. Erziehung ist nicht einfach und muss auch konsequent sein. Anders ist eine Wertevermittlung durch die Eltern nicht möglich.
    Wenn Eltern nun aufhören, ihren Kindern Werte zu vermitteln - entweder, weil sie selbst keine Wertvorstellungen haben, oder weil sie einfach zu bequem dazu sind - was lernen Kinder dann daraus? Sie lernen, dass Erwachsene gar nicht Ernst genommen werden müssen, da sie keine Grenzen setzen.
    Vor einigen Jahren gab es einmal eine Bewegung, die sich dafür stark machte, Kinder antiautoritär zu erziehen. Keine Zwänge, nicht einmal den Zwang, den Schulunterricht zu besuchen. In England gab es Privatschule Summerhill - ein Internat - , wo dies praktiziert wurde. Es war eine teure Schule und daher einer kleinen Minderheit vorbehalten. Dort mussten die Schüler den Unterricht nur besuchen, wenn ihnen danach war. In einzelnen Fällen waren Schüler bereits drei Jahre dort, bevor sie - vermutlich aus Langeweile - erstmalig den Unterricht besuchten. Solche Fälle verbuchte der Leiter der Schule - A.S. Neill - als Erfolg seines Systems. Die Kinder, die diese Schule besucht hatten, hatten unbestritten eine schöne Kindheit, haben aber später im Leben vollkommen versagt, weil sie es nie gelernt hatten, mit Autoritäten klar zu kommen.
    Das war nur eine neue Theorie von Erziehung, die man später als ungeeignet verwarf, aber was geschieht, wenn eine ganze Generation plötzlich ihren Kindern keine Grenzen mehr setzt? Wenn ich früher etwas angestellt hatte und dabei erwischt worden bin, musste ich damit rechnen, dass mich derjenige zu meinen Eltern geschleppt hatte und dort erklärte, was ich "verbrochen " hatte. Anschließend wurde es erst recht unangenehm und nicht selten gab es von den Eltern auch noch einen Schlag in den Nacken. Man mag geteilter Meinung darüber sein, ob man Kinder schlagen darf, oder nicht - ich halte im Grunde nichts davon -, aber ich habe daraus gelernt, dass mein Handeln Konsequenzen nach sich zieht. Das ist heute vielfach nicht mehr der Fall. Heute ist es eher typisch, dass die Eltern in einem solchen Fall auch noch ihr Kind in Schutz nehmen und dem "Geschädigten" eine Anzeige androhen. Das ist absolut skuril.
    Der Fehler liegt ganz klar bei den Eltern. Klar, Erziehung ist immer ein Handeln aus dem Bauch heraus, aber die Erziehung muss auch stattfinden ....

    Gruß
    Michael


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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Miyann am Fr 18 Sep 2009, 12:07

    moriazwo schrieb:Die Kinder, die diese Schule besucht hatten, hatten unbestritten eine schöne Kindheit, haben aber später im Leben vollkommen versagt, weil sie es nie gelernt hatten, mit Autoritäten klar zu kommen.


    Darf ich ganz kurz einen Einwurf bringen? Ich kann mich nun auch keinerlei Quellen berufen, aber mir wurde gerade in der Berufsschule gesagt (gelehrt Very Happy), dass die Schulabgänger von Summerhill genau die gleich verteilten Prozentzahlen in Berufsgebieten hatte, wie jede andere Schule (doof ausgedrückt, ich weiß). Also es gibt ja Zahlen, wieviele Schüler eines Gymnasiums später Laufbahn xy einschlagen, unterteilt in Gehaltsklassen. Und da soll Summerhill die ganz normale, gesunde Mischung aus eher weniger erfolgreichen und ferolgreichen Abgängern haben/gehabt haben.

    Bei dem Projekt Summerhill bin ich sehr zwiegespalten. Ich bin grundsätzlich schon für Regeln und der Meinung, dass diese sehr wichtig für Heranwachsende sind, weil unsere Gesellschaft nun mal aus Regeln besteht.
    Aber Summerhill finde ich vom Ansatz her interessant. Es geht ja nicht darum, die Kinder grenzenlos zu erziehen, sondern darum, sie die eigenen Fehler selber erkennen zu lassen. Und das ist auch durchaus eine prägende positive und wichtige Erfahrung. Regeln gibt es durchaus, aber diese werden selber von den Schülern festgelegt.
    Schade ist eben auch, dass das "antiautoritär" nun mittlerweile so verfälscht wurde...
    Aber gut, ich habe mich zu wenig mit dem Thema Summerhill beschäftigt, um da jetzt groß was zu sagen zu können. Nur die grüne Wolke lesen, dem Dozenten an der Berufsschule zuhören und vllt mal wikipedia Artikel durchblättern reicht da nicht aus. :)

    Edit: Ich hab noch nen Artikel bei spiegel-online gefunden. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,481792,00.html

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von moriazwo am Fr 18 Sep 2009, 12:43

    Mit den Statistiken ist das so eine Sache. Glaube keiner, die du nicht selbst frisiert hast ... *g*
    Nein, Spaß beiseite, als ich "Summerhill" damals in Englisch gelesen habe, stellten sich mir streckenweise wirklich die Nackenhaare auf. Im Gedächtnis geblieben ist mir eine Episode daraus, in der beschrieben wurde, dass ein frustrierter Schüler in der Turnhalle sämtliche Scheiben eingeworfen hatte. Zur Rede gestellt, meinte er nur, dass ihm danach gewesen wäre. Der Schulleiter hat dann ein intensives Gespräch mit ihm geführt um ihm klar zu machen, dass es doch nichts bringen würde, die Scheiben einzuwerfen. Sie würden jetzt ersetzt werden und sein Problem wäre ja dadurch auch nicht behoben. Der Junge war sehr einsichtig. Die Scheiben wurden ersetzt - und wurden am nächsten Tag von eben diesem Jungen wieder eingeworfen. Das Ganze wiederholte sich vier oder fünf Mal, bis er schließlich das Interesse daran verlor und keine Scheiben mehr einwarf. Dieses Verhalten wertete der Schulleiter in seinem Buch als einen "Erfolg" seiner Erziehungsmethode. Das finde ich persönlich vollkommen absurd.
    Auch die Ansicht, dass Kinder mehr von einander lernen, als von Erwachsenen, mag eine Kehrseite haben. Die Kinder wohnten in Nebengebäuden der Schule und verwalteten sich in Gruppen dort selbst. Die Schule griff nicht in die Interna der einzelnen Gruppen ein. Die Kinder stellten ihre Regeln selbst auf. Das klingt ausgesprochen gut. In der Realität hat es Gruppen gegeben, in denen absolute Anarchie herrschte, wo nur das Recht des Stärkeren galt.
    Was den Erfolg der Schulabgänger angeht und deren weiteres Leben, mögen meine Informationen nicht ganz vollständig sein, das mag sein, aber es ist nur äußerst schwer vorstellbar, dass Schüler, die ausschließlich selbst über das entscheiden, was sie lernen wollen, letztlich wirklich den selben Leistungs- und Wissensstand erhalten, wie an traditionellen Schulen. Für mich ist es eine Erziehungstheorie - nicht mehr und auch nicht weniger.


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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Miyann am Fr 18 Sep 2009, 13:45

    Also die Scheibengeschichte kenne ich nun auch anders:
    Junge wirft Scheibe ein, Gespäch über Konsequenzen (Kälte), Junge muss Scheibe ersetzen -> Junge hat gelernt
    Bei Wahlen waren/sind übrigens auch Lehrer anwesend, alle an der Schule Beteiligten haben ihre Stimme, nicht nur die Kinder.

    Aber wie gesagt, ich hab z.B. das Buch über Summerhill nicht gelesen (bekomme aber gerade Lust dazu) und kann deswegen nur das schreiben, was ich bisher so gehört habe.
    Mir erscheint deine Zeichnung hier allerdings zu schwarz. Ich will nicht alles gutheißen und kann mir durchaus vorstellen, dass hier schnell das Recht des Stärkeren zählen kann, aber nicht alles an Summerhill ist negativ (die Schule existiert tatsächlich noch, was mMn schon ein Zeichen dafür ist, dass der Leistungsstand nicht ganz so schlecht sein kann).

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von moriazwo am Fr 18 Sep 2009, 14:05

    Okay, ich gebe zu, dass meine Meinung reichlich festgefahren ist und ich Summerhill für mich persönlich ablehne. Allerdings räume ich auch ein, dass sich vielleicht einige Fakten aus dem Buch in den Jahrzehnten, seit ich es gelesen habe, sich bei mir - schon allein aus meiner Ablehnung heraus - etwas sehr polarisierend festgesetzt haben. Ich werde mir das Buch - es steht noch immer in meinem Bücherschrank - noch einmal vornehmen und erneut lesen. Vielleicht kann man anschließend die Diskussion dazu noch einmal fortsetzen ...


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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von Miyann am Fr 18 Sep 2009, 14:16

    Ich werde es mir auch mal besorgen. Ich will Summerhill ja gar nicht schön reden, aber ich denke es ist eben stark durch die 68er und die antiautoritäre Erziehung verfälscht worden. Und dass die Schule immer noch in dieser Form besteht ist ja eigentlich nen Zeichen, dass es nicht ganz schlimm dort zugehen kann (wahrscheinlich nicht schlimmer als an deutschen Schulen, aber das ist nen anderes Thema...).

    Aber nichtsdestotrotz teile ich die Auffassung, dass Kinder Regeln brauchen. Mir graut es immer vor der Vorstellung, irgendwann vielleicht mal Kinder erziehen zu müssen - man kann so viel falsch machen...

    Da fällt mir immer ein tolles Erlebnis ein: Ich stehe mit meiner Mutter an der Kasse im Supermarkt. Vor uns eine vielleicht achtzehnjährige Mutter mit ihrem Kind. Problem: Kind sitzt im Wagen und weint und schreit. Mutter nimmt es in den Arn - > Kind hört auf. Wieder zurück in den Wagen -> Kind weint und schreit. Wieder auf den Arm... Und so ging es die ganze Zeit hin und her.
    Da war ich schon etwas schockiert. Meinte dann zu meiner Mutter: "Aber was bitte macht man denn in einer solchen Situation?"
    Sie: "Das Kind hat eben keine Regeln gelernt. Da muss man schon viel früher ansetzen. Wenn es mal schreit eben nicht immer hinlaufen und nicht immer alles tun, was es sich durch Schreien erkämpfen will."
    Urgs. Also ich stelle es mir wirklich unglaublich schwer vor, da alles "richtig" zu machen...

    Dass die Jugend jetzt wirklich "schlimmer" geworden ist, glaube ich nun nicht. Also ich weiß, dass es in meiner Klasse auch früher schon die frechen, dreisten, respektlosen Kinder gab. Nur hat man das selber nicht so wahrgenommen, ich war ja auch immer brav. albino
    Ich weiß aber z.B. auch, dass es früher das Hobby der Älteren war, die kleinen Sextaner an der Brücke aufzuhalten und zu bespucken (war echt cool). Bei meiner Schwester im Jahrgang (13., sie hatten es also fast hinter sich) waren welche, die es lustig fanden, Blumen zu zerschnippseln und ähnliche randalierende Dinge zu tun, gab am Ende nen Verweis.
    Im Jahrgang von meiner Mutter gab es solche. Die, die dann geschwänzt haben oder betunken in den Unterricht kamen, Sachen an die Wände kritzelten...

    Es gibt immer solche und es wird sie wohl auch immer geben. Das unsere Zeit nun nicht gerade einfach ist (immer höhre Ansprüche und gleicheitig geringere Erfolgschancen für die Zukunft, Leistungsdruck etc.), kommt noch erschwerend hinzu.

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    Re: Die Jugend von heute...

    Beitrag von DeStiiNy am Fr 18 Sep 2009, 16:42

    hi!^^
    ich neige zu philosophieren, also muss ich hier auch meinen senf dazugeben, ob es euch passt oder nicht^^
    ich gehöre zu der "Jugend von heute" und muss auch immer zusehen, wie ältere über uns lästern, und meinen, außer party, alkohol, zigarretten (dabei rauche ich nicht mal xD) etc. nichts andres im hirn.
    Das sind die berüchtigten Vorurteile, die ich verabscheue, aber selbst nicht anders kann. Es ist doch so: Was eine Gruppe macht, machen alle.
    Selbst die, die jeden Tag in ihrer Butze hocken, sind plötzlich kriminell, nur weil zwei Jugendlichen dachten, sie müssten mal kurz einen Mann umbringen. Sad
    Und was ist daran schuld, dass [wir] Jugendliche sooo gewalttätig sind?
    Natürlich die Spiele. Es kommen verzweifelte Mütter, die sagen:
    "Oh mein Gott, mein Kind spielt jeden Tag Computer."
    Selbst meine Mutter wirft meinen Bruder vor, gewältätig zu sein, nur weil er mal so ein Egoshooter-spiel zockt. Ich finde sowas nur ungerecht. Es kommt doch eigentlich auf das Maß an, oder? Nur weil ein paar denken, dass man in der realen Welt genauso handeln kann wie in dem Spiel, heißt das doch lange nicht, dass das auf alle zutrifft. >Sad
    mich macht sowas immer wütend. Wir Jugendliche schmeißen den Schmutz nicht in den Mülleimer, wir Jugendliche setzen uns für nichts ein .... grrrr! ^^"
    wenn uns die erwachsenen keine chance geben, zu zeigen, was die andere masse, die nicht [gewalttätig] ist, kann, werden wir immer
    "die jugend von heute" bleiben, vorlaut, drogenabhängig usw.
    die medien löchern das auch noch aus, und verdienen einen haufen kohle damit, um darüber zu reden, wie dumm die Jugend doch ist, und dass wir alle zu "Amokläufen" neigen .

    LG Pam

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 18 Mai 2012, 16:39